Heute, am 23. November, ist es soweit: Die Clydeside Distillery in Glasgow nimmt den offiziellen Betrieb auf und ist für Besucher geöffnet. Die Brennerei, im Besitz von Morrison Glasgow Distillers Ltd, steht auf dem Platz, an dem der Urgroßvater von Chairman Tim Morrison im Jahr 1877 The Queen’s Dock erbaut hat. Tim ist nebenbei auch der Besitzer der AD Rattray Scotch Whisky Company.
Die Geschichte der Destillerie begann 2012, als Tim und sein Sohn Andrew, jetzt der Commercial Director der Brennerei, das Pumpenhaus in eine Destillerie umbauten. Federführend beim Bau waren Hypostyle Architects.
Die beiden Kupferbrennblasen wiegen jeweils um die zwei Tonnen, wurden von Forsyths im März angeliefert (wir berichteten hier). 25 Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Destillerie bietet auch Veranstaltungsräume für 40-200 Gäste.
Eine PR von Diageo Austria hat uns heute am Nachmittag erreicht – sie stellt die limitierten Bulleit Partnerboxen als Geschenkidee für echte Kerle vor – und den Bulleit Boilermaker. Was dahintersteckt und was die Partnerboxen enthalten, das können Sie dem nachfolgenden Pressetext entnehmen:
“Christmas is Coming“ – Die limitierten Bulleit Whiskey Partner Boxen sind eine Geschenkidee für echte Kerle.
In der coolen Munitionsbox findet man(n) eine Flasche Bourbon und den passenden Flachmann von Bulleit Bourbon sowie weitere stylische Goodies. Das perfekte Geschenk für den Connaisseur von heute.
Die limitierten Bulleit Whiskey Partner Boxen sind die perfekte Idee, um zu Weihnachten den Männern Brauchbares zu schenken. Die lässigen Munitionsboxen sind gefüllt mit einer Flasche Bulleit Bourbon, einem Flachmann und ausgewählten Goodies. Die limitierten Geschenk-Boxen gibt es in verschiedenen Partner-Shops. Die Zusammenstellung variiert je nach Geschäft und verspricht eine abwechslungsreiche Kombination, um Männer glücklich zu machen. Preis: ab € 60,-.
Bulleit Frontier Whiskey ist der mutige Grenzgänger unter den amerikanischen Whiskeys. Sein markant-würziger Geschmack kommt von dem hohen Roggenanteil in der Maische. So wird der Bulleit Bourbon als auch der Bulleit Rye zu einem einzigartigen Trinkerlebnis. Seit 2017 ist nun auch der Bulleit 10 years in Österreich erhältlich.
Bulleit Boilermaker
Das Herrengedeck neu inszeniert: Bulleit Shot und Craft Beer. Nichts harmonisiert besser als ein charaktervoller Whiskey und ein bodenständiges Craft Beer. Hier ist eine zeitlose Kombination entstanden, die sich geschmacklich perfekt ergänzt.
Die Geschichte von Bulleit Whiskey reicht bis Mitte des 1800 Jhdts zurück. Damals kreierte Augustus Bulleit einen einzigartigen Whiskey mit außergewöhnlich hohem Roggenanteil. Nach unerklärlichem Verschwinden Augustus und damit auch Bulleit Whiskeys, nahm sich erst sein Ur Ur Grossenkel Tom Bulleit der verloren gegangenen Tradition wieder an. Ende der 80iger Jahre legte dieser seine erfolgreichen Tätigkeiten als Anwalt nieder, um einen wie sich später herausstellte preisgekrönten Whiskey zum Leben zu erwecken. Bulleit Frontier Whiskey ist bekannt für seine Vielseitigkeit und Smoothness. Durch diese Kombination erhält der Whiskey die perfekte Geschmacksnote für pures Genießen on the rocks, aber auch als leckerer Cocktail und vor allem auch als Boilermaker. Bulleit Whiskey ist als Bourbon, Rye und neuerdings auch in der 10yo Version erhältlich.
Die Bulleit Bourbon Partner Boxen sind hier erhältlich:
Borbone, Hegelgasse 17, 1010 Wien
Brothers Barbershop, Neubaugasse 81, 1070 Wien, Burggasse 10A, 1070 Wien
Bob.ber Store, Hans-Fronius- Straße 15, 2380 Perchtoldsdorf
Good Fellaz Barbershop, Theatergasse 4, 9020 Klagenfurt
Der Mindestpreis für Alkohol in Schottland (wir berichteten zuletzt hier darüber), der die billigsten Whiskysorten verteuern wird (keine 0.7l-Flasche kann dann weniger als 15 Euro 60 kosten), hat alle gerichtlichen Hürden passiert und kann nun angewendet werden. Allerdings wird das laut einem Artikel in The Spirits Business nicht gleich geschehen.
Losgehen wird es am 1. Mai 2018. Man erhofft sich durch die Preisschranke, die durch Studien in ihrer Höhe abgesichert wurde, eine deutliche Reduktion der alkoholbezogenen Todesfälle zu erreichen. Die Studien sprechen, statistisch, von 392 Todesfällen und 8254 Einweisungen ins Spital weniger in den ersten fünf Jahren.
Die SWA, die Scotch Whisky Association, hat den Mindestpreis bis zuletzt bekämpft, hat aber nach dessen Durchsetzung deutlich gemacht, dass sie die Entscheidung akzeptieren werde.
Zu betonen bleibt, dass die normale Flasche Single Malt Scotch Whisky durch den Mindestpreis nicht betroffen sein wird, da sie im Preis ohnehin deutlich höher liegt.
Neues aus der Destillerie St. Kilian in Rüdenau: Dort hat man den halben Weg zum Whisky geschafft. Der erste 18 Monate alte Single Malt, der sich natürlich noch nicht Whisky nennen darf, soll die Qualität der kommenden Abfüllungen erlebbar machen. Dass man vor Ort stolz auf diese Abfüllung ist, versteht sich von selbst – und gibt die streng limitierten 1100 Flaschen (von denen die Hälfte bereits laut Auskunft der St. Kilian Distillers durch Mundpropaganda weg ist) ausschließlich vor Ort und online in den Verkauf (Link darauf ganz unten). Hier die Presseaussendung, die wir vom Team der Destillerie erhalten haben:
St. Kilian bringt seinen ersten Single Malt auf den Markt
Mit 18 Monaten noch nicht ganz Whisky, aber genauso lecker
Rüdenau. The Spirit of St. Kilian – so heißt der erste fassgelagerte Single Malt von Deutschlands größter Whisky-Destillerie. Er ist ab sofort erhältlich, in limitierter Auflage mit 1.100 Flaschen.
18 Monate Reifezeit reichen nicht für einen Whisky – um sich so nennen zu dürfen, müssen es schon 36 sein. Das weiß man natürlich auch bei St. Kilian Distillers in Rüdenau, rund eine Autostunde südöstlich von Frankfurt am Main entfernt. „Unser Whisky reift noch mindestens bis 2019. Solange wollten wir unsere Fans aber nicht warten lassen“, sagt Master Distiller Mario Rudolf. „Und ehrlich gesagt auch nicht unser Team, das selbst schon sehr gespannt auf unseren ersten Whisky ist.“
Single Malt Spirit: inspiriert von vielen Whisky-Kulturen
Deshalb holt man den Spirit bei St. Kilian schon jetzt aus den Fässern. „Wir waren selbst überrascht davon, wie weit er schon für sein Alter ist. Das schmeckt man deutlich“ , betont Rudolf. Wie alle Whiskys bei St. Kilian ist auch der neue „Spirit“ ein Single Malt –ausschließlich aus Gestenmalz hergestellt. In diesem Fall aus ungetorftem Pilsener Braumalz. Nicht unüblich für St. Kilian, auch wenn die Brennerei eher für den sehr selten in Deutschland produzierten „Peated Malt“ bekannt ist –mit starken Rauch- und Torfaromen.
Zum Gerstenmalz aus Deutschland kommen schottische Spezialhefe und die Destillation in den beiden großen Kupferbrennblasen, die man bei St. Kilian extra aus Schottland hat importieren lassen. „Wiebei allem, was wir machen, haben wir uns auch bei unserem Spirit of St. Kilian vom Besten aus allen Whisky-Kulturen inspirieren lassen“, berichtetMario Rudolf.
Besonderer Bourbon: Quarter Casks kommen aus Texas
Besonders lange war man bei St. Kilian dabei auf der Suche nach den richtigen Fässern: „Wir haben gute Freunde in Whisky-Destillerien auf der ganzen Welt – von Schweden über Japan bis nach Amerika“, so Rudolf. In den USA sei das Team von St. Kilian dann auch in Sachen Eichenholzfässer fündig geworden: Dan Garrison, Senior-Chef der texanischen Garrison Brothers Distillery (die Nr. 1 unter den Destillerien in den USA!), teilte nicht nur vom Fleck weg die Philosophie der „German Whisky Makers“ für außergewöhnlichen, handgemachten Spirit – sondern auch einige seiner American Quarter Casks.
Vorerst nur sechs Fässer: der Rest soll Whisky werden
In diesen kleinen, nur 50 bis 55 Liter fassenden ehemaligen Bourbon-Whisky-Fässern lagerte auch The Spirit of St. Kilian. „Die geben unserem Spirit einen unkonventionellen, charaktervollen Geschmack“, erklärt der Master Distiller. Sechs dieser Fässer wählte Mario Rudolf nun mit seinem Team aus –nach 18 Monaten Reifezeit. Heraus kommt eine limitierte Auflage von 1.100 Flaschen –mit 0,35 Litern etwas kleiner als sonst üblich. „Mehr als sechs Fässer können wir erst einmal nicht entbehren. Schließlich sollen die anderen ja noch zu Whisky werden“, sagt Rudolf.
Damit möglichst viele Fans in den Genuss des Spirits kommen, hat man sich deswegen für die kleineren Flaschen entschieden. „Wir wollen zeigen, wohin die Reise von St. Kilian Whisky geschmacklich geht.“ Herausgekommen ist einintensiv fruchtig-süßer, komplexer Spirit. „But don’t call it whisky!“, scherzt Rudolf.
THE SPIRIT OF ST. KILIAN –Fassgelagerter Getreidebrand, Single Malt, 47 % vol.
als Single Malt destilliert im April 2016
gereift für 18 Monate in American Quarter Casks
abgefüllt als fassgelagerter Getreidebrand mit 47 % vol.
limitiert auf 1.100 Flaschen
Verkauf: stkiliandistillers.com und vor Ort in der Destillerie
Hätten Sie gedacht, dass die momentane Debatte um sexuelle Belästigung auch die Whiskywelt erreichen würde? Nun, sie hat es getan – und zwar mit einem Paukenschlag, wenn auch in gewisser Weise nur indirekt.
Folgendes ist passiert: Gegen den Filmemacher Brett Ratner („Rush Hour“) wurden von nun bereits insgesamt elf Frauen, darunter auch die Schauspielerinnen Olivia Munn und Natasha Henstridge, wegen verschiedenster Arten der sexuellen Belästigung schwere Vorwürfe erhoben, die bis hin zum erzwungenen Oralsex reichen. Ratner streitet die Vorwürfe ab.
Brett Ratner besitzt auch eine eigene Whiskeymarke, den Hilhaven Lodge Whiskey, der von Diageo produziert und vertrieben wird. Dabei handelt es sich um einen Blend von Bourbon, Rye und Tennessee Whiskey, der nach dem Wohnsitz des Filmemachers in Beverly Hills benannt ist (das Anwesen gehörte früher zum Beispiel auch Ingrid Bergman).
Nun hat sich Diageo laut LA Times angesichts der Vorwürfe dazu entschlossen, sehr rasch Konsequenzen zu ziehen und die erst 2016 gestartete Marke wieder einzustellen. Das macht die Geschichte damit zum ersten Fall von vorgeworfener sexueller Belästigung, der auch die Whiskywelt berührt. Und hoffentlich zum letzten.
Während wir auf das Eintrudeln der ersten Meldungen warten, schnell noch ein neues Wallpaper für Freunde Schottlands, von Harry Potter und der Eisenbahn: Jack Anstey hat dieses wunderschöne und rechtefreie Bild des Glenfinnan Viadukts in den schottischen Highlands aufgenommen.
Sie können es hier in Originalgröße (3727 × 2383 Pixel) herunterladen und untenstehend verkleinert und komprimiert ansehen.
Von den Spielfilmen über Whisky in den letzten Jahren ist „Angels‘ Share – Ein Schluck für die Engel“ sicher der bekannteste und beliebteste. Das mag an der mit Humor vorgebrachten sozialkritischen Geschichte liegen, oder an einem der Darsteller, Charles MacLean, der im Grunde genommen sich selbst spielt.
Wer diesen bezaubernden Film über Whiskyverrücktheit, ein krummes Ding und viel Gefühl noch nicht gesehen hat oder nochmals sehen möchte, der hat morgen um 20:15 auf arte die Gelegenheit dazu. Dort spielt man den Film in HD, noch dazu ohne Werbeunterbrechung.
Nur knapp entgeht Robbie, dessen Leben schon immer von Gewalt und Kriminalität geprägt war, einer Gefängnisstrafe: Der Richter lässt Gnade vor Recht ergehen, als er von der Schwangerschaft seiner Freundin Leonie erfährt – und setzt die Strafe auf Bewährung aus. Robbie möchte nun diese zweite Chance nutzen, um endlich sein Leben auf die Reihe zu bekommen und mit seiner neuen kleinen Familie von vorn anzufangen. Doch die alten Rivalen sind hinter ihm her und wollen sich rächen. Auch Leonies Vater Matt macht ihm das Leben schwer, da er der Überzeugung ist, seine Tochter hätte etwas Besseres verdient. Zu allem Überfluss muss Robbie auch noch gemeinsam mit anderen Gesetzesbrechern Sozialstunden ableisten. Als ihr Betreuer, der geduldige und väterliche Harry, die ganze Gruppe zu einem Ausflug in eine Whiskydestillerie einlädt, erfahren sie unter anderem, dass es sich beim sogenannten Angels‘ Share um die zwei Prozent Alkohol handelt, die der Whisky jährlich in den Fässern verliert. Überraschenderweise beweist Robbie viel Talent bei der Verkostung des hochprozentigen Getränks und erhält sogar ein Jobangebot von einem Whiskysammler. Kurz darauf erfährt die Gruppe von der baldigen Versteigerung des teuersten Whiskys der Welt, der in einem lange vergessenen Keller wiederentdeckt wurde. Zusammen mit seinen trotteligen, aber liebenswerten Leidensgenossen heckt Robbie einen riskanten Plan aus, um etwas von der kostbaren Flüssigkeit abzuzweigen – gerade so viel, dass das Fehlen als Angels‘ Share durchgehen könnte …
Der Titel für die heutige Ausgabe von den Tasting Notes auf Whiskyfun fiel nicht leicht. Bei den beiden Abfüllungen handelt es sich um spanische Schotten oder nach Spanien ausgewanderte Schotten – also Whiskys, die eigentlich der Klassifizierung spotten.
Der nach Spanien ausgewanderte Schotte ist der Nomad Outland Whisky, der eigentlich Scotch ist, der zur Reifung nach Spanien kam. Der spanische Schotte nennt sich Valdespino, ist ein Blend aus 80% spanischem Whisky mit 20% schottischem Whisky, der dann in Sherryfässern reifte, und zwar nicht in eigens für die Whiskyindustrie präparierten Fässern, sondern in echten.
Die Frage ist natürlich: Schmecken die? Und die ausführliche Antwort gibt Serge in der Verkostung, deren numerische Wertung Sie hier nachlesen können:
Gute Nachrichten kommen von der Messe Bremen und dem BOTTLE Market. Die Veranstaltung am vergangenen Wochenende war ein voller Erfolg und konnte über 19.000 Besucher anziehen. Mehr dazu in der folgenden Pressemitteilung:
Messe Bremen mit deutlichem Besucherplus
Der BOTTLE MARKET wächst weiter – erstmals Wein und Delikatessen dabei
In der Messe Bremen ist ein turbulentes Veranstaltungswochenende rund um die Christmas & more mit einem großen Besucherplus zu Ende gegangen. Rund 600 Besucher mehr als im Vorjahr stimmten sich beim BOTTLE MARKET in Whisk(e)y-Bereich auf die genussreiche Weihnachtszeit ein. Insgesamt sahen sich rund 19.093 Menschen in den Messehallen um.
„Der BOTTLE MARKET lockt immer mehr Publikum an – das können wir am erneut gewachsenen Verkauf der Tasting-Gläser ablesen“, freut sich Anja Rickmeier, Projektleiterin bei der Messe Bremen. „Zu dem guten Ergebnis hat aber gewiss unsere Entscheidung beigetragen, erstmals auch Wein und Delikatessen viel Raum zu bieten.“
Genuss geht beim Tasting zunächst durch die Nase.
Insgesamt präsentierten sich rund 100 Aussteller in der Messehalle 4. Davon boten 60 den Besuchern erlesene Whisk(e)ys, Rum, Gin und Korn von jungen Brennern. Bewaffnet mit einem Tasting-Glas, konnten Genießer Whisk(e)ys aus 20 Ländern verkosten. Wenige Schritte weiter stellten Winzer ihre Weine vor, probierte man Pralinen, Senfe oder Wurstspezialitäten.
Genießer konnten Whisk(e)ys aus 20 Ländern verkosten.
Die Besucher hatten Spaß – und die Aussteller waren zufrieden. „Wir haben viele qualifizierte Kontakte geknüpft und zahlreiche Folgegeschäfte generiert“, freute sich Timo Koschnick von der Güldenhaus GmbH, die erstmals beim BOTTLE MARKET dabei war und zur neuen Generation von Kornbrennereien gehört. „ Mehr Gäste als im Vorjahr und alle richtig interessiert“, berichtete Jens Drewitz, Sansibar-Whisky GmbH. „Wir kommen wieder!“
Der nächste Termin – wieder in Kombination mit der Christmas & more – steht schon fest: Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. November 2018.
Mehr Infos unter www.bottle-market.de
Auf dem BOTTLE MARKET präsentierte sich unter anderem die einzige isländische Destillerie Eimverk.
Ein ungewöhnlicher deutscher Whisky ist uns in einer Presseaussendung der Whisky Stube vorgestellt worden, und wir bringen die Informationen über den Albdinkel Whisky mit Jamaika Rum Finish , die nachfolgender Text enthält, gerne für unsere Leser:
Die erste „Spirit Of The Cask“ Abfüllung der Whisky Stube ist fertig
Die am 3. Juni diesen Jahres in der Destilliere Berghof Rabel umgefüllten Albdinkel Whisky ist jetzt als Jamaika-Rum Finish erhältlich. Der Whisky lagerte bereits im Berghof Rabel auf der Schwäbischen Alb in Deutsche Kalkeiche mit mittlerer Toastung und anschließend im Ex-Bourbon Fass. Nach gut 5 ½ Jahren wurde dieser von der Whisky Stube in ein umgebautes Jamaika Rum Fass umgelagert um dort nochmals gut 5 Monate zu Lagern.
Der im Januar 2012 gebrannte Albdinkel wurde jetzt im November 2017 in Flaschen gefüllt. Er ist damit 5 ¾ Jahre alt und einzigartig noch dazu. Die dunkle Farbe und der besondere Geschmack des Dinkels kombiniert mit dem Jamaikanischen Rum Nuancen gibt es ein Erlebnis das seines gleichen sucht.
Die Anzahl der Flaschen die abgefüllt und in den Verkauf kommen, sind mit 55 Stück begrenzt.
Die ½ Liter Flaschen haben 46% Vol. und einen Preis von € 55,-
First Fill Oloroso Sherry Butt
53.4% Cask Strength, Single Cask
369 Flaschen
Sample: Marco Bonn/Brühler Whiskyhaus
Verkoster: Bernhard Rems
Nase: Es beginnt mit gedämpften Äpfeln, Johannisbeeren, Honignoten und Milchschokolade. Darüber liegt ein Duft wie von einem abgebrannten Feuerwerk, von einer Abriebfläche einer Zündholzschachtel. Etwas später taucht warmer, mit Alkohol getränkter Biskuitteig auf, wie der Boden einer Obsttorte. Dazu spürt man das leicht muffige eines Fasskellers, hinzukommend Anflüge von türkischem Honig.
Gaumen: Pfeffriger Antritt, saure Drops in Zuckerglasur. Holznoten, etwas Karamell und wieder dieser ein wenig dreckig/schwefelige Unterton. Herbe Zitronenschalen, Kakaonoten und später Milchschokolade und gebuttertes Popcorn. Mit Fortschreiten der Verkostung setzt sich schwere Süße durch.
Finish: Sehr dicht und für sein Alter sehr lang. In Schießpulver gerollte Honigfrüchte, hinten abtrocknend und herb, Kakaopulver und Schokoladetöne.
Alles in allem: Es gibt den höfischen Stand, der seinen Sherrywhisky aus Kristallgläsern nippt und sich danach die Lippen mit dem Spitzentüchlein abtupft, und es gibt den mürrischen, aber dennoch liebenswerten schottischen Landadel, der schon auch mal mit den sumpfverkrusteten Gummistiefeln übers Hirschfell vor dem Kamin steigt, während er Dir den Sherrywhisky aus dem Tonkrug nachschenkt. Bei dem ist man mit dem Glentauchers zu Gast.Im ersten Eindruck ist er ein ruppiger Geselle, aber gib ihm und Dir Zeit, dann beginnst Du hinter dem Odeur von Schwarzpulver seine liebenswerte Verquertheit zu entdecken. Je länger der Whisky nämlich im Glas ist, desto weichere und üppigere Züge zeigt er zusätzlich zum „schmutzigen“ Unterton. Und diese Melange kann man sehr mögen. Muss man nicht, aber kann man. Sehr.
Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.
In der US-amerikanischen TTB-Datenbank sind wieder Etiketten für einige wohl in absehbarer Zeit zu erwartende Abfüllungen eingetragen worden. Aus Copyright-Gründen können wir sie Ihnen hier nicht zeigen, aber darauf verlinken ist rechtlich kein Problem, Sie können also selbst getrost nachsehen:
Es sollte bald wieder einen neuen Longrow Red geben. Diesmal ist er 11 Jahre alt, mit 55.9% abgefüllt und er stammt aus Bourbon Barrels (9 Jahre), danach wurde er 2 Jahre in Cabernet Franc-Fässern aus Südafrika nachgereift. Insgesamt sollen es 9000 Flaschen werden, die auf den Markt kommen.
Was der nächste Eintrag in der Datenbank genau soll, können wir momentan nicht sagen, er klingt fast skurril: Eine Einzelfassabfüllung von Highland Park, bottled exclusively for Gotham City (ja, die Stadt von Batman). Sie stammt aus einem Refill Butt, ist 15 Jahre alt, und die 558 Flaschen sind mit 59.6% abgefüllt. Scherz? Bottling zu einem Filmstart? Oder soll die Flasche in New York erscheinen (der Spitzname der Stadt ist Gotham City)? Es darf gerätselt werden.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Der Glencadam 10yo stammt aus der doch recht breiten Palette an Standardabfüllungen aus der Highland-Destillerie. Er ist der jüngste Whisky, der in ihr angeboten wird, und damit auch der preiswerteste.
Ralfy hat sich diesen Einsteigermalt in seiner Video-Verkostung von gestern, die Sie obenstehend finden können, angesehen. Er gefällt ihm gut, und er vergibt für ihn eine recht beachtliche Wertung: 88 von 100 Punkten. Wie diese Wertung zustande kommt, können Sie in obenstehendem Video sehen, das diesmal knapp über 10 Minuten dauert.
Am Samstag gab es keine neuen Verkostungsnotizen auf Whiskyfun, nun werden die Tasting Notes von Angus MacRaild, der Serge eigentlich an Samstagen vertritt, nachgereicht.
Serge und Angus befanden sich in den letzten Tagen in Jerez/Spanien, darum ist das heutige Tasting auch Whiskys aus dem Sherryfass gewidmet – und zwar vor allem Abfüllungen aus einer Zeit, als diese Fässer noch tatsächlich in Verwendung waren und nicht extra für die Whiskyindustrie präpariert wurden. Es sollte nicht verwundern, dass wir uns mit den Wertungen der Verkostung fast ausschließlich im Whiskyolymp befinden:
Glen Olo 10 yo ‘Old malt whiskies’ (no less than 75 proof, El Vino & Co Ltd., bottled 1970s): 88 Punkte
Port Ellen 28 yo 1978/2006 (56.1%, Douglas Laing, Old & Rare, 212 bottles): 90 Punkte
Braes of Glenlivet 19 yo 1979/1999 (58.1%, Signatory Vintage, sherry butt, cask #9294, 658 bottles): 84 Punkte
Glendronach 1970/1990 (56%, Scotch Single Malt Circle, cask #513-518): 93 Punkte
Macallan-Glenlivet 29 yo 1965/1994 (49%, Signatory Vintage, cask #1058, 256 bottles): 93 Punkte
Glen Albyn 34 yo 1967 (51.3%, Kingsbury, cask #3920, 239 bottles): 91 Punkte
Glen Mhor 20 yo 1965/1986 (46%, Cadenhead, Sherrywood): 92 Punkte
Ein Sherry-Keller mit Fässern im Solera-System. Hier kommen die hochwertigen Sherryfässer her. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Photographer: FalkueIn der Bodega La Concha, die von Gustave Eiffel erbaut wurde. Photo credit: Ewan-M via Visualhunt / CC BY-SA