TTB Online : Zwei neue Abfüllungen von Laphroaig?

Auch wenn es noch nicht zu 100% ein tatsächliches Erscheinen bedeutet, darf man sich trotzdem schon ein wenig darauf freuen: Auf der TTB Datenbank sind unlängst zwei neue Labels für Abfüllungen der Destillerie Laphroaig aufgetaucht, und beide versprechen, durch ihr Alter und durch die Zusammensetzung etwas Besonderes zu sein.

Abfüllung Nummer 1 ist laut Labeleinreichung ein Laphroaig 27yo aus bourbon hogsheads, der dann in first fill bourbon und refill quarter casks umgefüllt wurde. Er trägt eine vorläufige Alkoholangabe von 52% (die aber deutlich als Platzhalter gekennzeichnet ist). Hier die beiden Labels aus der Datenbank:

Abfüllung Nummer 2 ist ein Laphroaig 25yo, aus second-fill Oloroso casks und American Oak. Die Alkoholangabe von 48.6% ist hier ebenso als Platzhalter gekennzeichnet und damit alles andere als fix. Die Labels aus der Datenbank mit genaueren Angaben finden Sie untenstehend:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Exklusive Sneak Preview: West Cork Irish Whiskey stellt sich vor (2 Videos)

Zum Start des Wochenendes haben wir heute etwas Besonderes für Sie: West Cork Distillers hat zwei Videos produziert, in denen die Destillerie und die Leute dahinter vorgestellt werden. Und noch vor der offiziellen „Premiere“ können unsere Leser diese beiden Videos ansehen (danke an den deutschen Importeur Kirsch Whisky und Pascal Penderak, die uns diese Vorpremiere ermöglicht haben).

Making the Whiskey (siehe oben) zeigt die Herstellung des Whiskeys und worauf es der Destillerie bei der Erzeugung ankommt. Und in Meet The People (unten) stellen sich die West Cork Distillers persönlich vor und zeigen, was sie mit der Region verbindet. Viel Vergnügen mit den beiden Videos!

Neu: Glenmorangie Pride 1974

Auch von Glenmorangie können wir heute eine Neuveröffentlichung im hochpreisigen Segment vermelden: Glenmorangie Pride 1974. Dieser Whisky, der mit 52% abgefüllt wurde und von dem es weltweit 503 Dekanter geben wird, reifte in einer Kombination aus ex-Bourbon und ex-Oloroso Sherryfässern. Er ist 41 Jahre alt.

Laut Dr. Bill Lumsden ist er damit der älteste Glenmorangie, der bislang veröffentlicht wurde. Der Decanter stammt von Laurence Brabant, präsentiert wird er in einer Holzschatulle, die innen verspiegelt ist.

Der Verkaufspreis: 7200 Pfund, also etwas über 8300 Euro.

Neu: Tamdhu 50yo

Zum 120. Geburtstag der Destillerie Tamdhu hat der Besitzer, der unabhängige Abfüller Ian MacLeod Distillers, ein besonderes Fass abgefüllt und einen fünfzigjährigen Tamdhu auf den Markt gebracht.

Der Tamdhu 50yo stammt aus einem europäischen First Fill Sherry Butt und ist mit erstaunlichen 55.6% abgefüllt. 100 Flaschen davon wird es geben, präsentiert in einem handgefertigten Decanter, und sie werden global auf den Markt gebracht werden.

Wer eine dieser Flaschen sein Eigen nennen will, muss dafür allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen: 16.000 Pfund, also umgerechnet 18.500 Euro, wird man dafür auf den Tisch legen müssen…

 

Whisky im Bild: Einbau der Stills in der Clydeside Distillery

In dieser Woche sind die Stills, die die Woche zuvor angeliefert wurden (siehe unser Bild hier), in die neue Clydeside Distillery von Tim Morrison (Besitzer des unabhängigen Abfüllers A. D. Rattray) in Glasgow eingebaut worden – und wiederum haben wir die Erlaubnis erhalten, einige Bilder davon für Sie auf Whiskyexperts zu bringen. Hier sind also acht Aufnahmen vom denkwürdigen Event:

©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery
©Clydeside Distillery

Weniger Profit vor Steuern für Chivas

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Um 22 Prozent sind die Profite vor Steuern von Chivas Brothers im ersten Halbjahr 2016, der neuesten Berichtsperiode, gefallen. Damit erlöst der Whiskyriese zwar immer noch 284 Millionen Pfund, aber eben deutlich weniger als zuvor.

Der Artikel in Herald Scotland (hinter einer Paywall) berichtet auch, dass die Verkäufe in Europa um 1.3% zurückgingen, mehr allerdings noch in Asien, wo der Rückgang 2.3% betrug. Gut lief es hingegen in den USA, wo man um 3.6% mehr Umsatz machte, nämlich 233 Millionen Pfund.

Die Aktien des Unternehmens haben im angesprochenen Zeitraum 4% zugelegt und sind nun 1.3 Milliarden Pfund wert.

Der Chivas-Standort in Kilmalid. Bild: Chivas

Serge verkostet: Braes of Glenlivet (Braeval)

Eine Destillerie, unter zwei Namen bekannt: Braeval. Früher nannte man sich Braes of Glenlivet, änderte aber später den Namen, um nicht in Gefahr zu laufen, mit Glenlivet verwechselt zu werden. Alt ist die Destillerie dennoch nicht – was man auch an der Bauweise sieht.

Die doppelte Namensgebung findet man auch heute noch auf aktuellen Abfüllungen – was vor der Umbenennung destilliert wurde, firmiert noch immer unter dem alten Namen, Neueres unter Braeval. Die interessante Qualität der eigentlich recht unbekannten Speyside-Destillerie hat sich aber nicht verändert.

Serge Valentin hat heute drei Abfüllungen von dort verkostet, und vergibt recht solide Wertungen:

  • Braeval 18 yo 1997/2016 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, sherry butt, 323 bottles): 83 Punkte
  • Braes of Glenlivet 12 yo 1994/2006 (57.2%, Scotch Malt Whisky Society, #113.2, ‘Compote of wellies’): 82 Punkte
  • Braes of Glenlivet 22 yo 1994/2016 (51.7%, Maltbarn, bourbon, 197 bottles): 87 Punkte
Braeal Destillerie, Foto von Iain Macaulay, CC-Lizenz

PR: Redbreast – Food Pairing im Zeichen irischer Handwerkskunst

Von Pernod Ricard Deutschland haben wir eine Pressemitteilung über einen Event in München erhalten, der den Single Pot Still Irish Whiskey Redbreast, Food Pairing und irisches Handwerk zusammenführte. Wir bringen Ihnen einen Einblick in diese Veranstaltung – mit dem Pressetext und mit einigen Fotos, die uns zur Verfügung gestellt wurden:

Eine Auszeit mit Genuss

Food Pairing im Zeichen irischer Handwerkskunst

München/Köln, 23. März 2017. Die Marke Redbreast der Prestige Selection aus dem Hause Pernod Ricard Deutschland lud am 22. März zu einem genussvollen Abend in das Tresor Vinum bei München ein. Im Zeichen der Handwerkskunst wurde der irische Single Pot Still Whiskey mit einem Food Pairing Dinner zelebriert.

Copyright: Pernod Ricard Deutschland / Sonja Herpich

Rund 40 geladene Gäste kamen in den Genuss des weltbekannten irischen Single Pot Stills Redbreast, der in einer urig gemütlichen Atmosphäre des Tresor Vinums zur Verkostung serviert wurde. Die historischen Gewölbekeller beeindruckten mit bis zu sieben Meter hohen, rustikalen Mauerwänden, und boten ein stimmiges Ambiente für das exzellente auf die verschiedenen Qualitäten des Redbreast abgestimmte 3-Gang-Menü. So konnten die Gäste, den vollmundig komplexen Whiskey, der von Head Blender Billy Leighton der Midleton Destillerie hingebungsvoll und mit handwerklicher Präzision kreiert wird, verkosten und in seiner Vielfalt genießen.

Copyright: Pernod Ricard Deutschland / Sonja Herpich

Begleitend führte Brand Ambassador Gerard Garland die Gäste mit viel Charme und Eloquenz in die geheimnisvolle Welt von Redbreast ein. Er berichtete über die besondere Herstellung der einzelnen Qualitäten und brachte ihnen fachmännisch die unvergleichlich sanfte und komplexe Textur näher. Ein weiterer Höhepunkt des Abends – die Präsentation des Kunsthandwerkers Marcus Biber. Mit seiner Drechselmaschine führte er live vor, wie er aus unterschiedlichen Hölzern verschiedene Edelschreibgeräte herstellt und gewährte so einen Einblick in seine Leidenschaft zum Handwerk und der damit verbundenen Tradition. Die Anwesenden waren sichtlich beeindruckt – jeder seiner Stifte ist ein handgefertigtes Unikat. Zum Ausklang des Abends wurde Redbreast 21yo verkostet, der älteste Standard-Whiskey im Portfolio der Irish Distillers.

Copyright: Pernod Ricard Deutschland / Sonja Herpich

Interessante Gespräche, spannende Einblicke in Kunst und Kultur sowie kulinarische Verwöhnmomente, sorgten für eine urbane Auszeit und einen gelungenen Abend. « Das war wirklich ein ganz besonderer Abend. Wir haben Genuss, Kunst, Geselligkeit und ein Stück von Irland erlebt – und sind in die Welt von Redbreast eingetaucht. Wir hoffen, dass die Gäste einen schönen Abend verlebt haben, den besonders komplexen Charakter von Redbreast genießen konnten und durch Handwerkskünstler Marcus Biber begeistert worden sind », resümiert Claudia Lepke, Brand Management Prestige Selection bei Pernod Ricard Deutschland.

Copyright: Pernod Ricard Deutschland / Sonja Herpich

Der einzigartige Redbreast Whiskey ist der traditionell irischen Herstellung seit mehr als einem Jahrhundert treu geblieben. Seinen Namen, zu Deutsch Rotkehlchen, verdankt er dem Weinhändler Gilbey, der seinerzeit ein begeisterter Ornithologe war. Die durch die Reifung in Sherry-Fässern beeinflusste Farbe des Whiskeys erinnerte ihn an das rote Brust-Gefieder des Rotkehlchens. Der Single Pot Still wird dreifach in kupfernen Brennblasen, sogenannten Pot Stills, destilliert. Geschmacklich zeichnet sich die gesamte Redbreast Familie durch ein volles, komplexes Aroma und ein angenehm cremiges Mundgefühl aus. Die Sherry-Fässer, in denen die Single Pot Still Irish Whiskeys reifen, verleihen der gesamten Redbreast Range ihren typisch Charakter.

Copyright: Pernod Ricard Deutschland / Sonja Herpich

PR: Glen Grant präsentiert drei ausgezeichnete Schotten

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In ihrer heutigen Pressemitteilung stellt uns Campari Austria das aktuelle Sortiment ihrer Destillerie Glen Grant vor (unter anderem auch mit unserem Whisky des Monats Februar). Diese Pressemitteilung geben wir Ihnen wie üblich unverändert wieder:

Bereits zum 5. Mal in Folge verlieh der renommierte Whisky Autor Jim Murray unter 1.241 Kostproben den begehrten Titel „Best Single Malt Scotch“ in der Kategorie „10 Years and Under“ an den Glen Grant Aged 10 Years. Eine Sensation in den Reihen der Whisky-Fans, denn noch kein anderer Scotch erhielt die renommierte Auszeichnung in fünf Folgejahren. Murray’s Whisky Bible ist der weltweit meistverkaufte und einflussreichste Whisky Guide, der jährlich aufs Neue erscheint und sich in der Branche an einem hohen Renommee erfreut.
Der Glen Grant Aged 12 Years steht dem zehnjährigen Single Malt aber in Nichts nach, denn dieser wurde 2016 mit der Goldmedaille bei der International Wine and Spirits Competition (IWSC) ausgezeichnet. Die IWSC ist eine der angesehensten Verkostungswettbewerbe der Welt und prämiert nur die besten Produkte der Wein- und Spirituosenindustrie.

Als Aufsteiger des Jahres wird aber der Glen Grant Aged 18 Years gelobt. Von Jim Murray wurde ihm, neben zahlreichen anderen Awards, sogar der Titel „Scotch Whisky of the Year“ verliehen. Der 18-jährige in der Glen Grant Range ist, mit seiner limitierten Auflage von nur 300 Flaschen in Österreich, das absolute Highlight im neuen Glen Grant Sortiment. Neben zarten Noten an Karamell, Rosinen und Vanille, die den unverwechselbaren Geschmack ausmachen, erfreut sich diese Rarität an besonders großer Beliebtheit. Die exquisite Geschenkverpackung des Glen Grant Aged 18 Years unterstreicht die Hochwertigkeit des Whiskys, der in einer Hülle, die an eine Schatztruhe erinnert, aufbewahrt wird.Glen Grant: Liebe, Leidenschaft und ein bisschen schottische Magie
Hinter diesen Auszeichnungen stecken mühevolle Arbeit, aber auch jede Menge Liebe, Leidenschaft und ein bisschen Magie in der Entstehung des einzigartigen Whiskys der Glen Grant Destillerie. Dennis Malcom, Glen Grants Master Distiller, der bereits sein 55-jähriges Jubiläum feierte, wurde für seine herausragenden Leistungen in der Branche und sein Engagement für die Region Speyside als Officer of the Order of the British Empire (OBE) ausgezeichnet. Diese prestigeträchtige Auszeichnung nahm der Master Distiller bei einer feierlichen Zeremonie im Buckingham Palace entgegen. Der Titel als OBE würdigt die langjährige Leidenschaft für die Marke Glen Grant, die ihn zu einem der anerkanntesten Vertreter der Whisky-Industrie macht. Seine herausragende Erfahrung beim Thema Scotch sorgt dafür, dass jede einzelne Varietät der Marke Glen Grant das perfekte Ergebnis aus dem komplexen Zusammenspiel von Whisky, Holz und Zeit ist.

Das Geheimnis des Glen Grant-Geschmacksbouquets
Der elegante und unglaublich weiche Geschmack, für den die Marke bekannt ist, wird durch hohe schmale Brennblasen und revolutionäre „Purifiers“ erreicht, die ames Grant, auch „The Major“ genannt und seines Zeichens Sohn des Gründers der Marke, vor über 100 Jahren einführte. Dieses dauerhafte Vermächtnis trägt dazu bei, dass sich dieser Single Malt noch heute durch seine besonders frischen und leichten Geschmacksnoten von anderen abhebt.

Die schottische Marke Glen Grant zählt seit 2006 zum Portfolio von CAMPARI Austria und umfasst folgende Varianten auf dem Österreichischen Markt: The Major’s Reserve, Aged 10 Years, Aged 12 Years, Aged 18 Years sowie eine limitierte Auswahl erlesener Flaschen des Glen Grant 50 Years – mit ihrem ganz eigenen Aroma, das in unnachahmlicher Weise den Geist von Glen Grant einfängt.

Neu: The Norfolk Malt ’n‘ Rye Single Grain Whisky

Gerade einmal 1962 Flaschen wird es vom heute erscheinenden „The Norfolk Malt ’n‘ Rye„, einem englischen Single Grain Whisky aus der St. George’s Distillery zwischen Norwich und Newcastle geben, abgefüllt mit 45% Alkohol oder, wie das Label mitteilt, 79° English Proof.

Malt ’n‘ Rye ist der zweite Whisky einer dreiteiligen Serie von The English Whisky Company, die Norfolk auf der Landkarte des Wassers des Lebens deutlich sichtbar machen soll. Das erste Bottling, Farmers, ebenfalls ein Single Grain Whisky, wurde bereits im Vorjahr in aller Stille veröffentlicht und sollte, so die Destillerie, einmal in einer ausgewählten Zielgruppe das Potential einer solchen Serie erkunden. Ausstehend ist noch der dritte Single Grain, Parched, der später in diesem Jahr erscheinen soll.

Whisky im Bild: Neues von der Raasay Distillery

Der Baufortschritt bei der Isle of Raasay Distillery auf der gleichnamigen Insel östlich von Skye kann sich sehen lassen: Die vier Bilder, die wir Ihnen mit Erlaubnis der Destillerie heute präsentieren können, sind gestern, am Mittwoch, entstanden. Die Stills sind ja bereits im Stillhouse montiert (Bilder davon können Sie hier sehen), und in den letzten 5 Wochen, seitdem diese Bilder hier entstanden sind, sind auch die Arbeiten an den Nebengebäuden weiter vorangeschritten. Aber sehen Sie selbst:

© R&B Distillers
© R&B Distillers
© R&B Distillers
© R&B Distillers

Serge verkostet: Bruichladdich

Drei ganz besondere Abfüllungen aus der Destillerie Bruichladdich sind heute die Objekte der geschmacklichen Beschreibung bei Serge Valentin. Neben einer neuen (und edel anzusehenden) Samaroli-Abfüllung gibt es auch einen dreizehnjährigen Bruichladdich aus der Micro Provenance Serie, und ein Bottling für einen unabhängigen Abfüller aus der Schweiz, das eine getorfte Variante von Bruichladdich enthält. Alle drei bekommen von Serge sehr gute Wertungen in der Verkostung:

  • Lochindaal 2009/2016 (65.7%, Caora, first fill bourbon, cask #r10/002-100, 343 bottles): 90 Punkte
  • Bruichladdich 15 yo 2001/2016 ‘Wild and Primitive’ (54.3%, by Silvano Samaroli): 89 Punkte
  • Bruichladdich 13 yo 2002/2016 (52.7%, OB for The Whisky Exchange, micro provenance, bourbon, cask #12/214, 240 bottles): 89 Punkte
Willkommen bei Bruichladdich. Bild: Marcel Freudenstein

Wir verkosten: Roe & Co Blended Irish Whiskey

Roe & Co
Blended Irish Whiskey
45% vol
non-chillfiltered
Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems
Sample: Thomas Plaue

Nase: Frisch und fruchtig, ein schöner Apfelduft, der ein wenig an die Apfelshampoos aus den 80ern erinnert, zudem süße Honignoten und etwas Pfingstrosenduft. Sehr einladend und angenehm, mit einigen alkoholischen Beinoten.

Gaumen: Die fruchtige Süße setzt sich schön fort, gemeinsam mit etwas pfeffrigen Noten am Zungenrand. Weicher, fast öliger Eindruck, dazu leiser Holunderblütensirup, Apfel- und Birnennoten.

Finish: Zunächst viel Süße, dann würzig wie ein wenig zu lang gezogener grüner Tee, dazu ein Hauch Zimt. Lang.

Alles in allem: Ausgewogen und unbeschwert, lebendig und jugendlich im besten Sinn. Ein schöner unkomplizierter, dabei geschmacklich trotzdem interessanter Blend. Ohne es ausprobiert zu haben: Er ist vermutlich nicht nur ein schöner Solo-Whiskey, sondern macht wohl auch in Cocktails und Longdrinks eine hervorragende Figur. Barstoff so oder so – und das ist als Kompliment gemeint.

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

PR: Còmhlan 3.0 – Genießen und helfen (mit Video)

Auch in diesem Jahr veröffentlicht das Brühler Whiskyhaus wieder eine Charity-Abfüllung, die ein gemeinsames Projekt des Händlers Marco Bonn und der Facebook-Gruppe Whisky.de ist. Die neue  Còmhlan-Abfüllung (Còmhlan 3.0, ein Ledaig) können Sie wieder online bestellen (den Link finden Sie im Artikel) – zusätzlich gibt es diesmal auch eine Auktion, bei der man die Flasche No. 1 und das Originalfass ersteigern kann (hier erfahren Sie mehr). Die Versteigerung läuft bis Sonntag (26.03.2017) Abend 23:59 Uhr.

Der Còmhlan 3.0 wurde schon gemeinsam von Marco Bonn und Olaf Fetting verkostet, das brandaktuelle Video dazu sehen Sie untenstehend (in ihm erfahren Sie auch weitere Details zur Aktion):

Hier der Text von Marco Bonn, der die Aktion, der wir den allergrößten Erfolg wünschen, vorstellt:

Comhlan 3.0 – Genießen und helfen

Im Oktober bereits angekündigt, kann ich nun endlich verkünden, dass Còmhlan 3.0 auf dem Weg nach Deutschland ist 🙂

Vor der großen Freude kommt nun aber erst einmal gaaaaaaanz viel Text, den Ihr bitte auch lesen solltet, bevor wieder x-Fragen kommen, die man durch lesen auch selber hätte beantworten können 😉

Heute habe ich endlich den Sack des Còmhlan 3.0 zumachen können.

Wie bei jeder Còmhlan Abfüllung steht auch diese wieder unter einem ganz besonderen Stern. Dieses Mal ist es der Stern (oder nennen wir das Kind beim Namen der Spendenzweck) das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach (https://www.kinderhospiz-nikolaus.de/de/index.php).

Warum wir uns genau dieses Hospiz ausgesucht haben? Das erzählt Euch Volker Griesel:

Volker:

„Wer mich kennt weiß wie es mir im Moment geht, gerade wenn es um DIESES Kinderhospiz geht.

Um zu erklären warum mir dieses Kinderhospiz so am Herzen liegt muss ich leider etwas weiter ausholen. Vor etlichen Jahren begann ich mit dem Hobby Geocaching und das Sammeln von sogenannten Coins. Auch hier fanden immer wieder gemeinnützige Veranstaltungen statt und es wurde gesammelt. Mit der Versteigerung einer speziellen Coin erfuhr ich das erste Mal vom Hospiz St. Nikolaus, die Geschichte dahinter war herzzerreißend. Die Eltern haben für ihren verstorbenen Sohn Elias eine Coin anfertigen lassen, damit er nie vergessen werden sollte. Eine solche Coin konnte ich ersteigern und trage diese die meiste Zeit bei mir, um nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren, sowie geerdet zu bleiben, denn eigentlich geht es uns allen gut.

Vor 8 Jahren hatte ich berufsbedingt einen Burnout in Verbindung mit einem beidseitigen Hörsturz. Innerhalb von vier Tagen wurde eine Reha genehmigt, welche für drei Wochen angesetzt war. Wöchentlich wurde die Reha verlängert, in der sechsten Woche konnte ich die Einrichtung nicht mehr sehen und bin gedankenverloren in Bad Grönenbach spazieren gegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Hospiz jedoch aus den Gedanken verloren, mir war nicht einmal bewusst, dass es sich im gleichen Ort wie meine Reha Klinik befand. Es kam wie es kommen musste und ich stand plötzlich vor dem Kinderhospiz St. Nikolaus. Meine Gedanken rasten und ich sah wohl recht bedröppelt aus . Als ich am Randstein vor dem Hospiz gesessen habe, kam der Heimleiter auf mich zu und bat mich darum, die Einrichtung anzusehen, zu diesem Zeitpunkt befand sich eine Familie im Hospiz. Die Eltern und das Kind habe er befragt und sie hätten nichts dagegen. Was ich in dieser kurzen Zeit von den Eltern, vor allem aber von „Sebastian“ gelernt habe, war enorm. „Sebastian“ war gerade einmal 6 Jahre alt und erklärte, mir er habe in drei Wochen Geburtstag, ob er diesen jedoch noch feiern kann, wüsste er nicht. Für mich hat es da klick gemacht. Wie offen und ehrlich alle mit dem Thema umgehen, hat mich verblüfft. Des Weiteren kam für mich in diesen Stunden die Erkenntnis, lebe jeden Tag als sei es dein letzter, aber auch, dass meine Probleme, die ich aktuell hatte, wirklich nicht der Rede wert waren. Dies ist der Grund warum mir dieses Hospiz sehr wichtig ist.

Auch das Kinderhospiz St. Nikolaus kann nur von Spenden überleben. Es ist einfach wichtig, dass die Eltern sowie Geschwisterkinder hier unterstützt werden und somit auch einmal eine Entlastung und kleine Auszeit vom Schrecken der Krankheit erfahren.

In diesem Sinne hoffe ich auf eine rege Teilnahme, so dass ein möglichst hoher Spendenbetrag zusammen kommt.

Slàinte mhath Euer Volker“

Der Versand der Abfüllung wird ab Mittwoch, den 29.03.2017 starten. Ich denke, dass wir alle Pakete neben dem normalen Ladenalltag bis einschließlich Freitag, den 31.03.2017 erledigt haben sollten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Aktionen werde ich nur bereits bezahlte Flaschen versenden, da ich keine Zeit und vor allem keine Lust habe, dem einen oder anderen, Wochen lang wegen des Geldes hinter zu rennen.

Wie immer wird jeder Cent Spende zu 100% weitergereicht und wir legen für jede Spende, egal in welcher Höhe, noch einmal einen Euro aus unserer Tasche oben auf. Flasche N°1 wird natürlich wieder für den guten Zweck versteigert und der Erlös geht ebenfalls zu 100% ans Hospiz. Und jetzt kommt noch eine ganz besondere Überraschung: Ich habe quasi als Entschuldigung dafür, dass wir so lange auf das Abfüllen warten mussten, das Originalfass des Còmhlan 3.0 versprochen bekommen. Sobald dieses hier bei uns eintrifft, werde ich Fotos von dem Fass machen und auch dieses werden wir für das Hospiz St. Nikolaus versteigern.

Jetzt kommen wir aber zu den Fakten: Ausgesucht haben wir dieses Mal einen Ledaig (einen echte Wuchtbrumme – der ein oder andere konnte vorab probieren und teilt vielleicht gerne seine ersten Eindrücke hier mit) aus dem Jahr 2005 mit 11 Jahre aus dem Hogshead, ohne Farbstoff, ohne Kältefiltration und mit ca. 60,4% Vol.

Der Preis für die 0,7l Flasche wird bei 74,90 Euro liegen (hier ist eine Grundspende von 5,00 Euro inbegriffen, damit auch wirklich jede Flasche Còmhlan 3.0 Ihren Teil für den guten Zweck beiträgt), das 4cl Sample wird bei 5,50 Euro liegen (hier ist wie immer bereits eine Grundspende von einem Euro enthalten). Die Versandkosten betragen 5,90 Euro. Solltet Ihr noch etwas aus dem Sortiment des Brühler Whiskyhauses aussuchen (mindestens für 50 Euro Warenwert), übernehme ich die Versandkosten.

Es wird auf Grund des Hogsheads leider nur 236 Flaschen geben. Die Limitierung ist es auch schuld, dass wir nur 1 x 0,7l Flasche pro Person sowie max. 1 x 4cl Sample abgeben werden.

Obwohl sowohl bei der 0,7l Flasche als auch beim dem 0,04l Sample eine Grundspende eingerechnet ist, möchte ich Euch von Herzen bitten, den ein oder anderen Taler aufzuschlagen, damit wir eine richtig tolle Spendensumme zusammen bekommen und ich auch möglichst bei jeder Flasche noch in die Pflicht genommen werde den zusätzlichen Euro Spende oben drauf zupacken.

Verkaufsstart ist am Mittwoch 22. März 2017 um 20:30 Uhr.

Eine kleine persönliche Anmerkung noch von mir: Ich bin mir bewusst, dass 236 Flaschen nicht gerade viel sind und dass der Preis von 69,90 Euro auch nicht mehr für jedermann erschwinglich ist, ich bin mir aber sicher, dass ich mit Còmhlan 4.0 ein Fass in Aussicht habe, welches deutlich mehr Flaschen auswerfen wird und welches (sicherlich zur Freude einiger) nicht rauchig ist 😉

Und ganz zum Schluss wieder der Hinweis in eigener Sache: Bettel- und Jammer-PN’s wie z.B. „Ich brauche aber unbedingt zwei 0,7l Flaschen“ werden nicht beantwortet. Wer eine ernsthafte Frage stellt, bekommt auch eine Antwort. Aus der Erfahrung der letzten Aktionen, kann das aber auch schon einmal ein paar Tage dauern. Denkt immer dran: Wenn ich PN’s beantworte, kann ich keine Pakete packen 😉

Euer Marco