Mit dieser Überschrift kann man die moderne Whiskygemeinschaft in zwei Gruppen spalten: Die eine, die mit einem freundlichen „häh?“ reagiert und eine zweite, bei der vom Willen nicht mehr wirklich regulierbarer Speichelfluss einsetzt. Was man auch noch sagen könnte: Gruppe zwei ist wahrscheinlich deutlich älter als Gruppe 1.
Dumpy Bottles – das sind die bauchigen Flaschen mit dem etwas comicartigen Etikett, in die bis in die späten Achtzigerjahre Cadenhead seine unabhängigen Abfüllungen – nun, eben abfüllte. Und die waren bekannt für eine Whiskyqualität, die manchmal fast schon nicht mehr real war.
Und so wundert es auch nicht, dass heute in der Verkostung ein Whisky mit 13 Jahren Alter aus der Brennerei Laphroaig mit einer fantastischen Wertung von 97 Punkten abschneidet – wohlgemerkt mit einer Stärke von 46% Alkohol – ein Kriterium, das auf Whiskyfun meist mit etwas geringeren Punkten verbunden ist als sie Fassstärken erhalten.
97 Punkte! Aber auch der Rest der Verkostung ist nicht ohne – kein Wunder bei den Namen, die hier auftauchen:
Bruichladdich 25 yo 1958/1984 (92 US proof, Cadenhead Dumpy): 93 Punkte
Caperdonich-Glenlivet 12 yo 1965/1977 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 85 Punkte
Convalmore-Glenlivet 16 yo 1962/1979 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 90 Punkte
St. Magdalene 20 yo 1964/1984 (46%, Cadenhead Dumpy): 93 Punkte
Glen Grant-Glenlivet 21 yo 1957/1978 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 93 Punkte
Highland Park St Magnus Label (circa mid-1970s): 92 Punkte
Highland Park 21yo (80 proof, Cadenhead Dumpy, Mario Rossi import, bottled circa late 1970s): 95 Punkte
Oban 21 yo 1963/1984 (46%, Cadenhead dumpy): 91 Punkte
Bowmore 16 yo (46%, Cadenhead Dumpy, Mario Rossi import, -/+ 1985): 93 Punkte
Laphroaig 13 yo 1967/1980 (46%, Cadenhead Dumpy, Sherry Wood): 97 Punkte
Und natürlich ziert heute Laphroaig unser Titelbild.
In Villingen-Schwenningen fand am letzten Wochenende wieder die Whiskymesse „Hall of Angels‘ Share statt – schon zu fünften Mal trafen sich dort Whiskyfreunde aus nah und fern zu einem angeregten Zusammensein. Und auch diesmal war die Messe ein gut besuchter Erfolg, wie man auf dem Teaser-Video zur Messe sehen kann, das wir Ihnen mit der Presseaussendung des Veranstalters, Wein-Riegger, präsentieren:
5. Whiskymesse „Hall of Angels‘ Share“ wieder ein voller Erfolg
Bei der fünften Villinger Whiskymesse Hall of Angels‘ Share kamen am Wochenende vom 03. und 04. November Whiskyfreunde aus Nah und Fern in den Schwarzwald, um Ihrem Hobby nachzugehen. Zahlreiche Whisky- und Rumsorten warteten darauf, verkostet zu werden.
Die Neue Tonhalle in Villingen-Schwenningen verwandelt sich einmal im Jahr zu einer kleinen schottischen Whiskywelt. Die Luft ist geschwängert von edlen Gerüchen nach Whisky. Gläserklirren, Dudelsackklänge, „Slàinte Mhath“ Rufe und angeregte Gespräche hallen durch den Saal. Bereits zum fünften Mal kamen die Whiskyfreunde im Schwarzwald dieses Jahr auf Ihre Kosten. Mehr als 1.000 verschiedene Abfüllungen konnten verkostet werden. Dabei waren neben unzähligen Whiskies aus Schottland, Irland, Amerika, Wales, der Schweiz und Schweden auch Rums und andere Edelspirituosen wie Gin und Cognac. Auch vor den Toren der Messe sammelten sich die Besucher, um gemütlich in der Zigarrenlounge zu paffen, ein Bier oder einen Kaffee zu trinken oder mit Pulled Pork und Würstchen sich eine passende Grundlage zu schaffen. Die Pipes and Drums Band „Caverhill Guardians“ aus Schramberg trugen währenddessen in traditioneller Sutherland Highlanders Bekleidung mit ihren Liedern zur schottischen Stimmung bei.
Auf großes Interesse stießen dieses Jahr die Tastings zum Thema Whisky, Rum und Schokolade. Insgesamt 13 unterschiedliche Verkostungen mit Referenten der Brennereien und Brand Ambassadore fanden statt, nahezu alle ausverkauft.
Hinter den Ständen bekamen die Aussteller Hilfe von den Mitgliedern des Whiskyclubs „Friends of Riegger’s Selection“, die mit Ihrem Fachwissen für jeden Besucher den passenden Tropfen fanden. Organisiert wird die Hall of Angels‘ Share von der Firma Wein-Riegger, die als unabhängige Abfüller der Riegger’s Selection selbstverständlich auch mit zwei Einzelfässern zum selbst abfüllen dabei waren.
Von Kirsch Whisky, unter anderem auch deutscher Importeur von GlenAllachie, sind wir über das Erscheinen dreier neuer Blended Malts mit (unter anderem) Whiskys der Speyside-Destillerie informiert worden. Geblendet wurden die MacNair’s Lum Reek dort von der Whiskylegende Billy Walker.
Hier Infos dazu, mit den englischsprachigen Tasting Notes:
Die MacNair’s Lum Reek Heavily Peated Blended Malt Scotch Whiskys sind nun auch in Deutschland erhältlich. Niemand geringeres als Billy Walker hat diese Whiskys kreiert.
Die alten Schotten sagen: „Lang my yer lum reek“ – wörtlich übersetzt „lang möge dein Schornstein rauchen“. Mit diesen Worten wünschte man jemandem ein langes, gesundes und erfolgreiches Leben. Am besten mit einem Dram des MacNair’s Lum Reek!
Für die Whiskys der Lum Reek Range wurden stark getorfte Islay und Speyside Malts mit vollmundigem GlenAllachie Whisky vermählt und anschließend in ausgewählte Fässer gefüllt. Diese Fässer reifen in der GlenAllachie Destillerie solange bis die finale Fassauswahl von Billy geblendet wird. Die Whiskys werden weder gefärbt noch kühlfiltriert und kommen mit 46 % vol. in die Flasche.
Die Range besteht aus drei Abfüllungen: 12 Jahre, 21 Jahre und ein Blend ohne Altersangabe. Für jede Abfüllung hat Billy Walker eine harmonierende Fassauswahl getroffen: Die NAS-Abfüllung reift in 1st Fill Bourbon-, Oroloso, Virgin Oak und Rotwein Fässern. Für den 12-jährigen Lum Reek wurden 1st Fill Bourbon-, PX und Rotweinfässer verwendet. Der 21-jährige Blend lagert in Oloroso-, Virgin Oak- & Rotweinfässern.
Hier die englischsprachigen Tasting Notes:
Colour: Rich Gold. Nose: Crisp peat notes with barley sugar and dark chocolate. Taste: Full bodied peat reek, vanilla, barley sugar and tannins, followed by bog myrtle and sweet spices.
Colour: Copper Bronze. Nose: Sweet peat reek combining with butterscotch and mocha. Taste: Lashings of rich peat reek with mature heather notes, bog myrtle, butterscotch, toffee and sweet spices.
Colour: Butterscotch. Nose: Aristocratic peat smoke with dark chocolate and fudge. Taste: Tobacco, leather, cedar wood and waves of peat reek with oodles of cocoa, vanilla, honey and spices.
Und noch eine Neuigkeit aus dem Haus GlenAllachie hat man uns mitgeteilt: Vom GlenAllachie 10yo Cask Strength ist soeben Batch #2 erschienen, diesmal mit 54.8% abgefüllt.
Ein Jahr wird es noch dauern, bis die irische Connacht Whiskey Distillery mit ihrem eigenen Whiskey auf den Markt kommen kann (derzeit schlummert der Spirit noch in den Fässern in ihren Lagerhäusern im Westen Irlands.
Diese Wartezeit überbrückt man bei Connacht mit drei interessanten gesourcten Abfüllungen, die unverkennbar die Handschrift der experimentierfreudigen Destillerie tragen. Brothership, ein Blend aus irischem und amerikanischen Whiskey überrascht durch ein ganz eigenständiges Geschmacksprofil, der in Portfässern gefinishte Ballyhoo bringt ebenfalls zwei Welten zu einer interessanten Kombination zusammen, und der Spade & Bushel, ein zehnjähriger Irish Single Malt Whiskey, macht deutlich, wo bei Connacht die Reise hingehen soll.
Auf der Aquavitae in Mülheim hatten wir die Gelegenheit, Ella Navrot, Sales Executive der Connacht Whiskey Distillery, zu der Brennerei und den Abfüllungen zu befragen. Unseren knapp sechs Minuten langen Beitrag sehen Sie obenstehend oder auf unserem Youtube-Kanal.
Die Vorstellung vom Whiskyhimmel ist wohl die: Unbegrenzt Zugriff auf Kostproben aller jemals erschienenen Abfüllungen – in Gesellschaft guter Freunde. Insofern muss sich Angus MacRaild, der nach wie vor Serge Valentin auf Whiskyfun vertritt, im Vorhof zum Paradies befunden haben, während er die Verkostungsnotizen der letzten Tage schrieb, als er sich mit Freunden quer durch Schottland verkostete. Und er merkt an, dass er längst nicht alles aufgeschrieben hat, was er im Glas hatte. Seufz.
Heute dreht sich alles um den unabhängigen Abfüller Signatory – war er doch bei Edradour zu Besuch (und damit bei Andrew Symington, dem Besitzer der Brennerei und von Signatory) und konnte dort in die – bildlich gesprochen – prall Samplekiste greifen. Und was sich darin befand, ist nicht ohne. Das geht von den neuesten Jubiläumsabfüllungen zu alten Signatory-Bottlings, die längst nicht mehr zu haben sind.
Die Speyside-Destillerie Benromach stellt in ihrer heutigen englischsprachigen Pressemitteilung einen Neuzugang in ihrem Wood Finish-Portfolio vor: Den Benromach Château Cissac Bordeaux Wood Finish 2010.Diese neue, limitierte Abfüllung reifte zunächst, ähnlich wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2009 auch, in First Fill Bourbon-Fässern in den traditionellen Lagerhäusern der Destillerie in Forres, Speyside. Danach wurde dieser dann für etwas mehr als zwei Jahre in Château Cissac Weinfässern veredelt. Diese Fässer wurden zuvor in der berühmten französischen Weinregion Haut-Médoc in der Nähe von Bordeaux für dieses Finish ausgewählt.
Die limitierte Auflage von 7.789 Flaschen ist in Großbritannien im Whiskyfachhandel mit einem UVP von £ 47,75 erhältlich. Auf den internationalen Märkten kann dieser Preis aufgrund von unterschiedlichen Steuersätzen variieren.
Wie gewohnt finden Sie folgend diese Presseaussendung im englischsprachigen Original.
Benromach Distillery adds wood finish to contrast range
Single malt finished in Château Cissac casks
The Benromach Distillery Company Ltd. has unveiled the latest addition to its Wood Finish portfolio with the launch of the limited-edition Benromach Château Cissac Bordeaux Wood Finish 2010.
The single malt Scotch whisky balances Benromach’s signature Speyside smokiness with rich red wine undertones.
Benromach Château Cissac Bordeaux Wood Finish 2010 is matured in First Fill Bourbon barrels in the distillery’s traditional dunnage warehouses in Forres, Speyside. This expression is then finished for just over two years in Château Cissac wine casks, hand-selected from the illustrious French wine region of Haut-Médoc near Bordeaux.
Dark gold in colour, the influence of the wine casks is immediately apparent on the nose. On tasting, the initial pepper is followed by sweet vanilla, creamy milk chocolates, hints of red wine tannins and peat smoke. Deeper hints of bon?re embers are complemented by Brazil nuts and gorgeous cocoa flavours.
Keith Cruickshank, Benromach Distillery manager, said: “Our latest Wood Finish is a welcome addition to our ‘Contrasts’ range of single malt Scotch whiskies.
“All our Wood Finishes, including our Château Cissac Bordeaux Wood Finish 2009 which we launched last year, have been really well received by whisky lovers around the world.
“I’m confident that Benromach Château Cissac Bordeaux Wood Finish 2010, with its unique and appealing characteristics, will be appreciated by new and existing Benromach enthusiasts. At our distillery in Forres, we’ve always been unafraid to innovate, and we hope those who enjoy our flagship Benromach 10 Years Old will enjoy exploring our different finishes.”
A limited release of 7,789 bottles will be made available for sale through specialist whisky retailers with a recommended retail price of £47.75 in the UK. Prices may vary in international markets because of duty and import taxes.
Nein, Ihr Augenlicht hat nicht seit dem letzten Video von Ralfy gelitten – Sie sehen noch so gut oder schlecht wie vor einer Woche. Der Grund, warum wir Sie darauf ansprechen ist im Video von Ralfy begründet – es ist etwas unfokussiert. Schuld daran ist laut Ralfy die extrem hohe Luftfeuchtigkeit bei der Aufnahme, und eigentlich ist es nicht unfokussiert, sondern die Linse der Kamera ist beschlagen.
Nachdem wir das aus dem Weg geräumt haben: Heute geht es um einen Blended Malt von Dewars, den Dewars 12yo Pure Malt mit 43% Alkoholgehalt. Aktuell werden Sie diesen nicht in den Geschäften finden – es handelt sich um eine Abfüllung aus den 80er-Jahren, die mittlerweile schon etwas Sammlerwert besitzt und nicht mehr leicht zu bekommen ist.
Und sie ist nicht nur selten, sondern auch gut, wenn man die Bewertung von Ralfy als Maßstab nimmt: Satte 90 von 100 Punkten kann sie bei ihm im Tasting erlangen. Und das ist natürlich wie immer voller Zusatzinfos, die diese Videos über den Status eines reinen Verkostungsvideos hinausheben – und oder aber auch länger machen: 21 Minuten sollten Sie sich für das gesamte Video Zeit nehmen, das Sie obenstehend oder auf Youtube finden.
Auch heute „arbeitet“ Angus MacRaild, die Vertretung von Serge Valentin auf Whiskyfun, schon den dritten Tag in Folge – ob Serge wohl auf Urlaub ist?
Jedenfalls ist das Thema der heutigen Verkostung auch keines, bei dem man sich niedrige Wertungen erwartet: Port Ellen steht zur Verkostung an, mit Einwürfen von der Seite, nämlich Ardbeg und eine obskure Abfüllung namens Sennachie aus den 80ern des vorigen Jahrhunderts. Manche sagen, es sei ein Bowmore, andere meinen, die Abfüllung stamme aus der Destillerie Longmorn. Wir, an denen dieser Kelch vorüber geht, werden die Diskussion um die Herkunft nur völlig ohne fundiertes Wissen verfolgen können.
Hier jedenfalls die Punktewertungen, die heute in der Verkostung vergeben wurden:
Sennachie 30 yo single malt (43%, William Brown & Sons, bottled circa 1980): 91 Punkte
Port Ellen 11 yo 1981/1993 (46%, Cadenhead Original Collection): 92 Punkte
Port Ellen 16 yo 1983/1999 (43%, Cooper’s Choice, VA.MA import): 89 Punkte
Port Ellen 24 yo 1975/1999 (43%, Signatory Vintage, cask #1761, 362 bottles): 91 Punkte
Ardbeg 1974/1983 (59%, Samaroli, 2400 bottles, sherry): 93 Punkte
Und von welcher Brennerei sollen wir unser heutiges Bild nehmen? Wir haben uns für Ardbeg entschieden…
Die englische Cooper King Distillery begleiten wir schon seit längerem mit unserer Berichterstattung. Wie man uns nun mitteilte, stehen dort zwei wichtige Ereignisse an: Man wird mit Ende November mit der Produktion von Whisky beginnen – und legt dazu ab sofort ein kleines, aber feines Fasskaufprogramm für private Whiskyfreunde auf. Man wird den New Make Spirit in 100-Liter ex-Bourbonfässer füllen und im Warehouse auf dem Destilleriegelände für die Kunden lagern. Weitere Details dazu finden Sie in der untenstehenden Pressemitteilung:
Yorkshire’s self-built distillery to release limited whisky casks for sale
A Yorkshire-based start-up distillery has announced that a very limited number of whisky casks will be available for private purchase.
Cooper King Distillery, England’s first self-built gin and whisky distillery, has made the announcement ahead of whisky production which is set to commence at the end of the month.
The distillery, which is based in Sutton-on-the-Forest, York, is providing the opportunity for whisky enthusiasts to own a 100-litre first-fill ex-bourbon cask, filled with new make spirit, and matured in the on-site bonded warehouse. The resulting single malt whisky can be traced from farm to bottle and will boast a flavour profile unlike any other in the UK, thanks to inspiration drawn from the founders’ experiences in Tasmania.
Co-founder of Cooper King Distillery, Chris Jaume commented:
“This is an incredibly exciting time for us; everything we’ve done over the last two years has been in preparation for production of our first whisky. We can’t wait to fill the first casks in a few weeks and continue our whisky journey”.
Founded in 2016 by Chris Jaume, a chartered architect and Abbie Neilson, a scientist, Cooper King Distillery was inspired by the couple’s travels through Australia, where they discovered the now world-renowned Tasmanian whisky scene.
Fascinated by the hand-crafted premium whisky industry and taught by Bill Lark, the ‘godfather’ of Tasmanian whisky, the pair were determined to bring their discoveries back home to England and set up a truly independent, self-built and sustainable distillery.
Locally grown Yorkshire barley will be traditionally floor malted in England’s oldest working maltings, before being mashed and fermented at the distillery, then distilled in the beautiful 900 litre Tasmanian copper pot still – the only one of its kind in Europe. On-site maturation follows, in casks coopered by the country’s only independent master cooper.
With a very small number of casks available for purchase, buyers will receive an invite to a celebratory event to be held this winter, which will see a select group of influencers, supporters and enthusiasts witness the filling of the first ever cask at the distillery.
Abbie Neilson said:
“We’re thrilled to finally be on the brink of whisky production; the journey we’ve been on over the last two years has been phenomenal. We’re so happy to be able to provide whisky enthusiasts with a unique opportunity to own a part of English whisky history, and to welcome them to the Cooper King family.”
Der Jahreswechsel ist immer auch ein Anlass, sich Schottland als Kalender ins Haus zu holen. Der Bildkalender von Michael Schmidt ist auch in diesem Jahr wieder in Form einer Presseaussendung zu Gast bei uns – zusammen mit ein paar schönen Beispiel-Kalenderblättern. Alles Weitere lesen Sie untenstehend:
Basaltklippen, Papageientaucher und Whiskylegenden – Bildkalender zeigt Schottlands schönste Seiten in DIN A3 und A4
Quietschgelb wie ein Kanarienvogel ist der Stechginster, der die Balblair-Whiskybrennerei in den nördlichen Highlands umrahmt. Mit ihrem typischen Pagodendach gilt sie als eine der schönsten Whiskydestillerien Schottlands. Klick! Der Fotojournalist Michael Schmidt aus Langen bei Frankfurt am Main hat das Land im hohen Norden ausgiebig bereist und grandiose Motive wie dieses mit nach Hause gebracht. In seinem Bildkalender Scotland — Land of Whisky 2019“ zeigt er die wildromantischen Landschaften Schottlands, kombiniert mit spannenden Einblicken in die Kunst der Whiskyherstellung.
Seit mittlerweile acht Jahren gibt Schmidt seinen Kalender im Eigenverlag heraus. Inzwischen kommt er in einer Auflage von über 350 Exemplaren in den Formaten DIN A3 und DIN A4 in den Handel. Der aktuelle Kalender führt zu den dramatischen Basaltklippen der Hebrideninsel Staffa und auf den Gipfel des Ben Hope ganz im Norden des Landes. Whiskyfreunde kommen bei einem Blick in das Fasslager der Glen Grant-Brennerei vom Februar-Motiv des Kalenders ins Schwärmen. Einen Monat später präsentiert er die legendäre Dallas Dhu Distilery, die inzwischen als Museum dient. Ein frecher Papageientaucher von der winzigen Insel Lunga und das quirlige Nachtleben von Glasgow runden das Jahr 2019 ab.
Der Kalender hat nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland Freunde und Sammler gefunden. Dieses Jahr war er in der Kalenderausstellung der Frankfurter Buchmesse vertreten. Schmidt freut sich, dass sein selbst verlegter Kalender auch in der Heimat des Whisky so gut ankommt: „Viele Teams der Whiskybrennereien zeigen stolz ihre Produktionsstätten. Sie stehen für eine jahrhundertealte Tradition. Besonders spannend ist, dass gerade viele neue Brennereien eröffnen oder alten wieder Leben eingehaucht wird — die Kalendermotive werden mir also so schnell nicht ausgehen“, verrät Schmidt.
Der Fotojournalist ist ein Kenner der schottischen Landschaft und Kultur. Er hat zwei Jahre in Glasgow gelebt und das Land lieben gelernt. Unter anderem war er als Korrespondent und Reiseleiter tätig. Im Rhein-Main-Gebiet veranstaltet er regelmäßig Whiskyseminare und befasst sich auch journalistisch mit dem Thema Whisky.
Das Kalenderdesign mit englischsprachigem Kalendarium entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Grafiker Ulrich Klein, der das Atelier K.Design leitet. Der Kalender im Format DIN A4 (ISBN 978-3-00-060292-4) kostet 15,50 Euro, die große DIN-A3-Version (ISBN 978-3-00-060293-1) 23,95 Euro. Erhältlich ist er im Buchhandel, im Whiskyfachhandel oder direkt bei Michael Schmidt unter der Homepageadresse www.schmidt-punkt.de.
Schon kurz nach seinem Abgang als Distillery Manager bei Glenglassaugh vor mehr als fünf Jahren startete Stuart Nickerson das Projekt Saxa Vord – eine Destillerie auf den Shetland Islands und damit die nördlichste Brennerei Schottlands. Dort produziert er seit 2014 Gin – aber hat immer über eine Whiskybrennerei dort nachgedacht.
Die Finanzierung eines solchen Projekts ist, wie man sich vorstellen kann, nicht ganz einfach. Ursprünglich plante Stuart Nickerson, die Kosten der Brennerei über ein Crowdfunding aufzubringen, wie er im untenstehenden Exklusivinterview, das wir Anfang 2017 mit Stuart führten, erklärte (das Video startet an der entsprechenden Stelle):
Nun ist es aber doch anders gekommen: Wie man auf Shetland News nachlesen kann, hat sich Stuart Nickerson mit den Finanzberatern von Johnston Carmichael zusammengetan, um insgesamt 4.5 Millionen Pfund für die geplante Brennerei aufzutreiben. Mit dem Geld will man auch die Produktion von Gin ankurbeln.
Der Business-Plan der Saxa Vord Distillery sieht vor, dass Gin und Whisky im gleichen Gebäude gebrannt werden, und als ersten Schritt des Ausbaus will man zunächst eine zweie Gin-Brennblase installieren, bevor man sich an die Einrichtung fürs Whiskybrennen macht. Wir bleiben natürlich weiter dran.
Stuart ist übrigens nicht der Einzige in der Nickerson-Familie, der sich mit Whisky beschäftigt. Seine Tochter Jeniffer Nckerson plant und baut mit ihrem Ehemann gemeinsam an der Tipperary Boutique Distillery in Irland. Mehr darüber demnächst bei uns.
Der Noup-Saxa-Vord. Das Urheberrecht dieses Bildes liegt bei Mike Pennington und ist lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen-2.0-Lizenz.
Als sich vor einem Jahr sieben Whiskyhändler mit Ladengeschäften zusammenschlossen um für ihre Lokale eine eigene Serie unabhängiger Whiskys zu erschaffen, hatten sie zwar natürlich mit einem Erfolg der Idee gerechnet, aber nicht mit einem derart durchschlagenden, wie er schon ein Monat nach dem Auflegen der ersten Serie der Local Dealer Selection erkennbar war: Nahezu alle Abfüllungen waren innerhalb der ersten Wochen restlos ausverkauft.
Mittlerweile ist als achter Händler noch die Whiskybotschaft in Kerken dazu gekommen, und nun ist man wieder nach Schottland zu Edradour und dem unabhängigen Bottler Signatory gefahren, um dort gemeinsam nach neuen Abfüllungen zu suchen. Die Ergebnisse der Reise werden schon bald in den Regalen stehen.
Wir haben im Rahmen der Aquavitae 2018 in Mülheim mit Marco Bonn vom Brühler Whiskyhaus gesprochen und ihn zur Local Dealer Selection befragt. Er hat uns mehr über die Entstehung, die Auswahlkriterien und die neuen Abfüllungen erzählt. Das gesamte Videointerview finden Sie obenstehend oder natürlich wie immer auch auf unserem Youtube-Kanal, den Sie dort auch abonnieren können.
Auch in diesem Jahr konnten wir Ihnen ein Gewinnspiel mit unserem Partner, dem BOTTLE MARKET in Bremen, anbieten : Zu gewinnen gab es zwei Tastings mit Julia Nourney, der international anerkannten Spirituosenfachfrau, zu spannenden Themen, die Whiskyfreunde auch einmal über den Tellerrand des schottischen Whiskys hinausblciken und verkosten lassen. Am Freitag, den 16. und Samstag, dem 17. November entführt Julia Nourney unsere Gewinner in zwei Themengebiete, die manche Überraschungen bereithalten – beim BOTTLE MARKET in der Messe Bremen von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. November 2018.
Bevor wir die Gewinner bekannt geben, wie immer noch einige Infos zu unseren Preisen:
Der BOTTLE MARKET 2018
„Rund 75 Aussteller präsentieren sich dem Kennerpublikum und den Einsteigern“, kündigt Anja Rickmeier an, Projektleiterin bei der Messe Bremen. „Whisk(e)y spielt die Hauptrolle, doch ist auch das Angebot an anderen hochklassigen Spirituosen groß. Und zum zweiten Mal ergänzen wir den BOTTLE MARKET um einen Bereich mit 40 Ausstellern, die eine breite Auswahl an Wein und Leckereien mitbringen.“
Copyright MESSE BREMEN / Oliver Saul
Viel Raum widmet die Messe traditionell den klassischen Erzeugerregionen wie Schottland. So kommt ein Importeur, der mit Wolfburn eine der jüngsten Destillerien und zugleich die nördlichste des Landes ebenso vertritt wie eine der ältesten und die südlichste: Bladnoch. Erstmals ist auch Whisky wie von anderen Sternen zu kosten: Die Sorten tragen Namen wie Alpha Centauri und einen Code auf dem Etikett, aus dem sich die Brennereien erraten lassen sollen.
Zudem sind etablierte und aufstrebende Whisky-Nationen rund um den Erdball vertreten. Der Scandinavian-Whisky-Point ist erneut gut besucht. Am German Whisky-Point stellen sich zum Beispiel eine junge deutsche Destille mit ihrem ersten Whisky und ein Brenner vor, der „Torf vom Dorf“ in Flaschen abgefüllt hat. Erstmals kommt auch Jürgen Liebenau. Er hat sich auf Japan spezialisiert – und damit auf experimentierfreudige Brennereien. „Hier wird Whisky durchaus im Tequila- oder Pflaumenweinfass ausgebaut“, berichtet er. Insgesamt seien japanische Whiskys in der Regel „nicht rauchig oder torfig, sondern mild und sehr ausgeglichen“, so Liebenau – eine Empfehlung für Menschen, die es sanft mögen. Uisge beatha ist nicht alles – darüber hinaus gibt es Rum-Sorten in großer Auswahl, Edelbrände und Gin, zum Beispiel die älteste deutsche Sorte von 1776, die neuerdings wieder gebrannt wird. Last but not least finden Besucher zum Beispiel Wildschinken und Senfe, schottische Chips und schwedische Lakritze. Eine Designerin bietet Porzellan für Tisch und Tafel, eine Manufaktur Möbel aus originalen Weinfässern.
Copyright MESSE BREMEN / Oliver Saul
Das erste Tasting, das zu gewinnen war:
Fr. 16.11. 19:00 Uhr – It’s RUM o’clock! – mit Julia Nourney
Die norddeutsche Begeisterung für die exotische Spirituose Rum beruht wohl auf alten Zeiten! Die dänische Westindienflotte betrieb im 18. Jahrhundert nämlich intensiven Handel in der damaligen Rumhandelsstadt Flensburg. Seither trinkt der Norddeutsche eben Rum… beispielsweise in seinem Tee und nennt das Grog. Wie vielfältig und spannend Rum pur ist, das kannst Du bei diesem exklusiven Tasting entdecken. Hergestellt wird er u. a. in der Karibik, Mittel-und Südamerika, Indien oder auf den Kap Verden und sogar… Japan. Diese Verkostung führt Dich einmal um die ganze Welt!
Botucal
Spytail
Compagnie Des Indes Latino
Compagnie Des Indes West Indies
RYOMA
N. Spiced
PX Cask Barbados
AVONTUUR 18 yr.
Überraschungs-Rum
Und der Gewinner ist:
Frank Haarmann aus 27755 Delmenhorst
Tasting Nummer 2:
Sa. 17.11. 17:00 Uhr – Born in the USA mit Julia Nourney
Amerika – land of the free, home of the brave und von Whiskeys die zu einem Großteil aus Mais oder Roggen gebrannt werden. Für uns Europäer, die sich zumeist über schottische Gerstendestillate in Whisky verlieben, geschmacklich eine andere, entdeckenswerte Richtung. Dass diese Destillate deutlich mehr können als nur Whiskey-Cola, entdeckst Du in diesem Tasting.
Buffalo Trace
Catoctin Creek Cask Proof
Catoctin Creek 92 Proof
Bib & Tucker
Blanton’s
Überraschungsdram
Gewonnen hat:
Reno Kieck aus 21465 Reinbek
Wir gratulieren den beiden Gewinnern ganz herzlich. Ihre Karten für das Tasting können Sie unter einem Stichwort, das wir den Gewinnern per Mail zusenden, an der Tageskassa abholen!
Viel Vergnügen, und falls sie diesmal nicht gewonnen haben: Bald gibts ein neues Gewinnspiel für Sie!
Wir setzen heute unsere zehnteilige Sonderserie im Rahmen unserer Rubrik „Whisky im Bild“ mit Folge acht fort: „Die Schönheit Schottlands“ stellt zehn magische Plätze der Heimat des schottischen Whiskys vor – an Zauber bereichert durch das Talent und Können des Fotografen Siegfried Klingls. Der 38-jährige Franke und Betriebswirt ist ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf und Whiskyliebhaber konnte auf seiner diesjährigen Schottlandreise die schönsten Plätze mit seiner Kamera einfangen.
Auf dem kleinen Bild oben sehen Sie die Vorebereitung zur Aufnahme, die wir heute untenstehend bringen: Der Old Man of Storr ist eine fast 50 Meter hohe Felsnadel auf Skye – und wohl eines der meistfotografierten Motive auf der Hebrideninsel. Die Felsnadel liegt auf der Halbinsel Trotternish, ca zehn Kilometer nördlich von Portree. Klingle setzt die Formation mit viel Stimmung in Szene – demenstprechend haben wir das Bild in hoher Qualität hochgeladen (sie können es durch Anklicken vergrößern: