Ein Rekordjahr für Scotch Whisky kann das Finanzministerium des Vereinigten Königreichs vermelden: Sowohl im Wert als auch im Volumen sind die Exporte des Wassers des Lebens gestiegen.
Im abgelaufenen Jahr erreichten sie 4.7 Milliarden Pfund im Wert, das ist ein Wachstum um recht ansehnliche 7.8%. Der Wert der 0.7l-Flaschen ist ebenfalls angestiegen, um 3.6% auf 1.28 Milliarden Pfund. Der stärkste Markt für Scotch sind die USA, die stärkste Region bleibt die EU, in die 30% der Exporte vom Wert her gehen – und 36% von der Menge.
Gerade angesichts dieser positiven Zahlen wünscht sich die CEO der Scotch Whisky Association, Karen Betts, ein vernünftiges Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU, um dieses Wachstum nicht zu gefährden. Betts im Originalton:
“These figures underscore the strength of the Scotch whisky category, which has continued to grow despite the challenges posed by Brexit.
“However, the industry does not take continued growth for granted. We operate in a competitive global marketplace and so a competitive business environment is vital to Scotch whisky’s success. For Scotch, that means fair and balanced regulation and taxes to give distillers the confidence to invest.
“We also want to see the UK and EU agree to an open and positive relationship, which delivers frictionless trade with the EU, and the UK to secure ambitious trading relationships with key markets around the world.”
Von Irish Whiskeys, dem Importeur vieler irischer Whiskeyspezialitäten, sind wir darüber informiert worden, dass die Abfüllungen der Pearse Lyons Destillerie (wir haben diese Brennerei übrigens im letzten November zum zweiten Mal besucht und diesen Bildbericht davon zurückgebracht) nun auch in Deutschland erhältlich sind.
Was es über diese interessanten Iren (mit übrigens neu gestalteten Flaschen) zu wissen gibt, können Sie in nachfolgender Presseaussendung nachlesen:
PR: Pearse Lyons Distillery ab sofort in Deutschland
Die Destillerie
Gegründet von Pearse Lyons, der in Dundalk wurde, entstand die Destillerie im St. James District aus Leidenschaft und Passion für das Brauen und Destillieren von Spirituosen. Außerdem hat die Familie Lyons eine enge Verbindung zu dem Stadteil The Liberties, wo auch die Destillerie erbaut ist.
Zwei kupferne Pot Stills bilden den Mittelpunkt der Kirche. Dort wird zweifach destillierter Single Malt und Single Pot Still Whiskey hergestellt. Zunächst reifen die Whiskeys dann in Bourbon Barrels.
Pearse Lyons verwendet eine selbst kultivierter Hefe zur Produktion des Whiskeys, die auch in ihrer Brauerei zu Herstellung ihres Bieres verwendet wird. Die Fässer erhalten sie direkt von ihrer Schwesterdestillerie in Amerika, Kentucky. Die Whiskeys sind alle nicht kühlgefiltert und nicht gefärbt.
Dem Gründer Pearse Lyons war es sehr wichtig diese spezielle Hefe zur Herstellung des Whiskeys zu verwenden, da er lange daran gearbeitet hat und er mit dieser Hefe die besten Ergebnisse erzielte.
Für 22 Millionen Euro wurde die Kirche und der angrenzende Friedhof renoviert und restauriert, um dort diese kleine und feine Destillerie zu eröffnen, die in ihrer Art einzigartig ist. Bevor die Kirche renoviert wurde, stand sie jahrelang leer und wurde nicht mehr genutzt. Der Krichturm war nach einem Blitzeinschlag komplett zerstört. Die Familie überlegte lange, wie sie den Kirchturm wieder instand setzen und entschieden sich für eine Glasspitze. Sie ist das Wahrzeichen der Destillerie. Auch die Fenster der Destillerie wurden alle renoviert und zeigen heute Whiskeymotive. Hier kann man wirklich vom Holy Spirit sprechen.
Das Produktionsvolumen der Destillerie beträgt 100.000 Flaschen pro Jahr.
Die Whiskeys
Pearse Lyons Original 5 Jahre
Ein blended Whiskey aus Single Malt und Single Grain Whiskey, der mindestens 5 Jahre in Bourbon-Barrels reifte. Der Whiskey hat einen Anteil von 65 % Grain Whiskey und 35 % Single Malt Whiskey. Ein Teil des Whiskeys, der hier benutzt wurde stammt bereits aus der eigenen Destillierie. Ein schöner frischer Whiskey, mit Zitrus- und Vanillenoten.
Tasting Note:
Aroma: Vanille- und Zitrusnoten, süße Früchte, florale Noten
Geschmack: Schokolade, cremige Vanille, etwas Karamel, feine Holznote
Nachklang: mittellang mit etwas Würze und Frucht
UVP: 32,90 €
Pearse Lyons 7 Jahre Whiskey
Ein blended Whiskey, dessen jüngster Whiskey 7 Jahre alt ist. Der Whiskey wurde aus sieben verschiedenen Grain und Single Malt Whiskeys zusammengefügt. Er besteht aus 62 % Grain Whiskey und 38 % Single Malt Whiskey. Der Whiskey reifte in Bourbon-, Sherry-, und Ale Bierfässern. Diese drei Fassarten verleihen dem Whiskey ein besonderes Aroma. Der Whiskey enthält Single Malt Whiskey, der bereits auf den Stills der Pearse Lyons Distillery produziert wurde.
Tasting Note:
Aroma: Zitrus, Würze, getrocknete Früchte, Fruchtsüße
Geschmack: weich, leichte Holznoten, Trauben und karamelisierte Birne
Nachklang: langanhaltendes Finish mit Kakao und getrockneten Früchten
UVP: 38,90€
Pearse Lyons 12 Jahre Single Malt Whiskey
Pearse Lyons 12 Jahre ein Single Malt Whiskey, der in first fill Bourbonfässern reifte. Diese Abfüllung lag dem Gründer Pearse Lyons besonders am Herzen. Vor seinem Tod wählte er die Fässer für diesen Single Malt selbst aus, so wird diese Abfüllung zu seinen Ehren weiter fortbestehen.
Der Whiskey zeichnet sich durch Zitrus- und leichte Holznoten aus, die gepaart sind mit einer schönen Süße.
Tasting Note:
Aroma: Pfirisch, Apfel, Birne, Kräuternoten, etwas Holz
Geschmack: Zitruszesten, Orange, etwas Honig
Nachklang: mittellang mit Gewürz- und Fruchtnoten
UVP: 42,90 €
Pearse Lyons Coopers Select 7 Jahre Sherry Finish
Pearse Lyons Cooper’s Select ist ein Whiskey, der in Bourbon- und Sherryfässern reifte. Der Hauptbestandteil des blended Whiskeys ist Single Malt mit nur einem geringen Anteil an Grain Whiskey. Zunächst reifte der Whiskey in Bourbonbarrels, die Fässer wurden dann zusammengefügt und dann in First-Fill Sherryfässer umgefüllt zum Nachreifen. Durch dieses Finish, hat der Whiskey ein schönes Sherryfinish erhalten.
Sieben Stockwerke hoch soll es werden, das Johnnie Walker Center, das Diageo für die Princes Street in Edinburgh plant und für das nun, laut einem Bericht von The Spirits Business, die Pläne eingereicht wurden. Dass es gebaut werden soll, war bereits im Arpil vorigen Jahres angekündigt worden, aber noch ohne einen genauen Standort.
Das Zentrum soll nicht kleckern, sondern klotzen. Man rechnet mit 160 bis 180 Ganztagsjobs, die durch es geschaffen werden, und knapp 165 Millionen Euro an Tourismuseinnahmen, die Edinburgh durch es verbuchen kann.
Das Zentrum soll auch mit vier der Brennereien, die für den Blend ihren Whisky produzieren, direkt verbunden sein: Glenkinchie (Lowlands), Cardhu (Speyside), Caol Ila (Island) und Clynelish (Highlands). Diese Verbindung soll Touristen dazu anregen, auch diese Brennereien vom Zentrum aus zu besuchen.
Drei Stockwerke werden als Besucherzentrum geplant, dazu gibt es eine Bar am Dach, Veranstaltungsräume und auch eine Bar-Akademie. Auf Straßenniveau wird ein großzügiger Verkaufsraum eingerichtet werden.
Bild: Diageo
Wann der Baubeginn sein wird, hängt nun davon ab, wann und ob die Pläne für das Gebäude freigegeben werden.
Hier noch der Film, mit dem Diageo das Zentrum erstmals vortstellte:
Ostern ist noch gut zwei Monate entfernt, aber Glenfiddich findet, es wäre nie zu früh, sich Gedanken über ein genussvolles Osterfest, das Ostermenü und über die passende Whiskybegleitung dazu nachzudenken. Und auch über das richtige Glas zum Whisky hat man sich bei Campari Deutschland, dem Vertriebspartner hierzulande, Gedanken gemacht.
Hier ist die Pressemitteilung, die wir soeben bekommen haben:
Ostern richtig genießen
Oberhaching, Januar 2019: Neben Weihnachten ist Ostern eines der wichtigsten Feste der Deutschen. Dann kommt die Familie zusammen, es wird gemeinsam gegessen, geredet, gespielt oder entspannt. Die richtigen Getränke runden das festliche OsterEssen perfekt ab. Ein Whisky ist ein guter Begleiter, der nicht nur als Digestif ein gutes Essen vollendet. Auch zu den einzelnen Gängen kann der passende Whisky einzigartige Geschmacksnuancen hervorbringen. Unsere Empfehlung für ein rundum gelungenes Menü:
Vorspeise:
Für Vorspeisen wie beispielsweise Salat mit gebratenen Tigergarnelen empfehlen wir unseren Glenfiddich Signature Malt 12 Years Old. Seine frische und fruchtige Note passt ideal zu einem Salat.
Hauptspeise:
Die inzwischen vierte Abfüllung aus der Experimental Series, der Fire & Cane, überrascht mit einem ungewöhnlichen Finish in süßen Rumfässern. Dadurch entsteht eine besondere und einzigartige Kombination gegensätzlicher Aromen: für einige dominiert die rauchige Note, für andere mehr die süße. Darum passt er hervorragend zu einer deftigen Hauptspeise, wie beispielsweise Hirschrücken mit Maronen-Risotto, da er die würzigen Geschmacksnuancen perfekt unterstreicht. Wer die süße Note mehr rausschmeckt hat einen spannenden Gegensatz zum würzigen Fleisch.
Dessert:
Völlig zurecht ein wahrer Klassiker unter den Desserts und darum auch häufig serviert: Schokoladenfondant mit Vanilleeis. Ein Glenfiddich Solera Vat 15 Years Old dazu, hebt die feine Vanillenote hervor und schließt das Essen perfekt ab.
Das richtige Glas für den perfekten Genuss
Wer etwas Besonderes verschenken möchte, kann mit dieser Abfüllung garantiert punkten. Die passenden Gläser runden das Geschenk ab. Der Glenfiddich Botschafter Markus Heinze weiß, welches Glas das Richtige ist:
„Ein Glas, das sich nach oben verjüngt, also schmaler wird, ist ideal, da sich hier die flüchtigen Aromen bündeln und man diese somit viel intensiver wahrnehmen kann. Durch die bauchige Form der sogenannten Nosing-Gläser breiten sich die Geruchs- und Geschmacksnoten des Destillats optimal aus. Durch dezentes Schwenken des Whiskyglases intensivieren sich die Aromen, da dadurch die Oberfläche entscheidend vergrößert wird.“
Mit diesen kleinen Tipps steht nun einem entspannten und leckeren Osterfest nichts mehr im Wege.
Im Rahmen der Finest Spirits in München haben wir auch ein Gespräch mit Brand Host Keith MacDonald von der Islay-Destillerie Bowmore führen können, der anlässlich der Messe am letzten Wochenende in Deutschland war.
Wir haben Keith dazu gefragt, was man mit der Markenpghilosophie „Time, savoured“ (der Slogan der neuen Kampagne) zum Ausdruck bringen will – und ihn danach gebeten, die Charakteristika des Bowmore 12, des Bowmore 15 (ehemals Darkest) und Bowmore 18 zu beschreiben.
Das knapp über drei Minuten lange Video können Sie obenstehend oder auf unserem Youtube-Kanal sehen. Viel Vergnügen damit
Gestern hatte er schon ein halbes Dutzend – heute finden sich in der Verkostung von Serge Valentin die zweite Hälfte an Single Grain Whiskys, um das Dutzend voll zu machen. Fünf Brennereien sind es, die hier zur Verkostung kommen: Cameronbridge, Invergordon, Strathclyde, Cambus und Dumbarton – und keiner der Grains heute ist jünger als 25 Jahre. Eigentlich eine gute Voraussetzung für hohe Wertungen? Eigentlich schon, aber es ist halt nicht immer das Alter ein Maßstab für den Geschmack.
Hier die Abfüllungen der Verkostung und ihre Bewertungen:
Cameronbridge 34 yo 1984/2018 (50.3%, Cadenhead, World Whiskies, bourbon hogshead, 180 bottles): 87 Punkte
Invergordon 25 yo (49.8%, That Boutique-y Whisky Company, batch 9, 1093 bottles): 87 Punkte
Strathclyde 27 yo (51.8, Artful Dodger Whisky Collective, 2018): 83 Punkte
Strathclyde 29 yo 1989/2018 (55.7%, Cadenhead, Small Batch, bourbon hogshead, 330 bottles): 84 Punkte
Cambus 30 yo 1988/2018 (45.2%, Hunter Laing, The Sovereign, for The Whisky Barrel, refill hogshead, cask #14857, 313 bottles): 78 Punkte
Dumbarton 31 yo 1987/2018 (50.5%, Hunter Laing, The Sovereign, for The Whisky Barrel, refill hogshead, cask #15477, 207 bottles): 80 Punkte.
Serge fügt noch(mals) hinzu, dass er Grains generell für nicht besonders interessant hält – und das, so finden wir, kann jeder halten, wie er mag. Natürlich hat Grain nicht die Vielfalt von Single Malt, aber oft sind es auch die etwas einfacheren Freuden, die Genuss bringen…
Lieben Sie Serien? Eine, die wir hier in der Redaktion besonders schätzen, ist die aus der Brennerei Springbank: Die Longrow Red verbinden schon seit einigen Jahren die rauchigen Noten des Campbeltown Malts mit Wein- oder Portfässern. Wie gelungen die neueste Episode der Serie ist, wollten wir noch vor dem offiziellen Erscheinen herausfinden. Dazu gab es dann auch noch jenen Whisky, den wir zur Zeit auf unserer Seite verlosen: Den Bain’s 15yo aus Südafrika. Und weiteres Feines, wie Sie hier nachlesen können…
Longrow Red 11yo Pinot Noir Cask, OA, 52.5% Alk./Vol. (Sample: privat) – In der Nase im ersten Antritt ist er erstaunlich mild und fruchtig, der Torf zeigt sich nur sehr verhalten. Frucht, Zitrus, ein leichter Himbeerton? Jedenfalls etwas Zündholzabrieb. Am Gaumen zuerst etwas dünn, aber dann: Ja, hallo! Wuchtig, pfeffrig, rauchig, deutliche Rotweinnoten,Tannine und erdige Töne. Etwas faule Orangen zunächst auch, das ist dann aber im zweiten Schluck weg. Langes Finish mit Rauch und Ingwertönen.
Etwas spröder Geselle, der sich nicht einfach offenbart. Interessant ist das – typisch Longrow – leicht Dreckige dabei auf jeden Fall.
-br-
Mannochmore 12yo Flora & Fauna , OA, 43% Alk./Vol. (Sample: privat) – Malzig fruchtig in der Nase, mit feinen Zitrustönen. Dazu mischt sich Apfel und grasige Frische. Im Antrunk erst cremig süß, danach kommen recht frech ein paar nicht ganz reife Pfirsiche zum Vorschein, überzogen mit einer dünnen Schicht Marzipan. Das alles ist sehr leicht und erfreulich, auch im nicht ganz langen Abgang, der etwas pfeffrig gerät.
Ein Leichtgewicht im positiven Sinn, vergnüglich und dabei schön unkompliziert, dabei aber keinesfalls langweilig, sondern wirklich unterhaltsam bei jedem Schluck.
-br-
Bain’s Cape Mountain Single Grain 15yo, OA, 52.5% Alk./Vol. (Sample: privat) – In der Nase so typisch Grain-like: überreife Bananen, Keksteig, etwas warmes tropisches Holz florale Untertöne. Nicht zu nahe ran mit der Nase, er ist recht potent. Und das zeigt er auch am Gaumen: Gewürze, gebettet in wuchtige Süße, Shortbread und wieder diese Bananennoten. Hinten nach eine leichte Bitterkeit wie angebrannte Rosinen, im Finish dann wieder etwas Holz, Süße und etwas, das an Rum erinnert.
Ein Grain, der älter wirkt als es die 15 Jahre andeuten. Er hat eine Dichte, die man sonst nur von alten Bourbons kennt. Wirklich toll!
-br-
Port Charlotte SHC:01 2006, OA, 62.9% Alk./Vol. (Sample: privat) – 11 Jahre, First Fill Sherry, fast 63% – bitte anschnallen! Süß und nmur leicht phenolig in der Nase, ein verhaltener Cassis-Ton dazu. Das riecht nach Öl am Gaumen – das bietet er auch, aber dazu kommt dann unerwartet Trockenheit. Pflaumenmus, etwas Schokoüberzug, speckige Anklänge. Der Alkohol erstaunlich ruhig. Das Feuerwerk beginnt dann beim Schlucken – hier dann Lagerfeuerasche, die von der Meeresgischt gelöscht wird, gestoßener Pfeffer, prall und dabei wunderbar ausbalanciert.
Ein beeindruckender Valinch, bei aller Kraft sehr elegant. Wow!
-br-
Die Bilder der Abfüllungen für den Artikel und dessen Titelbild haben wir mit freundlicher Genehmigung aus der Whiskydatenbank Whiskybase.com übernommen. Vielen Dank dafür!
Links zu allen bisher erschienenen Tasting-Splittern finden Sie im Verkostungsarchiv.
Mit „Tasting-Splitter“ wollen wir unsere Verkostungsnotizen mit einem neuen Format ergänzen. In lockerer Abfolge berichten wir von den letzten Whiskys, die wir hier in der Redaktion im Glas hatten. Das tun wir nicht mit ausführlichen Beschreibungen des Geschmacks im klassischen Sinn, sondern wollen es auf eine ungezwungene Art tun. Eher emotional als analytisch wollen wir einige Fragen beantworten: Welchen Eindruck hinterlässt der Whisky? Was fällt uns besonders auf? Wie haben wir ihn im Moment erlebt? Welchen Charakter zeigt er?
Auch bei „Tasting-Splitter“ gilt, so wie bei den (nach wie vor geplanten) Verkostungen einzelner Whiskys: Unser Geschmack ist so subjektiv wie der Ihre. Wir fällen daher keine Urteile, sondern geben unseren persönlichen Eindruck kund. In diesem Sinne: Viel Vergnügen damit!
37 Seiten voller Hintergrundinformationen, Insights, Tabellen und Berichten – das ist die Jahresbroschüre über den Sammlermarkt 2018, der von Rare Whisky 101, einem Unternehmen, das sich auf den Handel von seltenen und begehrten Whiskyabfüllungen spezialisiert hat, soeben herausgegeben wurde.
Eine der Neuigkeiten, die sich darin finden lässt: Bowmore hat Macallan im Jahr 2018 als beliebteste Destillerie bei Investoren und Sammlern abgelöst. Aber auch abgesehen davon gibt es in der Publikation viel Neues und Interessantes zu entdecken, zum Beispiel, wie sich Umsatz und Wert auf dem Sammlermarkt über die Jahre gesteigert haben. Zusammengefasst kann man jedenfalls feststellen, dass sich 2018 der Boom noch weiter beschleunigt hat – ob zum Guten oder Schlechten, das bleibt einmal dahingestellt.
Hier das Inhaltsverzeichnis der Broschüre, das Ihnen Lust aufs Nachlesen machen sollte:
CONTENTS
3 Executive Summary
7 Supply and Demand 2018
12 Investment Comparison 2018
15 Market Share by Volume – Top 10 Distillery League Table
19 Market Share by Value – Top 10 Distillery League Table
23 Rare Whisky Collectors Ranking – League Table
25 Rare Whisky Investors Ranking – League Table
28 Index Rankings 2018
30 Standout Bottles of 2018
32 Fake Bottle Update
35 Crystal Ball Gazing – What Next?
Von dieser Seite aus können Sie die Broschüre herunterladen, gemeinsam übrigens mit jener für das Jahr 2017. Wir finden sie jedenfalls höchst interessant und nutzvoll!
Glenkinchie in den schottischen Lowlands liegt nicht weit von Edinburgh entfernt und ist daher ein schönes Reiseziel für Whiskybegeisterte, wenn man in der Stadt ist und nur wenig Zeit hat. Einziger Wermutstropfen: Die zu Diageo gehörige Brennerei ist recht restriktiv, was das Fotografieren in der Destillerie anbelangt.
Unser Leser Jochen Wied, von dem wir schon öfter sehr interessante Bildserien für unsere Rubrik „Whisky im Bild“ erhalten haben, durfte allerdings in Glenkinchie nach Lust und Laune fotografieren – was uns in die glückliche Lage versetzt, Ihnen 24 Bilder aus der Brennerei präsentieren zu können. Die Aufnahmen stammen aus dem April 2018, sind also sehr aktuell.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit den folgenden 24 Fotos von Jochen Wied, die Sie wie üblich durch Anklicken vergrößern können:
Nicht mehr ganz drei Monate sind es noch, bis die Destillerie St. Kilian in Rüdenau ihren ersten Single Malt der Whiskywelt vorstellen kann. Der Batch #7, so sagt Pat Hock, Blender bei St. Kilian Distillers, gibt schon einen recht guten Eindruck davon, was wir uns vom deutschen Whisky aus schottischen Brennblasen erwarten dürfen.
Wir haben Pat zur Entstehungsgeschichte des Batch #7, der ja ein Fanprojekt war, befragt und zu dem, was wir uns im Mai aus St. Kilian erwarten können. Das kurze, knackige Interview von gerade mal 2 Minuten können Sie hier obenstehend oder auf unserem Youtube-Kanal sehen. Wir laden Sie herzlich ein, diesen zu abonnieren, damit Sie immer über die neuesten Videos bei uns informiert sind.
Der neue Batch #7 des Spirit of St. Kilian ist am Wochenende bei der Finest Spirits in München erstmals vorgestellt worden – es ist die letzte Ausgabe vor dem Erscheinen des ersten Single Malts aus der Brennerei in Rüdenau. Was es über den neuen Batch#7, der von Fans der Destillerie mitgestaltet wurde, Interessantes zu berichten gibt, können Sie nachfolgender Pressemitteilung entnehmen – und einem Videointerview mit Blender Pat Hock, das wir in Kürze veröffentlichen werden. Ein Video der Destillerie zur Entstehung des Batch #7 finden Sie nach der Pressemitteilung:
Lucky Seven: Fans gestalten den neuen Spirit of St. Kilian
Rüdenau, 11. Februar 2019. „Lucky Seven“, so heißt der neueste „Spirit of St. Kilian“ aus den Fässern der Whisky-Destillerie in Rüdenau. Die siebte Ausgabe ihres fassgelagerten Malzbrandes ist etwas ganz Besonderes – sie wurde gemeinsam mit den Fans der Brennerei komponiert. Das Ergebnis: ein fruchtig-würziger Spirit mit viel Charakter, der einen Vorgeschmack auf die zukünftigen Whiskys von St. Kilian gibt.
Es wird schon dämmrig über den Hügeln von Rüdenau, als Master Distiller Mario Rudolf die letzten Fassproben gemeinsam mit seinen fünf whiskybegeisterten Gästen probiert. Mit Stift und Nosing-Glas in den Händen öffnet, verkostet und vermengt die Gruppe kleine Proben aus einer Vielzahl von Fässern aus der ganzen Welt – sie reichen vom amerikanischen Bourbon Barrel bis zum spanischen Sherryfass.
„Es war ein ganzes Stück Arbeit, doch das Ergebnis hat uns echt überrascht“, berichtet Mario Rudolf. „Natürlich positiv!“, ergänzt sein Brennereikollege Patrick „Pat“ Hock, der die Gruppe den ganzen Tag lang durch die Destillerie begleitete: „Es ist wirklich großartig zu sehen, mit wie viel Spaß und Begeisterung unser neuer Spirit entsteht.“
Ein echter Team-Spirit
Gar nicht so selbstverständlich: Selbst in die Rolle des Master Blenders schlüpfen – diesen Traum erfüllten sich Anfang Januar fünf glückliche Whiskyfans, die sich online für das Fan-Blending bei St. Kilian beworben hatten. Nebenbei blickten sie nicht nur hinter die Kulissen von Deutschlands größter Single-Malt-Destillerie, sondern lüfteten auch das ein oder andere Whisky-Geheimnis der Brenner. „Wir sind eine Destillerie von Whisky-Fans für Whisky-Fans. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, unsere Türen zu öffnen und gemeinsame Whisky-Experimente zu versuchen“, erzählt Mario Rudolf. Wiederholung also nicht ausgeschlossen!
Komplex, fruchtig und sehr ausgewogen
Das Ergebnis des Blending-Nachmittags kann sich sehen – und jetzt auch schmecken lassen: Für Batch 7 des Spirit of St. Kilian wählten die „Lucky Seven“ eine aufregende Kombination von Bourbon, Sherry und Virgin Oak Casks aus. Entstanden ist ein fruchtig-vollmundiger und zugleich sehr komplexer Malzbrand mit Aromen reifer Äpfel und süßer Vanille, Butterscotch und würziger Eiche – und zugleich ein spannender Ausblick auf die zukünftigen Whiskys von St. Kilian, die ab Mai dieses Jahres erscheinen. Die geschmackliche Basis schaffen amerikanische BourbonFässer. Sie verleihen dem Spirit typische Noten von Vanille und Butterscotch. Spanische Sherryfässer sorgen für reife Fruchtaromen mit Eindrücken von Sultaninen und Kakao. Und Virgin Oak Casks aus frischer amerikanischer Weißeiche bringen würzige Holznoten ins Spiel – sie runden den Spirit harmonisch ab.
The Spirit of St. Kilian Batch 7 – Fassgelagerter Malzbrand, 44 % vol.
als New Make destilliert in den Jahren 2016 und 2017
gereift in Bourbon-, Sherry- und Virgin Oak Casks – ausgewählt mit unseren Fans
abgefüllt als fassgelagerter Malzbrand mit 44 % vol.
Einen recht interessanten Fund aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank können wir heute vermelden: John Glaser’s Compass Box überrascht mit einem recht ungewöhnlichen Blend.
Compass Box Affinity ist ein Blend aus Single Malt Whisky und Calvados. Richtig gelesen, ein Blend und nicht ein Whisky, der in Calvadosfässern gefinisht wurde (das hat zum Beispiel die Brennerei Springbank bereits gemacht). Laut John Glaser blenden sie Calvados und Whisky bereits seit Jahren, nun wird diese Mischung erstmals veröffentlicht. Rein technisch gesehen ist das natürlich auch kein Whisky mehr, darum wird der Affinity auch nirgendwo als solcher bezeichnet.
6436 Flaschen des mit 46% Alkoholstärke abgefüllten Affinity wird es geben, John Glaser schlägt vor, ihn pur oder auf Eis zu genießen, mit einer Tarte Tartin zu kombinieren oder in Mixgetränken zu verwenden. Vom Geschmack her sollen Apfel, Vanille und Gewürznelken dominieren.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Mackmyra Deutschland hat uns darüber informiert, dass es im Unternehmen personelle Veränderungen gibt – und uns gebeten, dies auch unseren Lesern mitzuteilen. Das tun wir gerne, und wünschen auf diesem Weg sowohl Stephan Ebel als auch Jan Roquette alles Gute!
Hier die Pressemitteilung:
Jan Roquette wird bei Mackmyra neuer Bezirksleiter für die neuen Bundesländer
Zum 01. März wird Jan Roquette neuer Bezirksleiter für Mackmyra in den neuen Bundesländern und löst somit nach knapp zwei Jahren Stephan Ebel ab, der sich noch einmal komplett neu orientiert.
Jan Roquette
Jan Roquette wird bereits am 15. Februar seine Arbeit bei der Mackmyra Swedish Whisky GmbH aufnehmen, um durch eine zweiwöchige Übergabe mit Stephan Ebel die Leitung dann in den neuen Bundesländern komplett zu übernehmen. Stephan Ebel wird sich nicht ganz nach 15 Jahren aus dem Whiskygeschäft verabschieden, sondern wird für Mackmyra weiter als Brand Ambassador seine Erfahrungen und sein Wissen lehren. Jan Roquette ist in der Getränkeindustrie kein Unbekannter. Der 46jährige war zuletzt für die Radeberger-Gruppe KG Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt für die Bereiche LEH, Fachhandel, GAM und HoReCa verantwortlich. Der in Stralsund geborene staatlich geprüfte Betriebswirt lebt zentral in Berlin und bringt neben seinem Wissen in der Erklärungsbedürftige Sparte auch Erfahrungen aus dem Key Account mit.
Andreas Thiele, Sales Manager der Mackmyra Swedish Whisky GmbH, kommentiert den Mitarbeiterwechsel:
„Mit Jan Roquette konnten wir nahtlos einen kompetenten und erfahrenen Mitarbeiter für den Bereich Ostdeutschland gewinnen, was uns sehr freut. Wir sind sehr zuversichtlich, dass Herr Roquette sich dank seines reichen Erfahrungsschatzes im Bereich Whisky/Spirituosen schnell in die vielfältigen Aufgabenbereiche in den neuen Bundesländern einarbeiten wird. Zugleich möchten wir Stephan Ebel für die ausgezeichnete Arbeit in den vergangenen Jahren danken und wünschen Ihm für sein weiteres Wirken alles Gute!
Mit unserem neuen Gewinnspiel können Sie zwei echte Raritäten gewinnen, die wir Ihnen von unserem Besuch der James Sedgwick Distillery in Wellington/Südafrika mitgebracht haben: Zwei Single Grains, die nicht nur vom Klima an der Südspitze Afrikas profitierten, sondern auch von der Kunstfertigkeit des Gründers und Master Distillers Andy Watts.
Wenn Sie sich mehr über die Brennerei informieren wollen, können Sie das in unserem zweiteiligen Artikel (Teil 1 finden Sie hier und Teil 2 hier) – und wenn Sie wissen wollen, auf welche besonderen Tropfen Sie sich freuen dürfen, dann können Sie hier unser Tasting der beiden Abfüllungen mit Andy Watts mitverfolgen.
Nun aber zu den beiden Abfüllungen, die Sie exklusiv bei Whiskyexperts gewinnen können:
Bain’s Cape Mountain Single Grain
Der Bain’s Cape Mountain Single Grain wurde im letzten Jahr bei den World Whisky Awards in London als weltbester Single Grain ausgezeichnet – und ist zusätzlich von Master Distiller Andy Watts für unsere Leser handsigniert worden.
Der Bain’s Cape Mountain Single Grain ist ein wunderbar trinkbarer, sanfter und weicher Grain Whisky, der nicht nur Whiskyfreunden gefallen wird. Es gibt ihn auch im deutschen Fachhandel – wir verlosen die Abfüllung in der originalen südafrikanischen 750ml-Flasche.
Bain’s Cape Mountain Single Grain 15yo
Der 15 Jahre alte Bain’s Cape Mountain Single Grain ist momentan weltweit nur an drei Plätzen erhältlich: In der Destillerie selbst, am Flughafen in Johannesburg und am Flughafen in Kapstadt. Bedingt durch die Reifung im Klima Südafrikas ist die Altersangabe fast schon etwas irreführend: Der Bain’s 15yo ist vom Charakter her merkbar ausgereifter und runder als gleichaltrige Grains aus Schottland.
Florale Noten, Gewürze, exotische Früchte, reife Bananen und der Duft von Teakholz prägen den Charakter des fünfzehn Jahre alten Single Grains in der Nase, am Gaumen entdeckt man Rosinen, Butterscotch und Bananenbrot.
Und so gewinnen Sie den Bain’s Single Grain Whisky und den Bains 15yo Single Grain Whisky:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage, die Sie durch aufmerksames Lesen unseres Beitrags leicht beantworten können: In welchem Ort steht die James Sedgwick Distillery?
a) Stroganoff
b) Wellington
c) Tartar
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Bain’s“!
Unter allen richtigen und vollständigen Einsendungen, die uns bis 24. Februar, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises (wir verlosen beide Flaschen gemeinsam) und geben diese(n) am 25. Februar 2019 bekannt. Der Versand der Preise erfolgt durch Whiskyexperts.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Bain’s“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 24. Februar 2019, 23:59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden am 25. Februar 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Preise erfolgt durch Whiskyexperts. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!