The Macbeth Collection – Die Master Class im Brühler Whiskyhaus

Braucht die Whisky-Welt eine neue Kollektion? Eine weitere Sammlung von Flaschen, die mit mehr oder minder bunten Bildern verziert, und die mit Whiskys gefüllt sind, deren Aroma-Profile dem momentanen Whisky-Zeitgeist entsprechen? Sicherlich nicht, da ist Sukhinder Singh in der Einleitung der Masterclass zu „The Macbeth Collection“ reicht eindeutig. Neben Sukhinder Singh reisten noch Alexis Livingstone ‚Lexie‘ Burgess und Oliver Chilton über den Ärmel-Kanal, um am 20. Mai 2023 im Brühler Whiskyhaus gemeinsam mit Kirsch Import die Deutschland-Premiere und Master Class der „The Macbeth Collection“ zu zelebrieren.

Von links nach rechts: Sukhinder Singh, Oliver Chilton und Alexis Livingstone ‚Lexie‘ Burgess

Auch wenn diese auf den ersten Blick wie nur eine weitere Kollektion aussieht, geht es hier doch um etwas anderes. Und an dieser Stelle übernimmt Alexis „Lexie“ Burgess die weitere Erklärung. Er arbeitet seit langer Zeit im Bereich Design für und mit der schottischen Whisky-Industrie. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Geschichte der Destillerien, der einzelnen dahinter stehenden Familien sowie ihrem großen Wettbewerb und Kampf. Und dachte, dies sei genau so wie bei „Macbeth“. Die Idee der Whisky-Kollektion rund diese große, schottische Tragödie von Shakespeare war geboren, musste allerdings auch weiterentwickelt werden. Und dafür suchte er nun Mitstreiter, die sich für das Stück von Shakespeare und für Scotch Whisky begeistern.

Für die Illustration der Figuren der Tragödie konnte er Sir Quentin Blake gewinnen, wie er weiter ausführte. Mit ihm arbeitete Lexie bereits seit längerem zusammen. Der Cartoonist, Illustrator und Kinderbuchautor zeigte anfänglich nur eine überschaubare Begeisterung, nun womöglich sehr viele Kilts mit unterschiedlichen Tartans zeichnen zu dürfen. Doch die 42 verschiedenen und unterschiedlichen Charaktere jeweils als Vogel dargestellt – Sir Quentin Blake liebt das Zeichnen von Vögeln -, dafür konnte sich Sir Quentin begeistern. Und begann fast augenblicklich mit seiner Arbeit.

Wie wären dann die einzelnen Charaktere der Tragödie „Macbeth“ jeweils als Whisky? Mit dieser Frage plus den Skizzen von Sir Quentin Blake wandte sich „Lexie“ an den berühmten Whisky-Autoren Dave Broom. Nach dem eingehenden Studium des Stücks um den zunächst treuen Vasallen des Königs Duncan von Schottland, den Macbeth dann später ermordet, um dann selbst zum neuen König und zum Ende dann auch selbst ermordet zu werden (um die Handlung sehr stark abzukürzen), schuf Broom zu jedem der 42 im Stück vorkommenden Figuren kurze character notes, die sowohl den Charakter als auch den Whisky der jeweiligen Figur beschreiben.

Jetzt fehlten also „nur noch“ die Whiskys zu „The Macbeth Collection“. Sukhinder Singh, Mit-Gründer von The Whisky Exchange und den Elixir Distillers, und Oliver Chilton, Whisky Maker und Head Blender der Elixir Distillers, fanden diese Idee zu spannend, um sie nicht umzusetzen und die Aufgabe zu faszinierend, um sie abzulehnen. Also suchten die Beiden die zu den Illustrationen und character notes passenden Destillerien, die entsprechenden Whiskys oder kreierten diese. Dave Broom erhielt dann regelmäßig Samples mit den von Sukhinder und Oliver vorgeschlagenen Whiskies. Und es oblag ihm, dann zu bewerten, ob dieser Whisky dem Charakter der Figur entspricht – oder eben nicht.

Der erste Akt der Macbeth Collection

In diesem Jahr wurde der erste Akt der „The Macbeth Collection“ veröffentlicht. Vier weitere werden folgen und jährlich erscheinen. Die 42 Charaktere sind in sechs Gruppen aufgeteilt: The Leads (Fünf Abfüllungen), The Thanes (zwölf Abfüllungen), The Ghosts (Sechs Lost Distilleries), The Witches (Drei Malts und ein Blend), The Murderers (Vier Insel-Malts) und The Household (Zehn Whiskys). Nach einer Premiere in London war die Master Class im Brühler Whiskyhaus erst die zweite Veranstaltung, auf der Akt 1 der „The Macbeth Collection“ präsentiert wurde.

Den 30 Teilnehmenden der ausverkauften Master Class boten sich nach der notwendigen ausführlichen Einleitung unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit den neun Scotch Whiskys auseinanderzusetzen. Natürlich bot es sich an, auf gewohnter Weise die Aromen und Nuancen in den einzelnen Abfüllung herauszuarbeiten, und sich darüber auszutauschen. Denn hier gab es einiges zu entdecken.

Der erste Akt

Der Auftakt oblag dem ‚Bloody Sergeant‚, ein 10 Jahre alter Blair Athol, mit kräftigen 51,8 % Vol. abgefüllt. Dieses Small Batch Bottling reifte in einer Kombination aus Bourbon Hogsheads und Rotwein-Fässern. Diese sorgen einerseits für einen süß-fruchtigen Single Malt mit Aromen von Äpfeln und Birnen. Zusätzlich finden sich mehr oder minder deutliche mineralische Noten, die dem hervorragenden, recht wuchtigen Whisky einen Gegenpart zu seiner Fruchtigkeit bieten.

Auf der anderen Seite galt es als eigentliche Aufgabe, einen dem Charakter des ‚Bloody Sergeant‘ entsprechenden Whisky zu kreiieren. Dieser unterrichtet König Duncan im ersten Akt der Tragödie von Macbeths Sieg im Kampf gegen den Rebellen Macdonald und dessen Verbündete. Wie schmeckt der Triumph in einer blutigen Schlacht, der fast zwangsläufig aufgrund der Art der Auseinandersetzungen den gleichzeitigen Tod der Kontrahenten bedeutet? Nach einem ersten Erriechen und Erschmecken des ‚Bloody Sergeant‘ verlas Alexis Burgess die character notes von Dave Broom, nach denen dieser Whisky gestaltet und ausgewählt wurde. Und die Teilnehmenden des Master Class konnten einerseits den Whisky an sich bewerten, und andererseits, ob dieser dann auch den charakterlichen Beschreibungen entspricht.

Seyton, Macbeth’s treuer Diener und Waffenmeister, ist ein 12 Jahre alter Ardmore, der in ehemaligen Laphroaig-Fässern aus europäischer und amerikanischer Eiche reifte. Eine große Süße trifft auf eine starke Rauchigkeit und vereint hier den Whisky-Ausdruck eines guten Charakters (süß) mit dem eines bösen Charakters (Rauch).

Der First Ghost kommt aus der Lost Distillery Cambus. Der Grain Whisky reifte 31 Jahre in refill Hogsheads aus amerikanischer Eiche und ist und entspricht einem Geist: Präsent und wahrnehmbar, doch schwer zu fassen, dabei langsam verschwindend und dadurch dann doch lange zugegen.

Lady MacDuff nimmt in der Tragödie nur eine kleine, jedoch wichtige Rolle. Sie und ihre Kinder werden auf Befehl von Macbeth ermordet. Doch in den wenigen Szenen, die ihr Shakespeare einräumt, zeigt sie sich mutig und stark, zudem gleichzeitig mit Frauen zugesprochenen Attributen und Eigenschaften. Ihre charakerliche Interpretation findet sich in einem 31 Jahre alten Linkwood, der ebenfalls in refill Hogsheads aus amerikanischer Eiche reifte. Stark und filigran zugleich, mit viel Frucht-Noten ebenso wie Holzaromen. Ein vielschichtiger und komplexer Malt, der scheinbar Gegensätzliches zu vereinen vermag.

Menteith, einer der zwölf Thanes der Kollektion, der in seinem Leben manche Schlacht geschlagen hat und am Ende der Tragödie mit für Macbeths Ende sorgt, findet seine Entsprechung in einem Benriach. Der Malt lagerte 31 Jahre refill Hogsheads aus amerikanischer Eiche, hat einen vollen, reifen Charakter mit viel kraftvoller Würzigkeit mit nussigen und fruchtigen Aromen.

Der nächste Thane, Angus, ist in zunächst auf Macbeths Seite, wechselt dann aber im Verlauf des Stücks auf die Seite dessen Gegenspielers. Der für diesen Charakter gewählte Glen Garioch zeigt sich zunächst recht leicht. Mit zunehmender Zeit im Glas wird er stärker und entwickelt deutlich, was zunächst im Hintergrund bereits erschien. Ebenfalls 31 Jahre lagerte dieser Highland Malt, allerdings in first fill bourbon barrels.

King Duncan ist der Gegenspieler von Macbeth, er steht für das Gute, für die einzuhaltende Ordnung, hat einen sanften Charakter, und dies ist alles zugleich seine große Schwäche. Der 1965 destillierte Glen Grant lagerte in einem Sherry Butt, und bei allem Fass-Einfluss, die in den 56 Jahren Reifezeit in diesen Single Malt übergingen, bleibt noch immer eine große Leichtigkeit und viel Eleganz in diser auf 100 Flaschen limitierten Abfüllung. Für den deutschen Markt sind drei Bottlings vorgesehen, von denen nach dem Tasting im Brühler Whiskyhaus nur noch zwei übrig sind.

Kurze Fermentationszeit, schnelle Destillation, langer Mittellauf: Die Brennerei Tobermory und ihr rauchig-torfiger Whisky mit dem Namen Ledaig scheint prädestiniert für den Charakter des First Murderer. 18 Jahre lagerte der 2005 destillierte Malt in american oak hogsheads, trotz der langen Reifezeit bleibt der Malt sehr rauchig, salzig, rau und ist fordernd.

Der Whisky der First Whitch verdeutlicht vielleicht am deutlichsten, dass die Macbeth Collection nicht eine einfache Sammlung guter Whiskys mit bunten Etiketten ist. Diese erste der Weird Sisters kündigt Macbeth an, bald König zu sein. Den Prophezeiungen der „unheimlichen Schwestern“ haftet etwas Unheimlichen an, ihre zweideutigen Vorhersagen lassen sich unterschiedlich deuten. Ähnlich uneindeutig und gleichzeitig sonnenklar ist auch die Angabe der Herkunfts-Brennerei. Sie spielt dem Konzept der Macbeth Collection keine große Rolle. Und doch finden wir, der Art und Weise der Weird Sisters gleich, Andeutungen und Hinweise auf eine Destillerie im Süden Islays in der Nähe der Kildalton-Küste gelegen. Der Single Malt der First Witch lagerte insgesamt 19 Jahre, eine abschließende, zirka zwei Jahre dauernde Reifung fand in Pedro Ximénez Fässer statt. Ein dunkler und gefährlicher Whisky, mit Torf, Rauch und der Süße des PX-Sherrys.

Der Vorhang fällt, die nächsten Akte folgen

Jetzt fällt der Vorhand nach diesem Ersten Akt. Den Anspruch der „The Macbeth Collection“, nicht nur eine weitere Whisky-Sammlung, aufgehübscht mit bunten Bildern, zu sein, erfüllt sie in voller Gänze. Die einzelnen Abfüllungen sind hervorragend ausgewählt, sie sind in sich durchgehend sehr gute bis hervorragende Whiskys, die zusammen mit den von Dave Broom erstellten charcter notes und den von Sir Quentin Blake gezeichneten Charakter-Figuren eine einmalige Sammlung bilden.

„The Macbeth Collection“ ist limitiert. Wie hoch dieses Limitierung sein wird, ist wohl erst nach dem Erscheinen des abschließenden Aktes 2027 entschieden.

„The Macbeth Collection“ ist hochpreisig. Für den kompletten ersten Akt müsste ein niedriger fünfstelliger Betrag entrichtet werden. Vier weitere werden noch folgen, und wir können sicherlich nicht davon ausgehen, dass diese günstiger werden.

Für die Meisten unter uns bleibt „The Macbeth Collection“ in ihrer Gänze unerreichbar und unerschwinglich. Doch die Sammlung ist bei der Bepreisung und Verfügbarkeit ausdifferenziert aufgestellt. Die Abfüllungen aus der Gruppe „The Household“, in der Auflage die höchsten und im Preis die niedrigsten der Kollektion, sind ebenso sorgfältig ausgewählt und von hoher Qualität wie die der anderen Gruppen. Und unabhängig davon, ob Sie „The Macbeth Collection“ anspricht oder nicht, schließen wir mit der Frage:

Welcher Whisky entspräche Ihrem Charakter?

Maclean’s Nose – Blended Scotch Whisky jetzt endlich in Deutschland

Ein ganz besonderer Blended Scotch Whisky kommt jetzt vom unabhängigen Abfüller Adelphi über den deutschen Importeur, der Rolf Kaspar GmbH, nach Deutschland und ist ab sofort im Fachhandel verfügbar: Charlie’s Nose ist einerseits nach dem langjährigen Mentor und Freund von Adelphi, Whiskylegende Charlie MacLean benannt, andererseits nach einer Landmarke selbigen Namens unweit der Destillerie Ardnamurchan, die ebenfalls zu Adelphi gehört.

Was es über den mit 70% sehr „maltreichen“ Blend zu sagen gibt, hier in der offiziellen Presseaussendung:

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Maclean’s Nose – Blended Scotch Whisky jetzt endlich in Deutschland

Maclean’s Nose – Blended Scotch Whisky mit einem ausgeprägten Westküsten-Charakter

Gibt es einen weiteren Blend, „quasi-malt“, in diesem Preisbereich, der von Serge Valentin 88 Punkte bekommen hat?
Maclean’s Nose hat einen sehr hohen Malt-Anteil von über 70% und einen hohen Anteil an Ex-Sherryfässern.
Der Whisky ist nicht kühlgefiltert und ungefärbt, abgefüllt mit 46%vol.

Die Verkostungsnotizen:

Verbrannte Zitrusschalen, Meersalz, weiße Schokolade und Lagerfeuer am Strand

Die Zusammensetzung:

40 ex Bourbon ASB Malt Whisky, destilliert in den West Highlands (2018)
5 ehemalige Bourbon ASB Malt Whisky, destilliert in Campbeltown (2016)
16 ehemalige Sherry Hogsheads Malt Whisky, destilliert in den West Highlands (2018)
21 ehemalige Bourbon-Hogsheads Grain-Whisky, destilliert in den Lowlands. (2017)

Die Nase:

Charles MacLean MBE ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten Schottlands und einer der weltweit führenden Whisky-Experten, produktiver Autor und zufälliger Filmstar. Seit 1981 forscht und schreibt Charlie zum Thema Whisky. Bis heute arbeitet er als Berater für die schottische Whiskyindustrie mit dem Schwerpunkt der sensorischen Beurteilung. Für die Adelphi Distillery Ltd ist er seit fast drei Jahrzehnten ein langjähriger, sensorischer Mentor.

Die Landmarke:

Entlang der Küste etwa 2km von der Ardnamurchan Brennerei entfernt befindet sich Camas nan Geall, eine Bucht in einer felsigen Küstenlinie. Der fruchtbare Boden auf Camus nan Geall hat eine lange Siedlungsgeschichte. Unter anderem zeugt davon ein historischer Steinhügel mit Kammern und eine Megalithenanlage. Der Ort diente ebenfalls als Begräbnisstätte der Campbells of Ardslignish, wie auf einigen Grabsteine nachzulesen ist. Oberhalb von Camas nan Geall sieht man die felsige Landzunge Macleans Nase hervorragen.
Die ‚Maclean’s Nose‘ erstreckt sich in den Sound of Mull oberhalb der Mündung des Loch Sunart. Von Adelphi wird sie schon lange gefeiert, hat doch ihre eigene „Chief Nose“ Charles Maclean MBE einst geschrieben: „Die Ardnamurchan-Brennerei, die meiner Nase am nächsten liegt (closest to my nose)“.

Maclean’s Nose und die Ardnamurchan-Halbinsel von oben auf Youtube:

Der Künstler:

Reuben wurde 2020 bei den Scottish Portrait Awards als bildender Künstler des Jahres nominiert. Er schloss sein Studium 2022 mit einem First Class Honours in Bachelor of Arts vom UAL Camberwell College of Artsab.
Mehr zum Künstler unter https://reubensiandegourlay.com/

Zu beziehen ist diese Abfüllung ab sofort im Fachhandel und wird exklusiv importiert von der Rolf Kaspar GmbH www.kaspar-spirituosen.de. Der empfohlene Verkaufspreis ist 33,95EUR inkl. MwSt./Flasche 0,7l.

Weitere Details von www.ardnamurchandistillery.com:

Blended to have a West Coast Character with both a high malt content (70%) and a high proportion of ex-sherry casks.
The label uses crushed barley paper made from a byproduct of whisky production.
Un chill filtered, Natural Colour, 46%ABV, 25 000 bottles

Tasting notes:

Colour: Burnished Gold
Nose: Burnt citrus peel, sea salt, bonfire. Nectarine syrup, lime
marmalade, hay bales, coal bunker and oily shed.
Palate: Puffed rice, homemade rice pudding and white chocolate.
Bright citrus lime pickle. Chantilly cream and Viennetta ice cream.
Ferrero Rocher. Hessian. Burning heather and smoked praline.

Serge verkostet: Laphroaig – zweite Tranche

Ohne viel Aufhebens geht es bei Serge Valentin heute weiter mit seiner Verkostung von Whiskys aus Laphroaig – diesmal sogar mit neun Abfüllungen und wieder mit ausgezeichneten Punktewertungen:

AbfüllungPunkte

Williamson 11 yo 2011/2022 (59.8%, Whisky AGE, barrel, cask #425, 206 bottles)88
Laphroaig 10 yo (43%, OB, ’single Islay malt‘, UK, cork, 1l, +/-1987)93
Laphroaig 10 yo (43%, OB, ‚unblended Islay malt‘, Roland Marken Import Bremen, Germany, screwcap, 75cl, rotation 1981)93
Bessie Williamson 10 yo 2012/2022 (58.5%, Fadandel, 1st fill amontillado hogshead, cask #9, 294 bottles)88
Laphroaig 25 yo 1997/2023 ‚Symington’s Choice‘ (52.2%, Signatory Vintage, bourbon hogshead, cask #3372, 196 bottles)90
Islay Distillery 30 yo 1990/2022 (51.3%, The Peninsula Collection by Nanyang Whisky & Rejo Beverages, cask #NYWLP01, 310 bottles)90 
Islay Single Malt 31 yo 1990/2021 (49.3%, Thompson Bros., two refill barrels, 464 bottles)92
Secret Islay 31 yo 1990/2022 (51.9%, Archives, refill hogshead, cask #4404337, 257 bottles)91
Unnamed Islay 30 yo 1991/2022 (51.4%, Wu Dram Clan, 3rd Anniversary, bourbon barrel, cask #2674, 237 bottles)91

THE CASKHOUND‘s neues Single Cask-Duo bildet imposanten Abschluss der limitierten DEERHOUND COLLECTION

Damit die Woche noch einen genußvollen Abschluss findet, hat Tilo Schnabel aka The Caskhound die Veröffentlichung seiner beiden neuesten Abfüllungen auf den Freitag gelegt – zwei Speysider mit Vollreifungen in PX- und Rotwein-Barriquefässern.

Hier wie üblich alle Infos, direkt von Tilo Schnabel selbst:

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„The Best for Last“: THE CASKHOUND‘s neues Single Cask-Duo bildet imposanten Abschluss der limitierten DEERHOUND COLLECTION

„Das Beste kommt zum Schluss“: Tilo Schnabel alias THE CASKHOUND, der bekannte Independent Bottler aus dem Südwesten der Republik, trumpft mit zwei neuen Abfüllungen zum Finale seiner 5-teiligen Abfüllungsreihe DEERHOUND COLLECTION noch einmal ordentlich auf. Das dynamische Duo aus der Speyside – ein 15-jähriger SECRET SPEYSIDE und ein 14 Jahre gereifter AULTMORE – besticht durch seine gelungenen Vollreifungen im First Fill PX Sherry Cask bzw. erstbefüllten Red Wine Barrique, und der daraus resultierenden Aromenfülle und Komplexität.

Die beiden ausdrucksstarken Einzelfassabfüllungen sind damit ein würdiger Abschluss der DEER-HOUND COLLECTION. Bei Tilo Schnabels ‚flüssiger Hommage‘ an den legendären schottischen Jaghund ergänzen sich – gleich dem Zusammenspiel von Destillat und Fass – die bezaubernden Illustrationen der schottischen Künstlerin Lana Mathieson und exklusive Single Malt Whiskys auf einzigartig geschmackvolle Weise.

Speyside Power Couple: zwei Vollreifungen mit voller Kraft voraus

Chapter 4 und 5, die letzten beiden Kapitel der DEERHOUND COLLECTION, führen uns noch einmal in die Tiefen der Speyside. Die schottische Whiskyregion ist bekanntermaßen die Heimat unzähliger namhafter Brennereien. Aus welcher nun der SECRET SPEYSIDE stammt, wird nicht verraten – die Aromenfülle seiner 15-jährigen Reifung im klassischen Pedro Ximénez Sherry Cask spricht jedoch eine deutliche Sprache: GENIESS MICH! Wer kann bei solch verführerischen Noten von Sherry und Trockenfrüchten, Gewürzen, Schokolade und einer samtigen Süße schon widerstehen?  

Auch der AULTMORE ist ein Fest für Herz und Sinne: die reichhaltigen Wein-Aromen der 14 Jahre im im erstbefüllten Rotwein-Barrique sorgen für starke Akzente. Der komplexe Speyside Malt aus der Nähe von Keith offenbart mit jedem Schluck eine wahre Symphonie aus dunkler Fruchtigkeit, würzigen Tanninen und einer sanften Wärme, die ein unverwechselbares und fesselndes Trinkerlebnis schaffen.

Ganz gleich, ob Sie sich von den verlockenden Geheimnissen des SECRET SPEYSIDE oder der fesselnden Komplexität des AULTMORE angezogen fühlen, diese außergewöhnlichen Single Malts versprechen eine unvergessliche Reise für die Sinne!

SECRET SPEYSIDE (The Deerhound Collection – Chapter 4:  The Outlaw King) 

Speyside Single Malt Scotch Whisky

15 Jahre alt (2007/2023) • 54,6 % ABV

Fully Matured in a First Fill Pedro Ximénez Sherry Hogshead

Auflage 302 Flaschen (0,7 l) à 119,90 Euro (UVP)

Nose: Eine verführerische Melange aus klassischen Sherryaromen wie Rosinen, Datteln  und Feigen, der Würze von Tabakblättern, einer vanilligen Süße, weinartigen Noten, Nelken, Honig sowie Omas altem Eichenholzschrank mit einem Hauch Möbelpolitur

Palate: weicher und ölig-samtener Antritt mit viel Würze, Rosinen & süßen Sherrynoten, gefolgt von einer dezenten Nussigkeit, die dann in Aromen von Orangenzesten, Mon Chéri und viel dunkler Schokolade übergehen

Finish: recht lang, mit viel Würze und ausklingenden Noten von Sherry & Tabak; endend mit Kakaopulver und trockener Eichenwürze

FAZIT: Eine klassische Sherry-Cask-Vollreifung, wie sie sein sollte!

AULTMORE (The Deerhound Collection – Chapter 5:  The Jacobite) 

Speyside Single Malt Scotch Whisky

14 Jahre alt (2009/2023) • 56,2 % ABV

Fully Matured in a First Fill Red Wine Barrique

Auflage 283 Flaschen (0,7 l) à 107,90 Euro (UVP)

Nose: Delikate Weinaromen und eine fruchtige Süße begrüßen uns, abgelöst von Rosenwasser, Gewürzen, floralen Noten, einer malzigen Süße sowie Beerenkompott mit Vanillesoße

Palate: Weich, mundfüllend und komplex: reife Pfirsiche, reichlich Würze, danach wechseln sich dezente Noten von Nüssen und Mandeln mit der Süße dunkler Früchte und den Aromen von Keksen, Trockenfrüchten und Tabak ab, am Ende zeigen sich trockene Wein- und Holznoten

Finish: mittellang, dominiert von Bitterschokolade, etwas Fruchtsüße,Tanninen und einer trockenen Würze

FAZIT: Dekadent & komplex: ein würziger Fruchtkorb mit Grandeur!

Wie von THE CASKHOUND gewohnt, erfreuen die Single Malts durch Fassstärke, natürliche Färbung & den Verzicht auf Kühlfiltrierung. Sie finden die beiden Abfüllungen ab Freitag, den 2. Juni 2023 in unserem Shop und bei unseren Handelspartnern.

Haben wir Sie hinreichend neugierig gemacht? Besuchen Sie doch unsere ausgewählten Handelspartner – die Liste finden Sie im Shop unter www.thecaskhound.de oder melden sich dort einfach für unseren Newsletter an, um keine Nachricht zu neuen Bottlings zu verpassen.

Exklusiv: Video-Rundgang durch Balblair mit Distillery Manager John MacDonald

Die Highland-Destillerie Balblair wurde 1790 James McKeddy gegründet – an ihrer momentanen Position arbeitet sie aber „erst“ seit 1872. Mit 1.5 bis 1.8 Millionen Litern Produktionskapazität zählt sie eher zu den kleineren Brennereien – und hat einen klassischen Charme, der ihr auch zu einem Auftritt als Location im Film Angel’s Share verhalf.

Ihre Kleinheit ist auch der Grund, dass es im Inneren sehr gedrängt zugeht. Die verschiedenen Produktionsschritte sind in Gebäudeteile gedrängt, auch die Stills wirken in die Anlage gepfercht. Auch dieser Umstand macht die Brennerei interessant – genau so wie die Tatsache, dass sie trotz ihres ehrwürdigen Alters vom Besitzer International Beverage Holdings Ltd dazu auserkoren wurde, so wie andere Destillerien der Gruppe eine Vorzeigebrennerei in Sachen Nachhaltigkeit zu werden. Hier zum Beispiel wird man ab Sommer 30% der Energie durch ein Thermal Vapor Recompression System einsparen können, ohne in den Charakter des Whiskys einzugreifen. Zudem hat man mit den ehrgeizigen Sparplänen beim Wasser bereits jetzt bessere Werte erreicht, als es die Scotch Whisky Association als Fernziel angegeben hat – und man ist noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt.

Hier wird im Sommer das Thermal Vapor Recompression System installiert werden.

Gemeinsam mit Distillery Manager John MacDonald und einer Gruppe britischer und französischer Journalisten-Kollegen haben wir vor gut zwei Wochen die Brennerei besichtigt und dabei für Sie Informationen und Eindrücke gesammelt, die wir in einem gut halbstündigen Video zusammengefasst haben.

Wir wünschen Ihnen damit viel Vergnügen hier oder auf unserem Youtube-Kanal.

The House of Suntory feiert 100-jährigen Geburtstag –mit vier Jubiläums-Whiskys in limitierter Auflage und Keanu Reeves

Wir haben zwar schon mit einer Pressemitteilung über das Jubiläum von House of Suntory berichtet – nun aber erreicht uns eine weitere, deutschsprachige Information dazu, mit dem Hinweis auf vier Jubiläumswhiskys, die es ab sofort auch bei uns geben wird: den Yamazaki 12 und 18 Year Old Single Malt Mizunara Whisky, sowie den Hakushu 12yo und 18 Year Old Peated Single Malt.

Hier also noch die relevanten Infos zum Jubiläum und zu den Sonderausgaben:

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The House of Suntory feiert 100-jährigen Geburtstag – mit Keanu Reeves und vier Jubiläums-Whiskys in limitierter Auflage

The House of Suntory feiert sein 100-jähriges Jubiläum! Als Pionier des japanischen Whiskys ist das nicht nur ein Meilenstein für die Geschichte von Suntory, sondern auch für die japanische Spirituosen-Kultur. Zu Ehren des Jubiläums veröffentlicht The House of Suntory den 100 Sekunden Kurzfilm Suntory Anniversary Tribute – eine Hommage an das Gründungshaus für japanischen Whisky. Das Besondere daran – er wurde von der Oscar-prämierten Regisseurin Sofia Coppola mit Hollywood Schauspieler Keanu Reeves in der Hauptrolle inszeniert und ehrt die glorreiche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Suntory. Zudem launcht die Marke vier Jubiläums-Editionen seiner weltberühmten Whiskys, die es diesen Monat in limitierter Auflage geben wird: die Yamazaki® 12 und 18 Year Old Single Malt Whiskys, sowie die Hakushu® 12 und 18 Year Old Single Malt Whiskys. 

Vier ausgewählte Limited Editions

Zu den limitierten Editionen gehören Yamazaki 18 Year Old Mizunara und Hakushu 18 Year Old Peated Malt Whisky sowie die Jubiläumsetiketten zum 100-jährigen Bestehen der Flaggschiffe Yamazaki 12 Year Old und Hakushu 12 Year Old in exklusiver Festverpackung. Diese werden in Deutschland in ausgewählten Märkten erhältlich sein.

„Hakushu- und Yamazaki-Whiskys sind Geschenke aus unserer Vergangenheit, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden“,

sagte Shinji Fukuyo, Chief Blender der fünften Generation.

„Ich bin mehr als stolz darauf, diese vier Limited Editions und ihren einzigartigen Geschmack mit der Welt teilen zu dürfen. Sie repräsentieren nicht nur unser unermüdliches Streben nach Qualität, sondern symbolisieren auch unser Versprechen, unsere Philosophie für die nächsten hundert Jahre und darüber hinaus weiterzuführen.“

Als erste und älteste Malt-Whisky-Brennerei des Landes blickt die Yamazaki-Brennerei auf eine lange Geschichte zurück, die sich in den neu veröffentlichten limitierten Abfüllungen widerspiegelt. Der Yamazaki 18 Year Old Mizunara ist ein Single Malt, gereift in seltenen Mizunara-Eichenfässern, und entführt den Gaumen mit Aromen von dunkler Kirsche, reifem Pfirsich und japanischem Weihrauch. Der Yamazaki 12 Year Old verwöhnt den Gaumen mit Noten von Pfirsich, Ananas und der einzigartigen Mizunara-Eiche. 

Versteckt im Herzen des japanischen Berges Kaikomagatake, enthüllt die Hakushu-Brennerei ihren beeindruckenden Hakushu 18 Year Old Peated Malt. Als Ergebnis wagemutiger Experimente mit Torf seit 1973, bietet dieser Whisky eine Kombination aus geräuchertem Salbei, gebackenem grünen Apfel und Honigwaben. Parallel dazu präsentiert der Hakushu 12 Year Old eine belebende Mischung aus grünem Apfel, süßer Birne und subtilen Rauchnoten, die die japanische „Monozukuri“-Handwerkskunst zum Ausdruck bringt.

Diese Whiskys sind mehr als nur Getränke – sie sind Teil einer Sammlung exklusiver Abfüllungen, die dieses Jahr auf den Markt kommen werden und repräsentieren das lebendige Erbe der Qualität und Kreativität, für die The House of Suntory steht.

Allgemeine Produktinformationen:

Die Preisgestaltung obliegt ausschließlich dem Handel.

Johnnie Walker Princes Street in Edinburgh bringt Michelin-Küche und Cocktails zusammen

Um eine kulinarische Attraktion reicher ist die Johnnie Walker Experience in Edinburgh – dort hat man sich mit dem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten James und Maria Close vom Restaurant Raby Hunt zusammengetan, um den Besuchern ein Konzept aus Küche und Cocktails bieten zu können. Man serviert kleine Happen gemeinsam mit Cocktails von Johnnie Walker Princes Street Head Bartender, Miran Chauhan.

Was es dort zu entdecken gibt und wie man in den Genuss kommt, können Sie im Artikel nachlesen:

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JOHNNIE WALKER PRINCES STREET STIRS UP THE SCOTTISH CULINARY SCENE

Exclusive new collaboration launched with two Michelin-starred team James & Maria Close to combine world-class cocktails with innovative cuisine

Johnnie Walker Princes Street is set to serve up a new culinary sensation for Scotland with STIR – a ground-breaking cocktail and cuisine concept in partnership with two Michelin-starred team Chef James Close and his wife, Head of Pastry, Maria Close, owners of the renowned global experience restaurant, Raby Hunt.

James and Maria’s unique menu of stunningly innovative small-bite plates are served alongside meticulously curated cocktails from Johnnie Walker Princes Street Head Bartender, Miran Chauhan, in a collaboration that aims to completely redefine the concept of whisky and food pairing.

THE EXPERIENCE

Each cocktail offers a unique story with a focus on flavour, that will be shared with the guests during their experience. From a Hedgerow Aquavit, created from foraging for berries nearby the Glenkinchie distillery, to a Cliff Edge Vermouth, using botanicals from the Four Corners of Scotland distilleries, Miran has embraced new techniques to capture each guest’s attention by bringing the whiskies into a new light.

Known for their new age approach to fine dining and storytelling through micro dishes, Chefs James and Maria Close have created six small bites, to match the cocktails, with layers of luminous flavour and textures to delight. Guests can expect a culinary showcase of unexplored food combinations, from rich, umami intensity within the Aguachile Oyster bite, to soft, sweet indulgence within the Green Apple.

STIR features three flights:

  • The Four Corners Cocktail Flight takes guests on a beautiful journey exploring the Four Corners of Scotland distilleries, Glenkinchie (Lowlands), Cardhu (Speyside), Clynelish (Highlands) and Caol Ila (Islands), with each one integral to blending Johnnie Walker whisky. The combination is a complete experience carefully curated to highlight the landscape of the distillery, with locally grown and foraged ingredients from the naturally occurring flora and fauna.
  • The Seasonal Cocktail Flight allows guests to take a short trip, experiencing a rotation of exclusive whiskies and seasonal ingredients, selected by the Johnnie Walker Princes Street team. The Spring Season highlights the unique Johnnie Walker Princes Street Spring blend.
  • The Johnnie Walker Blue Label Cocktail Flight is an opportunity to savour this iconic whisky in an unexpected way. The cocktail is paired with the most exquisite small bite, a luxurious moment of indulgence for Johnnie Walker Blue Label connoisseurs.

Miran Chauhan, Head Bartender at Johnnie Walker Princes Street, said: ‘We see STIR as the portal to a new world of whisky and food combinations, in the heart of Edinburgh at Johnnie Walker Princes Street. James and I have a shared obsession for flavours and techniques and together we’ve created an enticing and highly original taste experience for everyone to enjoy.”

James Close, two Michelin-starred-Chef of Raby Hunt Restaurant, said: “We approached this challenge with the same energy and enthusiasm as we always do, creating a set of signature dishes that derive from a single ingredient, inspired by a global adventure. And then just like Miran does with his cocktails, we bring layers and textures together to tell a unique story through taste.”

Back in Edinburgh for the collaboration, James is returning to the capital after living in Scotland as a young man, when he worked in the menswear department of House of Fraser, in the very building that is now Johnnie Walker Princes Street Edinburgh.

Reservations for STIR are available now and can be made online johnniewalkerprincesstreet.com from 17:30PM, Wednesday – Saturday.

SETTING THE SCENE

Multi-award winning, Johnnie Walker Princes Street, is the centrepiece of Diageo’s £185million pound investment in Scotch whisky tourism in Scotland – the largest single investment programme of its kind ever seen in Scotch whisky tourism. Offering more than 800 flavour combinations, unique immersive tours and breath-taking views of the Edinburgh skyline, one person could visit Johnnie Walker Princes Street every day for more than two years still and not have the same experience twice.

Committed to delivering new experiences for guests, every season STIR will evolve the menu to suit the season, with a twist on the Seasonal Cocktail Flight, as the cocktail and small bite influenced by the limited-edition Johnnie Walker Princes Street blend of whisky, changes with the time of year.

Jurica Gojevic, Food and Beverage Manager at Johnnie Walker Princes Street, says: “What makes James’ success so remarkable is that he is completely self-taught and has a curiosity for international ingredients. I knew his innovative approach would perfectly match Miran’s unorthodox methods to mixology and give us an opportunity to truly push the boundaries of flavour and fun with a one-of-a-kind menu. Through STIR we’re creating something totally unexpected and delivering an unforgettable experience for our guests at Johnnie Walker Princes Street.”

Miltonduff erhält Baugenehmigung für neue emissionsneutrale Destillerie

Im April 2022 berichteten wir darüber, dass Pernod Ricard plant, Miltonduff und Aberlour auszubauen. Insbesondere Miltonduff sollte von Grund auf neu und als emissionsneutrale (Net Zero) Destillerie gebaut werden und dann eine Kapazität von 10 Millionen Liter Alkohol pro Jahr aufweisen.

Der im Januar 2023 eingebrachte Bauantrag für Miltonduff ist gestern laut bestens informierten Kreisen von den zuständigen Behörden genehmigt worden – damit steht dem Bau der neuen und recht groß angelegten Brennerei, die wohl die alte Anlage komplett ersetzen wird, nichts mehr im Wege. Die Fertigstellung ist unseren Infos nach für 205 geplant.

Woodfoord Reserve bringt neues Batch Proof Bottling in den USA

Fasastark oder eben batchstark (eine Vermengung mehrerer Fässer in Fassstärke) abgefüllt Bourbons zählen auf Grund ihrer geschmacklichen Intensität zu den Highlights amerikanischer Whiskeykunst – und da bildet der neue Woodford Reserve Master’s Collection Batch Proof 2023 Edition mit 62.4% vol. Alkoholstärke wohl keine Ausnahme. Er wurde heute von Brown-Forman für die USA angekündigt.

Der Woodford Reserve Master’s Collection Batch Proof 2023 Edition verwendet die selbe Mashbill wie der ganz normale Woodford Reseve, es handelt sich dabei aber natürlich um ausgesuchte Fässer, die dann in Fassstärke vermählt wurden.

Ausgesucht wurden die Fässer von Elizabeth McCall, die im Februar zum neuen Master Distiller von Woodford Reserve bestellt wurde. Sie sagt zum Whisky:

The trademark flavours of Woodford Reserve are even more pronounced – and more bold – in this celebrated annual release. It’s a high-proof bourbon with complex flavours

Die Geschmackskomponenten, die sich im Woodford Reserve Master’s Collection Batch Proof 2023 Edition finden: In der Nase Noten von pfeffrigem Backgewürz, Kardamom und Kiefernholz, gefolgt von Noten von Leder, Zeder und trockener Vanille am Gaumen.

129,99 Dollar kostet die limitierte Ausgabe, offiziell ist sie aber nur in der Destillerie und bei ausgesuchten Händlern in den USA zu finden. Ob sie den Weg zu uns nach Deutschland finden wird, ist eher fraglich. Bei Interesse müsste man sich also um Eigenimport kümmern…

Serge verkostet: Sechs aus Laphroaig

Auch heute geht es bei Serge Valentin in seiner Verkostung um Islay, und er bewegt sich im Süden der Insel von Ardbeg westlich zu Laphroaig (ohne bei Lagavulin Halt zu machen). In der ersten von mehreren Sessions nimmt er sechs Abfüllungen unter die Lupe – allesamt unabhängig abgefüllt.

Hier sind die – recht ansehnlichen – Ergebnisse der Verkostung:

AbfüllungPunkte

Williamson 10 yo 2012/2022 (54.1%, Acla da Fans & Sansibar, refill sherry butt, 379 bottles)88
Laphroaig 16 yo 2005/2022 (59.1%, The Character of Islay, The Stories of Wind and Waves, LMDW Antipodes, sherry butt, cask #11682)92 
Unnamed Islay 28 yo 1992/2021 (52.8%, Signatory Vintage, bourbon barrel, cask #6774, 237 bottles)90
Williamson 12 yo 2010/2022 (56.1%, The Whisky Firm, China, blended malt, butt, cask #143, 150 bottles)88
Drum Mor 13 yo 2009/2022 (54.6%, The Whisky Cask Company, Switzerland, sherry finish, 639 bottles)87
Laphroaig 1970/1986 (54%, Duthie’s for Samaroli, 75cl, 720 bottles)95

Exklusiv-Video: Distillery Manager John MacDonald über Geschichte und Gegenwart der Balblair Distillery

Die Highland-Destillerie Balblair wurde 1790 James McKeddy gegründet – an ihrer momentanen Position arbeitet sie aber „erst“ seit 1872. Mit 1.5 bis 1.8 Millionen Litern Produktionskapazität zählt sie eher zu den kleineren Brennereien – und hat einen klassischen Charme, der ihr auch zu einem Auftritt als Location im Film Angel’s Share verhalf.

Seit August 2006 ist John MacDonald Distillery Manager bei Balblair. Seit damals ist der Highlander ein Garant dafür, dass dort alles seinen ruhigen und klaren Weg geht. Diese Ruhe merkt man ihm auch persönlich an: Die Art wie er spricht, wie er Dinge erklärt, wie er Fragen beantwortet.

Im Mai des Jahres durften wir im Rahmen einer Pressereise drei der Destillerien der International Beverage Holdings Ltd (Balblair, Balmenach und Speyburn) besuchen und uns die Umsetzung und Fortführung des ambitionierten Nachhaltigkeitsprogrammes ansehen. So wird Balblair im Rahmen dieses Programmes (über das wir noch gesondert berichten) im Sommer dieses Jahres eine Thermal Vapor Recompression (TVR)-Anlage installiert, die eine Reduktion des Energieverbrauchs in der Produktion um drastische 30% bringt.

Bei der Balblair Distillery hat uns Distillery Manager John MacDonald empfangen und uns einen kurzen Überblick über die Geschichte der Destillerie und deren gegenwärtige Herausforderungen gegeben, bevor er uns durch die Brennerei führte. Diese 10 Minuten dauernde Einführung bringen wir hier als ersten unserer Berichte über die Tour. Wie immer können Sie das Video auch auf unserem Youtube-Kanal sehen.

Balmenach stellt Biogas-Anlage und -kraftwerk um vier Millionen Pfund fertig und wird energieautark

Die Destillerie Balmenach, zur International Beverage Holdings Ltd gehörig, hat heute die Fertigstellung des Baus und die finale Inbetriebnahme eines Biogas-Kraftwerks bekanntgegeben. Damit wird Balmenach zu einer der umweltfreundlichsten Destillerien Schottlands – im Kraftwerk, das aus den Abfällen der Produktion gespeist wird, kann der Energiebedarf der Brennerei zur Gänze gedeckt und sogar noch eine gute Menge ins Stromnetz exportiert werden.

Wie sehr man damit den CO2-Fußabdruck verringert und andere wichtige Kennzahlen verbessert, können Sie in der Pressemitteilung nachlesen. In Kürze sehen und hören Sie auch hier auf Whiskyexperts mehr von den Umweltanstrengungen in den Destillerien Balblair, Balmenach und Speyburn – beginnend heute am Nachmittag mit Balblair…

PresseartikelFür den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich

International Beverage Completes £4 Million Balmenach Distillery Upgrade to lead Sustainability Drive

Integrated Anaerobic Digestion and Bio-Methane Technologies Cut Carbon Footprint

International Beverage Holdings Ltd (IBHL) has today announced the completion of an ambitious £4 million upgrade at Balmenach, which will place this historic Speyside distillery amongst the greenest operating in the Scotch whisky industry today.

Founded in 1824 just a few miles from Grantown-on-Spey and one of the oldest distilleries in the Speyside Region, IBHL has invested in an integrated system of innovative green technology at the site, which produces nearly 3 million litres of alcohol per year for the company’s own blends as well as the blended Scotch market. It is also home to the company’s super-premium Scottish gin, Caorunn.

Malcom Leask, Managing Director IBH, Ltd. und Kevin MacPherson, Distillery Manager Balmenach

At the heart of the project is a new Anaerobic/Aerobic Digestion (AD) Plant which uses micro-organisms to break down the liquid co-products of whisky production (pot ale and spent lees), allowing them to be processed on site. This process produces clean bio-methane gas which feeds a Combined Heat & Power (CHP) Engine to generate power for the Distillery and the grid, integrated with an existing biomass boiler which uses locally-sourced wood pellets to produce zero-carbon steam for the system.

Die neue Biogas-Anlage bei Balmenach

Having paused the development during the pandemic, the site is now fully operational, and is having an immediate impact in terms of significantly reducing the Distillery’s overall carbon footprint:

  • Renewable energy: each day approximately 130m3 of whisky co-products are processed to produce 2,000m3 of clean bio-methane gas which feeds a CHP Engine to generate renewable steam. This meets 100% of the Distillery’s energy requirements, producing 30,000kW of energy per week, 25,000kW of which is used to power the site (with the remaining 5,000kW exported to the grid);
  • Improved energy efficiency: results to late 2022 report a reduction in Distillery energy use from 7.8kWh to 6.8kWh per litre of alcohol produced;
  • Reduced Co2 emissions: from 1.5kg to 0.5kg per litre of alcohol produced.
  • Water efficiency: the system cleans and returns 40% of processing waters back to the Distillery’s watercourse, the Cromdale Burn, which is a tributary of the River Spey;
  • Reduced road transportation: a drastic reduction in the need for heavy goods vehicle movement at the site, removing 12 tankers from Spey Valley roads every week (each with a capacity of 25,000 litres);
  • Efficient use of co-products: the AD plant produces a permeate stream, providing nutrient rich bio-solids for use as fertiliser by local farmers in the Speyside region;

The Balmenach project is IBHL’s biggest investment in sustainable whisky production to date. It represents a major step forward in meeting the company’s commitment to use only renewable energy for production by 2040: a goal that is made possible by IBHL’s early adoption of various clean fuel sources across its five distilleries. The business no longer uses heavy fuel at any of its sites and reduced the group’s energy consumption from 11kWh per litre of alcohol in 2005 to 6.4kWh in 2022.

The company’s Group Distillery Manager Sean Priestley explained:

‘At IBHL there is a culture of genuine accountability for the environmental impact of our production process, which means we have been striving for cleaner, greener whisky production many years ahead of the current Scotch Whisky Association’s sustainability target of net zero by 2040. The system we’ve built at Balmenach has been challenging, but a combination of investment, innovation, partnership working and perseverance are paying off, resulting in the significant reductions we are able to report in emissions and energy use today, which will only increase over time.’.

IBHL Managing Director Malcolm Leask added:

‘The completion of our £4 million project at Balmenach leads our ambition to decarbonise production and achieve industry leading standards of sustainability in the future. Sustainability is a long held and central commitment in our business – from the Dow Jones Sustainability Index listing of our parent company ThaiBev, to the daily efforts of our distillery teams across Scotland to respect and care for the local land, lochs and rivers that surround them. This is one of the industry’s oldest distilleries and it wasn’t built for efficiency. But nearly 200 years on, the improvements we are seeing in terms of energy use, emissions and efficiency show just what is possible in sustainability at such a historic site.’

Bowmore ARC-52 erzielt 225.000 Pfund bei Charity-Auktion

Die Schätzungen für den Hammerpreis des Bowmore ARC-52 bei der Charity-Auktion bei Sotheby’s lagen zwischen 140.000 und 220.000 Pfund – am Ende der Versteigerung sind es sogar noch etwas mehr geworden: 225.000 Pfund, etwas über 250.000 Euro, konnte der 52 Jahre alte Bowmore, der aus einer Zusammenarbeit von Aston Martin und der Islay-Brennerei entstanden ist, erzielen. Und für das Geld darf sich der neue Besitzer nicht nur über den außergewöhnlichen Whisky in einem ebenso außergewöhnlichen Dekanter freuen – er wird auch Gast der Destillerie sein und dort den Aston Martin DBX Bowmore Edition fahren dürfen.

Die gesamte Summe, die bei der Versteigerung des Whiskys erzielt wurde, geht an The Bowmore Legacy, eine gemeinnützige Organisation, die den Bewohnern von Bowmore leistbares Wohnen und Ausbildung vereinfachen soll. Wir freuen uns daher nicht nur mit dem neuen (und großzügigen) Besitzer des Bowmore ARC-52, sondern auch mit den Bewohnern von Bowmore.

Die Moffat-Distillery – Aktuelles in Fakten und Bildern

Unser Leser Kurt Rottenfusser hat vor wenigen Tagen die Moffat Distillery besucht und uns von dort interessante Infos schriftlich und im Bild übermittelt.

Nachdem die Moffat Distillery nicht bei allen unseren Lesern auf dem Radar ist: Sie steht in den Lowlands, Ende Januar 2020 wurde der Bauantrag genehmigt, im Sommer 2020 war Baubeginn, der Betrieb war mit Anfang 2021 vorgesehen, aber wie so vielen Projekten ist hier durch die Pandemie eine deutliche Verzögerung eingetreten. Nichts desto trotz ist dort bereits ein Probebetrieb aufrecht, wie Kurz Rottenfusser berichtet. Seine Infos in Stichworten:

  • Die aktuelle Situation ist, dass es noch keinen „New Spirit“ gibt, sondern sie erst beim „low wines“ sind.
  • Man ist also noch am Experimentieren.
  • Die Gerätschaften sind auch noch nicht da, wo sie einmal sein sollen.
  • Corona führte zu massiven Verzögerungen und vor allen Dingen hat sich das Projekt enorm verteuert. Wie der Besitzer erzählte, stiegen allein die Baukosten von geschätzten Pfund 200.000 (vor Corona) auf insgesammt Pfund 600.000.
  • Im Moment arbeitet man mit einer Wash Still von 350 Liter und einer Spirit Still von 200 Liter – der Großteil der Produktion ist derweilen Gin.
  • Die bereits vorhanden Stills werden künftig 1850 Liter (Wash) und 1450 Liter (Spirit) haben und werden direkt mit Holz befeuert. Der Hersteller ist DES aus Serbien. Lt. Besitzer hat diese Firma die größten Erfahrungen mit der Holzbefeuerung vom Brennen von Slibowitz. Das Holz soll künftig direkt auf dem eigenen, gekauften Grundstück kommen.
  • Mashing time in der Probierphase 48 Stunden und 96 Stunden.
  • Cut Punkte stehen noch nicht fest. Abgefüllt ins Fass soll mit den üblichen 63,5% werden
  • Der erste Whisky soll frühestens in 7 Jahren kommen.
  • Ein rauchiger Whisky ist nicht geplant.
  • Da der Whisky nicht Lowland typisch sein soll, sondern traditionell wie vor 100 bis 150 Jahren (deshalb auch Holzbefeuerung, sollen ausschließlich Bourbon Fässer verwendet werden. Es wird auch mit amerikanische Hefe gearbeitet.
  • Geplant ist eine Menge zwischen 8000 – 10000 Liter p.a.
  • Ein Warehouse von bis 100 Fässer ist an der distillery bereits voranden.

Hier noch eine Galerie mit Bildern des aktuellen Standes der Moffat Distillery – alle Bildrechte bei Kurt Rottenfusser: