Serge verkostet: Whisky (in Variationen)

Der beste Sammelbegriff für die Verkostung von Serge Valentin von heute ist schlicht und einfach: Whisky. Dabei befinden sich alterslose und destillerielose Abfüllungen, Single Malts, Blended Malts, Blends – also so ziemlich alles, was die Hersteller des Wassers des Lebens zu bieten haben.

Gerade im Falle der heutigen Verkostung reicht es also nicht, sich nur die Punktewertungen anzusehen, die Beschreibungen sind diesmal essentiell. Aber dennoch listen wir wie immer gerne das nackte Zahlenwerk auf:

  • Chinese Zodiac 6 yo ‘Year of the Pig’ (49.5%, Just-Whisky, Speyside, Chinese Zodiac, sherry cask): 88 Punkte
  • Speyside 41 yo 1975/2016 (46.9%, Antique Lions of Spirits, Fino sherry, 230 bottles): 88 Punkte
  • Ordha 21 yo ‘Rare Cask Reserves’ (47.4%, OB, William Grant, blended Scotch, batch #WS 01/04, 4900 bottles, 2015): 68 Punkte
  • Glenalmond ‘Everyday’ (40%, Vintage Malt Whisky Company, blended malt, +/-2017): 72 Punkte
  • Anchor Bay ’82 Points’ (40%, Lombard, Speyside, blended malt, +/-2016): 79 Punkte
  • Paragon (51.4%, Maltbarn, blended malt, sherry, 204 bottles, 2017): 88 Punkte
  • William Cadenhead 12 yo ‘Batch 3’ (46%, Cadenhead, blend, +/-2017): 82 Punkte
  • Big Peat ‘Special Edition For My German Pals At Finest Spirits In Munich 2014’ (50%, Douglas Laing, blended malt, 108 bottles): 87 Punkte

Und weil es heute nicht um eine konkrete Destillerie ging, illustrieren wir die Verkostung einfach mit einem schönen Stimmungsbild aus den Lagern von Bowmore…

PR: St. Kilian – White Dog meets And Then She Came (mit Video)

Hinter dem etwas kryptischen Titel unseres Newsbits verbirgt sich eine Neuigkeit der Destillerie St. Kilian, die uns in Form einer Pressemitteilung erreichte: Es gibt eine limitierte Edition ihres White Dog, also des New Make Spirits, die mit Kraft und musikalischen Verbindungen punktet. Hier der Pressetext, der alles bestens erklärt – und ein Video der deutsch-koreanischen Band, das die Prozente des White Dog in Beats übersetzt:

White Dog meets And Then She Came

Nicht nur für Sammler und harte Hunde

Die deutsche Single Malt Whisky Destillerie ST. KILIAN DISTILLERS überrascht rechtzeitig zum Sommer mit einer auf 666 Flaschen limitierten Sonderedition ihres Premiumprodukts WHITE DOG:

Mit gehaltvollen 66,6% kann man diese Variante des WHITE DOG getrost als DAS Heavy Metal Destillat schlechthin bezeichnen.

Passend dazu fand Gründer und Inhaber Andreas Thümmler in der deutsch-koreanischen Band AND THEN SHE CAME die perfekten Botschafter. Der hart rockende Vierer um Sängerin Ji-In Cho ist frisch, charakterstark und wunderbar vielfältig, ganz wie der einzigartige New Make aus dem Hause ST. KILIAN DISTILLERS – eine perfekte Kombination!

Bei der AND THEN SHE CAME Sonderedition des WHITE DOG handelt es sich um ein 66,6 prozentiges Destillat. Dieser außergewöhnliche Tropfen ist weltweit auf nur 666 Flaschen limitiert…also, nichts wie ran an die Kostbarkeit!

Horns up…und guten Genuss.

Mehr auf stkiliandistillers.com & andthenshecame.com

Oder direkt bestellen: www.welovewhisky.de

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (27)

Sonntag ist Vloggertag bei Whiskyexperts, eine mittlerweile schon traditionelle Einrichtung. Wir haben wie immer Videos und Audiobeiträge, die uns von den Vloggern und Podcastern zur Veröffentlichung zugesendet wurden, gesammelt und in einem Beitrag zusammengefasst. In der 27. Episode möchten wir Ihnen folgende interessante Beiträge vorstellen:

Alle Videos aus dieser Liste können Sie ab sofort auch als Playlist auf unserer Youtube-Seite abrufen. Dort finden Sie auch die vergangenen Folgen ab Episode 25.

Wie jede Woche ergeht hier auch unser Aufruf an alle Vlogger und Podcaster: Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Video: North Coast 500 mit der BMW R1200GS (2 Teile)

Fast eine Stunde lang können Sie in unseren heutigen beiden Sonntagsvideos von The Missenden Flyer eine Reise auf der North Coast 500 auf einer BMW R1200GS miterleben, mit Originalton und -kommentar und in Full HD.

Die Reise (die Route finden Sie hier) umfasste ursprünglich eine Fahrt von Glasgow immer der Küste entlang nach Edinburgh, wir zeigen Ihnen den nördlichen Teil davon von Ullapool über Thurso nach Glenlivet, denn die North Coast 500 zählt zu den schönsten Strecken Schottlands. Den Teil von Ullapool nach Thurso finden Sie obenstehend, unten sehen Sie die Strecke von Thurso nach Glenlivet. Viel Vergnügen!

Flasche zu ähnlich? Diageo klagt Hersteller von Redemption Whiskey

Wie ähnlich dürfen sich designte Flaschen sein – wenn sie in der gleichen Kategorie um Kunden kämpfen? Nicht so sehr, wie es Deutsch Family Wine & Spirits mit dem neu gestalteten Redemption Whiskey dem Design von Bulleit ist, meint Diageo – und zitiert den Mitbewerber vor Gericht. 

Im Verfahren, das vor dem US District Court for the Southern District of New York angestrebt wurde, behauptet Diageo, dass mit der zu großen Ähnlichkeit die Markenrechte von Bulleit verletzt würden und sich Redemption Whiskey der Reputation von Bulleit bedienen würde, um daraus unfair Gewinn zu ziehen.

Eine Entgegnung von Deutsch Family gibt es dazu laut The Spirits Business noch nicht, aber man hat sich offensichtlich geweigert, das neue Design auf Verlangen von Diageo nochmals zu ändern, weswegen der Multi nun vor Gericht zieht.

Augenschein und der sogenannte Hausverstand sind in solchen Fällen meist nicht geeignet, eine belastbare Aussage über den Erfolg oder Misserfolg einer Klage zu treffen, aber urteilen Sie für sich selbst, wie sehr sich die beiden Designs ähneln. Wir werden Sie natürlich über den Fortgang der Causa informieren.

DLF: „Künstliche Zunge“ der Uni Heidelberg kann Whisky klassifizieren

Keine Angst, die „künstliche Zunge“, die Uwe Bunz, Professor für organische Chemie an der Universität Heidelberg, entwickelt hat, kann den menschlichen Geschmackssinn nicht ersetzen, und damit bleiben auch automatisierte Tasting Notes reine Fiktion  – aber sie kann auf Basis spezieller fluoreszierender Nachweisreagenzien ähnliche Whiskys erkennen und klassifizieren. 

Eine Sendung auf der Website von Deutschlandfunk (zum Nachlesen UND zum Nachhören) beschäftigt sich mit dieser Erfindung von Bunz, und sie erklärt auch das Prinzip dahinter. Unter anderem wird Bunz gefragt, wie treffsicher die „künstliche Zunge“ arbeitet, und seine Antwort ist recht erstaunlich:

Krauter: Das heißt, Sie könnten sagen, welche Whiskys aus derselben Distillerie stammen oder welche Single Malts da vorliegen?

Bunz: Ja, das könnte ich machen, wenn Sie mir ein Trainingsset geben von Whiskys, die relativ ähnlich sind. Wenn ich ein Trainingsset von so und so viel Whiskys habe und Sie mir dann einen unbekannten Whisky geben, dann kann ich sagen, dieser Whisky hat ein Muster, das am ähnlichsten dem und dem Whisky ist, und ich würde dann vermuten, dass es sich um einen Whisky aus derselben Distillerie handelt oder von einem ähnlichen Fabrikanten handelt.

Wie sie funktioniert, und was Bunz mit den Whiskys, die er für die Versuche um rund 1000 Euro kaufte, gemacht hat, das können Sie dem interessanten Artikel entnehmen.

Whiskyfun: Angus verkostet Ardmore (zwei Abfüllungen der SMWS)

Angus MacRaild hat die Samstage von Serge Valentin übernommen, und heute verkostet er zwei Abfüllungen der Scotch Malt Whisky Society mit der Destilleriennummer 66, die in der Nomenklatur der SMWS für Ardmore steht. Die Highland-Destillerie ist bekannt dafür, getorfte Abfüllungen zu produzieren, und auch die beiden aus der Verkostung von heute bilden da keine Ausnahme.

Eine der beiden Abfüllungen ist letztes Jahr erschienen, schon im neuen Design, eine aus dem Jahr 2005 – im Design vor dem Design, das vor dem neuen Design war :-). Hier die Wertungen aus der Verkostung, die die ausführlichen Notes bestenfalls ergänzen, aber nicht ersetzen können:

  • Ardmore 12 yo 2003/2016 (61.4%, Scotch Malt Whisky Society, #66.88, ‘Smoky, spiky sangria’, exclusive to Queen Street, 204 bottles): 85 Punkte
  • Ardmore 20 yo 1985/2005 (54.8%, Scotch Malt Whisky Society, #66.16, ‘A bountiful dram’): 90 Punkte
Ardmore. Bild: Potstill

Whisky im Bild: Besuch bei Highland Park

Unser nächster Destilleriebesuch, den wir gerne mit Ihnen unternehmen möchten, führt uns in den Norden Schottlands, auf die Orkney Islands. Dort, wo man sich eher nordisch fühlt und kaum Kilts und Dudelsäcke zu sehen sind, gibt es zwei Destillerien: Scapa und Highland Park. Highland Park ist die nördlichere davon – und die bekanntere, war sie doch schon lange offen für Besucher (Scapa hat erst unlängst die Pforten für Touristen geöffnet).

Gerhard Kreutz von Genuss am Gaumen hat Highland Park besucht und uns neun Bilder aus der Destillerie zur Verfügung gestellt. Schauen Sie sich um mit uns.

Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen
Highland Park © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

TSB: The Scotch Whisky Masters 2017 – die Ergebnisse

The Spirits Business hat auch in diesem Jahr wieder The Scotch Whisky Masters veranstaltet und dabei die Sieger in den verschiedensten Kategorien durch hochkarätig besetzte Jurys ermittelt. Die Anzahl der Einreichungen war dabei ebenso höher als je zuvor wie jene der Preisträger. Insgesamt 189 Whiskys konnten dabei Auszeichnungen erringen.

Man mag zur Preisflut (und der generellen Flut an Wettbewerben) stehen wie man will: The Scotch Whisky Masters sind  – man kann das den Listen entnehmen, die Sie nach dem hier verlinkten einleitenden Artikel finden – de facto eine Leistungsschau der schottischen Whiskyindustrie und insgesamt betrachtet eine brauchbare Orientierungshilfe im Angebot, das breiter und breiter wird.

Stellvertretend für viele Gewinner haben wir hier einige Kategoriesieger aufgelistet:

  • Blended Super Premium: Asyla (Compass Box)
  • Single Malt Campbeltown 13-18yo: Glen Scotia 15yo
  • Single Malt Lowlands Super Premium: Bladnoch Samsara
  • Single Malt Speyside NAS: Aberlour A’bunadh Batch 57
  • Single Malt Highlands & Islands Cask Strength: Tullibardine „The Murray“
  • Single Malt Islay -12yo: Gordon & McPhail Connoisseurs Choice Caol Ila 2004
Photo credit: ohsarahrose via VisualHunt / CC BY-ND

 

Ralfy verkostet: Tomatin 12yo (Review #656)

Nach einiger Zeit möchten wir Sie gerne wieder einmal auf eine Videoreview von Ralfy hinweisen. Diesmal beschäftigt er sich mit einer interessanten Standardabfüllung im unteren Preissegment, die auch bei uns sehr einfach erhältlich ist. Es geht um den Tomatin 12yo, der mit 43% abgefüllt ist und aus Bourbon- sowie Sherrycasks stammt. Er erhält von Ralfy 85 Punkte. Natürlich gibt es auch diesmal wieder rund um die Verkostung interessante Dinge und Anregungen zu erfahren, sodass die 20 Minuten, wie üblich, recht kurzweilig sind. Das Video finden Sie auch auf Youtube.

Unser letzter Beitrag zu Ralfy war übrigens anlässlich seiner Review #560 über den Craigellachie 17yo – seitdem hat Ralfy unter anderem auch andere Spirituosen verkostet, die natürlich nicht Gegenstand unserer Berichterstattung sind. Die Whiskyverkostungen von Ralfy seitdem haben wir hier aber mit Links gelistet:

Serge verkostet: Glen Garioch (zwei Unabhängige)

Zwei Abfüllungen aus der Destillerie Glen Garioch in den östlichen Highlands treten heute gegen- oder besser gesagt miteinander in der Verkostung bei Serge Valentin an. Beide sind sie von unabhängigen Abfüllern, eine von Douglas Laing aus der Provenance-Serie (jugendlich mit sechs Jahren), eine von Abbey Whisky, 21 Jahre alt.

Nicht ganz unerwartet kann die ältere Abfüllung auch die besseren Punkte einheimsen, aber auch der Whisky von Douglas Laing gefällt, da er trotz seiner Jugend bereits Charakter hat, so Serge. Hier die Wertungen aus der Verkostung:

  • Glen Garioch 6 yo 2010/2016 (46%, Douglas Laing, Provenance, cask #11083): 78 Punkte
  • Glen Garioch 21 yo 1994/2016 (55%, Abbey Whisky, The Rare Casks, release 6, refill hogshead): 88 Punkte
Photo credit: Landwirtschaftlicher Informationsdienst via Visual hunt / CC BY-SA

DiePresse: Schottland – Torf, Öl, Heidekraut

In der Onlineausgabe der österreichischen Tageszeitung Die Presse findet sich heute ein Artikel über eine Schottlandreise, die den Autor Niko Kommenda auf Einladung von Dewar’s nach Schottland und zu den Destillerien des Konzerns führte.

Der Artikel beschäftigt sich aber nicht nur mit den Eindrücken, die der Autor auf der Reise gewann, sondern auch mit der nach wie vor für manche im Raum stehenden Frage, ob der wahre Whiskyliebhaber auch Blends mögen darf. Eine recht sachliche Antwort darauf können Sie dem folgenden Auszug aus dem auch insgesamt recht lesenswerten Artikel entnehmen:

Tatsächlich argumentieren die meisten Experten, dass die beiden Formen des Produkts schlicht unterschiedliche Zwecke erfüllen. Ein Single Malt betont oft einige wenige ausgewählte Geschmacksnoten, ein guter Blend hingegen bietet ein ausgeglichenes Profil auf der Basis mehrerer bewährter Sorten. Während das ein oder andere Glas Single Malt also für den Kenner das Bedürfnis nach einem ganz besonderen Aroma stillt, empfiehlt sich für andere Anlässe, etwa eine Cocktailrunde, eine gut gereifte Mischung.

Den kompletten Bericht finden Sie hier.

Destillerie Aberfeldy. Bildrechte bei Lars Pechmann.

PR: BLADNOCH – „the Spirit of the Lowlands” ist zurück

Von Alba Import haben wir eine Presseinformation über die Rückkehr von Bladnoch auf den deutschsprachigen Markt erhalten. Zwei neue Single Malt Abfüllungen und ein Blended Scotch werden erhältlich sein. Hier alle Infos dazu:

BLADNOCH – „the Spirit of the Lowlands” ist zurück

Fast zwei Jahre nach dem Verkauf von Bladnoch Distillery präsentiert die Brennerei neue Single Malt Abfüllungen sowie mit dem PURE SCOT einen Premium Blended Scotch.

Mit diesen Produkten erweitern ALBA IMPORT als deutscher Distributeur ihr „Vibrant Stills“ Portfolio.

Gegründet im Jahr 1817 und somit eine der ältesten Brennereien des Landes ist Bladnoch auch die südlichste Brennerei Schottlands. Mehrfach geschlossen und wieder zu neuem Leben erweckt blickt sie auf eine bewegte Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen zurück.

In der jüngeren Historie 1993 durch den Konzern United Distillers als unrentabel und alt aufgegeben, wurde sie im Dezember 2000 von zwei privaten Investoren, Raymond und Colin Armstrong, erneut in Betrieb genommen, produzierte fortan jedoch lediglich kleine Mengen des unter Kennern sehr beliebten Lowland Single Malts. Uneinigkeiten in der Führung des Familienunternehmens hatten im Jahr 2009 leider die Einstellung der Produktion zufolge und die Brennerei blickte erneut einer ungewissen Zukunft entgegen.

Im Juli 2015 schließlich wurde Bladnoch Distillery an David Prior verkauft, einem australischen Privatunternehmer, der mit viel Enthusiasmus versprach, die kleine traditionelle Lowland Brennerei in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. So wurden seitdem umgerechnet weitere 6,5 Mio. Euro in das Unternehmen investiert für diverse Umbauten, Erweiterungen und um die Brennanlage zu modernisieren. Die Kapazität der Brennerei ist nun auf eine jährliche Produktionsmenge von 1,5 Mio. Litern ausgelegt und in diesen Tagen wird die Whiskyproduktion wieder aufgenommen werden.

Verantwortlich für Produktion und Fassmanagement ist Master Distiller und Blender Ian MacMillan, der über 40 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Whisky hat und langjährig bei Burn Stewart als Masterblender u.a. die Marken Bunnahabhain und Deanston aufbaute, bevor er 2015 für das neue Bladnoch Projekt gewonnen wurde.

Bis Bladnoch Single Malt aus neuer Produktion verfügbar sein wird, wird es allerdings noch mindestens drei Jahre dauern. Mit dem Kauf der Brennerei hat der neue Besitzer David Prior jedoch auch einen kleinen Fassvorrat aus den Produktionsjahren 2001 – 2009 sowie handverlesene ältere Fässer, befüllt vor der ersten Schließung im Jahre 1993, übernommen.

So ist man bei Bladnoch besonders stolz, dass die Destille ihr diesjähriges 200-jähriges Jubiläum mit einem Re-Launch ihres Single Malts sowie mit der Premiere des Premium Blends PURE SCOT feiern kann.

Der Single Malt wurde in drei Altersstufen in strikt limitierter Auflage abgefüllt, da der zur Verfügung stehende Fassvorrat sehr begrenzt ist. Bladnoch „SAMSARA“ wurde komponiert aus mindestens 8 Jahre gereiften Ex-Bourbon und kalifornischen Rotweinfässern. Die 15-jährige Qualität „ADELA“ reifte in Ex-Oloroso Sherry Fässern. Die dritte und extrem rare Qualität ist der 25-jährige „TALIA“, der ein Finish in Virgin Oak erhielt, jedoch erst in zwei Monaten erscheinen wird. Alle drei neuen Qualitäten von Bladnoch Single Malt sind ohne Kühlfiltrierung und ohne Farbstoff abgefüllt.

PURE SCOT schließlich ist der neue Premium Blended Whisky aus dem Hause Bladnoch. Ebenso komponiert durch Masterblender MacMillan zeichnet er sich durch einen sehr hohen Maltanteil aus, ist mindestens 8 Jahre gereift und enthält neben Bladnoch als Kopfnote reife Islay, Highland und Speyside Malts. Auch der verwendete Islay Malt kann seine Herkunft nicht leugnen und trägt unverkennbar MacMillans Handschrift.

Alba Import oHG wird zukünftig die Marken Bladnoch und PURE SCOT exklusiv in Deutschland vertreiben. Geschäftsführer Dietmar Schulz und Corinna Schwarz freuen sich, die erneute Zusammenarbeit mit Bladnoch Distillery bekannt geben zu können, war man doch auch bereits für die vorherigen Besitzer Armstrong der Distributionspartner. „Bladnoch ist ein großes Juwel unter den schottischen Brennereien und eine der wenigen Destillerien, die sich nach wie vor im Privatbesitz befinden. Dies ist eine Bereicherung unseres „Vibrant Stills“ Portfolios, das sich ja speziell aus unabhängigen Marken zusammensetzt. Es ist schön, dass wir Bladnoch nach einer kleinen Pause nun wieder dem deutschen Markt anbieten können“, kommentiert Corinna Schwarz.

Besitzer und Managing Director von Bladnoch Distillery, David Prior, zeigte sich ebenfalls erfreut über die zukünftige Zusammenarbeit: „Wir sind sehr glücklich, dass wir 2017, im Jahr unseres 200-jährigen Bestehens, die neuen Bladnoch Qualitäten und PURE SCOT in Kooperation mit Alba Import auf dem deutschen Markt vorstellen können. Wir freuen uns auf eine langjährig gute Zusammenarbeit mit dem Team von Alba Import.“

Bladnoch „SAMSARA“ und „ADELA“ sowie der Premium Blend „PURE SCOT“ werden ab sofort im deutschen Fachhandel verfügbar sein.

Die offiziellen Tasting Notes und Artikeldaten: 

PURE SCOT, Premium Blended Scotch Whisky, 40% vol.

Nase: Üppig und intensiv. Altes Leder, Toffee und Früchtestollen und ein Hauch von Rauch.

Geschmack: Vollmundig und weich. Ausgewogen mit feinem Rauch, Ingwermarmelade, süßer Honig, Frucht und etwas Pfeffer.

Abgang:  Würzig und rauchig, lang anhaltend und mundfüllend.

Bladnoch “SAMSARA”, 46,7 % vol., un-chillfiltered, natural colour, Ex-Bourbon & Red Wine Casks

Nase: Konzentriert, Fruchtkompott mit Pflaume, Vanille und Orangenblüte.

Geschmack: Zunächst üppig traubig süß, trockener werdend mit Pflaume, Vanillearomen und Zitrus. Malziger Grundcharakter. Wohl strukturiert.

Abgang: Weich und traubig mit einem würzigem Ausklang.

Bladnoch “ADELA”, 46,7 % vol., un-chillfiltered, natural colour, 15 Jahre, Ex Oloroso Sherry Casks

Nase: Üppige Sherryaromen, Rosinen, ein Hauch Walnuss, Toffee und Schokolade.

Geschmack: Üppig, süße und weiche Sherrynoten mit dunkler Schokolade, Kaffee , Trockenfrüchten und einer Spur von Süßholz und Pfeffer.

Abgang: Wärmend und reichhaltig, nussig, sanft und lang.

 

Neu: Royal Salute 21yo Polo Edition

Neuigkeiten aus der Welt der Blends: Ab sofort gibt es eine neue Polo Edition des Royal Salute 21yo – anlässlich eines Polo-Events in Singapur wurde er jetzt vorgestellt. Der Blend soll noch weicher und sanfter sein als der klassische Einundzwanzigjährige, mit Noten von reifer Honigmelone, hausgemachter Beerenkonfitüre und weichem Toffee.

Der neue Royal Salute 21yo Polo Edition kommt in einem speziell designten Dekanter und wird im Moment nur in Singapur verkauft. Ab September soll er aber weltweit zu einem Preis von 140 Dollar erhältlich sein.