Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 25)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

–hier geht es zur Folge 24–

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 25)

Länger musste er den passenden Schlüssel suchen, dann schloss er die Haustür auf und zeigte die ausgetretenen Stufen einer abgewetzten Holztreppe hinauf. „Ganz oben unter dem Dach ist ein schönes Zimmer frei, ich geb’s dir für 30 Pfund. Schau’s dir in Ruhe an, ich warte hier unten.“

Die verschwitzten Radklamotten waren inzwischen schon wieder trocken, aber die Schmerzen hinter den pochenden Schläfen nahmen zu, als ich zur obersten Etage hinaufstieg.

Oben fand ich ein Nachtasyl der schäbigsten Sorte vor. Rauchschwanger, regelrecht abgehangen, stand alte Luft hinter löchrigen Gardinen im Mansardenzimmer. Durchgelegen waren die Matratzen des Doppelbetts aus den vierziger Jahren und das Klosett im fensterlosen, toten Raum konnte ich nur im Schummerlicht erahnen, weil die Deckenlampe nicht funktionierte. Erschwerend kam hinzu, dass ich in jedem Fall die urinmüffelnde Schüssel mit einem Fremden hätte teilen müssen. In der winzigen Duschkabine hing wieder so ein befremdliches Gerät, allerdings eines der ersten Generation, das noch bauchiger und schäbiger aussah. Nein, danke! Nach einem langen Radtag verlangte es mich nach etwas Gemütlichkeit und für den folgenden freien Tag nach dem kleinen Komfort. Mit verhärteten Muskeln stakste ich die Treppe wieder hinab und sagte zu ihm: „Sorry, no!“

Lässig eine Zigarette rauchend, lehnte er am Geländer und entgegnete trocken: „Ok, aber für 30 Pfund darfst du nichts erwarten.“

Recht sollte er behalten, auf meiner ganzen Reise sollte ein Zimmer mit Frühstück mindestens 50 Pfund kosten. Als ich meinen Helm wieder überstülpte und das rechte Bein, gefühlte zwei Zentner Muskel- und Knochenmasse, über das Oberrohr hob, trat er nochmals auf mich zu und zeigte verschwörerisch die Straße in Richtung Zentrum hinab. „Komm doch morgen bei meinem Friseursalon vorbei, er liegt dort hinten am Ende der Straße, gleich bei der Destillerie.“

„Mal sehen“, rief ich ihm noch über die Schulter zu, dann trat ich hastig in die Pedale. Einfach weg, nur weg aus dem Dunstkreis dieses halbseidenen Typen. Abwärts zur Uferpromenade ließ ich das Rad rollen, bis es am gewaltigen Kasten des Alexandra Hotels zum Stillstand kam. Auch dort fragte ich an der Rezeption nach einem Zimmer. 

„Sorry, no vacancies!“, flötete es hinter dem bauchigen Monitor hervor, „aber Sie können es ja an der Promenade stadtauswärts noch versuchen, dort gibt es viele Villenpensionen.“

Ich nickte und verschwand, bevor mir der schnatternde Pulk einer Busgesellschaft mit sperrigen Rollkoffern den Fluchtweg ins Freie versperren konnte.

Schon dämmerte es, als ich endlich im Anbau einer Gründerzeitvilla ein frisch renoviertes Apartment mit King Size-Bett und Flatscreen-TV fand. Ganz zu schweigen vom Badezimmer mit Bidet, schneeweißen Handtüchern und einer gläsernen Duschkabine, die sogar ohne Wasserdruck-Durchlauferhitzer heißes Wasser lieferte. Das obligatorische Set aus Keksen, Teebeuteln, Nescafé-Tütchen, Minicontainer für Milch und zwei Tassen sowie einem Wasserkocher war noch um ein Minifläschchen hochprozentigen Oban erweitert. Mein Herz lachte beim Anblick dieser üppigen Willkommensgabe und gerne bezahlte ich das geforderte Sümmchen, das verdammt noch mal ein gehöriges Loch ins Portemonnaie riss.

Die verschwitzten Kleider zog ich noch aus, während ich schon über die Kekse herfiel, erst dann nahm ich eine Dusche zusammen mit der Radhose und dem Hemd, auf denen ich wie ein Waschweib herumtrampelte, um sie mit dem schaumigen Brauchwasser sauber zu kriegen. In einem Aufwasch reinigte ich also mich und meine müffelnde Wäsche. Der heiße Wasserstrahl spülte Erschöpfung und Nervosität von der Haut, und fröhlich sang ich unter der heißen Dusche das Lied vom schwäbischen Uli, der seiner Sparsamkeit ein Schnippchen geschlagen und 200 Pfund losgelassen hat.

Am nächsten Morgen war ich froh, dass ich den Anorak nicht mit in die Dusche genommen hatte, denn ich brauchte ihn, um trocken über den Parkplatz zum Frühstücksraum in der nahen Villa zu gelangen. Lange hatte ich geschlafen, so waren die meisten Tische bereits abgeräumt und ich konnte ungestört nahe dem Buffet Platz nehmen. Nach dem bescheidenen Keks-Abendessen nagte ein so gewaltiger Hunger an mir, dass mir unversehens die Geschichte „Die Liebe zum Leben“ von Jack London einfiel.

In dieser knappen Erzählung geht es um den Überlebenskampf eines einsamen Goldsuchers in der Einöde am nördlichen Eismeer, der kurz vor dem Verhungern steht und nur deshalb nicht verendet, weil er mit letzter aufwallender Kraft einem kranken und ebenfalls hungernden Wolf die Kehle durchbeißt und dessen Blut trinkt. Das Wolfsblut gibt ihm gerade soviel Kraft, dass er die letzten Meter zu einem ankernden Walfänger hinkriechen kann. Auf dem Schiff erholt sich er sich zwar körperlich, aber psychisch kann er nicht gesunden. Heimlich und zwanghaft sammelt er Schiffszwieback, immer nur Zwieback aus der Kombüse. Als man ihn Wochen später tot in seiner Kajüte entdeckte, „barst die Koje von Schiffszwieback“.

An diese Geschichte erinnerte ich mich, weil ich auf der Sitzfläche meines Nachbarstuhls eine Tupperdose, vom Buffet aus nicht einsehbar, platziert hatte. Kaum war der erste Hunger gestillt, füllte ich sie mit geschmierten Toastbroten, drei hartgekochten Eiern, zwei Joghurts und zwei Küchlein. Zwei Äpfel steckte ich mir auch noch in die Tasche. Es war mir bewusst, dass ich gegen guten Anstand verstieß, und ich erinnerte mich an die gängige Büfet-Anweisung „Essen Sie sich satt, aber nehmen Sie nichts mit!“ So will ich mich an dieser Stelle reumütig für das Mitgehenlassen von 800 Kalorien entschuldigen.

Magentechnisch aufgerüstet, stand ich schließlich vom Frühstückstisch auf und schlurfte schweren Schritts in mein Zwei-Zimmer-Apartment im Nebengebäude. Matt warf ich mich aufs Bett, während mein Magen-Darmtrakt gurgelnd in Fahrt kam. Eigentlich ist ein derart unmässiges Nahrungsverlangen nur eine Ausgeburt des kognitiven Verlangens, dachte ich im Liegen und musste an die Behauptung von Yuval Noah Harari denken, dass noch immer die Gene der Steinzeitjäger, deren Leben sich zwischen Sattessen und Hungern abspielte, im modernen homo sapiens lebendig sind.

Gegen 11 Uhr beendete ich die frühe Siesta, hängte die Radwäsche zum Trocknen auf den Röhrenheizkörper im Bad, zog ein T-Shirt und den weißen Ausgehpulli über und schlüpfte in die Jeans und die weißen Sneakers. Den Anorak packte ich unter den Arm genauso wie die Umhängetasche mit dem Bargeld und wichtigen Utensilien. So großstadtfein verließ ich das Haus, nicht ohne nach dem Rad in der Garage zu schauen.

Voller Erwartungen verließ ich zu Fuß mein mondänes Domizil und erreichte schon nach wenigen Schritten die Uferstraße, die in die Esplanade einmündete. Nahe am Wasser stutzte ich, weil mir die Orientierung abhanden gekommen war: hatte ich nun Festland unter den Füßen oder spazierte ich am Saum einer Insel entlang? Ernsthaft stellte ich mir diese Frage, als ich auf das graugrüne Wasser der Bucht von Oban hinaussah.

Die schottische Atlantikküste ist derart zerklüftet und unübersehbar mit Archipelen von Inseln bestückt, dass man sich zurecht an vielen Orten am Wasser diese Frage stellt. Lediglich auf der Landkarte zeigt sich die Topographie der vielen küstennahen Inseln überschaubar, und nur auf der Landkarte kann man Festland und Inseln wirklich auseinander halten. Aber was heißt schon Festland! Leicht wird vergessen, dass man auf einer ganz großen Insel steht.

Ein Wirrwarr von Inseln und Inselchen breitete sich schon oft vor meinem Vorderrad aus, wenn ich einen Hügelrücken in Küstennähe erklommen hatte. Sobald ich dann durch die Ansammlung und Abfolge von weiteren Hügeln und Höhen fuhr, erblickte ich vor mir plötzlich einen flachen Streifen Land und dahinter einen mehr oder weniger breiten Wasserstreifen, der gegen den Horizont wiederum von einem grünen Hügelrücken bedrängt wurde. Begegnete mir solch eine Land-Wasser-Formation fragte ich mich, ist das nun ein Sund mit Meereszugang oder ein Loch oder nur ein kleiner See, ein Lochan? Einmal hätte ich schwören können, ich radelte an einem lieblichen Seeufer entlang, bis zu dem Augenblick, als sich plötzlich eine Hochseefähre ins Bild schob und mir schlagartig bewußt wurde, dass kein Loch vor mir lag, sondern ein Sund, ein besonders vorwitziger Meeresfinger, der sich tief ins Landesinnere vorgewagt hatte.

Als ich nun an der Promenade von Oban aufs graugrüne, von Regentropfen porös aufgebrochene Wasser schaute, ragten die hügelige Insel Mull und eine vorwitzige Festlandnase in mein Blickfeld und bildeten hinter dem Wasserstreifen eine grüne Kulisse gegen den Horizont. Diese Enge wirkte schmal, aber tatsächlich wurde sie vom Meer durchflossen.

Zu meinen Füßen herrschte Ebbe, der Atlantik hatte sich zurückgezogen, aber trotzdem war ich nicht alleine. Scharen von Seemöwen flogen neugierig über mich hinweg, drehten bei und kamen zurück, wohl in der Hoffnung, dass der spendable Tourist womöglich ein Fresstütchen bei sich trug. Ganze Vogelscharen fielen kreischend aus den Wolken und segelten zum Greifen nahe über den verschlickten und säuerlich-fischig riechenden Strand, an welchem ich entlang stadteinwärts spazierte. Vermutlich wunderten sich die fliegenden Späher über meinen hölzernen Gang, einen Gang, der von strapazierten Knien herrührte. Ja, beide Knie schmerzten beim Gehen und, ehrlich gesagt, kamen sie mir vor wie eingerostete Scharniere. An diesem Tag durften sie sich regenerieren und ihre alte Geschmeidigkeit wiedererlangen, heute hieß es: no cycle, only sip!

Gegen das gelegentliche Tröpfeln aus einem inkontinenten Himmel schützte mich der schwarze Anorak, der zwischen den schlammfarbenen Outdoor-Anoraks der bummelnden Touristen nicht auffiel. Wie ich die George Street entlanglief, am dritten Tattoo & Body Piercing, am fünften Gift & Souvenirshop und an einem neueröffneten E-Zigaretten-Laden vorbei, stockte mein Schritt vor dem Schaufenster eines Radladens. Kein bisschen prüde hing zwischen Luftpumpen und Trikots im Schaufenster ein Spruch, den ich so eindeutschen würde: „Mein Fahrrad und ich: Man könnte es fast Sex nennen. Es quietscht, ich stöhne.“ War das nun eine schwarzhumorige, schottische Spruchweisheit? Oder eine Verarschung von Leuten wie mir? Kurz überlegte ich. Nein, auf mich konnte dieser anzügliche Spruch nicht zutreffen – eine libidinöse Beziehung zu meinem Fahrrad ging mir gänzlich ab. Im Gegenteil, die momentane Enthaltsamkeit fühlte sich ganz wunderbar an. Schmunzelnd schlenderte ich weiter, denn aus dem Radladen brauchte ich nichts, nicht einmal ein Tröpfchen Schmieröl. Mein Trekkingrad hatte die bisher gefahrenen 520 Kilometer ohne quietschen gemeistert und genau für diese Geräuschlosigkeit liebte ich es bedingungslos.

Am Ende der George Street fiel mir im stockenden Verkehr ein kirschroter Porsche auf. Genau! Der Cayman! Er parkte vor einem Friseursalon, und wie ich langsam an dessen großer Sichtscheibe vorbeischlenderte, winkte mir der rotblond Toupierte von drinnen zu. Verhalten winkte ich zurück und machte mich gleich aus dem Staub, damit er mich nicht in seinen Laden locken konnte. Jetzt stand ich an der Kreuzung, wo die enge Stafford Street anfing und von wo aus ich den Eingang der Oban-Destillerie auf der anderen Straßenseite erblicken konnte.

Die Brennerei war umzingelt von strotzenden Gebäuden mit hohen Dächern und armierten Balkonen und wirkte wie eingezwängt. Als sie im Jahr 1793 gegründet wurde, konnten die Gebrüder Stevenson nicht ahnen, dass schon bald rings um ihre Mälzerei, ihr Brennhaus und das Fasslager herum Manufakturen, Wohn- und Geschäftshäuser und Hotels gebaut würden. So befindet sich die Brennerei heutzutage in einer Art steinernem Korsett und kann ihre Produktionsstätte nicht erweitern. Dieser Nachteil hielt allerdings den Spirituosengiganten Diageo nicht davon ab, die Destillerie zu kaufen und sie ins Portfolio seiner 28 Destillerien aufzunehmen.

Anscheinend kommt die neue Direktion mit dem Platzmangel gut zurecht, vor allem deshalb, weil im Haus nicht mehr gemälzt, sondern die ready-made-Gerste in Tanklastern angeliefert wird. Ebenfalls aus Platzmangel wird der gereifte Whisky als Bulkwhisky nach Glasgow gefahren und dort in der Diageo Abfüllfabrik verdünnt und auf Flaschen gezogen. Den Marketing-Strategen von Diageo gelang es geschickt, aus dem Standortnachteil einen werbewirksamen Vorteil zu konstruieren, indem sie das heute sehr selten vorzufindende Spezifikum „urban distillery“ weltweit vermarkten. 

(Fortsetzung folgt)

Whiskyfun: Angus verkostet Paare

Fünf Destillerien stellen zehn Whiskys in der paarweisen Verkostung bei Angus MacRaild, der wie fast jeden Samstag für Serge in die Bresche springt und die Seite befüllt: Auchentoshan, Arran, dann ein Pärchen, das irgendwie mit Glenmorangie zu tun hat (um es regelkonform auszudrücken), Glenrothes und Ledaig – sodass wir auch fast alle Regionen mit Ausnahme von Campbeltown und Islay vertreten haben.

Was die zehn Whiskys eint: Sie sind alle in den letzten Jahren abgefüllt worden, und sie haben bei der Verkostung gefallen:

Auchentoshan 21 yo 1999/2021 (51.3%, Lady Of The Glen, cask #501673, refill bourbon barrel, 30 bottles)88
Auchentoshan 21 yo 1997/2019 (50%, Hunter Laing ‚Old Malt Cask‘, cask #15754, refill hogshead, 249 bottles)81
Arran 8 yo 2012/2021 (59.2%, Watt Whisky, bourbon barrel, 173 bottles)86
Arran 17 yo 2002/2020 (49.2%, The Whisky Agency, barrel, 185 bottles)87
Westport 21 yo 1999/2020 (43.8%, The Whisky Cellar, cask #800075, hogshead, 164 bottles)84
A Highland Distillery 16 yo 2005/2021 (57.1%, Watt Whisky, refill sherry butt, 628 bottles)88
Glenrothes 9 yo (58%, Dràm Mòr, cask #2851, moscatel finish, 340 bottles)85
Glenrothes 21 yo 1997/2019 (40.8%, The Single Cask, cask #262, refill sherry hogshead, 270 bottles)88
Ledaig 12 yo 2008/2021 (55.8%, Cadenhead Authentic Collection, bourbon hogshead, 244 bottles)90
Ledaig 12 yo 2008/2020 (55.9%, Archives ‚The Fishes of Samoa‘, cask #70003, hogshead, 249 bottles)89

Und unser Titelbild widmen wir dem punktemäßigen Gewinner – Ledaig aka peaty Tobermory.

By Alastair Maw – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17801721

TTB-Neuheit: Glen Grant 1952 von Gordon & McPhail und andere Seltenheiten

In der us-amerikanischen TTB-Datenbank sind eine Reihe neuer Veröffentlichungen aus den Beständen des unabhängigen Abfüllers Gordon & MacPhail eingetragen worden. Highlight ist ein 68 Jahre gereifter Glen Grant in der Private Collection, der mit 54,9% vol. in die Flasche kommt. Eine Flaschenanzahl ist nicht angegeben, auch über das Fass (oder eher: die Fässer) kann man nur finden: „Aged 68 years in oak casks“.

Hier zeigen wir Ihnen zunächst die Etiketten, danach listen wir die anderen neu eingetragenen Whiskys von Gordon & MacPhail auf (darunter auch zwei Bottlings aus Lost Distilleries, die nur mehr sehr selten neu abgefüllt werden):

Auf welche neuen Bottlings aus Elgin dürfen wir uns noch freuen? Hier sind sie: Glenlivet 1976, Glenlivet 1975, Dallas Dhu 1981, Convalmore 1975, Glenlivet 1980, Pulteney 1972, Mortlach 1974. Linkwood 1973 und Glenlivet 1976.

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Fremde Federn (150): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

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Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 150. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Jubiläumsausgabe also, eine durch die Nähe der Feiertage im Umfang etwas Bescheidenere, aber durch die Inhalte wie immer Interessante. In diesem Zusammenhang wieder einmal unser Dank an die Blogger, die mit uns in dieser samstäglichen Serie zusammenarbeiten! Es ist schön, eine so lebendige Whiskyszene zu erleben!

Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Dingle feiert Premiere – Der erste Single-Malt-Standard der Iren ist da

Vor kurzem erst in Irland angekündigt, und nun bereits auf dem Weg in den Handel in Deutschland: Die Dingle Distillery an der irischen Westküste bringt ihren ersten Single Malt auch nach Deutschland – über den Importeur und Distributor Kirsch Import. Von dem haben wir auch die Infos zu dieser Abfüllung erhalten, die Sie schon bald beim Händler Ihres Vertrauens finden werden:


Dingle feiert Premiere – Der erste Single-Malt-Standard der Iren ist da

Im Winter 2012 fasste man im kleinen Örtchen Dingle an der irischen Westküste einen zukunftsweisenden Beschluss: Eine unabhängige Destillerie wurde gegründet. An einem der westlichsten Punkte Europas erstreckt sich hinter Dingle nichts als der tiefe, unendlich scheinende Atlantik. Durch die Nähe zum Ozean reifen die Whiskeys der Brennerei in einem milden, maritimen Mikroklima. Leise und doch bemerkenswert spricht es durch den Inhalt der geprägten Flaschen zu Genießergaumen. Bislang gab es Dingle-Genusserlebnisse ausschließlich in Form von Small Batch Releases. Jetzt legen die Iren ihren ersten dauerhaft verfügbaren Single Malt Irish Whiskey nach.

Wie für Dingle üblich, ist auch die erste Abfüllung der Core Range das unverfälschte Ergebnis stolzer Handarbeit in jedem Schritt der Whiskyherstellung. In Forsyth’s Brennblasen langsam dreifach destilliert, reift der weiche Single Malt im idealen Klima der Dingle-Halbinsel zu 69 Prozent in First Fill PX-Sherry Casks und zu 31 Prozent in First Fill Bourbon Casks. Aus der Fasskombination ergibt sich ein komplexer Single Malt mit Noten von Zitronenzesten, Minze und süßer Birne in der Nase. Das cremige Mundgefühl ist getragen von Aromen wie karamellisiertem Apfel, Rosinen und Vanille, die in ein honigsüßes Finish mit anhaltender Würze übergehen.

Dingle Distillery Single Malt
Triple Distilled Irish Whiskey

Fasstyp: 69% First Fill PX-Sherry Casks, 31% First Fill Bourbon Casks
46,3% vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

TTB-Neuheit: Benromach 40yo 2021 Release

Auf der us-amerikanischen TTB-Datenbank ist vor kurzem ein neues Batch des Benromach 40yo aufgetaucht: Die im Besitz von Gordon & MacPhail stehende Speyside-Brennerei, die leicht getorften Whisky erzeugt, bringt wohl in absehbarer Zeit die Benromach 40yo 2021 Release auf den Markt. 1047 Flaschen davon wird es geben, abgefüllt mit 57y1% vol.

Die Tasting Notes versprechen an der Nase Ingwer, gekochte Früchte und Zitrone, Zimt, Toffee und Bienenwachspolitur. Am Gaumen soll er Sevilla-Orangen und roten Apfel zeigen, im Finish dann Zitronenzeste und etwas angekohltes Eichenholz.

Und so sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Wir verkosten: Brora Triptych 1982/1977/1972

Brora Triptych
Originalabfüllung
3x 0,5 Liter
Brora 1982, Brora 1977, Brora 1972

Sample von: Diageo UK
Verkoster: Bernhard Rems

Das Dreierset Brora Triptych ist keine willkürliche Zusammenstellung von Single Malts aus der jetzt wiedereröffneten Brennerei in den Highlands, sondern verdeutlicht drei unterschiedliche Stilrichtungen, die man dort im Laufe der Zeit produziert hat. Der Brora 1982 zeigt die wachsige und fruchtige Seite der Brennerei, der 1977 destillierte Brora jenen Stil, der von starker Torfigkeit geprägt war, und der Brora 1972 den rustikalen und nicht ganz so torfigen Stil (der unter Whiskykennern gerade in diesem Jahrgang einen legendären Ruf besitzt – und das völlig zu Recht, wie wir noch sehen werden).

Brora hat sich ja mit der Neueröffnung vorgenommen, das Erbe der Brennerei fortzuführen – nicht umsonst hat man höchsten Wert auf die Originaltreue der Gerätschaften gelegt und aus den Aufzeichnungen die Rahmenbedingungen für die Produktion wie Zeiten, Temperaturen und vieles mehr wieder ausgegraben. Die logische Frage daher an Master Distiller Stuart Bowman während unserer Tasting Session über das Internet, welchen Stil man denn reproduzieren wolle. Seine Antwort: Alle, denn man könne alle dank der Aufzeichnungen sehr präzise „nachbauen“. Man werde „Pakete“ der verschiedenen Stilrichtungen erzeugen und parallel reifen lassen.

Auf unsere Frage, was denn die größte Fallgrube beim Reproduzieren des typischen Brora-Stils in der neuen Brennerei sei, war die Antwort eindeutig: Das typisch Wachsige in den Brora-Abfüllungen. Trotz intensiver Bemühungen, diesem Geschmack „auf die Schliche zu kommen“, hätte man es nicht geschafft, das Geheimnis darum gänzlich zu lösen. Zwar konnte man bei Versuchen in der Destillerie Dailuaine die Wachsnote ebenfalls gewinnen, aber nur in einem vernachlässigbaren Ausmaß – man nehme daher an, dass sie von etwas stammen müsse, was man tatsächlich nur am Standort von Brora finde, aber nicht genau bestimmen könne.

Jetzt aber zu den einzelnen Abfüllungen und ihren Verkostungsnotizen. Wir versuchen hier, uns etwas mehr auf den Gesamteindruck der Abfüllungen zu konzentrieren – die allesamt höchst komplexen Whiskys in ihre Bestandteile zu zerlegen ist eine Aufgabe, die absolute Koryphäen wie Serge Valentin bereits mit Bravour erledigt haben (seine Notes finden Sie hier), da können wir nichts Essentielles mehr beitragen. Unsere Herangehensweise ist es zu versuchen, den Charakter der Abfüllung einzufangen und zu übersetzen.

Brora Triptych 38yo 1982 „Timeless Original“ (47,5% vol.)

In der Nase ein sonniger, fast sommerlicher Eindruck mit einer Mischung aus Fruchtnoten, auch tropisch und ein wenig Kokos, und dem Duft von süßem Honig. Sehr einladend ist das, und für seine 38 Jahre kein bisschen schwächelnd oder zurückhaltend – ein Eindruck, der sich auch am Gaumen fortsetzt: Hier finden wir eine lebendige Frische, die wirklich erstaunlich ist, und mit ihr gleichzeitig ordentlichen Tiefgang, der durch eine Hauch Asche, und dem wachsigen Geschmack, der Brora so eigen ist, definiert wird. Im Abgang zeigt sich das Wachsige noch eine Spur deutlicher – insgesamt bleibt der Eindruck eines Malts mit wunderbarem Tiefgang, in dem sich die einzelnen Noten zu einem Orchesterstück verbinden, wo aber viele Instrumente auch für einige Takte ein Solo spielen dürfen. „Erlebnismalt“ würde es hier gut treffen, das ist nicht ein kurzer, intensiver Eindruck, sondern etwas, das die Zeit der Reife in einer längeren Abfolge auf einen loslässt.

Brora Triptych 43yo 1977 „Age of Peat“ (48,6%.)

Wie viele alte rauchige Whiskys gibt der Brora 43yo seine Rauchigkeit in der Nase nicht wirklich völlig preis. Da findet man den Duft einer alten, schon länger nicht betretenen Bibliothek in einem durch Sonnenlicht aufgeheizten getäfelten Lesezimmer, einen Anflug von tropischen Fruchtnoten dazu, und der Rauch liegt wie ein Teppich darunter, mit einerseits kohligen, andererseits holzigen Tönen. Als leisen Kontrapunkt kann man auch Minznoten finden. Dann, im Mund, zunächst eher etwas Kräuteriges, Ledriges, aber auch etwas Schokolade und Vanille, sehr lapidar in einer beeindruckenden Weise. Der Rauch kommt wie eine Woge, und das hat nichts von der Brutalität junger Raucher, sondern eine beeindruckende Eleganz, warmer Holzrauch ohne den schneidenden Unterton, der Nase und Augen reizt. Auch hier Vielschichtigkeit und ein wunderschönes Miteinander kontrastierender Töne. Und im Finish will das nicht und nicht enden. Beeindruckend – und (nicht nur durch das Alter) völlig unterschiedlich von den rauchigen Whiskys, wie wir sie heute kennen.

Brora Triptych 48yo 1972 „Elusive Legacy“ (42,8% vol.)

Eines sei gleich vorangestellt: Ein absoluter Ausnahmewhisky. Einer, bei dem man, wenn man sich Whisky emotional und nicht analytisch nähert, ungern Tasting Notes schreibt – weil man entweder an der Banalität der Worte oder deren Pathos scheitert. Denn der Brora 48yo überwältigt die Sinne. Einerseits ist er im allerbesten Sinne einfach, weil idealtypisch: So stellt man sich Whisky vor, ein rustikaler Charakter, ungeschminkt, erdig, ehrlich, und andererseits von einer Tiefe, die Dich sprachlos lässt. Man wagt nach dem Herunterschlucken buchstäblich für zehn, fünfzehn Sekunden nicht zu atmen, weil man die Wogen an Geschmack, diese Vielzahl an auf sich aufbauenden Eindrücken, einfach nur wirken lassen will. Wenn hier steht: Rauch und Räucherwerk, Menthol, Erdiges, Wachs, Butternoten, Sandelholz – es sind fast Geringschätzungen für das, was geschieht. Und das ist kein Eintopf der Eindrücke, die Noten stehen so präzise nebenbeinander, dass man den Eindruck bekommt, dieser Whisky würde die Sinne nicht überschwemmen, sondern schärfen. Nach dem Verkosten dieses Whiskys fragt man sich letztendlich, was an einem Whisky eigentlich noch besser sein kann. Und man kann es nicht benennen.

Die Brora Triptych sind nicht nur ein Blick in die Geschichte der Destillerie, sondern ein Kompendium dessen, was Brora so besonders machte. Der Destillerie sei zur Auswahl der drei Whiskys gratuliert – sie stellen Whiskykunst auf höchstem Niveau dar. Wer sich die 35.000 Euro dafür leisten kann: Es sind drei geschmackliche Türen in eine großartige Vergangenheit. Wenn Sie sich diese drei Türen kaufen, um Gottes Willen öffnen Sie diese! Sie betreten ein Land, aus dem Whiskyträume gemacht sind.

PR: THE CASKHOUND, ÒIGRIDH ÒRAIL & EXQUISITE CASKS – Bottling Frühjahr 2021

Neues gibt es von Tilo Schnabel, dem unanbhängigen Abfüller hinter The Caskhound, Òigridh Òrail und Exquisite Casks: Drei neue Single Cask Abfüllungen von Islay, der Speyside und aus den Highlands sind ab sofort erhältlich. Alle Infos dazu und wo Sie die Abfüllungen erhalten, im nachfolgenden Text:


THE CASKHOUND, ÒIGRIDH ÒRAIL & EXQUISITE CASKS – Bottling Frühjahr 2021

„Wir wissen, wie man Frühlingsgefühle weckt“ – mit diesem Motto präsentiert „die Spürnase für feinen Whisky“ aka Tilo Schnabel, Mastermind hinter den bekannten Abfüllungsreihen THE CASKHOUND,  ÒIGRIDH ÒRAIL und EXQUISITE CASKS sein erstes Bottling 2021: drei neue Single Cask-Abfüllungen, deren wahres Füllhorn verlockender Aromen den Winter- & Coronablues eines jeden Whisky-fans endgültig in die Flucht zu schlagen vermag!

Den unterschiedlichen Herausforderungen zum Trotz, vor denen das Whiskygeschäft auch 2021 nicht gewahrt ist, bleibt der unabhängige Abfüller aus dem schwäbischen Kuchen ein echter Optimist – und die Abfüllungen von THE CASKHOUND ihrem Erfolgsrezept treu: ehrliche Trinkwhiskys ohne Allüren und gereifte Klassiker jenseits von Sammel- & Investmenthype – dafür aber mit viel Herz und Geschmack, und natürlich in Fassstärke, ungefärbt & nicht kühlfiltriert.

ÒIGRIDH ÒRAIL:

STAOISHA Islay Single Malt Scotch Whisky, 7 Jahre alt (2013/2021), 58,6 % ABV,

First Fill Bourbon Barrel Matured, Auflage 130 Flaschen (0,7 l) à 59,90 Euro (UVP)

Ein „junger Wilder“ aus Islays nordöstlichster Destille. Eigentlich eher für ihre weniger stark getorften Whiskys bekannt, verwöhnt diese Destille seit einiger Zeit verstärkt die Freunde rauchig-torfiger Islay Whiskys mit der heavily peated-Variante ihrer Malts. Der 5-jährige STAOISHA folgt dieser Linie mit selbst-bewusster Lässigkeit: frische Zitrusnoten, salziges Karamell und schwelendes Lagerfeuer begrüßen uns in der Nase, intensiver Islay-Torfrauch, Kräuternoten, Früchte und vanillige Süße im Mund runden den nahezu „klassischen“ Eindruck des Islay -Single Malts ab.

THE CASKHOUND:

MACDUFF Speyside Single Malt Scotch Whisky, 13 Jahre alt (2008/2021), 50,7 % ABV,

Refill Bourbon Cask Matured + First Fill PX Sherry Quarter Cask Finish (205 Tage),

Auflage 165 Flaschen (0,5 l) à 52,90 Euro (UVP)

Ein fast dekadentes Potpourri, was uns dieser Single Malt von der Morayshire Coast hier bietet. Fruchtig-malzigen Aromen aus dem Bourbon Cask treffen auf die Süße & Intensität des Finish im PX Sherry Quarter Cask, abgerundet von feinen Mokka- & Kakao-Noten … Der Speysider ist trotz der Fülle an Eindrücken gut ausbalanciert, delikat und komplex zugleich – und weiß so auf ganzer Linie zu überzeugen Ein dunkler, vielschichtiger Whisky, der nicht nur Farbkäufer in seinen Bann ziehen wird J

EXQUISITE CASKS:

OLD RHOSDHU Highland Single Malt Scotch Whisky, 30 Jahre alt (1990/2021), 47,8 % ABV,

Refill Bourbon Cask Matured, Auflage 195 Flaschen (0,7 l) à 209,90 Euro (UVP)

OLD RHOSDHU: ein Stück Whiskygeschichte im Glas … dieser 30 Jahre alte Single Malt aus der Loch Lomond Distillery hat so einiges zu erzählen – und das tut er gerne, besonders wenn man ihm – und auch sich selbst – die nötige Zeit zur Entfaltung gönnt. Ein Highland Malt mit fast klassisch anmutendem Bourbon Cask-Charakter, dessen feine Nuancen und vielschichtiges Wechselspiel aus floralen Aromen, Fruchtigkeit, Kräuteraromen und, der Zeit im Fass geschuldeten, Noten von dunkler Schokolade und Eichenwürze zu beeindrucken wissen. Und ganz nebenbei der flüssige Beweis für die Qualität und Vielseitigkeit der häufig unterbewerteten Destillerie am Südufer des Loch Lomond …

Haben wir Sie hinreichend neugierig gemacht? Besuchen Sie doch unsere ausgewählten Handelspartner – die Liste finden Sie im Shop unter www.thecaskhound.de oder melden sich dort einfach für unseren Newsletter an, um keine Nachricht zu neuen Bottlings, etc. zu verpassen.Achtung: Die aktuellen Bottlings wird es nur im Handel und nicht im Caskhound-Online-Shop geben. Wir haben uns in dieser schwierigen Zeit dazu entschlossen, das der „Local Dealer“ die volle  Unterstützung benötigt und das komplette Kontingent an den Handel gegeben.

Whiskystats: Whiskypreise bei Auktionen gehen durch die Decke

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Der Sammlermarkt für Whisky, der auf whiskystats.com analysiert wird, kennt momentan kein Halten mehr: Seit nunmehr fünf Monaten steigen die Whiskypreise dort mit einer Geschwindigkeit, wie man sie eigentlich noch nicht gesehen hat.

Besonders gilt das für Whiskys aus der Speyside, den Lowland und von Islay – hier ist der Index um zwischen 4,5% und 5,9% gestiegen – und das nicht übers Jahr, sondern innerhalb eines Monats.

Auch Whiskys aus Japan konnten laut dem Bericht auf whiskystats.com um 2,2% zulegen – seit 2015 hat sich der Wert der meistgehandelten japanischen Whiskys verdoppelt.

Auch über die meistgehandelten Whiskys des letzten Monats gibt der Artikel Auskunft: Der Ardbeg Arrrrrrrdbeg! führt diese Liste an und konnte Preise bis zu 260 Euro erzielen. Der The Macallan Edition No. 3 wird durchschnittlich um 225 Euro gehandelt, der The Macallan Edition No. 6 um 185.

Mehr interessante Fakten und Zahlen bei whiskystats.com. Unser Dank wie immer an unseren Leser Jedi, der uns verlässlich mit dem Link zum Artikel versorgt.

PR: Neu – Village Edition 2021 Dreiländereckwhisky Special Release

Eine ganz besondere Abfüllung stellt Ihnen heute whiskyfaessla.de vor – eine, die eigentlich ein Messewhisky werden sollte und jetzt auf andere Weise den Weg zu Whiskyfreunden finden wir. Die Village Edition 2021 Dreiländereckwhisky Special Release ist ein Blended Malt mit Whiskys aus Einzelfässern von der Whiskydestillerie Haider aus Österreich, Säntis aus der Schweiz und Elch-Whisky aus Thuisbrunn, von Kundigen geblendet und von allen Beteiligten einstimmig approbiert.

Was hinter dem Village Edition 2021 Dreiländereckwhisky Special Release steckt und wie Sie an eine Flasche davon kommen, erzählt nachfolgend Michael Gradl:


Neu – Village Edition 2021 Dreiländereckwhisky Special Release

Alles war so toll und langfristig mit viel Hingabe geplant!

Wie alles begann:

Anlässlich des Spezialthemas der Village 2021 im März, dem Dreiländereck, sollte ein Whisky gemacht werden. Also lag es sehr nahe, die „Drei Länder“ irgendwie zusammenzubringen. Aus einer Idee wurde sehr schnell ein Termin! Das ist der Vorteil wenn Profis auch noch Freunde sind!

Die Master Blender

Wir trafen uns beim Elch in Thuisbrunn. Jasmin Haider, ihre Eltern, meine Frau, der Georg Kugler und ich! Der Detlef Sommer von Säntis durfte zu dieser Zeit die Schweiz nicht verlassen. Jeder musste ein paar Fassproben vom Feinsten auswählen und sie zu diesem Treffen mitbringen. Unser Gastgeber, der Georg Kugler, besorgte die Hardware und natürlich die nötige kulinarische Unterstützung.

Ohne Mampf kein Kampf.

Dann wurde geblendet und probiert, was die Leber und der Geschmackssinn hergaben! Nach einer gefühlten Ewigkeit stand dann am späten Nachmittag ein Ergebnis im Raum. Man glaubt es nicht….“Einstimmig“!

Jeweils 90 Liter von Haider, Säntis und Elch sollen den Weg in einen Tonkrug finden um sich darin in den dunklen Whiskylagern zu vermählen. Der Tonkrug wurde gewählt um keinen weiteren „Fasscharakter“ mit einzubringen. Das Etikett wurde von unserem Whiskykünstler Alfred Prenzlow entworfen.

Alles war perfekt! Bis uns dann Corona einen Strich durch die Rechnung machte.

Die Village findet im März nicht statt, so wurde es beschlossen! Auch die Verlegung auf Mai war nicht hilfreich! Ja und jetzt die grösste Enttäuschung…die Airport Village im Juni kann nun auch nicht stattfinden. Die ganze tolle Idee ist nun reduziert auf ein tolles Ergebnis.

Somit können wir anbieten…..

Eine Jutetasche, eine Miniatur von Säntis, eine herzliche Einladung zur Distille Haider und natürlich das Produkt in 0,5 Liter zusammen für 59 Euro.
Lagerung, Abfüllung und Etikettieren hat der Georg Kugler gespendet!
Nicht gefärbt, nicht kühlgefiltert, keine Additive, kein Schischie, einfach nur ehrlich GUT!

Selbstverständlich Portofrei und auf Rechnung wenn die Bestellung an chef@whiskyfaessla.de geht oder natürlich auch im Laden Gradls Whiskyfaessla in Nürnberg.

Sollten Kunden aus Österreich oder der Schweiz dabei sein…..Österreich habe ich schon eine Idee, Schweiz fällt mir gerade nichts ein.

Tja, liebe Whiskyfans! Jetzt wurden wir schon dreimal von offizieller Seite im Stich gelassen…. Dreiländereckwhisky, drei mal ausgefallen…was für eine Ironie des Schicksals!

Was sollen wir sagen…. Village 2022 wir kommen! 😊

PR: Jede Menge Auszeichnungen für die Whisk(e)ys von Brown-Forman bei der San Francisco World Spirits Competition

Ein wahrer Preisregen ist auf die Whiskys und Whiskeys aus dem Haus Brown-Forman bei der San Francisco World Spirits Competition niedergegangen – zum Beispiel hat alleine Benriach dort 7x Doppelgold für sich verbuchen können. Wir haben dazu eine Pressemitteilung von Brown-Forman Deutschland erhalten, die wir gerne veröffentlichen – nicht ohne zuvor dem Unternehmen zum Erfolg zu gratulieren:


Jede Menge Auszeichnungen für die Whisk(e)ys von Brown-Forman bei der San Francisco World Spirits Competition

Hamburg, 20.05.2021 – Bei der diesjährigen internationalen San Francisco World Spirits Competition, der ältesten und größten ihrer Art, gewinnen die Marken von Brown-Forman noch mehr Medaillen als im Vorjahr.

Mit 8 Prämierungen, davon 7 Mal „Double Gold“, verbucht die Benriach Markenfamilie für nahezu jede ihrer Spezialitäten eine Medaille und erzielt dabei fast immer die höchstmögliche Auszeichnung. Erst letztes Jahr investierte Brown-Forman in einen 360° Relaunch des traditionsreichen Benriach Single Malt Scotch Whisky Portfolios. Die Marke ist für ihre langjährige Tradition der Destillation von klassisch ungetorftem, getorftem und dreifach destilliertem Whisky sowie einen umfangreichen Fassbestand, der aus der ganzen Welt bezogen wird, bekannt. Auch die zwei weiteren Single Malt Markenfamilien im Brown-Forman Portfolio, The GlenDronach und Glenglassaugh, sind  zahlreich  ausgezeichnet:  Die  Single  Malts   aus   der   1826   gegründeten   The GlenDronach Distillery, die in den schottischen Highlands liegt und für ihre langjährige Expertise der Whisky-Reifung in Sherry-Fässern bekannt ist, erhalten 9 Medaillen, davon 3 Mal “Double Gold” und 2 Mal “Gold”. Die Glenglassaugh Whiskys erzielen insgesamt 11 Prämierungen, 3 Mal “Double Gold” und 6 Mal “Gold”.

Die Flaggschiffmarke JACK DANIEL’S erreicht ebenfalls top Auszeichnungen für ihren Single Barrel sowie die beiden Spezialitäten auf Roggenbasis, JACK DANIEL’S Rye und JACK DANIEL’S Single Barrel Rye. In der zweiten American Whiskey Markenfamilie im Brown-Forman Portfolio, Woodford Reserve, ist die Variante Woodford Reserve Double Oaked medaillengekrönt.

„Wir sind stolz auf die vielen und hervorragenden Prämierungen unserer Marken über alle Kategorien hinweg. Sie unterstreichen unseren hohen und kompromisslosen Qualitätsanspruch, den unsere globale Unternehmensvision „Nothing better in the Market“ zum Ausdruck bringt,“

so Tanja Steffen, Marketing Direktorin Brown-Forman Deutschland und Tschechien.

Die Marken sind im deutschen Lebensmittelhandel, in Spirituosenfachgeschäften, im Getränkefachgroßhandel und/oder im E-Commerce erhältlich.

Die im Brown-Forman Deutschland Portfolio vertriebenen Medaillenträger im Einzelnen:

„Bronze“

Woodford Reserve Double Oaked wird nach seiner ersten Reifung ein weiteres Mal in ein neues, frisches Weißeichenfass gefüllt und erhält in einer zweiten Reifezeit noch mehr Farbe, Aromen und mehr Geschmack. Länger getoastet und kürzer ausgeflammt als das erste Fass, fügt das zweite diesem einzigartigen Bourbon zusätzlich leichte sowie weiche Eichenaromen hinzu und verleiht ihm seine intensive Bernsteinfarbe.

43,2% Alkoholvolume, UVP: 49,99 Euro

„Silver“

JACK DANIEL’S Single Barrel – Die Fässer stammen nur aus den obersten Etagen der Lagerhäuser in Lynchburg, Tennessee. Hier sind sie den jahreszeitlichen Temperaturschwankungen am stärksten ausgesetzt und reifen wesentlich intensiver. Dabei genügt nur weniger als jedes hundertste Fass den strengen Anforderungen des Master Distillers ein JACK DANIEL’S Single Barrel zu werden.

45% Alkoholvolumen, UVP: 38,99 Euro

Mit JACK DANIEL’S Tennessee Rye gibt es erstmals in der Geschichte der über 150- jährigen Jack Daniel Distillery neben dem klassischen JACK DANIEL’S eine neue Getreidemischung. Mit 70 Prozent Roggenanteil betont sie den würzigen Geschmack von Roggen und lässt gleichzeitig Raum für die Komplexität gemälzter Gerste und die Süße von Mais. 45% Alkoholvolumen, UVP: 23,49 Euro

Benriach The Original Ten – Das Herzstück und umsatzstärkste Mitglied der Single Malt Markenfamilie lässt in der neuen Interpretation einen aromatischeren, runderen Charakter der gemälzten Gerste erkennen. 43% Alkoholvolumen, UVP: 35,99 Euro

„Gold“

The GlenDronach Original Aged 12 Years ist für seine einzigartige Sherry-Fass- Reifung berühmt. Er lagert mindestens 12 Jahre in einer Auswahl der besten Pedro Ximénez- und Oloroso Sherry-Fässer aus dem spanischen Andalusien. Hierbei entstehen sein vielfältiger und fruchtiger Geschmack und die tief-goldene bernsteinrote Farbe. Noten von sanfter Vanille und weichen Früchten sowie ein unvergesslich nussiger Abgang zeichnen den nicht kalt-gefilterten, in seiner Farbgebung zu 100 Prozent natürlichen Whisky aus. 43% Alkoholvolumen, UVP: 39,99 Euro

„Double Gold“

JACK DANIEL’S Single Barrel Rye vereint den unverwechselbaren Charakter von JACK DANIEL’S mit dem würzigen Geschmack von 70 % Roggen, 18 % Mais und 12 % Gerste. Dieser Whiskey lagert in den obersten Regalen der Lagerhäuser in Lynchburg und nur weniger als jedes hundertste Fass genügt den Ansprüchen des Master Distillers, ein Jack Daniel’s Single Barrel zu werden. 45% Alkoholvolumen, UVP: 43,99 Euro

PR: HATOZAKI – der Sanfte unter den großen Japanischen Whiskys neu in Österreich

Die Kaikyo Distillery produziert seit dem Jahr 2017 bereits eigene Single Malts, die aber erst nach weiterer Reifung auf den Markt kommen werden. Derweilen stellt Kimio Yonezawa mit dem Blending von Malts, das er seit 2010 betreibt, seine Kunstfertigkeit unter Beweis.

Zwei seiner Kreationen sind nun auch in Österreich ab Ende Mai erhältlich – mehr dazu und auch die Bezugsquellen erfahren Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung von Top Spirit, dem Importeur für die Alpenrepublik:


DIE VISION EINES HANDWERKKÜNSTLERS

HATOZAKI – der Sanfte unter den großen Japanischen Whiskys

Seit 2010 beschäftigt sich Kimio Yonezawa bereits mit dem Blending von Whiskys, seit 2017 werden auch eigene Single Malts in der neu errichteten Kaikyo Distillery hergestellt – bis diese ihre optimale Reife haben dauert es jedoch noch. HATOZAKI Blended und HATOZAKI Pure Malt wurden von Master Distiller & Blender der Kaikyo Distillery, Mr. Kimio Yonezawa, bereits 2018 kreiert und können pur oder als Cocktail genossen werden. Die beiden Neuzugänge unterstreichen die Whiskykompetenz von Top Spirit:  HATOZAKI Blended ist ab Ende Mai nun auch in Österreich bei den 39 INTERSPAR Vinotheken, online in der INTERSPAR Weinwelt (www.weinwelt.at) sowie über den Onlineshop www.spiritsandco.at (hier ebenso  HATOZAKI Pure Malt) erhältlich.

Mit beeindruckender Kunstfertigkeit wollte Mr. Kimio Yonezawa zwei elegante, aber zugängliche Whiskys mit Aromen schaffen, die an die berühmte warmherzige Gastlichkeit Japans und das milde ozeanische Klima von Akashi erinnern. Der Whisky der Kaikyo Distillery sollte auf der historischen Expertise der Familie Yonezawa und den maritimen Einflüssen der Hafenstadt die Akashi basieren.

Kimio Yonezawa, ein Visionär in der Welt der Spirituosen widmet sich Zeit seines Lebens der kühnen Entwicklung innovativer authentischer Kreationen. Als Master Distiller & Blender erforscht er leidenschaftlich seit 30 Jahren die Kunst der Destillation und des Blendings und stellt höchste Qualitätsanforderungen während aller Prozesse. Angetrieben von grenzenloser Neugier, begeistert er sich als überzeugter Pionier seit jeher Grenzen zu verschieben und neue Spirituosenstile zu erschaffen. Die Akashi Sake Brewery, die Muttergesellschaft der Kaikyo Distillery, produziert seit 1917 Spirituosen. Eines ihrer Produkte ist Shochu, ein facettenreiches traditionelles Getränk mit einem Alkoholgehalt von etwa 25 %, das aus Weizen, Reis und anderen Zutaten hergestellt wird.

Mit dem Entschluss, HATOZAKI zu kreieren, reagierte Kimio Yonezawa auf das mehrere Jahre hindurch stetig wachsende Interesse der internationalen Konsumenten an japanischem Whisky. Davor hatte er bereits die Auswirkung der Fassreifung auf Shochu erforscht, ein Getränk, das jahrelang von der Akashi Sake Brewery, der Muttergesellschaft der Kaikyo Distillery, hergestellt wurde.

„Als wir 2018 beschlossen, HATOZAKI zu kreieren, war ich schon seit Langem an Whisky interessiert. Ich beschloss diese neue Herausforderung im Hinblick auf die nachkommenden Generationen und mein Vermächtnis an sie anzunehmen. Ich strebte einen eleganten, leichten Whisky an, den neue Konsumenten lieben würden“, meint Yonezawa.

Nach einer Forschungsreise, die ihn von einer schottischen renommierten Craft Destillerie zur anderen führte, entwickelte Kimio Yonezawa das Profil des Whiskys, der ihm vorschwebte. Der Whisky der Kaikyo Distillery sollte auf der historischen Expertise der Familie Yonezawa und den maritimen Einflüssen der Hafenstadt die Akashi basieren.

Whisky wird im Allgemeinen nicht in heißen Ländern produziert. Doch nach seinen vielen Fachexkursionen in Regionen, in denen es sogar wärmer ist als in der Region Hyogo, ist Kimio Yonezawa zuversichtlich, dass er auch in Akashi vielversprechende Ergebnisse erzielen kann. Die Sommer dort sind heiß und feucht mit Temperaturen bis zu 39 °C, die Winter mild und trocken und die Seewinde wehen Tag und Nacht durch die Destillerie. Kimio Yonezawa zufolge sind dies optimale Bedingungen für die Lagerung von Whisky und die Entwicklung seiner charakteristischen Aromen.

Doch wie so oft in Japan ist das, was einfach erscheint, das Ergebnis von harter Arbeit und Präzision. Kimio Yonezawa widmet sich den Whiskys mit derselben Liebe zum Detail, die er auch den edlen Sakes angedeihen lässt. Das Ergebnis: ein Blended Whisky und ein Pure Malt Whisky, die ebenso fein wie ausbalanciert sind und an die berühmte japanische Gastfreundschaft erinnern.

Zwar produziert die Kaikyo Distillery ihren eigenen Single Malt, doch verwendet Kimio Yonezawa auch Whiskys aus Schottland. Er reist viel, um neue Whiskys zu verkosten und in Vorbereitung auf künftige Blends, einzukaufen. Kimio Yonezawa hatte die Möglichkeit, sich mit Vertretern anderer Destillerien der Marussia Gruppe über neue Techniken auszutauschen. Er lernte von der Expertise seiner Kollegen und Master Blender in Schottland, etwa in der Destillerie Torabhaig auf der Isle of Skye, bei Mossburn Distillers und in der Destillerie Reivers. Als nächstes konzentrierte er sich auf die Ausarbeitung strenger Spezifikationen. Verständnis des Einflusses des ozeanischen Klimas, Verwendung reinen Quellwassers, Blending und Fassreifung mit größter Sorgfalt etc. Auf seine Initiative hin erwarb die Kaikyo Distillery anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums des Unternehmens zwei schottische Forsyth-Brennblasen.

Wie Kimio Yonezawa ausführt: „Ein großer Whisky kann nur aus der perfekten Harmonie zwischen mehreren Spirituosen entstehen. Wir müssen nicht nur die Dauer der Lagerung der Whiskys berücksichtigen, sondern auch den jeweiligen Fasstyp, den Ort der Lagerung, die Temperatur, die Geschichte des Fasses, die Finishing-Phase und viele andere Faktoren.“

Kimio Yonezawas Keller profitierte von seinen Begegnungen mit anderen Master Distillern & Blendern. Rasch füllte er sich mit Fässern, die für unterschiedliche Spirituosen verwendet wurden (Bourbon, Sherry, Port) und aus unterschiedlichen Holzarten bestanden, etwa amerikanischer Eiche, japanischer Mizunara-Eiche und Sakura (Kirschholz).

Auf die Frage, ob schottische Whiskys Vorbild für seine Whiskys waren, antwortet er stets: „Eigentlich wollte ich meinen eigenen Whisky kreieren, einen, der dem Scotch Whisky zwar die gebührende Ehre erweist, gleichzeitig aber authentisch japanisch ist. Ich hoffte, dass er die salzigen Noten der maritimen Einflüsse von Akashi, die hohe Qualität unserer Brennblasen und vor allem das Engagement unseres großartigen Teams in der Kaikyo Distillery repräsentiert.“

DIE FINESSE JAPANISCHEN WHISKYS ZU ALLEN ANLÄSSEN ERLEBEN

HATOZAKI Blended – ein ungetorfter, feiner, floraler Whisky (700ml, 40% vol, UVP à € 39,90)

 HATOZAKI Blended wird in einem zweistufigen Blendingverfahren hergestellt. Die Whiskys reifen mehrere Jahre in Fässern und haben einen Malt-Whisky-Gehalt von mindestens 40 %. Der Whisky wird weder gefärbt noch gefiltert, wodurch er seinen ursprünglichen Charakter bewahrt.

VERKOSTUNGSNOTIZEN:

Ausbalanciertes Mundgefühl mit aromatischem Bouquet und floralen Noten. Leichter und eleganter Stil, Gerstenmalz sorgt für viel Tiefe. HATOZAKI Blended besticht mit Getreidenoten und einer perfekten Abgerundetheit, weshalb er pur genossen oder als Cocktail kredenzt werden kann. Ein idealer Begleiter das ganze Jahr hindurch und ein großartiger Einstieg in die Welt japanischer Whiskys.

HATOZAKI Pure Malt – ein ungetorfter 100%iger Malt-Whisky, perfekt ausbalanciert und großzügig im Geschmack. (700ml, 46% vol., UVP à €49,90)

Der nach alter Handwerkskunst hergestellte Blend aus 5 bis 6 Jahre alten Single Malts wird in kleinen Chargen von weniger als 20 Fässern produziert. Der Blend lagert mehrere Jahre in alten Bourbon-, Sherry- und Mizunara-Fässern (japanische Eiche aus den Wäldern in den Regionen Hokkaido und Tohuku). Er wird weder gefärbt noch gefiltert, wodurch der Whisky seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Das Ergebnis ist ein unvergleichlicher Blend, der die Kunstfertigkeit und die Expertise von Kimio Yonezawa widerspiegelt.


VERKOSTUNGSNOTIZEN: Das süße Aroma von gemälztem Getreide und Trockenfrüchten wird durch einen Hauch von Rauch und Honig im aromatischen Finish ergänzt.

KAIKYO DISTILLERY – Eine Craft Destillerie in der Nähe der gleichnamigen Brücke.

Die Kaikyo Distillery befindet sich in der Stadt Akashi in der Präfektur Hyogo.
Direkt an der Küste gelegen, ist sie kräftigen Seewinden und salzigen Brisen ausgesetzt, die sich sehr vorteilhaft auf die Whiskylagerung auswirken. Die Kaikyo Distillery ist nach der Akashi-Kaikyo-Brücke, der längsten Hängebrücke der Welt, benannt, die sich unmittelbar gegenüber der Destillerie befindet. Die Destillerie gehört zur Marussia Beverages Group, einem Hersteller und internationalen Distributor von Wein, Sake und Spirituosen, der in zwölf Ländern vertreten ist.

DER HATOZAKI-LEUCHTTURM – ein Wahrzeichen mit Symbolkraft

Als Symbol für den Whisky wurde der Hatozaki-Leuchtturm auserkoren, weshalb auf dem Etikett auch eine Silhouette des Gebäudes zu sehen ist. Der Leuchtturm wurde 1657 gebaut und ist der älteste aus Stein gemauerte Leuchtturm Japans. Über Jahrhunderte lotste er Seefahrer sicher in den Hafen von Akashi, seit 2014 steht er unter Denkmalschutz. Die Flasche hat dieselbe Form wie eine traditionelle Scotch-Flasche. Die Familie wollte damit Schottland, einem Pionier der Whiskyproduktion, Reverenz erweisen.

INSPIRIERT VON DER EDO-ZEIT

Die Bildsprache und das Design von HATOZAKI sind von der hohen naturalistischen Kunst der Edo-Zeit (1603–1868) inspiriert, einer Periode überaus produktiver künstlerischer Aktivität, in der japanische Künstler unzählige Farbdrucke mit feinsten Details schufen. Einige dieser Meisterwerke wurden als Motive in Werbekampagnen verwendet.

1603 markiert den Beginn eines kreativen Höhenflugs in der Kunstwelt Japans. Damals herrschte der Shogun Tokugawa Leyasu in der Stadt Edo (heute Tokio) und etablierte eine Dynastie, die mehr als 200 Jahre währte. Japan befand sich in einer Zeit der Umbrüche, aber auch des Friedens, der Stabilität und des Wohlstands. Eine kulturelle Revolution fand statt, in der außergewöhnliche Kunstwerke wie die berühmten japanischen Holzschnitte „ukiyo-e“ (japanisch für „Bilder einer fließenden Welt“) entstanden.

Diese wurden zunächst zur Illustration von Bilderbüchern verwendet, entwickelten sich aber rasch zu einem eigenständigen Genre. Mit der Zeit erschienen sie als Einzelblattdrucke oder „ichimai-e“ und fanden auch als Plakate, insbesondere für das Kabuki-Theater, Verwendung. Diese Drucke bilden die Schönheit der Natur, des Alltags und der volkstümlichen Kultur ab und zeigen eine sich rasch verändernde, flüchtige Welt. Die Technik der Ukiyo-e-Drucke wurde von dem japanischen Maler Hishikawa Moronobu (1618–1694) entwickelt und in der Edo-Zeit von vielen japanischen Meistern übernommen. Einer der bekanntesten ist Katsushika Hokusai (ca. 1760–1849), der vor allem durch seine Werke „Hundert Ansichten des Berges Fuji“ und „Die große Welle vor Kanagawa“ Weltruhm erlangte.

PR: Neu – GlenAllachie 30-year-old Cask Strength Single Malt

Neun Fässer hat Billy Walker aus den 50.000, die bei Glenallachie lagern, für den neuen GlenAllachie 30yo ausgesucht, und 2000 Flaschen in Fassstärke von 48,9% vol. abgefüllt. Es handelt sich dabei um PX- und Oloroso-Fässer, sowie, in kleinen Mengen, Chinquapin Virgin Oak Fässer.

In UK wird die Flasche 475 Pfund kosten, und sie wird wohl in kleinen Mengen auch bei uns verfügbar sein. Mehr über den GlenAllachie 30yo (so zum Beispiel die offiziellen Tasting Notes) finden Sie nachfolgend in der englischsprachigen Aussendung der Brennerei Glenallachie:


OLDEST CORE RELEASE TO DATE UNVEILED BY THE GLENALLACHIE

Batch 1 of The GlenAllachie 30-year-old Cask Strength single malt is the latest creation from world-renowned Master Distiller, Billy Walker

Hot on the heels of winning the World’s Best Single Malt award (World Whiskies Awards, 2021), The GlenAllachie Distillery is launching its oldest and most prestigious core offering yet: The GlenAllachie 30-year-old Cask Strength Batch 1 Single Malt Scotch Whisky.

A brand-new addition to the GlenAllachie’s multi award-winning flagship range, Batch 1 of The GlenAllachie 30-year-old (UK RRSP £475) is the first in a series of annual small-batch releases at this age, with only 2,000 bottles available worldwide.

This first instalment is a marriage of vintage whiskies from nine casks handpicked by acclaimed Master Distiller, Billy Walker, from stocks spanning more than 50,000 casks maturing across 16 on-site warehouses at GlenAllachie.

To create this unique whisky, which is bottled at cask strength of 48.9% ABV, non chill filtered and natural colour, Walker personally selected a combination of 1989 and 1990 vintages matured in former Pedro Ximénez and Oloroso hogsheads and puncheons, along with a small quantity of Chinquapin Virgin Oak casks.

The result of Walker’s superlative blending and wood management expertise is an exceptional whisky that delivers bold sherry-matured sophistication; notes of indulgent mocha, ripe figs and dark chocolate, coupled with classic GlenAllachie honeyed charm.

Billy Walker

Commenting on the historic release, Walker, who next year reaches his 50th year in the industry, said:

“When I first explored the warehouses here back in 2017, I was blown away by the quality I discovered. I immediately set out earmarking casks and planning a series of incredibly special releases.

“I always had an ambition to create a memorable 30-year-old expression, presented at natural cask strength, that would truly blow away whisky connoisseurs across the globe. It’s a small-batch single malt that undoubtedly captures everything I’ve learned along the way in my career, and thus is a bottling I’m particularly proud to release.”

The GlenAllachie 30-year-old Cask Strength Batch 1 is available from specialist retailers globally, with a UK RRSP of £475.

TASTING NOTES

The GlenAllachie 30-year-old Cask Strength Batch 1 – 2,000 bottles, 48.9% ABV

  • Colour: Rich Mahogany.
  • Nose: Fruit cake, raisins and mocha, with honey, cinnamon and coconut.
  • Taste: Layers of dark chocolate, fruit cake, raisins, honey and figs, with treacle, orange zest and nutmeg.

PR: Große Nachfrage nach dem ersten Whisky der Isle of Raasay Distillery

Am 6. Mai berichteten wir über die Möglichkeit, den ersten Single Malt der Isle of Raasay Distillery über ein Lotteriesystem zu beziehen. 2500 Flaschen gab es da zu vergeben – aber die Nachfrage hat alle Erwartungen übertroffen: Mehr als 17.000 Whiskyfreunde haben sich für ein Ticket angemeldet, die Benachrichtigung derjenigen, die sich eine Option auf den Kauf einer Flasche gesichert haben, erfolgt über den heutigen und morgigen Tag.

Mehr über den begehrten ersten Single Malt der Isle of Raasay Distillery nachfolgend in der aktuellen englischsprachigen Pressemitteilung:


TENS OF THOUSANDS OF WHISKY FANS FROM AROUND THE WORLD APPLY FOR FIRST TASTE OF TINY SCOTTISH ISLAND’S SIGNATURE RELEASE

  • Hebridean Isle of Raasay (population: 161) sees more than 17,000 whisky lovers sign up for chance to sample much-anticipated single malt release
  • New flagship whisky follows years of development based on island rooted in centuries of illicit distilling

The Isle of Raasay Distillery has seen a remarkable reaction to news of its signature Isle of Raasay Single Malt release – with more than 17,000 applications to purchase a piece of Scotch Whisky history.

17,478 people in total, from as far afield as Barbados and Bangladesh, entered the online ballot for the chance to purchase the Hebridean island’s flagship whisky, which follows years of meticulous development on an island rooted in centuries of illicit distilling.

The ballot, which closed yesterday (Wednesday 19th May), will give 2,500 lucky whisky fans the chance to secure a 70cl bottle of its much-anticipated signature Isle of Raasay Single Malt ahead of its official launch on 4th June. 

A further 500 will receive an exclusive ticket to a special virtual launch event featuring the whisky’s maker, Whisky Writer Dave Broom, as well as a 70cl bottle of the Isle of Raasay Single Malt and a ‘deconstructed dram’ tasting pack containing 6 x 5cl samples of the six signature recipe casks. 

Das Verkostungsset für die Online-Veranstaltung am 4. Juni

The launch follows the distillery’s Inaugural Release 2020, which sold out months before it was even bottled last year.

Co-founder Alasdair Day said:

“We’ve been taken aback by the hugely positive response from whisky fans right across the world, with 10,000 entering the ballot in the first 24 hours alone.

“Our unique six cask maturation combines peated and unpeated Isle of Raasay spirit with first fill Rye Whiskey, Chinkapin oak and first fill Bordeaux red wine casks. The first of this cask combination in Scotch Whisky history. 

“Whilst our ballot may be closed, whisky fans can still visit one of our many stockists around the UK and in our 20 international markets to secure a bottle after the official launch on 4th June. 

“Our distillery and Borodale House whisky rooms have also reopened, and a batch will be set aside for staycation travellers to enjoy when they visit.

“This launch puts the Isle of Raasay firmly on the whisky map and is a testament to the innovation and hard work of our distillery team.”

The six recipe casks develop real elegance, complexity and depth of character in the spirit. Every drop is distilled, matured and bottled on the Isle of Raasay using water from their well: Tobar na Ba Bàine (the Well of the Pale Cow). Natural colour, non-chill filtered, 46.4% ABV. 

Following later this year will be single cask releases of each of the six signature recipe casks. Participants at the special launch event on Friday 4th June will enter a poll to decide which single cask will be released first from the ‘Na Sia Cask Series’ (Na Sia, meaning ‘The Six’ in Gaelic).

Das Team der Destillerie

Whisky fans can visit one of Raasay’s international and domestic stockists to purchase its signature single malt, further details of which can be found on its interactive stockists map. One such stockist, Jeroboams in London, has already seen demand from customers for the much-anticipated single malt.

James Phillips, spirits and beer buyer at Jeroboams, said:

“The Isle of Raasay Distillery is a brilliant addition to the Scottish distilling landscape and another great addition to the vibrant UK distilling scene. Our customers adored the Inaugural Release and are equally excited about the new single malt. With the increased production volumes, we are looking forward to the Isle of Raasay whisky having a place on our shop shelves, giving our fantastic shop teams an opportunity to engage new customers with this great distillery. We are all looking forward to watching Raasay grow and are very pleased to be a part of that journey.”

Located between the Isle of Skye and Scotland’s spectacular West Coast, Isle of Raasay Distillery’s vision is to create the finest Hebridean single malt Scotch Whisky and fully immerse whisky lovers in the Raasay experience at its five-star visitor centre and Victorian guest house with spectacular views of Skye’s Cuillin mountains. Employing more than 10 percent of the island’s population, Isle of Raasay Distillery is crucial in helping the local island economy.

Tasting Notes

THE NOSE

Sweet, smoke. Wood smoke on sea air. Apricots, dried apricot, ripe apricots. Candied fruit, glace cherries.

THE PALATE

Sweet spice, cinnamon, black pepper, blackcurrant, wood smoke. Heather, honey, salted caramel, sweet & salted popcorn, black cherry.

THE FINISH

Dry, drying, long, hint of saltiness, faint wood smoke and dried fruit.

Food Pairings:

  • Strathdon Blue 
  • Raasay venison
  • Sconser Scallops 
  • BBQ spare ribs

If you miss out on either of our online ballots, there will be approximately 23,000 bottles available via the distillery shop on Raasay, UK trade partners, and international distributor partners in China, France, Germany, Japan, USA, Australia, Austria, Belgium, Canada, Denmark, Italy, Luxembourg, Netherlands, New Zealand, Norway, Philippines, Poland, South Korea, Sweden and Switzerland. 

About Raasay:

With its sweeping views of the Isle of Skye’s Cuillin mountains, stunning forest trails, secluded beaches, and iconic flat-topped peak offering dramatic views of Skye’s famous vistas, Raasay is best known as the birthplace of celebrated Gaelic poet, the late Sorley MacLean, and Queen Victoria’s first piper, Angus Mackay, and a hide out for Bonnie Prince Charlie following the Battle of Culloden.

The Isle of Raasay Distillery is producing island single malt Scotch whisky.

  • Capacity: 188,000 LPA
  • Mash Tun: 1 Tonne
  • Washback Size: 6 x 5,000 L
  • Fermentation Time: up to 118 hours
  • Wash Still: 5,000 L
  • Spirit Still: 3,600 L
  • Maturation: All maturation takes place on the Isle of Raasay.