Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 47)

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Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 46-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 47)

Im Visitors Center wurde uns von einer dunklen Thailänderin der fünfzehnjährige Single Malt von Glen Garioch als Dram auf der runden Metallplatte eines Stehtischs serviert. Rechts und links und überall von der üblichen Palette an einfallslosen Vermarktungsartikeln bedrängt, kam ich mir inzwischen auch schon als eine Art Werbeonkel vor. 

Während Alistair durch das Adressverzeichnis seines Handys scrollte, wanderten meine Gedanken zurück zur leeren VAT-Flasche mit dem Tequila-Hütchen aus rotem Plastik. Wie traurig und verlassen das Maskottchen einer Berühmtheit von einst doch auf dem Eckregal gestanden hatte! Vermutlich schon lange, so eingestaubt wie die dunkelgrüne Flasche war. An der ironischen Hütchen-Maskarade war abzulesen: vorüber, die glorreichen Zeiten, mit den Jahren verdrängt, vergessen, im Kabinett der Erinnerungen gelandet. Zu meiner Jugend war der VAT 69 noch ein illusterer Name gewesen, ein großer Name wie Black & White, Johnnie Walker und Dewars. Aber heute  bot er nur noch Anlass zum Schmunzeln.

Nachdem Alistair in seinem Adressenspeicher fündig geworden war, sagte er: „Kontaktieren Sie Joanne McKercher in den Diageo Archiven, die kennt sich mit der Geschichte des VAT 69 gut aus. Ich kann Ihnen da leider nicht weiterhelfen.“ Vermutlich spürte er einen Anflug von Wehmut bei mir, deshalb hob er gleich das Dram und prostete mir aufmunternd zu: „Cheers, dann probieren Sie mal unsere Nummer Eins – Glen Garioch, 15 Jahre, 53 % vol., ausschließlich im Oloroso Sherryfass gereift.“

Als ich das bauchige Nosing Glas mit der Gravur 1797 gegen das einfallende Sonnenlicht hielt, strahlte das Schlücklein wie leichter Tokajer. Trotz der hellen Farbe wälzte es sich beim Kreiseln im Glas erstaunlich ölig. An Sesamöl musste ich denken. Die schwere Dichte gefiel dem Auge und sofort verlangte es mich nach einer Schnupperprobe.

In die Nase strömten Aromen von buttrigen Bisquits, Honig und Zimt. An der Zungenspitze meldeten sich nicht Früchtchen, sondern langgereifte Früchte von Ananas, Rosinen und Feigen, allesamt süß und nochmals süß – für mich zu süß. Plötzlich dann der Umschwung: gleich einem Kuckucksei entdeckte ich mittendrin eine medizinische Note, so ein Nelkengeschmack wie man ihn vom Zahnarzt kennt. Abgesehen von dem Quentchen Bitterkeit, gestaltete sich der Nachklang wieder klebrig süß. In der Tiefe des Gaumens verwandelte sich schlagartig die Wärme des Alkohols in ein Brennen und böses Kratzen. Zuviel Holz domininierte den Abgang und ließ einen plumpen Eindruck zurück. Insgesamt war die Süße ein gefälliges Potpourri, aber der Früchtekorb war nicht raffiniert genug geschichtet. Die übertrieben süffige Note brachte Einseitigkeit in die Textur, die ich auf den ausschließlichen Ausbau im Sherryfass zurückführte. Komplex bewertet, enttäuschte der Single Malt meine Erwartungen, deshalb erhielt er nur zwei Stützräder.

Nach der Verkostung redeten wir noch kurz über das umständliche Hin und Her im Arbeitsablauf zwischen den einzelnen Stationen hier und in Glasgow. „Digger“ Grant murmelte etwas von Hektik und fehlender Ruhe. Sein Vorgesetzter sagte nichts, ihn drängte es schon wieder zum Aufbruch, er müsse heute noch zurück nach Glasgow. So verabschiedeten wir uns vor seinem Dienstwagen auf dem Hof. Alistair nahm noch mein Rad unter die Lupe und fragte mich nach meinem nächsten Ziel.

„Morgen Aberdeen, dann Dundee und weiter nach Edinburgh.“

„Brave German! Also alles Gute, kontaktieren Sie auf jeden Fall noch Joanne in den Diageo Archiven, sie kann Ihnen gewiss weiterhelfen.“ Mit diesen Worten überreichte er mir seine Visitenkarte und ich revanchierte mich mit meiner, die neben seiner recht bescheiden aussah.

Tage später sollte ich eine Email aus den Diageo Archiven erhalten, die das VAT 69-Puzzle um entscheidende Elemente ergänzte und mein Wissen komplettierte.

William Sanderson, der VAT 69-Erfinder, eröffnete im Jahr 1863 im Edinburgher Vorort Leith einen Laden, wo er französische Weine, Cognac, Sherry und Portwein verkaufte – und heimische Whiskys. Aber diese waren nur ein Nischenprodukt, denn die Kunden von damals verlangten nach Spirituosen vom Kontinent, insbesondere liebten sie französischen Cognac. Zur damaligen Zeit war solch ein Getränkeladen nichts anderes als ein düsterer Lagerraum mit vielen Fässern und Fässlein am Boden und auf grobgezimmerten Regalen. Die Laufkundschaft brachte ihre eigenen Gefäße zum Befüllen mit, meistens Tonkrüge oder Krüge aus Steinzeug, beliebt waren auch ausgetrunkene französische Weinflaschen, die aus dunkelbraunem oder dunkelgrünem Glas handgeblasen waren. Als Schotte wollte Kaufmann Sanderson erreichen, dass seine Stammkunden mehr heimischen Whisky konsumierten, so kam er auf eine für die damalige Zeit verwegene Idee: er mischte Whiskys unterschiedlicher Reifungsgrade und Geschmacksrichtungen. Mehr noch! Er ging sogar soweit, dass er schottische Malts mit amerikanischen Grains vermählte. Mit diesem Schritt folgte er seinem Geschäftsfreund Andrew Usher II, der als Urvater des Blendings gilt.

Archivaufzeichnungen belegen, dass William Sanderson ein geselliger Mensch war. Bevor er seine Blends im Laden verkaufte, lud er Freunde und Kunden immer wieder zu Blindverkostungen ein. Zu diesem Anlass stellte er hölzerne Bottiche, vats, nebeneinander auf und nummerierte jeden vat mit einer Zahl, die er mit Kreide auf die Holzwand schrieb. Als er wieder einmal zur Blindverkostung einlud, entschieden sich alle Gäste einstimmig für den Blend aus dem Bottich 69 als mit Abstand besten Blend. Der VAT 69 war geboren und wurde ab 1882 zum erfolgreichsten Whisky der Welt.

Erst nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1908 lüftete sein Sohn William, der ebenfalls nie eine eigene Brennerei besaß, die Rezeptur des Bottichs Nummer 69, und die Welt erfuhr, dass 40 Malts und Grains, alle in der Glen Garioch Destillerie gebrannt, vermählt worden waren.

Vater und Sohn Sanderson, Andrew Usher II, Richard Paterson, Billy Walker und alle Master Blender der Welt würden sich die Haare raufen, definierte man das Verfahren des Blending als Cocktailisieren oder bloßes Mixen von Spirituosen. Blenden ist ein stilistisches Komponieren nach Prinzipien von leicht, medium und schwer, um einen ausgewogenen Körper zu erschaffen. Hierfür wird ein nach Gras duftender und nach Karamell schmeckender Getreidewhiskey, der aus Weizen, Mais und Roggen gebrannt sein kann, als Gast eingeladen, um die Aufgeregtheit, die Würze und das Klobige eines getorften Malts zu verfeinern. Stets entwickelt sich das Wechseln der Fasslagen, das Trennen und Zusammenführen unterschiedlicher Komponenten wie der Bau eines Gebäudes – in Etappen. Gereifte Destillate aus Getreide und aus Malz verschiedener Jahrgänge und Sorten werden in einem Bottich vermengt und anschließend als Verschnitt in ein einziges Fass oder in mehrere Fässer gegeben. Und zwar in Fässer, die zuvor anders belegt waren.

Neu komponiert, reifen sie nun als homogenes Ganzes über einen Zeitraum von ein, zwei oder drei Monaten und finden schließlich in Ruhe zueinander. Nun ist über der Zeit ein neuer Geschmackskörper gewachsen und am Ende eines gelungenen Blendings kann sein Schöpfer stolz auf das geschliffene Wesen seines Blends sein, dem die Zacken und das Ungestüme eines Single Casks fehlen.

* * *

Über einen Monat war ich nun auch schon „gereift“ und hatte die Hörner des Drängens abgeworfen. Die 30 Kilometer bis in die Hafenstadt Aberdeen ging ich mit dem Gleichmut des Geübten an und wählte eine abgelegene, überaus ruhige Nebenstraße. Via Newmachar pirschte ich mich an die große Stadt an der Küste heran. Da ich nach 25 Kilometern aus der Ruhe kam, bekam ich auf der restlichen Strecke ins Zentrum Ohrensausen. Ja, kaum, dass die Stadtfahrt begann, hieß es Ohren zu und durch.

Motorenlärm vom Boden und aus der Luft lag über dem Aberdeen Heli-Port, wo getaktet Hubschrauber von und zu den Ölplattformen in der Nordsee flogen. Mit erhöhtem Pulsschlag brachte ich diese Hölle hinter mich und stoppte erschöpft an einem Kaffeebüdchen, um nicht mit leerem Magen in den Bannkreis einer nervzehrenden Urbanität einzudringen.

Die Nervosität, die mich immer in der Weichzone einer großen Stadt befiel, flammte jetzt wieder auf, zum Glück aber nur kurz, denn ein gut ausgeschilderter Radweg schlängelte sich am buschigen Ufer des Don bis tief ins Zentrum hinein. Über dem Schauen auf Wohnhäuser und Industriebauten spulte ich die letzten Kilometer ab und kaum, dass ich mich versah, stand ich auf der Stadttangente, die Schottlands drittgrößte Stadt wie einen Brotlaib in zwei Hälften zerschneidet. Hier war ich von Beton, Asphalt und sich langsam vorwärtsschiebenden Autos umzingelt und ernsthaft fragte ich mich: bist du in einer rad- oder autogerechten Großstadt angekommen?

Über dem Schauen nach rechts und links hatte ich zwar die gesprühte Kampfparole „Go Yoga, go vegan“ an der Bretterwand einer Baustelle entdeckt, mich aber verfahren. Entweder hatte ich an einer Ampel den Hinweis zum Union Square übersehen oder ich war vor lauter Aufregung statt über eine Brücke geradeaus gefahren. Jetzt blieb mir nichts anders übrig, als auf einem schmalen Asphaltstreifen neben dem Feierabendstau herzufahren und reduziert zu atmen. Glück gehabt! Da vorne kam wieder eine Brücke über die tiefergelegte Tangente in Sicht und ich fand einen Fluchtweg, markiert durch ein königsblaues Schild, das mich in ruhigere Straßen lenkte.

Um zu verschnaufen, auch um das Wesen der Granitstadt zu erspüren, hielt ich am Bordstein an – ohne abzusteigen. Mit den Turnschuhsohlen auf dem Kopfsteinpflaster abgestützt, konnte ich mich um die eigene Achse drehen und mir einen ersten Rundblick über die Altstadt erlauben. Hinter einem kleinen Park entdeckte ich etwas Befremdendes: Seite an Seite, keine fünf Meter voneinander entfernt, wuchs ein verglaster Betonspargel neben einem spätgotischen Kirchturm in den Himmel. Kannte die Granitstadt keinen Denkmalschutz und keinen Respekt vor sakralen Bauten? Oder waren auch hier wie in Edinburgh und Inverness viele der Kirchen keine Kirchen mehr, sondern Kneipen und Cafés für Presbyterianer wie für Moslems, Juden, Hindus, Buddhisten und Atheisten gleichermaßen?

Als ich gemächlich weiterfuhr, stieß ich auf einen Boulevard, wo unmittelbar vor der Ampel großflächig ein Feld mit dem Piktogramm eines Radfahrers auf den grauschwarzen Boden gemalt war. Zeigte die Ampel rot, war das Radfeld autofrei und tatsächlich nur von Radfahrern besetzt. Mich erstaunte, wie diszipliniert sich die wartenden Autofahrer an diese Regelung hielten und nur bis an das maisgelb umrandete Feld heranfuhren und in zweiter Reihe stoppten. Selbst als sich der Verkehr zweispurig auf hundert Meter staute, kam kein Autofahrer auf die Idee, die freie Busspur, die außer den Bussen nur Radfahrer benutzen durften, zu befahren, um sich am Stau vorbeizumogeln. Da diese Regelung an allen großen Straßenkreuzungen galt, machte das Durchfahren der Granitstadt richtig Spaß. Immer wieder radelte ich forsch an einer Autoschlange links vorbei und besetzte auf dem autofreien Radfeld die Pole-Position, eine Position mit vielen motorisierten Followern im Rücken. Als die Ampel von Rot auf Grün wechselte, musste sich der anfahrende Autoverkehr an meinem Tempo orientieren, erst als ich auf die seitliche Busspur einschwenkte, durfte er mich überholen. Famos, dachte ich und wünschte mir dieses Privileg auch in deutschen Städten.

Das Zentrum querte ich entspannt, meistens die Bustrasse befahrend, und erreichte Murray Terrace im Süden, wo ich am Duthie Park das empfohlene Hotel fand. Die ruhige Gegend um meine Unterkunft lebte von zweistöckigen Stadthäusern mit runden Erkern und schaufenstergroßen Wohnzimmerfenstern, deren Granitfassade hinter wildem Wein und Efeu kaum auszumachen war. Oft hatten die Hausbewohner die Auffahrten mit immergrünen Büschen von Rhododendron und Kirschlorbeer bepflanzt, und den Portikus der Häuser säumten violette und weiße Hortensien. Typisch für das Wohngebiet waren aber auch kurze Auffahrten mit gekiesten Stellflächen für die zwei, drei Familienkutschen.

Am nächsten Tag vertrödelte ich die Stunden. Locker in den Waden, erkundigte ich die Straßen der Granitstadt und ganz ohne Absicht landete ich im „Old Aberdeen Bookshop“, einem Antiquariat in Spital, wo ich ein rares Whiskybuch im Bücherallerlei fand und für einige Pfund kaufte. So vergingen die Ruhestunden recht schnell. Die Schlenderfahrt kreuz und quer durch die City zeitigte die Erkenntnis, dass Aberdeen eine „No-problem-Stadt“ ist. Anstatt „ja“ oder „okay“ oder gar „that’s brilliant“ zu sagen, hörte man aus dem Mund der Aberdeener bei jeder Gelegenheit: „no problem“. Selbst in einem winzigen Plumcake Shop, wo eine Schülerin selbstgebackene Kuchen zu keltischer Fidelmusik verkaufte, begegnete mir dieser Spruch, als mir das Selbstgebackene angeboten wurde. Gerne empfing ich das süße Küchlein, das mir lächelnd angeboten wurde. Warum immer nur Drams, warum nicht mal einen Pflaumenkuchen probieren? Leider schmeckte das Kuchenstückchen für meinen Geschmack viel zu süß. Also bedankte ich mich ohne etwas zu kaufen, worauf die blutjunge Verkäuferin nur mit „no problem“ antwortete und mich lächelnd entließ. 

Als sich zur Mittagszeit mein Magen meldete, steuerte ich in der Hafengegend das Gasthaus Crees Pub, estab. 1848 an. Der Wirt vom Pub stand draußen vor der Tür. Vermutlich war er Wirt und Koch zugleich, denn um die Hüfte trug er eine lange weiße Schürze. Alles sah einladend aus, das Haus, der Mann und die Blumen vor der Tür. Hier wollte ich pausieren und zu Mittag essen.

(Fortsetzung folgt)

PR: Der erste Zehnjährige bei Gilors – Gilors PX Sherry 10 Jahre

Eine Neuerscheinung aus Deutschland gibt es an diesem Wochenende zu vermelden: Die Brennerei Henrich GbR hat mit dem Gilors PX Sherry 10 Jahre ihre erste zehnjährige Abfüllung auf den Markt gebracht. Erhältlich ist sie im Onlineshop der Brennerei und im ausgewählten Fachhandel – die Infos dazu gibt es bei uns:


DER ERSTE 10JÄHRIGE BEI GILORS

Gilors PX Sherry 10 Jahre

Ein wahres Feuerwerk an Aromen zündet die neue Abfüllung aus der Brennerei Henrich, die mit einer Fassstärke von 60,1% vol. Alkoholgehalt aufwartet.

Ein Füllhorn von üppigen Aromen strömt aus dem Glas – Sherry, harmonische Fruchtsäure, gebrannte Mandeln, Kaffeetöne, etwas Torf, kräutrige Anklänge, die an Liebstöckel erinnern. Am Gaumen dominiert eine würzige Fruchtsüße, gefolgt von Bittermandelnoten, Torf und einem Hauch von Amarenakirschen. Der langanhaltende Abgang überzeugt mit herber Würze und leichten Bittermandeltönen. Aninimierend!

Wie alle Gilors Single Malt Whiskys sind diese nicht gefärbt und nicht kältefiltriert. Die UVP liegt bei 119,- EUR.

Über Brennerei Henrich GbR

Die Brennerei Henrich GbR mit Sitz in 65830 Kriftel/Hessen wurde innerhalb der letzten Jahre mehrfach mit Gold und Silber auf der renommierten Edelbrandmeisterschaft DESTILLATA in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

Ursprünglich wurde das Familienunternehmen 1970 als Obstbaubetrieb gegründet. In 2005 wurde die Verschlussbrennerei eingerichtet. Seit 2010 verlagerte sich der Schwerpunkt vom Obstbau sukzessive auf die Brennerei und Kelterei. Neben Edelobstbränden wurde der Whisky Gilors erfolgreich am Markt platziert.

Bildquelle: Brennerei Henrich GbR

Fremde Federn (172): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 172. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein untergeordneter Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Benriach, Blair Athol, Inchgower, Talisker – paarweise

Vier Pärchen verkostet heute Angus MacRaild auf Whiskyfun – quer durch das schottische Gemüsebeet, sozusagen, denn vom Stil her sind sie natürlich recht unterschiedlich, aus drei verschiedenen Regionen noch dazu. Benriach, Blair Athol, Inchgower, Talisker – ein abwechslungsreiches Lineup.

Zwei der Abfüllungen können Angus nicht überzeugen – fünf sind gut bis sehr gut bewertet, und einer, ein alter Talisker, nimmt die Hürde von 90 Punkten. Hier die Verkostung im Überblick:

AbfüllungPunkte

Benriach 10 yo ‚Curiositas‘ (40%, OB, L code L12.10.06)72
Benriach 11 yo 1994/2005 Heavily Peated (59.7%, Signatory Vintage Cask Strength Collection, cask #05/355/1 port pipe finish, 863 bottles)85
Blair Athol 14 yo (46%, North Star ‚The Wee Star‘, PX finish)86
Blair Athol 14 yo (51.1%, North Star, 14 months Mezcal Finish, 72 bottles)84
Inchgower 13 yo 2008/2021 (55.8%, Lady Of The Glen, cask #800479, hogshead + refill PX sherry finish, 268 bottles) 85
Inchgower 13 yo 2007/2020 (56%, Watt Whisky, bourbon hogshead, 297 bottles)86
Talisker ‚Skye‘ (45.8%, OB, L6292CM000)76
Talisker 12 yo (43%, OB, 94cl for duty free, 1970s) 91

Und weil Blair Athol im Herbst besonders schön ist, haben wir diese Destillerie in Pitlochry für unser Titelbild ausgesucht:

Scotch Whisky Association legt Blended Scotch für Glasgower Klimagipfel auf – kommt nicht in den Handel

Nachdem ja im November in Glasgow die Klimakonferenz COP26 stattfinden wird, hat man sich seitens der SWA, der Scotch Whisky Association, ein Giveaway überlegt, das den Delegierten der Konferenz Freude machen und eine Botschaft mitgeben soll. Dass dieser Whisky danach wohl vereinzelt auch in Sammlerkreisen zu finden sein wird, obwohl die Abfüllung nicht in den Verkaufr kommt, kann mit einiger Berechtigung vermutet werden.

Zum Whisky selbst: Der COP26 Whisky ist ein Blended Whisky aus 26 Destillerien aller fünf schottischer Whiskyregionen – und er soll ein Zeichen für die Hinwendung der schottischen Whiskyindustrie zur Nachhaltigkeit sein.

900 Flaschen davon werden aufgelegt, und sollen die Delegierten der Konferenz durch folgende Features überzeugen:

  • Die Flaschen sind zu 97% aus recyceltem Glas.
  • Der Korken ist aus echtem Kork, wiederverwerteten Korkabfällen und Holzabfällen und zu 100% recyclebar.
  • Das Papier der Etiketten ist zu 55% aus Altpapier und enthält auch Abfälle aus der Maische
  • Der Überkarton ist aus 100% wiederverwerteten Fasern.

Auch wenn die 900 Flaschen nicht in den Handel kommen werden, wird eine davon in der Scotch Whisky Experience in Edinburgh bis Jahresende ausgestellt werden.

Jack Daniel’s ist die wertvollste Spirituosenmarke der Welt (mit PR)

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Wenn man sich die wertvollsten Marken der Welt ansieht, wie sie von dem Managment Consulting Unternehmen Interbrand zusammengestellt und jetzt veröffentlicht wurde, so stehen auf den Medaillenplätzen Apple, Amazon und Microsoft. Nach Spirituosenmarken muss man noch etwas länger suchen, aber auf Platz 81 im diesjährigen Ranking steht laut einem Artikel auf The Spirits Business Jack Daniel’s – und ist damit die wertvollste Spirituosenmarke der Welt.

Besitzer Brown-Forman kann sich für den Markenwert laut dem Consultingunternehmen die Summe von 6,537 Milliarden Dollar in die Bücher schreiben – umgerechnet sind das mehr als 5,6 Milliarden Euro.

Das Ranking im Report basiert auf der finanziellen Performance der Marken, die Rolle bei Kaufentscheidungen und die Stärke gegenüber dem Mitbewerb.

Im Vorjahr lag Jack Daniel’s noch einen Platz hinter der diesjährigen Platzierung, auf Platz 82.

Zu dieser Meldung haben wir nun am Freitagnachmittag von Brown-Forman auch eine englischsprachige Pressemitteilung erhalten, die wir Ihnen untenstehend gerne nachreichen:


JACK DANIEL’S TENNESSEE WHISKEY NAMED MOST VALUABLE SPIRITS BRAND IN THE WORLD

Jack Daniel’s moves to #81 in Interbrand’s Best Global Brands 2021 report; only spirits brand in top 100

LYNCHBURG, Tenn. (October 21, 2021) – Jack Daniel’s Tennessee Whiskey has been named as the most valuable spirits brand in the world by Interbrand in its Best Global Brands 2021 report. Jack Daniel’s is the only spirits brand ranked in the top 100 and comes in at #81 with a value of $6.5 billion, a 4% increase and moving it up one spot from #82 in 2020.  

“From its humble beginnings back in the late 1800’s, Jack Daniel’s has steadfastly held to its mantle of craftsmanship, quality, authenticity, and an uncompromising free spirit.” said Sophia Angelis, Jack Daniel’s Vice President and Global Brand Director. “Now over 150 years later, our commitment is unchanged, and we’ll continue to make everyday count while pushing forward with Mr. Jack’s guiding words, ‘Every day we make it, we’ll make it the best we can.’”  

Interbrand’s 22nd annual report analyzed how the world’s leading brands successfully navigated a rapidly changing business landscape, with valuations determined by the brand’s financial performance, role in purchase decisions, and competitive strength among other factors. For the complete Top 100 ranking and report and more information, visit www.bestglobalbrands.com

About Jack Daniel’s

Officially registered by the U.S. Government in 1866 and based in Lynchburg, Tenn., the Jack Daniel Distillery is the first registered distillery in the United States and is on the National Register of Historic Places. Jack Daniel’s is the maker of the world-famous Jack Daniel’s Old No. 7 Tennessee Whiskey, Gentleman Jack Double Mellowed Tennessee Whiskey, Jack Daniel’s Single Barrel Tennessee Whiskey, Jack Daniel’s Tennessee Honey, Jack Daniel’s Tennessee Fire, Jack Daniel’s Tennessee Apple, Jack Daniel’s Tennessee Rye, Jack Daniel’s Sinatra Select and Jack Daniel’s Country Cocktails. Today, Jack Daniel’s is a true global icon found in more than 170 countries around the world and is the most valuable spirits brand in the world as recognized by Interbrand.

Your friends at Jack Daniel’s remind you to drink responsibly.

Neu: Tomatin 1978, die fünfte Abfüllung aus der Warehouse 6 Collection

Die ersten fünf Abfüllungen der Warehouse 6 Collection, die Jahrgänge 1971, 72, 75 und 77, erhalten nun einen weiteren Begleiter, den Tomatin 1978. Dabei handelt es sich um einen 42 Jahre alten Single Malt, der aus zwei Fässern (Fass 49541 und 49542) komponiert wurde, die nach 30 Jahren Reifung für weiter 12 Jahre in Oloroso Sherryfässer transferiert wurden, um dort noch ein intensives Finishing zu erhalten.

Entstanden ist ein Single Malt, abgefüllt mit 47% vol., der schon vor seinem offiziellen Releasedatum mit einer hohen Auszeichnung bei der diesjährigen ISWC, nämlich Gold Outstanding, ausgezeichnet wurde. Bewertet wurde er von den Juroren dort mit hervorragenden 98 Punkten.

Sein Geschmack wird von Master Distiller Graham Eunson wie folgt beschrieben:

Aromas of stewed fruits, dark maple syrup and bursts of orange peel and bergamot, meeting soft flavours of dark chocolate, warming spices and salted caramel before a long, silky finish

Noch im Oktober wird der auf 350 Flaschen weltweit limitierte Tomatin 1978 bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich sein, der Verkaufspreis in UK ist mit umgerechnet 3550 Euro angegeben.

Whisky im Bild: Die Lochlea Distillery in 15 Bildern

Die Lochlea Distillery in den Lowlands nahe Kilmarnock und östlich der Insel Arran steht kurz davor, ihren ersten Single Malt auf den Markt zu bringen. Schon im November soll dieser erscheinen (mehr haben wir darüber hier berichtet), und es steht anzunehmen, dass von den 7.500 Flaschen davon auch eine gewisse Zahl Deutschland erreichen wird. Anfang 2022 wird es dann die Standardausgabe aus der Brennerei geben.

Grund genug für uns, der Destillerie Lochlea eine Fotostrecke zu widmen – möglich wird das durch die Crew von Kirsch Import, die die Brennerei vor einigen Wochen besuchte und uns ihre Bilder von diesem Besuch zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!

Kommen Sie also mit in die Brennerei und besichtigen Sie mit uns das Stillhouse, das Malzlager, die Produktionsstätten sowie die Abfüllstation und die Lagerhäuser. Die Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

Zwei Global Travel Retail Exklusives von Douglas Laing

Sollten Sie sich in nächster Zeit auf Flughäfen aufhalten, könnten Sie auf zwei neue Produkte des unabhängigen Abfüllers Douglas Laing stoßen:

The Remarkable Regional Malts Miniature Gift Pack ist eine Sammlung von sechs 5cl-Flaschen. Sie zeigt die Vielfalt der Regional Malts von Douglas Laing: The Epicurean Lowland Malt, Timorous Beastie Highland Malt, Scallywag Speyside Malt, Rock Island Islands Malt, Big Peat Islay Malt sowie den The Gauldrons Campbeltown Malt. Verpackt kommen diese sechs Miniaturen in einem stabilen Karton mit Kupferfolie.

Der The Gauldrons Campbeltown Malt Scotch Whisky ist die zweite Neuheit von Douglas Laing im Travel Retail. Dabei handelt es sich um eine 1 Liter Flasche des im Fachhandel erhältlichen Blended Malts aus Campbeltown. Er wird mit 48% vol. abgefüllt.

TTB Neuheiten: Laphroaig Cairdeas 2022, Benriach The Sixteen, Smokehead Sherry Cask Blast

Drei interessante Neuheiten aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank, in denen man Whiskys, die für den Verkauf (auch) in den USA vorgesehen sind, anmelden muss, haben wir heute für Sie ausfindig gemacht.

Beginnen wir einmal mit dem neuen Laphroaig Cairdeas 2022. Er stammt aus Maker’s Mark first fill bourbon casks und wurde ausschließlich im Warehouse 1 auf Islay gelagert. Abgefüllt ist er mit 52,2% vol. – und so sehen die Etiketten aus:

Neuheit Nummer zwei ist der Benriach The Sixteen – sozusagen die Rückkehr eines Klassikers, der nicht nur Fans der Destillerie Freude bereiten wird. In drei verschiedenen Fassarten gereift (Bourbon, Sherry und Virgin Oak), bringt er Steinobst, cremige Haselnuss und würzige Obertöne an den Gaumen, mit einem Abgang, in dem man wilden Honig und kandierte Fruchtschalen erkennen soll. Mit 43% vol. wird er in die Flasche kommen, und so sehen die Etiketten aus:

Last, but not least scheint es bald einen neuen Smokehead zu geben, und zwar den Smokehead Sherry Cask Blast. Er wird mit 48% vol. abgefüllt werden, und sein rauchiger Charakter wird mit den Noten aus Oloroso Sherryfässern unterstützt werden. Angeblich bringt er einen Geschmack, der „explosiver ist als eine Kanonenkugel der spanischen Armada“. Das sind jedenfalls die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Pernod Ricard weltweit mit starkem dritten Quartal 2021 – auch Europa boomt

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Der französische Getränkekonzern Pernod Ricard vermeldet ein starkes erstes Quartal in seinem Finanzjahr 2021, im normalen Kalender ausgewiesen als die Zeit von Juli bis September 2021. 20% organisches Wachstum, also allein aus den Verkäufen, hat man dort in die Bücher schreiben können. Das Wachstum ereignete sich auf ganzer Breite, getragen von einer starken Nachfrage für das Weihnachtsgeschäft. Im Handel läuft es besonders gut, aber auch in der Gastronomie hat die Nachfrage wieder angezogen.

Wenn wir auf die Whiskys schauen, dann kommt der steigende Umsatz von Jameson, Ballantine’s und Chivas Regal in den „strategischen internationalen Marken“ – hier gibt es ein Plus von 24%. 15% Plus verzeichneten die „strategischen lokalen Marken“ wie indischer Whisky. 21% Plus sieht man bei den „Spezialmarken“, darunter Aberlour und amerikanische Whiskeys.

Nach Regionen sieht es wie folgt aus: USA +9% (hier Jameson und Glenlivet besonders stark), China +22%, Indien +27$, Global Travel Retail +55% (allerdings von einem niedrigen Niveau), Europa +22% mit speziell guten Zahlen in Frankreich und Gesamtamerika mit 13% Steigerung.

Serge verkostet: Laphroaig (das 500. Tasting – und darüber hinaus)

500+ verschiedene Laphroaig hat Serge Valentin auf Whiskyfun mit dem heutigen Tasting verkostet, und heute sind es ein Dutzend Abfüllung, die sozusagen zur Feier des Tages geprüft und bewertet werden.

Und damit gleich zur Liste der Abfüllungen und die Wertungen in der Verkostung (da sind einige Diamanten dabei diesmal, aber auch eine negative Überraschung)- Details wie immer auf Whiskyfun selbst:

AbfüllungPunkte

Laphroaig 10 yo (40%, OB, +/-2021)83
Laphroaig ‚Quarter Cask‘ (48%, OB, +/-2021)78
Williamson 10 yo 2011/2021 (59.9%, Asta Morris, sherry, cask #AM083, 674 bottles)87
Williamson 2010/2020 (52.2%, The Whisky Jury, refill barrel, cask #twj-Lph01, 230 bottles)87
Lp12 2014/2021 (54.7%, Elixir Distillers, Elements of Islay, 1672 bottles)89
Laphroaig 10 yo (43%, OB, for Cinzano Italy, unblended, +/- 1985)91
Laphroaig 10 yo (40%, OB for Bonfanti, Italy, screw cap, mid 1970s)94
Laphroaig 10 yo (40%, OB for Filippi Import, Italy, short screw cap, late 1960s)93
Laphroaig ‚Old Scotch Whisky‘ (20 under proof, OB, early 1960s) 95
Laphroaig 1991/2019 (52.1%, Or Sileis, Taiwan, refill bourbon barrel, cask #2652, 265 bottles)91
Laphroaig 30 yo (53.6%, Hunter Laing, The Kinship, 344 bottles, 2020)91
Laphroaig 18 yo 1995/2013 (58.3%, Scotch Malt Whisky Society, refill bourbon barrel, #29.143, ‚Finish Tar Syrup‘, 226 bottles)85

Whisky im Bild: Das alte Edinburgh (Wallpaper)

Nach längerer Pause möchten wir Ihnen wieder ein neues Foto in unserer Serie „Whisky im Bild“ präsentieren, in der wir Destillerien und touristische Orte in Whiskyregionen vorstellen.

Heute haben wir ein Wallpaper für Sie, das frei von Rechten ist und von Ihnen nach Gutdünken verwendet werden kann, auch für kommerzielle Zwecke. Es zeigt einen Blick auf Edinburgh, in dem die Zeit stillgestanden zu sein scheint.

Das Bild in seiner Originalgröße von 4381×2762 Pixel und 3.4MB können Sie hier herunterladen, eine verkleinerte Version zur Ansicht sehen Sie untenstehend.

Viel Freude mit dem Bild – und wir alle hoffen, dass es schon bald wieder möglich sein wird, ohne viel Aufhebens in die schottische Hauptstadt zu reisen…

Streik bei Heaven Hill wegen Gesundheitskosten – mit verfahrenen Fronten

Mehr als 400 Mitarbeiter der Brennerei Heaven Hill in Bardstown streiken seit 11. September gegen einen neuen Arbeitsvertrag, der die Kosten für Gesundheitsvorsorge in den nächsten Fünf Jahren verteuern würde, berichtet gestern The Spirits Business.

Laut Gewerkschaft sei man sechs Monate lang mit dem Unternehmen in Verhandlungen gestanden, um diesen Vertrag abzuändern. Er bedeute, dass die Obergrenze für Zahlungen an die Gesundheitskasse fallen würde und bedingte deshalb weniger Nettolohn, weniger bezahlte Überstunden und merkbare Veränderungen bei Arbeitsplänen.

Als Reaktion hat Heaven Hill Personal eingestellt, das nicht gewerkschaftlich organisiert ist – was die Gewerkschaft als Versuch wertet, langjährige Mitarbeiter aus dem Job zu drängen.

Die Gewerkschaft hat eine Initiative gestartet, die in  Kentucky, Ohio, Indiana, Texas und Michigan Unterstützung für die Streikenden generieren soll und die amerikanischen Whiskeyproduzenten auffordert, Veränderungen bei der Krankenversicherung hintanzuhalten. Man habe über 1700 Unterstützer gewonnen und fast 5600 Unterstützungsmails erhalten.

Laut Heaven Hill habe man eine Pattsituation bei den Verhandlungen erreicht und deshalb neue Arbeiter angestellt, um den Betrieb aufrecht halten zu können. Die neuen Bestandteile des Vertrages seien von Gewerkschaften zum Teil „missinterpretiert“ worden. Und die Gewerkschaft hätte den Angestellten mit Strafen gedroht, sollten sie zur Arbeit zurückkehren.

Wenig verwunderlich stellt die Gewerkschaft die Sicht des Unternehmens in Abrede und zeigt sich bereit, jederzeit zum Verhandlungstisch zurückzukehren, um den Vertrag neu zu verhandeln.

Bleibt beiden Seiten zu wünschen, dass Bewegung in die Sache kommt und sich die Partner auf einen gangbaren Kompromiss einigen können.

Warehouses von Heaven Hill