Diageo erklärt den 10. Februar zum „International Scotch Day“

Diageo, der Mutterkonzern vieler schottischer Destillerien (und zahlreicher anderer Getränkeproduzenten rund um den Globus), hat den 10. Februar zum International Scotch Day proklamiert und wird an diesem Tag alle Konzern-Destillerien in Schottland, die für den Empfang von Besuchern eingerichtet sind, gratis zugänglich machen. Auch wird man erstmals das Whisky Archiv des Konzerns besuchen können, eine Schatztruhe voller historischem Whiskywissen, kuratiert vom ehemaligen Universitätsprofessor für schottische Geschichte und jetzigen Head of Whisky Outreach, Dr. Nick Morgan.

Gleichzeitig wird der Tag international durch eine Reihe an Aktivitäten unterstützt, sei es in Bars oder durch die Markenbotschafter. Welches diese Aktivitäten in Deutschland sind, hoffen wir Ihnen rechtzeitig berichten zu können.

Der 10. Februar wurde laut Dr. Nick Morgan gewählt, weil es der Geburtstag von Alexander Walker, dem Pionier des weltweit meistverkauften Scotch, Johnnie Walker, ist.

Diageo betont übrigens, dass dieser neue ausgerufene International Scotch Day nicht in Konkurrenz zum World Whisky Day treten soll, der am 20. Mai gefeiert wird. Man werde diesen nach wie vor aktiv unterstützen. Allerdings sei das ein Tag, der allen Whiskys der Welt gewidmet sei, man hätte das Gefühl gehabt, dass Scotch einen eigenen Feiertag brauche, so Morgan.

Borders Distilleries in Jedburgh erhalten Baugenehmigung

Nicht nur aus Irland gibt es eine erteilte Baugenehmigung (The Quiet Man Distillery) zu vermelden – wie BBC heute berichtet, haben auch die Destillerien in Jedburgh in der Borders Region soeben diesen wichtigen Meilenstein hinter sich gebracht, nachdem die Anträge bereits im Juni eingereicht wurden (wir berichteten).

Die Mossburn & Jedhart Distillery, so der Name, wird neben zwei Whiskydestillerien auch eine Abfüllhalle, Lagerhäuser, Bürogebäude und ein Besucherzentrum umfassen und soll 50 Arbeitsplätze schaffen.

Die erste Bauphase soll bis 2018 abgeschlossen sein. Bis dahin will man die erste Destillerie (Jedhart) mit 3 Brennblasen und einem Café für 36 Personen fertigstellen. Fünf Lagerhäuser sollen ebenfalls errichtet werden.

Die zweite Destillerie (Mossburn) soll danach entstehen, und diese soll wesentlich größer werden. Man spricht von einer jährlichen Produktion von insgesamt 25 Millionen Litern. Dort will man ein Café für 140 Besucher und ein Restaurant für 120 Besucher errichten. Diese Destillerie soll 2021 fertiggestellt sein.

Im Überblick hier die Kapazitäten der Destillerien:

  • Jedhart 400.000 L/Jahr (Malt)
  • Moosburn 5.000.000 L/Jahr (Malt)
  • und dort noch 20.000.000 L/Jahr (Grain)

Die Betreiber, die auch für die demnächst in Betrieb gehende Torabhaig Distillery auf der Insel Skye verantwortlich zeichnen, sollen über genügend Geld verfügen, um den Bau durchzuführen und den Betrieb ohne den Verkauf von Newmake Spirit oder Gin sicherzustellen.

Die Baugenehmigung wurde erteilt, nachdem auch die schottische Regierung, die aus Gründen des Überflutungsschutzes mitreden durfte, grünes Licht gegeben hatte. Lokale Behörden waren dem Projekt von Anfang an positiv gegenüber gestanden.

Die Jedburgh Abbey in der gleichnamigen Stadt in den Borders: By Steve Collis from Melbourne, Australia – Jedburgh Abbey, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24307088

USA: Bulleit-Distillery kurz vor der Fertigstellung

Diageo scheint mit der eigenen Destillerie für den Bulleit-Bourbon auf der Zielgeraden zu sein, berichtet Louisville Business First in der Online-Ausgabe. Man habe nämlich, so das Journal, seitens des Getränkekonzerns bereits die Einladungen für eine Eröffnungsveranstaltung am 14. März ausgesendet.

Die seit 2014 im Bau befindliche Anlage soll über 100 Millionen Dollar gekostet haben und wird nicht nur Whiskey für die Marke Bulleit produzieren. Der Konzern hat zudem schon begonnen, die Lagerhäuser mit vollen Fässern für die Reifung zu belegen.

Die Destillerie soll 30 Menschen Arbeit bieten, schreibt die Zeitschrift.

Serge verkostet: Deanston

Heute hat sich Serge Valentin wieder einmal ein Duo aus einer Destillerie ausgesucht – diesmal zieht es ihn in die Highlands zu Deanston. Deanston gehört, so wie Bunnahabhain und Tobermory, zur südafrikanischen Distell-Group und hat sich in letzter Zeit etwas vom Mauerblümchenimage befreien können – auch und vor allem durch interessante Whiskys.

Was hat Serge heute im Glas? Eine der beiden Abfüllungen ist 15 Jahre alt, die andere, ebenfalls ein unabhängiges Bottling, kommt – recht ungewöhnlich für einen unabhängigen Abfüller – ohne Altersangabe. Und wie schlagen sich die beiden in der Verkostung?

  • Deanston 15 yo 1997/2013 (46%, Signatory Vintage, Un-chillfiltered Collection, refill butt, cask #1343, 787 bottles): 84 Punkte
  • Deanston ‘Batch 2’ (49.6%, That Boutique-y Whisky Company, 248 bottles, +/-2014): 83 Punkte
Deanston. Bildrechte: Bernd Scheer

Dartmoor Distillery hat mit der Produktion begonnen

Nicht nur in Irland (siehe unseren Bericht hier), auch in England, genauer gesagt in Devon, ist Feiern angesagt: Laut einem Artikel in Express & Echo aus Exeter hat die Dartmoor Distillery in Bovey Tracey die Produktion des ersten Spirits aufgenommen – und ist damit die erste Whiskybrennerei der (bekannten) Geschichte in der Grafschaft im Süden Englands.

Der erste Brennvorgang in der Dartmoor Distillery hat am Montag begonnen und wird am Freitag beendet sein, schreibt das Blatt. Beaufsichtigt wurde das ganze Procedere vom Master Distiller und Whisky-Urgestein Frank McHardy, der als Mentor der Destillerie gilt. Verwendet wurde nur lokales Getreide.

Frank McHardy steht für die Wiedergeburt des Campbeltown Whiskys. Als erster Schotte arbeitete er als Manager in irischen und schottischen Brennereien. Und als Master Distiller in der Dartmoor Whisky Distillery. Copyright Ernst J. Scheiner

Für Besuche in der Destillerie ist es übrigens noch zu früh – das Besucherzentrum wird erst im Frühjahr fertiggestellt sein. Ein wenig Einblick kann man allerdings mit den Bildern im Ursprungsartikel bekommen, die wir hier aus Copyrightgründen natürlich nicht veröffentlichen können.

Bild: „Town Hall, Bovey Tracey – geograph.org.uk – 256043“ von Derek Harper. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons.

The Quiet Man Craft Distillery erhält Baugenehmigung (mit Video)

Gestern war ein Feiertag für die Besitzer der The Quiet Man Craft Distillery in Ebrington: Von der Derry & Strabane City Council gab es die Zustimmung zu den eingereichten Bauplänen – und zwar ohne Abstriche und Veränderungen. Untenstehend ein Video der bisherigen Baufortschritte der Destillerie (danke an Alba-Import für die Hilfe!).

Laut der Facebook-Seite von The Quiet Man soll es jetzt rasch gehen. Man wird bereits Anfang 2018 den ersten Spirit brennen können – für Besucher soll die Destillerie dann ab Mitte 2018 zugänglich sein.

 

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Neu im Travel Retail: Laphroaig Four Oak und The 1815 Legacy Edition

Ein neuer Laphroaig ist ab sofort (ein zweiter dann im April) im Travel Retail zu finden: Er nennt sich Laphroaig Four Oak und stammt aus vier verschiedenen Fasstypen:  ex-bourbon barrels, quarter casks, virgin American oak barrels und European oak hogsheads. Beschrieben wird sein Aroma so: Raucharomen, gedünstete Früchte und warme, geröstete Vanille. Spuren von Sandelholz und Pinie, Weiden- und Föhrenholz sowie Holzkohle von Eiche, Seetang mit weicher Buttercreme. Salzlakritze und Torf im Abgang. 

Einen Preiszettel können wir der Abfüllung noch nicht anheften, werden das aber bei Gelegenheit nachholen.

Laphroaig The 1815 Legacy Edition wird erst im April in den Duty Free kommen – ein weiterer altersloser Whisky, der laut der Ankündigung von John Campbell als Hommage an die früheren Distillery-Manager erschaffen wurde. Er lagerte zunächst in First Fill ex-Bourbon Barrels, dann in Hogsheads aus europäischer Eiche. In der Nase hat er Aromen von verbrannten Aprikosen und Rosinen. Am Gaumen soll er den typischen Rauch von Laphroaig, gepaart mit sanften Eichentönen und Noten karamellisierter dunkler Früchte, Nüssen und getrockneten Früchten vereinen. Das Finish zeigt Rauch und geölte Hölzer.

Auch hier wurde seitens Laphroaig noch kein Preis für den mit 48% abgefüllten Whisky genannt.

 

Exklusiv-Video: Der neue Glenmorangie Bacalta

Am Abend des 31. Januars wurde der neue Glenmorangie Bacalta, die achte Private Edition, in einer Simultanveranstaltung Gästen in London, Paris und München präsentiert. Über eine (hervorragend funktionierende) Liveverbindung waren per Video Dr. Bill Lumsden, Head of Whisky Creation bei Glenmorangie und Ardbeg, und Brendan McCarron, sein designierter Nachfolger, zugeschaltet und verkosteten gemeinsam mit den Anwesenden zunächst den Glenmorangie Original, danach den Lasanta und dann als Höhepunkt den Glenmorangie Bacalta.

Einige der Gäste beim Event in München

Wir haben für Sie die gesamte Präsentation von Dr. Bill Lumsden und Brendan McCarron aufgezeichnet – inklusive einiger Fragen aus dem Publikum und deren Beantwortung durch die beiden. Knapp an die 45 Minuten dauern die beiden Teile – und sie zeigen Bill und Brendan nicht nur als kompetente Whisky-Fachleute, sondern auch als blendende Entertainer.

Ein Regenbogen an Abfüllungen der Destillerie

Bevor wir Ihnen dieses Video zeigen, vielleicht noch kurz zu den ganz persönlichen Eindrücken, die der Bacalta hinterließ: Ein Glenmorangie und das Finish in Madeira-Fässern ist eine gelungene Kombination, die im Falle des Bacalta noch dazu gut ausbalanciert ist. Das Finish erschlägt nicht den Charakter des Destillats, der ja bei Glenmorangie eine Freude für sich ist, sondern setzt etwas darauf, das mit den offiziellen Tasting Notes „gebackene Früchte mit karamellisierten Orangen und Aprikosen, viel Honig, Mandeln und Datteln plus ein reichhaltiges, sirupsüßes Finish mit Marzipan, weißem Pfeffer und Honigmelone sowie karamellisierten Zitrusfrüchten und Birne, cremiges Fudge“ recht treffend beschrieben ist. Die auch erwähnten Minznoten fanden wir nicht, dafür war für uns das Marzipan ausgeprägt.

Summa summarum ist der Bacalta ein eigenständiger Charakter, der mehr zum Genießen und weniger zum Sinnieren darüber einlädt. „Gelungen, schön, offenherzig, unkompliziert und unlangweilig“ charakterisiert ihn unserer Meinung recht treffend.

Viel Vergnügen mit der unterhaltsamen Präsentation durch Dr. Bill Lumsden und Brendan McCarron:

Serge verkostet: 2x Tobermory 21yo

Dass Tobermory für bis zu zwei Jahre für einen Umbau (unter anderem werden die Stills ausgetauscht) geschlossen werden wird, haben wir ja bereits am Montag berichtet. Heute bekommt die Destillerie auf Mull eine weitere Erwähnung – nämlich in einer Verkostung bei Serge Valentin. Er hat sich zwei 21jährige eingeschenkt, und die beiden unabhängigen Abfüllungen könnten unterschiedlicher nicht bewertet sein: Während Serge beim Bottling von Douglas Laing distanziert reagiert (interessant, aber eher kurios), gefällt ihm der 12jährige von Cadenhead sehr (obwohl oder weil er eher in Richtung Ledaig geraten ist?):

  • Tobermory 21 yo 1994/2015 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask #DL10950, 306 bottles): 71 Punkte
  • Tobermory 21 yo 1995/2016 (53.8%, Cadenhead, Authentic Collection, 246 bottles): 88 Punkte
Die Destillerie Tobermory (produziert auch Ledaig). Bildrechte bei Torsten Dahmke.

PR: Personalisierte Etiketten für Jim Beam – „Dein Bourbon. Dein Name“

Von Jim Beam sind wir mit einer Pressemitteilung auf eine besondere Aktion hingewiesen worden, bei der Konsumenten in Deutschland und Österreich ihr personalisiertes Etikett für Jim Beam erhalten können. Wie es geht und was man dafür tun muss, steht in nachfolgendem Text:

Nur für kurze Zeit – personalisierte Etiketten für Jim Beam

„Dein Bourbon. Dein Name“: Konsumenten haben erstmals die Chance, ihre Jim Beam Flasche in ein Unikat zu verwandeln

Frankfurt am Main und Wien, 1. Februar 2017. Jim Beam beginnt das neue Jahr mit einer außergewöhnlichen Verbraucheraktion in Deutschland und Österreich: Ab Februar haben Käufer und Fans des Kentucky Straight Bourbon Whiskeys Jim Beam erstmals die Gelegenheit, ein personalisiertes Flaschen-Etikett mit dem eigenen Namen zu gestalten. Das einzigartige Etikett kann man kostenfrei und unkompliziert über einen Aktionscode bestellen. Dieser befindet sich auf einem streng limitierten Anhänger an den Aktionsflaschen, die man im teilnehmenden Handel findet. Um die personalisierten Etiketten zu bewerben, holt Jim Beam unter anderem als besonderes Highlight professionelle Kalligraphen in ausgewählte Märkte.

Ob zum Verschenken, als Highlight auf der nächsten Party oder als Sammlerstück für die eigene Hausbar: Mit seiner groß angelegten Aktion kommt Jim Beam dem Wunsch vieler Fans nach außergewöhnlichen, individuellen Produkten nach, mit denen sie anderen oder sich selbst eine Freude machen können. Als Antwort auf den wachsenden Individualisierungstrend hat Jim Beam das perfekte Angebot – und lässt Bourbon-Freunde ihrem Lieblingswhiskey eine besondere Note verleihen. Frei nach dem Motto „Dein Bourbon. Dein Name.“ können Käufer von Jim Beam das Etikett ihrer Flasche ab Februar 2017 mit dem eigenen Namen oder einem kurzen Wunschtext versehen. Mit der besonderen Aktion möchte die Traditionsmarke ihren Käufern und Fans Anerkennung zeigen:

„Wir freuen uns, den Fans die einmalige Chance zu geben, ihre persönliche Jim Beam Flasche zu erhalten und sich damit echte Unikate nach Hause zu holen“, sagt Nicole Ehlen, Marketing Director Western Europe. „Auf diese Weise möchten wir uns für die große Markentreue unserer Konsumenten bedanken.“

So funktioniert die Bestellung

Das einzigartige Etikett zum Verschenken oder selbst Behalten lässt sich ganz einfach online anfordern: Nach dem Kauf einer Aktionsflasche mit Anhänger geht man auf die angegebene Website http://www.jimbeam.de/deinname. Hier hier gibt man seinen Aktionscode, die Wunschbeschriftung sowie Adresse ein und erhält das selbstklebende Etikett zum Anbringen auf der Flasche innerhalb kurzer Zeit per Post. Teilnahmeberechtigt sind alle ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland und Österreich.

Spannend ist es auch in den Stores: Im Aktionszeitraum besuchen professionelle Kalligraphen ausgewählte Märkte in verschiedenen deutschen Großstädten. Sie beschriften Käufern von Jim Beam ihre Etiketten auf Wunsch direkt vor Ort, so dass sie ihre Unikate sofort mit nach Hause nehmen können.

Weitere Informationen finden Sie auf www.facebook.com/JimBeamGerman.

Bruichladdich.com: Professor Hermelin und die Fassreifung

Die Website der Destillerie Bruichladdich besucht man auch deshalb so gerne, weil man auf ihr immer wieder Beiträge von generellem Interesse finden kann. So ein Beitrag ist jener über den Besuch von Professor Otto Hermelin von der Universität Stockholm, der auf der Insel die verschiedenen Prozesse und Stadien der Fassreifung untersucht. Und das seit fünf Jahren.

Professor Hermelin hat 40 Fässer auf Islay unter Beobachtung, in vier verschiedenen Destillerien. Alle acht hat der Professor angefragt, vier haben sich bereit erklärt, an der Studie mitzuwirken – darunter Bruichladdich. Im März wird er die ersten Ergebnisse zur Halbzeit der auf zehn Jahre angelegten Untersuchung veröffentlichen.

Der Artikel beschreibt seine Arbeit und wie ihn die Destillerie dabei unterstützt. Auch einige Einsichten, die er dabei schon gewonnen hat, werden im Artikel gut verständlich erklärt.

Durch die vielen unterschiedlichen Prozesse, die bei der Fassreifung zusammenspielen, ist durchaus noch nicht jedes Geheimnis der Vorgänge gelüftet und jeder Zusammenhang geklärt. So möchte Hermelin herausfinden, zu welchem Zeitpunkt der Reifung sich die unterschiedlichen Ester, die unter anderem unser Geschmacksempfinden beeinflussen, bilden.

Im Fasslager bei Bruichladdich. Bild: Marcel Freudenstein

Edrington Group holt Crawford Gillies als non-executive Director

Die schottische Edrington Group verstärkt laut einer Meldung von Press & Journal die Führungsriege mit einem neuen non-executive Director. Das Unternehmen, Besitzer von Glenturret und The Famous Grouse sowie von Macallan, konnte für diesen Posten Crawford Gillies gewinnen.

Gillies, 60 Jahre alt, ist ein Schwergewicht der schottischen Wirtschaft mit jahrzehntelanger Erfahrung. Er fungierte zuletzt als non-executive Director der Barclay Bank. Zuvor war er in verschiedenen Management-Positionen tätig.

Die Edrington Group hat Crawford Gillies engagiert, um unter seiner Leitung die internationalen Geschäfte ihrer Marken im Premium-Segment auszubauen. Gillies‘ internationale Erfahrung, so die Gruppe, sei für seine Bestellung ausschlaggebend gewesen.

Glenturret, im Besitz von Edrington

Serge verkostet: Speysider ohne Destillerieangabe

Mystery-Bottlings – also Abfüllungen, auf denen keine Destillerieangabe zu finden ist, sieht man in der letzten Zeit häufiger. Manchmal bekommen unabhängige Abfüller ihre Fässer nur dann, wenn sie am Bottling auf die Angabe der Brennerei verzichten – sie behelfen sich dann mit der Angabe der Region und einem Fantasienamen, der manchmal, aber nicht immer, einen Hinweis auf den Ursprung enthalten kann.

Solche Abfüllungen hat Serge Valentin heute verkostet – lauter gut gereifte und erst unlängst erschienene Zeitgenossen, die durch die Bank von ihm gut bewertet wurden:

  • Speyside ‘Very Old Selection’ (45.8%, Sansibar, Dutch Whisky Association, selected by Peter Van Vliet, blended malt, butt, 187 bottles, 2016): 87 Punkte
  • Speyside Finest Whisky 1975/2016 (46.9%, Beacon Spirits): 91 Punkte
  • Old Speyside 1973/2016 (47.8%, Eiling Lim, 118 bottles): 91 Punkte
  • Speyside Region 41 yo 1969/2010 (54.3%, The Whisky Agency, The Perfect Dram, bourbon hogshead, 195 bottles): 92 Punkte

Und da wir, wie gesagt, die Destillerien der Abfüllungen nicht kennen, bringen wir mal einen Wegweiser aus der Speyside als Titelbild 🙂

Von Avarim - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27624224
Von AvarimEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27624224

Jim McEwan (ehem. Bruichladdich) geht zur Islay-Destillerie Ardnahoe

Er kanns nicht lassen: Jim McEwan, der frühere Master Distiller bei Bruichladdich, wird bei Hunter Laing’s zukünftiger Islay-Distillery Ardnahoe als Production Director arbeiten. McEwan, der Bruichladdich im Jahr 2015 verließ, hat damit seinen ursprünglichen Plan, sich zur Ruhe zu setzen, aufgegeben und wird bei Ardnahoe dafür verantwortlich sein, den Stil des Whiskys zu gestalten.

Jim McEwan mit Duncan McGillivray. Beide prägten Bruichladdich. Foto Copyright Ernie Ernst J. Scheiner. Alle Rechte vorbehalten

Ardnahoe ist gerade erst im Bau, erste Erdarbeiten haben im November begonnen, die Produktion soll 2018 starten. McEwan dürfte aber bereits an der Planung und der Auswahl der Ausstattung beteiligt gewesen sein, schenkt man einem Bericht in scotchwhisky.com Glauben.

Jim McEwan will seinen eigenen Worten nach in Ardnahoe einen klassischen Whisky produzieren: handgemacht, ohne Computereinsatz und mit genügend Zeit für alle Produktionsschritte. Das Ergebnis der Bemühungen werden wir allerdings frühestens 2021 verkosten können.

Ardnahoe in der Computerdarstellung. Bild: Hunter Laing