Serge verkostet: Linkwood (incl. Linkwood 1956, G&M)

Die neueste Verkostung durch Serge Valentin widmet sich der Destillerie Linkwood – eine Speyside-Destillerie, die sich unter anderem auch deswegen großer Beliebtheit erfreut, weil von ihr viele alte Abfüllungen zu finden sind. Das verdanken wir nicht zuletzt dem unabhängigen Abfüller Gordon & MacPhail, der uns immer wieder mit alten Linkwoods versorgt.

Aber auch dort ist das Alte nicht ewig zu finden, und so veröffentlichte Gordon & MacPhail vor zwei Tagen einen Linkwood aus dem letzten Fass, das man aus den 50er-Jahren besaß. Genau diesen Linkwood 1956 verkostet Serge heute – gemeinsam mit anderen Abfüllungen, die aber natürlich etwas jünger geraten sind.

Hier die Punktewertungen der Verkostung:

  • Linkwood 10 yo 1988/1998 (43%, Signatory Vintage, 10th Anniversary, sherry butt): 89 Punkte
  • Linkwood 16 yo 1998/2015 (49.3%, Maltbarn, bourbon, 205 bottles): 86 Punkte
  • Linkwood-Glenlivet 20 yo 1997/2018 (53.7%, Cadenhead, Small Batch, bourbon hogshead, 498 bottles): 86 Punkte
  • Linkwood 60 yo 1956/2016 (49.4%, Gordon & MacPhail, Private Collection, first fill sherry hogshead, cask #20, 53 decanters, launched 2018): 91 Punkte

Nebenbei: In ein paar Minuten haben wir dann noch einen Beitrag zum Linkwood 1956 – ohne uns mit Serge abgesprochen zu haben 🙂

Linkwood Destillerie. Bild von Christopher Gillan, CC-Lizenz

Neu: Mackmyra Viking Series exklusiv für Österreich

Von viennadistribution.at, dem offiziellen österreichischen Importeur und Distributor der Whiskys der schwedischen Destillerie Mackmyra, haben wir eine Meldung erhalten, die besonders unsere Leser aus der Alpenrepublik freuen wird:

Exklusiv für sie gibt es nämlich vier verschiedene Einzelfassabfüllungen, die als „Viking Series“ noch im März auf den Markt kommen werden. Diese vier Abfüllungen sind auf 48 Flaschen zu je 0,5 Liter pro Fass beschränkt und werden in einer Überbox aus Karton präsentiert.

Hier sind die vier Whiskys samt den Etiketten dafür, die auch mehr über die historischen Hintergründe der namensgebenden Persönlichkeiten erzählen:

Mackmyra Bloodaxe

Rok Svensk Extra Peated
Cask nr. 7271
50,6%-12-50cl

Mackmyra Lodbrok

Extra Rok Svensk Ek Extra Peated
Cask nr. 30906
50,4%-12-50cl

Mackmyra Thorvaldsson

Extra Rok Svensk Ek Extra Peated
Cask nr. 31964
50,6%-12-50cl

Mackmyra Skallagrimsson

Rok Bourbon Peated
Cask nr. 30317
52,2%-12-50cl

Und hier noch drei der vier Flaschen mit ihrer Verpackung:

Neu: Macallan 50yo 2018 Release

Gerade einmal 200 Flaschen des Macallan 50yo in der Ausgabe 2018 werden für Käufer weltweit erhältlich sein, natürlich einzeln mit der Hand numeriert. Reifen durfte er in handgemachten europäischen Sherryfässern aus spanischer Eiche, und die 50 Jahre beziehen sich ja auf den jüngsten im Bottling enthaltenen Whisky.

Macallan nennt keinen Preis für diese Whisky auf der Webseite, dafür gibt es die Tasting Notes, die wir hier gerne zitieren:

Colour: Vibrant amber

ABV: 44.0%

Nose: Wood vanillas open with a hint of spice. Ripe blackcurrants and an earthy tone combine with a background of subtle peat to give a rich body.

Palate: Sweet oak vanillas, fudge and toffee coat the mouth. Distinct black peppercorns follow to provide gentle warmth with deep sweetness joining from orange peel and figs.

Finish: Incredibly viscous mouth coating, long and slightly dry from the subtle peat notes.

Neu: Lindores Abbay Aqua Vitae im Webshop der Destillerie

Noch nicht sehr lange ist die Lindores Abbey Distillery in Betrieb – und ganz bestimmt nicht lange genug, um bereits Whisky verkaufen zu können. Wie viele der neuen Destillerien sucht man aber auch dort nach Wegen, die erste Zeit mit dem Verkauf anderer Spirituosen zu überbrücken.

Nun hat man dort, an der historischen Geburtsstätte des schottischen Whiskys (er wurde in der Lindores Abtei zum ersten Mal 1494 urkundlich erwähnt) in der Erstausgabe (Batch #1) 1000 Flaschen des auf 40% herunterverdünnten und mit Kräutern und Gewürzen infusionierten New Make Spirits unter dem Namen Aqua Vitae in den eigenen Shop gebracht, zu je 40 Pfund pro Flasche (700ml). Dazu hat man nur jene Kräuter verwendet, die im eigenen Garten gezogen werden.

Wer sich für diesen Spirit aus der Lindores Abbey Distillery interessiert, kann ihn hier online bestellen – 10 Pfund für den Versand kommen noch dazu. Und nein, es ist kein Whisky, und auch kein unverfälschter New Make Spirit – aber als quasi Erstabfüllung aus den eigenen Brennblasen erschien uns die Abfüllung doch erwähnenswert.

Serge verkostet: Dalwhinnie

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Hoch gelegen und abgelegen – diese beiden Worte beschreiben die Highland-Destillerie Dalwhinnie recht gut. Das nicht gerade freundliche Klima rund um die Destillerie hat es notwendig gemacht, die Fässer dort länger reifen zu lassen – so kam es, dass lange Zeit der Dalwhinnie 15yo die jüngste Abfüllung der Brennerei war, erklärt man dort bei Führungen. Mittlerweile gibt es mit dem Winter’s Gold auch eine alterslose Abfüllung – und nur mehr in der Destillerie werden die Fässer schon lange nicht mehr gelagert.

Serge Valentin hat heute einige Whiskys aus Dalwhinnie verkostet, darunter alle drei momentan erhältliche Standards. Der Winter’s Gold kommt bei ihm nun besser weg als noch vor 2 Jahren, auch insgesamt sind die Wertungen recht gut – abgesehen von einer Sestante-Abfüllung, an der aber wohl eher der Zahn der Zeit genagt hat.

Hier die Punktewertungen für die Bottlings, die Serge verkostet hat:

  • Dalwhinnie 15 yo (43%, OB, +/-2017): 83 Punkte
  • Dalwhinnie ‘Winter’s Gold’ (43%, OB, +/-2017): 80 Punkte
  • Dalwhinnie 2002/2017 ‚Distiller’s Edition‘ (43%, OB, D. SY. 313): 83 Punkte
  • Dalwhinnie 16 yo (40%, Sestante, decanter, +/-1986): 70 Punkte
  • Dalwhinnie 37 yo 1965/2003 (58.1%, Scotch Malt Whisky Society, #102.14, ‘An off-road oldie’): 90 Punkte
Dalwhinnie. Bild © Diageo

Dalmore veröffentlicht 45 Jahre alten Whisky um 10.000 Euro

10.200 Euro beim momentanen Wechselkurs, um genau zu sein, ist der Preis des Dalmore 45yo, den die Destillerie in diesem Jahr veröffentlichen will.

Der Whisky, der aus den „ältesten Beständen“ der Brennerei von Master Blender Richard Paterson komponiert wurde, ist keine Einzelfassabfüllung. Er stammt aus Fässern aus amerikanischer Weißeiche und wurde danach in zwei Graham’s Port Colheita Pipes überführt, die aus dem Jahr 1961 und 1963 stammen. Dann wurde er mit 40% Alkohol abgefüllt und wird in einem Baccarat Decanter aus Kristall, erzeugt von Hamilton & Inches, präsentiert.

Schmecken soll der Dalmore 45 nach roten Beeren, Lakritze, Haselnuss, Bitterschokolade und Manukahonig, danach folgen Noten von süßem Toffee-Pudding, Äpfeln und Datteln.

500 Flaschen wird es geben, die damit einen Gesamtwert von über 5 Millionen Euro repräsentieren. Die Veröffentlichung wird weltweit geschehen, aber ein Termin ist noch nicht bekannt.

Wir verkosten: The Epicurean, 46.2% vol. (Douglas Laing)

The Epicurean
Lowland Blended Malt
46,2% vol. Alk
Douglas Laing
nicht gefärbt, nicht kältegefiltert

Verkoster: Silvia Behrens, Bernhard Rems
Sample: Expert24.com

Der Blended Malt aus verschiedenen, nicht näher spezifizierten Destillerien „aus den westlichen und östlichen Lowlands“ ist Teil der Remarkable Regional Malts von Douglas Laing. Mit einem Preis zwischen 30 und 35 Euro verlockt er zum Probieren – was bietet er aber nun tatsächlich in der Nase und am Gaumen? Vor allem: Wird er seinem eigenen Anspruch, den er sich durch die Namensgebung setzt, auch gerecht? Aus der Pressemitteilung:

„Um 1930 war “The Epicurean” in Glasgow eine typische Bezeichnung für wichtige Persönlichkeiten, die auf keiner Gästeliste fehlen durften und auf Partys stets im Mittelpunkt standen. Wo auch immer „The Epicurean“ auftauchte, wurde er sofort von einer Traube an Bewunderern umringt, die voller Spannung seinen Berichten folgten. Diese handelten meist von den edelsten Speisen und Getränken, die er während seiner Reisen um die ganze Welt kennenlernen durfte. Unser „The Epicurean“ ist eine Hommage an diesen schillernden und weltgewandten Genießer, der die Menschen seiner Zeit mit elegantem Charme, Charisma und einer Spur von frecher Großschnäuzigkeit faszinierte.“

Wir haben uns das einmal angesehen und „The Epicurean“ verkostet:

Nase: weich und dicht, mit einem Hauch von grünem Apfel und Birnenpüree, etwas Zitrone und grasig floralen Noten, saftigem Bisquitteig schmeichelt er der Nase. Heublumen, etwas Kamillenblüte, kaum Alkohol bemerkbar – insgesamt einladend und vielversprechend.

Gaumen: sehr vollmundig und breit, Zuckerglasur satt, dazu etwas Rosenwasser, süße Mandarine, ein paar zitronige Obertöne und eine Ahnung von Weihrauch. Grasige Noten verbinden sich mit einem sehr subtilen Ton von frischem Holz.

Finish: mittel, wieder viel Süße, darübergestreut etwas Pfeffrigkeit. Karamelltöne und leise etwas Gewürznelke.

Alles in allem: Man muss nicht immer viel Geld in die Hand nehmen, um einen spannenden und dabei angenehmen Whisky zu genießen. Wir finden das Verhältnis zwischen Preis und Leistung hervorragend. Nicht umsonst nennt sich der Whisky nach den Epikureern (auch wenn wohl eher nach der römisch/christlichen Fehldeutung als „Genussmenschen“ und damit den Dandys im Glasgow der 30er), und nicht umsonst war die gesamte Serie der Remarkable Regional Malts unser Whisky des Monats Januar 2018 – denn der „The Epicurean“ macht es einem leicht, seinen Dram zu genießen.

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Serge verkostet: Talisker von heute bis 1957

„Ein Zeitreise“ übertitelt Serge Valentin seine Verkostungsnotizen von heute, und tatsächlich führt sie ihn über 60 Jahre in die Vergangenheit zurück – mir verschiedensten Abfüllungen der Traditionsdestillerie auf der Insel Skye, Talisker. Sie gehört zu jeden Brennereien, die kommunikativ stark unterstützt werden (und es den jeweiligen Besitzern durch eine lange Historie auch recht leicht machen). Dementsprechend hat man auch eine hohe Erwartungshaltung, was die Qualität und den Geschmack des Whiskys angeht. Das ist wohl Segen und Fluch zugleich.

Was Serge anbelangt, kann Talisker die Erwartungen voll erfüllen. Der ganz normale Zehnjährige bekommt von ihm schon satte 90 Punkte. Und 85 Punkte ist diesmal die Untergrenze. Nicht schlecht!

Hier die Abfüllungen und ihre Bewertungen in der Verkostung:

  • Talisker 10 yo (45.8%, OB, +/-2018): 90 Punkte
  • Talisker 8 yo 2008/2016 (46%, Douglas Laing, Provenance, refill hogshead, cask #11178): 87 Punkte
  • Talisker ‘Nest Point’ (45.8%, OB, +/-2017): 85 Punkte
  • Talisker 18 yo (45,8%, OB, +/-2017): 90 Punkte
  • Island 17 yo 2000/2017 (52.9%, Jack Wiebers, for Whisky Ship Zürich, bourbon, cask #271 b, 155 bottles): 88 Punkte
  • Skye 1972/1991 (43%, Berry Bros & Rudd) : 92 Punkte
  • Talisker 1957 (100° UK proof, Gordon & MacPhail, 1970s): 91 Punkte 
Talisker. Bild © Diageo

Torabhaig Distillery auf Skye für Besucher geöffnet

Seit Montag ist es soweit: Die Torabhaig Distillery auf der Insel Skye hat ihr Besucherzentrum eröffnet. Damit haben Whiskyfreunde einen Grund mehr, auf die Hebrideninsel zu kommen, können sie doch neben Talisker nun auch die seit Januar 2017 in Betrieb befindliche Destillerie besuchen.

Die Brennerei auf der Halbinsel Sleat bietet im Besucherzentrum ein Kaffeehaus, einen Shop und einen Innenhof. Die Touren durch die Destillerie dauern 45 Minuten, kosten 10 Pfund pro Person und enden mit einem betreuten Tasting. Noch gibt es ja keinen Whisky aus der Destillerie, das wird frühestens Anfang 2020 möglich sein, aber wir nehmen an, dass man zumindest schon den New Make oder Fassproben verkosten können sollte.

Die Führungen sind auf jeweils 8 Personen begrenzt und man sollte sie vor dem Besuch unbedingt vorbuchen. Sollten Sie also Interesse an einer Tour haben, so können Sie Ihren Termin unter 01471 833 447 oder bookings(at)torabhaig.com buchen.

Ansichten der Destillerie Torabhaig. Bilder: Potstill Vienna

Neu: Gordon & MacPhail Private Collection Linkwood 60yo

Nachdem die Meldung jetzt offiziell veröffentlicht wurde (wir brachten Sie schon einmal vor einer Woche, nachdem wir sie in einem englischen Magazin fanden, das aber offensichtlich das Embargo nicht beachtete – worauf uns Gordon & MacPhail ersuchte, auch unseren Bericht offline zu nehmen), können wir sie hier nochmals bringen:

Jahrgang 1956, das ist der 60-jährige Linkwood aus der Private Collection, den der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail heute vorgestellt hat. Allem Wissen nach ist es weltweit das letzte Fass aus den 50ern der Destillerie.

Recht üppig war die Ausbeute nicht – gerade einmal 53 der formschönen Decanter konnten aus dem am 3. Januar 1956 befüllten Fass #20 abgefüllt werden – dafür darf man dann auch üppige 22.000 Pfund auf den Tisch legen.

Der Whisky, als mit kastanienbrauner Farbe beschrieben, soll mit seinen reichhaltigen, warmen Aromen zu einem vollmundigen Geschmackserlebnis überleiten, mit aufblitzenden Noten von Blaubeere, Früchtekuchen und dunkler Schokolade.

Der Linkwood 1956 war die zweite Abfüllung aus dieser Serie der Private Collection von Gordon & MacPhail, die mit dem Glenlivet 1943 startete. Zwei weitere Bottlings werden noch folgen.

Baugenehmigungen: Crabbie Microdistillery und Glenmorangie können loslegen

Aus bekannt gutinformierten Kreisen haben wir die Nachricht bekommen, dass zwei Vorhaben, über die wir bereits berichtet haben, einen Schritt weiter sind und die Baugenehmigungen erhielten:

  • Schon am Dienstag voriger Woche konnten Halewood Distillery die Baugenehmigung für die geplante Crabbie Micro Distillery erhalten (über dieses Ansinnen haben wir bereits im August des Vorjahres berichtet). Die Destillerie soll in einer momentan nicht benutzten Halle im Industrie- und Gewerbegebiet von Granton, im Norden der Stadt Edinburgh errichtet werden. 
Die Marke Crabbies ist vor allem für ihr Ginger Beer bekannt. Photo credit: Smabs Sputzer via Visual Hunt / CC BY
  • Ganz aktuell ist die Info über Glenmorangie, deren Bauantrag heute, am 19.3. genehmigt wurde (über den geplanten Ausbau haben wir hier Ende Januar berichet). Man darf also das neue Stillhouse bauen und die alte Küferei abreißen. Ob man mit den Bauarbeiten zügig beginnt oder auf bessere Witterung wartet, können wir allerdings nicht sagen. Wir bleiben aber natürlich dran.

Neu von Wemyss: Nectar Grove

Aus Schottland erreicht uns die Nachricht, dass der unabhängige Abfüller Wemyss (der auch die Kingsbarns Distillery betreibt) mit einem neuen Blended Malt Whisky den Markt betritt:

Nectar Grove, so der Name, ist ein Blended Malt aus Highland Whiskys, die nach ihrem Vatting in Madeira-Fässern gefinisht wurden – nebenbei, so die Presseinfo, der erste Ausflug von Wemyss in die Bereiche des Finishings. 

9000 Flaschen des Nectar Grove werden weltweit auf den Markt kommen, und sind mit 46% Alkohol sowie ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltrierung abgefüllt.

Der Name soll den fruchtigen Charakter der Abfüllung wiederspiegeln. Die originalen Tasting Notes lesen sich wie folgt:

The Highland blended malt has been imbued with the fruity and complex sweet flavours of Madeira wine and reminiscent of a ripe fruit grove of peaches, nectarines and citrus.  The finish is of gentle oak spice, sweet pastries and juicy stone fruits. This fruity and fragrant malt whisky is ideally suited for enjoying during warm summertime’s and can be used to make a refreshing whisky cobbler cocktail.

Der Nectar Grove wird im Vereinigten Königreich £43.95 kosten – das sind ca. 50 Euro. Es steht anzunehmen, dass er ungefähr um diesen Preis auch nach Deutschland kommen wird.

PR: Neu im Schlumberger Sortiment – Mossburn Whisky

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Von Schlumberger wurden wir über eine interessante Neuheit im Portfolio informiert: Die beiden Linien von Mossburn Whisky sind nun über den Importeur in Deutschland erhältlich und werden auf der ProWein erstmals vorgestellt. Alles Wichtige dazu im Text, den wir zur Veröffentlichung erhalten haben:

Neu im Schlumberger Sortiment: Die zwei Linien der schottischen Whiskymarke Mossburn

Meckenheim, März 2018. Schlumbergers Whisk(e)y-Segment ist weiter auf Wachstumskurs: Auf der ProWein 2018 präsentiert das Meckenheimer Unternehmen seinen aktuellen Neuzugang – die schottischen Whiskys von Mossburn. „Nach der Übernahme der Distribution der Traditionsmarken Morrison & MacKay und Spey und Beinn Dubh im vergangenen Herbst freuen wir uns, dass mit Mossburn jetzt eine weitere angesehene schottische Whisky-Marke unser Portfolio ergänzt“, so Rudolf Knickenberg, CEO der Schlumberger Vertriebsgesellschaft.

Auch beim Whiskyabfüller Mossburn wird viel Wert auf höchste Qualität gelegt – alle Whiskys sind handgemacht und sorgfältig ausgewählt aus einer eigenen Sammlung gereifter Fässer verschiedener Destillen. Das Sortiment umfasst zwei Linien: die Signature Cask Whiskys und die Mossburn Vintage Cask Whiskys.

Signature Cask Whiskys

Die Serie vereint die typischen Eigenschaften regionaler schottischer Malt Whiskys mit den Merkmalen der jeweiligen Herkunftsorte Island oder Speyside. Ihre Reife erhalten die Blended Malts durch drei verschiedene Holzeinflüsse. Für die Herstellung werden in Refill-BourbonFässern gereifte Whiskys verschiedener schottischer Brennereien ausgewählt und sorgfältig verschnitten. Anschließend reifen sie in eigens für Mossburn angefertigten Signature Casks. Die Dauben aus 1st fill Bourbon Fässern (Islands) oder Olorosso Sherry Butts (Speyside) und Cask Heads aus getoasteter europäischer (Islands) oder amerikanischer (Speyside) Eiche geben den Whiskys den besonderen Ausdruck und stellen die jeweiligen charakteristischen Eigenschaften stärker heraus. Die Whiskys werden ohne Kühlfiltrierung und ohne Färbung bei 46% vol abgefüllt.
Mossburn Vintage Casks Whiskys

Die Serie der Mossburn Vintage Casks Whiskys umfasst eine Kollektion von Single Malt Scotch Whiskys, die einer streng limitierten und selektierten Anzahl von Fässern verschiedener Destillen entstammen. Ausgewählt wurden hierfür nur besondere Fässer aus bestimmten Jahrgängen. Die Chargen sind nummeriert und streng limitiert. So bleibt der spezifische Charakter des jeweiligen Single Malts einmalig. Jede einzelne Abfüllung repräsentiert die perfekte Balance, Tiefe und Komplexität, die so nur in den besten Single Malts zu finden sind.

Auch diese Whiskys werden ohne Kühlfiltrierung und ohne Färbung abgefüllt, teilweise in Fassstärke.

Die beiden Serien von Mossburn werden ab der ProWein 2018 in Deutschland über Schlumberger vertrieben.

Glenugie: Letzte Gebäude werden abgerissen

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1831 wurde sie gegründet, 2018 scheint sie nun endgültig und gänzlich Geschichte zu sein: Die Destillerie Glenugie in Peterhead wird nun komplett dem Erdboden gleichgemacht und damit völlig verschwinden. Nicht, dass noch viel von ihr gestanden wäre, oder viel Brauchbares, aber nun werden auch noch die letzten Spuren getilgt.

Wie scotchwhisky.com heute berichtet, werden nun auch die letzen Lagerhäuser der Brennerei vom Eigentümer des Geländes, der Score group, abgerissen. Die seit den 80ern eingemottete, halb abgetragene und verfallende Destillerie „verdankt“ ihren Niedergang auch der Nähe zu Aberdeen und den schottischen Ölfeldern, denn das Gelände wurde nach der Schließung für industrielle Zwecke genutzt.

Glenugie, Aufnahme aus dem Jahr 1956 – der Turm im Vordergrund ist die Ruine einer durch Windkraft betriebenen Pumpstation. Foto von Africa23, GNU-Lizenz

Wer noch Whisky aus Glenugie zuhause hat, der darf sich glücklich schätzen, die letzten „neuen“ Abfüllungen der Brennerei stammen aus dem Jahr 2012, und dem Vernehmen nach scheint es auch bei den großen Unabhängigen keine Fässer mehr zu geben. Die Marke gehört Chivas Brothers, auch von dort ist zu hören, dass man keine Abfüllungen plant.