Unser nächstes Videointerview, das wir im Rahmen der Finest Spirits Vienna für Sie führen durften, dreht sich um Glenfiddich. Der Global Brand Ambassador Struan Grant Ralph (über dessen Bestellung berichteten wir hier) erzählt über seine Arbeit, was Glenfiddich in seinen Augen besonders macht und über die Experimental Series, die mit dem Glenfiddich XX und dem Glenfiddich IPA Finish eröffnet wurde und 2017 ihre Fortsetzung finden wird.
Weitere Videos können Sie wie immer auf unserem Youtube-Kanal finden. Mit diesem hier wünschen wir Ihnen jetzt viel Vergnügen.
Aus Irland gibt es zwei Premierenwhiskeys zu vermelden: Die Dingle Distillery im County Kerry hat am 25.11. ihre ersten beiden regulären Abfüllungen auf den irischen Markt gebracht, wenn auch derweilen nur in begrenzter Stückzahl und nach unseren Informationen nicht für den Export nach Deutschland vorgesehen.
Der Dingle Whiskey ist mit 46.5% abgefüllt und auf 7500 Flaschen limitiert. Er stammt aus Bourbon casks und kostet 65 Euro. 120 Euro kostet die fassstarke Ausgabe (60.7%), die auf 500 Flaschen beschränkt ist. Beide Flaschen ziert eine Grafik von Liam O’Neill, die dem hundertsten Jahrestag des Aufstandes von 1916 gewidmet ist. Mit der Abfüllung der beiden Flaschen wurde am 15.11., also zehn Tage vor der Präsentation, begonnen.
Die Dingle Distillery ist die erste Destillerie in Irland, die nach einer 100jährigen Baupause entstand und damit sozusagen am Anfang des neuen Booms des irischen Whiskeys stand. Sie produziert in kleinen Mengen, gerade einmal zwei Fass pro Tag.
Die Bilder der beiden Flaschen haben wir von Sascha Tack erhalten, ebenso die Zusatzinfo über den Zeitpunkt der Abfüllung. Herzlichen Dank dafür.
Man hat bei der Scotch Whisky Association nur recht kurze Zeit überlegt, ob man gegen die Entscheidung des schottischen Parlaments, bei Alkohol in Schottland einen Mindestpreis einzuführen (wir berichteten hier), am Obersten Gerichtshof vorgehen soll, und danach die Klage angekündigt – nun ist sie offensichtlich tatsächlich eingebracht worden, wie food manufacture heute berichtet.
Julie Hesketh-Laird, die interimistische Vorsitzende der SWA sagte, dass die Organisation nach wie vor der Meinung ist, dass ein Mindestpreis bei Alkohol nicht mit EU-Recht vereinbar und wettbewerbsverzerrend sei. Schottland müsse dies, so hat die SWA schon vorher gemeint, über Steuersätze regeln, um juristisch einwandfrei zu handeln.
Whiskyfreunde wird der Mindestpreis für Alkohol in Schottland nicht berühren, denn er gilt nur für die unterste Preisklasse von (harten) Alkoholika. Die schottische Regierung will ihn als Maßnahme gegen den Alkoholmissbrauch einführen und zeigt gegenüber der Klage der SWA Unverständnis.
Über Scotch wissen wir hierzulande gut Bescheid. Was ein Blend ist. Und was ein Single Malt. Wie lange Whisky reifen muss und wieviel Alkohol er mindestens enthalten muss, um als Whisky bezeichnet zu werden.
Bei Bourbon ist der Wissensstand da schon eher geringer. Begriffe wie „straight“ oder „bottled in bond“ kennt man zwar, aber die wenigsten wissen, was sie tatsächlich bedeuten. Schade eigentlich, denn auch bei Bourbon gilt, dass mit dem Wissen auch der Genuss wächst – umso besser also, dass man sich heute gut und einfach über die verschiedenen Begriffe bei Bourbon informieren kann.
In diesem Sinne möchten wir Sie auf einen Artikel aus dem Jahr 2014 auf dem Tokyo Bourbon Blog aufmerksam machen, der die Begriffe aus dem Bourbon-Universum exakt und gut verständlich erklärt. Dabei geht es nicht nur um die Zusatzbegriffe, die wir oben angeführt haben, sondern in übersichtlicher Abfolge um alle wichtigen Regeln, die das TTB in den USA für Whiskey aufgestellt hat.
Wer es dann noch genauer wissen und umfassender verstehen will, dem sei etwas Geduld und dann das Buch „Sweating the Cask“ von Thomas Domenig ans Herz gelegt, das bald in der zweiten, verbesserten Auflage auf den Markt kommen wird.
Wir werden wohl auch heute auf Serge Valentin und seine Tasting Notes verzichten müssen – er hat den Bad Nose Day ausgerufen und scheint von Schnupfen niedergeworfen zu sein. Gottlob gibt es eine ganze Riege anderer Verkoster, die diese Lücke kurzfristig füllen können, und so haben wir uns wieder einmal auf englischsprachigen Blogs umgesehen, um für Sie einige interessante Tasting Notes zu bringen:
The Whiskyphiles sieht sich den Wolfburn Aurora an – und findet ihn gut, aber nicht weltbewegend.
Master Quill verkostet den Springbank 17yo Sherry Wood – und zeigt sich begeistert (mit der Anmerkung, dass der Whisky wohl noch besser geworden wäre, hätte er ihm mehr Zeit im Glas gegeben – etwas, was jeder Springbank gerne hat)
Die Three Tens, der Laddie 10, der PC10 und der Octomore 10 in der jeweils zweiten Auflage, wurden von zwei deutschsprachigen Verkostern auf ihren englischsprachigen Blogs verkostet: Klaus Doblmann auf MaltKlaus‘ Daily Drams und Oliver Klimek auf Pour Me Another One stellen den drei Whiskys, die bei uns zum Whisky des Monats Dezember gekürt wurden, ein sehr gutes Zeugnis aus.
Auf DonCheryian verkostet man den Glengoyne 12 und meint, er käme über das Mittelmaß nicht hinaus.
Und der Glenglassaugh Torfa erhält auf Billy’s Booze Blog eine recht passable Wertung und erinnert den Rezensenten an junge Ledaigs.
Die Teeling Whiskey Company hat uns darüber informiert, dass ihr im Jahr 2015 ernannter Global Brand Ambassador Kevin Hurley (wir berichteten darüber hier) bei den Irish Craft Cocktail Awards als „Industry Legend of the Year“ ausgezeichnet und dadurch in die Irish Craft Cocktail Awards Hall of Fame aufgenommen wurde.
Kevin kommt aus der Barszene und war 15 Jahre lang in der Branche tätig, darunter auch als Manager der wohl besten Bar in Dublin, The Liquor Rooms.
Wir gratulieren Kevin recht herzlich zu dieser Auszeichnung!
In einer Pressemitteilung gibt der französische Konzern Rémy Cointreau, unter anderem auch Besitzer der Destillerie Bruichladdich, den Kauf der US-amerikanischen Westland Distillery bekannt. Man rechnet mit der vollständigen Abwicklung des Kaufes vor Ende des Jahres.
Die Westland Distillery ist in Seattle, WA, beheimatet und produziert Single Malts. Ob diese Produkte durch den Kauf durch Rémy Cointreau auch bei uns verfügbar sein werden, bleibt abzuwarten.
Für näher Interessierte haben wir hier die englischsprachige Pressemitteilung zum Download zur Verfügung gestellt.
Wie auch schon in den Monaten und Jahren zuvor präsentieren wir Ihnen am ersten Tag des Monats einen Whisky, welchen wir beachtenswert finden, der problemlos erhältlich ist und auch preislich im Rahmen bleibt. Diesmal enthält unsere Empfehlung zwei kleine Abweichungen von der Regel: Es ist nicht ein Whisky, es sind drei. Und es ist das zweite Mal in diesem Jahr, dass wir Produkte dieser Destillerie in den Mittelpunkt stellen.
Es geht um die Neuauflage von drei Whiskys von Bruichladdich, die schon als Originale zu gefallen wussten und die nun in der zweiten Ausgabe von jeweils 18.000 Stück (das ist zwar limitiert, aber weit von einer künstlichen Verknappung entfernt) wieder auf den Markt gekommen sind: The Three Tens von Bruichladdich. Sie zeigen, dass die Destillerie auch unter den aktuellen Eigentümern bereit ist, die Produktpolitik der Vorbesitzer bestmöglich fortzuführen – und dass man auch die Altersangaben nicht aus den Augen verliert, wenn es auch mangels genügend Fässern noch nicht zur Standard-Range reicht.
Der Laddie Ten war der Einstiegsstandard in die Welt der altersbestimmten Bruichladdichs (wer wollte, konnte auf den Laddie 16 oder den Laddie 22 wechseln und weitere Reifestufen entdecken). Im März 2014 hatten wir ihn bereits zum Whisky des Monats gekürt. Damals hatte er 46%, die zweite Auflage wird mit 50% abgefüllt, behält aber die Charakteristiken des alten Laddies bei, was ihn zu einem schönen daily dram macht.
Der Port Charlotte PC10 war damals als Fassstärke eine kleine Bombe, als Whisky mit 46% ein schön trinkbarer und rauchiger Whisky. Die zweite Auflage kommt jetzt mit 50% und einem Phenolgehalt von 40ppm – so wie der Laddie Ten Second Edition stammt er aus Bourbon-, Sherry- und französischen Weinfässern. Wer den „normal getorften“ Hausstil von Bruichladdich entdecken will, der ist mit ihm bestens bedient.
Die zweite Auflage des Octomore 10yo ist für Fans der stark rauchigen Whiskys, stammt zu 60% aus frischen Bourbon Fässern und zu 40% aus Grenache Blanc Fässern, ist mit 57.3% abgefüllt – und so wie die beiden Geschwister zu 100% auf Islay gereift. Auch hier gibt es 18.000 Flaschen für den Verkauf, der Phenolgehalt ist bei 167ppm gehalten.
In Summe bietet Bruichladdich mit diesen drei Neuauflagen sehr schöne Whiskys zu einem noch vernünftigen Preis (einzig beim Octomore muss man etwas tiefer in die Tasche greifen), die die Bandbreite dieser Islay-Destillerie gut demonstrieren. Die Zweitauflagen sind kein Abklatsch und kein Kapitalisieren eines guten Namens, sondern können für sich bestehen, punkten mit Transparenz und der Altersangabe.
Vom Bremer Spirituosen Contor, dem (unter anderem) Generalimporteur für Whiskys der Tomintoul Distillery aus der Speyside, haben wir eine Pressemitteilung über vier neue Abfüllungen der Brennerei erhalten, die in Deutschland neu auf den Markt kommen. Wir stellen sie Ihnen hier mit dem Pressetext vor:
Neu in Deutschland – Tomintoul Distillery launcht vier neue Abfüllungen
Bremen, 30.11.16. Mit gleich vier neuen Abfüllungen erweitert die privat geführte Tomintoul Distillery aus der Speyside ihre Produktvielfalt. Die vielfältige Bandbreite reicht vom delikaten Whisky für den Einstieg, dem Tomintoul Tlàth, über gereifte Single Malts, wie dem 15-jährigen Portwood Finished und dem 25-jährigen Tomintoul, bis hin zu dem exklusiven und streng limitierten Tomintoul Five Decades. Diese Jubiläumsausgabe wurde zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Brennerei abgefüllt und ist eine Vermählung von ausgesuchten Whiskys aus fünf Dekaden. Die Abfüllungen sind ab sofort auf dem deutschen Markt verfügbar.
Die Single Malts der 1964 erbauten Brennerei aus der Speyside, gelegen in der Nähe des gleichnamigen höchstgelegenen Dorfes der schottischen Highlands, sind bekannt als „the gentle dram“. Traditionelle Techniken, sehr hohe Pot Stills, reine Zutaten und die natürlichen Gegebenheiten, wie die frische Luft und das reine Wasser der Ballantruan-Quelle, sorgen für den weichen und sanften Charakter der in Privatbesitz befindlichen Brennerei. Schon seit 1974 zeichnet Master Distiller Robert Fleming, dessen Familie seit vier Generationen in der Speyside und mit dem Whisky verwurzelt ist, für die Tomintoul Whiskys verantwortlich. Für die Reifung werden meist ehemalige Bourbonfässer aus amerikanischer Weißeiche verwendet, besondere Spezialitäten reifen anschließend in Sherry- oder Portfässern weiter. Alle Reifestadien von Tomintoul Whisky werden so vom Master Distiller ausgewählt, wie er es für richtig hält und jeder Whisky hat ein einzigartiges Geschmacksprofil.
Tomintoul Tlàth
Die brandneue Abfüllung Tlàth ist das Ergebnis einer sehr sorgfältigen Auswahl einzelner Fässer. Die handverlesene Kollektion besteht aus Whiskys verschieden gereiften Alters in erstklassigen amerikanischen Bourbon-Fässern. Der außergewöhnliche Name “Tlàth” – Tlah ausgesprochen – ist das gälische Wort für “weich, sanft”. Diese Beschreibung spiegelt den Begriff „the gentle dram“ wider, welcher auf allen Editionen von Tomintoul verwendet wird. Tomintoul Tlàth ist ein leichter, angenehmer Malt mit feinen Toffeenoten und süßer Vanille, Spuren von frischen Minzblättern und Zitronenzeste, Muskat und getoasteter Vanille. Mit seinem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis stellt er den Einstieg zum Kernsortiment dar und komplementiert perfekt die Range der Tomintoul Whiskys.
Tomintoul Single Malt 15 YO Portwood
Nach der Reifung in ehemaligen Bourbon-Fässern erhielt dieser Single Malt sein Finish für drei Jahre in per Hand ausgewählten Portweinfässern, den sogenannten „Port Pipes“. Dieser Prozess der Veredelung verleiht dem Whisky raffinierte Eigenschaften, vor allem Noten von der fruchtigen Portwein-Süße. Das Finish am Gaumen ist voll und reichhaltig mit nachhaltigen Noten von Kräutern, Gewürzen und Nüssen gepaart mit einer Toffee-Süße. Der Whisky wird ohne Kältefiltrierung und ungefärbt mit 46% abgefüllt. Jede der Flaschen ist nummeriert.
Tomintoul Single Malt 25 YO
Der mehrfach ausgezeichnete Single Malt Scotch Whisky 25 YO besteht aus einer Auswahl der besten Bourbon-Fässer mit einem Alter von mindestens 25 Jahren. Der Single Malt zeichnet sich durch seine weichen und cremige Toffee-Töne in der Nase und am Gaumen mit einem Hauch von Butterscotch aus. Jim Murray zeichnete diese Abfüllung in der Whisky Bible 2017 mit 95 Punkten als „Superstar Whisky“ aus.
Tomintoul Five Decades
Dieser einzigartige Single Malt Whisky wurde zur Erinnerung an das 50-jährige Jubiläum der Tomintoul Distillery entworfen. Die limitierte Edition wurde geschaffen um die 50-jährige Handwerkskunst der Destillerie zu repräsentieren. Süße Toffee-Töne und sehr weich am Gaumen mit würzigen Noten im Finish. Präsentiert wird der Whisky im edlen Glasdekanter und ist mit zum Jubiläum passenden 50% abgefüllt.
Tomintoul Tlàth in der 0,7-Liter-Flasche 40,0 % Vol.; UVP: 31,99 Euro Tomintoul 15 YO Portwood in der 0,7-Liter-Flasche 46,0 % Vol.; UVP: 95,99 Euro Tomintoul 25 YO in der 0,7-Liter-Flasche 43,0 % Vol.; UVP: 319,99 Euro Tomintoul Five Decades in der 0,7-Liter-Flasche 40,0 % Vol.; UVP: 369,99 Euro
Eine Pressemitteilung informiert über eine Neugründung in der deutschen Whiskyszene und einen neuen Whisky: Die süddeutsche Brennerei SLYRS und das Unternehmen Wein-Heiliger gründen ein gemeinsames Unternehmen und bringen den SILD auf den Markt, einen seegelagerten deutschen Whisky, der ab 10. Dezember in einer limitierten Auflage auf dem Markt erhältlich sein wird. Hier die Informationen aus dem Pressetext:
SLYRS und Wein-Heiliger gründen gemeinsam die Sylt Destillierie GmbH
Schliersee/Sylt, 28. November 2016– 820 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Schliersee, der oberbayerischen Heimat der international renommierten SLYRS Destillerie, und der Insel Sylt. Aus dem perfekten Zusammenspiel von höchster Destillateurs-Kunst, besten regionalen Rohstoffen und einzigartiger Lagerung auf einem Fischkutter im Hafen von List/Sylt, ist eine Whisky-Rarität mit dem rauen Charakter des Nordsee-Klimas entstanden: Der SILD Crannog Single Malt Whisky ist die vollendete Verbindung der Whisky-Leidenschaft von Alpenregion und Nordseeinsel – und mit einer limitierten Auflage von nur 2.708 Flaschen bereits vor seiner Abfüllung ein begehrtes Sammlerstück für Whiskyliebhaber.
SILD ist die historische dänische Bezeichnung der Insel Sylt und Ursprungsort dieses einmaligen Whiskys. Auch seine ausgesuchten Rohstoffe stammen direkt von der Insel. Gerste von Sylt, Wasser von Sylt und die anerkannte Destillierkunst von Hans Kemenater, Master Distiller der Slyrs- Destillerie, sind Garant für ein Geschmackserlebnis Sylter Art.
„Matured at Sea“: Raues Nordseeklima für charakterstarken Geschmack
Das ganz spezielle Nordsee-Klima trägt zum Charakter des SILD Crannog Single Malt ebenso entscheidend bei, wie seine Lagerung: Als weltweit einziger Whisky reift er in kleinen, ausgewählten Holzfässern direkt auf dem Meer. Der aufwändig restaurierte, historische Fischkutter „The Angel´s Share“ liegt im nördlichsten Hafen Deutschlands, in List, vor Anker. Hier bringen das raue Sylter Klima mit großen Temperaturunterschieden, die konstante Bewegung von Ebbe und Flut, sanfte Wellen und die salzige Seeluft eine Aromafülle hervor, die ihresgleichen sucht.
Die Sylter Gerste wächst auf der Geest zwischen Kampen und Wennigstedt, direkt hinter den Dünen und reift in der salzhaltigen Meeresluft zu einem unvergleichlichen Korn. Das bekannt reine Wasser aus der „Sylt-Quelle“ bei Rantum, dem ersten deutschen Mineralbrunnen, dessen Wasser einen natürlichen Jodgehalt aufwies, verleiht dem SILD Whisky bei der Reduzierung von der Fassstärke auf eine Trinkstärke von 48% Vol. eine weitere einmalige Geschmacksnote.
„Der SILD Crannog ist ein wahres Pionierprojekt und war für uns alle ein echtes Abenteuer, denn kein Fachmann konnte vorhersagen, wie sich das Destillat auf dem Wasser über die Jahre entwickeln würde,“ so Master Destiller Hans Kemenater. „Entstanden ist ein sehr charakterstarker Whisky, der das herzhafte, strenge Nordseeklima widerspiegelt und Liebhaber begeistern wird.“
Wein-Heiliger, SLYRS und das Abenteuer Inselwhisky
Ins Leben gerufen haben den Inselwhisky Alexander Sievers, Inhaber von „Wein-Heiliger“, dem führenden Wein- und Spirituosen-Fachhandel auf Sylt und seit jeher eine der Topadressen für namhafte und rare Single Malt Whiskys in Deutschland, und die oberbayerischen Whisky-Pioniere von SLYRS. Als leidenschaftlicher Whiskykenner griff Alexander Sievers hierbei die Idee eines Sylter Whiskys auf, die bereits sein Schwiegervater und Gründer von Wein-Heiliger, Rainer Heiliger, hatte. Er startete zunächst allein und führte das Projekt dann zusammen mit Anton Stetter, Geschäftsführer von SLYRS, und Master Destiller Hans Kemenater zur Vollendung: Die Marke SILD, der Inselwhisky, war geboren.
„Bereits beim ersten Treffen waren wir uns einig, dass wir das von mir begonnene Projekt Inselwhisky gemeinsam umsetzen,“ sagt Alexander Sievers. „Bei der Suche nach einer geeigneten Lagerstätte entsponnen wir die Idee, diesen echten Sylter Whisky nicht an Land, sondern direkt auf dem Wasser zu lagern. Ein passendes Schiff musste her, auf dem der Whisky reifen kann. So wurde aus einer zunächst ebenso naiven wie verwegenen Vision nach vielen logistischen Herausforderungen der erste auf See gelagerte Whisky.“
Der SILD Crannog Single Malt besticht in der Farbe durch einen dunkel schimmernden Bernsteinton, sein Geruch ist würzig, süßlich und leicht rauchig. Die würzigen Aromen erinnern an getrocknete Pfefferkörner und Kardamom. Geschmacklich verführt der äußerst vielschichtige und komplexe Dreijährige mit kräftigen, leicht rauchigen und salzigen Noten sowie einem vollmundigen Malzton. Im Nachgang wird das Geschmackserlebnis Sylter Art mit salzig – würziger Süße und einem sehr angenehmen Wärmen abgerundet.
Der SILD Crannog Single Malt ist ab dem 10. Dezember 2016 in einer limitierten Auflage von 2.708 Flaschen zum Preis von 79,90 € in ausgewählten Fachgeschäften erhältlich. Bereits jetzt können sich Liebhaber und Sammler unter www.weinheiliger.de und https://slyrs.com/de/ eine Flasche dieser besonderen Whisky-Rarität reservieren, so lange der Vorrat reicht.
Bis zum ersten eigenen Whisky aus der Eden Mill Distillery in St. Andrews ist es noch ungefähr ein Jahr hin (hier unser Bericht zum ersten befüllten Fass aus dem Jahr 2014) – jetzt aber stellt die Craft Distillery zum heutigen St. Andrews Day drei Blends vor, die in der Destillerie geblendet und nachgereift wurden, und zwar in drei Events in Glasgow, Dubai und London, wie Herald Scotland heute berichtet. Die Blends sind in der Linie Art of The Blend zusammengefasst.
Die drei Blends, so Eigentümer Paul Miller, sind aus Whiskys im Alter zwischen fünf und zwanzig Jahren komponiert, ähneln sich in der Grundzusammensetzung, aber unterscheiden sich durch die für 12 Monate zur Nachreifung verwendeten Fässer. Die Auflage der in der Destillerie und einigen Pop-Up Stores in Glasgow oder Edinburgh erhältlichen Batches variiert von 350 bis 2500 Flaschen. Ein Preis wurde nicht genannt.
Wer die Destillerie virtuell besuchen will, findet hier Fotos dazu.
Dass immer mehr Destillerien, ob schottisch, irisch oder amerikanisch, den Markt mit hochpreisigen Limited Editions beliefern, ist passionierten Whiskytrinkern kein Geheimnis. Von den für Normalsterbliche unleistbaren Uralt-Vintages spezieller Destillerien bis hin zu den limitierten Editionen für Sammler (seien es Festival-Abfüllungen oder spezielle Serien): Es gibt kaum mehr eine Destillerie, die sich der Versuchung entziehen kann, auf diese Weise nicht nur gutes Geld zu machen, sondern auch Sichtbarkeit am Markt zu generieren.
Forbes widmet nun diesem Phänomen einen zweiseitigen Artikel, der versucht, den Ursachen dieses Booms auf den Grund zu gehen und zu beschreiben, welche Möglichkeiten eine Destillerie hat, eine Abfüllung limitiert zu machen (bei amerikanischen Whiskeys zum Beispiel auch spezielle Mashbills). Auch stellt er einige Abfüllungen vor, die symptomatisch für den Trend stehen – wenn auch mit etwas Übergewicht auf die amerikanischen limitierten Bottlings.
Der Royal Brackla 35yo – wie gut der Whisky ist, wissen wir nicht, aber über den Geschmack des Packungsdesigners kann man durchaus streiten
International Beverage besitzt in Schottland fünf Destillerien. Eine davon ist Balblair in den Highlands. Die Destillerie füllt ihre offiziellen Abfüllungen nicht mit Altersstatements, sondern als Jahrgangswhiskys ab. Warum das so ist, und wie der Hausstil zu beschreiben wäre, erzählt Verónica Muntadas-Longridge, die International Sales Executive, die wir im Rahmen der Finest Spirits Vienna getroffen und interviewt haben.
Weitere Videos finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
Wie Serge einleitend feststellt, ist Glen Spey nicht die Glamour-Destillerie, über die man alle paar Tage etwas hört oder liest. Aber auch dort versteht man sich auf die Kunst des Whiskymachens – und zwei unabhängige Abfüllungen aus dieser Brennerei im Herzen der Speyside, die erst nach 2000 mit einer halboffiziellen Abfüllung (Flora & Fauna) auf den Markt kam, hat Serge heute verkostet:
Glen Spey 2004/2013 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogshead): 80 Punkte
Glen Spey 18 yo 1997/2016 (48.4%, Douglas Laing, Old Particular, cask #DL 11336, 328 bottles): 81 Punkte
Destillerie Glen Spey. Bildrechte bei Lars Pechmann.