Für Islay war die Brennerei Bowmore so wichtig, dass man einen Ort nach der Brennerei benannt hat. Nein, also, ganz so war es nicht, eher komplett umgekehrt – aber dass Bowmore eine Ikone auf Islay ist, das mag wohl keiner bestreiten. Und für Whiskygenießer sowieso – denn aus dieser Destillerie stammen hervorragende Abfüllungen en masse (und, aus einer bestimmten Epoche, leider auch jede Menge für manche untrinkbare Veilchenseife-Whiskys, die aber in Japan über alles geliebt werden).
Serge Valentin begibt sich heute auf einen Marathon mit Abfüllungen aus Bowmore, und wie es sicht gehört, beginnt der Marathon mit wenigen ersten Schritten. Es sind zunächst einmal fünf Abfüllungen, die er verkostet, die erste gleich ein Standard mit guter Note – und das sind die Wertungen dazu:
Auch heute gibt es bei Ralfy wieder etwas aus der Kategorie „Blended Malt“, so wie schon in der Vorwoche mit dem North Star Spirits Sirius 31yo. Heute legt Ralfy Mitchell noch einen drauf, oder besser gesagt: ganze zehn Jahre, denn der Old Perth Blended Malt ist satte 41 Jahre alt.
Kann sein, dass manche Whiskyfreunde diesen alten Blended Malt schon auf einer Messe probieren konnten, denn er ist schon seit geraumer Zeit auf dem Markt. Das Alter und die Sherryfässer haben jedenfalls keinen Schaden angerichtet, um es einmal vorsichtig zu sagen, denn Ralfy gibt diesem alten Blended Malt aus dem Hause Cárn Mór satte 92 Punkte. Für ihn muss man allerdings auch um die 10 Euro pro Jahr im Fass auf den Tisch legen, wenn man ihn erwerben will…
Warum, und was es sonst noch so über diesen Whisky zu erzählen gibt, können Sie im obenstehenden Video sehen und hören – oder auch auf Youtube. Das Video dauert diesmal etwas über 20 Minuten.
Von Kirsch Whisky, dem Importeur vieler Whiskymarken aus aller Welt nach Deutschland, haben wir wieder Neuheiten zu vermelden: Es gibt neue Exklusivabfüllungen von Signatory Vintage für Deutschland, und einen Mars Komagatake Tsunuki AgingJapanese Single Malt Whisky, der in der Tsunuki Distillery reifen durfte.
Hier alle Details dazu – die Abfüllungen werden in Kürze im Handel erhältlich sein, bitte informieren Sie sich dort auch über die Preise.
Neuheiten von Signatory Vintage for Germany!
Die langjährige Zusammenarbeit von Kirsch Whisky mit Signatory ermöglicht es dem Importeur immer wieder, herausrangende Fässer aus den Lagerhäusern von Signatory Vintage auszusuchen und zum Teil auch als eigene Abfüllungsreihen auf den Markt zu bringen.
So auch diese sechs Abfüllungen der Fassstärken-Range. Im Gegensatz zur klassischen Signatory CS Range, kommen die Abfüllung nicht im Dekanter, sondern in der klassichen Un-chillfiltered Flasche daher – dies ermöglicht Kirsch Whisky die Abfüllungen zu einem moderaten Preis anbieten zu können. Das vom Importeur entwickelte Label zeigt wie auch bei den klassischen Signatory Abfüllungen alle wichtigen Informationen der abgefüllten Whiskys.
Bunnahabhain 2009/2020 Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch
10 Jahre Dest. 17.03.2009 Abgef. 28.02.2020 Gereift im Sherry Butt Fassnr. 900076 606 Flaschen 68,2 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Caol Ila 2013/2020 Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch
6 Jahre Dest. 13.06.2013 Abgef. 02.03.2020 Gereift im Charred Wine Cask Fassnr. 325549 243 Flaschen 61,3 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Fettercairn 2006/2020 Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch
13 Jahre Dest. 20.11.2006 Abgef. 02.03.2020 Gereift im Bourbon Barrel Fassnr. 107679 189 Flaschen 53,9 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Glentauchers 2008/2020 Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch
11 Jahre Dest. 22.05.2008 Abgef. 28.02.2020 Gereift im Sherry Butt Fassnr. 900469 598 Flaschen 63,9 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ledaig 2007/2020 Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch
12 Jahre Dest. 07.06.2007 Abgef. 28.02.2020 Gereift im Refill Sherry Butt Fassnr. 700583 648 Flaschen 59,2 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Miltonduff 2009/2020 Signatory Vintage Cask Strength for Kirsch
10 Jahre Dest. 20.11.2009 Abgef. 02.03.2020 Gereift im Bourbon Barrel Fassnr. 701591 242 Flaschen 61,2 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Mars Komagatake Tsunuki Aging Japanese Single Malt Whisky
Tsunuki Aging – wer hier jetzt auf ein spezielles Fass hofft, den müssen wir leider enttäsuchen. Spannend ist es aber trotzdem! Tsunuki ist die zweite Destillerie des japanischen Whiskyproduzenten Mars. Fertiggestellt wurde die Destillerie in Kagoshima bereits 2016 und im November des selben Jahres wurde auch bereits die Produktion gestartet. Die Lage der Destillerie ist nicht ganz zufällig gewählt, direkt neben dem Herzstück der Anlage liegt das ehemalige Haus der Familie des Markengründers, welches heute als Tasting-Raum und Visitorcenter verwendet wird.
Der Mars Komagatake Tsunuki Aging ist nun aber kein Whisky, der in der Tsunuki Destillerie gebrannt wurde. Destilliert wurde dieser Whisky in der Shinshu Destillerie, reifen konnte dieser allerdings im Reifekeller der neuen Tsunuki Destillerie! Der Großteil des Whiskys für diese Abfüllung stammt aus Bourbon Barrels – in Verbindung mit dem besonderen Reifeprozess im Keller der Tsunuki Destillerie ergibt sich ein äußerst vollmundiger und fruchtiger japanischer Single Malt Whisky. Reife Äpfel und Zitrusfrüchte füllen die Nase, gefolgt von einer schönen Nussigkeit und süßlicher Schlagsahne. Das Aromenspiel im Mund beginnt sehr fruchtig mit Zitrusfrüchten und einer angenehmen Süße.
Mars Komagatake Tsunuki Aging Japanese Single Malt Whisky
Bottled 2019 Gereift im Tsunuki Aging Cellar 56,0 % Vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ein Wechsel bei Beam Suntory in Deutschland wurde heute vom Unternehmen verlautbart: Nachdem Holger Krätz den Spirituosenhersteller verlässt, wurde die Position des Sales Directors mit Burkhard Rosien neu besetzt. Hintergründe und Detailinfos dazu in der nachfolgenden Presseaussendung:
Personalwechsel bei Beam Suntory
Burkhard Rosien folgt Holger Krätz als Sales Director Deutschland
Frankfurt am Main, 2. Juni 2020. Zur zweiten Jahreshälfte 2020 erfolgt bei Beam Suntory ein Personalwechsel auf ManagementEbene. Holger Krätz verlässt den Spirituosenhersteller nach elf Jahren im Vertrieb. Er war zuletzt als Sales Director Germany tätig. Seine Nachfolge übernimmt Burkhard Rosien, der seit August 2019 für Beam Suntory Deutschland als Key Account Director Off-Trade arbeitet. Er startet am 1. Juni 2020 in seiner neuen Position als Sales Director Germany.
Mehr als ein Jahrzehnt war Holger Krätz ein wichtiger Teil des Beam Suntory Geschäfts und spielte eine entscheidende Rolle dabei, Deutschland zu einem der wichtigsten globalen Märkte von Beam Suntory auszubauen. Vom dynamischen Wachstum des Bourbon-Segments, der erfolgreichen Einführung des Scotch- und Gin-Portfolios, dem Launch und der Erweiterung des E-CommerceGeschäfts sowie die Stärkung der Beziehungen im ON-Trade – Holger Krätz hat maßgeblich zum Erfolg von Beam Suntory Deutschland beigetragen.
„Wir danken Holger Krätz herzlich für seinen außerordentlichen Einsatz in den vergangenen elf Jahren und wünschen ihm alles erdenklich Gute. Gleichzeitig freuen wir uns, dass Burkhard Rosien zukünftig die Position als Sales Director Germany übernimmt. Mit seiner langjährigen Expertise im Vertrieb wird er uns tatkräftig unterstützen und unser Geschäft weiter voranbringen“,
kommentiert Nicole Ehlen, Managing Director Germany bei Beam Suntory.
Burkhard Rosien wird am 1. Juni 2020 vom OFF-Trade Key Account Director Germany zum Sales Director Germany befördert. Er bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich FMCG mit, sowohl im Marken- als auch im Private Label-Geschäft. Vor seinem Start bei Beam Suntory war er als Vertriebsdirektor bei General Mills Deutschland und der R&R Eiscreme GmbH tätig sowie in diversen nationalen und internationalen Führungspositionen bei Unilever im Bereich Vertrieb, Marketing und Category Management.
Big Peat von Douglas Laing muss man Freunden torfiger Whiskys nicht extra vorstellen. Vorstellen aber dürfen wir hier die Ausgabe zum Feis Ile 2020, die der unabhängige Abfüller heute angekündigt hat. Der achtjährige Big Peat „A846“ ist eine Hommage an die Straße, auf der jedes Jahr zahlreiche Whiskyfreunde auf Islay von Destillerie zu Destillerie fahren.
Die mit 46% vol. abgefüllte Sonderausgabe wird ab 8. Juni weltweit erhältlich sein, in UK kostet sie £45.
Hier die Ankündigung direkt von Douglas Laing:
BIG PEAT UNVEILS 8 YEARS OLD “A846 EDITION” FOR FEIS ILE 2020
Big Peat, cult Islay Malt Scotch Whisky brand from family-owned Douglas Laing & Co, today unveils “his” special bottling for Summer 2020: Big Peat 8 Years Old, “A846” Limited Edition.
Aged 8 Years and bottled at 46% alcohol strength, Big Peat’s latest bottling honours the A846; Islay’s legendary road that takes thousands of Whisky lovers from one glorious Distillery to the next, year after year.
Packaged in a premium gift box with a striking label depicting Big Peat himself on his Hebridean island home, just 500 cases of this commemorative bottling are available globally. In line with the Remarkable Regional Malts’ ethos, the new release is proudly offered without colouring or chill-filtration.
Commenting on Big Peat’s latest innovation, Chris Leggat (CEO) said:
“A journey along the A846 is a rite of passage for Islay Whisky lovers, and a road that carries countless memorable moments for many. Whilst Feis Ile – Islay’s annual festival – exists in an entirely different “virtual” form this year, we (and Big Peat) wanted to mark the occasion the best way we know how – with a particularly innovative limited edition, featuring a cracking story and spectacular spirit within”.
Cara Laing, Director of Whisky in the family business, added:
“Each year, we proudly donate to the Feis Ile charity, an organisation that works tirelessly to showcase Islay to the world. At a time when many of us are dreaming of one day making the journey back to the Queen of the Hebrides once more, a sip of Big Peat’s A846 Edition seeks to bring his much-loved island home to you, via its unmistakably “Islay” notes of chewed leather, streaky bacon, punchy peat smoke and rock salt.”
Continuing Feis Ile celebrations, the independent Whisky specialist is currently hosting a competition on Big Peat’s Facebook page (Facebook.com/bigpeat) whereby fans of the brand can enter for a chance to win 1 of 40 tasting packs, and join the Douglas Laing team for a virtual tasting in June 2020.
Big Peat 8 Years Old A846 Edition will be available from specialist spirits retailers globally from 8th June 2020 and is expected to retail at £45.
Es tut sich etwas auf dem amerikanischen Importmarkt für irischen Whiskey: Walsh Whiskey wird dort ab morgen, den 3. Juni, exklusiv von Hotaling & Co. in den Vertrieb übernommen. Das betrifft das gesamte Portfolio inklusive allfälliger Limited Releases.
Von Wash Whiskey haben wir dazu die nachfolgende englischsprachige Pressemitteilung erhalten:
IRELAND’S WALSH WHISKEY JOINS THE HOTALING & CO. PORTFOLIO IN THE U.S.A.
Expanding Hotaling & Co.’s Portfolio of Super-Premium World Whiskies
(SAN FRANCISCO, June 2, 2020) – Hotaling & Co., leading importer and distiller of super-premium artisanal spirits, is proud to announce a further expansion of its extensive selection of whiskies from around the world with the newest addition to its portfolio: Ireland’s Walsh Whiskey, producers of The Irishman and Writers’ Tears ranges. Hotaling & Co. will be the sole U.S. importer, assuming all marketing and sales responsibilities, beginning tomorrow, June 3, 2020.
“We were immediately drawn to Walsh Whiskey’s passion and innovative style of blending triple-distilled, Irish single malt and single pot still whiskeys to create a unique flavor profile,” says Dan Leese, President and CEO of Hotaling & Co. “The premium and above Irish Whiskey categories have seen tremendous growth in the U.S. over the past five years, and as one of the most highly awarded Irish whiskey portfolios, we are excited to be the exclusive importer of eight expressions of The Irishman and Writers’ Tears to the U.S. market.”
The Walsh Whiskey portfolio joins Hotaling & Co.’s esteemed collection of finest world whiskeys: Japan’s Nikka, Taiwan’s Kavalan, Canada’s Lot 40, Pike Creek and Gooderham & Worts, Scotland’s Old Pulteney, Speyburn, Balblair, anCnoc, Hankey Bannister, Arran, and Daftmill, Ireland’s Dingle, as well as Hotaling & Co.’s own HIRSCH Selected Whiskeys, J.H. Cutter American Blended Whiskey, and Old Potrero Rye Whiskey, the first craft rye whiskey produced and released commercially after Prohibition.
Walsh Whiskey Founder & Managing Director, Bernard Walsh, says:
“Available in all 50 States, The Irishman and Writers’ Tears are now firmly established in the USA with strong growth trajectories in both retail and on-trade channels. We have been attracted by both Hotaling’s deep-rooted whiskey tradition and the quality of its portfolio. Our expressions honor that tradition with unique flavor profiles, including our blends, which combine Single Malt and Pot-Still whiskies, no grain. This blended combination became known as the ‘Champagne of Irish whiskey’ in the 1800s, the golden era of Irish whiskey, and we are the only company producing it two centuries later.”
The Walsh Whiskey portfolio is comprised of The Irishman Handcrafted Irish Whiskey, which launched in 2006 and features several offerings including:
The Irishman Founder’s Reserve (40% ABV, 750ml, $34.99; 1L, $39.99)
The Irishman Single Malt (40% ABV, 750ml, $49.99)
The Irishman Single Malt 12-Year-Old (43% ABV, $750ml, $79.99)
The Irishman Irish Cream (18% ABV, 750ml, $19.99)
Walsh Whiskey also produces Writers’ Tears, which launched in 2009 and includes two traditional copper pot distilled whiskies:
Writers’ Tears Copper Pot (40% ABV, 750ml, $39.99)
Writers’ Tears Double Oak (46% ABV, 750ml, $59.99)
In addition, the portfolio will feature limited releases such as The Irishman Cask Strength (53% ABV, 750ml, $129.99) and Writers’ Tears Cask Strength (54% ABV, 750ml, $129.99).
For more information about Hotaling & Co. and the Walsh Whiskey brands, visit www.HotalingandCo.com.
Bei der Lowland-Brennerei Glenkinchie ist man auch während des Lockdowns in Schottland fleissig: Wie Scottish Field berichtet, siedelt man in den Gärten rund um die Brennerei jetzt drei Bienenvölker an, die Honig für die Destillerie produzieren sollen.
Die Bienenstöcke mit Völkern zu je 65.000 Bienen wurden von Hoods Honey installiert, um pünktlich zur Hochsaison für die Pollenernte der Bienen im Juli einsatzbereit zu sein.
Die Brennerei im Besitz von Diageo, die sich auch als „The Garden Distillery“ vermarktet, wird den Honig später im Besucherzentrum verkaufen und in Cocktailrezepten verwenden. Der Umbau des Besucherzentrums spiegelt diesen Anspruch auch wider – man legt in der Neugestaltung viel Wert auf Grünes und Blühendes, wie dieses Computerbild zeigt:
Den Preis für die schönste Brennerei gewinnt Loch Lomond nicht, aber beim Wettbewerb um die Vielfalt der möglichen Stile ist sie ganz vorne dabei – nicht nur deshalb, weil auf ihrem Gelände Malt Whisky und Grain Whisky zur gleichen Zeit erzeugt werden. Auch die Vielfalt und Modularität der Stills, die in der Destillerie zu finden sind, ist beeindruckend.
Serge Valentin hat heute einige dieser Varianten verkostet, das Meiste davon in diesem oder im letzten Jahr abgefüllt. Die Wertungen der Verkostung reichen dabei von 78 bis 85 Punkte:
Loch Lomond 13 yo 2006/2019 (66.3%, OB for The Whisky Exchange, American oak): 80 Punkte
Inchfad 14 yo 2005/2019 (50%, Liquid Treasures, 10th Anniversary, hogshead, 144 bottles): 78 Punkte
Inchfad 14 yo 2005/2020 (57.2%, C. Dully Selection, Switzerland, hogshead, cask #408): 84 Punkte
Inchfad 14 yo 2005/2020 (57.1%, C. Dully Selection, Switzerland, hogshead, casks #408, 411 and 412): 85 Punkte
Old Rhosdhu 28 yo 1990/2019 (49.1%, The Whisky Blues, hogshead, cask #402, 230 bottles): 86 Punkte
Loch Lomond 28 yo 1990/2018 (48.7%, Whisky-Doris, bourbon hogshead, cask #598, 290 bottles): 83 Punkte
Loch Lomond 12 yo 2007/2019 (55.8%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 324 bottles): 81 Punkte
Wenn Sie Lust haben, die Brennerei, die übrigens kein Besucherzentrum besitzt, näher kennenzulernen, dann kommen Sie doch einfach mit uns auf eine Destillerietour, die wir im letzten Jahr machen durften…
Die Whiskyindustrie lebt auf keiner Insel – immer wieder ist sie natürlich von den Geschehnissen in Politik und Gesellschaft mit betroffen. Die Pandemie ist ein Beispiel dafür, dass es News auf unsere Seite schaffen, die nicht direkt mit dem Wasser des Lebens zu tun haben, jetzt sind es die Unruhen nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, die sich über viele Bundesstaaten der USA ausgebreitet haben.
In Minneapolis steht die Du Nord Craft Spirits Destillerie eines der ehemaligen Präsidenten der ACSA, der American Craft Spirits Association, Chris Montana. Während der Unruhen der letzten Tage wurde im Lagerhaus der Brennerei mehrmals Feuer gelegt – was die Sprinkleranlage auslöste, die die Brände zwar löschte, aber damit natürlich zusätzliche Wasserschäden verursachte.
Ein Teil der Brennerei konnte allerdings durch die Angestellten vor der Zerstörung bewahrt werden, die quer durch Tränengas und Gummigeschosse am Freitag in der Nacht zur Destillerie liefen und dort Schilder aufhingen, die das Unternehmen als eines von Afroamerikanern geführtes auswiesen. Die Gebäudeteile mit den Schildern blieben unversehrt.
Dennoch ist der Schaden an der Destillerie insgesamt enorm und existenzbedrohend. Auf Gofundme.com hat man eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, um Chris Montana und seine Familie beim Wiederaufbau zu unterstützen – und mittlerweile sind dabei bereits knapp über 70.000 Dollar eingesammelt worden. Wer eventuell auf diesem Weg ein tätiges Zeichen setzen will, kann unserem Link zur Crowdfunding-Kampagne folgen.
Ballechin, so nennt sich der torfige Whisky der Highland-Brennerei Edradour – und drei davon hat Serge Valentin heute auf Whiskyfun verkostet.
Die Abfüllungen sind zwischen 12 und 15 Jahre alt, und keine der drei hat weniger als 55% Alkoholstärke. Und weil Alkohol ja wie Fett ein Geschmacksträger ist, darf man sich schon einiges am Gaumen erwarten.
Hier die Flaschen der Verkostung und ihre Wertungen:
Ballechin 12 yo 2007/2019 (60.2%, Signatory Vintage for Whisky Live Singapore, cask #901, 444 bottles): 88 Punkte
Ballechin 14 yo 2005/2020 (55%, WhiskySponge, refill sherry hogshead, 302 bottles); 88 Punkte
Ballechin 15 yo 2003/2019 (55%, OB, The Whisky Exchange, refill sherry butt, cask #204, 482 bottles): 88 Punkte
Später in dieser Woche wird er sich dem ungetorften Edradour zuwenden, schreibt Serge noch. Wir warten gespannt…
Spätestens durch Mackie Messer wissen wir: wir sehen die im Licht und die im Dunkeln eher nicht.Und auf unserer Suche nach der monatlichen Empfehlung aus der Redaktion, die neben einer hohen Verfügbarkeit auch eine uns überzeugende Qualität zu einem attraktiven Preis bieten muss, finden wir oft Whiskys, die uns aufgrund eines sie umrahmenden hellen Lichts etwas blenden. So schauen wir dann auch auf die, die nicht im Rampenlicht stehen. Dort entdecken wir manch unterschätzte Abfüllung, die es gilt, ein klein wenig in die Mitte der Bühne zu bugsieren. Wie in diesem Monat. Denn unser Whisky des Monats Juni ist der anCnoc 12 year old.
Knockdhu, nicht Knockando, sondern anCnoc
Obwohl sie recht nah nebeneinander liegen, also fast Nachbarn sind, störte sich lange niemand daran und keinen irritierte es. Sehr lange, um genau zu sein, dauerte exakt 99 Jahre. Erst 1993 führte der Umstand, dass zwei schottische Whisky-Brennereien in der Speyside einen ähnlich klingenden Namen tragen, dazu, dass die Unterscheidbarkeit der Beiden herausgearbeitet werden musste. Die eine dieser Destillerien erhielt kurz zuvor – 1988 – einen neuen Besitzer. Dieser präsentierte dann zwei Jahre später erstmals einen eigenen Single Malt der Brennerei. Aus der anderen Brennerei erschienen schon seit längerem Single Malts als Destillerie-Abfüllung. Und um hier die Gefahr einer Verwechslung auszuschließen, trafen die Beiden eine Vereinbarung. Auf den Eigen-Abfüllungen der einen Brennerei steht weiterhin der eigene Name. Die Brennerei mit den neu eingeführten Eigen-Abfüllungen führt auch einen neuen Namen ein. Und seit dem wissen Whisky-Freundinnen und -Freunde auf der ganzen Welt, dass die Single Malts der Brennerei Knockdhu nicht Knockando, sondern anCnoc heißen. Und dies auch nur, wenn sie eine Destillerie-Abfüllung sind. Denn bei den unabhängigen Abfüllern steht auf den Labeln nicht anCnoc, sondern Knockdhu. So einfach ist das.
Wie immer auch diese Vereinbarung zustande kam und im Detail aussah – ein bisschen mehr Getöse, ein bisschen mehr Brimborium, ein bisschen mehr Aufmerksamkeit hätte der Destillerie Knockdhu und ihremWhisky anCnoc sicherlich sehr gut getan – wenigstens aus Marketing-Sicht. Die Inver House Distillers als Eigentümer gehören jedoch nicht zu den Lautsprechern in der schottischen Whisky-Liga. Auch die anderen Brennereien in ihrem Besitz glänzen mehr mit einer hohen Qualität ihrer Whiskys als durch auffällige Werbung. Bei Knockdhu indes wird der Glanz etwas dezenter wahrgenommen. Knockdhu belegt in der Tabelle der gern übersehenen Brennereien einen Spitzenplatz, und in der Rangliste der Unterschätzten steht anCnoc sicherlich noch weiter oben. Doch woran mag dies liegen? Verwirren die unterschiedlichen Namen für Brennerei und Whisky zu sehr? Hat das schlichte und zeitlose Design der Tuben und der Label zu wenig Bling-Bling?
anCnoc 12 year old – schnörkellos, solide und delikat
Wer den anCnoc 12 year old bisher nicht kennen lernen durfte, verpasste einen klaren und schnörkellosen Single Malt ohne Chi Chi und Schminke. Bereits die Nase lädt ein. Sie ist würzig mit vernehmbaren Holz-Noten und Malz-Aromnen, welche gemeinsam mit Honig und Vanille sowie hellen Früchten des Sommers ein recht komplexes Bouquet bilden. Am Gaumen setzt er samtig fort, was die Nase schon zeigte, und das recht lange, Mund füllende Finish zum Ende bekräftigt den bisherigen delikaten Eindruck: Der anCnoc 12 year ist ehrlich, seriös und solide. Und Preisbewusste finden diesen 12 Jahre alten Single Malt in diversen Online-Märkten und stationären Geschäften bereits für unter 30 €. Sehr viel Qualität für wenig Geld, finden wir, und wünschen Ihnen viel Freude mit unserem Whisky des Monats Juni 2020, dem anCnoc 12 year old.
Willkommen zur 182. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In Ausgabe 182 finden Sie drei Podcasts und zehn neue Videos:
Whisky Jason – Tobermory 21 Jahre Manzanilla Finish
Whisky in Drag – Ben Nevis 19, The Maltman
Malte Talks Malts – Glenrothes – Vintage Reserve
Whisky Plausch – Mc Raven Cask Strength
World Wide Whisky – Speyside Aingeal 2008 TWC
The Bourbon Diaires – Yellowstone Bourbon
Whisky & Vinyl – Floki Icelandic Birch
Whisky Evening – Laphroaig Story x2
Malts and Metal – Tamdhu 15yo
Pat Hock – Mackmyra Grönt Te
https://youtu.be/6K0QMa0TFxs
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Am heutigen Sonntag möchten wir Ihnen wieder eines unserer schon länger zurückliegenden Videos ans Herz legen, diesmal von einem Besuch bei der Speyside-Destillerie GlenAllachie, wo wir durch die Brennerei und Lagerhäuser geführt wurden.
Das etwas über acht Minuten lange Video entstand fast genau vor zwei Jahren – und hat eigentlich nichts von seiner Aktualität verloren, denn Billy Walker, dem die Destillerie gehört, ist strikt bei seinen Plänen für sie geblieben und hat sie in die Tat umgesetzt: Eine Brennerei für erstklassige Single Malts zu schaffen, die bei der Qualität der Abfüllungen keine Kompromisse eingeht.
Viel Vergnügen mit dem Video, und wir sehen uns später wieder mit den Whiskytastings deutschsprachiger Podcaster und Vlogger, wie jeden Sonntag seit nunmehr über dreieinhalb Jahren…
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun 99 Folgen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.