Ein Whisky-Club, deren Mitglieder einen exklusiven Zugang Single Malt Whiskys als Einzelfass-Abfüllungen in Fassstärke, ohne Färbung und Kühlfiltrierung geboten wird? Branchenexperten fanden diese Idee 1983 recht abstrus und befanden, dass dies nicht funktionieren wird. Wie das halt so mit den Experten ist: In diesem Jahr feiert dieser Whisky-Club sein 40-jähriges Bestehen. Und nähert sich der Marke von 40.000 Mitglieder auf der ganzen Welt.
Anlässlich seines Geburtstages wird The Scotch Malt Whisky Society (SMWS), denn um diesen Whisky-Club geht es hier natürlich, in diesem Jahr viele besondere Events veranstalten sowie außergewöhnliche Abfüllungen veröffentlichen. Deutlich Genaueres ist auf whisky intelligence noch nicht zu lesen. Doch angedeutet sind jedoch bereits ein ‚chilli-tinged whisky‘, ein streng geheimer Weltrekordversuch, das allererste Verkostungspanel, welches nur aus Frauen zusammengesetzt sein wird, sowie eine neue Podcast-Serie. Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Zeit über weitere Details berichten können.
Die Highland-Destillerie Blair Athol liegt am Ortseingang des Tourismus-Ortes Pitlochry. Der große Parkplatz lädt viele Reisende zu einer Pause ein. Und ein großer Teil nutzt diese Gelegenheit dann auch zu einer Besichtigung der Brennerei. In ihrem Inneren bietet Blair Athol den Besuchern auch ein recht umfassendes Erlebnis. Der Malt Whisky von Blair Athol findet fast ausschließlich in Blends seine Verwendung, das Portfolio Brennerei-eigener Single Malts ist sehr schmal. Die unabhängigen Abfüller bieten hier die Möglichkeit, sich von der Qualität und dem Potential der Brennerei zu überzeugen. Im heutigen Tasting auf Whiskyfun vereint Serge Valentin drei Indie-Bottlings zu einer Session, hier die Bewertungen:
Abfüllung
Punkte
Blair Athol 10 yo (46%, James Eadie, Small Batch, for UK, 1st and refill bourbon hogsheads, casks #309846-700641-700643, 1,007 bottles, 2022)
85
Blair Athol 11 yo 2011/2022 (53.9%, Thompson Bros., exclusive to Ensign Ewart, Dechar/Rechar hogshead, 266 bottles)
85
Blair Athol 32 yo 1989/2022 (52.2%, The Whisky Blues, hogshead, cask #5774, 217 bottles)
88
Die Destillerie Blair Athol. Bild: Marcel Freudenstein
ei unserem neuesten Gewinnspiel – in Zusammenarbeit mit unserem Partner Kirsch Import – werden Sherry-Fans jubeln, aber nicht nur die: Der Single Cask Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt – übrigens vollständig darin gereift und nicht „nur“ gefinisht – zeigt eindrucksvoll, was die Highland-Destillerie Glencadam zu bieten hat: Hervorragende, klassische Whiskys mit viel Charakter und ohne Firlefanz.
Was unsere deutschen Leser tun müssen, um eine der drei Flaschen dieser Einzelfassabfüllung in Fassstärke gewinnen zu können? Nun, mitmachen, die Gewinnfrage beantworten und die Lösung dann an uns einsenden. Und die Beantwortung der Frage fällt viel leichter, wenn Sie die nachfolgenden Infos lesen.
Machen Sie noch heute mit – das Gewinnspiel läuft nur mehr diese Woche!
Jedenfalls wünschen wir Ihnen viel Spaß und viel Glück!
Glencadam: 180 Jahre bis zum eigenen Whisky
Wir schreiben das Jahr 1825. Die ersten von Pferden gezogenen Omnibusse fahren durch Londons Straßen, die britische Hauptstadt läuft Peking den Rang als größte Metropole der Welt ab – und die schottische Brennereiwelt floriert. Nach dem Erlass des „Excise Act“ kurze Zeit zuvor waren die Whiskysteuern massiv gesunken. Eine der frühen Destillerien, die sich in der Folge lizensieren lässt, ist 1825 Glencadam. Es soll dennoch rund 180 Jahre dauern, bis die kleine Destillerie mit den roten Türen und Fensterrahmen ihren ersten eigenen Single Malt auf den Markt bringt.
Geheimtipp: Traditionelle Single Malts für Entdecker
Vor rund 17 Jahren war es an der Zeit: Glencadam sollte nicht mehr nur namenloser Bestandteil schottischer Blends sein, sondern sich selbst einen Namen machen. Ihr Image als „hidden gem“ hat sich die Highland-Brennerei aber bis heute bewahrt. Ihr fruchtiger, leicht würziger „East Highlands” Single Malt aus ungetorftem Gerstenmalz gilt bis heute als Geheimtipp. Die bis zu 30 Jahre alten, weder gefärbten noch kühlfiltrierten Whiskys entstehen wie zu Glencadams Gründerzeit in zwei Pot Stills. Aufgrund ihrer Bauweise erzeugen diese eine ausgesprochen zarte, weiche Spirituose. Denn: Die Lyne-Arme verlaufen in einem Winkel von 15 Grad nach oben, nicht nach unten.
Festmahl für Sherry-Fans: Pflaumen, Ahornsirup & Haferkekse
Auch für die Reifung der Malt Whiskys setzt Glencadam auf Tradition. In fast 200 Jahre alten Dunnage-Warehouses reifen die Abfüllungen zwischen niedrigen, dafür dicken Wänden sowie auf Lehmboden. Und zwar in verschiedenen Fasstypen – von Bourbon über White Port zu Sherry Casks. Das Single Cask Glencadam 2005/2021 reifte über 16 Jahre lang im Pedro Ximénez Sherry Butt Nr.1. Das Ergebnis? Ein eleganter Highland Single Malt, der bei fassstarken 57,5 Volumenprozenten vollmundige Noten von süßen Rosinen und Milchschokolade, von warmem Pekannusskuchen, Ahornsirup und Haferkeksen sowie komplexen Gewürzen entfaltet.
Wir verlosen drei Mal eine von insgesamt nur 308 Flaschen des Single Casks Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt!
Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt, Highland Single Malt Scotch Whisky (57,5% vol. Cask Strength, 0,7 Liter): destilliert am 15. April 2005, abgefüllt am 10. Juni 2021, vollständig gereift im Pedro Ximénez Sherry Butt; vollmundig, elegant und komplex; weder gefärbt noch kühlfiltriert.
Tasting Notes:
Nase: Elegante Aromen von süßen Rosinen, eingekochten Pflaumen, Milchschokolade und roten Trauben.
Gaumen: Warmer Pekannusskuchen, Ahornsirup, Trockenpflaumen und Haferkekse mit Muskatnuss und Tabakwürze.
Nachklang: Lang und wärmend mit Noten von Frucht-Crumble, Datteln, angekohlter Eiche und Kaffeesatz.
Und so gewinnen Sie 3x je eine von insgesamt nur 308 Flaschen des Single Casks Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt:
Beantworten Sie einfach folgende Gewinnfrage: In welche Richtung verlaufen die Lyne-Arme der beiden Pot Stills der Brennerei Glancadam, um den Whisky besonders weich zu machen? (Kleiner Tipp: Die obenstehenden Infos lesen macht die Antwort leicht)
a – nach oben b – nach unten
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net– und zwar mit dem Betreff „Glencadam“!
Unter allen Einsendungen aus Deutschland mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 12. Februar 2023, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 13. Februar 2023 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.
Achtung: Pro Haushalt ist wie immer nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Glencadam“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 12. Februar 2023, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 13. Februar 2023 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Willkommen zur 322. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs oder Poodcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video oder Podcast ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 322 finden Sie die folgenden neuen Videos:
Whiskyplausch – 5 Sherryfass-Abfüllungen, die uns gefallen haben
World Wide Whisky – Glen Scotia 14yo Tawny Port Finish CMF 2020
Whisky Helden – THY Whisky No. 20 Maltmod
Whisky Evening – Tamnavulin – die Range im Test
Pat Hock – Glen Moray 15 Chenin Blanc
WhiskyJason – Fercullen 21 Jahre Single Malt Irish Whiskey
Malt Mariners – Deanston 18 Jahre
Whisky Waiter – Hibiki Blossom Harmony 2022
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos oder Podcasts zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video oder den Podcast und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Thema sind ausschließlich Verkostungsvideos (diese Vorgabe gilt nicht für Podcasts). Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos und Podcasts für unsere Leser!
Wer unsere Seite regelmäßig verfolgt, der wird wissen, dass die Anzahl neuer Whiskys, die in einem Monat erscheinen, nur mehr in Dutzenden gemessen werden kann. Selbst probieren kann man nicht alle, genau so wenig wie ältere Abfüllungen, die noch irgendwo erhältlich sind.
Hier schlägt die Stunde der Whiskyblogger. Sie verkosten für Sie und uns, und beschreiben ihre Eindrücke anschaulich auf ihren Seiten. Und wir bieten Ihnen hier einen Platz, an dem Sie ihre Tasting Notes vorstellen können.
Unsere Serie „Fremde Federn“ am Samstag ist unser Forum für jene Genießer, die Woche für Woche auf ihren Webseiten Whiskys vorstellen und damit Orientierung für andere Whiskyfreunde bieten. Wir möchten damit unseren Lesern zeigen, wie vielfältig Whisky und die Whiskyszene in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist.
Diesmal stellt Ihnen unsere Rubrik deutschsprachige Blogger in der 239. Folge wieder jede Menge Tasting Notes vor – eine Sammlung von Geschmackseindrücken verschiedener Whiskys, die Ihnen vielleicht ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen bei der Lektüre und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein untergeordneter Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Im samstäglichen Beitrag auf Whiskyfun, der wie meist von Angus MacRaild bestritten wird, geht es diesmal um schwedischen Whisky, allerdings nicht um die „üblichen Verdächtgen“, sondern um die Agitator Distillery, die mit Vakuumdestillation arbeitet, und die Grythyttan Distillery, eine Lost Distillery, die von 2010 bis 2013 destillierte. Interessante Abfüllungen also insgesamt, und bei uns wohl eher selten zu sehen.
Hier die Punktewertungen der Verkostung von heute:
Grythyttan 7 yo 2011/2018 (61.2%, Svenska Eldvatten ‚Silent Swede‘, cask #196, ex-Sauternes, 352 bottles)
85
Grythyttan 7 yo 2011/2018 (60.7%, Svenska Eldvatten ‚Silent Swede‘, cask #118, ex-Brandy cask, 351 bottles)
86
Wer die Stills der Agitator Distillery in Aktion sehen will, der kann das übrigens in einem Youtube-Video tun, das vom Erzeuger des Equipments online gestellt wurde. Mangels rechtefreien Bildern der beiden Brennereien (und eigenen) greifen wir auf ein generisches Bild von Schweden, genauer gesagt aus Lappland zurück…
Morrison Scotch Whisky Distillers (in Deutschland vertrieben durch Schlumberger) hat heute in UK die neueste Abfüllung der Old Perth-Markenfamilie vorgestellt: Der Old Perth PX ist ein mit 56,2% vol. Alkoholstärke abgefüllter Blended Malt, der anfänglich in einer Kombination von Oloroso- und PX-Fässern reifte und dann noch 15 Monate lang in erstbefüllten PX-Fässern der spanischen Bodega José y Miguel Martin nachreifen konnte. Der Whisky stammt aus Speyside-Brennereien und wurde von Morrision Scotch Whisky Distillers in Aberagie, Perthshire endgültig gevatted.
Ein Kommentar zu ihm von Sales Director Niel Hendriksz:
“Our commitment to the Old Perth range has always been to make the highest-quality blended malt scotch whisky, through the exclusive use of fully sherry matured liquid. Through our limited-edition range, we look to further highlight the influence that different types of sherry can have on whisky and we are delighted with the results of PX maturation, producing a velvety texture with raisins, dates and candied fruit leading into dark chocolate and cocoa.”
Beim Old Perth PX finden Genießer in der Nase Noten von Sultaninen, Pflaumen und Kakao. Am Gaumen folgen Noten von Rosinen, Datteln, kandierten Früchten, dunkler Schokolade und Kakao.
Es steht anzunehmen, dass einige der 7.800 Flaschen ihren Weg nach Deutschland finden werden – in UK kostet die Abfüllung übrigens 58 Pfund.
Im Dezember des Vorjahrs berichteten wir über die Partnerschaft zwischen der neuen Karuizawa Distillery und dem Onlinehändler Dekantā. Der Besitzer der neuen Brennerei, Shigeru Totsuka, ein Sprössling einer Familie, die seit 16 Generationen in der Sake-Herstellung tätig ist, erzählt in einem Artikel in The Spirits Business Details über den Stand der Dinge in der bereits in Produktion befindlichen Destillerie (eigentlich war der Start erst für Anfang 2023 vorgesehen, man schaffte es allerdings doch bereits in den letzten Dezembertagen). Hier eine kurze Zusammenfassung einiger seiner Aussagen:
Nachdem man ja den original Karuizawa Spirit möglichst 1:1 brennen will, legte man größten Wert auf die Ausstattung der Destillerie und die Produktionsprozess (die Potstills sind in der Originalform und von Forsyths gebaut, allerdings etwas größer, die Mannschaft ist größtenteils die selbe, auch das Rezept ist unverändert. Das ist auch deshalb wichtig, weil man ja die Markenrechte am Karuizawa Whisky besitzt.
Man hat Ende 2022 ein paar Fässer befüllt, die 2033 auf den Markt kommen sollen. Bis dahin wird man vielleicht Fässer anderer Brennereien ankaufen um einen Blended Whisky verkaufen zu können. Momentan kann man in der Brennerei 100 Fässer lagern, auf einem angrenzenden Gelände will man ein Lagerhaus für 2000 Fässer bauen.
Dekantā wird der einzige Vertragspartner sein, mit dem man für den Verkauf außerhalb von Japan zusammenarbeitet. Viel wird für die USA und Europa nicht abfallen, man wird sich auf Japan und den asiatischen Raum konzentrieren. Bei einigen hundert Fässern, die man pro Jahr erzeugen kann, macht eine breite Streuung auch nicht viel Sinn.
Für weitere interessante Details lesen Sie bitte den Originalartikel auf The Spirits Business.
Die Poli Distillerie ist eine Familienbrennerei in Schiavon in Venezien, unweit von Vicenza. Und sie hat soeben ihren ersten Whisky veröffentlicht: Der Segretario di Stato ist sozusagen von „hoher Abstammung“, denn er ehrt einen Bürger des Ortes, der am 15. Oktober 2013 zum Staatssekretär des Heiligen Stuhls ernannt wurde. Der Whisky wurde auf kleinen Athanol-Brennblasen destilliert und 5 Jahre lang gereift.
Wir haben nachfolgend mehr Infos für Sie über diesen interessanten Whisky und über die Poli Destillerie, die seit mehr als 100 Jahren für ihren Grappa berühmt ist und übrigens auch ein Grappa-Museum eingerichtet hat – vielleicht ein Besuchstipp für Ihren nächsten Italienaufenthalt in der Region Venezia?
Presseartikel
Für den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich
Segretario di Stato, der neue Whisky der Poli Distillerie
Ein “eminentes” Destillat, aus reinem Gerstenmalz gewonnen und in Amarone-Fässern verfeinert.
SEGRETARIO DI STATO ist der neue italienische Whisky, der aus einer jahrhundertalten Brennkunsterfahrung der Poli Distillerie entstanden ist.
Wie kam eine Familie von Grappa-Herstellern auf die Idee, einen Whisky zu brennen?
Alles begann am 15. Oktober 2013, als der berühmteste Bürger von Schiavon, einem kleinen Dorf im Herzen des Veneto und dem historischen Sitz der Poli Distillerie, zum Staatssekretär des Heiligen Stuhls ernannt wurde. «Ein solches Ereignis verdient es, mit einem besonderen Destillat gefeiert zu werden!» sagte die Bürgermeisterin Mirella Cogo zu Jacopo Poli.
So entstand das Projekt eines Single Malt Whiskys, der in Amarone-Fässern reift:
Ein internationaler Geist mit venezianischer Seele.
«Nachdem wir uns mit Marconi 46, dem ersten italienischen Distilled Gin, auf die Probe gestellt hatten, wollten wir mit SEGRETARIO DI STATO unseren Produktionshorizont erweitern. So näherten wir uns der Welt des Whiskys mit Bescheidenheit und Respekt vor einer jahrhundertealten Tradition, auf der Suche nach einer ganz eigenen Identität»,
SEGRETARIO DI STATO ist aus reinem Gerstenmalz gewonnen, schmeckt angenehm torfig und wird handwerklich in kleinen Partien mit Athanor destilliert, einem besonderen, angepassten Alambic, der die Eigenschaften des Rohmaterials bewahrt und voll entfaltet.
Das verwendete Wasser ist von außerordentlicher Reinheit und Qualität und stammt vom Monte Grappa, einem von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärten Gebiet.
Nach einer Reifeizeit von 5 Jahren in Eichenfässern wird er anschließend mindestens noch ein Jahr in Amarone-Fässern verfeinert, dadurch werden die markanten Eigenschaften des renommierten Weins vermittelt.
Die erste Partie wurde in limitierter Auflage von 1898 Flaschen abgefüllt.
Tasting Notes
Das aromatische Bouquet von SEGRETARIO DI STATO erinnert an eine Schale mit gerösteten Nüssen, Rosinen, Pflaumen, Schokolade und geräucherten Gewürzen. Im Geschmack finden sich fruchtig-würzige Aromen mit Noten von Malz und frischem Holz; harmonischer und anhaltender Abgang mit einem eleganten Nachgeschmack.
Etikett
Die Bezeichnung SEGRETARIO DI STATO sowie die Abbildung des Petersplatzes auf dem Etikett, wurden vom Staatssekretariat des Heiligen Stuhls ordnungsgemäß genehmigt.
Feierlich, wie die Umarmung des Petersplatzes – 700ml – alc. 43% vol
POLI DISTILLERIE ist ein historischer Handwerksbetrieb, gegründet 1898 in Schiavon in der Nähe von Bassano del Grappa im Herzen Venetiens, Italiens berühmtesten Region für die Kunst der Destillation.
Seit vier Generationen arbeitet die Familie Poli mit einem antiken, vollständig aus Kupfer bestehenden Destillierkolbens, der zu den wenigen noch existierenden gehört. Ergänzend kamen noch innovative Wasserbad-Destillierkolben mit Vakuumtechnologie hinzu, mit dem Ziel, Destillate herzustellen, die sich durch ein raffiniertes Gleichgewicht zwischen Charakter und Eleganz auszeichnen.
Poli Grappa Museum: stellt ein “Dankeschön” der Familie Poli an den Grappa dar.
535% Wertsteigerung in 10 Jahren – mit solche Aussagen werben viele Firmen, die Investitionen in Whisky anbieten. Ja, diese Zahl stimmt, aber sie stimmt nur zum kleinen Teil, nämlich für sehr seltene Whiskyflaschen, die im Knight Frank Index erfasst sind. Dennoch werben viele Firmen damit. Und könnten, so ein Artikel in The Telegraph, Investoren damit aufs Glatteis führen.
Die Advertising Standards Authority, die Werbeaufsicht in UK, hat sich die Anzeigen der Unternehmen angesehen, die für Investitionen in Whisky werben, und einiges an irreführenden Aussagen gefunden – darunter auch überzogene Aussichten auf Gewinne oder Behauptungen, man sei von der Financial Conduct Authority überwacht und reguliert, obwohl dies nur für die Vermittlung für Kredite gilt.
Und auch wenn die Firmen korrekt arbeiten und keine übertriebenen Gewinne versprechen oder übertriebene Preise verlangen (manche Unternehmen, so Broker Blair Bowman, haben bei der Preisgestaltung für ihre Fässer jegliche Relationen verloren) , muss man besonders als Fasskäufer oder Käufer von Fassanteilen auf der Hut sein: Um tatsächlich garantiert Besitzer eines Fasses zu sein, so der Artikel in The Telegraph, braucht es eine sogenannte „delivery order“. Nur diese bestätigt tatsächlich, dass einem das gekaufte Fass gehört. Sollte man lediglich ein „certificate of ownership“ besitzen, so Bowman, verbleibt das Fass im Besitz der Firma, von der man es gekauft hat. Das muss kein Problem sein, wenn das Unternehmen seriös vorgeht, kann aber ein riesiges Problem werden, wenn das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät. Dann nämlich kann man alleine mit einem „certificate of ownership“ nicht nachweisen, dass einem das Fass auch tatsächlich gehört – was zu einem Totalausfall führen kann.
Ebenfalls ein Alarmzeichen: Falls der Anbieter vom Kunden verlangt, eine Warehouse Keepers and Owners of Warehoused Goods (WOWGR)-Lizenz zu erhalten – diese wird in der Regel nur von Verwaltern von Warehouses verlangt.
Generell ist es so, dass Investment in Whisky ebenso viel Wissen und Erfahrung verlangt wie jede andere Form von Veranlagung – und selbst die kann Gewinne nicht garantieren.
Den gesamten Artikel auf The Telegraph finden Sie hier.
Die beiden Whiskys aus der Destillerie Glen Scotia, die Serge Valentin heute verkostet, fasst er unter der Kategorie „seltsam“ zusammen – und das sind sie in der Tat: Ein 10 Jahre alte Glen Scotia mit dem Zunamen „Unpeated“ (macht so viel Sinn wie Glenkinchie unpeated, meint Serge) und ein Glen Scotia aus dem Cadenhead’s Warehouse Tasting, also ein Glen Scotia von Springbank.
Ja, und überzeugt haben die Beiden im Tasting auch nicht:
Abfüllung
Punkte
Glen Scotia 10 yo ‚Unpeated‘ (40%, OB, +/-2022)
70
Glen Scotia 17 yo 2000/2018 (56.4%, Cadenhead’s Warehouse Tasting)
Die Ausgabe 2023 der Heaven Hill Heritage Collection ist von der Destillerie in Kentucky angekündigt worden und soll ab März bei US-Händlern zu finden sein.
Der Heaven Hill Heritage Collection 20-Year-Old Kentucky Straight Corn Whiskey wurde aus 110 Fässern aus dem Produktionsjahr 2002 zusammengestellt und enthält damit einige der ältesten Fässer, die in der Brennerei noch lagern. Seine Mashbill: 80% Mais, 12% gemälzte Gerste und 8% Rye. Abgefüllt wird der 20 Jahre alte Whisky mit 57,5% vol. Alkoholstärke.
Ein Statement des Master Distillers Conor O‘ Driscoll:
“The Heaven Hill Heritage Collection reflects the true craftsmanship, patience and consistency which are hallmarks of Heaven Hill’s whiskey making traditions. The ability to offer consumers an ultra-aged corn whiskey product is a true testament to the forward-thinking innovation the company has practiced for decades and continues to practice to this day.”
Wer sich für den Heaven Hill Heritage Collection 20-Year-Old Kentucky Straight Corn Whiskey interessiert, wird ihn wohl in den USA beziehen müssen. Kostenpunkt: 289,99 Dollar.
Die israelische M&H Distillery aus Tel Aviv hat die Veröffentlichung ihrer neuen APEX Black Craft Serie bekanntgegeben – drei Single Cask Abfüllungen mit Reifungen in Spezialfässern (Fortified Red Wine Cask, Ruby Fortified Red Wine Cask and STR Cask), die ab sofort auch über den Importeur und Distributor Kammer-Kirsch in Deutschland verfügbar sind.
Die Abfüllungen kosten jeweils €89,90 – eine Bezugsquelle finden Sie in der nachfolgenden Presseaussendung:
Presseartikel
Für den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich
M&H DISTILLERY LAUNCHES APEX BLACK CRAFT SERIES MATURED IN UNIQUE SINGLE CASKS
Tel Aviv – February 2, 2023:M&H Distillery, Israel’s first and award-winning whisky distillery, announces the official launch of the APEX Black Craft in the German market as the latest of the APEX series, an ongoing limited editions of exceptional casks.
The APEX Black Craft is M&H Distillery’s highly anticipated limited series release for 2023, presenting three single malt whiskies bottled as single casks in cask strength and in a noble black bottle: Fortified Red Wine Cask, Ruby Fortified Red Wine Cask and STR Cask.
The APEX Black Craft reinforces M&H Distillery’s continued commitment to experimentation and innovation without compromising craftsmanship and tradition. Matured in the unique Mediterranean climate at the Tel Aviv-based distillery and crafted by Head Distiller Tomer Goren, the APEX Black Craft showcases M&H Distillery’s ongoing research and forward-thinking innovation with unusual casks and Israel’s rich terroir.
STR Cask is a single malt whisky aged in a one-of-a-kind STR cask (Shaved, Toasted, and Re-Charred Cask), a method developed by M&H distillery’s late consultant, Dr. Jim Swan. The cask imparts the whisky with vanilla custard flavors, an aroma of orange zest, and a side of chamomile tea. The charred oak flavor is followed by a finish of cocoa butter and black pepper.
Ruby Fortified Red Wine Cask is a single malt whisky that matured in a cask, which was previously used to age Ruby Fortified Israeli Red Wine releasing baked red apple notes with an indulgent soft char and allspice. This edition finishes with a taste of freshly grounded white pepper, dark chocolate, and sea salt pralines.
Fortified Red Wine Cask is a single malt whisky that has been entirely aged in the hand-selected year 2018 fortified red wine cask from one of M&H’s favorite local craft wineries‘ cellars.
The cask, which was previously used to age port-style red wine, contributed to the whisky’s exceptional flavors of raspberry and nutmeg, as well as an aroma of cured tobacco leaves, gentle seaweed, and white chocolate. The finish is long and earthy, with jasmine and cardamom tea notes.
The retail price for all editions is €89,90, and products can be purchased here or via local distributor Kammer-Kirsch. For more information, please visit www.mhdistillery.com.
About M&H Distillery:
M&H Distillery (Milk & Honey), established in 2013 by entrepreneur and investor Gal Kalkstein, is Israel’s first whisky distillery and produces high-quality distillates in Tel Aviv. All raw materials, equipment, casks and processes were selected to ensure that the final product – whether white distillates or aged whisky – meets the highest quality standards. M&H Distillery received guidance and advice from the late Dr. Jim Swan, a world-renowned master distiller. All the products of the distillery are kosher. The successful launches over the past years have led to numerous awards for the brand, including „Craft Producer of the Year 2021“ and „Brand Innovator of the Year 2022” in Whisky Magazine’s Icons of Whisky (Rest of World). M&H’s spirits have received this year several honors with category „winner“ for the APEX Dead Sea at the World Whiskies Awards 2022 and the Frankfurt International Trophy 2022, as well as two gold medals in the 2022 San Francisco World Spirits Competition for the Elements Sherry and Elements Peated.
Dass Whisky als das „Wasser des Lebens“ bezeichnet wird, hat viele Gründe, wie zum Beispiel historische („aqua vitae“) oder den Umstand, dass Mönche, die eigentlich als Heilkundige bekannt waren, als Erste Whisky destillierten.
Jetzt hat es auch einen wissenschaftlich bewiesenen Grund: Stoffe aus der Whiskyproduktion sind – wissenschaftlich nachgewiesen – eine wirksame Zugabe zu Hautpflegeprodukten, da die Inhaltsstoffe dazu beitragen, die Haut zu stärken und Schäden, die durch freie Radikale verursacht werden, zu bekämpfen.
Das jedenfalls belegt eine Studie der Robert Gordon University’s (RGU) School of Pharmacy and Life Sciences in Aberdeen, die auf eine ähnliche, schon vor an die 50 Jahren durchgeführte Untersuchung einer japanischen Universität der Hefe, die zur Sakeerzeugung verwendet wird, aufbaut.
Konkret geht es hier um Pot Ale, auch Burnt Ale – eine Flüssigkeit, die sich nach der ersten Destillation in der Wash Still sammelt und normalerweise mit dem Draff, dem Überbleibsel aus dem Maischeprozess, vermengt als Viehfutter verwendet wird. Pot Ale wirkt laut Studie als Antioxidant und ist damit ein Radikalenfänger.
Natürlich hat dieses Forschungsergebnis auch schon ein Unternehmen aus der Kosmetikbranche dazu inspiriert, Pot Ale in Produkten zu verwenden. Konkret hat laut dem Lancashire Telegraph Rebecca Hastings mit ihrer preisgekrönten Hautpflegefirma Zaza & Cruz aus Inverness solche Kosmetikprodukte mit Pot Ale aus GlenWyvis aus den Highlands im Angebot (allerdings ist im Webshop Pot Ale nicht dezidiert als Inhaltsstoff ausgewiesen – bei Interesse einfach nachfragen).
Whisky ist also jetzt offiziell auch ein Genuss für die Haut – was den Titel des „Wasser des Lebens“ wieder einmal erneut bestätigt…