Douglas Laing & Co mit zwei neuen Abfüllungen der Xtra Old Particular Black Serie

Erst gestern durften wir Ihnen die zwölf neuen Abfüllungen des unabhängigen Abfüller Douglas Laing & Co seiner Sereien XOP, Old Particular und Provenance präsentieren. Und heute kündigt der schottische Whisky-Spezialist zwei neue limitierten Einzelfass-Abfüllungen aus seiner Xtra Old Particular Black Serie an.

Der XOP Black Caol Ila 1979 reifte 40 Jahre in einem Hogshead, bevor er mit 51,2 % Vol. in Fassstärke abgefüllt wurde. Diese Abfüllung ist auf 160 Flaschen limitiert, die UVP beträgt £ 1.500 (etwa 1.750 €).

Der XOP Black Macallan 1989 reifte ebenfalls in einem Hogshead, ist auf 230 Flaschen limitiert, und wurde mit 46 % Vol. abgefüllt. Die UVP für diesen 30 Jahre alten Single Malt beträgt £ 4.000 (etwa 4.700 €).

Der XOP Black Caol Ila 1979 sowie XOP Black Macallan 1989 erscheinen im nächsten Monat und werden dann im Fachhandel erhältlich sein.

TSB: Jameson Caskmates demnächst mit einem Redesign

Die beiden Jameson Caskmates Abfüllungen Stout Edition und IPA Edition erhalten eine neus Aussehen. Auf dem Hauptlabel, dem label auf der Rückseite sowie auf dem Label am Hals der Flasche werden die Art der Edition im der „Caskmates-Serie“ stärker hervorgehoben. Und auch der Beschreibung der „Caskmates-Serie“ wird mehr Raum gegeben. Auf der Rückseite wird der Craft Beer-Partner dieser beiden Abfüllungen, Eight Degrees Brewing, hervorgehoben. 2018 übernahmen die Irish Distillers, Eigentümer der Marke Jameson, diese Brauerei. So stellt man „eine langfristige Versorgung mit Craft Beer nach dem weltweiten Erfolg der Caskmates-Serie sicher“. Nach Angaben von Irish Distillers wurden seit der Einführung dieser Range im Jahr 2015 fast eine Million Neun-Liter-Kartons verkauft.

Die Abfüllungen Jameson Caskmates Stout Edition und Jameson Caskmates IPA Edition im neuen Design werden ab Januar 2020 in die USA und ab März 2020 weltweit ausgeliefert.

PR: Neu – Woodford Reserve Chocolate Malted Rye Bourbon

Auch in Deutschland, wenn auch nur in limitierten Mengen, wird die neueste Abfüllung von Woodford Reserve im Rahmen der jährlichen Master’s Collection erscheinen: Der Woodford Reserve Chocolate Malted Rye Bourbon wird ab Mitte Dezember in Fachgeschäften für 139,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung, 45,2 % Vol.) erhältlich sein.

Was es über die besondere Mälztechnik für den Rye, die daraus resultierenden Geschmacksnoten und die Abfüllung im Generellen zu sagen gibt, erfahren Sie in der nachfolgenden Presseaussendung von Brown-Forman Deutschland:


Brown-Forman Deutschland lanciert innovative Master’s Collection 2019: Woodford Reserve Chocolate Malted Rye Bourbon

Hamburg, 27.11.2019 – Ab Mitte Dezember dürfen sich insbesondere Bourbon- und experimentierfreudige Whiskey -Liebhaber auf ein ganz besonderes Geschmackserlebnis freuen. Chris Morris, Master Distiller von Woodford Reserve, der ältesten sich noch in Betrieb befindlichen Destillerie in Kentucky, USA, hat mit Chocolate Malted Rye Bourbon eine neue Spezialität für die Woodford Reserve Master’s Collection kreiert.

Chris Morris – stets auf der Suche nach innovativen Geschmacksideen für Whiskey experimentierte hierfür mit dem Getreide: Für die diesjährige Woodford Reserve Master’s Collection konzentrierte er sich auf eine spezielle Mälztechnik, die Schokoladennoten in diesem Bourbon hervorbringt. Der Roggen wird hierbei über die normale Mälzung hinaus bis auf ein Level erhitzt, bei dem der natürliche Zucker zu einer dunklen Schokoladennote karamellisiert. Das Ergebnis überraschte während des Reifeprozesses selbst ihn als Experten: „Jedes Mal, wenn ich den Whiskey probierte, wurden die Schokoladennoten noch ausgeprägter“. Die Getreidezusammensetzung besteht aus 70 Prozent Mais, 15 Prozent Schokoladenroggen und 15 Prozent Gerstenmalz.

Woodford Reserve Master’s Collection Chocolate Malted Rye Bourbon hat ein komplexes und ausgewogenes Geschmacksprofil mit Noten von dunkler Schokolade, zartem Mokka, Karamell und Nüssen, gemischt mit den Noten von Zedernholz, gerösteter Eiche und einem Hauch von Früchten. Der Abgang ist lang und schokoladig.

Der Whiskey ist als limitierte Edition in der 700-ml Flasche im ausgewählten Lebensmitteleinzelhandel und Spirituosenfachgeschäft ab Mitte Dezember 2019 zum Preis von 139,99 Euro (unverbindliche Preisempfehlung, 45,2 % Vol.) erhältlich.

Die Woodford Reserve Master’s Collection wird nur einmalig in limitierter Auflage hergestellt und distribuiert. Von der mittlerweile auf fünf Spezialitäten angewachsenen Markenfamilie sind die Muttermarke Woodford Reserve Bourbon sowie Woodford Reserve Double Oaked und Woodford Reserve Rye ganzjährig erhältlich. Woodford Reserve Malt und Woodford Reserve Wheat kommen jedes Jahr ein Mal in limitierter Menge auf den deutschen Markt.

Die Aromenvielfalt macht die Woodford Reserve Whiskeys, die traditionell in kupfernen Pot-Stills dreifach statt nur zweifach destilliert werden, so einzigartig. Mit ihrem visionären Ansatz hat sich die inmitten malerischer Natur am Ufer des Flusses Glenns Creek liegende Destillerie im Laufe der Zeit einen besonderen Ruf bei Whiskey Connaisseuren erworben.

Ein Dutzend neue Abfüllungen von Douglas Laing – XOP, Old Particular und Provenance

Gleich zwölf neue Abfüllungen von Douglas Laing, die bereits seit Anfang der Woche bei ausgesuchten Händlern stehen sollten, hat uns das Bremer Spirituosen Contor als Importeur der Whiskys des unabhängigen Abfüllers aus Glasgow mitgeteilt.

Wir stellen Ihnen diese 12 Whiskys hier im Detail vor – für die Preise fragen Sie bitte den Händler Ihres Vertrauens:

Douglas Laing Xtra Old Particular

Garnheath 45 Y.O.
XOP – Xtra Old Particular

Inhalt: 0,7l

Vol: 46,3%

Dest.: Februar 1974
Reifung: Refill Barrel
Limitierung: 122 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Bowmore 21 Y.O.
XOP – Xtra Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 57,6%

Dest.: November 1997
Reifung: Refill Hogshead
Limitierung: 289 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Douglas Laing Old Particular

Cameronbridge 27 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 51,5%

Dest.: October 1991
Reifung: Refill Sherry Butt
Limitierung: 107 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Auchentoshan 21 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 51,5%

Dest.: November 1997
Reifung: Virgin Oak Cask
Limitierung: 266 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Blair Athol 10 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: März 2009
Reifung: Sherry Butt
Limitierung: 288 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Deanston 10 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: September 2009
Reifung: Refill Barrel
Limitierung: 227 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Glengoyne 14 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: August 2005
Reifung: Refill Hogshead
Limitierung: 337 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Tobermory 14 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: May 2005
Reifung: Refill Hogshead
Limitierung: 300 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Ardmore 16 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: März 2003
Reifung: Refill Hogshead
Limitierung: 307 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Glenrothes 14 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: September 2005
Reifung: Sherry Butt
Limitierung: 368 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Laphroaig 15 Y.O.
Old Particular

Inhalt: 0,7l
Vol: 48,4%

Dest.: September 2004
Reifung: Refill Hogshead
Limitierung: 319 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

Douglas Laing Provenance

Ardmore 10 Y.O.
Provenance

Inhalt: 0,7l
Vol: 46%

Dest.: Juli 2009
Reifung: Refill Barrel
Limitierung: 307 Flaschen
Nicht gefärbt
Nicht kältefiltriert

PR: Aston Martin und Bowmore gehen exklusive Partnerschaft ein

0

Bowmore, die älteste Islay-Brennerei, und das Design-Team von Aston Martin Lagonda haben heute eine langfristige Partnerschaft bekanntgegeben, die Whiskyliebhabern einige auch im Design aufregende Editionen des Whiskys von Bowmore bieten wird. Und weil die emotionale Welt rund um Marken ein wichtiger Bestandteil ihrer Werte ist, wird man auch – so kündigt die Pressemitteilung an – die Partnerschaft durch Events und Markenerlebnisse beleben.

Was uns dabei erwarten wird, entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Pressetext:


Aston Martin und Bowmore gehen exklusive Partnerschaft ein

Frankfurt am Main, 27. November 2019. Die beiden legendären britischen Luxusmarken Bowmore® und Aston Martin Lagonda starten eine langfristige, exklusive Kooperation mit aufregenden Whisky-Editionen und inspirierenden Markenerlebnissen.

Der Launch außergewöhnlicher Whisky-Editionen, die langjährige Tradition und modernes Design vereinen, wird ein wichtiger Teil der exklusiven Partnerschaft der beiden Marken sein. Die Voraussetzungen dafür sind die besten: Bowmore ist die älteste Brennerei auf der schottischen Insel Islay, und hat einige der legendärsten Whiskys der Welt mit hohem Sammlerwert geschaffen. Das Designteam der Luxuswagen-Gruppe Aston Martin Lagonda ist für seine künstlerische Finesse weltberühmt. Die künftig gemeinsam exklusiv gelaunchten Whiskys werden für die Kernkompetenzen der beiden Marken stehen: Tradition, modernes Design und innovative Herstellungsverfahren.

Mit den geplanten Sondereditionen sprechen Aston Martin Lagonda und Bowmore sowohl langjährige Liebhaber als auch neue Fans beider Marken an – mit der besonderen Leidenschaft für erstklassige Luxuswagen und erlesene Whiskys.

Events, die Markenwerte zum Leben erwecken Exklusive, inspirierende Veranstaltungen und Markenerlebnisse weltweit sollen die Partnerschaft zusätzlich mit Leben füllen. Im Mittelpunkt stehen dabei Werte, die beide Marken miteinander teilen: Die Leidenschaft für außergewöhnliche Produkte und Designs sowie für besondere Momente.

Albert Baladi, Vorstandsvorsitzender und CEO von Beam Suntory, dem Inhaber der Marke Bowmore, sagt zu der Kooperation:

„Die weltweite Partnerschaft mit Aston Martin ist für uns etwas ganz Besonderes. Die prestigeträchtige Marke steht seit Jahrzehnten mit ästhetisch und technisch vollendeten Produkten an der Spitze ihrer Branche. Aston Martin und Bowmore teilen ein besonderes Verhältnis zu Zeit als wertvolles Luxusgut. Sowohl für die Fertigung eines Sportwagens als auch für die Herstellung eines Single-Malt-Whiskys bedarf es sehr viel Geduld und einer bemerkenswerten Liebe zum Detail. Diese gemeinsamen Werte bilden die Grundlage für eine Reihe von innovativen Produkten und Erlebnissen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Aston Martin im Rahmen einer langfristigen und branchenprägenden Partnerschaft.“

Andy Palmer, Vorstandsvorsitzender und CEO von Aston Martin Lagonda, sagt:

„Wir planen eine Reihe von Produkten mit einem hohen Sammlerwert, sowohl für Whiskykenner als auch für Liebhaber von Aston Martin. Unsere Marken verbindet vieles. Beide verfolgen die Mission, unsere Kunden mit stilvoll designten und gefertigten Produkten zu verwöhnen – häufig in Form von limitierten Sonderausgaben als Hommage an die lange Tradition unserer beiden Häuser. Die Mitarbeiter von Bowmore und von Aston Martin teilen eine besondere Leidenschaft für ihren Beruf. Ich persönlich kann es nicht erwarten, das Ergebnis dieser Kombination aus innovativem Design und traditionellem Handwerk zu erleben.“

Drink Smart®-Kampagne

Bowmore und Aston Martin raten Verbrauchern dringend davon ab, unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren. Deshalb wird die Drink Smart®-Kampagne Teil aller Marketingaktivitäten beider Marken im Rahmen ihrer Partnerschaft sein. Auf der Drink Smart®-Website finden Verbraucher, die das Mindestalter für den Erwerb von Alkohol erreicht haben, Informationen über einen verantwortungsbewussten Alkoholkonsum.

https://www.drinksmart.com/reducing-drunk-driving-or-drink-driving

Gastbeitrag: Treffpunkt an der Ecke Longrow und Well (Teil 2)

Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.

Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery und über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2) verdanken, nimmt sich in seinem dritten Beitrag den Menschen hinter der Brennerei Springbank in der Whiskyregion Campbeltown an. Dieses handwerkliche Kleinod der Destillierkunst in Schottland lebt wie nur wenige Brennereien von Handarbeit und dem Spirit der an der Whiskyerzeugung Beteiligten.

Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der zweite Teil erschien gestern) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:

Treffpunkt an der Ecke Longrow und Well (Teil 2)

Gordon & the Three Stills – Face to Face mit Gordon McDougall

Im Stillhouse übergibt Lea an Gordon McDougall. Wir steigen sofort die Treppe zu den Brennblasen hinauf, was mir spontane Gänsehaut verursacht. Ich habe die Stills auf mehreren Touren quasi von unten angebetet und nun neben ihnen zu stehen macht einen sehr großen Unterschied. So sehe ich die kunstvolle Vernietung der alten Wash Still aus der Nähe, die der Spirit Still von Ardbeg ähnelt.

Die Vernietung der alten Wash Still – Copyright by Stefan Bügler

Auch die kleine Glocke wird sichtbar, deren Spiel ich bei vorherigen Besuchen nur hören konnte. Sie läutet nachdem das Rührgerät in der direkt befeuerten Brennblase seine Runde beendet hat, um zu verhindern, dass sich die festen Rückstände des Wash in die Still einbrennen. Läutet sie nicht, weiß der Stillman sofort, dass es ein Problem gibt und wird aktiv.

Wir steigen eine weitere Treppe hinauf und haben einen vollen Blick auf die drei Stills. Gordon begann einige Monate nach meinem ersten Besuch im Mai 2000, bei Springbank zu arbeiten und möchte von mir wissen, ob ich Veränderungen sehe. „Ja“, sage ich, „in Bezug auf alles, was mit dem seit damals stark erhöhten Besucherstrom und der modernisierten Abfüllhalle zusammenhängt.“ Gordon nickt zustimmend: „ansonsten ist das Equipment dasselbe geblieben.“

Gordon McDougall und die drei Brennblasen von Springbank – Copyright by Stefan Bügler

Meet: Gordon McDougall, Production Shift Supervisor

  • Bei Springbank seit: August 2000
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: Überall in der Nähe der Brennblasen
  • Springbank Lieblingswhisky: Hazelburn 14 y.o. – ich mag den Sherrycharakter der Abfüllung, der so typisch für unsere Brennerei ist

Während wir uns über seine Arbeit unterhalten verrät Gordon, dass er einige seiner Erfahrungen mit nach Hause nimmt. Er ist Hobbybierbrauer und interessiert sich sehr für den Fermentationsprozess. Bei Springbank geht er diesen Prozess mit der Destillation noch mehr als einen Schritt weiter, denn die drei Rohbrände Longrow (10% der Produktion, 2-fach destilliert), Springbank (80%, 2,5-fach) und Hazelburn (10%, 3-fach) erfordern unterschiedliche Arbeitsgänge. „Das gibt meiner Arbeit zusätzliche Würze“, sagt Gordon und führt mich durch die Hintertür des Stillhouse und zeigt mir noch etwas Ungewöhnliches: den Wormtub der ersten Spirit Still, der normalerweise mit Wasser gefüllt ist, um den gasförmigen Alkohol in der Spirale zu kondensieren. Da die Brennerei jedoch gerade nicht produziert, ist die Kupferspirale vollständig sichtbar. Ein seltener Anblick.

Der Wormtub von Springbank – Copyright by Stefan Bügler

Schutzengel der Bottling Hall – Face to Face mit Catrona Lang

Als nächstes treffe ich Catrona Lang. Sie ist der Schutzengel der Geheimnisse der Bottling Hall. Fotos sind hier nicht mehr erlaubt, seit ein Besucher eine neue Abfüllung fotografiert und ins Internet gestellt hat, die noch nicht offiziell angekündigt war. Damit hat er eine nicht unerhebliche Welle ausgelöst. Um unerwünschte Überraschungen im Marketing- und Salesbereich zukünftig zu vermeiden ist Springbank jetzt besonders vorsichtig.

Die Bottling Hall verfügt über zwei Abfülllinien, die für Springbank und die Glengyle Distillery sowie für Cadenhead, Schottlands ältesten unabhängigen Abfüller, genutzt werden. Die Bottiche, die die jeweilige Linie bedienen, sind im Vorraum der Abfüllhalle zu sehen. Doch wie kommt der Whisky dort rein?

„Das passiert über uns“, erklärt Catrona. „Die Fässer werden mit einem Flaschenzug in den ersten Stock befördert. Dann rollen wir die Fässer über die Bottiche und entleeren sie.“

Catrona Lang über der Bottling Hall – Copyright by Stefan Bügler

Meet: Catrona Lang, Assistant Bottling Hall Co-ordinator

  • Bei Springbank seit: Mai 2005
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: Der Boden oberhalb der Bottling Hall
  • Springbank Lieblingswhisky: Hazelburn 10 yo – er ist für mich ein idealer Whisky für jeden Tag

+Hier oben warten gerade einige Fässer, die offensichtlich Cadenhead gehören, darauf entleert zu werden. Die Details auf den Fassdeckeln machen mich neugierig und mir den Mund wässrig, aber Catrona schaut mich kopfschüttelnd an und sagt: „sssshhh!“

The Ranald of Marketing & Sales – Face to Face mit Ranald Watson

Die Überwachung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten der J & A Mitchell & Co. Ltd. Group of Scotch Whisky (and other spirits) Companies: namentlich Springbank Distillery, Glengyle Distillery und William Cadenhead, liegt in der Verantwortung von Ranald Watson.  Seine Familie hat eine lange Ahnenreihe von „Ranalds“, von denen einige mit Springbank verbunden sind.

Sein Großvater Ranald war einst Zollbeamter in der Brennerei. Nachdem er in Rente ging, bat ihn Springbank im Jahr 1992 der erste Tour Guide der Brennerei zu werden. Fast bis zum Jahrtausendwechsel nahm er sich den Besuchern an und wahrscheinlich wäre er heute über alle Grenzen der Welt bekannt, hätte es schon damals das Internet mit all seinen Kanälen gegeben. Denn er kannte die Brennerei nicht nur in- und auswendig, sondern war auch voller kurzweiliger Geschichten über den größten Wettbewerb zwischen den Zollbeamten und den Arbeitern in der Destillerie: den Schmuggel von Rohbrand aus der Produktion und Whisky aus den Lagerhäusern, z.B. mit gefüllten Gummistiefeln.

Ranald Watson auf den Spuren des Marketings im Stillhouse – Copyright by Stefan Bügler

 

Meet: Ranald Watson, Group Director of Sales & Marketing

  • Bei Springbank seit: April 2006
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: die Treppen und Laufstege im Stillhouse
  • Springbank Lieblingswhisky: Springbank 12 y.o. Cask Strength – denn für mich kommt er dem Erlebnis sehr nahe, Springbank direkt aus dem Fass zu trinken

Ranald arbeitete als Journalist, bevor er in die Spuren seines Großvaters trat und 2006 als Tour Guide und Tastingroom Manager zu Springbank wechselte. Seit 2008 trägt er zum Sales-Erfolg der Mitchell-Unternehmen bei. Mit Sicherheit hat er Springbank-Blut in seinen Adern und zeigt mir seinen versteckten Lieblingsplatz: Die Treppen im Stillhaus, die nach überall und nirgendwo zu führen scheinen. „Sie symbolisieren meine Marketing- und Vertriebsverantwortung. Es gibt so viele Möglichkeiten zur Auswahl, dass man manchmal nicht weiß, wohin sie genau führen. Nimmt man den richtigen Weg, wird man belohnt mit dem großartigen Blick über das Stillhouse. Geht man nach unten, ist man mitten im Betrieb, mitten in der Arbeit“, philosophiert Ranald. Ich kann diesem Bild einiges abgewinnen, aber leider ist dies alles an Einblick, den wir hier in die internen Geschäftsangelegenheiten bekommen. Spontan kommt in mir der Wunsch auf, mich in die „Survivor Mouse“ zu  verwandeln und in sein Büro zu schleichen.

Cask Whispering – Face to Face mit Findlay Ross

Er ist für Springbanks Jahresproduktion von 250.000 LPA verantwortlich und derjenige, der Ranald die Whiskies zum Verkauf bereitstellt: Findlay Ross. Er arbeitete für eine Mikrobierbrauerei, bevor er zu den Mitchell-Unternehmen wechselte. Nach einer kurzen Zeit bei William Cadenhead übernahm er seine derzeitige Position als Director of Production. Dies macht ihn zum Wächter über fast 17.000 Fässer vor Ort in traditionellen Dunnage- und Hochregal-Lagerhäusern.

Findlay Ross und seine Fässer im Warehouse 3 – Copyright by Stefan Bügler

 

Meet: Findlay Ross, Director of Production

  • Bei Springbank seit: Oktober 2017
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: Warehouse No. 3 – weil es das beste Lagerhaus ist
  • Springbank Lieblingswhisky: Longrow 21 y.o. – für mich beinhaltet die Abfüllung alles, was ich an Longrow großartig finde: eleganter, cremiger Torf mit einem robusten und vollen Körper

Gleich hinter seinem Büro öffnet Findlay die Tür zu Lagerhaus Nr. 3. „Weil es das beste ist“, sagt er und lächelt. Dieses Lagerhaus wird während einer regulären Springbank-Tour nur für einen kurzen Blick besucht. Lediglich die Teilnehmer der „Wee Toon Walking & Warehouse Tour“ und der „Barley To Bottle Tour“ erhalten tieferen Einblick mit ein paar Kostenproben direkt aus dem Fass.

Findlay teilt heute drei besondere Drams aus sonst verborgenen Fässern, die zu den ältesten ihrer Art im Besitz der Brennerei gehören: Springbank 1990 Refill Sherry Hogshead, Longrow 1994 Refill Bourbon Barrel und Hazelburn 1998 1st Fill Bourbon Barrel. Jeder Schluck ist ein Erlebnis. Jedes Dram ist für sich genommen umwerfend. Findlay hat meine ganz besondere Springbank Tour zu einem wahrhaft krönenden Abschluss gebracht.

Kerry, Lea, John, Gordon, Catrona, Ranald und Findlay haben ihre Lieblingsplätze in der Brennerei und ihre Geschichten mit mir geteilt. Sie öffneten die Tür einen Spalt breit, für einen kurzen Einblick. Ich kann erahnen, warum sie fühlen am richtigen Platz zu sein und Springbank für sie dadurch zu mehr wird als nur einem Arbeitsplatz.

Auf dem Weg zurück nach Glasgow mit dem 926er Bus fliegt die schottische Landschaft an mir vorbei. Ich bin dankbar für diesen besonderen sehr persönlichen Blick auf Springbank. Die sanfte, torfige und leicht fruchtige Eleganz des 1994er Longrow ist noch immer auf meiner Zunge. Ich hoffe, dass dies noch eine Weile so bleibt. Mein Lächeln wird auf jeden Fall noch eine Weile länger bestehen bleiben, auch nach meiner Rückkehr nach Hause.

Serge verkostet: Zwei Glendullan (plus Bonus)

In seiner Verkostung von heute widmet sich Serge der Destillerie Glendullan, die offiziell entweder sehr viel Malt für Blends produziert – oder die Marke Singleton of Glendullan. Einfach nur Glendullan nennen sich hingegen deren Whiskys bei unabhängigen Abfüllern.

Von den drei unabhängigen Abfüllungen, die heute bei Serge auf dem Programm stehen, ist die letzte nur vielleicht ein Glendullan, denn durch die Angaben auf der Flasche des Whiskys von Scotch Universe lässt sich das nicht mit Sicherheit sagen. 

Mit Sicherheit sagen lässt sich allerdings, dass alle drei Whiskys der Verkostung laut Serge gut bis ausgezeichnet sind:

  • Glendullan 7 yo 2010/2018 (59.9%, Master of Malt, bourbon, cask #10161): 82 Punkte
  • Glendullan 1996/2018 (50.8%, Malts of Scotland, sherry hogshead, cask #MoS18027, 271 bottles): 89 Punkte
  • Magellanic Cloud #1 2009/2019 ‘116° U.2.1′ 1897.2’ (58.7%, Scotch Universe, 1st Fill Oloroso Sherry Hogshead): 87 Punkte
Glendullan (c) Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

Neu – The Balvenie Fifty: Marriage 0197

Über 30.000 Euro muss man für das neueste Werk von Malt Master David Stewart MBE auf den Tisch legen, wenn man den 50 Jahre alten Balvenie in seiner Whiskysammlung haben will: Der The Balvenie Fifty: Marriage 0197 ist eine Vermählung von vier besonderen Fässern, die der Altmeister aus den Lagerhäusern der Speyside-Destillerie ausgesucht hat.

Drei davon stammen noch aus der Marriage 0962, die 2018 erschienen ist, ein Fass ist von Stewart hinzugefügt worden.

David Stewart sagt dazu:

Marrying whisky stocks of this age is a complex art that not only continues to challenge me after 57 years in the business but also affords me the opportunity to explore and experiment with some of our most precious aged stocks. The difference between Marriage 0197 and 0962 is only one cask, yet there is an incredible distinction two expressions.

‘The addition of cask 9920 has added an extra level of depth and intensity, with tobacco and sweet leather initially warming the palate, closely followed by rich, sweet, citrus oak. It has been a real joy to work with some of The Balvenie’s oldest stock once again and it’s an honour to be able to share such a unique whisky with the world.

Der mit 42.0% Alkoholstärke abgefüllte Whisky kommt in einem handgefertigten und 100% bleifreien Decanter von Glasstorm in Tain. Und natürlich wieder in der Rundbox aus 48 Lagen Walnussholz und zwei Bronzelagen, handgemacht von Sam Chinnery.

Neu: Zwei Signatory Vintage Fassstärken exklusiv für Deutschland bei Kirsch Whisky

Wie uns Kirsch Whisky, Importeur der Whiskys von Signatory Vintage heute mitteilte, werden in den nächsten Tagen zwei exklusive Deutschland-Abfüllungen von Signatory bei ausgewählten Händern erhältlich sein. Es hanbdelt sich dabei um einen fassstarken 29 Jahre alten Blair Athol 1989 und einen Glenburgie 2007, ebenfalls in Fassstärke. Details untenstehend.

Zudem wird es eine Menge neuer Abfüllungen von Single Malts of Scotland und Elements of Islay geben, die wir im Anschluss tabellarisch für Sie auflisten. Bei ihnen gilt wie bei den beiden Signatorys: Preise und Verfügbarkeit bitte bei Ihrem Händler abfragen.

Blair Athol 1989/2019
Signatory Vintage Cask Strength Collection

Ein fruchtig-süßer Blair Athol mit viel Zitrusaromen, exotischen Früchten und einer Spur Eichenwürze.

Specially selected and bottled for Kirsch Whisky
29 Jahre
Dest. 07.06.1989
Abgef. 29.01.2019
Gereift in einem Hogshead
Fassnr. 3427
207 Flaschen
50,6 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Glenburgie 2007/2019
Signatory Vintage Cask Strength by Kirsch

 

Specially selected and bottled for Kirsch Whisky
12 Jahre
Dest. 06.06.2007
Abgef. 23.09.2019
Gereift in einem Sherry Butt
Fassnr. 900076
609 Flaschen
64,0 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Nun zu den Whiskys von Single Malts of Scotland – alles Einzelfässer in Fassstärke. Wir haben Sie nachstehend aufgelistet:

  • Bunnahabhain 31yo (Directors Special)
  • Bunnahabhain 43 yo (Directors Special)
  • Ben Nevis 1996
  • Bunnahabhain 1990
  • Bruichladdich 1992
  • Clynelish 1995
  • Glen Elgin 1995
  • Imperial 1994
  • Ledaig 2005
  • Miltonduff 1999

Hier Batches aus mehreren Fässern, jeweils 48% Alkoholstärke:

  • Caol Ila 2008
  • Glen Elgin 2006
  • Orkney 2006

Von Elements of Islay (Hier werden Destilleriennamen durch Kürzel repräsentiert) kommen in den bekannten Apothekerflaschen (500ml in Fassstärke):

Ar11

19 Jahre
Dest. 2000
Abgef. 2019
Gereift in

  • 12 Jahre American Oak
  • 7 Jahre 1st Fill PX Butt

840 Flaschen weltweit
56,8 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Lg10

ca. 12 Jahre
Dest. 2007
Abgef. 2019
Gereift in:

  • 3 ex-Bourbon Barrels

986 Flaschen weltweit
57,4 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Oc6

ca. 8 Jahre
Dest. 2011
Abgef. 2019
Gereift in ex-Bourbon Barrels
870 Flaschen weltweit
58,1 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Un zu guter Letzt haben wir noch die Ankündigung für einen neuen ElsBurn erhalten, den ElsBurn Cosy Winter V. Das schreibt Kirsch Whisky darüber:

Die bereits fünfte Abfüllung der Cosy Winter Reihe steht nun auch erstmals unter dem neuen Namen ElsBurn. Auch dieser Cosy Winter ist „gently woodsmoked“ und passt somit wieder Ideal in die kalte Winterzeit. Gelagert wurde der Whisky aus dem Harz in 1st Fill Malaga, – Sherry und Ruby Portwein Fässern. Wie üblich: weder gefärbt, noch kühlfiltriert und natürlich in Fassstärke abgefüllt.

ElsBurn – Cosy Winter V
Hercynian Distilling Co. / Hammerschmiede

Exclusively bottled for Kirsch Whisky
Gently Woodsmoked
Gereift in

  • 1st Fill Malaga Casks
  • 1st Fill Sherry Casks
  • 1st Fill Ruby Port Casks

672 Flaschen
52,2 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Lagg Distillery auf Arran nimmt bei Barclays 25 Millionen Pfund Kredit auf

0

Stark auf Expansion setzt anscheinend die neue Lagg Distillery im Süden Arrans, die seit April dieses Jahres den torfigen Whisky für Arran Distillers produziert (Lochranza im Norden der Insel produziert weiter den ungetorften Arran-Whisky). Man hat bei der britischen Barclays-Bank einen Kredit über 25 Millionen Pfund aufgenommen, um dieses geplante Wachstum auch finanzieren zu können.

Wofür braucht man das Geld? Im Artikel auf The Spirits Business ist der Bau von weiteren Lagerhäusern vor Ort angeführt, allerdings wird das wohl nicht die einzige Investition sein, die man damit machen will.

Am Weg zur Lagg Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Besichert ist der Kredit mit dem lagernden Whisky der Destillerie(n) auf Arran, der mit dem Reifen auch wertvoller wird.

Barclays sieht den Kredit auch als Zeichen für die gute Verbindung zwischen der Bank und der Whiskyindustrie.

Video: Drei neue Clips mit Bavid Beckham für Haig Club

Haig Club, der Single Grain von Diageo, hat auf David Beckham als Testimonial für seine Werbung gesetzt und versucht so, den jungen Single Grain in der Bar- und Cocktailszene zu etablieren.

Nun sind, nach einiger Zeit Pause, drei neue Filme aus der Feder der Kreative bei adam&eveDDB aus London, gemeinsam mit der Filmproduktion LS Productions fertiggestellt, in denen Beckham in der Cambus Cooperage, in der Glasgower Barszene und – im neuesten, obenstehenden Spot – am Strand bei einer Strandparty zu sehen ist.  Regisseur ist Hopi Allard, Director of Photography Cedric Schanze.

Die Filme über die Cooperage und die Barszene sind unterhalb zu finden.

PR: Genuss mal Drei – drei exklusive Aberfeldy Limited Editions

Von John Dewar & Sons haben wir eine Presseinfo über drei neue Abfüllungen von Aberfeldy erhalten. Teilweise haben wir schon im Zuge unserer Auslandsberichterstattung darüber geschrieben, aber besonders interessant ist in der Pressemitteilung ein deutschlandexklusiver ABERFELDY Double Cask 20 years old, von dem es 624 Flaschen geben wird.

Alle Infos zu ihm und den anderen neuen Whiskys der Highland-Brennerei hier:


Genuss mal Drei: drei exklusive Aberfeldy Limited Editions

Malt Master Stephanie MacLeod hat mit der „Exceptional Cask Collection“ einzigartige Whiskys geschaffen: raffiniert, außergewöhnlich und mit feiner Honignote.

Hamilton, Bermuda, 07. November 2019. Wenn Stephanie MacLeod kreiert, ist ein einzigartiger Whisky mit weichem, rundem Aroma garantiert. Die renommierte Expertin wurde 2018 vom Whisky Magazine zum Master Blender des Jahres gekürt – und hat jetzt exklusiv für Aberfeldy eine „Single Malt Exceptional Cask Collection“ entworfen. Ihr Anspruch: das Besondere Honigaroma des charakteristischen Golden Drams betonen und ihm trotzdem eine individuelle Note verleihen. Drei Aberfeldy-Abfüllungen sind ab sofort in limitierter Auflage im Handel. Whisky Liebhaber sollten daher schnell sein.

624 Flaschen sind vom „ABERFELDY Double Cask 20 years old“ exklusiv in Deutschland erhältlich – und werden das Herz von Connaisseuren höher schlagen lassen. Der Whisky ist als „Double Cask“ sowohl im aromatischen Eichenfass als auch in einem alten Sherry-Fass gereift. Das Ergebnis: eine würzige Fruchtnote, dezenter Gewürzcharakter und Bienenwachs-Polish. Besonders charakteristisch ist der zarte Abgang mit Noten cremiger Vanille.

Eine Edition von 1.000 Flaschen in Deutschland sind vom „ABERFELDY Small Batch 20 years old“ verfügbar. Dieser Small Batch ist aus einer kleinen Anzahl von ausgewählten Fässern entstanden. Ebenfalls im Eichen- und Sherry-Fass gereift, überzeugt die Kreation mit einer vielfältigen Struktur: ein würziges, honigartiges Aroma vereint sich mit einer Note von saftigen Weintrauben und blumigem Heidekraut – abgerundet mit einem Hauch gerösteter Kokosnuss.

Der dritte im Bunde ist der „ABERFELDY French Wine Cask 15 years old“. Das Besondere: Der Whisky ist zunächst in Bourbon- sowie re-fill und re-char Fässern gereift, um dann noch vier bis fünf Monate in einem Rotweinfass aus Pomerol zum endgültigen Aroma zu gelangen – intensiv und fruchtig mit Noten roter Beeren und Steinfrüchten. Dieser Whisky wird nur für eine begrenzte Zeit verfügbar sein.

„Ich freue mich sehr, dass wir drei exklusive Aberfeldy Whiskies anbieten, die eindrücklich die Kompetenz unserer Master Blender Stephanie Macleod demonstrieren“, so Tjalling Simoons, Marketing Director Bacardi Germany & Alps. „Mit ihrem ausdrucksstarken Aroma werden unsere außergewöhnlichen Fässer Whiskyliebhaber überraschen.

Gastbeitrag: Treffpunkt an der Ecke Longrow und Well (Teil 1)

Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.

Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery und über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2) verdanken, nimmt sich in seinem dritten Beitrag den Menschen hinter der Brennerei Springbank in der Whiskyregion Campbeltown an. Dieses handwerkliche Kleinod der Destillierkunst in Schottland lebt wie nur wenige Brennereien von Handarbeit und dem Spirit der an der Whiskyerzeugung Beteiligten.

Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der zweite Teil erscheint morgen) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:

Treffpunkt an der Ecke Longrow und Well (Teil 1)

Longrow. Mit der Erwähnung dieser Straße ist unser heutiger Treffpunkt kein echtes Geheimnis mehr: die Springbank Distillery in Campbeltown. Von der Gerste bis zur Flasche, hier wird der gesamte Prozess der Whiskyherstellung unter einem Dach durchgeführt. Dabei werden geradezu historische Gerätschaften in ebensolchen Gebäuden verwendet.

So überrascht es nicht, dass es in der Brennerei einige versteckte Orte gibt, die kaum ein Besucher zu sehen bekommt. Wer könnte besser geeignet sein, uns an diese Orte zu führen, als die charismatischen Mitarbeiter von Springbank?

Springbank an der Ecke Longrow & Well- Copyright by Stefan Bügler

Maltbarns – Face to Face mit Kerry Hastie

Geradezu konspirativ begrüßt mich Kerry Hastie, eine langjährige Mitarbeiterin der Brennerei, die sich in auf den Malzböden (Maltbarns) absolut zuhause fühlt.

Der Boden im Erdgeschoß ist mit keimender Gerste bedeckt. Die unweltfreundliche Klimaanlage ist niedrig eingestellt, was bedeutet, dass nur wenige Fenster geöffnet sind, um die optimale Temperatur zu halten, die der Gerste beste Bedingungen während des Keimens bietet.

Im sonst nicht zugänglichen ersten Stock der Maltbarns zeigt mir Kerry den Steep. Das sind Wasserbecken, in denen die Gerste immer wieder in Wasser getränkt wird, damit sie glaubt es sei Frühling und höchste Zeit zu keimen. Ich kann nicht umhin, ein Lächeln in Kerry’s Gesicht zu bemerken.

„Tja“, sagt sie, „wenn du hier nachts alleine die Malzböden bearbeitest und die Uhr drei oder vier Uhr morgens schlägt, da fängst du an Dinge zu hören, die nicht da sind. Eine gewisse innerliche Unruhe kommt da schon auf. Eines nachts habe ich die Gerste gewendet und mich immer weiter in Richtung Steep vorgearbeitet, als dort plötzlich ein weißer Geist heraussprang und mich zur Salzsäule erstarren ließ. Es war ein Kollege von mir, der sich einen weißen Sack übergezogen hatte und stundenlang im Steep ausharrte, um mir diesen Streich zu spielen.“

Wie Kerry ihm diesen Streich vergolten hat, dazu möchte sie sich leider nicht äußern. Ihrem Gesichtsausdruck kann ich jedoch ablesen, dass die Rache sehr süß war. „Es gab viele richtig gute Streiche seitdem ich hier arbeite, aber die bleiben innerhalb dieser Wände“, sagt sie und belässt es dabei.

Local Barley im Loft – Copyright by Stefan Bügler

Im Barley Loft im zweiten Stock lagern aus der Umgebung von Campbeltown kürzlich angelieferte 26 Tonnen Gerste. Das ist etwas mehr als die wöchentliche Kapazität beider Malzböden. Die Gerste wird sich in etwa 10.000 Liter reinen Alkohol (LPA) verwandeln, der als Single Malt Whisky frühestens in 10 Jahren die Springbank Fans in der „Local Barley“ Serie weltweit begeistern wird. Kerry ist sehr stolz auf diese Serie, da sie ihre Fertigkeiten im Zusammenspiel mit lokalen Rohstoffen und einem besonderen Geschmack abbildet. Ein Stück Heimat.

Wir gehen ein Stück weiter und kommen zu ihrem verborgenen Lieblingsplatz in der Brennerei: das geradezu antike Porteus Förderband, das die keimende Gerste in die Malztenne (Kiln) transportiert. „Es repräsentiert ein Stück zeitlose Industriegeschichte und ist ein besonderer Teil des Porteus Equipments, das wir noch unverändert im Einsatz haben“, findet Kerry.

Kerry Hastie im Barley Loft – Copyright by Stefan Bügler

Meet: Kerry Hastie, Distillery Worker Supervisor (Maltbarns)

  • Bei Springbank seit: November 2004
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: das atmosphärische Barley Loft mit seinem Porteus Equipment
  • Springbank Lieblingswhisky: Local Barley 16 years old, 09/1999-01/2016, 54,3% Alc. Vol. – weil es für mich ein Stück Heimat im besten Sinne ist sowie aufgrund seines relativ hohen Alters und großen Anteils an Bourbonfässern

Als Malzspezialistin erklärt Kerry noch schnell die drei verschiedenen Malzsorten, die sie für die Single Malt Whiskys von Springbank herstellt:

  • ungetorftes Malz für Hazelburn (0 ppm), das mit 30 Stunden heißer Luft getrocknet wird,
  • leicht getorftes Malz für Springbank (8-10 ppm), getrocknet mit 6 Stunden Torfrauch und 30 Stunden heißer Luft und
  • stark getorftes Malz für Longrow (50ppm) mit bis zu 48 Stunden Torfrauch getrocknet.

Darüber hinaus wird für die Schwesterbrennerei Glengyle eine leicht getorfte (8-10 ppm) und eine stark getorfte (50 ppm) Variante für den Kilkerran Single Malt hergestellt.

Leider ist es an der Zeit, die fantastische Atmosphäre des Barley-Lofts zu verlassen. Während wir die Treppe hinuntergehen, spielen uns jedoch ein paar Spatzen ihren eigenen Alfred Hitchcock „Birds“-Streich. Sie scheinen uns zu anzugreifen, fliegen fast durch uns durch, allerdings nur um auf den Malzboden zu gelangen, wo die große Tafel für sie angerichtet ist. Zum Glück ist es nicht 4 Uhr morgens und ich habe Kerry an meiner Seite. Ehrlich gesagt: wir hatten beide einen Lachanfall. Wir gehen am Kiln und den Malzsilos entlang zur Malzmühle, wo Kerry sich von mir verabschiedet und mich an ihre Kollegin weitergibt.

Der Porteus-Dresser – Face to Face mit Lea Watson

Lea Watson arbeitet seit mehr als acht Jahren für Springbank. Sie hat einen Abschluss in „Brewing & Distilling“ und hatte einst das Angebot, für Diageo zu arbeiten, entschied sich jedoch dafür, bei Springbank als Tour Guide anzufangen. Wenn das keine Hingabe ist. „Springbank hat etwas sehr persönliches, geradezu familiäres und das finde ich sehr gut“, erklärt Lea ihren damaligen Entschluss. Als Tour Guide kennt Lea die Brennereigebäude in- und auswendig und nimmt mich mit, die schmale Holztreppe hinauf zum Porteus-Dresser, zwei Stockwerke über der alten Mühle aus den 1940er Jahren desselben Herstellers.

Der Dresser ist ein wahrhaft altehrwürdiges Gerät mit viel Ausstrahlung, das in seiner eigentlichen Funktion alle unerwünschten Gegenstände – z. B. kleine Steine ​​oder Metall – von der gemälzten Gerste trennt. Als Lea eines Tages auf dem Dachboden war, landete eine Maus im Behälter für Aussortiertes, nachdem sie den Hindernislauf durch den Dresser bewältigt hatte. „Sie war total fertig und zitterte wie Espenlaub. Aber für mich ist sie ein wahrer Überlebenskünstler. Ich habe mich ein paar Tage um sie gekümmert und sie hat sich wieder erholt“, erinnert sich Lea. Zum Glück für die Survivor Mouse gibt es bei Springbank scheinbar keine Katze.

Lea Watson und der Porteus Dresser – Copyright by Stefan Bügler

Meet: Lea Watson, Sales Assistant & Tour Guide

  • Bei Springbank seit: Mai 2011
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: der alte Porteus Dresser in geisterhaftem Ambiente
  • Springbank Lieblingswhisky: Springbank 15 y.o. – ich mag seine geschmackliche Balance und den hohen Anteil an Sherryfässern

Das gesamte Loft bietet ein wahrhaft stimmungsvolles Ambiente. Ein fantastischer Ort. Dann bemerke ich einen Spiegel, der aussieht, als stamme er direkt aus „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. „Wofür ist der?“, frage ich. „Für Halloween“, lächelt Lea wissend. Ich kann spüren, dass hier ein weiterer Streich in Vorbereitung ist, ein guter, da bin ich mir sicher.

Genau wie Kerry ist Lea sehr angetan vom charismatischen Porteus Equipment: „Aber es ist ein Wahnsinn, dass das Unternehmen pleite gegangen ist. Die Maschinen, die Porteus gebaut hat, liefen so gut, dass sie oder Teile davon nie kaputt gingen. Ohne Ersatzteilgeschäft oder Reparaturen wird es dann schwer.“ Eine Lektion, die Telefon- oder IT-Hersteller heutzutage geradezu in ihre DNA aufgenommen haben.

The Coup – Copyright by Stefan Bügler

Aber zurück zum Prozess: nachdem die gemälzte Gerste durch den Dresser geleitet wurde, fällt sie eine Etage tiefer. Dort wiegt der sogenannte Coup das Malz in 40-kg-Portionen ab und bringt sie kontinuierlich in die Porteus-Mühle im Erdgeschoss ein. Heute steht er jedoch still. Lea zeigt auf ein graues Rohr, dass am Coup vorbeiführt: „Wir verarbeiten derzeit Kilkerran Malt. Das Malz läuft vom Silo durch den Dresser, aber vorbei am Coup direkt in den Anhänger draußen im Hof. Von dort wird die Gerste zur Verarbeitung in die Glengyle Distillery nebenan gefahren.“

Der Maltman – Face to Face mit John Doherty

John Doherty schaufelt Gerstenmalz vor schottischen Pyramiden – Copyright by Stefan Bügler

Meet: John Doherty, Production Worker (Maltings)

  • Bei Springbank seit: August 2017
  • Lieblingsplatz in der Brennerei: Im Anhänger Gerstenmalz schaufeln
  • Springbank Lieblingswhisky: Longrow 18 y.o. – weil ich die torfige Eleganz liebe

Ich folge dem grauen Rohr bis zum Ende und treffe John Doherty: „Ich bin heute der Mann mit der Maske“, lächelt er etwas erschöpft, „es ist staubig, fühlt sich an, als würde ich im Treibsand arbeiten, aber ich genieße diese körperliche Arbeit. Ich bin 41 Jahre alt, arbeite seit zwei Jahren hier und wünschte, ich hätte viel früher von Springbank erfahren. Aber zumindest bin ich jetzt hier. Ich liebe die verschiedenen Tätigkeiten und die familiäre Atmosphäre.“ Dann muss John schnell zurück in den Trailer und weiter schaufeln. Zeit für einen Blick auf die „schottischen Pyramiden“ im Hof hat er nicht. Klar zu sehen ist jedoch: wer mit Gerste arbeitet, muss fit sein.

Lea geleitet mich vorbei an den zugänglichen Plätzen, wie z.B. der Porteus-Mühle und dem offenen Maischebottich. Auch den Tunroom mit seinen sechs Gärbottichen aus Lärchenholz, in denen eine relativ lange Gärung von 72 bis 100 Stunden einen „Wash“ mit 4,5% bis 5% Alkohol hervorbringt, besuchen wir heute nicht.

(Fortsetzung folgt morgen)

The Shed Distillery in Connacht veröffentlicht ersten eigenen Whiskey

Vor 2 Jahren haben wir bereits einmal von der Shed Distillery im County Leitrim berichtet, die erste Destillerie in Connacht für über 101 Jahren. Damals konnte sie stolz auf den ersten in der Destillerie produzierten dreijährigen Whiskey blicken. Das Fass wurde geöffnet, ein paar geladene Gäste durften den Whisky verkosten und danach wurde das Fass wieder zur Ruhe gebettet.

Heute, am Dienstag, wird nun erstmals auch ein Whiskey aus der Shed Distillery veröffentlicht – knapp fünf Jahre alt ist er und wird auf irischen Flughäfen und bei ausgesuchten Händlern in einer Auflage von 5000 Flaschen erhältlich sein. 80 Euro pro Flassche soll der Drumshanbo Single Pot Still Irish Whiskey kosten. Nach Weihnachten werden dann nochmals 7000 Flaschen veröffentlicht.

Die Shed Distillery beschäftigt momentan 36 Personen und produziert vor allem den Drumshanbo Gunpowder Gin, von dem sich in diesem Jahr mehr als eine Million Flaschen verkauften. Die Whiskeyvberkäufe sollen sich im nächsten Jahr laut den Angaben des Besitzers PJ Rigney auf 75.000 bis 100.000 Flaschen summieren – und man habe noch reichlich Platz, um die Produktion auszuweiten. Zwar sei der Markt für irischen Whiskey momentan sehr umkämpft, so Rigney, aber man sei sich sicher, dass der Whiskey mit seinem bemerkenswert cremigen Geschmack etwas Besonderes sei.