Nach unserem gestern publizierten Video über unseren Besuch bei der finch Whisky Destillerie auf der Schwäbischen Alb, bei dem uns Hans-Gerhard Fink über seine Felder, durch die Brennerei und in die Fasslager geführt hat und den Weg des Whiskys von der Scholle bis ins Glas ausführlich erklärte, wollen wir heute eine kommentierte Fotogalerie nachreichen, die ein paar zusätzliche Einblicke bietet.
Kommen Sie mit auf unseren Rundgang – und falls Ihnen die Bilder Lust machen, selbst einmal bei finch vorbeizuschauen: Der Biosphärenpark Schwäbische Alb mit seiner Natur und seinen kulinarischen Genüssen wartet auf Sie!
Hans-Gerhard Fink auf einem seiner Felder. Auf diesem hier wächst ungefähr die Hälfte (150 Tonnen) für die Jahresproduktion an Whisky
Das neue Gebäude der Brennerei. Vorne ist das Besucherzentrum, gleich dahinter die eigentliche Destillerie, die nur durch eine Glaswand vom Shop getrennt ist
Diese Wellblechschuppen gleich neben der Brennerei gehörten einst der Bundeswehr, danach wurden sie an die Gemeinde verkauft. Einige davon dienten finch als Lagerhäuser, aber als die Miete plötzlich verdreifacht wurde, hat man sich nach Alternativen umgesehen - und gefunden.
Der Emmer-Whisky von finch. Emmer ist ein Urgetreide, und an diesem Whisky sieht oder besser schmeckt man sehr gut, wie stark der Einfluss des Getreides auf den Whisky ist. Ein wirklich wunderbares Bottling.
Hans-Gerhard Fink erzählt hier über die Geschichte der Destillerie, aber auch die Geschichte der Gegend, die recht spannend ist und seit Jahrhunderten stark vom Militär geprägt wurde.
Dann geht es in die Brennerei selbst. Es ist eine deutsche Verschlussbrennerei, von Hans-Gerhard Fink mitkonzipiert
Die Brennanlage zählt zu den größeren in Deutschland - über 6000 Fässer sind mit ihr bereits gefüllt worden.
Das gesamte Ensemble der Destillerie. Rechts die Kolonnen-Brennanlage, nicht zu verwechseln mit einer Coffey Still.
Noch ein Blick auf die Ummantelung der Verschlussbrennerei. Schöner hätte man das notwendige Übel wohl nicht gestalten können.
Auf dieser Brennblase wird vornehmlich Gin erzeugt. Für die Whiskyproduktion wird sie nicht (mehr) verwendet.
Nach der Brennerei ging es zum ehemaligen französischen Munitionsdepot, das finch nun als Ganzes besitzt und zum Teil als Fasslager benutzt. Sie waren übrigens die ersten mit dieser Lagermethode, noch vor St. Kilian
Die Bunker hier haben eine sehr gut funktionierende Lüftung: vorne neben der Türe ist der Lufteinlass, hinten oben der Abzug. In vielen Warehouses riecht es strenger nach Alkohol als darin.
An die 530 Fässer haben in einem Bunker Platz. Über 1200 davon sind zu Beginn befüllt nach oben geliefert worden, eine anstrengende und nicht ungefährliche Arbeit.
Danach wurden nur mehr leere Fässer nach oben gebracht, mit dem Spundloch etwas zur Seite geneigt - sie werden im Regal befüllt und entleert, der Inhalt kommt und geht in Transporttanks mit ca. 1000l Fassungsvermögen
Neben den Bunkern gibt es auf dem Gelände auch Hallen. Auch diese werden teilweise als Lager genutzt (ein Teil der Bunker und Hallen sind vermietet, dort werden zum Beispiel Oldtimer-Busse untergestellt).
In deser Halle erfährt der Besucher mehr über Fasslagerung, über die verwendeten Hölzer und wie sich die Vorbelegung auf den Whisky auswirkt.
Die unterschiedlichsten Fasstypen befinden sich in der Halle - darunter auch ein PX-Fass, das nicht eines der modernen präparierten Fässer ist, sondern in dem vor dem Whisky für fast 50 Jahre PX-Sherry lagerte. Man merkt das ganz deutlich an der Abfüllung aus diesem Fass...
Zu Beginn hat Hans-Gerhard Fink auch mit den kleinen 30l-Fässern experimentiert, aber diese sind extrem schwierig in der Fassführung und fangen schnell an, den Whisky zu überholzen. Für eigene Fässer mag das gut sein, für längere Lagerung nicht.
Das Familienwapper der Finks. Eine mehrlagige Gipsarbeit mit Schichten in verschiedenen Farben. Hier wird dann die jeweilige Schicht in aufwendiger Handarbeit freigelegt, sodass sich ein farbiger Gesamteindruck ergibt.















