Der schottische Bierbrauer Brewdog hat seine Ankündigung wahr gemacht und mit der Boilermakers Series drei Whiskys veröffentlicht, die den Einstieg und die ersten Schritte des Konzerns in den Whiskymarkt darstellen und laut eigenen Worten „den Whiskymarkt aufmischen“ sollen. Die drei Whiskys sind dazu gedacht, mit Bier von Brewdog gepairt zu werden.
Bei den drei Whiskys handelt es sich um den Transistor Blended Scotch Whisky von Compass Box, den Skeleton Key Blended Scotch Whisky von Duncan Taylor und den Torpedoed Tulip, einen Dutch Single Rye Whisky aus der holländischen Zuidam Distillery. Näheres dazu, wie Preise oder Zusammensetzung, ist der Webseite nicht zu entnehmen. Man schreibt im Blog dazu:
„Our amazing team of distillers have collaborated with a trio of leading spiritmakers from the UK and Europe on this new union. The Boilermaker Series sees brewing and distilling come together as they should with three limited-edition whiskies designed to be paired with our favourite BrewDog craft beer. Amplified flavour at every turn. As a true Boilermaker should be.“
Alle drei sind limitierte Ausgaben und stehen nur am Beginn des Engagements im Bereich Whisky. Auf der Webseite von Brewdog kündigt man an, dass man auch mit eigenem Whisky in die Regale will. Man hat dazu die Brewdog Distilling Co. gegründet (unter dieser Marke sind auch neue Gins und ein Vodka im Sortiment). Zu Whisky schreibt man in aller Unbescheidenheit:
„we will be reclaiming Scotch for the people who believe (like us) that whisky isn’t made to gather dust. You don’t need to be able to recite the five different whisky regions of Scotland to enjoy it. Our whisky is made our way and to our rules.“
Dass die Schotten generell keine Freude mit dem Brexit haben, ist landläufig bekannt. Und auch den Whiskyproduzenten bereitet er – vor allem so, wie er momentan abläuft – wenig Wohlgefühl, ist doch Europa der wichtigste Absatzmarkt.
Die Nachrichtenagentur Reuters hat einen zweiminütigen englischsprachigen Videobeitrag zum Thema Brexit und über das Unbehagen der Erzeuger erstellt, in dem die Besitzer der Arbikie Distillery in den schottischen Highlands zu Wort kommen, aber auch Karen Betts, der CEO der Scotch Whisky Association.
Interessant ist der Videobeitrag, den Sie hier abrufen können, auch dadurch, dass er ein paar Blicke in die Arbikie Distillery gibt, die ja nur nach Voranmeldung und Zustimmung besucht werden kann und daher nicht so im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht…
Ostern steht bevor – und die Tradition will es so, dass man sich und die Seinen mit guten Dingen beschenkt. Douglas Laing und das Bremer Spirituosen Contor, der deutsche Importeur, haben sich dazu schon zum dritten Mal etwas Besonderes ausgedacht und bringen Whiskyfreunden die Scallywag Easter Edition No. 3. Was wir uns davon erwarten dürfen, können Sie in dem nachfolgenden Pressetext nachlesen:
Der Osterhase ist auf dem Weg nach Bremen
Scallywag Easter Edition No. 3 steht in den Startlöchern
Bremen, 03. April 2019. Dreimal ist Bremer Recht, so heißt es im Volksmund und frei nach diesem Motto veröffentlichen das schottische Familienunternehmen Douglas Laing & Co. und das Bremer Spirituosen Contor, stolz, die mittlerweile dritte Auflage der beliebten Scallywag Easter Edition exklusiv für Deutschland. Streng limitiert auf 600 Flaschen und mit einem extra hohen Anteil an Sherryfass gelagerten Whiskys bietet die Abfüllung den perfekten Begleiter zur kleinen schokoladigen Osternascherei.
Die Verpackung der limitierten Abfüllung zeigt den kleinen Schlingel Scallywag mit Osterhasenohren inmitten bunter Schokoladeneier mit optisch hochwertigen Goldfoliendetails. Die mittlerweile dritte Auflage der Easter Edition wurde mit 48% abgefüllt und ist, ganz in Douglas Laing & Co. Tradition, ungefärbt und nicht kältefiltriert.
Cara Laing, Director of Whisky im Familienbetrieb, hierzu:
„Für die Naschkatzen unter uns sind Scallywag und Schokolade eine perfekte Kombination. Der reiche, fruchtige und mundfüllende Charakter unseres Speyside Malts ist die perfekte Ergänzung zu köstlichen Schokoladeneiern, so dass es durchaus sinnvoll war, eine einzigartige Scallywag Abfüllung mit 48% Vol. zu kreieren um Ostern in Deutschland zu feiern. Cheers, Cheers!“.
Bereits im Jahre 2013 erschuf Douglas Laing & Co. die Marke Scallywag, als eine Hommage an die Lieblingshunderasse der Familie Laing, dem Fox Terrier. Ein Blend aus Single Malts, die ausschließlich aus der schottischen Speyside Region stammen. Scallywag ist mittlerweile in über 60 Ländern weltweit erhältlich und wurde kürzlich bei den renommierten San Francisco World Spirits Awards (2019) mit der Auszeichnung „Double Gold“ ausgezeichnet.
Die Scallywag Easter Edition No. 3 wird ab dem 08.04.2019 im ausgewählten Fachhandel erhältlich sein. 0,7-Liter-Flasche; 48,0 % Vol.; UVP: 52,99 Euro
Es fällt auf, dass in den letzten Jahren recht viele Fässer aus der Speyside-Brennerei Glentauchers bei unabhängigen Abfüllern zu finden waren – und das nicht zum Schaden der Whiskyfreunde, denn von dort kann man so manchen wohlschmeckenden Tropfen finden. Auch die Preise der Fässer scheinen sich immer im Rahmen gehalten zu haben, denn zum Atrribut „gut“ gesellt sich bei Glentauchers auch immer das Attribut „leistbar“ dazu.
Sieben dieser Whiskys hat Serge Valentin für seine Verkostung heute im Glas gehabt, und wir bringen wie immer für Sie eine Übersicht – Details können Sie dann auf Whiskyfun nachlesen:
Glentauchers 12 yo 2005/2017 (43%, Jean Boyer, Best Casks of Scotland, sherry, 1092 bottles): 85 Punkte
Glentauchers 1996/2016 (43%, Gordon & MacPhail, Distillery label): 84 Punkte
Glentauchers 11 yo 2007/2018 (58.9%, North Star Spirits, PX finish): 83 Punkte
Glentauchers 12 yo 2005/2017 (63.7%, Chieftain’s, Taiwan, first fill oloroso sherry cask, cask #900384, 616 bottles): 87 Punkte
Glentauchers 19 yo 1997/2017 (51.5%, Jack Wiebers, Fighting Fish, 154 bottles): 90 Punkte
Glentauchers 14 yo 2002/2016 (45.8%, The Single Cask, cask #15827): 87 Punkte
Glentauchers 21 yo 1997/2018 (48%, Maltbarn, bourbon cask, 154 bottles): 87 Punkte
Destillerie Glentauchers. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Nicht direkt whiskybezogen ist unsere erste Nachricht für heute, aber sicher von großer Bedeutung nicht nur für jene, die direkte davon betroffen sind wie die 4500 Angestellten des Konzerns (3100 davon in Schottland): Der weltgrößte Whiskyproduzent und zweitgrößte Getränkekonzern, Diageo, hat für seine Angestellten im Vereinigten Königreich das Recht auf insgesamt 52 Wochen Elternzeit eingeführt.
In Anspruch nehmen können Elternteile diese je 26 Wochen – und das ist ebenfalls nicht unwichtig zu erwähnen – unabhängig vom Geschlecht oder sexueller Orientierung, und unabhängig davon, ob die Elternschaft auf natürliche Weise, durch künstliche Befruchtung oder durch Adoption zustande gekommen ist.
Bei Diageo sieht man den Schritt als eine notwendige Adaption an die Lebenswirklichkeit – und als logischen Schritt zur Umsetzung der Philosophie des Unternehmens in die Praxis. Originalzitat des Chief Human Ressources Officer von Diageo, Mairéad Nayager:
“True gender equality in the working world requires fundamental changes to a broad range of working practices, including a shake-up of the policies and cultural norms around parental leave. Today’s announcement is about matching ambition with action and supporting all of our colleagues – regardless of gender – to experience the joy of raising a young family, while continuing to thrive at work.”
Auch nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz will Diageo die Eltern mit speziellen Förderprogrammen wie flexiblen Arbeitszeiten und Coaching unterstützen.
The Spirits Business hat einige Details zum Kauf der Destillerie Glenturret, die die Markenheimat von The Famous Grouse Scotch Whisky ist (diese Marke war aber nicht im Verkauf inkludiert), durch den französischen Weinproduzenten Art & Terroir, der wiederum im Besitz der Lalique-Gruppe ist, veröffentlicht. Gekauft hat man die Destillerie von der Edrington Group.
Die Lalique-Gruppe (sie ist Whiskyfreunden wohl durch die Decanter für zahlreiche Luxuswhiskys bekannt, ist ein Joint Venture mit dem Schweizer Milliardär Hansjörg Wyss eingegangen, die nun beide jeweils 50% an der Glenturret Destillerie, der Marke, den Lagerhäusern sowie dem gelagerten Whisky und dem Besucherzentrum beteiligt sind. Wyss, dem bereits bislang 3,64% der Lalique-Gruppe gehörten, wird nun ins Board der Gruppe einsteigen. Durch eine Kapitalerhöhung wird man einen Teil des Kaufpreises, den Silvio Denz, der Chairman der Lalique-Gruppe für den Kauf gegeben hat, abbezahlen.
Was hat man mit Glenturret vor? Nun, die Frage sollte eigentlich anders lauten: Was hat man mit Lalique und Glenturret vor? Die Gruppe sieht sehr viele Synergien zwischen den beiden Marken, und man will diese gemeinsam weiterentwickeln. Joint Ventures für Design, Distribution und andere Bereiche sollen gebildet werden, man will die vorhandenen internationalen Netzwerke gemeinsam nutzen und ausbauen.
Man hat mit dem Deal auch über eine Million Liter Whisky in den Lagerhäusern erworben. Der älteste Whisky in den Lagerhäusern stammt aus dem Jahr 1987. Das ermöglicht ein Portfolio an Whiskys im Alter zwischen 10 und 40 Jahren.
Man will in den nächsten zwei Jahren moderate Investitionen tätigen und danach die Jahresproduktion auf ca. 500.000 Liter verdreifachen – ab 2026/2027 sollte man auch mehr Stock für Blending zur Verfügung haben. Man wird auch das Team bei der Brennerei von 25 auf 30 Leute erhöhen, um dort einen autarken Betrieb zu ermöglichen. Zusätzlich will man das Besucherzentrum renovieren und 2020 dort auch einen Lalique-Shop einrichten.
Wichtig werden laut den Besitzern auch gemeinsame Marketingmaßnahmen werden – Glenturret-Whiskyflaschen von Lalique und limitierte Editionen von Glenturret in Lalique-Dekantern.
Gestern zeigten wir das Label des neuen Glenmorangie Grand Vintage Malt 1991 in der TTB-Datenbank, heute können wir Ihnen die offizielle Pressemitteilung zum vierten Release der Bond House No. 1 Kollektion präsentieren – mit den offiziellen Tasting Notes, Bildern und allen Infos zu diesem Malt, der ab sofort zu einem UVP von 670,- € im gut sortierten Fachhandel zu finden ist:
Ein Whisky von unglaublicher Harmonie
Glenmorangie Grand Vintage Malt 1991 ist der vierte Release der Bond House Kollektion No. 1
Tain / München, 2. April 2019. Ein schottischer Hochland-Single-Malt aus zwei völlig unterschiedlichen nachgereiften Whiskys ist die vierte Edition der Glenmorangie Bond House No.1-Kollektion.
Glenmorangie Grand Vintage Malt 1991 verdankt seine Aromentiefe zwei Batches des Jahrgangs 1991, die zunächst gänzlich unterschiedlich erscheinen. Ein Teil reifte in ehemaligen Oloroso-Sherryfässern, die für Süße und Würzaromen sorgten. Im Kontrast dazu verliehen ehemalige Burgunderfässer erdige und trüffelartige Noten dem zweiten Batch. Zunächst erscheinen diese beiden Charaktere völlig unpassend. Meisterlich vereint, offenbart dieser 26-jährige Single Malt jedoch eine erstaunliche Milde und Tiefe.
Die Kunst der Nachreifung von Whiskys steckte noch am Anfang, als der Glenmorangie Vintage 1991 destilliert wurde. Die Brennmeister von Glenmorangie experimentierten damals, als Pioniere der Whisky-Nachreifung, intensiv mit verschiedensten Techniken und Finishes. Jahre später verkostete Dr. Bill Lumsden, Glenmorangies Direktor of Distilling, Whisky Creation & Whisky Stocks die Fassproben erneut. Er beschloss, entgegen aller Konventionen, die beiden sehr unterschiedlichen Batches zu vereinen. Trotz langer Zeit in ehemaligen Bourbonfässern entwickelten die Nachreifungen in zwei verschiedenen Weinfässern sehr unterschiedliche Stile: Die Oloroso-Sherryfässer verliehen Süße und Würze, während die Fässer aus dem Burgund für erdige und trüffelartige Noten sorgten. Vereint und mit einem Hauch Whisky aus frisch getoasteten Eichenfässern abgerundet, bildet der 26-jährige Whisky eine ungewöhnliche, tiefe Intensität. Dr. Bill sagt:
„Zwei derart unterschiedliche Whiskys zu verbinden brach alle Regeln und reizte mich deswegen umso mehr. Das Ergebnis ist ein Single Malt mit wunderbaren, harmonischen Aromen von Pflaumen, reifen Früchten und Milchschokolade. Glenmorangie Grand Vintage Malt 1991 ehrt die frühen Pioniere des Whisky-Wood-Finishings. Von ihren Leistungen in der Kunst der Nachreifung profitieren wir noch heute.“
Als Sammel-Reihe angelegt, vereint die Glenmorangie Bond House No.1 Kollektion die seltensten Jahrgangs-Whiskys. Benannt ist sie nach dem größten Lagerhaus Glenmorangies, dem Bond House No. 1 aus dem 19. Jahrhundert, das im Jahr 1990 in das majestätisch hochaufragende Brennhaus umgewandelt wurde.
Der Glenmorangie Grand Malt Vintage 1991 ist in einer edlen dunklen Holz- und Kupferbox im ausgewählten Fachhandel und bei http://CLOS19.com ab sofort limitiert erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 670,00 €.
Verkostungsnotiz
Glenmorangie Grand Vintage Malt 1991 ist mit 43,0 Volumenprozent Alkohol abgefüllt
Farbe: Ocker
An der Nase: Tief, gereift, intensiv und fruchtig. Noten von Aprikosen, Pflaumen und Bratäpfeln mit Schokolade, einem Hauch von Eichenholz, leichte Aromen von Trüffeln und Sternanis. Ein paar Tropfen Wasser eröffnen weitere kräftige Noten, die an geräucherten Katenschinken und feuchten Waldboden erinnern.
Am Gaumen: Leicht pfeffrig auf der Zunge, mit einem Schwall von Früchten und viel Milchschokolade, gedünsteten Äpfeln, Pflaumen, reifen roten Früchten wie Kirschen und Himbeeren.
Nachhall: Ein Hauch von pikanten Zitrusfrüchten im Finish, gefolgt von einer faszinierenden Kombination aus Eichenholz, Früchten und süßen Gewürzen.
Der Zufall will es wohl, dass auch Serge Valentin heute seine Verkostung der Destillerie Highland Park widmet. Sieben Abfüllungen sind es, und gleich die erste ist auch von der Wertung her erwähnenswert: Serge gibt dem Highland Park 10yo „Viking Scars“ satte 90 Punkte und meint, diese Abfüllung würde aller Voraussicht nach sein „Bang for the Buck“-Whisky des Monats werden, also jene Abfüllung, bei der man für wenig Geld viel Wert bekommt.
Aber auch die anderen Abfüllungen in der Verkostung von heute müssen sich nicht verstecken:
Highland Park 10 yo ‘Viking Scars’ (40%, OB, +/-2018): 90 Punkte
Highland Park 14 yo 1988/2002 (46%, Murray McDavid, refill sherry, cask #MM733): 90 Punkte
Orkney 9 yo (63.1%, Chorlton Whisky, bourbon hogshead, 191 bottles, +/-2019): 87 Punkte
Single Orkney Malt 11 yo 2007/2019 (58%, Asta Morris, cask #AM131): 87 Punkte
Highland Park 29 yo 1989/2018 (40.6%, Cadenhead, Single Cask, hogshead, 198 bottles): 89 Punkte
Highland Park 29 yo 1989/2018 (57%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry butt, cask #18/084, 613 bottles): 87 Punkte
Highland Park 8 yo (100° proof, Gordon & MacPhail, 26 2/3 FL.OZS, mid 1970s): 93 Punkte
Den heutugen Newstag möchten wir gerne mit Ralfy Mitchell starten – und seinem 770. Verkostungsvideo, das er dem Highland Park 12yo „Viking Honour“ (sein Video ist fälschlicherweise mit „Valour“ betitelt) gewidmet hat. Dieser mit 40% vol. abgefüllte Single Malt ist DER Standard der Brennerei auf den Orkney Islands – für manche einer der ersten Single Malts, mit denen sie in Berührung gekommen sind. Eigentlich wollte Ralfy einen Single Cask Whisky mit gleichem Alter aus der Brennerei verkosten, aber hat sich dann für den Standard entschieden, denn dieser ist dann doch günstiger zu bekommen und daher wohl als Objekt einer Verkostung für den Zuseher sinnvoller.
82 Punkte erhält der Highland Park 12yo von Ralfy – und er meint, dass es ein schöner und für den Preis durchaus brauchbarer Whisky sei, auch für Einsteiger. Nachdem Ralfy den HP 12yo schon lange und über die Jahre kennt meint er, er hätte im Vergleich zu früher doch etwas an Substanz verloren, aber das merke man wohl nur, wenn man Highland Park schon länger kenne und viele Vergleichswhiskys.
Wie immer ein interessantes Video, etwas über 20 Minuten diesmal, und natürlich nicht nur obenstehend, sondern auch auf Youtube zu finden.
Heute ist zwar der erste April, aber diese neuen Einträge in der us-amerikanischen TTB-Datenbank sollten eigentlich keine Aprilscherze sein, da sie bereits vor dem Wochenende in die Datenbank aufgenommen wurden.
Unser erster Fund ist der zweite Kilchoman Comraich, ein Whisky, der exklusiv für Bars geschaffen wurde, die in einem lockeren Verbund als Kilchoman-Bars zusammengeschlossen sind. War die erste Ausgabe ein Mix aus Oloroso Sherry Butts und Bourbon Barrels, die 2007 gefüllt wurden, so ist Batch #2 aus drei Bourbon Casks aus dem Jahr 2011. Abgefüllt wird er mit 55.3% vol.Man wird ihn wohl nur in Bars sehen und nicht im Handel. Hier die Etiketten:Während unser Lapgoaigbeg ein Aprilscherz war, dürfte der Ardbeg Supernova 2019 keiner sein, denn der Eintrag stammt vom 29.3. dieses Jahres, also vom letzten Freitag. Hier wird eine neue Supernova-Abfüüllung mit 53.8% vol. Angekündigt, es wird sich wohl um ein Committee Release handeln, also nur für Committee-Mitglieder zugänglich und nicht im Handel. Mehr Infos auf den Etiketten:
Neuheut Nummer 3 ist ein Glenmorangie 1991, Mitglied der Bond House No.1-Familie. Der Malt wurde mit 43% vol. abgefüllt, von ihm sollte es 7551 Flaschen geben. Auch hier haben wir wieder die Etiketten für Sie:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Neuigkeiten gibt es bei einem der profilierten Importeure des Wassers des Lebens zu vermelden: BORCO-MARKEN-IMPORT, das Familienunternehmen aus Hamburg und Importeur bedeutender Whiskymarken wie Dalmore, Glengoyne, Jura, Teeling oder Elijah Craig, um nur einige zu nennen, hat die Führungsebene neu strukturiert und uns das mit einer Pressemitteilung mitgeteilt. Die Doppelspitze bilden nun Markus Kohrs-Lichte und Kay Engelke-Engfeld. Auch einen vierköpfigen Beirat wird es geben – mehr dazu im nachfolgenden Pressetext.
Wir gratulieren allen Personenm zu den neuen Aufgaben und wünschen ihnen viel Erfolg!
BORCO – Familie Matthiesen stellt Corporate Governance ihres Unternehmens mit Doppelspitze und Beirat neu auf
Hamburg, April 2019. Mit Wirkung zum 01. April 2019 beruft das hanseatische Familienunternehmen BORCO-MARKEN-IMPORT Herrn Markus Kohrs-Lichte (46) und Herrn Kay Engelke-Engfeld (40) als Managing Directors in die Geschäftsführung. Als Doppelspitze und Vorsitzende der Geschäftsführung werden sie gemeinsam die Führung eines der größten, unabhängigen und eigenständigen Spirituosenunternehmen in Deutschland übernehmen und fortan die strategischen und operativen Geschicke lenken. Sie werden mit den Aufgaben betraut, die Unabhängigkeit des Familienunternehmens zu wahren, das Portfolio zu stärken sowie die nationale und internationale Positionierung von BORCO auszubauen.
BORCO_GF.jpg: Ab sofort zu zweit an der Spitze: Markus Kohrs-Lichte (r.) und Kay Engelke-Engfeld freuen sich auf die gemeinsamen Herausforderungen und die Stärkung des umfangreichen BORCO-Portfolios.
Als „Managing Director Germany/Austria“ verantwortet Herr Kohrs-Lichte zukünftig das gesamte Geschäft auf dem deutschen und österreichischen Markt. Bevor er im Jahr 2015 als Geschäftsführer für den Vertrieb in das Unternehmen eintrat, bekleidete er im Laufe seiner Karriere verschiedene führende Positionen bei namhaften Markenartikelherstellern wie GlaxoSmithKline Consumer Healthcare, Bacardi Deutschland und L’Oréal Deutschland. Bei BORCO trieb Herr Kohrs-Lichte in den vergangenen Jahren die Reorganisation und Restrukturierung der Sales Teams entscheidend voran und verantwortete erfolgreich den Aufbau des Bereichs New Retail/E-Commerce. Seit 2015 konnte er mit seinem Team das Geschäft in Deutschland und Österreich nachhaltig auszubauen und neu strukturieren.
Herr Engelke-Engfeld wird die Position des „Managing Director Global Business“ einnehmen und die Leitung des Export- und Travel Retail-Geschäfts und damit die weltweite Vermarktung und Weiterentwicklung der eigenen Marken und Innovationen, darunter SIERRA Tequila, Finsbury Gin, Canarío Cachaça und Old Pascas Rum, fortführen. Herr Engelke-Engfeld verantwortet bereits seit 2014 als International Business Development Director erfolgreich das Exportgeschäft von BORCO. Zuvor konnte er sich langjährige Vertriebs- und Marketingerfahrung bei Unternehmen wie Campbell’s, British American Tobacco, Bacardi und Diageo aneignen. In den letzten Jahren gelang es ihm, mit seinem Team zahlreiche neue Märkte zu gewinnen und das globale Exportgeschäft signifikant weiterzuentwickeln.
Gestärkt wird die zukünftige Unternehmensführung durch die Bildung eines vierköpfigen Beirats, dem neben den beiden bis zuletzt geschäftsführenden Gesellschaftern Uwe Matthiesen (Vorsitz) und Bernd Matthiesen Herr Jens Matthiesen als weiteres Mitglied der Inhaberfamilie angehören werden sowie mit Rechtsanwalt Dr. Ulf Renzenbrink ein externes Mitglied. Uwe Matthiesen und Bernd Matthiesen werden zum 01. April 2019 aus der Geschäftsführung in den Beirat wechseln, um die Geschäftsführung des Unternehmens mit ihrem Know how und ihrer Erfahrung zu unterstützen, zu beraten und zu überwachen. Jens Matthiesen (53) war in der Zeit von 1993 bis 2014 in leitender Funktion im Unternehmen tätig und von 2006 bis 2014 als Geschäftsführer des Unternehmens operativ verantwortlich insbesondere für den Bereich International Sales und Purchasing.
Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen, geschäftsführende Gesellschafterin und Teil der BORCO Inhaberfamilie Matthiesen, sieht in der neuen Führungsstruktur eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens:
„Mit Herrn Kohrs-Lichte und Herrn Engelke-Engfeld konnten wir die neu geschaffene Doppelspitze mit zwei erfahrenen Persönlichkeiten besetzen, die seit Jahren unser Vertrauen genießen und maßgeblich zum Erfolg unseres Portfolios sowohl im nationalen als auch internationalen Geschäft beigetragen haben. Die neue Corporate-Governance-Struktur aus Doppelspitze und Beirat ermöglicht uns, BORCO als unabhängiges, dynamisches Familienunternehmen im In- und Ausland weiter zu stärken und unser Premium-Portfolio auszubauen. Die Familie Matthiesen ist davon überzeugt, dass BORCO mit der Neustrukturierung der Unternehmensführung für die Zukunft bestens aufgestellt ist.“
m Januar 2018 hatte Frau Dr. Tina Ingwersen-Matthiesen übergangsweise die Koordination der Geschäftsleitungsebene übernommen.
BORCO-MARKEN-IMPORT
BORCO-MARKEN-IMPORT; mit Sitz in Hamburg, ist einer der größten deutschen und europäischen Produzenten und Vermarkter internationaler Top Spirituosen Marken. Das Portfolio des unabhängigen Familienunternehmens, darunter unter anderem SIERRA Tequila, YENI Raki, RUSSIAN STANDARD Vodka, DISARONNO, Champagne LANSON und die Whiskys aus dem Hause WHYTE & MACKAY deckt fast alle wichtigen internationalen Segmente ab und ist in seiner Stärke und Geschlossenheit sicher einmalig.
Unser Gewinnspiel mit Bruichladdich geht in die finale Woche – und Sie können noch dabei sein!
Authentizität – das ist eines der Schlüsselelemente, die die Whiskys aus der Islay-Brennerei Bruichladdich so besonders machen. Wer die Destillerie schon einmal besucht hat (unsere kommentierte Fotoreise mit 115 Bildern finden Sie hier), der weiß, dass dort keine Computer arbeiten, sondern Menschen, dass man mit den Farmern im Umkreis eng verbunden ist und bei aller Experimentierfreudigkeit nicht auf seine Traditionen und Wurzeln vergisst.
Zu dieser Haltung gehört auch, nur mit lokaler oder schottischer Gerste zu brennen. Was das bedeutet, sollen unsere Leser sinnlich und aus erster Hand erfahren. Und darum verlosen wir gemeinsam mit unserem Partner Bruichladdich drei Whiskys als „Provenance Paket“, nämlich den Bruichladdich Islay Barley 2011, Bruichladdich Bere Barley 2008 und Bruichladdich The Organic 2009 – plus netten Goodies.
Warum ist Authentizität für Bruichladdich so wichtig? Lesen Sie hier mehr darüber, in Bruichladdichs eigenen Worten:
Gerste ist zwar die Hauptzutat für die Herstellung eines Scotch Single Malt Whisky, doch es gibt keinerlei gesetzliche Vorgaben, dass die dazu verwendete Gerste zwingend aus Schottland stammen muss. Aus dieser Tatsache resultiert das Ziel vieler Hersteller, Gerste, egal welchen Ursprungs, zu einem möglichst günstigen Preis einzukaufen. Vom Beginn des Wiederaufbaus der Bruichladdich Brennerei im Jahr 2001 bis heute gilt für uns jedoch: Wir verwenden für unsere Scotch Whiskies ausschließlich schottische Gerste. Aber nicht nur die Herkunft selbst spielt für uns eine enorm wichtige Rolle, nein, wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sprechen von Terroir! Damit waren wir die Ersten, die das ursprüngliche Weinkonzept auf die Whiskyherstellung übertragen haben. Denn nicht nur für Wein gilt, dass man die unterschiedlichen Einflüsse von Rebsorte, Boden, Klima und regionalem Handwerk deutlich im Endprodukt schmecken kann, sondern auch für Whisky. Unser Provenance-Konzept basiert deshalb auf den drei folgenden Pfeilern:
1. Wo wird die Gerste angebaut?
Wir verwenden 100 % schottische Gerste. Das meiste Getreide stammt aus einem Umkreis von ca. 50 Meilen rund um den Ort Inverness, Nordschottland. Der Rest wird für uns auf Islay angebaut, da man im Inselgetreide den Einfluss des Atlantiks und der wilden Landschaft deutlich spüren kann. Stürme, Kälte und hungrige Wildtiere lassen jedoch eine typische Ernte hier schon mal um 1/3 schrumpfen.
2. Welche Gerstensorten werden angebaut?
Zwei- sowie sechszeilige Sorten. In Kooperation mit dem Landwirtschaftsinstitut verhelfen wir der historische Gerstensorte „Bere“ zu neuem Glanz und bringen das historische Getreide zurück ins Whiskybusiness.
Die Bruichladdich Distillery produziert auf der Insel Islay drei verschiedene Single-Malt- Marken: Bruichladdich (unpeated), Port Charlotte (heavily peated) und Octomore (super-heavily peated). Mit dem Fokus auf der Herkunft der Gerste, dem Einfluss der sorgfältig ausgewählten Fässer sowie jeder Menge Zeit gelingt es uns, das Beste aus dem zu machen, was die Natur uns zu bieten hat. Früher entstand daraus „uisge beatha“, der Vor gänger des modernen Single Malt Scotch.
3. Wie wird die Gerste angebaut?
Wir verwenden konventionelle sowie Biogerste. Seit ein paar Jahren werden Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und bewusster Genuss immer wichtiger – nicht nur aufgrund der zunehmenden Umweltverschmutzung, sondern auch, weil man festgestellt hat, dass biologisch und ohne Pestizide oder künstliche Hilfsmittel angebaute bzw. hergestellte Produkte einfach besser schmecken. Deshalb sind wir auch auf unsere neuen Limited Editions besonders stolz – Single Estate, Single Vintage und aus ganz speziellen Gerstensorten, die wir mit unseren Programmen fördern wollen.
Gerste
100 % schottische Gerste. Keiner außer Bruichladdich macht diese Art von verbindlichen Herkunftsaussagen.
26 % Islay Gerste. Von allen acht Inselbrennereien verwenden nur Bruichladdich und Kilchoman Gerste, die auch auf der Insel angebaut wird.
Destillation Langsam und tröpfchenweise, Brennanlagen aus der viktorianischen Zeit, keine Computer. Unsere hohen Brennblasen mit ihren langen Schwanenhälsen produzieren trotz ihres Alters noch immer extrem elegante und florale Destillate.
Reifung
100 % gereift auf der Insel Islay, Bruichladdich und Kilchoman sind die einzigen Islay-Brennereien, die all ihre Warehouses auf der Insel haben. Bauvorhaben: in den nächsten zehn Jahren jedes Jahr ein neues Islay-Warehouse.
Abfüllung
100 % in der Bruichladdich Distillery abgefüllt unter Verwendung von purem Islay-Quellwasser. Verzicht auf Kältefiltration und Farbstoffe. Abgefüllt mit einer höheren Grädigkeit von 50 % vol. für mehr Charakter am Gaumen.
Menschen
Bruichladdich ist mit aktuell 86 Angestellten der größte private Arbeitgeber auf der Insel. Kooperation mit 19 der 87 Inselfarmer.
Und so gewinnen Sie die drei Whiskys plus Goodies im Provenance-Paket von Bruichladdich:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie heißt eine alte, sechszeilige Gerstenart, die bei Bruichladdich verwendet wird?
a) Soho Barley
b) Bere Barley
c) Lada Barley
Kleine Hilfe: Einfach diesen Text hier aufmerksam lesen 😉
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Bruichladdich“!
3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 7. April 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie oder ihn am 8. April 2019 bekannt. Der Gewinn wird durch Bruichladdich versendet versendet.
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Bruichladdich“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 7. April 2019, 23:59 Uhr. Der Gewinner/die Gewinnerin wird am 8. April 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Bruichladdich, den Vertriebspartnern und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand des Pakets erfolgt durch Bruichladdich. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Der Brexit und seine Folgen zwingen nicht nur die britische Regierung, das Parlament und die EU zu Flexibilität und rascher Adaption – auch die schottische Whiskyindustrie muss sich überlegen, wie sie mit den geänderten Rahmenbedingungen umgeht. Denn es wird durch das Ausscheiden der Briten aus der EU für Schottland wesentlich schwieriger, Whisky zu exportieren und zu vermarkten.
Dass man hier offensichtlich angesichts der dramatischen Lage zu weitreichenden Schritten entschlossen ist, konnten wir mit einem Zufallsfund bei einer kürzlich erfolgten Suche in der us-amerikanischen TTB-Datenbank, in der alle zukünftigen Releases in den USA eingetragen werden müssen, erkennen. Dort verbarg sich unter dem Einträgen einer bislang nicht in Erscheinung getretenen Subfirma der Jim Beam Brands Co. aus Chicago ein Label, das damit unter den normalen Einträgen gut versteckt war:
Uns bot sich etwas dar, was eigentlich vor den Augen der Öffentlichkeit durch den Eintrag unter einer neuen Subfirma von Beam Suntory, der Laphroaig Import Company, verborgen bleiben sollte: Ein South Islay Blended Malt Whiskey mit dem Namen Lagoaigbeg – der sich ganz offensichtlich aus den Namen der drei südlichen Islay-Destillerien Lagavulin, Laphroaig und Ardbeg zusammensetzt, die ja quasi Nachbarn sind, wie man auf dieser Karte unschwer erkennen kann.
Was bedeutet dieses Etikett nun also? Offensichtlich haben sich die drei Brennereien im Süden Islays über alle Konzerngrenzen (Beam Suntory für Laphroaig, Diageo für Lagavulin und Moët Hennessy für Ardbeg) zu einer Vermarktungsgemeinschaft zusammengeschlossen, um damit (zumindest für diese eine Abfüllung?) die Marketingkräfte zu bündeln und damit eine durchschlagskräftige neue Marke für die Post-Brexit-Zeit zu schaffen.
Drei Islay-Brennereien vereinen ihre Kräfte.
Aber der Lagoaigbeg „The Essence“, der wohl mit der Standardstärke von 46% vol. erscheinen wird, ist offensichtlich auch ein politisches Statement für Einheit statt Trennung. Schauen Sie sich den Text auf dem Label genauer an:
Übersetzt steht hier:
Viribus unitis – mit vereinten Kräften. Die Essenz unserer gemeinsamen Kunstfertigkeit, Whisky zu machen, beweist, dass man in Gemeinsamkeit der Welt mehr geben kann als die Summe aller Teile. Was zu beweisen war.
Ein starkes Statement, finden wir.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Hohe Verfügbarkeit, ein attraktiver Preis und eine uns überzeugende Qualität: Aus diesem Dreiklang entsteht allmonatlich unser Whisky des Monats. Und ab und an fällt unsere Wahl auf eine Abfüllung, die wir für ein klein wenig zu unbeachtet halten. So zum Beispiel in diesem Monat: Denn unser Whisky des Monats April 2019 ist der Jura 10yo.
Neuanfang für die Isle of Jura Destillery
Vor fast genau einem Jahr kündigte die schottische Isle of Jura Destillery die kommenden Änderungen in ihrem Portfolio an (wir berichteten). Sämtliche alte Abfüllungen wurden eingestellt. Fünf neue Abfüllungen wurden im Rahmen der neuen Signature Series in den internationalen Märkten eingeführt. Diese enthalten alle gemeinsam eine neue Rezeptur.
Die Whiskys der Destillerie Jura
Auch dem Design widmete man sich. Die recht markante taillierte Flasche der Jura Whiskys blieb erhalten, sie ist nun allerdings etwas schlanker und höher. Die Label und die Umverpackung erfuhren eine Überarbeitung. Doch betrachtete man das neue Geschmacksprofil von Jura als die bedeutendste Neuerung. Einzigartigkeit der Destillerie-Marke und ein konsistenteres Erlebnis der Marke Jura standen bei den Überarbeitungen im Fokus und Mittelpunkt.
Jura – der Nachbar von Islay
Die Insel Jura ist zwar Teil der Inneren Hebriden und damit eigentlich recht nah am schottischen Mainland. Doch kann sie nicht direkt angefahren werden (Auf der Website der Isle of Jura Destillery lesen wir, dass es von April bis September eine direkte Verbindung von Tayvallich aus gibt – allerdings nicht für Fahrzeuge). Die Isle of Jura ist am Besten mit einer Fähre von der Nachbar-Insel Islay aus erreichbar, in deren Aufmerksamkeits-Schatten sie auch liegt. Dies gilt ebenfalls bei den Brennereien und ihren Whiskys: Die markante Bergformation Paps of Jura sind ein beliebtes Fotomotiv aus dem Still House der Islay-Brennerei Caol Ila. Und den nördlich von Jura liegenden Meeres-Strudel Corryvreckan leiht sich die Islay-Brennerei Ardbeg für eine ihrer Abfüllungen aus. Wenn es also eine Marke und Brennerei gibt, die ihre Einzigartigkeit deutlicher herausstellen kann, ist es vielleicht die Isle of Jura Destillery und ihr Whisky.
Der Jura 10 yo – viel Volumen mit ein wenig Rauch
Die Isle of Jura Destillery drehte dafür nur ein klein wenig an den Stellschrauben des Blendings und des Fassmangements. Der neue Jura 10yo lagerte zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern und erfährt abschließend eine Nachreifung in Oloroso-Sherry-Fässern. Beim Jura 10yo finden wir einen Blend aus sowohl nicht-rauchigem als auch peated Whisky.
Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com
Mit viel Volumen präsentiert sich der Jura 10yo bereits in der Nase. Zu Frucht-Noten wie Orange mischt sich ein Hauch Vanille und subtiler leichter Rauch. Recht komplex, voll und ausbalanciert zeigt sich der Jura 10yo auch am Gaumen. Zu den Noten der Nase wird er würziger und bleibt auch im recht langen Finish sehr präsent und deutlich. Insgesamt ein sehr trinkbarer Alltags-Whisky mit viel Aroma und Körper.
Der Jura 10yo ist im Fach- sowie teilweise auch im Einzelhandel zu einem Preis um die 35 € erhältlich. Abgefüllt wurde er mit 40 Vol. % und ist sowohl kühlgefiltert als auch gefärbt – bei einer Standard-Abfüllung, die einen breiten Markt bedient, ist dies nicht ungewöhnlich. Und darüber beschweren wir uns an dieser Stelle auch nicht.
Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com