Willkommen zur 169. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In Ausgabe 169 finden Sie neun neue Videos:
Whisky a. d. S. e. Amerikaners – Scapa 16 Jahre alt The Orcadian
World Wide Whisky – Glenfarclas 40 Jahre Warehouse Edition
Malt Mariners -Ledaig 18 Jahre
Malte talks Malts – Arran 10 Jahre Pinot Noir Casks (exkl. f. Deutschland)
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wer sich mit Whisky beschäftigt, der wird bald seine Leidenschaft mit anderen teilen und sich darüber austauschen wollen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz viele Whiskyclubs gegründet haben und teilweise bereits seit Jahrzehnten eine großartige Anlaufstelle für Neulinge und ein Platz für den Austausch unter alten Hasen geworden sind.
Wer Mitglied in so einem Whiskyclub ist, der weiß diese Vorteile zu schätzen und möchte sie teilen. Und als Club weiß man, dass neue Mitglieder das Gemeinsame immer bereichern können.
Wir bei Whiskyexperts wollen daher ab sofort diesen Whiskyclubs eine Bühne bieten. Sie werden bei uns jeden Sonntag eine Plattform finden, mit der sie sich der Öffentlichkeit vorstellen können. Was sie so tun, wann wo sie sich treffen, was sie den Mitgliedern bieten. Der Club, der sich hier in dieser Woche vorstellt, sind die
Whiskyfreunde Pfalz e.V.
Beheimatet in der wunderschönen Pfalz in Böhl-Iggelheim, haben wir 2013 unseren Verein gegründet und sind inzwischen auf über 120 Mitglieder angewachsen.
Wir sind eine neugierige und agile Truppe, die alles zum Thema Whisky und Schottland wissbegierig aufnimmt. So besuchen wir mehrfach im Jahr Whiskymessen (Frankfurt, Schwetzingen, Limburg) und laden gerne externe Referenten für unsere Mitglieder ein (Ewald Stromer von Bruichladdich, Simon Jakob von Heidelberg Highlands, Julia Nourney als unabhängige Referntin).
Ein Teil unserer Mitglieder ist reiselustig und war in den letzten Jahren mehrfach in Schottland unterwegs. Neben den klassischen Whiskyzielen waren wir unter anderem auch beim Feis Ila, auf Arran (eine Woche Wandern), auf den äußeren Hebriden, Ardnamurchan und Orkney unterwegs.
Vereinsleben schreiben wir Groß und setzten dabei neben unseren monatlichen Stammtischen in Frankenthal und Iggelheim auf einen bunten Strauß von Aktivitäten im Jahr (Whiskywanderungen im Frühjahr und Herbst, sommerliches Familienfest, Ausflug zur Kyrburg).
Aber wir kochen keineswegs nur eigenen Saft, wir gehen raus unters Volk und geben unsere Begeisterung zu Whisky und Schottland weiter. Hauptaktivität ist unser Stand auf der Böhler Kerwe am letzten Augustwochenende. Über vier Tage präsentieren wir Whiskys, Cocktails (natürlich auf Whiskybasis) und Leckereien vom schottischen Hochlandrind, musikalisch wunderbar untermalt von der K-Town Pipe Band aus Kaiserslautern.
Die Welt des Whisky ist so riesig und es gibt so unendlich viel zu entdecken, lernen und erleben. Frei nach Willie Tait, den wir einen genialen Tag auf Jura beim Feis Ila erleben durften „Die Welt ist voll von wunderbarem Whisky, probiert und lasst euch von den eigenen Empfindungen leiten“.
Wie kann sich Ihr Whiskyclub unseren Lesern vorstellen? Schicken Sie uns einfach eine Mail mit dem Betreff „Clubvorstellung“ an team @ whiskyexperts.net mit folgenden Anhängen:
Dieses Word-Dokument ausgefüllt (es enthält einige Fragen zu Ihrem Club, bitte nicht verändern)
eine Kurzvorstellung von maximal 350 Wörtern (wer sind Sie, was bieten Sie, an wen wenden Sie sich, Highlights etc.)
dazu mindestens ein JPG-Bild, für das Sie die Rechte besitzen und das wir zur Vorstellung verwenden dürfen (das Bild, das wir als Titelbild verwenden, muss im Querformat 1920×1080 sein)
ein Clublogo als jpg, falls vorhanden
wenn Sie wollen, können Sie uns auch ein kurzes Video (nicht länger als 1 Minute) zum Download zur Verfügung stellen (kein Muss!)
Ihr Club muss ohne kommerzielle Ausrichtung arbeiten, mindestens sechs Mitglieder haben und seit mindestens 2 Jahren bestehen. Mit der Einsendung erklären Sie, dass Sie im Namen des Clubs sprechen dürfen und der Inhalt der Vorstellung mit den Verantwortlichen des Clubs abgesprochen ist. Wir veröffentlichen die Beiträge jeweils am Sonntag – in keiner spezifischen Reihenfolge (wir können auch nicht sagen, wann genau Ihr Club an der Reihe ist). Für den Inhalt der Beschreibung des Clubs ist der Club selbst verantwortlich, wir bearbeiten die Beschreibung nicht redaktionell.
Von der Echlinville Distillery aus Irland sind wir über eine neue Abfüllung informiert worden, die ab sofort erhältlich ist. Der Dunville’s Cask Strength PX Irish Whiskey stammt, wie der Name schon verrät, aus einem Pedro Ximenez-Fass und ist mit 55% vol. abgefüllt. Alles Weitere dazu, wie zum Beispiel sehr ausführliche Tasting Notes können Sie der englischsprachigen Pressemitteilung entnehmen, die wir unten wiedergeben.
Addendum: Einige Leser haben uns berichtet, dass der Whiskey bereits wenige Minuten nach dem Erscheinen des Artikels ausverkauft war. Somit sind alle 300 Flaschen in den knapp etwas mehr als 75 Minuten zwischen der Aussendung der PR und dem Erscheinen des Artikels an neue Besitzer gegangen…
The Echlinville Distillery is expanding its award winning Dunville’s Irish Whiskey portfolio with the release of a Cask Strength expression of its iconic 12 year old Single Malt.
Dunville’s PX 12 Year Old Cask Strength Single Malt Irish Whiskey is finished in Pedro Ximenez sherry casks and bottled at 55% abv and has already been awarded a Category Win at this year’s World Whiskies Awards. Priced at £108, the first single cask bottling of approximately 300 bottles is available only from The Echlinville Distillery shop, either in store or online at https://shop.echlinville.com/
Dunville’s brand ambassador Jarlath Watson said:
“When we revived the Dunville’s whiskey brand in 2012 we did so with the promise not to compromise in our desire to produce the finest whiskeys conceivable. We are staying true to that ethos with the release of Dunville’s PX Cask Strength. This is an intense, perfectly balanced, spicy, fruity, luxurious, sherry bomb of a whiskey that will sit proudly alongside the very best whiskeys of its genre.
“This release of around 300 bottles at 55% abv is only the second single cask whiskey from Dunville’s, the first being our 18 Year Old Port Mourant Rum Finish which was launched last year. We are excited to reveal that we are working on further releases in the Dunville’s Single Cask Series, a series of single cask whiskeys that will showcase the very best whiskeys in the Dunville’s warehouse and give our customers what they want – exceptional Irish whiskey, uncompromised and bottled at its optimum strength for the best possible quality and flavour.
“We firmly believe that PX 12 Cask Strength and the releases that will follow in the next few months further enhance Dunville’s global reputation, with each release helping us take another step towards restoring Dunville’s ‘The Spirit of Belfast’ to its rightful place among the world’s best whiskeys.”
Speaking about Dunville’s decision to release this cask strength expression of their already popular PX 12 single malt, Jarlath continued:
“Dunville’s PX 12 Year Old standard expression has always been very well received but we also know there is a desire out there among the Irish whiskey community for a cask strength expression, so we are delighted to introduce PX Cask Strength to the Dunville’s portfolio.”
Tasting Notes for Dunville’s PX 12 Cask Strength Single Cask Single Malt Irish Whiskey
Colour – Beautiful deep, dark, rich amber gold. The colour screams of the intensity of what is to come, and it does not lie.
Nose – Full of fruit. First dark fruits, cherries, plums, raisins, figs, then apricots, marzipan, caramelised stewed apples, pear drops and that candied orange grace note that is a constant across the Dunville’s range. The fruits merge with the incoming spices, cinnamon, clove, nutmeg and muscovado sugar to give the most glorious Christmas cake aromas, all wrapped up in wonderful clean oak wood.
Palate – Intense soft fruits, black cherries, caramelised orange peel, apple strudel, dates. Perfectly balanced with dark chocolate, demerara sugars and liquorice and a hint of mint, and all the way through that rustic cask char influence and PX sweetness that elevate this whiskey to something truly wonderful.
Finish – The length and intensity of the finish speaks of the quality of those PX casks. The dark fruits, sugars and spices all carry through with the oak char in almost perfect harmony, enveloped in a syrupy PX sweetness that carries the finish through for almost an eternity.
Overall – Dunville’s PX 12 Cask Strength is an intense, perfectly balanced, spicy, fruity, sherry bomb of a whiskey that will sit proudly alongside the very best whiskeys of its genre.
Auf Islay baut man fleißig an der Wiedererrichtung von Port Ellen (am ursprünglichen Standort nahe der Mälzerei), aber bis wir von dort die ersten Abfüllungen sehen werden, wird es noch etwas dauern. Angus behilft sich bis dahin mit vier Bottlings aus der alten Brennerei, und das Quartett zeigt eines deutlich: Es war auch nicht immer alles gut, was von Port Ellen kam – aber meistens schon sehr.
Drei Knaller, ein Blindgänger, so kann man die Verkostung gut beschreiben:
Port Ellen 1970 (40%, Gordon &MacPhail, Connoisseurs Choice, 1980s): 93 Punkte
Port Ellen 23 yo 1975/1998 (45%, Samaroli, 744 bottles): 75 Punkte
Port Ellen 1977/1992 (61.5%, Scotch Malt Whisky Society, #43.4): 92 Punkte
Port Ellen 1982/2003 (61.2%, Scotch Single Malt Circle, sherry): 92 Punkte
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun 85 Folgen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Können Sie sich noch erinnern? Am Mittwoch zeigten wir Ihnen ein Wallpaper eines wunderschönen alten Morris Lieferwagen, der für William Grant & Sons Whiskys ausfuhr und jetzt als Schauobjekt fungiert? Wir bezeichneten ihn als schönsten Whiskylieferwagen der Welt.
Natürlich dauerte es nicht lange, bis sich hier Widerspruch regte – und wir müssen sagen: Völlig gerechtfertigt. Achim Hafener von eoi-whisky.de schrieb uns eine kurze Mail mit Attachment:
Hallo zusammen,
wollte Euch nur mitteilen, daß es auch hierzulande schöne Lieferfahrzeuge gibt. Hier ist mein 61er Morris Minnor 1000 Convertible mit satten 45PS und 1098ccm, Schönen Gruß
Ja, also: Wir finden auch, dass dieser Morris mit dem anderen Objekt locker mithalten kann. Und damit ist er für uns offiziell der „mindestens genauso schönste Whiskylieferwagen der Welt“.
Vor einigen Monaten hat Douglas Laing in einer für viele unerwarteten Aktion die Brennerei Strathearn erworben. Seitdem war es etwas ruhig um sie, aber nun tut sich was: Das Unternehmen hat uns mitgeteilt, dass der Strathearn Single Malt Batch #001 nun im Webshop von Douglas Laing erhältlich ist.
85 Pfund (plus Porto und Verpackung) muss man für den im Jahr 2013 und 2014 destillierten Single Malt aus der kleinen Highland-Brennerei auf den Tisch legen. Der Whisky ist mit 46,6% vol. abgefüllt und erscheint in einer kleinen Auflage (die Anzahl der Flaschen ist nicht verlautbart worden). Er stammt aus europäischen Eichen- und Sherryfässern.
Geschmacklich soll der Strathearn rote Früchte durch die Sherryfässer bieten und weich und sanft am Gaumen auftreten.
Trotz der Bezeichnung als Batch #001 ist das natürlich nicht der erste Strathearn, der auf den Markt gekommen ist – 2016 gab es die erste Flasche aus der Destillerie mit 18.000 Litern Jahresproduktion, und 2018 sogar eine, die exklusiv für Deutschland abgefüllt war.
Von der Hanseatischen Weinhandelsgesellschaft, dem deutschen Importeur der Whiskys der Brennereien Springbank (Springbank, Longrow und Hazelburn) und Glengyle (Kilkerran), haben wir die Pressemitteilung über das Erscheinen des lang erwarteten neuen Longrow Red 13yo – Chilean Cabernet Sauvignon Matured erhalten (er ist letzte Woche bereits in Großbritannien erschienen), die wir natürlich sehr gerne mit Ihnen teilen.
Streng limitierte Edition aus Campbeltown eingetroffen: Longrow RED 13yo – Chilean Cabernet Sauvignon Matured – 51,6% Vol. Cask Strength
Mit dem streng limitierten Longrow RED (9.000 Flaschen weltweit) erwartet uns eine neue exklusive und faszinierende Edition aus Campbeltown.
Diese Sonderedition reifte zunächst 10 Jahre in Bourbon Barrels und Refill Sherry Hogsheads, gefolgt von 3 Jahren in Cabernet Sauvignon Barrels des Weinguts MontGras, gelegen zu Füßen der majestätischen Anden (Chile).
Longrow Red erscheint einmal jährlich, in Fassstärke, ist lediglich streng limitiert verfügbar und wird stets in Rotweinfässern nachgelagert.
Für die diesjährige Edition wurden Fässer des chilenischen Weinguts MontGras ausgewählt.
The Work of Human Hands
Springbank und die zugehörige Schwesterbrennerei Kilkerran produzieren ihre Single Malts zu 100% handwerklich, traditionell und vor Ort; mit dieser außergewöhnlichen Handwerksleistung ist Springbank einzigartig unter Schottlands Destillerien. Infolge der ursprünglichen Produktionsverfahren liegen daher lediglich begrenzte Kontingente vor. Jeder Campbeltown Malt aus dem Hause J. & A. Mitchell & Co. Ltd offenbart dabei seinen eigenen typischen Stil durch unterschiedliche Destillationsstufen und Rauchintensitäten. Das Malz für den Longrow wird ganze 48 Stunden über Torffeuer gedarrt, wohingegen Springbank eine feine Rauchnote aufweist.
Zudem arbeitet die Springbank Distillery mit dem 2,5-fach destillierten Springbank, dem 3-fach gebrannten Hazelburn sowie der typischen 2-fach Destillation des Longrow einen außergewöhnlichen Variantenreichtum heraus, für den die Halbinsel Kintyre mit ihrer Whisky-Region Campbeltown seit jeher bekannt ist. Alle drei Single Malts werden in der Springbank Brennerei destilliert und unterscheiden sich in ihrer Stilrichtung.
Sollten Sie Ihre monatliche Freimenge an Artikeln auf Nikkei Asian Review noch nicht aufgebraucht haben, dann legen wir Ihnen einen interessanten Beitrag über die Situation am heimischen Markt ans Herz legen: Unter dem Titel „Suntory, Asahi and Kirin face sober reality in Japan“ wirft man einen genaueren Blick an die nicht ganz einfache Situation in Japan, wo trotz des Booms von japanischem Whisky der generelle Alkoholkonsum aus Gründen einer Änderung im sozialen Verhalten und des Schrumpfens der eigenen Bevölkerung zurückgeht.
Im Beitrag wird zunächst ausführlich über die Situation bei Whisky gesprochen – man versucht bei den Unternehmen, sich mehr ins Ausland zu orientieren, weil man den Trend im Land kurzfristig nicht ändern kann und auch mittel- bis längerfristig allerhöchstens sehr leichtes Wachstum erwartet.
Der zweite Teil handelt dann von Bier, aber in der Gesamtschau ist dies ein sicher ebenfalls nicht uninteressantes Thema, weil die beiden Bereiche recht deutlich machen, mit welchen Überlegungen sich die japanischen Getränkekonzerne beschäftigen müssen.
Ein insgesamt spannender Artikel, der uns sehr lesenswert erscheint.
Nach der erfolgreichen Black Rock Serie bringt nun irish-whiskeys.de, der Spezialist für irische Whiskeys in Deutschland, eine zweite Abfüllungsserie mit eigens ausgewählten Fässern an den Start: Fairy Cask wird sich vor allem besonderen Fassreifungen und Finishes widmen.
Die erste Abfüllung ist ein stark rauchiger Single Malt Irish Whiskey mit Rum Cask Finish, und er ist ab sofort im Webshop bei irish-whiskeys.de erhältlich (Link im Text unten). Und natürlich kann er auch ab heute auf der Whisky Fair in Nürnberg verkostet werden.
Alle Infos zur neuen Serie und dem neuen Whiskey in der nachfolgenden Pressemitteilung:
Fairy Casks – Irish Single Cask Whiskey: Irish-Whiskeys.de präsentiert eine feenhafte Geschmacksexplosion
Die zauberhafte Welt der Feen spielt in Irland bis in die heutige Zeit eine wichtige Rolle. Überall berichten lokale Legenden und alte Sagen von den Sidhe, dem verborgenen Feenvolk Irlands. Dabei fällt es nicht schwer, zwischen den grünen Hügeln der irischen Insel Hinweise auf die geheime Welt dieser magischen Wesen zu entdecken. Zwischen Fairy Hills und Fairy Rings überträgt der seichte, irische Wind eine zarte Musik. Die zauberhafte Musik der irischen Feen.
Der mächtige Einfluss der irischen Feen findet sich auch im Whiskey von der Grünen Insel wieder. Wenn das von Menschenhand gebrannte Wasser des Lebens in den Holzfässern ruht, ist es das Werk der Feen, das aus ihm mit der Zeit echten Irish Whiskey macht. Dabei spielen die Feen mit den Aromen, die das Holz wie auf magische Weise an das Destillat abgibt. Dadurch entsteht still und heimlich ein neuer, perfekter Irish Whiskey. Aromatisch und vollkommen. Eine wahre Geschmacksexplosion aus Feen Hand.
Fairy Casks – Irish Single Cask Whiskey ist nach der Black Rock-Serie die zweite Abfüllungsreihe von Irish-Whiskeys.de. Im Bunde mit der mystischen Macht der irischen Feen entstehen hier wahrhafte magische Whiskeys mit besonderen Fassreifungen und Finishes. Dafür wählte Mareike Spitzer zunächst die richtigen Fässer persönlich vor Ort in Irland aus. Mit einem erfahrenen Auge für erstklassige Fässer und dem Gespür für großartigen Whiskeys, schuf sie die hochwertige Basis für die ersten Fairy Casks. Für den Rest der Arbeit sorgte anschließend der Zauber der irischen Feen.
Die erste Abfüllung ist der stark rauchige Fairy Casks Heavy Peated Single Malt Irish Whiskey mit Rum Cask Finish. Hierbei lagerte der Whsikey zunächst für drei Jahre in einem First Fill Bourbonfass. Anschließend erhielt der Whiskey ein einjähriges Finish in einem Barbados Rum Cask. Die Abfüllung des Fairy Casks Heavy Peated Single Malt Irish Whiskey erfolgte bei 59,4 %. Dieses erste Release der Fairy Casks – Irish Single Cask Whiskeys erhielt keine Farbbeigaben und ist nichist nicht kühlgefiltert. Insgesamt sind 510 einzeln nummerierte Flaschen erhältlich.
Tasting Note:
Aroma: cremige Vanille, grüner Apfel, Mango, Torf, etwas Holz
Sample: Ardbeg Deutschland Verkoster: Bernhard Rems
Ab 3. März ist er für Committee-Mitglieder erhältlich – der neue Ardbeg Blaaack, ein altersloser Ardbeg aus neuseeländischen Pinot Noir-Fässern, die Abfüllung zum zwanzigjährigen Jubiläum des Ardbeg Committees. Zum Ardbeg Day am 30. Mai wird es wieder die „Publikumsversion“ davon geben – der gleiche Whisky mit etwas weniger Alkoholstärke.
Wir verkosten aber natürlich zunächst einmal den Ardbeg Blaaack Committee Release, den wir von Ardbeg Deutschland zur Verfügung gestellt bekommen haben – unser herzlicher Dank dafür geht wie in jedem Jahr an Tobias Russ.
Nun aber zu den Tasting Notes:
Nase
Nach kurzer Wartezeit öffnet sich der Whisky und bringt zunächst, typisch für das Weinfass, viel Süßes an die Nase: angeröstetes Paprikapulver, Weingummi, Maraschinokirsche und die süßlichen Komponenten von Tabakblättern. Nur wenig Rauch ist an der Nase wahrnehmbar, dazu noch warmes Balsaholz, erloschenes Lagerfeuer und etwas von einem elektrischen Britzeln. Nach einiger Zeit kommt dann der leichte Kuhstall, der gerne aus torfigen Destillaten durchschlägt. Insgesamt erscheint das alles weich, blumig, mit einem sanften Pfeffer hinten nach.
Gaumen
Auch hier beginnt es weich, fast schmeichelnd, öffnet sich dann aber fast aufbrausend und explosiv hin zu einer fruchtigen Melange aus Kirsche, Birne, Fruchtkompott mit Rhabarber. Pfeffrige, knisternde Obertöne mengen sich dazu, Bittertöne von Kaffeepulver, etwas Säure, Ruch, Ruß und Bitterschokolade. Der Pinot Noir macht sich keine Mühe, sich hinter dem Whisky zu verbergen, bringt noch einiges an Tannin dazu, ohne dabei abtrocknend zu werden.
Finish
Auch hier die Weinnoten, dazu Holzrauch. Der Geschmack besetzt den Hals und bleibt lange darin liegen.
Alles in allem
Man muss kein Fan von Weinfinishes sein um zu bemerken, dass Dr. Bill Lumsden, dem Director of Distilling, Whisky Creation and Whisky Stocks bei Ardbeg, ein spannender Ardbeg gelungen ist. Jedermanns Liebkind wird er wohl nicht sein, aber man kann seinen Spaß mit ihm haben und von den bisherigen Committee Releases unterscheidet er sich deutlich genug, um als Jubiläumsabfüllung heraus zu stechen. Der Ardbeg Blaaack Committee Release tritt wuchtig auf – den Vorwurf der Subtilität muss er sich nicht gefallen lassen. Aber wer Pinot Noir als Bestandteil der Geschmackskomposition verwendet, der will auch nicht kleckern, sondern klotzen. Es wird auch interessant zu sehen sein, wie er sich dann in der regulären Abfüllung mit weniger Prozenten schlägt – denn der gewisse Druck, den die 50% vol. liefern, tut dem Gesamteindruck durchaus gut.
Deutlich überarbeitet haben die Elixir Distillers das Aussehen ihrer geplanten neuen Whisky-Brennerei an der Südküste Islays. Die neuen Pläne, die die Brennerei einreichte, sehen nun eine Destillerie mit einem geänderten Außendesign vor. Auf The Spirit Business finden Sie eine Zeichnung des Destillerei-Gebäudes im neuen Design (im Vergleich sehen Sie hier den vorherigen Entwurf). Traditionelles Aussehen sowie „moderne Akzente“ spiegeln jetzt die individuelle Landschaft des Standorts wider, so lesen wir.
Die technische Ausstattung der Brennerei sieht Malting Floors vor, die 75% der benötigten Gerste bereit stellen sollen. Angelegt ist der Brennerei-Komplex für eine jährliche Kapazität von einer Million Litern. Die Anlage bietet Platz für 16 Washbacks und vier Paar Pot Stills sowie kleinere Stills. Die Brennerei wird mit der modernen Technik einer Wärmerückgewinnung ausgestattet, um die Umweltbelastung möglich gering zu halten und die Energieeffizienz zu maximieren.
Im nächsten Monat sollen in einem zusätzlichen Antrag die Pläne für den Bau von acht Häusern für die Angestellten der Destillerie eingereicht werden. Darüber hinaus werden die Elixir Distillers einen gemeinnützigen Fonds auflegen. Ab der Eröffnung der neuen Brennerei wird dieser dann jährlich aufgestockt. Ein Kuratorium wird die Mittel und deren Verwendung erwalten. Mitglieder der Islay-Community werden gebeten, Treuhänder zu werden. Die ersten Einzahlungen in diesen Fond wird dem Erlös der limitierten Auflage des Port Askaig 2020 entnommen. Für jede verkaufte Flasche zahlen die Elixir Distillers £1 ein. Voraussichtlich ergibt dies £15.000, und weitere Spendenaktionen sollen folgen.
Mehr als 40 Jahre arbeitete Duncan McNicoll in der Glengoyne Distillery. 1977, im Alter von 20 Jahren, begann er seine Tätigkeit in der Brennerei als Mashman. Anschließend arbeitete er als Stillman und zuletzt als Assistant Distillery Manager. Im Januar diesen Jahres ging er in seinen wohlverdienten Ruhestand.
Anlässlich dieses besonderen Ereignisses bat die Destillerie Duncan, ein Fass aus den Warehouses auszuwählen, welches unter seinem eigenen Namen abgefüllt werden soll. Seine Wahl fiel auf das Fass No. 561, ein Sherry-Butt aus amerikanischer Eiche. Es wurde am 24. April 2002 befüllt, in ihm durfte der Whisky 17 Jahre lang reifen. 520 Flaschen des Glengoyne Duncans Dram 17yo Single Cask No. 561 mit 57,3 % Vol. konnten abgefüllt werden, jede Flasche wurde einzeln nummeriert. Und die Flasche mit der Nummer 1 erhielt Duncan McNicoll als Geschenk.
Die restlichen Flachen des Glengoyne Duncans Dram 17yo Single Cask No. 561 sind nun im Destillerie- und Online-Shop zum Preis von £ 189 erhältlich (etwa 225 €). Diesen Single Malt mit warmer Toffee-Farbe beschreiben die offiziellen Tasting Notes mit Aromen von roten Äpfeln, Hagebuttensirup, Vanilla Fudge und kandierten Zitronen in der Nase. Volle, würzige Eiche zeigt er am Gaumen mit Aromen von dunkelbraunem Zucker und Zitronenmarmelade.
„Die europäischen Brennereien werden zu einer Macht unter den Whisky-Herstellern.“ So in etwa formuliert es Nicola Carruthers in seinem Artikel „Distillers shaping the European whisky scene“ auf The Spirits Business. Schottische, irische und amerikanische Produzenten trieben das Wachstum von Whisk(e)y weltweit voran. Doch die Produzenten der neuen Whisk(e)y-Welt mussten ihre eigen Identität im und mit Whisky erst suchen, und haben diese mittlerweile gefunden. Durch „innovative und faszinierenden Angebote“ sowie „ungewöhnliche Fass-Finishes“ und die „Stärkung ihrer Markenidentität mit Herkunftsmerkmalen“ machten sich die europäischen Brennereien einen Namen in der Whisky-Welt.
Im weiteren Verlauf des Artikel stellt Nicola Carruthers drei, seiner Meinung nach, aufstrebende Whisky-Regionen vor. Neben Italien, den skandinavischen Ländern (Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und Island) zählt er auch Deutschland dazu. Ein Grund hierfür ist die Anzahl der Whisky-Brennereien, die höher ist als in Schottland. Zwei Destillerien stellt der Artikel auch explizit vor. Neben der am Schliersee gelegene Brennerei Slyrs sind es die St. Kilian Destillers aus Rüdenau.