Samstag, 04. Juli 2020, 16:31:02

Business Times: Destillerien loten die Grenzen von Whisky aus

Nicht nur Diageo betreibt Gedankenspiele mit neuen Varianten

Waterford für Kirsch und Whic

Scotch Whisky muss in Schottland produziert werden, mindestens 3 Jahre in Eichenfässern gereift sein und mit minimal 40% vol. Alk. abgefüllt werden. Das sind die Umrisse der minimalen Ansprüche, die die Scotch Whisky Association und der Gesetzgeber an das Wasser des Lebens stellen und die durch ihre Vorgaben wohl mitgeholfen haben, Whisky zu dem zu machen, was er heute ist.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass diese Regeln auch recht strikte Grenzen setzen, wie Unternehmen auf geänderte Ansprüche des Marktes und vor allem neue Möglichkeiten reagieren können. Einen Trend zu leichteren und aromatisierten alkoholischen Getränken, kann man seitens der Whiskyindustrie unter dem Siegel des Whiskys nicht bedienen. In den USA, wo die Situation mit den Vorschriften ähnlich ist, hilft man sich damit, dass man diese dort extrem beliebten Getränke zwar unter dem Markennamen (Jim Beam Honey), nicht aber unter dem Begriff „Whiskey“ verkauft. Solcherlei gibt es in Schottland nicht, oder noch nicht. Das liegt daran, dass es für den heimischen Markt nicht wirklich relevant ist – aber wer auf Exportmärkte schielt, der denkt auch in der schottischen Whiskyindustrie über die vorgegebenen Grenzen hinaus.

Das ist, wie schon angesprochen, eine Entwicklung, die man ambivalent sehen kann – und dies tut auch ein Artikel in der Business Times, der sich unter dem Titel „Flavoured, low-alcohol Scotch? Distilleries test whisky’s limits“ mit eben dieser Frage beschäftigt. In ihm geht es zum Beispiel auch um Experimente mit Chocolate Malt, das dazu dienen kann, Whisky mit zusätzlichem Geschmack zu versehen und mit dem bereits experimentiert wurde. Man versucht darzustellen, warum die Industrie einerseits die Beschränkungen für sinnvoll erachtet, andererseits mit Experimenten über sie hinausgeht und aus eigener Sicht hinausgehen muss.

Wie sich die Whiskyindustrie in diesem Spannungsfeld bewegt und einige Stimmen dazu finden Sie im interessanten Artikel, der heute erschienen ist.

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Strathisla. Bild © Alexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

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