GlenWyvis benötigt weitere Finanzmittel

Die Brennerei strebt bis 2028 eine Investition in Millionenhöhe an, der Verwaltungsausschuss warnt vor einer ernsten Lage

Die in Dingwall ansässige Destillerie GlenWyvis, 2016 als „Community Benefit Society“ (CBS) registriert, musste sich in den letzten Jahren, wie viele andere Brennereien in Schottland (und die meisten Unternehmen weltweit), besonderen Herausforderungen stellen. Hinzu kamen hierbei für GlenWyvis noch die gerichtliche Auseinandersetzung mit ihrem Vermieter, sowie der Brand im Holzhackschnitzel-Lager. Zudem war die Produktion, wie David Graham, ein Direktor von GlenWyvis gegenüber The spirits business erläutert, „in den Jahren 2025 und Anfang 2026 aufgrund eines Anlagendefekts ausgefallen“. Die finanzielle Situation bei GlenWyvis ist äußerst angespannt.

Zwar erhielt GlenWyvis zu Beginn des Jahres einen Förderkredit von Catalyst Fund in Höhe von 500.000 Pfund (wir berichteten). Doch dieser und die aus früheren Finanzierungsrunden bereitgestellten Gelder reichen „nicht aus, um den Betrieb langfristig aufrechtzuerhalten“, wie Graham darstellt. Zusätzlich noch, als würde dies alles nicht schon ausreichen, müssen bei GlenWyvis zwei wichtige Positionen, distillery manager und distillery operator, neu besetzt werden. Doch in dieser Situation, erklärt Graham, sei es „ethisch nicht vertretbar, diese Position auszuschreiben und anzubieten“, „solange die Zukunft der Brennerei ungewiss ist“.

In seiner aktuellen Mitteilung an die Mitglieder des Gemeinschaftsunternehmens, und aus der The spirits business zitiert, warnte der Verwaltungsausschuss von GlenWyvis vor einer „ernsten Lage für die Brennerei“.

“Member funds, grants and loans have supported the distillery since its inception 10 years ago, but these are no longer sufficient to sustain operations for the longer term.”

“We are exploring all viable options with our professional advisers, including external investment and, where appropriate, discussions with potential interested parties. If new investment cannot be secured, we may need to consider alternative arrangements for the distillery’s future.”

Geprüft wird, ob und wie externes Kapital die Zukunft von GlenWyvis sichern kann. Bei anderen Unternehmen würde dies als einfache Lösung sehr nahe liegen. Bei GlenWyvis sieht dies allerdings ganz anders aus. Auf die Frage, ob externes Kapital eine Abkehr von der Struktur als Gemeinschaftsunternehmen (Community-owned Business) bedeuten könnte, antwortet Graham:

“It’s difficult to answer that question because there are several ways of looking at it.”

-Werbung-

Unsere Partner

Werbung

- Werbung -

Neueste Artikel

Werbung

- Werbung -