The Balvenie bringt „The Edge of Burnhead Wood 19yo“ aus der Stories-Serie auf den Markt

Regelmäßigen Lesern von Whiskyexperts wird die folgende Neuerscheinungen bekannt vorkommen, denn wir haben bereits im Januar darüber berichtet: Die Stories-Serie wird fortgesetzt, und zu den drei bekannten Ausgaben kommt der neue 19 Jahre alte „The Balvenie The Edge of Burnhead Wood 19yo„.

Zu den bereits veröffentlichten The Sweet Toast of American Oak 12yo, A Week of Peat 14yo und dem A Day of Dark Barley 26yo wird der The Edge of Burnhead Wood 19yo gesellt, der mit lokalen Zutaten gebrannt wird: hauseigene Gerste, die in den eigenen Maltings gemälzt wird, Wasser aus den Convel-Hügeln und Heidekraut aus dem Burnhead-Wald, der auch als Namensgeber fungiert.

Das Etikett verrät schon einiges über die Geschichte dahinter:

Through the winding paths and steep Speyside hills to a glorious moor of heather. This is the story of what would fondly come to be known as The Heather Trials, and how the people behind them helped create the first ever expression of The Balvenie made entirely with ingredients grown on its Dufftown estate

Mit honigartiger Süße und würzigen Obertönen sowie einem Hauch Nelke und karamellisierten Datteln findet man auch eine trockene Eichenwürze, die im Finish auch noch einen Duft getrockneter Knospen mit sich führt, so die Destillerie.

Sobald wir eine deutschsprachige Pressemitteilung erhalten, werden wir Sie natürlich auch noch über den deutschen Preis informieren. Jetzt aber sei einmal darauf hingewiesen, dass der neue Balvenie mit heutigem Datum weltweit veröffentlicht wird – in UK soll er 260 Pfund kosten.

TTB-Neuheit: Johnnie Walker Celebratory Blend

Im Jahr 1820 machte sich John Walker daran, den Walker’s Kilmarnock Whisky im gleichnamigen Ort in Schottland zu produzieren. Heute, 200 Jahre später, ist er wohl die bekannteste Whiskymarke der Welt, und als solche sollte man natürlich den 200. Geburtstag gebührend feiern.

Wenn man einem Eintrag in der us-amerikanischen TTB-Datenbank trauen kann, dann wird das auch mit einem Johnnie Walker Celebratory Blend geschehen, der mit 51% Alkoholstärke abgefüllt werden wird. Er soll nach süßen getrockneten Früchten schmecken, nach sanften Gewürzen und ein pfeffriges Finish haben.

Und so sollen die Etiketten aussehen:

Für ihn wird seitens Diageo bestimmt noch eine offizielle Ankündigung folgen – jetzt kann man sich jedenfalls schon einmal auf diesen mit ungewönlicher Akloholstärke abgefüllten Johnnie Walker freuen…

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

PR: Mit Nick Baker und der Scotch Malt Whisky Society Ihr Whisky-Seelentier entdecken

In sozialen Medien sind sie ja sehr beliebt: verschiedene Fragespiele, um mehr über sich zu erfahren (aber vor allem, um den Veranstaltern dieser Spiele persönliche Daten über sich zur Verfügung zu stellen). Spaß machen Sie ja, und das wird bei dem Spiel, das die Scotch Malt Whisky Society (SMWS) gemeinsam mit dem Naturkundler und TV-Star Nick Baker, wohl nicht anders sein. Gemeinsam hat die SMWS mit Nick Baker 12 zu den Geschmacksprofilen von Whisky passende Wildtiere ausgesucht und diese dann zu „Seelentieren“ der Whiskytrinker deklariert. Und wer jetzt herausfinden will, welches das seine ist, der findet die Verlinkung dazu in der englischsprachigen Pressemitteilung, die wir für Sie hier wie üblich gerne publizieren:


WILDLIFE EXPERT ENCOURAGES WHISKY FANS TO FIND THEIR SPIRIT ANIMAL

The Scotch Malt Whisky Society (SMWS) have teamed up with naturalist and TV presenter, Nick Baker, to pair their whisky flavour profiles to wild animals.

Nick, who has experienced the wildest parts of the planet in search of bizarre and incredible creatures, is also an avid malt whisky fan and an SMWS member.

With his knowledge of both wildlife and whisky in mind, he has come up with his pick of 12 animals to match each of the Society’s flavour profiles and explore the relationship between the spirit and the natural world.

This includes the Society’s ‘Sweet, Fruity & Mellow’ flavour profile being paired with an elegant trogon (a colourful bird found in Arizona) due to its sweet, curvy and chilled out nature and their ‘Heavily Peated’ range being compared to a formidable great white shark.

Whisky fans can then take part in the SMWS’s online quiz to find their ‘spirit animal’, through a series of fun, interactive questions about their likes, dislikes and whisky preferences.

They’ll then be able to learn more about their chosen spirit animal, hear from Nick to understand why that corresponds with a particular whisky flavour profile and get dram recommendations based on their results. Results are easily shareable so people can encourage their friends to take part and compare matches.

Nick, who has presented shows including Weird Creatures and more recently Big Week at the Zoo for Channel 5, has a long-standing love for malt whisky.

This affiliation began when somebody passed him a hipflask after a freezing stint filming polar bears in a blizzard during one of many remote expeditions. This sparked his connection between whisky and wildlife and encouraged him to develop his knowledge of the spirit.

The broadcaster and author said:

“When you take a dram, you’re effectively drinking an element of the landscape, and what I love about whisky is that it’s rooted in a sense of place.

“Whisky, Scotland and its wildlife for me are inseparable and all part of the same experience.”

Nick’s natural selection of unusual global wildlife and flavour profiles pairings will be available at: https://smws.typeform.com/to/X4gQzL where whisky enthusiasts can take the test and discover their own whisky and kindred spirit from the animal world.

Although The Scotch Malt Whisky Society’s Members’ Rooms remain closed, they are open for business as normal online with exceptional single cask whisky ready to be delivered straight to your door. In times of uncertainty, the Society is encouraging members to grab some drams and share them at home. They’ve also set up a virtual Members’ Room where whisky fans can meet up online to enjoy a dram, share their experiences and participate in a series of tastings, from the safety of their own homes.

Serge verkostet: Banff

Vor einigen Jahren waren die Whiskys aus der Lost Distillery Banff zwar schon selten, aber noch zu bekommen. Seit drei Jahren ist keine einzige Abfüllung mehr auf den Markt gekommen – es scheint also so zu sein, dass nirgendwo noch Fässer von Banff in den Lagern sind (irgendwann muss ja abgefüllt werden, bevor der Whisky sozusagen „kippt“).

Einer der beiden Banffs, die Serge heute verkostet, stammt aus dem Jahr 2017, zählt also zu den letzten, die auf den Markt kamen (er kommt aus dem Hause Malts of Scotland). Der zweite, von Berry Bros. & Rudd, wurde schon 2004 abgefüllt. Hier die Bewertungen der beiden Abfüllungen aus der Verkostung:

  • Banff 29 yo 1975/2004 (46%, Berry Bros & Rudd, cask #3323): 90 Punkte
  • Banff 1975/2017 (41.1%, Malts of Scotland, bourbon hogshead, cask #MoS17045, 185 bottles): 88 Punkte

Wie immer zu Montasbeginn stellt Serge auch seine Favoriten aus dem letzten Monat vor. Sie stammen aus den Brennereien Lagavulin, Macallan und Benriach.

Die Reste der Lagerhäuser von Banff. Bild: Dr. Mario Prinz

Whisky des Monats Mai 2020: Glenmorangie The Original 10yo

Nachdem wir im April unser Whisky des Monats ausfiel, beginnen wir im Mai wieder mit der monatlichen Kür. Und in dieser selbst verordneten Pause haben wir nichts an unseren Kriterien geändert, die unser Whisky des Monats erfüllen muss: Eine hohe Verfügbarkeit, eine uns überzeugende Qualität und ein attraktiver Preis. Oft fiel unsere Wahl auf eine neu auf dem Markt erschienene Abfüllung, manches Mal stellten wir Ihnen eine Abfüllungsreihe vor, selten entschieden wir uns sogar für eine ganze Destillerie. Und manches Mal mussten wir uns fragen, warum wir bisher uns nicht für die eine oder andere Abfüllung entschieden hatten. So wie zum Beispiel in diesem Monat. Denn der Whisky des Monats Mai ist der Glenmorangie The Original 10yo.

Die sicherlich altmodischste und primitivste Brennerei

Als Alfred Barnard für sein 1887 erschienenes Buch „The Whisky Distilleries of the United Kingdom“ die Brennerei Glenmorangie in den nördlichen Highlands besuchte, fand er diese in einem erbärmlichen Zustand vor. Denn die Gebäude, in denen William Matheson seine von ihm gegründete Destillerie Glenmorangie betrieb, stammten aus dem Jahr 1738. Sie beheimateten vorher eine Brauerei, die Matheson 1843 zu einer Brennerei umfunktionierte. Und über die Jahre hinweg, so schrieb Barnard, musste diese immer wieder ausgebessert werden, um die Gebäude vor dem Verfall zu bewahren.

Ein Blick auf die Destillerie

Doch dies war nur eine Momentaufnahme. Denn Besitzer William Matheson plante zum Zeitpunkt des Besuches von Alfred Barnard bereits den Abriss der alten und den Bau neuer Gebäude, um eine jährliche Produktion von 20.000 Gallonen (etwas mehr als 90.000 Liter) reinen Highland Malts realisieren zu können.

Mehr als 140 Jahre später: Die „altmodischste und primitivste Brennerei“ ist schon lange Geschichte. In mehreren Ausbau-Stufen erhöhte Glenmorangie die Kapazität der Whisky-Produktion (über die aktuelle Erweiterung berichteten wir hier). Mit den aktuell acht Washstills und Spiritstills ist die Herstellung von mehr als 6.000.000 Litern Alkohol im Jahr möglich. Mit diesen Zahlen reiht sich Glenmorangie im oberen Mittelfeld der größten schottischen Whisky-Brennereien ein. Nicht die größte, auf jeden Fall auch nicht die kleinste, und eine der Bekanntesten. Neben den hier üblichen Verdächtigen, die nicht unbedingt im Thema Whisky versierte Menschen nennen können, weißt auch Glenmorangie einen hohen Bekanntheitsgrad auf. Sicherlich auch, weil man lange der meistverkaufte Single Malt Whisky in Schottland war – und vielleicht noch immer ist.

Sorgfältige Beständigkeit im Tal der Ruhe

Es scheint, hinter der Destillerie Glenmorangie nahe der Stadt Tain und ihren Whiskys steht eine einfache und doch wirkungsvolle Idee: Es ändert sich nichts. So arbeiten zum Beispiel grundsätzlich immer genau 16 Mitarbeiter in der Brennerei, die berühmten ‚16 Men of Tain‚. Auch wenn dies in den aktuelleren Zeiten nur noch im Arbeits-Bereich der Destillation stimmt, dieser Grundsatz bleibt bestehen – oder der Bestand dieses Grundsatzes wird von außen betrachtet angenommen.

Ein hohes Maß an Beständigkeit finden wir auch im Bereich, in dem vor und vor allem nach der Destillation gearbeitet wird. Seit 1995 ist Dr Bill Lumsden bei Glenmorangie tätig. Seine offizielle Bezeichung ‚Director of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks‘ ist im Whisky-Business einmalig, so wie er selbst. Er studierte Biochemie in Glasgow, das Thema seines Doktorstudium in Edinburgh war mikrobielle Physiologie und Fermentationswissenschaft. Seine Doktorarbeit über das Verhalten von Hefen unter hohem Druck in kohlendioxidhaltigen Milieus beendet er 1986. Auch wenn sich dies liest wie die Geschichte eines Mannes und seiner Mission: Mit ihm arbeitet ein Team. Und auch wenn das Ende seiner Arbeit bei Glenmorangie noch nicht terminiert ist – mit Brendan McCarron steht sein Nachfolger schon fest und wird seit nun mehr als vier Jahren geschult und auf seine kommenden Aufgaben vorbereitet. Eine geordnete Übergabe ist vorbereitet und garantiert Beständigkeit. Vielleicht liegt der Grund für diese Beständigkeit auch am Ort, an dem die Destillerie liegt und dessen Namen sie erhielt. Denn Glenmorangie bedeutet im schottischen Gälisch „Tal der Ruhe“.

Hochragend und wohl ausbalanciert

Bekannt ist die Destillerie Glenmorangie vor allem für seine Stills. Die außergewöhnlich hohen Brennblasen ragen acht Meter in das entsprechend hohe Stillhouse. Die zylindrischen Kupferhälse oberhalb der Brennblase stehen beeindruckende 5,14 Meter hoch. Dies sorgt für einen sehr reinen und milden New Make. Um diesen feinen und filigranen Charakter zu erhalten und auch nach der Reifung später im Whisky wieder zu finden, ist ein sorgfältiges und gewissenhaftes Fass-Management notwendig.

Photo credit: Jack Shainsky via Visual Hunt / CC BY

Bei unserem Whisky des Monats, dem Glenmorangie The Original 10yo, werden ausschließlich ehemalige Bourbon-Fässer als Erst- oder Zweitbefüllung eingesetzt. So finden wir in der Nase sommerlich Fruchtiges mit einem zarten Anflug von Zitrone sowie einem Hauch von Vanille gepaart mit dezenten würzigen Getreide-Aromen. Am Gaumen werden Vanille und Getreide deutlicher. Insgesamt entwickelt der Glenmorangie The Original 10yo hier eine Süße, die in der Nase nicht vorhanden war, aber auch nicht vermisst wurde. Verglichen mit der Nase, wird der Malt am Gaumen deutlicher, ohne laut oder gar forsch zu werden. Wohl ausbalanciert zeigen sich hier die Aromen heller Früchte mit süßem Vanille. Und wer genau hinhört, wird beim Finish einen überraschen langen Abschied des Glenmorangie The Original 10yo bemerken. Denn insgesamt ist bei diesem Single Malt ein wenig Aufmerksamkeit gefragt.




Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

Eine Flasche Glenmorangie The Original 10yo findet sich sowohl im Fach- wie auch im Getränkehandel. Für etwas mehr als 30 € erhalten wir Whisky. Wem dieser zu einfach sein sollte und mehr Tiefe sucht, oder einfach auf den Geschmack gekommen ist, dem bietet Glenmorangie in seinem Portfolio einige weitere Abfüllungen. Die Brennerei ist bekannt für seine Finshes, die Nachlagerung und Nachreifung von Whisky in mit Sherry und Wein vorbelegten Fässern. Zu den Core expressions gehört The Lasanta (Finish in Oloroso und Pedro Ximénez Sherry-Fässern), The Quinta Ruban 14 Years Old (Extra-Reifung in Port-Fässer) sowie The Nectar d’Or (Sauternes Cask Finish). Hier liegen wir preislich dann aber auch deutlich höher.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

PR: Neu bei Kirsch Whisky: Floki Single Malt Whisky Met-Fass Finish

Kirsch Whisky informiert in einer Presseaussendung über eine neue Abfüllung der isländischen Whisky-Destillerie Eimverk. Der Floki Single Malt Whisky Double Wood – Mead Cask zunächst in Fässern, in denen zuvor der Young Malt reifte, und erhielt dann ein Met-Fass Finish.
Alles Weitere zu dieser Abfüllung sowie Wissenswertes über die Eimverk Distiilery finden Sie in der folgenden Pressemitteilung:


Neu bei Kirsch Whisky: Floki Single Malt Whisky Met-Fass Finish

Inspiriert von Wikingerlegende Hrafna-Floki: Floki – Iceland Single Malt Whisky

847 nach Christus brach Hrafna-Floki auf, um eine Insel zu finden, über deren Existenz es bisher nur Gerüchte gab. Nach einer langen und strapaziösen Reise betrat der Wikinger das neue Land und taufte es: Island. Über 1.000 Jahre später erhält die von Naturschauspielen und atemberaubenden Landschaften geprägte Insel mit Eimverk ihre erste Whisky-Destillerie. Den ersten Single Malt Whisky Islands benennen seine Macher nach dem Wikinger „Floki“ – inspiriert von seiner Entschlossenheit und seinem Mut Dinge zu tun, die zuvor noch niemand getan hat.

Eimverk ist die erste Whisky-Destillerie auf Island. 2009 wurde sie mit dem Ziel gegründet, isländische Premium Spirits aus lokal angebauter Gerste herzustellen. Das besonders robuste isländische Getreide enthält wenig Stärke, weshalb etwa 50 Prozent mehr Gerste pro Flasche Whisky verwendet werden muss als bei anderen Gerstensorten. Die ersten vier Jahre widmete die familiengeführte Brennerei der Entwicklung ihrer Rezepturen. Für den Whisky allein machte man 163 Test-Destillationen – und startete erst dann die Produktion.

Während der erste Whisky Islands in den Fässern lagerte, sorgte die Eimverk Distillery bereits mit anderen Spirits für Aufsehen. Allen gemeinsam: Sie sind in Handarbeit und zu 100 Prozent aus isländischer Bio-Gerste hergestellt. Der VOR Gin sowie der Aquavit VITI wurden jeweils mit der Goldmedaille bei der San Francisco World Spirits Competition ausgezeichnet. Die Young Malts lieferten bislang einen Vorgeschmack auf „Floki“, sie sind als rauchige und nicht rauchige Abfüllung erhältlich. Letztere hat es besonders in sich: Da es auf Island keinen Torf gibt, wird traditionell mit Schafsdung geräuchert – so auch das Malz des Young Malt „Sheep dung smoked Reserve“.

Der Single Malt Whisky „Floki“ reift in Fässern, in denen zuvor die Young Malts der Eimverk Distillery gelagert wurden – ursprünglich frische Eichenfässer ohne Vorbelegung. Dies sorgt zusammen mit der isländischen Gerste für einen besonderen und untypischen Single Malt: Er duftet ungewöhnlich würzig nach Tannennadeln, Pinienkernen und Muskat, mit der Zeit auch fruchtig-frisch mit milden Vanillearomen. Im Geschmack ist Floki überraschend süß und fruchtig, gefolgt von einer Würze, die an Wurzelgemüse erinnert. Der mittelange Nachklang ist süß mit starken Vanillenoten.

Neben den beiden Standard Single Malt Whiskys bringt das Team der Eimverk Brennerei verschiedene Fass-Finish Abfüllungen heraus. Den Anfang machte ein Stout Cask Finish aus einer befreundeten isländischen Brauerei, im November letzten Jahres folgten ein Sherry- & Birkenfinish. Ausgefallen geht es auch heute weiter! Wenn man an Wikinger und Alkohol denkt, dann kommt an die Grundlage des neuen Flokis nicht vorbei: Honigwein – besser bekannt als Met.

Wie auch der Standard-Floki Single Malt lagert diese Double Wood Reserve zunächst in Fässern, in denen zuvor der Young Malt reifte – in diesem Fall ein Sheep Dung Young Malt- und ein unsmoked Young Malt Fass. Das Met-Fass Finish verleiht dem Whisky ein wundervolles Aroma: Honig, verschiedene Gewürze und das Floki typische, frische Heu-Aroma strömen in die Nase. Auch auf der Zunge ist der Honig prägnant, ein öliges Mundgefühl wird begleitet von einer kräftigen Würze, dazu Toffee und etwas Frucht. Der Abgang ist lang, würziger Honig der sich zu frischem Mokka entwickelt.

Floki Mead Cask
Double Wood Reserve

Gereift in:
Primär: ex Young Malt #46 + #51 smoked
Sekundär: Mead Cask #1
Fassnr. 1

45,0 % Vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

The Scottish Farmer: Führt der Lockdown zu einer Gerstenschwemme?

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Gordon Davidson stellt auf The Scottish Farmer in seinem Artikel „Lockdown barley glut?“ die momentane Situation der schottischen Landwirte dar, die hauptsächlich Gerste für die schottische Whisky-Industrie anbauen und diese beliefern. Denndie Produktion in den Brennereien ist heruntergefahren. Viele werden nur noch mit einer Notbesetzung betrieben, viele produzieren jetzt Ethanol für Hand-Desinfektionsmittel. Doch keine Brennerei fährt im Moment mit voller Leistung. Und niemand kann genau vorhersagen, wann dies wieder sein wird.

Angesichts dieser Situation wissen die Farmer jetzt nicht, was aus ihrer momentan angebauten Sommer-Gerste wird. Wird die Whisky-Produktion nicht wieder im gewohnten Maß aufgenommen, und die Nachfrage nach Gerste nicht wieder steigen, droht eine Überangebot an Gerste und den Farmern große, finanzielle Verluste. Der schottische Tory-MSP Edward Mountain formulierte die momentane Situation während einer virtuellen Fragestunde des schottischen Parlaments so:

„Landwirte in ganz Schottland haben gerade Hunderttausende Morgen Sommergerste gepflanzt, speziell für die Whiskyproduktion. Wenn diese Gerste aufgrund der Schließung von Brennereien nicht benötigt wird, werden die Auswirkungen für die Agrarindustrie verheerend sein.“

Auch in Irland sieht die Lage der Gersten-Bauern alles andere als rosig aus, auch wenn hier normalerweise die Brauerei Guinness einen sehr großen bedarf an Gerste hat. So hat der Großabnehmer Boortmalt, so lesen wir, plötzliche Kürzungen der Verträge vorgenommen. Und die irischen Erzeuger werfen in diesem Zusammenhang auch die Frage nach Vorräten an importiertem Getreide auf, die vor der Inlandsprodukten verwendet werden.

Das Glencairn Glas wird 20!

Seine Vision war, ein Glas zu gestalten, welches die Whisky-Trinkenden ermutigt, die Nase und den Gaumen eines Whiskys voll zu würdigen. Gleichzeitig sollte es auch ein ästhetisch ansprechendes Objekt sein. Und heute können wir sagen, dass dies Raymond Davidson eindrucksvoll gelungen ist. Denn sein designtes Glas hat sich weltweit als Quasi-Standard für den Whisky-Genuss durchgesetzt. Jedes Jahr verkauft die von ihm gegründete Firma Glencairn Crystal über 3 Millionen Gläser in 140 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Auch unser Logo ist von der Form dieses Glases inspiriert. Und es feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Das Glencairn Glas wird 20!

Das Glencairn-Team begeht dieses Jubiläum mit einer Reihe von Events. So startet es die neue Glencairn PodGlass-Serie. Hierzu lädt Raymond Davidson, einige bekannte und angesehene Personen der Whiskyindustrie ein. Start ist am 5. Mai, weitere Informationen finden Sie unter www.whiskyglass.com.

Des weiteren ergänzt zukünftig eine neue Version des Glencairn Glass das bestehende Sortiment. Und in East Kilbride eröffnet das erweiterte Glencairn Crystal Studio. Es ist renoviert und um einen Neubau ergänzt. Die Arbeiten hierfür wurden von lokalen Unternehmen ausgeführt.

Eine komplette Übersicht der Aktivitäten und Angebote von Glencairn Crystal zum Geburtstag ihrer Whiskyglas-Ikone finden Sie auf ihrer Website.

Serge verkostet: Erneut Ben Nevis

Ja, auf Whiskyfun erscheint heute schon wieder ein Ben Nevis Tasting. Erst im letzten Monat präsentierte uns Serge Valentin fünf Abfüllungen aus der Highland-Brennerei. Doch angesichts der Tasting-Alternative, die Serge uns offeriert, möchten wir uns heute darüber nicht beschweren. Und angesichts der – bis auf eine Ausnahme – durchweg sehr guten Bewertungen der Kandidaten der Session auf Whiskyfun, finden wir noch weniger Grund dazu, wie Sie in unserer Kurzübersicht sicherlich nachvollziehen können:

  • Ben Nevis 17 yo (50.8%, Milroy’s of Soho, +/-2016) 88 Punkte
  • Ben Nevis 16 yo 1999/2015 (55.4%, Archives, hogshead, cask #166, 294 bottles) 70 Punkte
  • Ben Nevis 22 yo 1997/2019 (52.5%, Cask & Thistle for SCSM, China, refill butt, cask #126, 300 bottles) 89 Punkte
  • Ben Nevis 23 yo 1996/1999 (51.6%, The Whisky Jury, refill hogshead, cask #1513, 260 bottles) 89 Punkte
  • Ben Nevis 23 yo 1996/2019 (47.4%, Maltbarn, bourbon, 150 bottles) 90 Punkte
  • Ben Nevis 1995/2019 (51.2%, The Whisky Jury, refill hogshead, cask #970, 245 bottles) 90 Punkte
Ben Nevis. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Neu: Zwei limitierte Deanston Distillery Exclusive

Die Highland-Brennerei Deanston präsentiertzwei neue Bottlings, die als Distillery Exclusive nicht in den Handel kommen, jedoch online über die Website der Destillerie erworben werden können.

Deanston 2007 Calvados Cask Finish verspricht den Sommer in einer Flasche. In Fassstärke mit 57,3% Vol., in natürlicher Farbe und nicht kühlfiltriert abgefüllt, ist diese Abfüllung für knapp 110 € online erhältlich.

Deanston 2002 Port Cask Finish vereint süßes Toffee, Obst und Gewürze mit einem langen und anhaltenden Finish. Dies versprechen die offiziellen Tasting Notes. Auch hier wurde auf Färbung und Kühlfiltrierung verzichtet. Ebenfalls in Fassstärke, mit 50,6% Vol., kam dieser Deanston in die Flaschen. Der Deanston 2002 Port Cask Finish kostet etwas mehr als 150 €.

Beide Abfüllungen sind limitiert, ohne das eine jeweilige Flaschenanzahl angegeben ist. Und bei einer Online-Bestellung müssen noch die Versandkosten addiert werden. Diese liegen bei £13, also etwa 15€.

PR: 375 Park Avenue Spirits und International Beverage Holdings Ltd gehen getrennte Wege

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Änderungen in der Vertriebsstruktur für Produkte von Inver House Distillers in den USA, die zu International Beverage Holdings Ltd gehören: Nachdem sich ab 1. Juni 75 Park Avenue Spirits und International Beverage Holdings Ltd trennen werden, wird 375 Park Avenue Spirits auch nicht mehr für den Import der Produkte von Speyburn, Old Pulteney, Balblair und anCnoc auf den us-amerikanischen Markt verantwortlich sein.

Vom Mutterkonzern Sazerac, zu dem 375 Park Avenue Spirits gehört, bekamen wir dazu folgende Pressemitteilung:


375 PARK AVENUE SPIRITS AND INTERNATIONAL BEVERAGE HOLDINGS LTD PART WAYS

LOUISVILLE, KY (April 29, 2020) — 375 Park Avenue Spirits which specializes in importing superior spirits brands from across the globe, and International Beverage Holdings LTD, one of the industry’s most dynamic global drinks businesses are announcing they will be parting ways.

375 Park Avenue Spirits began working with International Beverage Holdings LTD in August 2015 shortly after joining Sazerac as an independent, yet fully integrated sales company. Many collective successes were achieved over the last 4+ years but both companies have continued to evolve and after careful consideration both International Beverage Holdings LTD, and 375 Park Avenue Spirits decided that a parting of ways would be best for both sides to achieve the growth aspirations each has in the U.S. market.

With this departure, 375 Park Avenue Spirits will no longer represent the International Beverage Holdings Ltd. spirit portfolio, including its Inver House Distillers subsidiary responsible for single malt whiskies Speyburn, Old Pulteney, Balblair, and anCnoc as well as Hankey Bannister blended Scotch, Caorunn Gin, Phraya Rum and Mekhong.

This transition is underway and is expected to be finalized by June 1.

Ardbeg setzt sich durch: Arlberg Whisky aus Liechtenstein unterliegt im Streit um Namen

Die Destillerie Ardbeg hat sich in einem Namensstreit mit einem Liechtensteiner Brennmeister durchgesetzt: Der darf seinen Whisky, den er unter dem Namen Arlberg Whisky (ein Berg in Österreich, unweit von Liechtenstein) verkaufen wollte, wegen der Ähnlichkeit zum Destillerienamen nicht unter diesem Namen auf den Markt bringen.

Das Büro für geistiges Eigentum der EU hat bereits im Februar entschieden, dass durch die phonetische Ähnlichkeit der Namen eine Verwechslungsgefahr gegeben sei und daher der Klage von Ardbeg stattgegeben werde.

Der Antrag auf die Erteilung der Marke „Arlberg“ für einen Whisky, den Norbert Rom eingebracht hatte, ist nun rechtskräftig abgewiesen. Kleiner Trost für Rom: Die Kosten für das gesamte Verfahren belaufen sich auf nur 620 Euro.

Alloa Advertiser: Ein Spaziergang bei der Kennetpans Distillery

Haben Sie schon einmal von der Kennetpans Distillery gehört? Wenn Sie ein treuer Leser mit einem fotografischen Gedächtnis sind, dann können Sie sich vielleicht an einen Artikel bei Whiskyexperts erinnern, in dem vier Wanderwege für Whiskyinteressierte vorgestellt wurden – und einer davon führte zur Kennetpans Distillery, oder vielmehr zu dem, was von ihr noch übrig ist.

Die Kennetpans Distillery in Alloa zwischen Stirling und Falkirk, allerdings auf der anderen Seite des Firth of Forth, war die erste Brennerei Schottlands, die Whisky in industriellem Stil erzeugte und ist damit eines der wichtigsten Denkmäler für die Whiskygeschichte des Landes – auch wenn sie heute in Trümmern liegt.

Der Alloa Advertiser hat heute einen interessanten Artikel zur Kennetpans Distillery online gestellt, in dem auch auf die geschichtliche Bedeutung des Ortes und die zur Zeit stattfindenden Restaurierungsmaßnahmen eingegangen wird. Wenn Sie ein wenig in die Whiskygeschichte Schottlands eintauchen wollen, dann empfehlen wir ihn Ihnen zur Lektüre. Und wenn Sie auch gerne mehr von der Kennetpans Distillery sehen wollen, dann können Sie dies im untenstehenden Video, das wir auch schon in unserem ersten Artikel zu dieser Brennerei eingestellt hatten…

Serge verkostet: Fünf Bottlings aus Glen Garioch

Etwas abseits von der Hauptstraße in Old Meldrum in den Highlands gelegen, findet man Glen Garioch, eine antik anmutende Destillerie, die Besucher gerne willkommen heißt. Serge Valentin auf Whiskyfun hat Glen Garioch (Glen Giiri ausgesprochen) heute mit seiner Verkostung sozusagen virtuell besucht, und sich dabei ausschließlich unabhängigen Abfüllungen gewidmet.

Die Wertungen liegen dabei zwischen 83 und 90 Punkten – für die Details der Verkostungsnotizen folgen Sie bitte wie immer unserem Link.

Hier die Flaschen und ihre Wertungen in der Verkostung:

  • Glen Garioch 2011/2017 (45%, Whisky & Rhum, Golden Barley, barrel, cask #882): 83 Punkte
  • Glen Garioch 8 yo 2011/2019 (52%, Asta Morris, cask #AM075, 272 bottles): 87 Punkte
  • Glen Garioch 8 yo 2011/2019 (59.9%, Liquid Treasures, 10th Anniversary, bourbon barrel, 132 bottles): 83 Punkte
  • Glen Garioch 23 yo 1994/2017 (56.3%, Aqua Vitae Whisky Selection, hogshead, cask #21, 150 bottles): 87 Punkte
  • Glen Garioch 25 yo 1990/2017 (52.3%, La Maison du Whisky, Artist, hogshead, cask #2694, 180 bottles): 90 Punkte