Irgendwas ist da momentan kräftig durcheinander bei Whiskyfun, der Seite von Serge Valentin. Gestern lief ein Tasting von Angus MacRaild, seine Samstagsvertretung, am richtigen Samstag als Freitagstasting, heute, am Sonntag, wo Serge an und für sich für uns uninteressante Malternatives, also z.B. Rum, Cognac oder andere Spirituosen testet, läuft unter dem Titel „Saturday: Clynelish & Assorted Deliciousness“ wieder eine Session von Angus.
Für Sie bedeutet das neuen Lesestoff, für uns eine Extraschicht in der Redaktion – bitte, gerne geschehen.
Was gibt es also bei Angus zusehen? Elf ganz besondere Whiskys, entweder aus dem Grund, dass sie großartig schmecken, oder weil sie selten, alt und fast nicht zu bekommen sind. Nachlesen zahlt sich wie immer aus, denn die schönen Details stecken nicht in den Punkten, sondern in den Beschreibungen.
Und hier sind sie, die Kandidaten der Sonntagsverkostung, die eine Samstagsverkostung sein sollte:
Speyburn-Glenlivet 18 yo 1975/1993 (46%, Cadenhead Original Collection): 89 Punkte
Longmorn 10 yo (43%, OB for France, -/+ 1980): 87 Punkte
Bowmore 36 yo 1966/2002 (43.20%, Duncan Taylor Peerless, cask #3306, 201 bottles): 93 Punkte
Dalmore 15 yo 1963/1978 (80 proof, Cadenhead Dumpy): 91 Punkte
Tamdhu 17 yo (80 proof, Cadenhead Dumpy, 1970s): 92 Punkte
Glenlivet 12 yo (45.8%, OB, 1960s): 91 Punkte
Longmorn 29 yo 1972/2001 (45%, Blackadder, cask #1097, sherry hogshead, 272 bottles): 93 Punkte
American Medicinal Spirits Co. Distillery 5. Spring 1916 – Fall 1933 (100 US proof, 50%, OB): 90 Punkte
Four Roses (OB, bottled circa 1915): 83 Punkte
Rewco Rye Whisky Spring 1917 – Spring 1932 (100 US proof, 50%, OB): 91 Punkte
Clynelish 12 yo (56.9%, OB for Edward & Edward, rotation 1971): 95 Punkte
Titelbild? Tja, schwierig – vielleicht die Destillerie, die heute die meisten Punkte einheimsen konnte?
100 Wochen gibt es sie nun bereits, die Rubrik „Neue Deutsche Whiskyvideos und Podcasts der Woche“. Was als Idee nach dem Motto „schauen wir mal, ob das funktionieren kann“ nach einem Blogger- und Vlogger-Treffen bei Marco Bonn im Whiskyhaus Brühl begann, hat sich mittlerweile zu einer fixen Institution auf Whiskyexperts entwickelt – einer, der von Lesern und Vloggern gleichermaßen gerne angenommen wird.
Daher möchten wir uns jetzt einmal ausdrücklich bei den Vloggern der deutschen Whiskyszene bedanken: Dafür, dass sie abseits kommerzieller Interessen mit viel persönlichem Engagement und einer bewundernswerten Beständigkeit ihre Notes zu neuen und alten Abfüllungen mit anderen Whiskyfreunden teilen. Der Enthusiasmus, mit dem das geschieht, gebiert bei vielen eine beachtliche Professionalität, ohne dabei in Routine umzuschlagen. Liebe Vlogger und Podcaster: Ihr seid eine Bereicherung unserer gemeinsamen Leidenschaft – und dafür Danke!
Auch in der 100. Jubiläumsfolge stellen wir Ihnen wie jede Woche Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“ vor, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos (oder im Podcast) werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
Hier aber zunächst einmal die (wieder zahlreichen) Beiträge von heute:
Alle Videos aus dieser Liste können Sie bei uns auch als Playlist komplett ansehen, entweder hier auf der Seite oder auch auf Youtube – frühere Folgen, bis zurück zu Episode 25, gibt es zudem jeweils als Playlist auf unserer Youtube-Seite.
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Von Markus Werner stammt das heutige Sonntagsvideo, in dem wir Ihnen wie immer schöne Einblicke in whiskybezogene Landschaften oder in Destillerien geben wollen. Er reiste im Sommer 2015 durch Schottland auf die Insel Skye und brachte von dort beeindruckende Aufnahmen mit. Hier einmal die Liste der Plätze, die Sie im Video sehen können:
Isle of Skye – Neist Point
Isle of Skye – The Quiraing
Isle of Skye – Old Man of Storr
Fort William – Inverlochy Castle
Fort William – The Jacobite Steam Train
Glen Nevis – Ben Nevis
The Cobbler (Ben Arthur)
Argyll Castle Sween
Inveraray Castle
Eilean Donan Castle
Kilchurn Castle
Kilmartin – Carnasserie Castle
Sein Equipment:
Glidecam + Canon 7D + Canon 10-22mm
und eine GoPro Hero 4 + DIY SliderDolly
Die Zeitrafferaufnahmen wurden mit einer GoPro Hero 4 und einem selbstgebauten SliderDolly gemacht.
Viel Vergnügen mit dem obenstehenden, etwas über 5 Minuten dauernden Video, das Sie auch auf Vimeo finden können.
Auch in diesem Jahr können wir Ihnen ein Gewinnspiel der ganz besonderen Art mit unserem Partner, dem BOTTLE MARKET in Bremen, anbieten – allerdings nur noch bis morgen, Sonntag: Gewinnen Sie eines von zwei Tastings mit Julia Nourney, der international anerkannten Spirituosenfachfrau, zu spannenden Themen, die Whiskyfreunde auch einmal über den Tellerrand des schottischen Whiskys hinausblciken und verkosten lassen. Am Freitag, den 16. und Samstag, dem 17. November entführt Sie Julia Nourney in zwei Themengebiete, die manche Überraschungen bereithalten – beim BOTTLE MARKET in der Messe Bremen von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. November 2018. Hier sind alle diejenigen am richtigen Ort, die einfach nur genießen und ihre Hausbar veredeln wollen.
Der BOTTLE MARKET 2018
„Rund 75 Aussteller präsentieren sich dem Kennerpublikum und den Einsteigern“, kündigt Anja Rickmeier an, Projektleiterin bei der Messe Bremen. „Whisk(e)y spielt die Hauptrolle, doch ist auch das Angebot an anderen hochklassigen Spirituosen groß. Und zum zweiten Mal ergänzen wir den BOTTLE MARKET um einen Bereich mit 40 Ausstellern, die eine breite Auswahl an Wein und Leckereien mitbringen.“
Copyright MESSE BREMEN / Oliver Saul
Viel Raum widmet die Messe traditionell den klassischen Erzeugerregionen wie Schottland. So kommt ein Importeur, der mit Wolfburn eine der jüngsten Destillerien und zugleich die nördlichste des Landes ebenso vertritt wie eine der ältesten und die südlichste: Bladnoch. Erstmals ist auch Whisky wie von anderen Sternen zu kosten: Die Sorten tragen Namen wie Alpha Centauri und einen Code auf dem Etikett, aus dem sich die Brennereien erraten lassen sollen.
Zudem sind etablierte und aufstrebende Whisky-Nationen rund um den Erdball vertreten. Der Scandinavian-Whisky-Point ist erneut gut besucht. Am German Whisky-Point stellen sich zum Beispiel eine junge deutsche Destille mit ihrem ersten Whisky und ein Brenner vor, der „Torf vom Dorf“ in Flaschen abgefüllt hat. Erstmals kommt auch Jürgen Liebenau. Er hat sich auf Japan spezialisiert – und damit auf experimentierfreudige Brennereien. „Hier wird Whisky durchaus im Tequila- oder Pflaumenweinfass ausgebaut“, berichtet er. Insgesamt seien japanische Whiskys in der Regel „nicht rauchig oder torfig, sondern mild und sehr ausgeglichen“, so Liebenau – eine Empfehlung für Menschen, die es sanft mögen. Uisge beatha ist nicht alles – darüber hinaus gibt es Rum-Sorten in großer Auswahl, Edelbrände und Gin, zum Beispiel die älteste deutsche Sorte von 1776, die neuerdings wieder gebrannt wird. Last but not least finden Besucher zum Beispiel Wildschinken und Senfe, schottische Chips und schwedische Lakritze. Eine Designerin bietet Porzellan für Tisch und Tafel, eine Manufaktur Möbel aus originalen Weinfässern.
Copyright MESSE BREMEN / Oliver Saul
Im Rahmen des BOTTLE MARKET 2018 finden auch zwei ganz spezielle Tastings statt, zu denen Sie hier und jetzt jeweils eine Eintrittskarte gewinnen können:
Diese interessanten Tastings können Sie gewinnen:
Fr. 16.11. 19:00 Uhr – It’s RUM o’clock! – mit Julia Nourney
Die norddeutsche Begeisterung für die exotische Spirituose Rum beruht wohl auf alten Zeiten! Die dänische Westindienflotte betrieb im 18. Jahrhundert nämlich intensiven Handel in der damaligen Rumhandelsstadt Flensburg. Seither trinkt der Norddeutsche eben Rum… beispielsweise in seinem Tee und nennt das Grog. Wie vielfältig und spannend Rum pur ist, das kannst Du bei diesem exklusiven Tasting entdecken. Hergestellt wird er u. a. in der Karibik, Mittel-und Südamerika, Indien oder auf den Kap Verden und sogar… Japan. Diese Verkostung führt Dich einmal um die ganze Welt!
Botucal
Spytail
Compagnie Des Indes Latino
Compagnie Des Indes West Indies
RYOMA
N. Spiced
PX Cask Barbados
AVONTUUR 18 yr.
Überraschungs-Rum
Sa. 17.11. 17:00 Uhr – Born in the USA mit Julia Nourney
Amerika – land of the free, home of the brave und von Whiskeys die zu einem Großteil aus Mais oder Roggen gebrannt werden. Für uns Europäer, die sich zumeist über schottische Gerstendestillate in Whisky verlieben, geschmacklich eine andere, entdeckenswerte Richtung. Dass diese Destillate deutlich mehr können als nur Whiskey-Cola, entdeckst Du in diesem Tasting.
Buffalo Trace
Catoctin Creek Cask Proof
Catoctin Creek 92 Proof
Bib & Tucker
Blanton’s
Überraschungsdram
Über Julia Nourney:
Julia Nourney arbeitet seit zwei Jahrzehnten erfolgreich im Spirituosen-Business, ihre feine Nase und Expertise sind international geschätzt. So verwundert es nicht, dass Sie regelmäßig als Jurorin an Wettbewerben mitwirkt, z. B. dem IWSC (International Wine & Spirits Competition) in London oder dem ADI Spirit Competition des American Distilling Institutes.
Copyright MESSE BREMEN / Oliver Saul
Und so gewinnen Sie eines der beiden Tastings am 16. und 17. November im Rahmen des BOTTLE MARKET in Bremen:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Was bezeichnet man als die Heimat des Bourbon?
a) Kentucky
b) New Mexico
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Tasting“!
Bitte schreiben Sie unbedingt in die Mail, ob Sie das Rumtasting oder das Bourbontasting gewinnen wollen!
3. Wenn Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken teilen, würden wir uns sehr darüber freuen. Danke. Es ist aber natürlich keine Bedingung für die Teilnahme.
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 4. November, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir jeweils die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 5. November 2018 bekannt. Die Karten sind dann mit einem Stichwort an der Kassa des BOTTLE MARKET abzuholen.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
In gemütlicher Atmosphäre können Fans von Scotch und seinen Verwandten in aller Welt beim BOTTLE MARKET viele gute Tropfen verkosten. Bild: MESSE BREMEN/Oliver Saul
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Kalender“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 4. November 2018, 23:59 Uhr. Die Gewinner/innen werden am 5. November 2018 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sowie der Messe Bremen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Jede Woche erscheinen neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den zigtausenden dazu, die es bereits gab oder gibt? Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt? Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden (vielen Dank dafür). Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben – und es sind wieder eine Menge:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Ohne jegliches leitendes Thema muss die Verkostung von Angus MacRaild, Samstagsvertretung von Serge Valentin, heute auskommen – allerdings ist das kein Manko, wenn sich dabei die hervorragenden Ergebnisse fast wie von selbst einstellen.
Was gibt es heute zu lesen und zu bewundern? Einen Blend aus ca. 1920, der von Ardmore getragen wird, einen aus den 1960ern, der Lpahhroaig als Hauptmalt enthält, dann Springbank, Laphroaig und Longrow aus längst vergangenen Zeiten – und den zweiten jemals von der SMWS abgefüllten Yamazaki, der 1979 destilliert wurde. Der Stoff also, aus dem Legenden sind.
Die Whiskywelt verliert einen ihrer ganz Großen: Wie us-amerikanische Whiskyseiten übereinstimmend melden, ist Dave Pickerell, Mentor der amerikanischen Whiskyszene und Master Distiller, am 1. November in San Francisco gestorben.
1994 begann er seine Laufbahn bei Maker’s Mark, wo er 14 Jahre lang die Herstellung des Whiskeys beaufsichtigte. Danach arbeitete er als Konsulent für viele aufstrebende Craft Distilleries, und baute deren Stills. Er half Brennereien wie Whistle Pig, Hillrock Estate (bei beiden war er ebenfalls Master Distiller) oder Woodinville beim Aufbau der Marken, oder zuletzt Metallica bei der Erschaffung ihres eigenen Whiskeys, Blackened. Man kann ihn in seiner Bedeutung nicht hoch genug einschätzen, ähnlich einer Rolle, wie sie der leider ebenfalls schon verstorbene Dr. Jim Swan für die schottische Destillerienszene hatte.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Möge er in Frieden ruhen!
Und wieder haben wir ein wenig in der TTB-Datenbank gewühlt und einige interessante Labels gefunden, die auf die Veröffentlichung neuer Whiskys hindeuten. Für Leser, die uns erst seit kurzem folgen: Die us-amerikanische TTB-Datenbank ist eine offizielle Stelle in den USA, bei der Getränke-Unternehmen ihr Neuerscheinungen anmelden müssen, wenn sie auf dem amerikanischen Markt erscheinen sollen. Deren Daten sind öffentlich zugänglich. Damit ist nicht gesagt, dass die jeweilige Abfüllung tatsächlich erscheint oder auch in Europa zu haben sein wird, aber wir finden, die Etiketten sind schöner Brennstoff für die Gerüchteküche – und in 98% der Fälle haben wir bei der Zusammenstellung unserer Berichte ein gutes Händchen, und die Abfüllungen erscheinen dann tatsächlich auch in Europa.
Unser erster Fund betrifft die Highland-Destillerie Speyside Distillery und ihre Marke Spey. Dort bereitet man anscheinend die Veröffentlichung von zwei neuen Abfüllungen vor: Spey The Scottish Chief und Spey Boucan. Beide Etiketten sind sehr zurückhaltend mit Informationen über die Zusammenstellung und das Alter des Whiskys, The Scottish Chief ist auf 18000 Flaschen limitiert, Spey Boucan auf eine nicht genannte Anzahl, die fünfstellig zu sein scheint. Alle beide sind einzeln durchnummeriert – die Alkoholstärke beträgt 46%.
Hier die Etiketten:
Bei The Glenivet bahnen sich zwei Neuheiten an: Eine Founder’s Reserve American Oak Selection und ein 50jähriger Glenlivet aus der Winchester Collection, abgefüllt im Juni 2018. Ersterer wird wohl eine rein auf Bourbonfässern basierende Version des Founder’s Reserve werden, der Glenlivet 50yo etwas für sehr prall gefüllte Geldtaschen.
Vorgestern stellte die Destillerie St. Kilian in Rüdenau ihren neuen Spirit of St. Kilian Batch #6, ein 21 Monate alter getorfter Spirit, der auch in Sauternes-Fässern reifte, offiziell vor (die Meldung dazu finden Sie hier).
Im Rahmen der Aquavitae 2018 in Mülheim, die am letzten Wochenende stattfand, sprachern wir mit dem Blender des Batches, Pat Hock (vielen auch als einer der Vlogger bekannt, die uns Sonntag für Sonntag mit neuen Tasting Videos versorgen), über die Intentionen hinter der Abfüllung – und über die nähere Zukunft der Destillerie, die ja im nächsten Mai den ersten dreijährigen Whisky wird abfüllen können.
Das Video unseres Interviews finden Sie obenstehend. Es stammt von unserem Youtube-Kanal mit nunmehr bereits 199 Videos. Abonnieren Sie ihn doch hier, und bleiben Sie stets auf dem Laufenden bei unseren Beiträgen!
Whiskys aus der Highland-Brennerei Ben Nevis können in der Regel durch ihren expressiven Charakter gefallen – sie haben wenig Lieblichkeit und sehr viel geschmackliches Durchsetzungsvermögen. Das konstatiert auch Serge Valentin seinen vier Abfüllungen, die er heute verkostet. Es sind vier unabhängige Abfüllungen, und zwei davon stammen von Douglas Laing, die beiden anderen von La Maison du Whisky und Cask & Thristle – letztere Abfüllung wurde für China gemacht.
Punktemäßig befinden wir uns an der Oberseite von „sehr gut“, mit Wertungen zwischen 87 und 89 Punkten – dabei hilft wahrscheinlich auch ein wenig mit, dass alle Abfüllungen 19 Jahre und mehr alt sind, und eine vernünftige Alkoholstärke vorweisen, so um die 50 – 55 Prozent.
Leser, die in nächster Zeit nach Edinburgh kommen, könnten bei Royal Miles Whiskies den neuen Arran Tuscan Wine Cask Matured entdecken und kaufen – zu einem Preis von 65 Pfund. Zu diesem Preis, plus Porto un Verpackung, findet man ihn auch im Webshop.
Der neue Arran wurde aus drei Fässern mit 58.5% Alkoholgehalt abgefüllt – und zwar zum exklusiven Verkauf in dem bekannten Geschäft in Edinburgh – oder im glasweisen Ausschank in der Nauticus-Bar in Leith. Er stammt aus dem Jahr 2008, und es gibt gerade einmal 800 Flaschen von ihm.
Die Geschmacksbeschreibung in unserer Übersetzung: Schwarzwälder Kirschtorte mir dunkler Schokolade und klebrigen Datteln, insgesamt überwiegt ein fruchtiger Eindruck.
Die Idee entstand beim jährlichen Weihnachtstreffen der Brand Ambassadors, welches in Edinburgh und Glasgow im jährlichen Wechsel stattfindet: Die Markenbotschafter stellten ausgesuchte, seltene und spezielle Flaschen zur The Ambassadors‘ Collection zusammen. Diese Kollektion kam bei ScotchWhiskyauctions.com zur Versteigerung. Und der Erlös dieser Auktion kam dann der The Scottish Licensed Trade Benevolent Society (oder kurz: The Ben) zugute. Dies Hilfsorganisation der Getränkeindustrie in Schottland unterstützt in Not geratene Menschen, die im Licensed Trade gearbeitet haben, sei es bei finanziellen, gesundheitlichen oder psychischen Problemen. Wir stellten Ihnen diese Charity-Auktion im Juli vor, inklusive der 29 Flaschen, die versteigert wurden.
Die Auktion begann am 6. August und endete eine Woche später. Und nun können die Brand Ambassadors anlässlich des Ben Barrel Ball auch das Ergebnis ihrer Charity Auktion präsentieren. Beeindruckende £ 10.150 wurden mit der Versteigerung der 29 Flaschen erzielt. Dies ist mehr, als die Markenbotschafter zu hoffen gewagt haben. Alleine mit der Auktion der Springbank 11yo Ambassadors Collection Bottle konnten £ 2.200 gesammelt werden. Auf der Facebook-Seite der Ambassadors‘ Collection wird eine jährliche Wiederholung der Auktion in Aussicht gestellt. Darüber würden wir uns sehr freuen, und auch wieder sehr gerne begleiten.
Die abschließende Ausgabe ihrer Master Blender’s Private Collection stellt Johnnie Walker in ihrer heutigen, englischsprachigen Presseaussendung vor. Und wenn wir richtig gezählt haben, ist dieser Midnight Blend die fünfte Abfüllung in der Reihe.
Der Midnight Blend ist auf 3.888 einzeln nummerierte Dekanter limitiert. Und wie sein Name auch schon vermuten lässt, soll er am Besten nach dem Abendessen oder kurz vor Mitternacht genossen werden. Den offiziellen Tasting Notes nach bietet der Midnight Blend verschiedene Ebenen aus Butterscotch, Karamell und Toffee, ausgewogen mit einer Fruchtigkeit und einem Hauch von Würze.
Dieser 28-jährige Blend ist ab Novemer in ausgewählten Standorten erhältlich und ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 750 $, also etwas mehr als 650 €, versehen.
Die komplette englischsprachige Pressemitteilung finden Sie wie gewohnt folgend:
Johnnie Walker Introduces 28 Year Old Midnight Blend
Final Release in Master Blender’s Private Collection Is an Opulent After-Dinner Whisky
Johnnie Walker has launched the final and fifth edition in the John Walker & Sons Private Collection, 28 Year Old Midnight Blend – a smooth and indulgent Scotch Whisky to be shared amongst friends and best enjoyed after dinner.
Only 3,888 limited-edition, individually numbered collectible decanters of this decadent Scotch have been released, with each containing rare and precious whiskies aged for a minimum of 28 years. Made to be savoured after-dinner, or approaching the ‚midnight‘ moment, 28 Year Old Midnight Blend features layers of butterscotch, caramel and toffee, balanced with a fruitiness and touch of spice.
Johnnie Walker Master Blender Jim Beveridge said:
„Whiskies aged for 28 years are rare, and very special. In our search to find the flavours and characteristics necessary for a rich, indulgent Scotch like Midnight Blend, we were very lucky to have access to some of the most mature reserves drawn from the four corners of Scotland. Each individual malt and grain used in the final whisky adds layers of flavour to the 28 Year Old Midnight Blend, leaving hints of fruit, sweet and spice and making it a wonderful final addition to the Private Collection.“
Working closely alongside fellow blender Craig Wallace, Jim sampled hundreds of the finest single malt and grain whiskies to eventually hand-select only a few rare whiskies with the character necessary for a Scotch this wonderfully smooth and indulgent.
The John Walker & Sons Private Collection was first launched in 2014 and features small batch, limited releases crafted using casks from the most valuable parts of the Johnnie Walker reserves that have yielded whiskies of outstanding quality.
The latest Edition (42.8%), 28 Year Old Midnight Blend, is best served neat, in a balloon glass, rolled in the hand to gently warm the whisky and release the distinctive aromas. For a truly decadent serve, enjoy with a square of dark chocolate.
28 Year Old Midnight Blend will be available from November at select locations with a recommended retail price of $750 RSP.
Serge Valentin begibt sich heute mit seiner Verkostung in die Highlands zur kleinen, malerischen Destillerie Edradour. Nun, ganz so klein ist sie nicht mehr, nachdem sie in der letzten Zeit gehörig ausgebaut wurde, aber die alten Gebäude strahlen immer noch den für sie so typischen Charme aus.
Alle Abfüllungen, die Serge heute verkostet, sind Originalabfüllungen der Destillerie, einige davon aber bei uns, da sie für den asiatischen Raum gemacht wurden, wohl eher nur über verschlungene Umwege zu erhalten. Die Wertungen reichen von eher durchschnittlichen 78 Punkten bis hin an die 90er-Grenze. Serge meint, dass die Abfüllungen der Brennerei in den letzten zwanzig Jahren generell an Qualität gewonnen haben, und zwar deutlich.
Hier die Resultate der Verkostung:
Edradour 2008/2018 (57.9%, OB, first fill sherry butt, cask #8, 515 bottles): 89 Punkte
Edradour 10 yo 2005/2016 (55.9%, OB, first fill sherry butt, for Taiwan, cask #52): 84 Punkte
Edradour 11 yo 2004/2016 (59.2%, OB, first fill sherry butt, for Taiwan, cask #476): 85 Punkte
Edradour 22 yo 1995/2018 (54,2%, OB, for Whisky L Shanghai, Oloroso finish, 661 bottles): 83 Punkte
Edradour 9 yo 2006/2015 (46%, OB, Barolo hogsheads, 2275 bottles): 78 Punkte