Angus Kerr aus Surrey ist mittlerweile 81 Jahre alt. In den 1960er/1970er-Jahren arbeitete er in London, und war dort als Rohstoffhändler tätig. Um die finanzielle Situation und Perspektive zu verbessern, investierte er unter anderem in Rolls Royce. Und verlor nach dem Zusammenbruch des Unternehmens 1971 mehr als £1,000 – was angesichts eines Jahresgehalt von etwa £5,000 eine außerordentlich hohe Summe ist. Ungeachtet dieses großen Verlustes war er weiterhin an möglichst gewinnbringenden Investitionen interessiert.
Kurz darauf hörte er von einer Firma in der City, die Whiskyfässer als Investition anbot. Seine Idee war, fünf Jahre lang jedes Jahr ein frisch befülltes Fass zu kaufen. Im sechsten Jahr verkaufte man das erste, kaufte ein weiteres und strich den Gewinn ein, wie The drinks business schreibt. So erwarb er 1971 ein Fass Glenrothes-Whisky – für £130, pro Gallone £1,20.
Doch auch bei dieser Investition schien Angus Kerr kein Glück zu haben. Denn auch das Unternehmen, das die Fässer verkaufte, ging Pleite und brach zusammen. Er hatte, wie er sagt, keine Eigentumszertifikate, keinen Eigentumsnachweis – und auch keine Ahnung, wo sich das Fass befand.
Als er die Investition eigentlich schon abgeschrieben hatte, wurde er etwa 18 Monate später wegen Lagergebühren kontaktiert. Das Fass lagerte sicher in einem Lagerhaus der Destillerie The Macallan in der Speyside – zusammen mit den Unterlagen, die das Eigentum belegten. Und lagerte seither weiterhin unter Zollverschluss. Nun ist der Whisky des am 2. Januar 1969 abgefüllten Fasses mittlerweile 57 Jahre alt, und wurde auf einen Wert von rund £270,000 geschätzt.
“When I heard the value, it was really nice to hear. I really didn’t know it was going to be this good. It is one of my best investments.”
Der Whisky hat derzeit einen Alkoholgehalt von 42,2 % Vol., und lagert weiterhin in seinem ursprünglichen Sherryfass. Die verbliebene Menge reicht aus, um etwa 287 Flaschen in Fassstärke abzufüllen. Whisky-Broker Mark Littler wickelt den Verkauf ab, mehr Infotmation zu dem Sherry puncheon mit der Nummer 35 sowie die Tasting Notes, bewertet von Charles Maclean (Maclean & Bruce) am 29. Juni 2026, finden Sie auf seiner Website www.marklittler.com
“People buy lottery tickets with better odds than this.”
“A cask bought from a company that collapsed, with no paperwork, sitting in a warehouse nobody had told him about, and it turns out to be the oldest Glenrothes ever offered for sale. I have never come across anything quite like it.”
Der geschätzte Wert entspricht einer Rendite, die mehr als das 2.000-fache des ursprünglichen Kaufpreises von £130 beträgt. Hier jedoch ein deutliches „Obacht“: Dieser einfache Vergleich lässt Lagerkosten, Inflation sowie steuerliche Aspekte eines künftigen Verkaufs unberücksichtigt. Und ist nicht nur deshalb keineswegs auf unser Heute übertragbar!















