Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (221)

Willkommen zur  221. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

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Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 221 finden Sie elf neue Videos:

Malts and Metal – Magic Cask Compass Box

WhiskyJason – Mortlach 2007/2020 Signatory Vintage

Whisky & Vinyl – GlenAllachie 2008 Cuvée Cask

Whisky Evening – Torabhaig 2017 Legacy

Whiskyllerie – Wemyss Untold Riches 28yo (Bunnahabhain)

The Whisky Waiter – Torabhaig 2017 Legacy

Friendly Mr. Z – Ex-Bourbon Cask Batch 2 2020

Whisky Plausch – St. Kilian Bud Spencer

Barrelbeast – Whiskybroker Speyside Distillery 800914

Whisky Enjoy – Daviess County French Oak Casks Finish

Pat Hock – Das Whisky ABC: Craigellachie & Dalmunach


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 13)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  ist im Alba Collection Verlag GbR erschienen. Es kann zum Preis von 19,- Euro hier bestellt werden.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 12-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 13)

Whisky Schule

Flink über die Kuppe eines Weidehügels hinweg und wie im Flug eine Allee hinab, deren Baumkronen im Sturm schlingernd tanzten, als liebten sie dieses ausgelieferte Spiel. Schon säumten steingraue Cottages, über Jahrzehnte patiniert, die Straße, auf der ich vor dem Wind das Ortsschild von Campbeltown passierte. Vor den einstöckigen Häusern mit ihren Schornsteinen an den Giebelseiten parkten dicht an dicht schöne neue Autos, die meisten von ihnen deutsche Marken. Als wenig später Kopfsteinpflaster auf mich zugeschossen kam, drosselte ich das Tempo aus Angst vor einem Rahmenbruch. Am Dellwood Hotel an der Tarbert Road begann es plötzlich zu tröpfeln. Ohne lange zu überlegen, hielt ich gleich an und holte den Anorak aus der Satteltasche. Die schüchternen Begrüssungstropfen sollten sich bereits Minuten später als Ouvertüre eines typischen Campbeltowner Dauerregens erweisen, der mich die kommenden zwei Tage begleiten würde. Allerdings sollte dieser Regen in seiner Stetigkeit mir nicht allzu sehr zusetzen, denn die meiste Zeit würde ich mich eh im Trockenen aufhalten.

Gut vorbereitet war ich inzwischen bis weit in den Süden von Schottland, bis an die Südspitze der Halbinsel Kintyre geradelt, um die Springbank Destillerie zu besuchen. Bereits am Ortsschild freute ich mich auf die Begegnung mit dieser legendären Brennerei. Doch zuvor musste ich das Lästigste der ganzen Reise hinter mich bringen, ich musste einen Rückzugsort finden, wo ich am Abend mein Haupt zur Ruhe betten konnte.

Gemächlich in die Pedale tretend, fuhr ich auf einem tausendfach geflickten Asphaltteppich ins Ortszentrum hinein, vorbei an der neuerbauten Bibliothek mit dem Hallenbad und dem Gemeindezentrum. Ab hier schaute ich mich in alle Richtungen um. Ich suchte Einheimische von der Straße, die mir einen Übernachtungstipp geben könnten, eine handfeste und reale Empfehlung und keinen mit Photoshop aufgehübschten Internet-Tipp. Doch keine Menschenseele war im Regen unterwegs. Ab und zu zuckelte ein Auto, dessen Scheibenwischer sich schneller bewegten als sein Antrieb, an mir vorbei ohne anzuhalten. Vital waren nur die hin- und herfliegenden Möwen, die sich mit Scharen von Krähen und Tauben um die Abfälle aus aufgerissenen schwarzen Müllsäcken balgten.

Über die Hafenpromenade, deren viktorianische Gebäude sich über drei Stockwerke emporschwangen, war eine Glocke der Melancholie gestülpt, die auch mich im Vorbeiradeln erfasste, weil ich gelesen hatte, dass Campbeltown vor hundertfünfzig Jahren dank seiner vielen Brennereien, seiner Heringsflotte und seiner Kohlevorkommen prosperiert und einer Menge Bürger zu Wohlstand und einer pulsierenden Heimat verholfen hatte. Damals waren Campbeltowns schwere Torfwhiskys eine echte Konkurrenz zum irischen Whiskey, der wohl der Urvater aller schottischen Single Malts ist. Mit Wehmut im Herzen über die Melancholie im Hier und Heute, trat ich fünf Minuten vor der Mittagspause in den gut beheizten Raum des örtlichen Touristenbüros auf der leergefegten Mole.

Als ich mich in dem Büro zwischen Prospekt-Regalen umsah, gewann ich den Eindruck, dass es nur noch eingefleischte Whiskyfans hierher verschlug, um die traurigen Überbleibsel eines alten Gewerbes zu besichtigen, vielleicht auch noch den einen oder anderen Malt zu kaufen und schnell wieder zu verschwinden. Mit Bedacht, um die Büroruhe nicht zu stören, näherte ich mich der hohen Theke an der Rückwand des überheizten Raums. Wie ertappt sprang ein grauhaariger, hagerer Schotte von seinem Bürostuhl hinter der Theke auf und rief sehr laut und hastig: „Welcome! Sie suchen sicher eine Accommodation im Ort, warten Sie, gleich kann ich Ihnen mit einer ganzen Liste dienen.“ Überaus beflissentlich reichte mir der Senior, der gewiss ehrenamtlich hier arbeitete, ein Blatt mit an die zwanzig Adressen, die nicht bröseliger hätten kopiert sein können.

Irritiert sah ich auf das Allerlei der aufgelisteten Adressen, die einem Fremdling nichts, aber auch gar nichts sagten. „Wie soll ich was Passendes finden, ich kenne mich hier doch gar nicht aus! Können Sie mir nicht ein Quartier empfehlen und für mich dort anrufen, ob was frei ist?“

„Gerne, das kostet Sie aber 4,50 Pfund.“

„Wie bitte? Soviel!“

„Ja, leider, das hat das Ministerium so festgelegt“, sagte der Senior peinlich berührt.

„Dann suchen Sie mir doch ein B&B in der Nähe von Springbank raus, ohne dass Sie dort anrufen müssen. Dann könnte ich doch Geld sparen, verstehen Sie?!“

„Okay, kein Problem, hier“, er malte ein Kreuz auf den Ortsplan, „an der Union Street gibt es ein günstiges B&B für 46 Pfund die Nacht.“

„Thank you!“ Gewissenhaft faltete ich die Liste zusammen, steckte sie in die klamme Anoraktasche und trat in den Nieselregen hinaus. Unter dem weit vorragenden Dach der Hafenmeisterei war es trocken und dort stand auch eine weiße Bank, auf die ich mich setzte und überlegte. Nachdem ich ein wenig verschnauft hatte, sah alles schon besser aus. Ruhig holte ich mein Handy aus der Anoraktasche und gab in die TomTom Karte die angekreuzte Adresse von der Liste ein. Und siehe da, ganz in der Nähe, keine 500 Meter von meinem Standpunkt entfernt, nur die Hauptstraße hoch und die erste Seitenstraße nach rechts, dann noch fünf Häuserblocks weiter, war das empfohlene B&B an der Union Street markiert. Mit einem Seufzer über den nun strömenden Regen stieg ich wieder aufs Rad und fuhr die kurze Strecke durch zwei menschenleere Straßen. Da ich ein gutes Ortsgedächtnis habe, fand ich ohne Vertun das besagte Quartier. Für 40 Pfund nahm ich das Zimmer, das sogar über ein zweites Bett, eine winzige separate Duschkabine und das obligatorische Set aus Wasserkocher, Teeservice, Beuteltees, Nescafe, Cream und zwei abgepackte Küchlein verfügte. Mein Rad durfte ich durch ein Mauertürchen in einen mit vermoosten, würzig riechenden Drahtreusen und Schiffstauen vollgestopften Hinterhof schieben und dort einstellen. Mir war klar, dass ich das Rad bis zu meiner Abreise am übernächsten Tag nicht mehr anrühren würde, denn das Zentrum von Campbeltown ist so klein, dass man alle Wege zu Fuß zurücklegen kann.

Ohne viel Zeit mit meiner redseligen Wirtin zu verbringen, schloss ich mich in meinem Zimmer ein, warf die Gepäcktaschen auf das freie Bett am Fenster und meine Wenigkeit auf das Nischenbett daneben. In der Ruhe meiner Abgeschiedenheit übermannte mich der Schlaf – immerhin war ich am Vormittag knapp 60 km „geflogen“.

Im feuchten Anorak trat ich dann gegen 15 Uhr auf die regennaße Union Street hinaus und blinzelte in den steingrauen Himmel. Noch immer nieselte es, aber das scherte mich nicht. Guter Dinge und vom Mittagsschläfchen erfrischt, spazierte ich um die Ecke und keine hundert Meter weiter baute sich das Objekt meines Hierseins auf. Aus meinem Zimmer hatte ich bereits das Firmenschild „Springbank, Longrow, Hazelburn, Campbeltown Malts“ an der Hauswand über dem Fabrikeingang der Brennerei Springbank erblickt. Der Weg durch eine überaus enge Zufahrt war selbst für einen Blinden zu finden, denn zwischen den Fassaden roch es süßsauer nach Most und je näher ich kam, desto säuerlicher waberten Ausdünstungen zwischen den Backsteinwänden. Mittlerweile waren mir diese Gerüche im Umfeld einer Destillerie vertraut, befremdet war ich allerdings vom Qualm, der in fetten schwarzen Schwaden aus einem Schornstein quoll. So beizend stieg er in die Luft, dass ich beim Näherkommen husten musste. In der ganzen Umgebung roch es recht unappetitlich nach verbranntem Kompost. Laienhaft konnte ich nur vermuten: hinter den alten Mauern wurde gerade ein Feuer aus qualmenden Torffladen angefacht.

Springbank. By Lirazelf – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62325073

Beim Passieren des Fabriktors wurde mir schnell klar, was die gern zitierte Faszination von Springbank ausmachte: das Altehrwürdige und Traditionelle der Destillerie mitsamt ihrer Gebäude, die noch aus jeder Mauerritze die Pionierzeit des Whiskymachens atmeten. Unberührt vom technischen Schnickschnack moderner, antiseptischer Großbrennereien praktizierte man hier die Destillation von hochprozentigen Tropfen, die ja im Prinzip nichts anderes ist als das Scheiden von Wasser und Alkohol mit Hilfe von Feuer – stilla wie der Lateiner sagt. Dieses Trennen beherrschen alle Kulturen nicht erst seit gestern, sondern seit über tausend Jahren. Und trotzdem ist dieses Trennen bei Springbank etwas Besonderes, denn hier praktiziert man das Destillieren, das „Herabtröpfeln“ des Alkohols, noch wie zu Urgroßvaters Zeiten. Schon bald würde ich Zeuge werden, wie viele geübte Hände und wenige altertümliche Apparaturen ein köstliches Elixier ins Leben holten.

* * *

Per Internet hatte ich mich für den einwöchigen Kursus der „Springbank Whisky School“ angemeldet – so zumindest lautete mein Plan, den ich hierher übermittelt hatte. Meine Anspannung wuchs, als ich den Fabrikhof überquerte. An einem geparkten Farmertraktor mit tuckerndem Motor kam ich vorbei und näherte mich langsamen Schritts einem Gebäude, dessen Fassade aussah, als hätte sie seit dem Gründungsjahr 1828 keinen auffrischenden Anstrich mehr erhalten. Erwartungsvoll betrat ich das einstöckige Office. Im Inneren erstaunte mich, wie putzig klein, wie altmodisch, wie unaufgeräumt und vollgestellt mit Bergen von Flaschenkartons die administrativen Räumlichkeiten der Brennerei waren. Im Büro wurde telefoniert, diskutiert und über drei Schreibtische hinweg beratschlagt. Ich trat an den Empfangstresen heran und stellte mich mit Namen und Nationalität vor und erwähnte auch den Email-Kontakt. Die ältere Empfangsdame in karierter Wolljacke schaute mich eindringlich über den Brillenrand an und freundlich lächelnd sagte sie: „Sehr angenehm. Willkommen bei Springbank. Ja, die meisten unserer Schüler, wenn sie nicht gerade aus England oder Nordamerika kommen, sind Deutsche wie Sie. Warten Sie einen kurzen Moment.“ Sie rief mehrere Dateien auf, fand meine Email aber nicht im Computer. „Tut mir leid, aber ich finde Ihren Namen nicht in der Liste unserer Schule. Am besten Sie gehen rüber ins Visitors Center und buchen eine Tour.“

Ziemlich enttäuscht über die routinierte Abfertigung nickte ich ergeben und verschwand wortlos durch die Schwingtür mit ihren geätzten Fensterscheiben.

Visitors Center! Dieser Begriff entpuppte sich als ziemlich hochgestochen, etwa so wie wenn eine Dorfwirtschaft ihr Hinterzimmer als Event Location ausgibt. Im schummrigen Raum, wo die Renovierung gerade pausierte, standen zwei splitternackte Schaufensterpuppen herum, neben denen Jacken mit Springbank-Logo auf einem Pappkarton lagen. Entlang der Stirnwand erhob sich eine deckenhohe Vitrine, hinter deren Glasflügeltüren museale Erzeugnisse in dunklen und hellen Flaschen standen. Staunend stand ich vor der Springbank, Longrow und Hazelburn Flaschenvita und verliebte mich sofort in die ältesten Exemplare, deren nostalgische Etiketten die Glasflaschen zu Kunstwerken stilisierten. Die Exponate hinter Glas mussten einen Seltenheitswert besitzen, nur mit viel Glück und Geld könnten sie noch in Auktionen ersteigert werden, dachte ich beim Betrachten der raren Schätze. Später sollte ich erfahren, dass ein chinesischer Sammler für einen 1919er Springbank umgerechnet 63.000 Euro bezahlt hatte. Um so mehr verwunderte mich, dass der Schlüssel zur Vitrine steckte und auch der Raum für jeden Fremden zugänglich war. Leicht hätte ein Dieb eine oder mehrere seltene Flaschen stibitzen und sie über das Internet teuer verkaufen können. Bereits bei Ardbeg und Laphroaig war mir die Sorglosigkeit in den Visitors Centern aufgefallen.

Unter den exklusiven Malts entdeckte ich den Da Mhile von 1992, der als erster organic whisky der Welt gilt. Ein Biofarmer aus West Wales hatte seine biologisch-dynamisch angebaute Gerste zu Springbank gebracht, um sie hier destillieren zu lassen. Als ich eine Flasche erwerben wollte, sagte man mir, dass der Farmer die Fassreifung, die Abfüllung und den Vertrieb inzwischen in die eigene Hand genommen hätte. Aus dem Internet erfuhr ich dann später, dass sich die englische Biofarm von damals zu einer eigenständigen Brennerei namens Da Mhile entwickelt hatte und heute für feinsten Gin berühmt ist.

Beim weiteren Erkunden des Besucherraums entdeckte ich neben der Vitrine das Farbfoto eines streng dreinblickenden, graubärtigen Gentleman in Tweed und gelber Weste. Das Bild zeigte den Patriarchen Hedley G. Wright. Dem hageren alten Gesicht konnte man ansehen, dass dieser Mann ein bewegtes, nicht immer erfolgreiches Geschäftsleben hinter sich gebracht hat. Im Jahr 1979 hatte Springbank schließen müssen und erst 1989 wurde die veraltete Anlage ohne nennenswerte Investitionen wieder eröffnet. Manch einer der Angestellten hielt das für eine von falscher Sparsamkeit getragene Entscheidung des Patriarchen. Und trotzdem spricht man unter den siebzig Mitarbeitern voller Respekt über den unsichtbaren Seniorchef, der wohl in Edinburgh residiert, so genau weiß das keiner, weil Hedley G. Wright mehrere Landsitze sein Eigen nennt.

John, ein altgedienter Vorarbeiter, sollte mir später erzählen: „Mister Wright kennt sich mit dem Whiskymachen aus wie kein Zweiter, er hat das Handwerk vom graver auf gelernt.“

„Graver?“, fragte ich nach, „Was ist das?“

„Graver ist der Mälzrechen, mit dem man die angefeuchtete und keimende Gerste auf dem Malzboden ausbringt.“ Ohne Übertreibung, Vorarbeiter John mochte ein gewiefter Fuchs an der Destille sein, aber als Guide eignete er sich nicht, denn er sprach wie ihm der gälische Schnabel gewachsen war und ich kam mir vor wie ein Ostfriese, auf den ein Schweizer in gurgelndem Schwyzerdütsch einredet. Mit einem Schmunzeln erzählte er mir dann folgende Geschichte über seinen alten Chef: „Vor vielen Jahren haben wir im Lagerhaus das Fass eines fünfzehnjährigen Malts kontrolliert. Als wir das Spundloch öffneten und mit dem Heber eine Probe zogen, sind wir regelrecht erschrocken, weil die Probe schwarz ins Glas floss. Keiner verstand das Problem, verdattert filterten wir den Malt, doch das half auch nichts, der Malt blieb schwarz, wirklich, rabenschwarz. Selbst wir alten Hasen wussten uns nicht zu helfen, sowas hatte noch keiner von uns erlebt. In unserer Not telefonierte ich mit Mister Wright und er machte einen ziemlich verrückten Vorschlag. Wir sollten drüben im Tesco-Markt einen Liter Schafmilch kaufen und die Milch ins Fass kippen. Was war das für ein verrückter Ratschlag? dachten wir und sahen uns verwundert an, schickten aber dann doch einen Lehrling los und taten wie uns geheißen. Prompt klärte sich der Malt innerhalb von zwei Tagen und wir konnten ihn ganz regulär filtern und in Flaschen abfüllen. Lange noch rätselten wir, wie es zu der Verfärbung gekommen war. Vermutlich hatte über all die Jahre ein Eisennagel oder ein Metallstück im Fass gelegen, das der Küfer beim Ausbessern der Dauben vergessen hatte. Wie gesagt, mit der Kritik am Patriarchen muss man vorsichtig sein. Mister Wright ist noch einer von der alten Schule, der einen Malt auch auf einem Camping-Kocher machen kann.“

(Zu Folge 14)

Fremde Federn (138): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Woche für Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

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Whiskyblogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann, was gefällt und was weniger.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 138. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

PR: Exklusiver Februar bei Feingeist

Drei neue Single Cask Abfüllungen ganz unterschiedlicher Ausprägung bietet Feingeist in Mömbris seinen Kunden und allen Whiskyfreunden im Shop und online. Die Abfüllungen stammen aus Israel, Deutschland und der schottischen Speyside – und alle Details sowie Bezugsmöglichkeiten erfahren Sie untenstehend:


DER FEBRUAR BEI FEINGEIST WIRD EXKLUSIV!

Gleich drei spannende Einzelfässer dürfen wir Euch heute präsentieren, die exklusiv bei Feingeist in Mömbris verfügbar sind!

Aus der israelischen Milk & Honey Distillery dürfen wir Euch ein wunderbares Single Cask vorstellen, welches zeigt, was für ein Potential diese junge Brennerei in Tel Avis hat!

MILK & HONEY

Single Port Cask

2017-2020

58,8 % vol.

Preis 69,90 €/ 0,7 Liter

Aus der Made in Germany-Serie des unabhängigen Abfüllers Pat Hock Whisky dürfen wir Euch ein Amontillado Sherryfass der Brennerei Nine Springs präsentieren!

NINE SPRINGS

Made in Germany by Pat Hock

Single Amontillado Sherry Cask

2015-2020

52,6 % vol.

Preis 44,90 €/ 0,7 Liter

Destilliert in Schottland, bei uns in Mömbris perfektioniert: Ein Single Malt Whisky aus der schottischen Brennerei Glenlossie, den wir in einem ungarischen Likörweinfass (Tokaj) nachgereift haben!

GLENLOSSIE

The Refiners by Feingeist

Single Tokaj Cask (Finish)

2000-2020

51,3 % vol.

Preis 119,90 €/ 0,7 Liter

Die drei Einzelfassabfüllungen sind exklusiv bei Feingeist verfügbar!
Der Milk & Honey erscheint zusammen mit dem Made in Germany diesen Samstag im Onlineshop von Feingeist und vor Ort in Mömbris. Der The Refiners Glenlossie ist bereits online und stationär verfügbar.

Feingeist GmbH
Klinger 1c
63776 Mömbris
Feingeist Shop (fein-geist.de)

PR: Alles über die neuen Waterford Single Farm Origin Whiskys im Frühjahr 2021

Nach dem erfolgreichen Start der Whiskys aus der irischen Destillerie Waterford und der Studie über Terroir gibt es aus der irischen Destillerie Waterford wieder Neues zu vermelden: Dort hat man nun die Releases für das Frühjahr 2021 festgelegt: Insgesamt sieben neue Abfüllungen werden veröffentlicht, zwei davon weltweit, fünf für einzelne europäische Länder (eines davon ist Deutschland). Wer sich einen Überblick über die Neuerscheinungen verschaffen will, kann das mit der untenstehenden englischsprachigen Information tun:


New Whisies from Distiller & Brand Innovator of the Year

Winner of the coveted Distiller and Brand Innovator of the Year awards at the 2021 Icons of Whisky Ireland, Waterford Distillery is pleased to announce a new set of Single Farm Origin releases for Spring 2021.

Waterford Whisky is influenced by the world’s greatest winemakers, obsessively bringing the same intellectual drive, methodology and rigour to single malt whisky by exploring Irish-grown barley – one farm, one terroir, at a time.

The fully traceable Single Farm Origin whiskies each carry a unique digital number – the TÉIREOIR code – on the back label, which introduces the Irish farm origin, the people that work it, the casks used to compose the whisky, and an array of media.

These Spring releases introduce two new globally available expressions and five national exclusives.

The Precision of Place

Two Waterford Single Farm Origins will be available worldwide from mid-March onwards.

Hook Head: Edition 1.1 – The lighthouse at Hook Head, an extreme maritime terroir, stands resolute against the full force of the Atlantic Ocean on Ireland’s southern coast. Exposed to salt-laden storms, Martin Foley’s barley grows on clay/loam soils of the Elton series. This edition is a spice bomb with notes of cloves, salted caramel, liquorice, ginger biscuits, lemon zest, and chilli chocolate.

Lakefield: Edition 1.1 – Lakefield, inland in lush Co. Laois, is farmed by the enigmatic Seamus Duggan – a Barley Grower of the Year trophy winner. Derived from limestone and sandstone, these well-drained, deep loam soils produce exceptional barley. This edition is a mellow dram with hints of rhubarb and apple tart fresh from the oven.

European Exclusives

Part of Waterford’s strategy is to allow individual markets to follow the development of ‘their own’ single terroir over a number of years. Five Single Farm Origins have been allocated to European countries on an exclusive basis:

  • Grattansbrook: Edition 1.1 – UK only
  • Lacken: Edition 1.1 – France only
  • Tinnashrule: Edition 1.1 – Germany only
  • Mortarstown: Edition 1.1 – Belgium only
  • Wilkinstown: Edition 1.1 – Netherlands only

Waterford Whisky is an Irish Single Malt, fully matured (no finishes) in a spectrum of super-premium casks including first-fill and virgin US, and French oak. All whiskies are bottled at 50% ABV without colouring, chill-filtration or any additives and will retail at €70/80 (£70) from specialist retailers.

CEO Mark Reynier says:

“We are very proud to have won the top two coveted titles of Distiller and Brand Innovator of the Year at the Icons of Whisky, after just 7 months of our first bottlings. While our unique terroir approach has been extremely well received, it has been rather frantic meeting the rapid growth – a good problem to have in these troubled times. These new releases allow the discerning drinker to further compare, contrast, and enjoy Irish barley, farm by farm.”

Serge verkostet: Blends und Verschwiegene

Single Malts ohne Herkunftsangabe und Blends – das steht heute auf dem Plan der Verkostung bei Serge Valentin. Das Spektrum der Benotungen ist sehr breit diesmal, von 77 bis 90 Punkte, wobei die Blends am unteren Ende der Bandbreite angesiedelt sind.

Hier die Whiskys der Verkostung in unserer tabellarischen Übersicht:

Chivas Regal 18 yo (40%, OB, blended Scotch, +/-2020)77
MacNair’s 12 ‚Lum Reek‘ (46%, OB, , blended malt, 2020)78
Peat & Bourbon Barrel (60.5%, Elixir Distillers, Elements of Islay, Canada exclusive, 2020)90
Scarabus 10 yo (46%, Hunter Laing, +/-2020)88
Vital Spark 12 yo ‚Batch 002‘ (50.2%, Meadowside Blending, 1280 bottles, +/-2020)81

Wir verkosten: Bowmore 31yo Timeless

Bowmore 31yo Timeless
Islay Single Malt Whisky
45,4% vol.
3000 Flaschen exklusiv für den Global Travel Retail

Sample von: Bowmore Distillery
Verkoster: Bernhard Rems

Mit der Timeless-Serie hat die Islay-Destillerie Bowmore zwei neue Whiskys auf den Markt gebracht, die ab sofort im Fachhandel (27yo) oder im Global Travel Retail (31yo) zu finden sind.

Der Bowmore Timeless 31yo ist das ältere Mitglied der Timeless-Range. 29 Jahre lang durfte er zunöchst in ex-Bourbonfässern reifen, bevor er dann für die restlichen zwei Jahre seiner Reifezeit in mit Matusalem Sherry präparierte Fässer kam. Im Global Retail, wo er weltweit in ausgesuchten Outlets zu finden ist, kostet er umgerechnet knapp unter 2000 Euro.

Hier sind unsere Verkostungsnotizen, die in einem Tweet-Tasting unter #BowmoreTimeless und einer weiteren Nachverkostung entstanden:

Nase: Eine weiche, dennoch ausgeprägte Nase eröffnet sich, mit feinen Noten von Räucherwerk, frischen, aber sich zurückhaltend präsentierenden tropischen Früchten. Für sein Alter entwickelt der Whisky eine erstaunliche Klarheit in der Nase, und unter allem kommt der für manche Bowmore-Whiskys so typische Veilchenton auf, aber in seiner erfreulichsten Form, ohne die Penetranz von Parfüm zu entwickeln. Etwas Kokosnuss, der Rauch ist sehr subtil und im Hintergrund.

Gaumen: Was die Nase verspricht, hält der Gaumen. Das Leichte, die Parma-Veilchen, die tropischen Früchte, das alles ist da und belebt mit perfekt harmonierenden Eindrücken. Mango, Zuckerwatte, der Rauch fein eingebunden und eher ein Geschmackstreiber als selbst Geschmack – florale Noten machen den Geschmack fast schwerelos. Keinerlei Anzeichen von Alkoholschärfe, breit und dennoch fast gewichtslos im Mund.

Finish: Ein langes, ruhiges Crescendo der Nuancen, die bislang zu spüren waren, der Rauch schiebt sich ein wenig mehr in den Vordergrund. Die Parma-Veilchen klingen aus, etwas Orangenschale und die tropischen Früchte bleiben.

Alles in allem: Es gibt Whiskys, die tragen den Destilleriecharakter in sich und werden als typisch für eine Brennerei empfunden. Dieser Bowmore 31yo Timeless setzt noch eins drauf: Er ist die Idealisierung des Charakters von Bowmore, er steigert die Merkmale bis hin zur Perfektion, ohne irgendeinen Aspekt dabei zu übertreiben. Und er hat dabei genau die richtige Lautstärke, um die subtilen Nuancen nicht in der Harmonie untergehen zu lassen. Ein schlichtweg wunderbarer Bowmore – leider auch preislich aus einer Welt, die man nur selten betreten kann.

Wir verzichten in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Glen Scotia sucht Fotos aus Campbeltowns Blütezeit

Ein, nein, vielleicht besser DAS lebhafte Zentrum der schottischen Whiskyproduktion im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Campbeltown. Auf dem Höhepunkt der viktorianischen Ära hatte die Stadt ca. 9.000 Einwohner und rund 30 legale Brennereien. Dies brachte ihr die Spitznamen „Spiritville“ und „Whiskyopolis“. Heute gibt es in Campbeltown nur noch drei Whiskybrennereien. Gerade genug, um noch als schottische Whiskyregion zu gelten. Neben Springbank und Glengyle gehört noch Glen Scotia hierzu.

Um die Erinnerung an Campbeltowns Blütezeit der viktorianischen Whiskyherstellung wiederzubeleben, bittet Glen Scotia Menschen auf der ganzen Welt, Bilder aus der Vergangenheit einzusenden. Ausgewählte Bilder werden im Rahmen des diesjährigen virtuellen Glen Scotia Whisky Festivals gezeigt. Einige der Fotos können auch in Marketingmaterialien von Glen Scotia Verwendung finden.

Digitale oder gedruckte Fotos können per E-Mail an glenscotia@bigpartnership.co.uk oder per Post an Glen Scotia, BIG Partnership, Fountain House, 1-3 Woodside Crescent, Glasgow, G3 7UL, mit den Kontaktdaten des Absenders bis zum 31. März 2021 gesendet werden.

In unserer kleinen Medien-Bibliothek befindet sich passend hierzu eine alte Postkarten-Ansicht von Campbeltown, ohne Jahresangabe, die wir gerne mit Ihnen an dieser Stelle teilen.

Campbeltown in einer alten Ansicht. Photo credit: The British Library on VisualHunt / No known copyright restrictions

PR: Teeling stellt drittes Bottling der Renaissance Single Malt Serie vor

Aus Dublin erreichen uns Neuigkeiten von der Teeling Distillery: Dort hat man, natürlich noch aus Altbeständen, den dritten Whisky der Renaissance Serie abgefüllt. Der 18 Jahre alte Single Malt wurde mit 46% vol. abgefüllt, kostet 140 Euro und erscheint zunächst in Irland. Danach erfolgt die Einführung auf wichtigen internationalen Märkten wie Belgien, Großbritannien, Holland, Frankreich, Dänemark, Italien und ausgewählten asiatischen Märkten.

Hier jedenfalls die Infos zur neuen Abfüllung:


Teeling Whiskey Unveils Third Bottling in Renaissance Single Malt Series

Teeling Whiskey is proud to unveil the third bottling of “The Renaissance”; a limited edition series of unique Irish Single Malts. The series, launched in 2019, is crafted to celebrate the true global Renaissance of Teeling, Dublin and Irish whiskey as it continues to be the fastest growing Premium Spirit in the world supported by the vibrancy from the many new entrants to the category. The Renaissance Series Three bottling follows on from the first two award-winning releases which were honoured with awards such as Gold at both the 2020 International Wine and Spirits Competition and 2020 Irish Whiskey Masters.

The Renaissance is a key part of Teeling Whiskey’s range of award-winning Irish whiskeys, which have collected over 300 international awards in the last seven years including the title of “World’s Best Single Malt” at the 2019 World Whiskies Awards and four “World’s Best Irish Whiskey” honours at the 2021 World Whiskies Awards. The third bottling of The Renaissance Series consists of 18-Year-Old Single Malt that was aged initially in ex-Bourbon barrels before being finished in high quality ex-Muscat wine casks, imparting distinct tropical fruit notes with fresh citrus and a touch of mint. Limited to just 9,000 bottles, the resulting Single Malt is then bottled at 46% with no chill filtration, a signature of all Teeling Whiskeys.
Jack Teeling, Founder and Managing Director of Teeling Whiskey, commented;

“We are delighted to launch the third release of our very popular and award-winning Renaissance Series of aged Single Malts. These releases are a celebratory bottling series to mark the true Renaissance of Dublin as the epicentre for world-class city based whiskey distillation.
As the leader of the new wave of Dublin Whiskey distillers, we look forward to contributing to and helping the continued Renaissance of Teeling, Dublin and Irish whiskey. With our Dublin distilled Irish whiskey now being exported around the world we are witnessing a new dawn which is perfectly encapsulated in our Renaissance bottlings.”

Bottled in a very unique tall decanter bottle, this bottle of Irish Single Malt stands tall and proud on any shelf. With a RRP of €140.00 for a 70cl decanter bottle in gift box, The Renaissance 18-Year-Old Single Malt will be available in Ireland at the Teeling Whiskey Distillery in Dublin 8, The Celtic Whiskey Shop. Irishmalts.com and premium independent Irish off licences as well as being rolled out to key International Markets such as the Belgium, UK, Holland, France, Denmark, Italy and select Asian markets.

Laphroaig verschickte britische Bestellung von Berlin aus nach Großbritannien

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Bereist zweimal mussten wir in diesem Monat über Änderungen und Schwierigkeiten im Whisky-Warenverkehr in der Post-Brexit Situation berichten. Und heute können wir eine weitere Episode hinzufügen:

Steve Adkins aus Buckinghamshire wollte seinem in Glasgow lebenden Freund zum Geburtstag eine Flasche Laphroaig schenken. Diese bestellte er online auf Islay – wie gewohnt und vor ihm tausendfach von anderen Kunden auf gleiche Weise durchgeführt. Einen Monat später gab es jedoch immer noch keine Flasche für seinen Freund, und für ihn auch keine Nachricht über ihren Verbleib. Also schrieb Steve Adkins dem Distributor Selection Prestige eine E-Mail. Und dieser antworte auch prompt und gab den Brexit als Ursache für die lange Verzögerung an:

„Wir sind Profis (im Gegensatz zu den Leuten, die den Brexit implementiert haben) und wir wissen genau, was wir tun. Wir versenden jedes Jahr Tausende von Pakete in alle möglichen Länder. Und in keinem Land erleben wir ein solches Chaos bei Importen wie derzeit in Großbritannien.
Dass Laphroaig uns die Last auferlegt hat, Scotch Whisky von Deutschland nach Großbritannien zu schicken, ist in der Tat bedauerlich, um es gelinde auszudrücken. Diese Entscheidung lag jedoch nicht bei uns, sondern bei der Marke.“

Was war passiert? Laphroaig hatte 2018 als Vorbereitung auf den Brexit seinen europäischen Versandknotenpunkt nach Deutschland verlegt. Und von diesem aus werden momentan auch die Bestellungen aus Großbritannien versendet. Ganz konkret heißt das: Seine online auf Islay bestellte Flasche wird von Berlin aus nach Glasgow versendet. Und dies bedeutet zur Zeit dann natürlich auch, dass diese Pakete den seit dem 1.1.2021 geltenden Zollbestimmungen unterliegen (über die wir auch bereits berichteten). Und das natürlich dies alles länger dauert als zu den britischen EU-Mitgliedszeiten.

Wie ein Laphroaig-Sprecher sagte, hat sich Laprhoaig diesem Problem angenommen. Ab dieser Woche werden Kunden aus Großbritannien ihre Bestellungen aus dem britischen Lager erhalten.

Die Produktion in der Falkirk Distillery hat begonnen

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Schon vor vier Jahren beschrieben wir die Eröffnung der Falkirk Distillery ein wenig als eine unendliche Geschichte. Die neue Brennerei in den Lowlands sollte bereits 2017 eröffnen. Doch das Erreichen dieses Meilensteins verzögerte sich, es sollten noch weitere drei Jahre vergehen. Erst im Juli 2020 konnte Gründer George Stewart mit seiner Familie die volle Funktionsfähigkeit der Brennerei feiern. Aufgrund der covid-19-Pandemie fand dies natürlich in einem sehr kleinen Rahmen. Wie The Falkirk Herald berichtet, startete die Destillerie erst Ende des letzten Jahres erstmals mit der Produktion ihres eigenen Spirits. Knapp 11 Jahre nach der Erteilung der ersten Baugenehmigung für den Bau ihrer Gebäude in der Grandsable Road in Polmont. Der gesamte bisherige Prozess war von Leidenschaft und Geduld geprägt, wie sich George Stewart gegenüber dem Falkirk Herald äußerte.

Die Destillerie besteht aus zwei kupfernen Pot Stills und einer Mash Tun, ebenfalls aus Kupfer stammt aus der Brennerei Caperdonich in Rothes, Aberlour. Das Besucherzentrum befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Geplant sind weiterhin ein Tasting Event Centre sowie ein Restaurant. Nach dem Ende der Covid-Beschränkungen möchte jedes Jahr über 80.000 Besucher in der Brennerei begrüßen, die dann auch für der örtlichen Gemeinde Auftrieb geben sollen. In einem Video, welches Sie im oberen Bereich unseres Posts wie auch auf Youtube finden, stellt Gründer George Stewart die Falkirk Distillery im Detail vor.

Die Falkirk Distillery bieten Interessierten die Möglichkeit, Mitglied in ihrem Founders Club zu werden oder ein eigenes Fass zu erwerben. Alle Informationen zu diesen beiden Angeboten finden Sie auf der Website der Brennerei unter www. falkirkdistillery.com

Ergänzung am 25.02.2021 um 14:45 Uhr:
Wir erhielten heute Nachmittag noch die englischsprachige Pressemitteilung der Falkirk Distillery, die wir hier mit Ihnen im Orginal teilen:

All is Still no more at Falkirk Distillery

After delays with planning due to proximity to a section of the Antonine Wall and a global pandemic, its taken plenty patience to construct a perfect home. Falkirk Distillery is now distilling single malt whisky.

Founder George Stewart said it was “a dream or perhaps a dram too many” that brought about the initial idea of building their very own family run whisky distillery to the heart of central Scotland and after more than 5 decades of running local businesses the Stewart family celebrated in July 2020 when the distillery became fully operational.

With no plans to make Gin prior to releasing their first whisky, director George Stewart, who founded the distillery with family, explains the distillery is built with whisky heritage at its core. With the ability to eventually produce over a million litres a year from its reconditioned Caperdoinch Distillery Stills and copper mash tun, George described the goal is to make a “light lowland malt, appealing to a wide range of spirit drinkers”

He added “ The whole process to date has been one of passion and patience. We have invested heavily in time and money to create something we hope the local area can be immensely proud of.”

“We are overwhelmed with the support shown already from the local area and whisky community. There is something about whisky that really brings people together.”

“Our expectations are that over 80,000 visitors will come through the doors here every year and that has to be a boost for the local community. Furthermore, once fully operational with tours and restaurant running, we will require well over 60 staff members.”

Whisky fans can now sign up to be a founding member of the distillery and for those that wish to invest further the option to own your cask is now available in a first fill bourbon and sherry hogshead.

The Distillery manager Graham Brown, formerly of Distell and who spent time with both Deanston and Tobermory, is overseeing production and admits something special awaits whisky drinkers.

“Our main aim here is to focus on the quality of the spirit. There is no rush to just put anything out to market that we aren’t immensely proud of and we believe that will show in the final product”

With production now well underway customers and whisky fans can now follow the journey online until covid restrictions allow for the completion of the visitors centre. Tours of the distillery will then be available year round with a restaurant and tasting event centre planned soon after.

https://falkirkdistillery.com

Facebook.com/falkirkdistillery

Instagram.com/falkirkdistillery

Serge verkostet: Ein Trio aus Glencadam

Mit Glencadam steht heute eine Brennerei im Fokus der Verkostung von Serge Valentin, die recht selten auf Whiskyfun zu finden ist. Auch wenn diese Destillerie aus den Highlands bereits 1825 gegründet wurde: ihr interessantes Leben begann erst in diesem Jahrhundert. Angus Dundee übernahm Glencadam 2003. Und für ihren Neuzugang kreierte man erst einmal eine solide Standard Range. Die Kandidaten des heutigen Tastings auf Whiskyfun kommen zwar von unabhängigen Abfüllern. Doch zeigen ihre sehr guten Bewertungen, dass die Whiskys dieser Brennerei auch mit jungen Jahren mehr als zu gefallen wissen, wie Sie unserer Kurzübersicht entnehmen können:

Glencadam 13 yo 2007/2020 (40%, OB, Whisky Journey Singapore, 1st fill bourbon, cask #27, 368 bottles)86
Glencadam 9 yo 2011/2020 (63.9%, The Single Malts of Scotland, Elixir Distillers, barrel, cask #800015, 249 bottles)86
Glencadam 9 yo 2011/2020 (64.6%, Signatory Vintage, for Kirsch Import, bourbon barrel, cask #800144, 178 bottles)86
Glencadam. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: Brown-Forman Deutschland lädt zur ersten digitalen #MOAW Konferenz

In der Barszene ist das Education-Programm von Brown-Forman, „Master of American Whiskey“ (#MOAW), bereits ein fixer Bestandteil des Jahreskalenders geworden (über die letzte Runde berichteten wir hier). Diesmal wird es – zum ersten Mal – als rein digitales Modul veranstaltet. Was dabei geplant ist und wie man daran teilnehmen kann, finden Sie untenstehend im Text von Brown-Forman Deutschland:


Brown-Forman Deutschland lädt zur ersten digitalen #MOAW Konferenz

Hamburg, 25.02.2021 – Erstmals veranstaltet Brown-Forman Deutschland das 2016 ins Leben gerufene und mittlerweile in der Barszene etablierte Education-Programm „Master of American Whiskey“ (#MOAW) als rein digitales Modul. Die #MOAW Konferenz erfolgt im Zeichen des „sweet social distancing“ und lädt ein zum Netzwerken und Ideenaustausch, verspricht Inspiration und vermittelt Know-How. Hierzu treffen Bartender und Gastronomen am 29. März 2021 digital auf internationale Redner und nehmen am abschließenden, von Mixology-Chefredakteur Nils Wrage moderierten Panel-Talk teil.

Das abwechslungsreiche Programm mit Live-Schaltungen zu Rednern aus der ganzen Welt und moderiert aus einem Hamburger Studio bildet ein breites Themenspektrum in unterschiedlichen Groß- und Kleingruppen-Formaten: Einblicke in erfolgreiche Barkonzepte, Blicke hinter internationale Barkulissen, Masterclasses, Ausblicke auf die Zeit nach der Krise und einen gemeinsamer Austausch und Ausklang der eintägigen Konferenz. Als Brown-Forman Deutschland Gastgeber führen die Brand Advocacy Manager Ann-Sophie Brune-Bau und Nick Theurer zusammen mit dem Frankfurter Barmanager Gabriel Daun durch die Konferenz. Er ist ebenso wie die US-Bartender- Legende Jeffrey Morgenthaler, der dieses Mal eine der beiden Masterclasses abhält, #MOAW-Schirmherr und Wegbegleiter von erster Stunde an. Weitere spannende Beiträge versprechen neben anderen Simon Ford, Entwickler und Namensgeber des aktuell in Deutschland gelaunchten und in den USA mehrfach preisgekrönten Fords Gin sowie Elizabeth McCall, Woodford Reserve Assistant Master Distiller und eine der jüngsten weiblichen Master Distiller in den USA.

Die #MOAW Konferenz startet gegen 12 Uhr und klingt ab 18 Uhr aus. Aufgrund der Internationalität der Bartender-Szene finden einige Programmpunkte in englischer Sprache statt. Die Anmeldung ist kostenlos und vom 25.02. bis 25.03.2021 über die Website www.moaw.de unter Beachtung der Teilnahmebedingungen möglich. Details zu den Inhalten werden hier und via https://www.facebook.com/MasterofAw/ zeitnah veröffentlicht. Schnell sein lohnt sich: Die ersten 50 gültigen Anmeldungen erhalten eine „Early Bird Box“, die neben weiteren attraktiven Inhalten alles für das Tasting und einen Drink zum Ausklang der ersten digitalen #MOAW Konferenz beinhaltet.

PR: Das Irish Whiskey Wochenende geht in die zweite Runde

Das online abgehaltene Irish Whiskey Wochenende im November 2020 war vielbeachtet und ein großer Erfolg – eine Reihe interessanter Gäste aus der irischen Whiskyszene waren an zwei Tagen virtuell zu Gast, um mehr über irischen Whiskey und dessen Herstellung zu erzählen.

Es sollte also nicht wundern, dass man sich sich seitens des Veranstalters, irish-whiskeys.de, dazu entschlossen hat, das Wochende auch 2021 wieder abzuhalten – und zwar im Oktober.

Das hat uns Mareike Spitzer von irish-whiskeys.de dazu geschrieben:


Das Irish Whiskey Wochenende geht in die zweite Runde

Im November 2020 fand das Irish Whiskey Wochenende erstmals statt. Unter dem Motto „Der Geschmack Irlands kommt zu dir nach Hause“ haben 11 irische Destillerien und Whiskeybonder ihre Produkte vorgestellt.

Das Wochenende war ein voller Erfolg und die Teilnehmer waren begeistert von der Bandbreite und Qualität des irischen Whiskeys. Nach so viel positiver Rückmeldung gibt es natürlich eine Fortsetzung im Jahr 2021.

Am 09. & 10. Oktober 2021 wird das Irish Whiskey Wochenende 2021 stattfinden. Wieder werden Destillerien und Whiskey Bonder aus Irland in Live Master Classes ihre Produkte vorstellen. Auch in diesem Jahr halten die Tasting Sets wieder besondere Abfüllungen bereit und auch das ein oder andere Sample, das man so nicht zu kaufen bekommt.

Ein Wochenende rund im irischen Whiskey mit abwechslungsreichen Rahmenprogramm wird es wieder werden.

Die Tasting Sets können ab August 2021 bestellt werden.

Auf der eigens eingerichteten Webseite www.irish-whiskey-wochenende.de werden nach und nach die teilnehmenden Destillerien und Whiskeybonder vorgestellt. Wer keine Informationen rund um das Irish Whiskey Wochenende verpassen möchte, kann sich dort auch für den Newsletter registrieren. Daneben erscheinen regelmäßige News und Updates über die Social Media-Kanäle Facebook und Instagram.

Veranstalter: Irish Whiskeys, www.irish-whiskeys.de