Serge verkostet: Bunnahabhain en masse, Teil 1

Der Titel sagt schon alles: In den nächsten Ausgaben der Verkostungsnotizen auf Whiskyfun wird sich Serge Valentin der Brennerei Bunnahabhain auf Islay widmen. Langweilig wird ihm dabei sicher nicht, beherrscht die Destillerie doch den rauchigen Stil ebenso virtuos wie den nicht getorften.

Also fangen wir einmal mit der Verkostung von heute an:

  • Bunnahabhain 11 yo (43%, Gordon & MacPhail, Discovery, 2018): 80 Punkte
  • Bunnahabhain 12 yo 2005/2018 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, refill hogshead, cask #12545, 355 bottles): 85 Punkte
  • Bn7 16 yo (55.7%, Elixir Distillers, Elements of Islay, oloroso sherry butts, 2018): 87 Punkte
  • Bunnahabhain 16 yo 2001/2018 (53.4%, The Single Malts of Scotland, oloroso sherry butt, cask #1254, 602 bottles): 90 Punkte
  • Bunnahabhain 9 yo 2008/2017 (58%, Duncan Taylor, The Octave, cask # 3813679, 67 bottles): 80 Punkte

Und wir greifen in unseren großen Fundus an Bildern der Destillerie – und illustrieren diesen Artikel mit einem, das unser Leser Christian Spatt geschossen hat:

Bunnahabhain. Bild © Christian Spatt

TTB-Neuheiten: Highland Park Valfather, Macallan 1979, Littlemill 27yo, Loch Lomond Royal Portrush

Jede Menge Neuheiten aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank gibt es zum Wochenbeginn zu vermelden, darunter Neuausgaben von Klassikern wie auch brandneue Bottlings. Fangen wir also ohne viel Vorrede an:

Von Highland Park wird es wohl zunächst neue Bottlings des 30yo und des 25yo geben. Der Highland Park 30yo kommt mit 45.2% Alkoholstärke in einer Auflage von 2931 Flaschen, der Highland Park 25yo mit standardmäßigen 46% und keiner offensichtlichen Limitierung:

Ganz neu hingegen ist der Highland Park Valfather, ein wieder in Partnerschaft mit dem dänischen Designer Jim Lyngvild designter Single Malt, der mit 47% abgefüllt wird. Er ist dann der dritte Whisky, der aus der Zusammenarbeit mit Lyngvild entstand. Hier die Etiketten:

Sehr tief in die Tasche wird man wohl beim Macallan 1979 greifen müssen, ein 40 Jahre alter Macallan, der mit 57.9% abgefüllt werden wird, wenn man die Angaben auf dem Etikett trauen kann. Er stammt aus dem Fass 2803, das am 19. Februar 1979 gefüllt wurde, und die weiteren Angaben zu ihm können dem Etikett entnommen werden: 

Auch kein Geschenk dürfte der Littlemill 27yo werden, den die Loch Lomond Gruppe auf den Markt zu bringen gedenkt. 500 Flaschen wird es von ihm geben, der Whisky wird in Fassstärke mit 51.3% abgefüllt werden. Hier die Etiketten:

Zum Abschluss: Von Loch Lomond erscheint im Rahmen der Open Course Collection höchstwahrscheinlich der Loch Lomond Royal Portrush 19yo. Aus drei unterschiedlichen Whiskystilen zusammengesetzt, soll er Noten von Honig, tropischen Früchten, Eiche und Ahorn Sirup zeigen. Er kommt mit 50.3% in die Flasche, und so sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

 

Der Gewinner des handsignierten Bain’s „weltbester Single Grain 2018“ + raren Bain’s 15yo steht fest!

Und wieder haben jede Menge Whiskfreunde mitgespielt, um zwei echte Raritäten zu gewinnen, die wir Ihnen von unserem Besuch der James Sedgwick Distillery in Wellington/Südafrika mitgebracht haben: Zwei Single Grains, die nicht nur vom Klima an der Südspitze Afrikas profitierten, sondern auch von der Kunstfertigkeit des Gründers und Master Distillers Andy Watts. Vielen Dank dafür!

Die James Sedgwick Distilery in Südafrika. Bild © Whiskyexperts 2019

Wenn Sie sich mehr über die Brennerei informieren wollen, können Sie das in unserem zweiteiligen Artikel (Teil 1 finden Sie hier und Teil 2 hier) – und wenn Sie wissen wollen, wie uns die beiden verlosten Whiskys geschmeckt haben, dann können Sie hier unser Tasting der beiden Abfüllungen mit Andy Watts mitverfolgen.

Hier noch einmal die Infos zu den beiden Abfüllungen, die Sie exklusiv bei Whiskyexperts gewinnen konnten:

Bain’s Cape Mountain Single Grain

Der Bain’s Cape Mountain Single Grain wurde im letzten Jahr bei den World Whisky Awards in London als weltbester Single Grain ausgezeichnet – und ist zusätzlich von Master Distiller Andy Watts für unsere Leser handsigniert worden.

Der Bain’s Cape Mountain Single Grain ist ein wunderbar trinkbarer, sanfter und weicher Grain Whisky, der nicht nur Whiskyfreunden gefallen wird. Es gibt ihn auch im deutschen Fachhandel – wir verlosen die Abfüllung in der originalen südafrikanischen 750ml-Flasche.

Bain’s Cape Mountain Single Grain 15yo

Der 15 Jahre alte Bain’s Cape Mountain Single Grain ist momentan weltweit nur an drei Plätzen erhältlich: In der Destillerie selbst, am Flughafen in Johannesburg und am Flughafen in Kapstadt. Bedingt durch die Reifung im Klima Südafrikas ist die Altersangabe fast schon etwas irreführend: Der Bain’s 15yo ist vom Charakter her merkbar ausgereifter und runder als gleichaltrige Grains aus Schottland.

Florale Noten, Gewürze, exotische Früchte, reife Bananen und der Duft von Teakholz prägen den Charakter des fünfzehn Jahre alten Single Grains in der Nase, am Gaumen entdeckt man Rosinen, Butterscotch und Bananenbrot.

Und beide Whiskys gewonnen hat:

Dirk Rottler aus 57080 Siegen

Wir gratulieren ganz herzlich und versenden die beiden Flaschen in den nächsten Tagen! Allen, die nicht gewonnen haben, sagen wir ein herzliches Danke fürs Mitspielen.

Und schon heute geht es mit unserem nächsten Gewinnspiel weiter – freuen Sie sich drauf!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Transportprobleme bedrohen Whiskyproduktion und Tourismus auf Islay

Schlechte Nachrichten kommen von Islay, der wohl wichtigsten Whiskyinsel in Schottland: Dort spielen gerade mehrere Faktoren zusammen, die sich gemeinsam zu einem ernsten Problem für die Insel ausgewachsen haben, was die Whiskyproduktion und den Tourismus auf der Insel betrifft.

Während die Whiskyproduktion auf der Insel, auch durch das Entstehen neuer Destillerien, stetig wächst, ist die Transportkapazität von Whisky auf das Festland (wo der Großteil des Whiskys von Islay lagert) seit Jahren unverändert und schon im normalen Betrieb das absolute Nadelöhr. Zwei Fährschiffe bedienen diesen Transportweg, betrieben von CalMac, und bringen natürlich auch die Touristen von und zur Insel. Beide Schiffe liefen schon seit einiger Zeit unter Vollauslastung.

Eine Fähre in Port Ellen. Photo credit: Odd Wellies on VisualHunt.com / CC BY

Nun ist laut einem Bericht von Herald Scotland eines der beiden Schiffe (und ausgerechnet das Größere) ausgefallen und muss auf einige Zeit durch eine Fähre mit weit geringerer Kapazität ersetzt werden. CalMac versucht, dies durch vermehrte Fahrten (acht zusätzliche Überfahrten pro Woche) auszugleichen, das ist aber laut dem Fährkomittee auf Islay nicht ausreichend, und man habe jetzt schon Klagen von Besuchern, die keinen Platz mehr auf der Fähre bekommen haben.

Was die Situatiuon noch zusätzlich verschärft: Selbst wenn die Finlaggan, das größere der beiden Fährschiffe, nach der Trockendockphase wieder in den Dienst gestellt wird, ist die Kapazität für die Zukunft nicht mehr ausreichend – und es gibt keine Anzeichen dafür, so das Fährkomittee, dass weitere Fähren für Islay in Planung sind.

Auch wenn man die nächsten beiden Fähren, die gerade in Glasgow gebaut werden, für Islay umleiten wollte, würde das sinnlos sein, denn sie sind nicht für die Anlegestellen auf Islay (Port Ellen und Port Askaig) geeignet – sie sind schlichtweg zu groß und für einen rechtzeitigen Umbau der Piers scheint die Zeit nicht zu reichen.

Es bleibt abzuwarten, wie schnell die Verantwortlichen auf allen Seiten zusammen die Situation einer Lösung zuführen können. Kurzfristig wird das wohl nicht gehen, und wenn die Besucherströme nach Islay in diesem Jahr so ansteigen werden wie in der Vergangenheit, dann darf man sich auf jede Menge Probleme mit den Plätzen auf den Fähren einstellen – und die Whiskyindustrie auf ein dauerndes Nadelöhr bei der Verschiffung des Whiskys in die Lagerhäuser auf dem Festland…

 

Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche (116)

In den Whiskyvideos und Podcasts der Woche stellen wir Ihnen jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Bislang haben wir die Videos als Liste aufgeführt, und zusätzlich als Playlist auf Youtube – seit diesem Jahr betten wir diese für Sie in unserer Seite ein.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In Folge Nummer 116 können wir Ihnen neben einem Podcast diese Videos präsentieren:

Barrels and Casks – Bruichladdich 13 Jahre Château d’Yquem

Zum Podcast

Whisky Club – Johnnie Walker Blue Label

Whisky & Vinyl – Balvenie 14 Peat Week 2003

Whisky Enjoy – Fettercairn 12 Jahre

Whisky a. d. Sicht eines Amerikaners – Glengoyne CS Batch #6

Malt Mariners – Bladnoch Adela

Whisky Babbler – BenRiach 1976 The WhiskyFair 36 Jahre 

Pat Hock – MacNair’s Lum Reek Peated

Whisky-Dodo – Glengoyne The Legacy Series Chapter One

Taste. – Tastingbox „4 Shades of Amber“ von Glentaste

Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Photo credit: Wiertz Sébastien on Visual Hunt / CC BY

Video: Auf den Ben Nevis

Heute widmen wir uns in unserem Sonntagsvideo wieder einmal Schottland und seiner Landschaft. Genauer gesagt: dem höchsten Berg des Landes. Gemeinsam mit Filmosophy besteigen wir den Ben Nevis, bei wunderschönem Wetter und mit klassischer Musik im Ohr.

Der acht Minuten lange Clip von Vimeo ist diesmal etwas Ruhiges, fast wie Seelenbalsam. Natur, Schafe, weite Blicke – das alles können Sie davon erwarten.

Viel Vergnügen mit dem Film, und wir sehen uns später wieder zu den Whiskyvideos der Woche, die zeigen, was engagierte Vlogger in der letzten Woche so im Glas hatten. Wir wünschen jedenfalls einen angenehme Sonntag!

Fremde Federn (33): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun mehr als einem halben Jahr Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben – und es sind wieder eine ganze Menge Besprechungen:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!

Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Speyburn und Littlemill

Die Destillerien Speyburn und Littlemill sieht man beide relativ selten in Verkostungen. Das hat unterschiedliche Gründe: Speyburn ist weder besonders bekannt noch mit vielen Abfüllungen bei Unabhängigen oder von der Destillerie selbst vertreten, und Littlemill ist eine Lost Distillery, deren Abfüllungen laufend teurer werden – und natürlich seltener.

Angus MacRaild, der Samstags Whiskyfun statt Serge Valentin betreut, hat nun von beiden Brennereien Abfüllungen verkostet – insgesamt sind es fünf geworden:

  • Speyburn 2004/2018 (52.5%, OB for The Netherlands, cask #218, first fill sherry butt, 678 bottles): 80 Punkte
  • Speyburn 1988/2015 (52.3%, Berry Brothers, cask #2114, hogshead): 89 Punkte
  • Speyburn 1974/2004 (43%, Gordon & MacPhail, Connoisseur’s Choice, refill sherry butt): 88 Punkte
  • Littlemill 25 yo 1992/2018 (48.4%, The Auld Alliance, hogshead): 88 Punkte
  • Littlemill 28yo 1988/2017 (49.2%, The Whisky Agency for Taiwan, hogshead, 48 bottles): 90 Punkte

Nachdem es von Littlemill nichts mehr zu sehen gibt, haben wir uns für ein Bild der Destillerie Speyburn entschieden:

Destillerie Speyburn. Bildrechte bei Lars Pechmann.

TTB-Neuheit: Ardbeg Traigh Bhan 19yo

Und noch eine Neuheit findet sich in der us-amerikanischen TTB-Datenbank: Von Ardbeg wird es wohl eine neue, 19 Jahre alte Abfüllung namens Ardbeg Traigh Bhan als Small Batch Release geben. Er stammt laut Label aus Fässern aus amerikanischer Eiche und solchen, die zuvor mit Oloroso Sherry belegt waren. Die Alkoholstärke ist mit 46.2% angegeben.

Traigh Bhan ist der Name eines Strandes auf Islay, und unter den Einheimischen wird dieser auch als „The Singing Sands“ bezeichnet, erzählt das Rückseitenetikett, und zwar deshalb, weil der Sand unter den Füßen zu singen scheint, wenn man auf ihm geht.

Geschmacklich wird der Ardbeg Traigh Bhan 19yo darauf so beschrieben: In der Nase Ananas, Toffee und Limettensorbet, am Gaumen ein süßsaures Mundgefühl von Chili-Schokolade, Paprika und Schokoladencreme. Im langen Abgang soll man Holzrauch finden – wenn wir die Noten richtig interpretieren, ein typischer Ardbeg.

Hier die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

TTB-Neuheiten: Octomore 10.1, 10.3 Islay Barley und 10.4 Virgin Oak

Schöne Überraschung zum beginnenden Wochenende: Drei neue Octomore sind uns in der us-amerikanischen TTB-Datenbank aufgefallen, und wir möchten hier berichten, was die Etiketten über sie erzählen. Natürlich gilt wie immer, dass eine Anmeldung bei der US-Behörde nicht automatisch auch ein Erscheinen bedeutet, aber hier scheint es uns dann doch sehr wahrscheinlich zu sein.

Also gehen wir in medias res: Der Octomore 10.1 wird mit 107ppm getorft und mit 59.8% Alkoholstärke abgefüllt werden. Er läuft so wie die Neunerserie unter dem Titel „Dialogos“. Er wurde 2013 destilliert und wird oder wurde 2019 abgefüllt, ist laut Label dabei fünf Jahre alt. Hier die Etiketten:Der zweite Octomore ist der Octomore 10.3 Islay Barley. Hier sprechen wir von 24.000 Flaschen, die mit satten 61.3% Alkohol und 114ppm Rauchstärke bei der Erzeugung abgefüllt sind. Die gesamte Gerste für ihn stammt von Irene’s Field, Octomore Farm. Er lagerte sechs Jahre lang in Eichenfässern, von 2013 bis 2019.

Auch hier die Etiketten:

Last, but not least wird es einen Octomore 10.4 Virgin Oak. Er kommt in einer Auflage von 12.000 Flaschen, ist drei Jahre alt (2016-2019) und seine Gerste wurde mit 88ppm getorft. Alkoholstärke: 63.5%. Die Etiketten dazu:

Sobald die neuen Abfüllungen offiziell angekündigt werden, berichten wir natürlich darüber. 

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Serge verkostet: Zwei unabhängige Ardbeg-Abfüllungen

Zwei Ardbeg-Whiskys aus dem Jahr 1993 treten heute bei Serge Valentin gegeneinander an. Einer davon ist eine Spezialabfüllung für The Whisky Show Old & Rare (und daher wohl sehr schwer zu bekommen), die andere stammt aus dem Hause Cadenhead (falls es gestattet ist, das einmal so geschraubt auszudrücken) und daher vielleicht auch in dem einen oder anderen hiesigen Whiskyschrank zu finden.

Beide schneiden recht gut ab, wobei die Spezialabfüllung die Nase doch um 5 Punkte vorne hat. Zum Ardbeg von Cadenhead gibt es eine interessante Anmerkung: Er mag kein Wasser, man solle ihn auf jeden Fall unverdünnt trinken (worauf jetzt wohl jeder, der nie auf die Idee gekommen wäre, einige Wassertropfen hinzuzufügen, genau dieses tun wird, um zu wissen, was Serge damit meint).

Bleibt uns nur noch, die Punkte der Verkostung zu berichten:

  • Ardbeg 25 yo 1993/2019 (55.5%, Single Malts Of Scotland ‘Director’s Special’ for the Whisky Show Old & Rare, refill hogshead, 175 bottles): 92 Punkte
  • Ardbeg 24 yo 1993/2018 (54.6%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 138 bottles): 87 Punkte
Bild © Whiskyexperts 2018

Jerusalem Post: Whisky in Israel

Whisky aus Israel findet nicht nur national immer mehr Anerkennung, auch international befreit sich das Wasser des Lebens aus dem Heiligen Land vom Status des Exoten.

Wer ein wenig mehr über Whisky aus Israel, und dabei hauptsächlich über die Milk and Honey Distillery und die Golan Heights Distillery, erfahren will, dem legen wir einen Artikel in der internationalen Ausgabe der Jerusalem Post ans Herz. In ihm kommen jeweils die Besitzer und CEOs der beiden Brennereien zu Wort, und man erfährt auch einiges über deren Geschichte. Hier ein kurzer Ausschnitt über die Golan Heights Distillery, in dem die Erweiterung der Brennerei durch einen neuen Standort angekündigt wird:

Zibell says they will open a second distillery and a visitors center in Jerusalem, in April, where they will make rum and peated whisky. They will start with 15,000 liters per year, going up to 30,000 liters over the next few years. In their main distillery on the Golan they currently produce 25,000 liters per year and will increase to 100,000 liters after their new building is completed sometime next year.

Auch über zwei erst im Entstehen befindliche Brennereien, Legends Distillery im Elah Valley, und Edrei Distillry in Katzrin, erfährt man etwas. Insgesamt also ein guter Überblick.

Die Golan Heights Distillery und ihr Gründer David Zibell

Letzte Chance! Handsignierten Bain’s „weltbester Single Grain 2018“ + raren Bain’s 15yo gewinnen!

Nur noch bis Sonntag können Sie zwei echte Raritäten gewinnen, die wir Ihnen von unserem Besuch der James Sedgwick Distillery in Wellington/Südafrika mitgebracht haben: Zwei Single Grains, die nicht nur vom Klima an der Südspitze Afrikas profitierten, sondern auch von der Kunstfertigkeit des Gründers und Master Distillers Andy Watts.

Die James Sedgwick Distilery in Südafrika. Bild © Whiskyexperts 2019

Wenn Sie sich mehr über die Brennerei informieren wollen, können Sie das in unserem zweiteiligen Artikel (Teil 1 finden Sie hier und Teil 2 hier) – und wenn Sie wissen wollen, auf welche besonderen Tropfen Sie sich freuen dürfen, dann können Sie hier unser Tasting der beiden Abfüllungen mit Andy Watts mitverfolgen.

Nun aber zu den beiden Abfüllungen, die Sie exklusiv bei Whiskyexperts gewinnen können:

Bain’s Cape Mountain Single Grain

Der Bain’s Cape Mountain Single Grain wurde im letzten Jahr bei den World Whisky Awards in London als weltbester Single Grain ausgezeichnet – und ist zusätzlich von Master Distiller Andy Watts für unsere Leser handsigniert worden.

Der Bain’s Cape Mountain Single Grain ist ein wunderbar trinkbarer, sanfter und weicher Grain Whisky, der nicht nur Whiskyfreunden gefallen wird. Es gibt ihn auch im deutschen Fachhandel – wir verlosen die Abfüllung in der originalen südafrikanischen 750ml-Flasche.

Bain’s Cape Mountain Single Grain 15yo

Der 15 Jahre alte Bain’s Cape Mountain Single Grain ist momentan weltweit nur an drei Plätzen erhältlich: In der Destillerie selbst, am Flughafen in Johannesburg und am Flughafen in Kapstadt. Bedingt durch die Reifung im Klima Südafrikas ist die Altersangabe fast schon etwas irreführend: Der Bain’s 15yo ist vom Charakter her merkbar ausgereifter und runder als gleichaltrige Grains aus Schottland.

Florale Noten, Gewürze, exotische Früchte, reife Bananen und der Duft von Teakholz prägen den Charakter des fünfzehn Jahre alten Single Grains in der Nase, am Gaumen entdeckt man Rosinen, Butterscotch und Bananenbrot.

Und so gewinnen Sie den Bain’s Single Grain Whisky und den Bains 15yo Single Grain Whisky:

1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage, die Sie durch aufmerksames Lesen unseres Beitrags leicht beantworten können: In welchem Ort steht die James Sedgwick Distillery

a) Stroganoff
b) Wellington
c) Tartar

2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Bain’s“!

Unter allen richtigen und vollständigen Einsendungen, die uns bis 24. Februar, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises (wir verlosen beide Flaschen gemeinsam) und geben diese(n) am 25. Februar 2019 bekannt. Der Versand der Preise erfolgt durch Whiskyexperts. 

Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!

Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Bain’s“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 24. Februar 2019, 23:59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden am 25. Februar 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Preise erfolgt durch Whiskyexperts. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Neu: Glengoyne 30 yo

Die Destillerie Glengoyne hat in einer Aussendung eine neue, alte Abfüllung angekündigt: den Glengoyne 30 yo. Der Vorgänger dieser Abfüllung erschien im Oktober 2017 (wir berichteten), die Kenndaten der neuen Ausgabe sind ähnlich:

Dieser mit 46.8% abgefüllte Whisky stammt aus 12 Sherry-Fässern, die vom Malt Master der Destillerie, John Glass handverlesen werden. Insgesamt erscheinen 5.200 Flaschen auf dem Markt, der Preis hat sich bei der neuen Ausgabe erhöht und beträgt nun 700 Britische Pfund.Der Glengoyne 30yo kann online (noch) nicht bestellt werden. Glengoyne bittet auf ihrer Website um telefonische Kontaktaufnahme, um über die Bestellmöglichkeit dieser Abfüllung zu informieren.