Neues gibt es von der Islay Cask Company zu berichten – dort hat man als unabhängiger Abfüller einen 2013 destillierten Bunnahabhain mit Blaufränkisch Finish unter dem Namen „Phlox“ veröffentlicht.
Vorabinfos zu dieser neuen Abfüllung, die natürlich ungefärbt und nicht kältefiltriert ist und in einer Woche erhältlich sein wird, nachfolgend:
„Phlox“ – Islay Cask Company veröffentlicht einen Bunnahabhain mit Blaufränkisch Finish
Die Pandemie und der Brexit sind an der Islay Cask Company natürlich auch nicht spurlos vorbeigegangen. Der ICC blieb also Zeit zum Warten und diese Zeit wurde nicht vergeudet!
Bei dem befreundeten Weingut St. Antony in Nierstein/Rheinhessen fand man neue wunderbare Möglichkeiten für die eigenen Abfüllungen:
Dirk Würtz, der sich auch schon für die Weinfässer der vorherigen Abfüllungen CALLA und LAVATERA beim Weingut Balthasar Ress verantwortlich zeigte, bot der ICC an, den Whisky in den Kellern von ST. ANTONY zu lagern. Nicht nur, dass man fortan Fässer der außergewöhnlich guten Weine ST. ANTONYs nutzen kann – man hat nun auch regelmäßig die Möglichkeit, die Reifung zu kontrollieren.
Den Anfang dieser ersten schottisch-rheinhessischen Zusammenarbeit macht „Phlox“. „Phlox“ ist ein siebenjähriger Bunnahabhain Staoisha Style, der sich bei St. Antony gleich nach Ankunft in einem für Whisky doch recht außergewöhnlichem Fass ausruhen durfte: Blaufränkisch.
„Phlox“ wurde jetzt abgefüllt und ist ab dem 27. September auf der Website der Islay Cask Company und bei ausgesuchten Fachhändlern verfügbar.
Der Whisky hat eine Alkoholstärke von 57% und ergab insgesamt 245 Flaschen.
Dass man gefälschten Whisky durch aufwendige Laboranalysen erkennen kann, darüber haben wir bereits mehrmals berichtet (zum Beispiel hier). Neu ist jetzt eine Erfindung, die diese Analysemöglichkeit transpüortabel macht – und zwar gleich so transportabel, dass sie in eine Jackentasche passt.
Die Firma Eluceda aus Burnley hat ein Gerät entwickelt, das ohne Zugaben von Reagenzien die Echtheit eines Whiskys überprüfen kann – und zwar in kürzester Zeit. Man kann feststellen, ob der Whisky einem gespeicherten Profil entspricht oder ob er mit Wasser, Ethanol oder sogar anderem Whisky verdünnt wurde.
Eluceda E-Sens benützt individualisierte Elektroden, die spezielle Katalysatoren enthalten, die mit den Molekülgruppen des Whiskys interagieren und so das überprüfte Sample mit einer Datenbank von gespeicherten Whiskys vergleichen kann. Die Testresultate werden in Echtzeit in einer Datenbank übermittelt, die zur Probe auch den Ort der Probenziehung speichert und damit weitere nützliche Infos zur Verfolgung von gefälschten Produkten ermittelt.
Bild: Eluceda
Das Ganze ist keine technische Spielerei, sondern ein Versuch, ein Milliardenproblem zu lösen. Allein in Europa schätzt die EU, dass der Spirituosenindustrie durch gefälschte Alkoholika jährlich bis zu 1.3 Milliarden Euro Schaden erleidet.
Die Testgeräte werden zur 7. Worldwide Distilled Spirits Conference vorgestellt, die vom 6. bis 8. September online abgehalten wird. In echten Augenschein nehmen kann man sie dann in Monaco vom 27. bis 29. September bei der LuxePack. Seitens Eluceda sucht man noch nach Partnern aus der Industrie, die dieses Testverfahren auf eine breite Anwendungsbasis stellen wollen.
Worldwide Distille“Our rapid authentication technology provides a valuable tool for brands and enforcement officers. From detecting the adulteration of whisky samples with water or other liquids, through to identifying potentially dangerous counterfeits, we have a quick and simple test that delivers consumer confidence and maintains brand reputation”
Dr Ian Eastwood, Chief Technology Officer at Eluceda
Alle Jahre wieder – kann man sich schon in der Herbstzeit auf Weihnachten freuen, denn der Big Peat von Douglas Laing, der Islay Blended Malt mit Whisky aus vielen Islay Destillerien, wurde soeben angekündigt. Und diesmal gibt es als Motiv eine schottische Schlittenfahrt…
Alle Infos zur diesjährigen Sonderausgabe Big Peat Christmas Edition 2021, die natürlich wieder typisch weihnachtlich und typisch frech aufgemacht ist, lesen Sie hier in der Pressemitteilung des Bremer Spirituosen Contor, dem Importeur für Deutschland:
Für garantiert torfige Weihnachten…
Big Peat Christmas Edition 2021 läutet die Weihnachtszeit ein
Bremen, 20. September 2021. Douglas Laing & Co, einer der führenden Distiller, Blender und Bottler feinster schottischer Whiskys, stellt heute mit Big Peat Christmas, die jährliche Sonderabfüllung des Islay Malt Scotch Whiskys vor.
Mit einer natürlichen Fassstärke von 52,8 % Alkohol und ohne Färbung oder Kältefiltration strotzt die diesjährige Weihnachtsabfüllung nur so voll erdigem, ledrigem und aschigem Charme, der durch eine wunderbar wärmende Süße ausgeglichen wird.
Diese limitierte Abfüllung ist das große Finale eines erfolgreichen Jahres für den kultigen Islay Malt, in dem Big Peat bei den renommierten San Francisco World Spirits Awards mit einem Gold Award und bei den Spirits Business Awards mit der Master Medal ausgezeichnet wurde. Zudem wurde Big Peat bei dem diesjährigen Internationalen Spirituosen Wettbewerb des Meininger Verlags (ISW) als „Scotch Whisky Blended des Jahres“ und mit einer Goldmedaille prämiert. Diese Auszeichnungen, so die Familie Laing, sind „ein Beweis für die Qualität unseres sorgfältig hergestellten Blended Malt“.
Das Packaging der Big Peat Christmas Edition ist in glänzenden, eisblauen Farben gehalten und wird durch frostige Schneeflocken abgerundet. Auf der Tube zeigt sich der ikonisch-bärtige Fischer auf einem Schlitten, quer über seine Heimatinsel Islay, rodelnd. Die rot-weiß gestreifte Flaschenkapsel, die zum Synonym für die weihnachtliche Veröffentlichung geworden ist, vervollständigt den Auftritt des Premium Whiskys.
Fred Laing, Vorsitzender des Familienunternehmens, kommentiert:
„Unser Familienunternehmen ist wirklich dankbar und erfreut zu wissen, dass unsere Big Peat Weihnachtsabfüllung für andere Islay-Whisky-liebende Familien auf der ganzen Welt zu einer Art jährlichem Ritual geworden ist. Es ist so herzerwärmend, Nachrichten von begeisterten Menschen zu erhalten, für die das Öffnen dieser besonderen Flasche Big Peat Christmas den Beginn der Feierlichkeiten mit Freunden und Familie markiert. An der Spitze unserer Familie steht Big Peat höchstpersönlich – und so wünschen wir Ihnen auch von unserer Familie ein frohes Weihnachtsfest.“
Big Peat Christmas 2021 wird ab September im Fachhandel der wichtigsten Märkte der Welt, darunter Europa, Nordamerika und Asien, erhältlich sein.
Der Onlineshop Whiskyjace.de ist nun auch unter die unabhängigen Abfüller gegangen und präsentiert die Art Edition mit einer ersten Abfüllung, einem getorften Glenturret unter dem Handelsnamen Ruadh Mhor. Die limitierte Serie stellt dabei Werke des Frankfurter Künstlers Martin Pudenz vor.
Mehr über die Kunst und natürlich den ersten Whisky (natürlich mit Tasting Notes) finden Sie im nachfolgenden Pressetext, der natürlich auch einen Link zum Whisky selbst enthält:
Whiskyjace goes Art!
Whiskyjace, ein Onlineshop für schottische Whisky kommt mit einer neuen Serie!
Wer den Shop von Jörg noch nicht kennt: er betreibt diesen seit 15 Jahren und hat das Angebot stetig ausgebaut. Sein Hauptaugenmerk liegt bei den unabhängigen Abfüllern und mittlerweile gibt es an die 500 verschiedene Whisky im Sortiment und auch ein paar Spirituosen, die nicht aus dem gelobten Land stammen, wie zum Beispiel Australien, Deutschland, Frankreich und Schweden sind mit dabei…
Wir freuen uns, Ihnen unsere neue Whisky-Serie vorstellen zu dürfen! Mit der Art Edition von Whiskyjace möchten wir eine kleine exklusive Serie mit Motiven des Frankfurter Künstlers Martin Pudenz starten.
Martin Pudenz ist einer der großen Magazin-Photographen und Künstler in Deutschland. Neben vielen Ausstellungen, wurden zahlreiche seiner Arbeiten unter anderem im FAZ-Magazin, Stern und Geo veröffentlicht. Ebenfalls bekannt ist der Frankfurter für seine Bromöldrucke, die weit über die Landesgrenzen hinaus Sammler erfreuen. Schauen Sie ruhig mal auf seiner Homepage unter https://www.martinpudenz.de vorbei.
Wir freuen uns, dass Martin, den wir auch privat gut kennen und schätzen, die Idee, Kunst auf die Flasche zu bringen, unterstützt. Nach der Vorstellung der Idee, war er sofort begeistert und so starten wir mit der Art Edition No. 01.
Wir planen drei bis vier Abfüllungen pro Jahr herauszubringen. Die Motive unterschiedlicher Stilrichtungen suchen wir gemeinsam mit Martin aus seinem Portfolio aus.
Für die erste Abfüllung haben wir einen peated Glenturret ausgewählt. Der Ruadh Mhor, wie er genannt wird, ist elf Jahre alt und stammt aus einem First Fill Sherry Cask, wurde 2010 destilliert und 2021 abgefüllt. Selbstverständlich ohne Kühlfiltrierung, ohne Zusatz von Zuckerkulör und in Fassstärke mit 52,6% Alk..
Die Tasting Notes des Ruadh Mhor machen Lust auf mehr:
Farbe: goldgelb mit einem leichten Kupferstich
Nase: Limette mit Rauchmandel, kalter Rauch und Zedernholz
Geschmack: Honig, Met gepaart mit Peat, Sahnebonbon
Abgang: Salzkaramell, wieder Rauch, kurz weißer Pfeffer und danach kommt noch mal die Süße durch
Der Preis für die 0,7l Flasche beträgt 84 Euro
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann seien Sie dabei, starten Sie mit uns in eine schöne neue Whisky-Kunstsammlung: Die erste Auflage beträgt 60 Flaschen, gerne können Sie Ihre Wunschnummer mit angeben, sollte sie noch verfügbar sein, garantieren wir Ihnen diese auch für zukünftige Abfüllungen der Art Edition von Whiskyjace!
Nicht unbedingt klein, aber erst vor einiger Zeit geboren worden sind jene Destillerien, die Serge Valentin in seine Montagsverkostung auf Whiskyfun aufgenommen hat. Fünf Whiskys aus den Brennereien Lindores Abbey, Eden Mill, Ardnamurchan, Midleton mit Method and Madness und Waterford sind es, die sich dem Urteil von Serge stellen – und um es vorweg zu nehmen: Die Krone setzt sich Waterford auf.
Wie immer sei darauf hingewiesen, dass die Punkte nur die halbe Geschichte erzählen, die Verkostungsnotizen selbst sind bei Serge immer lesenswert und erhellend:
Abfüllung
Punkte
Lindores ‚MCDXCIV‘ (46%, OB, 2021)
78
Eden Mill ‚2019 Release‘ (46.5%, OB, 3000 bottles)
80
Ardnamurchan AD/07.21:05 (46.8%, OB, 2021)
87
Method and Madness ‚Micro Distilled‘ (46%, OB, Ireland, rye and malt, 2021)
Wenn sich der Sommer seinem Ende zuneigt und die Tage kürzer und kühler werden, gibt es wohl nichts Besseres, als es sich mit einem exklusiven Whisky gemütlich zu machen.
Wir haben uns für das aktuelle Gewinnspiel also ein besonderes Highlight ausgesucht: Gemeinsam mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland verlosen wir den eine Flasche des exklusiven 33 Jahre alten Laphroaig Ian Hunter Book 3 – ein in Fassstärke (49,9% vol.) abgefüllten Laphroaig der Spitzenklasse, der einen neuen Höhepunkt der Ian Hunter Serie bildet, die jährlich bis 2023 von der Destillerie herausgegeben wird.
Mit einem Alter von 33 Jahren, seiner sorgfältigen Auswahl durch Distillery Manager John Campbell, der luxuriösen Aufmachung und einem dementsprechenden UVP von € 990,- ist er schon jetzt ein nachgefragtes Sammlerstück.
Aber Achtung: Sie können nur noch diese Woche teilnehmen, also machen Sie jetzt gleich mit!
Alles, was Sie tun müssen, um diese exklusive Flasche gewinnen zu können, ist den nachfolgenden Text aufmerksam zu lesen, um danach unsere Gewinnfrage richtig zu beantworten. Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Spaß und das nötige Quäntchen Glück beim Mitmachen!
Die Legende Ian Hunter
Ian Hunter vor der Destillerie Laphroaig. Bild: Laphroaig
Ian Hunter zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Single Malt Whisky. Auch wenn er bisweilen polarisierte, genoss er hohes Ansehen und wurde von denjenigen, die ihm am nächsten standen, sehr geschätzt. Sein Einfluss auf Islay – eine der berühmtesten Whisky-Regionen – ist daher immens. Ian stieg 1908 als jüngstes Mitglied der Familie Johnston in die Destillerie ein. Seine Verwandten, die Brüder Donald und Alexander Johnston, hatten diese im Jahr 1815 gegründet. Sein Einstieg hatte einen nachhaltigen Einfluss auf das Erbe der Destillerie, der bis heute spürbar ist: Unter seiner Leitung als Distillery Manager wurde nicht nur die Produktion verdoppelt, sondern Laphroaig Whisky auch weltweit erfolgreich exportiert. So bestand einer seiner größten Erfolge darin, Laphroaig während der Zeit der Prohibition in die USA zu verkaufen. Dafür machte Ian sich den einzigartigen Charakter der Spirituose zunutze und verkaufte diesen für medizinische Zwecke.
„Wer die Laphroaig Destillerie heute besichtigt, erkennt in den vielen Verfahren und Innovationen, die noch immer befolgt werden, deutlich den Einfluss von Ian Hunter. Nicht ohne Grund gilt Ian als Pionier und Erneuerer dieses unglaublichen Whiskys. Ohne ihn würde Laphroaig, wie wir ihn heute kennen, nicht existieren. Wir haben Ian also sehr viel zu verdanken. Es ist sein Vermächtnis, das wir mit dieser Serie ehren möchten.“
John Campbell, Laphroaig Master Distiller
Der Laphroaig Ian Hunter Book 3
Mit der Ian Hunter Serie setzt die Brennerei im Süden Islays der Legende ein würdiges Denkmal. Im nun erscheinenden dritten Band feiert die Destillerie Ians Kampf um die Versorgung der Destillerie mit dem weichen, torfigen und nicht mineralisierten Wasser, das essentiell für die Herstellung und den einzigartigen Geschmack von Laphroaig ist. Ian Hunter erstritt das Recht, das Wasser des Killbride Stream, das andere Destillerien zum Teil für sich abzapfen wollten, ausschließlich für die Brennerei Laphroaig nutzen zu dürfen.
Laphroaig Ian Hunter „Book 3“ Vintage 1987 ist ein 33-jähriger, nicht kühlfiltrierter Single Malt, präsentiert im aufwändigen Buch-Cover der Serie, der sein besonderes Aroma der Reifung in ehemaligen Bourbonfässern verdankt. Cremige Lakritz-Akzente verbinden sich mit komplexen Aromanoten, bei denen doch stets der klare Laphroaig Charakter voll zur Geltung kommt.
FARBE
Bernsteinfarbenes tiefes Gold
AROMA
Rauchig und kräutrig, mit Noten von „Amsterdamer Pfeifentabak“, Eukalyptus, Minze, frischem Heu, einem Hauch von Jasmin, aber auch Herbstblättern und trockenen Blumen, zusammen mit süßen Noten von Vanille, Ahornsirup, Toffee, Kandiszucker, Honig und schwarzem Pfeffer.
GESCHMACK
Torfig und süß, gegrillter und Honig-glasierter Rauchschinken mit süß-würziger Marinade, einhergehend mit säuerlich-fruchtigen Noten von Zitrone und Litschi, einem Hauch von Jod, Zedernholz, erdig-floralen Noten und der Süße von Bonbons und Toffee.
NACHKLANG
Blumig und aschig mit verweilendem Holzrauch
Und so gewinnen Sie den exklusiven 33 Jahre alten Laphroaig Ian Hunter „Book 3“:
Beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Welche Funktion hatte der legendäre Ian Hunter bei Laphroaig inne?
a. Warehouse Architect b. Distillery Manager c. Chief Cooper
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Ian Hunter“!
Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 26. September 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 27. September 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Beam Suntory versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Ian Hunter“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 26. September 2021, 23:59 Uhr. Der/die Gewinner*in werden am 27. September 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Suntory Deutschland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Beam Suntory versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Willkommen zur 250. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 250 finden Sie sieben neue Videos:
Friendly Mr. Z. – Glenallachie 10 CS Batch 6
Whisky Evening – Benromach Contrast Peat Smoke
The Whisky Waiter – Bowmore 21 Jahre Château Lagrange French Oak Barrique
WhiskyJason – Big Peat Peatrichor Feis Ile 2021 Limited Edition
Whisky Enjoy – Davies County Limited Edition Finish in Cabernet Sauvignon Casks
Whisky Plausch – Arran Moscatel Cask
Barrel Beast – Glen Garioch 15 year old – Oloroso
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 42)
Der Schotte mit dem Wuschelkopf musste ein Multitalent sein. Während er redete und redete, hantierte er gekonnt mit dem kupfernen Stechheber und zog die erste Kostprobe aus einem aufgekorkten Spundloch. Der Servierer in einer spanischen Bodega hätte das schwungvolle Einschenken nicht besser gekonnt: Lindsay hielt in der Linken zwei Gläser und in der Rechten den valinch, den Stechheber, aus dem er uns in einem hohen Bogen gönnerhaft einschenkte. Am ersten Spundloch gingen nur wenige Tröpfchen daneben, beim zweiten und dritten waren es schon mehr, das belegten die naßen Flecken auf den Fassbäuchen. Lindsay’s Hände, Mund und heiteres Gesicht, sie alle schienen ein Eigenleben zu führen und konnten trotzdem gleichzeitig agieren. Während er die kupferne Spritze aufzog, sagte er: „Dieser new make ist erst fünf Tage alt.“
Ich staunte, wie schnell sich ein glasklares, Wodka ähnliches Destillat innerhalb von so kurzer Zeit im Eichenfass bräunlich verfärben konnte. Den hellbraunen Knaben wollte ich gleich probieren, aber Lindsay kam mir zuvor: „Koste nur ganz wenig, wir finden für dich was Besseres.“
Nun umrundeten wir leichten Schritts eine Fassreihe und kamen in eine Hallenecke, wo ein Schreibpult und separierte Fässer einzeln herumstanden. „Ex-Bourbon, Marsala, Olorosa, die Säulen unserer Arbeit – Vanille und Sherry, du siehst, das ist das Labor meines Chefs. Seit fünfzehn Jahren arbeite ich für Billy und bin mit ihm von BenRiach hierher gewechselt.“
„Ich weiß, ich war bei BenRiach und traf dort deine alten Kollegen Phillip und Calm, die lassen dich herzlich grüssen und ich soll dir ausrichten, nicht soviel zu quasseln, sondern dich mehr um deine Babys und ihr Wachstum zu kümmern. In diesem Sinne, lieber Lindsay erkläre mir bitte mal die Fassreifung!“ Das sagte ich, weil ich mich auch mal im schottischen Humor versuchen wollte.
Lachend plauderte er weiter: „Okay, das mach ich hiermit, versprochen, ich zügele mich auch. Also, hör zu! Der Reifeprozess vollzieht sich in drei Phasen. Die erste nennen wir ‚subtraktive Reifung‘. Wie du sicher gerade gemerkt hast, schmeckt und riecht der junge new make noch wild, scharf und metallisch, also nicht sehr angenehm. Das liegt an den Fuselölen, am Übermaß von Phenolen, Estern und so weiter. Diese Stoffe verschwinden in den ersten vier bis acht Jahren, weil die Fässer von innen ausgebrannt wurden. Durch dieses sogenannte Toasten entstand eine dünne Kohleschicht an der Innenwand, die wie ein Filter wirkt. Genau deshalb solltest du niemals einen Whisky kaufen, den man nur die gesetzlich vorgeschriebenen drei Jahre gelagert hat. Okay?“
Ich nickte, während er den Stechheber auf dem Fass neben dem Spundloch aufsetzte und den Prozess weiter erklärte: „Als nächstes folgt die zweite Phase, die ‚additive Reifung‘. Wie der Name schon sagt, wird was addiert, in diesem Fall Aromen und Geschmackstoffe. Bei wiederbefüllten Fässern gehen Vanille, Zucker und jede Menge malzige Aromastoffe in den Alkohol über und formen allmählich den Körper.“
„Entschuldige, Lindsay, nur zum richtigen Verständnis, also zuerst hat das Holz den Alkohol gereinigt und anschließend hat es Aromen abgegeben, entweder Torf- oder Sherry-Noten, habe ich das richtig verstanden?“
„Ja, aber wir sind noch nicht am Ende der Fassreifung, die ja beim Whisky so einzigartig ist wie bei keiner anderen Spirituose. Jetzt folgt der spannendste Teil, der akademisch ‚interaktive Reifung‘ genannt wird. Bei diesem Prozess, den man meistens Finish nennt, treffen drei bestimmende Faktoren aufeinander: die gemälzte Gerste, die Form der Brennblase und die Fähigkeit des Master Blenders, mit der Holznote zu arbeiten. In der dritten Phase wird das zweifach gereifte Destillat in Fässer mit einer anderen Geschmacksnote umgefüllt, zum Beispiel aus einem Ex-Bourbonfass in ein Ex-Sherryfass oder aus einem Ex-Torffass in ein Ex-Sherryfass. Hier sind dem Master Blender keine Grenzen gesetzt. Diese dritte Phase dauert in der Regel nur einige Monate.“
Während mich Lindsay an seinem Wissen teilhaben ließ, zog er mit dem Stechheber ein Dram aus einem Ex-Sherryfass und reichte es mir. Sich selbst vergaß er nicht und während wir uns zuprosteten, hörte ich ihn sagen: „Billy vermählt nie mehr als fünf verschiedene Casks zu einem Blend, das gehört zu seiner Handschrift. Sein Kollege Richard Paterson dagegen vermählt eine größere Anzahl von Malts, um einen Blend mit rundem Körper hinzukriegen. Das ‚double cask-Verfahren‘, bei dem der Whisky nach einer Alterung in Ex-Bourbonfässern für einige Monate in Sherry nachreift, ist seit Jahren gang und gäbe, eigentlich ein alter Hut. Inzwischen setzt sich immer mehr ‚triple wood‘ durch, die kurze Nachreifung in drei verschiedenen Fasstypen. Von den Japanern weiß ich, dass sie Blends aus über 30 unterschiedlichen Fasslagen mischen und außer Gerste auch Weizen, Mais und Roggen als Ausgangsprodukt verwenden.“
„Ok, prima! Lindsay, gib mir einen Moment, so kann ich alles notieren…“
„Klar, aber eins muss ich doch noch anmerken. Schau mal dort, siehst du die kleinen Sherryfässer, die sind nur für das Finish bestimmt. In dem dort links war früher sehr süßer Oloroso. Das Babyfass gehört übrigens zu Billys Lieblingen.“
„Mal was ganz anderes, Lindsay! Was ist für dich persönlich ‚the perfect dram‘?“
Er stoppte seinen Redefluss, überlegte erstaunlich lange und meinte dann: „Nun, der perfekte Malt sollte im Anflug immer mehr oder weniger rauchig daherkommen, dann zum Fruchtigen umschwenken und im langen Abgang ein Wechselspiel zwischen Würze, Frucht, Malz und Alkohol hinterlassen. So würde ich den perfekten Schluck definieren. Okay?! Jetzt weißt du Bescheid über das, was wir hier treiben. Tut mir leid, ich muss jetzt schleunigst zurück.“
Gesagt, getan – überraschend abrupt ging der Besuch in Billy Walker’s Laboratorium zu Ende.
Nach dem Verlassen der Lagerhalle, deren Schubtor Lindsay sorgsam verschloss, kamen wir an einer überdachten Tankstation vorbei, wo nicht Diesel oder Benzin, sondern Bulkwhisky gezapft wurde. Unter dem Lärm einer mechanischen Pumpe füllte ein Arbeiter aus einem Stahltank offenen Bulkwhisky in IBC-Container ab. Das dunkelbraune Getränk spritzte schäumend und gurgelnd aus einem grünen 200er Schlauch in die leeren Trinkwasser-Container, die, von einem Rohrgitter geschützt, auf der offenen Pritsche eines LKWs standen. Mit laufendem Motor wartete er auf das Ende der Befüllung. Flott, vermutlich im Akkord, wurde hier gearbeitet, denn noch am Nachmittag sollte der Containerwhisky nach Glasgow zur Füllfabrik gefahren werden.
* * *
In den vier Wochen, die ich inzwischen unterwegs war, hatte mich der schottische Sommer eingeholt. Als ich am Morgen die Blumengardinen meines mobilen Heims öffnete, grüssten knuffige Wölkchen aus dem hohen Blau und in den Kronen des Ahorns zwitscherten Misteldrosseln und allerlei Winzlinge. Nicht größer als der Korken einer Whiskyflasche hüpften sie von Ast zu Ast und machten mich glücklich. Am Boden spazierten Fasane scharrend zwischen den Zelten umher, als sei der Campingplatz ein Zoo ohne Gehege. Der dunstblaue Morgenhimmel lockte nach draußen und bestärkte mich, nach meinem Speyside-Ruhetag weiterzufahren.
Zwischen den Wohnmobilen herrschte noch Frieden, nur ein angeleinter Border Collie zerrte sein verschlafenes Herrchen zu einem Busch, um sich im Unterholz zu erleichtern. Oliver’s Büro hatte noch geschlossen, so warf ich den Schlüssel meines aufgebockten Heims in den Briefkasten und schob mein Fahrrad möglichst leise über den Kiesweg zum Tor. Nach dem kürzesten Weg zur Küferei „Speyside Cooperage“ hatte ich mich am Vorabend erkundigt und zu meiner Freude gehört, dass die Fassfabrik gleich hinter dem Hügel lag, keine 15 Radminuten entfernt.
Leicht war der Weg zu finden: durch ein Waldstück, über ein Brücklein, dann in zwei, drei Serpentinen einen Hügel hinauf. Oben angekommen, sah ich hoch über den Feldern eine graue Pyramide in den weißgetupften Himmel ragen. Was aus der Ferne noch wie ein kantiger Turm aussah, wuchs sich zu einem aufgetürmten Stapel aus – nicht aus Tausenden, sondern aus Hunderttausenden graubraunen Eichenfässern, von denen die meisten mit weißen Deckeln versehen waren. Gewiss hatten diese bauchigen Gesellen alle lange Reisen hinter sich, entweder ganz gefügt oder zerlegt waren sie in Containern über den Atlantik aus Nordamerika herangeschafft worden, aber auch aus Spanien, Frankreich, Portugal und der Karibik. Gewiss hätten sie viel erzählen können, denn ihre hungrigen Bäuche waren einst mit Bourbon oder Sherry, Rotwein, Portwein oder Rum gefüllt gewesen. Jetzt waren sie alle ausgetrunken und verharrten leer in Warteposition bis sie in späteren Jahren runderneuert würden, denn nicht nur das Whiskymachen ist ein langwieriger Prozess, sondern auch das Küfern, Böttchern oder Fassbinden wie man in Süddeutschland und Österreich sagt.
Staunend radelte ich näher und je dichter ich dem Maschenzaun kam, desto höher und höher wuchs die von Wind und Wetter malträtierte Pyramide. Und schon schob sich ein noch höheres Fassgebirge ins Bild. Die Menge an Eichenfässern war so überwältigend, dass ich stoppen und den Kopf in den Nacken legen musste. Vor meinem Vorderrad türmte sich ein hölzernes Gebirge auf, ein von Menschenhand geschaffenes Gebirge aus Millionen von Elementarteilen. Die Menge an Fässern raubte mir den Atem, ich stieg vom Rad und machte ein Erinnerungsfoto, so beeindruckt war ich vom Lager der Küferei „Speyside Cooperage“.
Speyside Cooperage Fasslager – Bild: Uli Franz
Sah ich tatsächlich ein Vorratslager aus handwerklich geformtem Material? Sah ich nicht ein Objekt dadaistischer Konzeptkunst à la Duchamp – Dauben aus Holz und Bänder aus Eisen, beides in millionenfacher Wiederholung. Ohne Übertreibung! Was sich vor mir aufbaute, war doch mehr als eine Anhäufung von Werkmaterial, das war doch in seiner schier endlosen Wiederholung ein monumentales Kunstwerk!
Nahe dem rückwärtigen Tor arbeitete in einer windschiefen Bretterbude ein Arbeiter an einer Kreissäge. Spänne stoben durch die Luft und umschwirrten ihn wie Fliegen. Flink arbeitete er, vermutlich wurde er im Akkord bezahlt. Unter dem Zuschnitt einer frischen Fassdaube jaulte das rotierende Sägeblatt wie ein getretenes Tier. Ich rief zu ihm hinüber – er hörte nichts. Wieder rief ich, wieder keine Reaktion. Ich legte die Hände zum Trichter vor den Mund und schrie gegen den Lärm: „Hallo! Wo ist euer Besuchereingang?“ Endlich unterbrach er die Arbeit, wieder rief ich laut, da zeigte er nach Osten und in gebrochenem Englisch rief er herüber: „Dort hinten, dort, an der Straße nach Dufftown.“ Nach dem Zischeln seiner Zunge zu urteilen, war er vermutlich ein Pole oder Balte, auf keinen Fall ein Schotte, der Gälisch sprach. Ich schwenkte dankend die Hand, er nickte kurz und beugte sich gleich wieder über das blitzschnell rotierende Sägeblatt.
Eine Anhöhe hinab und um eine Weide mit wiederkäuenden Hochlandrindern herum, schon erreichte ich die Einfahrt, die mit einer hölzernen Bordüre mit den Küfersymbolen Eichel, Eichblatt und Eichenfass geschmückt war.
Die gigantische Werkhalle der Küferei betrat ich über eine umlaufenden Galerie, und gleich hinter der Eingangstür schaute ich mich irritiert um – war ich mitten hinein in die Fertigung von Maschinen geraten? Eine Dampfdruckanlage, ein Gasbrenner, der fauchende Flammenstöße ausspie, und allerlei Maschinen erzeugten weißen Qualm und einen so gewaltigen Lärm, dass die beschäftigten Arbeiter rote Gehörschutzmuscheln auf den Ohren trugen. Trotz des Maschinenlärms hörte man auch Hämmern und Schlagen, handwerklichen Lärm von drei deftigen Werkzeugen: Setzhammer, Stempelkeil und Rundhobel. An langen Werkbänken arbeiteten 20 Küfer, die allerdings eher schufteten als arbeiteten. Ja, sie schufteten im Akkord und jeder konnte am Ende des Tages 24 reparierte Fässer seinem Gehaltskonto gutschreiben. Ihren schweren Körpern nach zu urteilen, mussten sie hart im Geben und Nehmen sein, klar, die Arbeitsbedingungen dieser Männer waren hart: auf den Ohren die roten Muscheln, an den Füßen olivgrüne Gummistiefel gegen die Näße, die sich überall auf dem Hallenboden in Pfützen sammelte. Und vor den Bäuchen, schwere, speckige Lederschürzen. Erstaunlich schwungvoll bearbeiteten und transportierten sie die Fässer vor dem Bauch. Als würden sie mit ihnen tanzen, nahmen sie die hölzernen Behälter vor die Brust, drehten und wendeten sie, dann rollten sie diese auf der Kante zum nächsten Arbeitsschritt. Ihre Schwerstarbeit wirkte so leicht, so tänzerisch, weil sie nicht einmal die kleinsten, die Quarter Cask, in die Höhe hoben, geschweige denn die 600-Liter-Fässer. Nein, sie kippten sie auf den Fassrand und rollten sie im Kreis oder vor sich her. Hierbei waren nicht bloße Kraft, sondern Geschicklichkeit und Physik ihre besten Helfer.
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 167. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Die Highland-Brennerei Ben Nevis veröffentlichte im letzten Monat eine neue Standard-Abfüllung. Die Destillerie, im Besitz des japanischen Whisky-Produzenten Nikka, fiel selten durch eine große Anzahl verschiedener Destillerie-Bottlings auf. Die Veröffentlichung des Ben Nevis 10 yo geschah auffällig geräuscharm. Manch andere Brennerei in Schottland arbeitet auf diesem Gebiet mit einer größeren Medienwirksamkeit. Und wie es bis jetzt aussieht, hat der neue Ben Nevis die meisten Märkte noch nicht erreichen können.
Gemessen an Agnus MacRailds Verkostungsnotizen sowie Bewertung – er übernimmt heute wieder das Tasting auf Whisyfun – weist diese neue Abfüllung eine hohe Qualität und ist, wie er betont, ‚vor allem total lecker‘. An ihrer Seite finden sich zehn weitere Ben Nevis von unabhängigen Abfüllern, mit passablen, guten und sehr guten Bewrtungen:
Abfüllung
Punkte
Ben Nevis 10 yo (46%, OB, 2021)
89
Glencoe 8 yo ‚Highland Blended Malt‘ (58%, OB, 2021)
81
Ben Nevis 9 yo 2012/2021 (53%, Dram Mor, cask #115, 1st fill palo cortado finish, 351 bottles)
84
Ben Nevis 10 yo 2010/2021 (56.7%, The Duchess, Shiraz cask finish, cask #1800020, 317 bottles)
82
Ben Nevis 5 yo 2016/2021 ‚Peated‘ (46%, Signatory Vintage for LMDW, The Un-chillfiltered Collection, cask #202, 350 bottles)
85
Ben Nevis 7 yo 2013/2021 (46%, Signatory Vintage, The Un-chillfiltered Collection, barrels, casks #421+423)
81
Ben Nevis 10 yo 2010/2021 (59%, La Maison du Whisky, Artist, bourbon, cask #401, 240 bottles)
87
Ben Nevis 2012/2021 (59.3%, Swell de Spirits, Wonders of The World, first fill oloroso, cask #1902)
88
Ben Nevis 22 yo 1998/2021 (47.4%, The Whisky Blues and The Alcohol Bar, hogshead, cask #1574, 237 bottles)
89
Ben Nevis 24 yo 1997/2021 (43.2%, Thompson Bros., refill hogshead, 357 bottles)
89
Ben Nevis 24 yo 1996/2021 (45.8%, Hunter Laing, First Editions for KHK, refill hogshead, cask #HL08139, 266 bottles)
Simple Sample stellt heute ein weiteres seiner Live-Tastings vor: Am 6.10.2021 um 20:00 Uhr finden sich Simple Sample und Sebastian Büssing online zu einer Verkostung mit vier deutsche Whiskydestillerien, ihren Gründern und ihren Whiskys zusammen.
Hier mehr dazu und wie Sie teilnehmen können, direkt von Simple Sample:
German Exploration Tastingset – Inklusive Live Tasting mit Simple Sample und Sebastian Büssing
Vorab: Das Set gibt es zum Preis von nur 24,90€ (100ml = 12,45€) mit freundlicher Unterstützung der teilnehmenden Brennereien. Der Normalpreis liegt satte 15€ darüber!
Wer Simple Sample folgt der weiß, dass sie Ende Juni 4 deutsche Whiskydestillerien mit Sebastian Büssing besucht haben, eine kleine Erkundungstour sozusagen.
Was sie dort erlebt haben, wie die, grundsätzlich verschiedenen, Brennereien arbeiten, wie deren Whiskys gelagert werden und was die jeweiligen Inhaber der Destillerien zu sagen haben erfahrt ihr in folgendem Video:
Jede Destillerie hat ihnen einen Whisky mitgegeben, den sie Live mit euch im Stream verkosten wollen. Dabei sein wird selbstverständlich Sebastian Büssing, der sie bei der ganzen Aktion tatkräftig unterstützt hat und ihnen zwei sehr informative und anstrengende Tage beschert hat.
Jetzt kommt der Clou: Bei jedem Whisky werden der/die Gründer der Destillerie Live dazugeschaltet! Ihr habt also die exklusive Chance die Gäste mit allen möglichen Fragen zu löchern und damit jedes noch so kleine Detail über die jeweilige Destillerie zu erfahren. Das Tasting findet am 6.10.2021 um 20:00 Uhr statt.
Zusammengefasst: Was erwartet euch im Exploration Tastingset von Simple Sample?
5cl Samples folgender Whiskys:
Ehringhausen Der Kleine Lord No. 2 – 42,0%vol.
Hillock 5 ½ Chief – 47,5%vol.
De Cavo Höhlenwhisky Cask Strength – 59,7%vol.
Thousand Mountains Mc Raven Cask Strength – 59,6%vol.
Flyer und Infomaterialien von jeder Destillerie
Live Tasting mit Simple Sample, Sebastian Büssing und insgesamt 4 interessanten Gästen, die nacheinander zugeschaltet werden.
Und wozu das Ganze?
Simple Sample möchte einfach mal aufzeigen, welch unglaubliche Geschmacksvielfalt mittlerweile bei deutschen Whiskys herrscht. Hier wird enorm viel Herzblut und Detailverliebtheit in die Produkte gesteckt und das schmeckt man einfach. Dieses Set und vor allem das Tasting solltet ihr nicht verpassen! Es wird auch während des Tasting noch die ein oder andere handfeste Überraschung geben, seid gespannt!
Es sind schon über 120 Genießer mit dabei! Ein paar Sets sind noch vorrätig und können über den Shop von Simple Sample erworben werden.
Das diesjährige Spirit of Speyside Whisky Festival, das unter dem Motto „Limited Edition 2021“ läuft, stellt sein Programm vor. Eigentlich war vorgesehen, es 2021 vom 28. April bis zum 3. Mai abzuhalten. Doch statt auch in diesem Jahr erneut ausfallen zu lassen, verschoben die Veranstalter das Festival in den Herbst. Das Spirit of Speyside Whisky Festival findet an sechs Tagen vom 3. bis 8. November 2021 statt. Das komplette Programm finden Sie auf der Website des Veranstalters ebenso wie die Möglichkeit, die benötigten Eintrittskarten im Vorverkauf zu erwerben.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch auf Folgendes hinweisen: Ab dem 1. Oktober müssen Bürger der Europäischen Union bei der Einreise in Groß-Britannien einen gültigen Reisepass vorzeigen. Die Website Visit Scotland gibt einige Tipps für eine Reise nach Schottland, verweist aber noch zusätzlich auf die Webseite der britischen Regierung sowie auf die Informationen des jeweiligen Heimatlandes. Hinzu kommen natürlich noch die jeweiligen gültigen Covid-19-Ein- und Ausreise-Bestimmungen.
Das wohl eigentlich für heute vorgesehene Tasting mit elf australischen Whiskies auf Whiskyfun fällt aus. Die Gründe für diese Entscheidung vermuten wir auf der internationalen Bühne der Politik. So ergibt sich für die Speyside-Brennerei Mannochmore die Gelegenheit zu einem Sommerduett. Whiskys dieser Destillerie stehen nicht im Mittelpunkt der weltweiten Single-Malt-Freunde. Die Benotungen der beiden unabhängigen Abfüllungen in der Mannochmore-Session werden diesen Zustand nicht unbedingt ändern:
Abfüllung
Punkte
Mannochmore 18 yo 1999/2018 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry butt, cask #10686, 670 bottles)
78
Mannochmore 11 yo 2009/2021 (55.1%, James Eadie, PX finish, cask #356850, 299 bottles
80
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Letzten Monat stellt Whyte & Mackay als Eigentümer der Brennerei The Dalmore Decades vor (wir berichteten). In den drei Kollektionen The Dalmore Decades No. 6, No. 5 und No. 4 präsentiert die Highland-Destillerie Single Malts aus den letzten 60 Jahren, wobei The Dalmore Decades No. 6 der Höhepunkt der Serie ist. Diese umfasst Richard Patersons, The Dalmore’s Master Distiller, persönliche Auswahl an Single Malts aus den Jahren 1951, 1967, 1979, 1980, 1995, 2000.
Bei der Vorstellung dieser Kollektionen wies The Dalmore bereits darauf hin, dass die einzige vollständige Kollektion von The Dalmore Decades am 8. Oktober 2021 bei Sotheby’s in Hongkong zur Versteigerung kommt. Es wird erwartet, dass der Hammer des Auktionators erst bei HK$4.000.000 fallen wird (etwas über 400.000 €). Ein Teil des Verkaufserlöses kommt dem Designmuseum V&A Dundee zu Gute, mit dem The Dalmore im vergangenen Jahr eine vierjährige Partnerschaft ankündigte. Im Rahmen dieser Kooperation entstand der Film „Decades in the Making: Kengo Kuma and The Dalmore“. Hier sind Kengo Kuma, Architekt des Nationalstadions der Olympischen Spiele 2020 in Tokio, und Richard Paterson, dem Master Distiller von The Dalmore, zu sehen. Sie finden diesen sechsminütigen Kurzfilm bei Dailymotion und hier in unserem Post. Wir wünschen viel Vergnügen.