Freihandelsabkommen zwischen UK und Indien ab heute in Kraft

Mit einem Statement von Nodjame Fouad, CEO Aged Spirits and Champagne Division bei Pernod Ricard

Heute, am 15. Juli 2026, tritt das umfassende Freihandelsabkommen (CETA) zwischen Großbritannien und Indien in Kraft – ein historischer Durchbruch aus der Sicht der schottischen Whiskyproduzenten, denn Indiens Importzoll von 150 Prozent auf britischen Whisky wird sofort auf 75 Prozent gesenkt und soll bis 2036 schrittweise auf 40 Prozent fallen. So sehr das herbeigesehnt wurde, so wenig ist das ein umfassender Problemlöser für den Export nach Indien: Zwar werden auch die Zollformalitäten erleichtert, aber viele Zuständigkeiten werden bei den Provinzverwaltungen bleiben und damit wohl die praktische Umsetzung kompliziert halten. So hatten schon bisher einzelne Bundesstaaten zum Beispiel unterschiedliche Vorschriften für die Etiketten, und das wird sich auch durch das Abkommen nicht ändern.

Die Scotch Whisky Association rechnet dennoch damit, dass die Exporte nach Indien in den nächsten fünf Jahren um rund eine Milliarde Pfund steigen und etwa 1.200 Arbeitsplätze in Großbritannien sichern könnten.

Zum Inkrafttreten der Vereinbarung haben wir ein Statement von Nodjame Fouad, CEO Aged Spirits and Champagne division bei Pernod Ricard erhalten, das wir gerne wiedergeben:

„The opening up of the Indian market represents a significant opportunity for the UK as the world’s leading exporter of spirits, and a welcome boost for the Scotch whisky industry. It supports Scotland’s export ambitions, enhancing competitiveness in a key international market and reinforcing the contribution our industry makes to jobs, investment and economic growth across Scotland and the wider UK.   

„We are grateful to the UK and Indian Governments for their efforts in delivering this agreement and we will work hard to help realise its full potential.”

Was das Abkommen für deutsche Whiskyfreunde bedeutet, lässt sich noch nicht sicher sagen – mit einer Ausnahme: Vorerst nichts. Ob sich später durch die möglichge Ausweitung der Produktion für den indischen Markt, die es zweifelsfrei geben wird, das Angebot hier durch Skalierungseffekte verbreitert oder durch Knappheit bei limitierten Abfüllungen verringern wird, wird erst die Zeit weisen.

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