Als vor einem Monat der erste Whisky aus der Torabhaig Distillery veröffentlicht wurde, der neuen (und nach Talisker zweiten) Destillerie auf der Insel Skye, war die Nachfrage nach diesem Erstlingswerk riesig und weit höher als die Zuteilung an die Händler. Viele, die ihn probieren wollten, gingen leider leer aus.
Da kamen wir ins Spiel, denn zumindest die Chance auf eine Flasche konnten wir Ihnen jetzt mit unserem neuesten Gewinnspiel bieten – und deshalb verlosten wir aus unserer Sammlung eine Flasche des Torabhaig Legacy Series 2017 unter unseren Lesern.
Danke für die riesig große Beteiligung – wir dürften wieder einmal Ihren Geschmack sehr gut getroffen haben. Bevor wir Ihnen aber verraten, wer gewonnen hat, hier nochmals einige Info zum Whisky:
Hier einige Infos aus der Pressemitteilung, die wir zum Erscheinen der Abfüllung veröffentlicht haben:
Ein kleines Stück schottische Geschichte
Die Destillerie Torabhaig ist ein authentisches Abbild ihrer Umgebung, geprägt von der wilden Landschaft und dem Klima der Isle of Skye. „Alles begann mit einer verlassenen, aber gut erhaltenen Farm, die der ideale Standort für eine Destillerie ist“, erklärt Mathieson. Das ursprüngliche Gemäuer wurde aus Steinen der nahegelegenen Burgruine Camus errichtet. „Wir sahen es als unsere Pflicht an, diese Geschichte zu bewahren, das Gebäude wieder zum Leben zu erwecken, und mehr als nur eine Destillerie zu schaffen. Über vier Jahre hinweg wurden die verfallenen Gebäude sorgfältig restauriert und dabei immer wieder ein Stück Geschichte freigelegt. Darunter auch die Reste eines alten Mühlrades, welches wir nachgerüstet haben und das nun mit dem Kühlwasser der Destillationsanlagen betrieben wird.“
Die neue Generation von Brennmeistern
Die Produktion begann im Januar 2017 mit einem lokalen Team aus neun Destillateuren. Einige von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt sogar noch branchenfremd, brannten jedoch im wahrsten Sinne für die Herstellung eines Premium-Whiskys. „Natürlich hätten wir die Leitung der Produktion einem Brennmeister übertragen können. Doch wir wollten die Tradition und das Wissen des Scotch Whisky-Blending und Destillierens weitergeben und zu einer neuen Generation von Whisky-Herstellern beitragen. Das junge, leidenschaftliche Team wurde von erfahrenen Destillateuren ausgebildet und betreut“, so Mathieson.
„Wir möchten mit Torabhaig den Kurs der Whisky-Herstellung auf der Insel ändern, in dem wir unseren eigenen unverwechselbaren Charakter einbringen und sehen eine aufregende Zukunft für Whiskys der Isle of Skye.“
Der Stellenwert, dieser neuen Destillerie auf der Isle of Skye und der Hype auf die Torabhaig Whiskys, wurde kürzlich bei einer Charity Auktion unter Beweis gestellt: sagenhafte € 4.791 wurden bei einer Online-Auktion für zwei Flaschen Torabhaig Whisky erzielt, die für caritative Zwecke gespendet wurden.
Und den den Torabhaig Legacy Series 2017 gewonnen hat:
Marc Buchwitz aus 51503 Rösrath
Wir gratulieren recht herzlich – und geben Ihren Gewinn in den nächsten Tagen in die Post. Viel Vergnügen damit!
Wir gönnen uns jetzt eine kurze Gewinnspielpause, melden uns aber schon bald wieder mit tollen Preisen zurück – seien Sie gespannt!
Willkommen zur 224. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
Eine Bitte diesmal vorab an einige Einsender: Bitte schreiben Sie Mail auch, um welchen Whisky es geht – und achten Sie darauf, dass Ihre Links nicht erst ab Sekunde 763 oder so losgehen. In der Menge ist das leider sehr mühsam und zeitaufwendig zu korrigieren. Danke!
In der Ausgabe 224 finden Sie einen Podcast und zehn neue Videos:
WhiskyJason – Bushmills 12 Jahre alt First Fill Sherry Casks
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 16)
Aileen übergab nun das Kommando an John und dieser entpuppte sich plötzlich als gesprächig und im Erklären geschult: „Mit seinen 82 % vol. brennt er nur höllisch und ist für meine Begriffe ungenießbar. Deshalb wird er nach der Fassreifung mit entsalztem, entmineralisiertem und deionisiertem Reinstwasser herunterverdünnt, für bestimmte Whiskys bis auf 40 %. Aber das sind feine Details, wichtiger als alles andere ist die Fassreifung! Erst sie macht den Feinbrand zum Whisky.“ Mit seiner schwieligen Arbeiterhand zeigte er auf das klare Bächlein, das in die dritte Glasschale floss und im Boden des Safes verschwand. Seinen weiteren Ausführungen musste ich höchst konzentriert folgen, denn John sprach mit gälischer Zunge: „Im spirit safe wird nicht nur die Dichte des Alkohols gemessen, sondern auch der Feinbrand überwacht, denn diesen kann man nicht in seiner Gänze verwenden. Er fließt in den drei Fraktionen aus dem Rohr: head, heart, tale. Um den Brand zu fraktionieren, messe ich seine Temperatur und ziehe laufend Proben. Die Kunst besteht darin, so sauber wie möglich den middle cut herauszuschneiden und nur diesen der Verwertung zuzuführen. Dafür muss ich im richtigen Moment den Fluss von der linken in die mittlere Schale umlenken. In meinem Job kommt es viel auf Erfahrung an. Ich arbeite jetzt schon dreißig Jahre hier und meine Nase ist inzwischen so gut wie die von einem Hund, ich könnte auch sagen: von einer Ratte.“ Todernst griff er zu diesem makaberen Vergleich und sprach gleich weiter: „Ja, aus der langen Erfahrung erschnüffelt meine Nase das Herz und auch den Schwanz und den Kopf. In diesen beiden sind viele Fuselöle enthalten, die das Eiweiß zersetzen und dabei einen Geruch erzeugen, den jeder Hundebesitzer vom naßen Fell seines Tiers kennt. Fuselöle sind ungenießbar, ja, in großer Dosis sogar extrem gesundheitsschädlich. Sie sorgen für den Brummschädel, weil unsere Leber die toxischen Stoffe nicht abbauen kann. Wie unappetitlich der Vorlauf ist, sehen Sie hier in der Glasflasche.“
Im vielfach erprobten Zusammenspiel mit John holte Aileen eine Flasche voll milchiger Flüssigkeit vom nahen Regal, schüttelte ihren Inhalt kurz auf und wartete einige Momente. Nachdem sich die schweren Schwebeteilchen abgesetzt hatten, war die Flüssigkeit oben milchig und unten dunkelgrün. „Diese Farbgebung“, erläuterte sie zum Glück wieder in astreinem Oxford Englisch, „stammt von den chemischen Ölen und den Kupferpartikeln im Destillat. Dieser unreine Alkohol in der Flasche enthält viel Methanol, das man früher Holzalkohol nannte, und aus dem Ameisensäure entsteht, was bei unmäßigem Genuss blind macht. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass die heutigen Hefestämme für die Gärung so gezüchtet sind, dass kein Methylalkohol mehr entsteht.“
Plötzlich kam Hektik auf. Mit einer schnellen Handbewegung griff John mit seinen breiten Händen durch das aufgeklappte Fenster der flachen Vitrine und legte den Metallschnabel des Zuflussarms um. Nun floss das frische Destillat in die rechte der drei Glasschalen. „Jetzt ist das Herz zu Ende, es folgt der Schwanz, den man feints nennt.“
Sehr passend dachte ich, denn übersetzt heißt feints: Finte, Täuschung.
John nickte unserem Guide zu und wieder meldete sich Aileen zu Wort: „Der Nachlauf wird mit dem Vorlauf zusammen nochmals destilliert. Auf keinen Fall wird er weggeschüttet.“
Jemand aus der Gruppe hob in Schulmanier den Arm und fragte: „Wie merken Sie, dass der Mittellauf zu Ende geht?“
„Erfahrungssache! Man riecht und schmeckt es. Zusätzlich habe ich immer dieses Hydrometer zur Hand.“ John hielt eine sehr schlanke Spindel mit roten und blauen Zahlen auf einer Skala über seinen Kopf und zeigte den gläsernen Stab in die Runde.
Wieder kam eine Frage aus der Gruppe: „Wofür braucht man eigentlich die dritte Brennblase?“
„Bei Springbank wird eine einzige Sorte dreimal destilliert, das ist der Hazelburn. Dadurch wird der Alkohol noch reiner, noch hochprozentiger. Für meinen Geschmack hat das aber keine allzu große Bedeutung, da der Malt ja vor der Flaschenfüllung mit Wasser auf 46 % verdünnt wird. Tatsächlich ist das Dreifachbrennen beim schottischen Single Malt die Ausnahme, in Irland hingegen die Regel. Böse Zungen behaupten, die Iren destillieren dreimal, weil sie vom Charakter her so misstrauisch sind und etwas erst beim dritten Mal glauben können“, erzählte John und in seinen braunen Augen zeigte sich der schottische Schalk. Doch nur für einen Augenaufschlag, schon entschuldigte er sich, er müsse nun weitermachen.
Uralte Maschinen bei Springbank. Bild Uli Franz
Bevor wir weiterzogen, klatschten wir im Chor und dankten John für seine Erläuterungen zum spirit safe. Mit Blick auf die Uhr, eilte Aileen vor uns aus dem still house über den Hof, vorbei an dem Farmtraktor, auf dessen Anhänger sich inzwischen sauer riechende Schlempe wie ein Haufen grobes Sägemehl türmte. Nach fünfzig Metern im Freien, betraten wir ein gedrungenes Backsteingebäude, wo in der Mittte ein blockischer Metalltank stand, in den über Rohrleitungen das Herz des Feinbrands gepumpt wurde. An einem Zapfhahn war ein armdicker Gummischlauch angedockt, an dessen Ende eine Tankpistole hing. Ja, im leeren Raum ging es zu wie an einer Tankstelle, mit dem feinen Unterschied, dass der gezapfte Kraftstoff der Gesundheit förderlich war. Ein Messfinger in der Pistole stoppte automatisch den Zufluss, bevor das Fass überlaufen konnte. Kaum machte die Pistole „klick“, wurde von einem Arbeiter das Spundloch mit einem Sisallappen bedeckt und über ihn ein Eichenspund mit einigen kräftigen Holzhammerschlägen in das Loch getrieben. Auf den seitlich liegenden Fasskopf pinselte nun eine geübte Hand mit Hilfe einer Schablone die Fassnummer, die Initialen des alten und des neuen Besitzers, das Jahr der Abfüllung und den Ort – alle Insignien in weißer Farbe.
Schon rollte leise summend ein Gabelstapler heran und nahm das volle Fass huckepack. Als wäre es federleicht, drehte die niedliche rote Maschine eine Pirouette und summte durch das offene Tor über den Hof ins hundert Meter entfernte Lagerhaus, wo der new make ab sofort für mindestens drei Jahre ruhen wird. Drei Jahre muss ein Malt reifen, bevor er sich schottischer Whisky nennen darf.
Auf leisen Sohlen verließ ich die Gruppe und machte einige Schritte auf das Rolltor des Lagerhauses zu, wo an der Wand in weißer Schrift „Customs Warehouse“ stand. Das dunkle Tor lockte mich an, weil ich bisher noch kein Fasslagerhaus von innen gesehen hatte. Kaum hatten sich meine Augen an das fahle Licht im hohen Raum gewöhnt, erspähte ich Tausende grauer, mit einer Staubschicht bepuderte Fässer, die wie Tiere im Winterschlaf auf dem nackten Boden lagen, so eng aneinander geschmiegt, als gehörten sie alle zu einer Familie. Die vielen Fässer lagen auf dem Kiesboden, zwar reglos, aber nicht wie tot. Sie atmeten. Der Atem, den sie verströmten, roch süß-säuerlich nach Apfelmost. Und als ich die Augen schloss und nur noch ihrer Spur in der Nase folgte, begierig schnüffelnd, ja, mit einer gewissen Erregung Aromen einsog, stand ich wie magisch entführt in einem Obstgarten, wo die Ernte reifer Früchte anstand.
Die Luft über den schlafenden Fasstieren war erfüllt vom unsterblichen Schluck für die Engel, bekannt als angels` share. Unglaublich dieses Geschenk für die Nase! Aber nicht nur die Nase wurde beschenkt, sondern auch das Gehör. Für meine Ohren wurde das Fasslager durch seine Stille zur Kathedrale. Diese Stille wäre vollkommen gewesen, hätte nicht der Regen ein Tropfenkonzert auf dem Blechdach gegeben. Doch der Campbeltowner Regen war keineswegs ein Spielverderber, im Gegenteil, er tat dem Hallenklima gut, denn er verwirbelte die Luft im hohen Lager.
Meine schweifenden Gedanken wurden vom Ruf „Sir, please…come!“ unterbrochen. Als ich die Augen wieder öffnete, zeichneten sich in der Toreinfahrt die schwarzen Umrisse von Aileens schlanker Figur gegen den grauen Regenhimmel ab. Mit ihrem Ruf und einer energischen Handbewegung signalisierte sie mir: sofort die Halle verlassen! Vermutlich war eine Besichtigung des Fasslagers im Tourenprogramm nicht vorgesehen und ich hatte mich ohne Erlaubnis von der Truppe entfernt. Auf jeden Fall hatte ihr Ruf bestimmend geklungen und ihre harte Handbewegung war alles andere als friedlich winkend wie man es vom Winke-Winke der englischen Queen gewohnt ist. Augenblicklich gehorchte ich und reihte mich wieder in der letzten Reihe ein. Als Kollektiv betraten wir nun die nagelneue Fill Hall.
Leere Fässer in der Destillerie Springbank. Bild Uli Franz
Während die Gruppe wartend und vom Hallenlärm bedrängt auf dem hellen Betonplatz herumstand, kam wieder der rote Gabelstabler mit einem Fass auf den Hörnern herangesummt und stoppte vor einem eckigen Blechbecken, das verbeult und ölig glänzend am Boden stand. Auf seiner Zwillingsgabel lag ein großbauchiges Fass, ein Butt mit 500 Litern, mit dem Spundloch unten am Bauch. Schon trat eine junge, erstaunlich zarte Frau mit einem Spundöffner an das Fass heran, beugte ihren schmalen Rücken und bohrte die Schraubspirale des Öffners ins Spundholz. Als die Schraubspirale zur Hälfte im Holz verschwunden war, begann sie mit einem Metallring gegen das graubraune Fassholz zu schlagen. Es lärmte dumpf, als das Metall auf die alten Holzdauben traf! Aber es tat sich nichts, das Spundholz sass erstaunlich fest im Loch. Plötzlich passierte ein kleines Unglück: da das gealterte Holz des Spunds morsch war, zerbrach es durch das Schlagen und die Spirale des Spundöffners brach heraus. Erst beim zweiten, beherzteren Versuch gelang es der Frauenhand, das Spundloch zu öffnen. Augenblicklich schoss ein Schwall öliger Flüssigkeit in das Sieb über der untergeschobenen Blechwanne – goldbraun schoss jahrelang gereifter Single Malt ins Auffangbecken am Boden! Kaum war das Fass geleert, wurden der edle Tropfen mit einer Elektropumpe in einen drei Meter hohen Edelstahltank gepumpt. In diesem Tank, auf dem 9.151 Liter und VAT 2 stand, sammelte man in diesem Arbeitsprozess Whisky mit 63,5 % vol. Cask Strength vom gleichen Fassbestand, aber aus mehreren Fässern.
Spundloch öffnen, abgießen, umfüllen – auf diese Weise vollzog sich hier tagaus, tagein der Arbeitsprozess und keiner der Beteiligten empfand etwas Besonderes dabei. Ganz anders ich. Kometengleich schoss mir die Erkenntnis durch den Kopf: Hier wurde nicht einfach eine hochprozentige Flüssigkeit in ein Blechbecken, ein Becken, das auch für einen Ölwechsel in einer Autowerkstatt hätte herhalten können, gekippt und anschließend in einen monströsen Stahltank umgefüllt. Nein, so sah es nur an der Oberfläche aus. Im Kern wurde hier flüssiges Gold, das himmlische Aromen in sich barg, seiner letzten Bestimmung zugeführt.
Erst nach Aileens Aufforderung traten wir einige Meter in die Halle hinein, wo das Förderband einer modernen Abfüllstraße lärmte und wo die Batterie vorwärts ruckender Flaschen klirrte und schepperte. Auf der sich schlangenförmig durch die Halle windenden Förderstraße wurden die in Reihe stehenden Flaschen befüllt, etikettiert und ihr durchscheinender Inhalt vor einer Lichtwand von wachsamen Augen kontrolliert. Die neue Anlage war bewusst nur halbautomatisch errichtet worden, denn zum Credo von Springbank gehörte die Bereitstellung möglichst vieler Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort. So arbeiteten hier im Schichtbetrieb zehn Frauen und Männer, während vier weitere die etikettierten Flaschen zum Versand in alle Welt verpackten.
Der Kartonquader, der rasch in Richtung Decke wuchs, bestand nicht nur aus Springbank Kartons, sondern auch aus Kartons mit der Aufschrift Cadenhead’s. Ich zeigte auf dieses Label und zuckte fragend mit den Schultern, worauf Aileen den Lärm übertönend nahe an meinem Ohr rief: „Besuchen Sie den Cadenhead’s Shop gleich in der Nähe, wo auch die Verkostung stattfindet.“
Ich nickte ihr dankend zu und folgte der Gruppe über den Hof zum Ausgangspunkt unserer Tour, die nun zu Ende ging. Zum Abschied schüttelte sie jedem die Hand und gab allen einen Verkostungsgutschein bei Cadenhead’s im Laden. Dieser Coupon markierte das Ende unseres 10-Pfund-Rundgangs.
Für heute hatte ich genug gesehen, gehört – und gerochen. Das Erlebte wollte ich verdauen. Auch wollte der Radler in mir neue Kraft akkumulieren. So entschied ich mich, den Coupon für ein Dram erst am nächsten Tag einzulösen. Damit war allerdings der Tag noch nicht gelaufen, denn zum Abendessen stand mir noch eine Einladung ins Dellwood Hotel bevor.
Ein paar schöne Neuheiten aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank können wir Ihnen für das Wochenende anbieten – allesamt Abfüllungen, die wohl auch auf unseren Märkten und nicht nur in den USA erscheinen werden.
Glenmorangie 13yo Cognac Cask Finish
Ein neuer Glenmorangie, der in Cognac-Fässern gefinisht wurde und insgesamt mindestens 13 Jahre lang reifen durfte, ist der erste im Reigen der Neuheiten. Laut Etikett wird er im Mai abgefüllt und sollte dann wohl im Sommer erscheinen.
Ardbeg Traigh Bhan 19yo Batch #3
„Bottled in a lockdown“ steht auf dem Etikett des neuen Ardbeg Traigh Bhan 19yo Batch #3, der aus Oloroso- und Bourbonfässern stammt und mit 46,2% vol. abgefüllt wird. Zum ersten Mal sehen wir auch den Namen des neuen Distillery Managers, Colin Gordon auf dem Etikett. Und zum Geschmöack verrät es uns Holzrauch, Gischt und Eukalyptus in der Nase, Fudge, rauchiger Torf und Anis am Gaumen sowie viel Rauch im langen Finish.
Laphroaig Càirdeas 2021
Auch einen neuen Laphroaig Càirdeas haben wir gefunden, abgefüllt soll dieser aus PX-Fässern mit satten 58,9% vol. werden. Nachdem es ja in diesem Jahr wieder nichts wird mit dem Feis Ile, wird es ihn dann wohl online zu kaufen geben, und auch in diesem Jahr wird man wohl Glück brauchen, einen zu ergattern. Gereift ist er dreifach: Erst amerikanische Borubon Barrels, danach Quarter Casks, ebenfalls aus amerikanischer Eiche, und zuletzt in Hogsheads aus europäischer Eiche, die mit Sherry (Pedro Ximenez) vorbelegt waren. Hier die Etiketten:
Kilchoman B.I.B.
B.I.B. steht für „Bourbon Influenced Barrels“, und die Etiketten verraten auch noch, dass der Whisky 9 Jahre lang in „wheated bourbon barrels“ gereift ist. Ansonsten ist den Etiketten für den neuen Kilchoman B.I.B. nicht sehr viel zu entnehmen; die Tasting Notes sind noch nicht ausgefüllt, allein die Stärke (50% vol.) ist noch angegeben. Wir sind uns aber sicher, dass wir bald mehr Details zu dieser interessanten Neuheit aus der Islay-Destillerie in Erfahrung bringen und dann mit Ihnen teilen können.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 141. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Highland Park und Scapa, das sind die beiden Destillerien auf den Orkneys, und Angus MacRaild, der heute wieder wie üblich das Szepter auf Whiskyfun übernommen hat, verkostet zehn Abfüllungen von dort, die entweder mit dem Destillerienamen Highland Park auftreten, oder als „Orkney Malt“ – was in der Regel (wohl ohne Ausnahme) ebenfalls besagt, dass sie von Highland Park stammen. Aber offiziell ist das nicht, daher halten wir uns an die Konvention und sagen: Von Orkney.
Als vor einem Monat der erste Whisky aus der Torabhaig Distillery veröffentlicht wurde, der neuen (und nach Talisker zweiten) Destillerie auf der Insel Skye, war die Nachfrage nach diesem Erstlingswerk riesig und weit höher als die Zuteilung an die Händler. Viele, die ihn probieren wollten, gingen leider leer aus.
Da kommen wir jetzt ins Spiel, denn zumindest die Chance auf eine Flasche können wir Ihnen jetzt mit unserem neuesten Gewinnspiel bieten – und deshalb verlosen wir jetzt aus unserer Sammlung eine Flasche des Torabhaig Legacy Series 2017 unter unseren Lesern.
Aber Achtung, das Gewinnspiel läuft nur bis Sonntag – machen Sie also gleich mit!
Und um Ihnen diesen Whisky und vor allem die Brennerei Torabhaig noch etwas näher bringen zu können, hier einige Infos aus der Pressemitteilung, die wir zum Erscheinen der Abfüllung veröffentlicht haben:
Ein kleines Stück schottische Geschichte
Die Destillerie Torabhaig ist ein authentisches Abbild ihrer Umgebung, geprägt von der wilden Landschaft und dem Klima der Isle of Skye. „Alles begann mit einer verlassenen, aber gut erhaltenen Farm, die der ideale Standort für eine Destillerie ist“, erklärt Mathieson. Das ursprüngliche Gemäuer wurde aus Steinen der nahegelegenen Burgruine Camus errichtet. „Wir sahen es als unsere Pflicht an, diese Geschichte zu bewahren, das Gebäude wieder zum Leben zu erwecken, und mehr als nur eine Destillerie zu schaffen. Über vier Jahre hinweg wurden die verfallenen Gebäude sorgfältig restauriert und dabei immer wieder ein Stück Geschichte freigelegt. Darunter auch die Reste eines alten Mühlrades, welches wir nachgerüstet haben und das nun mit dem Kühlwasser der Destillationsanlagen betrieben wird.“
Die neue Generation von Brennmeistern
Die Produktion begann im Januar 2017 mit einem lokalen Team aus neun Destillateuren. Einige von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt sogar noch branchenfremd, brannten jedoch im wahrsten Sinne für die Herstellung eines Premium-Whiskys. „Natürlich hätten wir die Leitung der Produktion einem Brennmeister übertragen können. Doch wir wollten die Tradition und das Wissen des Scotch Whisky-Blending und Destillierens weitergeben und zu einer neuen Generation von Whisky-Herstellern beitragen. Das junge, leidenschaftliche Team wurde von erfahrenen Destillateuren ausgebildet und betreut“, so Mathieson.
„Wir möchten mit Torabhaig den Kurs der Whisky-Herstellung auf der Insel ändern, in dem wir unseren eigenen unverwechselbaren Charakter einbringen und sehen eine aufregende Zukunft für Whiskys der Isle of Skye.“
Der Stellenwert, dieser neuen Destillerie auf der Isle of Skye und der Hype auf die Torabhaig Whiskys, wurde kürzlich bei einer Charity Auktion unter Beweis gestellt: sagenhafte € 4.791 wurden bei einer Online-Auktion für zwei Flaschen Torabhaig Whisky erzielt, die für caritative Zwecke gespendet wurden.
Und so gewinnen Sie den Torabhaig Legacy Series 2017:
Beantworten Sie einfach unsere Gewinnfrage: auf welcher schottischen Insel liegt die Destillerie Torabhaig?
A) Mull B) Skye C) Islay
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Torabhaig“!
Unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 21. März 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie oder ihn am 22. März 2021 bekannt. Die Gewinne werden von uns versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Neil Mathieson, CEO der Mossburn Distillers
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Torabhaig“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 21. März 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 22. März 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Whiskyexperts versendet. Ihre persönlichen Daten werden wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Anfang Februar haben wir über ein Set aus einem 30 Jahre alten irischen Whiskey und einem Fabergé-Ei berichtet, das vom Craft Irish Whiskey Club als Sammleredition in einer Auflage von sieben Sets vorgestellt wurde.
Was würden Sie für die Limited Edition ‘Emerald Isle’ auf den Tisch legen? Nun, für zwei Sammler aus Houston, Texas, war das Set, das in einer Charity-Auktion versteigert wurde, 2 Millionen Dollar wert. James und Korrine Whipkey kauften es gemeinsam mit einer Gruppe privater Investoren – und wenn man das Wort „Investoren“ liest, dann weiß man, dass der Whisky nach dem Kauf weder geöffnet noch getrunken wurde.
Die restlichen sechs Boxen werden dann im Laufe des Jahres 2021 versteigert werden – auf die dort erzielten Preise kann man gespannt sein.
Hier die Presseaussendung dazu:
The Craft Irish Whiskey Co. stellt in Partnerschaft mit Fabergé den Rekord für das teuerste Whiskey-Set der Welt auf
Nach der mit Spannung erwarteten Enthüllung der „The Emerald Isle Collection“ von The Craft Irish Whiskey Co, in Zusammenarbeit mit Fabergé wurde ein neuer Weltrekord für das teuerste Whiskey-Sammlerset der Welt aufgestellt.
Beim Verkauf der Erstausgabe dieser äußerst limitierten Sammlerboxen wurde ein Weltrekord von $2 Millionen USD erzielt. Das Höchstgebot und der exklusive Erwerb der ersten Emerald Isle Box wurde am St. Patrick’s Day (17. März) gemeinsam von den in Houston ansässigen Fabergé-Sammlern James und Korrine Whipkey und einer Gruppe privater Investoren unter der Leitung von Scott H. Weissman gesichert. Alle Einnahmen aus diesem Verkauf gehen an die Correa Family Foundation, eine Wohltätigkeitsorganisation, die krebskranke Kinder unterstützt und deren Vorsitzender der Major League Baseball-Star Carlos Correa ist. Die verbleibenden sechs „Emerald Isle“-Erlebnisboxen werden bei Auktionen und Veranstaltungen in verschiedenen Städten im Jahr 2021 auf den Markt kommen.
Jay Bradley, Gründer von The Craft Irish Whiskey Co. kommentierte:
„Mein Unternehmen teilt die gleiche Vision für seine Marke wie Fabergé – es will zeitlose Schönheit und ein dauerhaftes Vermächtnis schaffen. Ich freue mich, zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten einen Weltrekord aufgestellt zu haben, und bin stolz darauf, dass wir den gesamten Erlös aus diesem Verkauf an die Correa Family Foundation spenden können, für einen guten Zweck, der mir sehr am Herzen liegt, da bei meiner eigenen Tochter ein Neuroblastom, eine seltene Krebsart, diagnostiziert wurde, als sie gerade fünf Monate alt war. Mithilfe von Wohltätigkeitsorganisationen wie der Correa Family Foundation ist sie heute eine gesunde 19-Jährige und ich fühle mich geehrt, die Stiftung mit dieser Spende unterstützen zu können.“
Carlos Correa, Vorsitzender der Correa Family Foundation, erklärte:
„Ich bin The Craft Irish Whiskey Co. und Jay Bradley sehr dankbar, dass sie so großzügig sind und den Erlös aus der Erstausgabe von The Emerald Isle an unsere Stiftung spenden. Dies ist ein riesiger Spendenbetrag für die Correa Family Foundation und wird Tausende von Leben verändern. Schon in normalen Zeiten ist es herzzerreißend zu sehen, wie ein krankes Kind mit Krebs kämpft und was das für seine Familie bedeutet – etwas, das Jay und seine Familie aus erster Hand erfahren haben – aber so etwas während einer weltweiten Pandemie durchzumachen, ist wirklich unvorstellbar schwer.“
Die großzügige Spende unterstützt unterversorgte Krebspatienten im Kindesalter. Die Wohltätigkeitsorganisation übernimmt die täglichen Ausgaben wie Essen, Transport und Miete für über 15.000 krebskranke Kinder.
„The Emerald Isle Collection“ ist die zweite Kollektion von The Craft Irish Whiskey Co. nach der Herausgabe von „The Devil’s Keep“, einem dreifach destillierten, 29 Jahre alten Single Malt Whiskey, der ebenfalls einen Weltrekord für die teuerste Erstausgabe aufstellte, als er im November 2020 für 60.000 US-Dollar (ca. 46.000 £/51.000 Euro) versteigert wurde. „The Emerald Isle Collection“ erhält nun die Krone als ältester und seltenster dreifach destillierter irischer Single Malt der Welt. Die Kollektion besteht aus einem siebenteiligen, handgefertigten Whiskey-Set, das die „Sieben Wunder Irlands“ zelebriert.
Die Sets sind wunderschön verpackt in einer dunklen Walnuss-Schatulle, und jedes einzelne Set enthält eine Flasche des extrem seltenen, 30 Jahre alten, dreifach destillierten irischen Single Malt Whiskey aus einem einzigen Fass, sowie zwei exklusive Kreationen von Fabergé – das erste keltische Fabergé-Ei und eine eigens angefertigte 1/1 Fabergé-Uhr. Jedes Set enthält auch einen Humidor mit zwei limitierten und (inzwischen ausverkauften), äußerst seltenen Cohiba Siglo VI Grand Reserva (2009) Zigarren. Mit einer Bewertung von 100/100 ist er das Nonplusultra unter den Zigarren-Sammelobjekten und hat in den letzten zehn Jahren einen Wertzuwachs von über 1.200 % erfahren. Es enthält außerdem einen vergoldeten Zigarrenschneider, eine vergoldete Wasserpipette, Whiskey-Steine aus reinem Obsidian, einen Flachmann mit einer Probe des Emerald Isle Whiskeys und eine Karaffe, die mit irischem Quellwasser aus derselben Region gefüllt ist, in der der Whiskey hergestellt wurde.
Die Schatullen wurden von der Form eines Smaragds inspiriert und zeigen jeweils eine Illustration eines der „Wunder“ Irlands und seine geografischen Koordinaten, so dass jede Box ein Unikat ist. Im Inneren jeder Box befindet sich das eigentliche Highlight, die handgefertigte Whiskey-Flasche, die das „flüssige Gold“ enthält – ein Sammlerstück für sich, dessen Design an das kaiserliche Fabergé-Hühnerei von 1885 angelehnt ist. Neben der Whiskey-Flasche enthält jedes Set ein individuell angefertigtes keltischen Fabergé-Ei – die ersten dieser Art. Jedes Ei ist aus 18-karätigem Gelbgold handgefertigt und stellt Fabergés legendärer Guilloché-Emaille in Pastellgrün zur Schau; die Farben Grün, Weiß und Gold des Eies symbolisieren die irische Flagge. Im Inneren erwartet Sie eine einzigartige Überraschung in Form eines rohen, ungeschliffenen Gemfields-Smaragds aus Sambia. Dies ist eine wirklich historische Besonderheit, denn noch nie zuvor hat Fabergé einen ungeschliffenen Edelstein als Überraschung in das Ei gelegt. Der ungeschnittene Edelstein kann von Fabergé zu einem exquisiten, einzigartigen Stück Fabergé-Schmuck verarbeitet werden.
Die Teeling Distillery in Dublin bringt eine neue Destillerieabfüllung zum St. Patrick’s Day. Diesmal wurde der Whiskey in Fässern aus irischer Eiche gereift.
In der nachfolgenden Presseaussendung finden Sie eine genauere Beschreibung des Whiskeys und ein Link zum Eintrag im Online-Shop:
Teeling Whiskey Releases Special Distillery Exclusive Bottling to Mark St. Patrick’s Day
Teeling Whiskey released a special Distillery Exclusive bottling this St. Patrick’s Day, focusing on the unique impact Irish Virgin Oak has on our Small Batch Teeling Whiskey. Traditionally, American or French Oak casks previously used in spirit or wine manufacturing are used in the aging of Irish whiskey. The use of Virgin Irish Oak for this special bottling creates a distinctively different rich cream and honey taste experience.
Our Distillery Exclusive is bottled at 46 % ABV and finished in Irish Oak casks. This whiskey is available to purchase exclusively at the Teeling Whiskey Distillery.
This is the 4th release in our Distillery Exclusive range which we have released to mark St. Patrick’s Day 2021. We have continued to explore the influence of different wood types, previously using Hungarian and Chestnut & Chinkapin casks for our Distillery Exclusive releases.
Tasting Notes:
Nose: Fresh coffee & sweet cacao intermingled with citrus peel and leather with a slight floral background
Taste: Big hits of vanilla and caramel texture, along with warming oak spice
Finish: Prolonged finish dominated by black peppercorns and clove giving way to oak tannins and a background of vanilla sweetness
The Teeling Whiskey Distillery Exclusive was bottled at 46% with no chill filtration, like all Teeling Whiskeys is now available to buy online through the Distillery web-shop and will be available to buy in the distillery when permitted to re-open at €60 per 70cl bottle in gift tin canister. There is also the option to personalise the label of this unique bottle of Irish whiskey whether for yourself or to give as a gift. Please visit https://teelingdistillery.com/shop/ for more information on this and other Teeling Distillery virtual gift shop offerings.
Zwar ist der neue Blood Oath Pact 7 Kentucky Straight Bourbon Whiskey derweilen nur für die USA angekündigt, und die Angabe der verfügbaren Menge in der Pressemitteilung lässt durch ihre Ambivalenz keine Rückschlüsse auf die mögliche Ausweitung auf andere Märkte zu (einmal wird sie mit 17.000 cases, also 204.000 Flaschen, dann wieder mit 5100 Flaschen angegeben), aber nachdem wir viele Bourbon-Fans unter unseren Lesern haben, wollen wir diese auf die Neuerscheinung hinweisen. Interessant an ihm ist die Mischung aus drei verschiedenen Bourbons von 14 bis 8 Jahren, die einen höheren Rye-Anteil aufweisen.
Hier die englischsprachige Pressemitteilung dazu:
Master distiller renews bourbon pact with fans by creating Blood Oath Pact 7 Kentucky Straight Bourbon Whiskey
Latest addition to the Blood Oath series features bourbon finished in Sauternes casks
Lux Row Distillers is launching Blood Oath Pact 7 Kentucky Straight Bourbon Whiskey. Finished in Sauternes casks, Pact 7 is the latest in a series of Kentucky straight bourbon whiskey blends created by Lux Row Master Distiller John Rempe. Available at retail starting mid-April, Blood Oath Pact 7 has a limited allocation of just over 17,000 cases at a suggested retail price of $99.99 per bottle.
n a blend only known to Rempe, Blood Oath Pact 7 features a combination of three Kentucky straight bourbon whiskeys: a 14-year ryed bourbon, an 8-year ryed bourbon and an 8-year ryed bourbon finished in Sauternes casks. Sauternes is a sweet white wine from the small town of Sauternes in the Bordeaux region of France.
„Finishing in a Sauternes cask brings additional tasting notes and flavor to the bourbon,“ said Rempe. „In the case of Pact 7, expect a nose of caramel, oak and spice with flavor notes of apricots, honey and peaches. The balance of sweetness and spice is what sets this bourbon apart.“
The Blood Oath concept was created in 2014 by Rempe, who had an idea to make an exceptional blend of Kentucky straight bourbon whiskey using three unique bourbons. He named the series Blood Oath, because he vows to be the only one who knows where these whiskeys have come from. He also promises to make the best bourbon for the bourbon connoisseur with each Pact.
„Creating an extraordinary and unique blend of Kentucky straight bourbon whiskeys is at the heart of the Blood Oath series,“ said Rempe. „Pact 7 continues this tradition, and the result is a secret I can’t wait to share with bourbon lovers.“
The Blood Oath Pact 7 label is similar to its series predecessors, but with the color selection evoking rich French blue hues. Launching this spring, Blood Oath Pact 7 has a total allocation of 51,00 bottles, 1,400 of which will be held for a future Trilogy Pack release. The first Trilogy Pack, featuring Pacts 1, 2 and 3, was released in 2018. The second Trilogy Pack, featuring Pacts 4, 5 and 6, will be released later this year.
Gestern veranstaltete Kirsch Import gemeinsam mit Startward Gründer David Vitale ein Online-Tasting mit dem neuen Starward Left-Field aus Australien, einem in australischen Rotwein-Fässern (ausschließlich französische Eiche) gereiften Single Malt. Neben der klassischen Verkostung gab es auch ein ausgezeichnetes Food-Pairing, komponiert von Whisky-Koch Chris Pepper, und zwei Cocktails mit dem Left-Field zu genießen – und die beiden einfach zu mixenden und großartig schmeckenden Cocktails von Christoph Henkel wollen wir Ihnen hier als Nachlese präsentieren.
Starward-Gründer David Vitale
Kurz noch zum Whisky selbst: Der mit 40% abgefüllte Starward Left-Field ist ein unkomplizierter und ausgewogener Whisky mit Vollreifung im Weinfass, der ein breites Spektrum an intensiven Geschmacksnoten bietet. Er ist 100% Australien: Mit der gesamten Produktion vor Ort, Gerste aus der Region und Rotweinfässers australischer Weingüter des Barossa und Yarra Valley aus französischer Eiche. Die offiziellen Tasting Notes beschreiben den Left-Field sehr gut:
Nase: Tropische Früchte mit Aromen von rotem Apfel und frischen roten Beerenfrüchten. Gaumen: Vollmundig intensiv mit hellen tropischen Früchten und Noten gerösteter Eiche. Nachklang: Zarter mit weichen Tanninen und der Würze der französischen Eichenfässer.
Es ist spannend zu verkosten, wie der Whisky sein junges Alter von drei bis vier Jahren völlig vergessen macht – keine jugendlichen, metallischen Noten oder scharfe Töne sind in ihm zu finden. David Vitale gibt dafür drei Gründe an: Das Klima in Melbourne, das wie kein anderes weltweit die Reifung beschleunigt, die Verwendung von Hefe, die sonst eher zur Bierherstellung verwendet wird, und die Tatsache, dass der New Make mit einer relativ niedrigen Alkoholstärke von ca. 55% in die Weinfässer kommt.
Schon beim ersten Schluck des Left-Field ist klar: Das ist kein Schotte, kein Ire, kein Bourbon, sondern etwas Eigenständiges, Typisches – und dennoch ein Whisky und nichts Anderes. Er ist unkompliziert, angenehm, macht aber bei der Komplexität der Geschmäcker keine Kompromisse. Wer in ihm die Ecken und Kanten von manchen schottischen Abfüllungen sucht, wird sie nicht finden, dafür aber harmonische Noten und eine Zugänglichkeit, wie man sie sonst selten findet.
Wie gut sich der Starward Left-Field für Cocktails eignet, konnte man beim Tasting selbst erleben und sebst mixen. Hier sind die beiden Cocktails, die vorgestellt und verkostet wurden:
Und hier noch die Anleitung zur Herstellung des eigenen Rotwein-Sirups:
Wir wünschen viel Vergnügen beim Mixen und Genießen!
Die Airport Tastings in Nürnberg sind bislang ein regionales (und sehr beliebtes) Ereignis gewesen – aber in der Pandemie geht man dort jetzt neue Wege und veranstaltet das vierte Tasting online. Das Besondere daran ist, dass die verkosteten Whiskys nur als Travel Retail Editionen erhältlich sind. Und auch wenn die Verkostung (unter der Leitung von Michael Gradl) „nur“ online stattfindet, gibt es dennoch ein interessantes Rahmenprogramm dazu.
Mehr zum Online Airport Tasting nachfolgend – wir haben die Veranstaltung natürlich auch in unseren Eventlakender aufgenommen:
Erste Online-Ausgabe: Airport Tasting mit Travel Retail Exclusive Whisky
Die vierte Ausgabe des Airport Tastings wird am Sonntag, 18. April 2021 von 17 – 20 Uhr stattfinden. Pandemie-bedingt wird es diesmal leider kein Vor-Ort-Tasting mit Drei-Gänge-Menü im Mövenpick Restaurant und gewohntem Blick auf die Start- und Landebahn geben können. Dafür aber mit Whisky-Raritäten im eigens produzierten und streng limitierten Airport Tasting Sample-Set und reichlich Programm rund um das Wasser des Lebens. Die Veranstaltung wird vom Albrecht Dürer Airport Nürnberg via Online-Stream live in die Wohnzimmer übertragen.
Informationen vom Whisky-Fachmann
Das Nürnberger Whiskyfässla-Team um den fränkischen Whisky-Entertainer Michael Gradl werden alle Infos zu den exklusiv im Duty Free-Shop erhältlichen Destillaten geben. Mit im Programm: Autor Jan Beinßen wird aus einer Krimi-Whisky-Kurzgeschichte lesen. Mit einem Auftritt des professionellen Dudelsackspielers Thomas Schalla wird es zudem einen musikalischen Ausflug nach Schottland geben.
Rabatt auf Lieblingswhiskys
In der Sample Box befinden sich fünf Travel Retail Exclusive-Whiskys, die sonst nur im Duty Free Shop erhältlich sind, und eine Local Edition. Zudem erhalten Sie einen 20%-Rabatt-Code, damit Sie sich im Anschluss an das Tasting Ihren neuen Lieblingswhisky gleich günstig sichern können.
Whisky-Auswahl
Das Sample Set ist streng auf 250 Stück limitiert und beinhaltet sechs Whiskys (à 50 ml) zum Probieren:
Hibiki, Japanese Harmony Master’s Select, Travel Edition
Glen Keith, 21 Jahre, Travel Edition
Glenmorangie, The Tribute, 16 Jahre, Travel Edition
Highland Park, Dark Viking Pride, 18 Jahre, Travel Edition
Elch Whisky, Torf vom Dorf, 7. Auflage, Local Edition
Vielfältiges Tasting Paket
Das limitierte Airport Tasting-Paket in der Online-Ausgabe ist für 54,99 € (versandkostenfrei) unter www.airporttasting.de erhältlich und enthält Folgendes:
6 x 50 ml exklusive Whiskys
20% Rabatt auf anschließende Whisky-Bestellung
Limitierte Sammlerbox
Airport Tasting Ansteck-Pin
Live-Tasting via Online-Konferenz
Whisky-Kurzgeschichte
Dudelsack-Auftritt
Detaillierte Anleitung
Hilfe bei technischen Fragen
Versandkostenfreie Zustellung
Sonst mit Blick aufs Vorfeld. Corona-bedingt jetzt online als Live-Stream zusammen mit Whisky-Entertainer Michael Gradl und Showprogramm. Mit eigens hochwertig produzierten Sample-Sets kommt der Travel Edition-Whisky versandkostenfrei zu Ihnen nach Hause. Der Versand erfolgt ab KW 13.
Stoff aus der Islay-Destillerie Bunnahabhain gibt es ja mehr als genug – insofern könnte Serge Valentin seine Verkostungen mit diesen Abfüllungen fast ad infinitum fortsetzen. Aber natürlich hat alles einmal ein Ende, und mit dem 26. Bunnahabhain (diesmal sind es nämlich sechs) in der Serie auch diese Verkostungsreihe.
Sehen wir uns also die letzten sechs Whiskys in der Verkostung an:
Bunnahabhain 12 yo (60.4%, OB, hand-filled at the Distillery, Warehouse 9, Pedro Ximenez, cask #1635, 2019)
Bunnahabhain 35 yo 1976/2012 (48.8%, The Whisky Mercenary)
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Von himmelhoch jauchzend bis zu eher betrüblich ist also heute zum Finale alles dabei. Und wir werfen mit unserem Titelbild einmal einen Blick in ein Fasslager der Brennerei:
Die Jack Daniel Distillery gab in dieser Woche bekannt, dass Lexie Phillips zur Assistant Distiller ernannt wurde. Damit ist sie die erste Frau, die in dieser offiziellen Funktion für die legendäre Tennessee Whiskey Marke tätig ist. Phillips wird nun mit Jack Daniels Master Distiller Chris Fletcher im Bereich der Whiskey-Neuheiten zusammenarbeiten.
Phillips, die seit mehr als sieben Jahren in Lynchburg arbeitet, war zuvor maßgeblich an der Qualitätskontrolle und am Betrieb der Brennerei beteiligt, zuletzt als distillery lead operator. In ihrer neuen Rolle wird sie die Gesamtqualität zuständig sein und auch als Markenbotschafterin fungieren.
Phillips wurde außerhalb von Lynchburg, Tennessee, geboren und wuchs dort auf. Sie ist eines von dutzenden Familienmitgliedern, die in der Jack Daniel Distillery gearbeitet haben oder derzeit noch arbeiten. Und auch ihr Mann Josh ist in der Brennerei beschäftigt.
„Ich fühle mich geehrt, den Schritt zur Assistant Distiller machen zu können und freue mich darauf, mit Chris und den besten Whiskeyherstellern der Welt zusammenzuarbeiten und von ihnen zu lernen“
sagte Phillips.
„Tennessee Whisky zu machen war meine Lebensleidenschaft und ich bin dankbar, eine neue Generation von Frauen dazu inspirieren zu können, in meine Fußstapfen zu treten.“
Wir wünschen Lexie Phillips bei ihrer neuen Tätigkeit viel Erfolg und eben soviel Freude.