Drinks Ireland | Irish Whiskey hat in dieser Woche ihren neuen Vorstand ernannt. Neuer Vorsitzender ist nun John Quinn, Markenbotschafter von Tullamore DEW. Er verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Branche und tritt die Nachfolge von David Stapleton als Vorsitzender an. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde James Doherty, Geschäftsführer von Sliabh Liag Distillers in der Grafschaft Donegal, ernannt.
Die Irish Whiskey Association wurde 2014 gegründet, um die schnell wachsende irische Whiskyindustrie zu repräsentieren und die Zusammenarbeit zwischen den Produzenten zu fördern. Derzeit umfasst sie 37 Mitgliedsunternehmen der irischen Whiskyindustrie auf der ganzen Insel Irland. Die Aufgabe der Association, wie auf iherer Website zu lesen, ist der Schutz, die Förderung und Vertretung der Kategorie Irish Whiskey in Irland und weltweit, um die Position von Irish Whiskey als eine der weltweit führenden Spirituosenkategorien zu sichern.
Die in den Highlands gelegene Brennerei The Glenturret zeigte sich vor einigen Monaten völlig neu. „Die Geschichte respektieren und gleichzeitig neue Kapitel schreiben“, diesen Anspruch formulierte Schottlands älteste, noch aktive Destillerie und präsentierte ein komplett neues Portfolio (wir berichteten). Und ein weiteres, neues Kapitel schreibt die Brennerei in dieser Woche. Und veröffentlicht The Glenturret Provenance – als ersten Teil der The Glenturret Trinity series.
In Zusammenarbeit mit dem renommierten französischen Glashersteller Lalique erscheint, wie bei The moodie davitt report zu lesen, eine limitierte Super-Premium-Single-Malt-Whisky-Serie. The Glenturret Provenance ist ein 33 Jahre alte Single Malt Whisky. Dieser stammt aus drei, 1987 befüllten Fässern, die am 4. Dezember 2020 in 320 Flaschen, vielmehr von Hand gefertigten Dekanter, in Fassstärke von 43,7 % Vol. abgefüllt wurden. Für diese limitierte Abfüllung beträgt die unverbindliche Preisempfehlung £ 9.800. Momentan entspricht dies ungefähr 10.750 €.
Die offiziellen Tasting Notes beschreiben diesen Single Malt mit vollen Noten von Ingwer, mit Brandy getränkten Kirschen und prallen, saftigen Sultaninen. Es folgt ein Hauch von Zimtstangen, Datteln und das leise Flüstern von Eiche und grünem Apfel. In einem Video,welches Sie auf Youtube nach einem Altersnachweis sehen können, stellt The Glenturret ihre neueste Abfüllung näher vor
Der irische Unabhängige Abfüller Thomond Gate Whiskey aus Limerick veröffentlicht kurz vor Weihnachten nicht nur eine, sondern gleich zwei Limited Editions. Im letzten Jahr veröffentlichte das junge Unternehmen ihre erste Abfüllung. Diese 100 Flaschen erschienen auf den Tag genau 100 Jahre, nachdem The Thomond Gate Distillery in Limerick schloss. Thomond Gate Irish Whiskey nimmt das kulturelle dieser Lost Distillery auf und möchte in Limerick Irish Whiskey wieder etablieren. Ihre Ideen stellen sie in einem Video (diese finden Sie auf Youtube und im Kopfbereich unseres Post) sowie auf ihrer Website vor.
Der erste neue Whiskey, „Peter Lacy“, ist eine Zusammenarbeit mit der lokalen Treaty City Brewery. Ein Fass aus französischer Eiche, in dem ursprünglich Bordeaux-Rotwein aus der Region Saint-Emilion reifte, wurde von der der Treaty City Brewery zur Herstellung ihres Imperial Stouts verwendet. Das Bier genoss drei Jahre lang die Reifung in dem ehemaligen Bordeaux-Fass. Dieses wurde anschließend mit Single Pot Still Irish Whiskey befüllt, der zuvor in einem First Fill Ex-Bourbon Cask reifte.
Der Zweite, „Galloping Hogan“, ist ein irischer Single Malt Whisky, der sein Finish in einem französischen Cognac-Hogshead-Fass erhielt. In diesem Fass reifte zuvor doppelt destilliertes Ugni Blanc Unieaux-de-vie aus der Region Cognac für zwei Jahre. Der Single Malt Irish Whiskey, der danach in das Fass gefüllt wurde, reifte zuvor ebenfalls in einem First Fill Ex-Bourbon Cask.
Beide Abfüllungen sind in Fassstärke und natürlicher Farbe sowie ohne Kühltiltration abgefüllt. Peter Lacy ist auf 232 Flaschen limitiert, mit 58,23 % Vol. abgefüllt und erhält eine unverbindliche Preisempfehlung von 99 €. Galloping Hogan weist die gleiche UVP auf, die Auflage beträgt 288 Flaschen und die Alkoholstärke ist hier mit 59.59 % Vol. unwesentlich höher. Erhältlich sein sollen sie unter anderem auch über die Website von Thomond Gate Irish Whiskey. Aktuell sind sie dort noch nicht aufgeführt, wir hoffen und gehen davon aus, dass sich dies noch ändern wird.
Heute übernimmt Angus MacRaild das Ruder bei Whiskyfun und verkostet Whiskys der Speyside-Destillerien Dailuaine und Craigellachie. Laut Angus stehen Beide nicht unbedingt als leuchtendes Beispiel für diese Region. Doch erfuhren sie, so findet er, in der letzten Zeit etwas mehr Aufmerksamkeit. Für das heutige Tasting stellt Angus jeweils einer aktuellen Abfüllung der That Boutique-y Whisky Company eine ältere unabhängige Abfüllung – Cadenhead und Samaroli – an die Seite. In unserer Kurzübersicht sehen Sie die sich ergebenden Paare sowie die jeweiligen Bewertungen:
Dailuaine 20 yo ‘Batch 4’ (50.4%, That Boutique-y Whisky Company, 442 bottles)
87
Dailuaine 27 yo 1962/1989 (50.8%, Cadenhead Dumpy)
89
Craigellachie 10 yo ‘Batch 3’ (50.3%, That Boutique-y Whisky Company, 2987 bottles)
Michael Gradl von Gradl’s Whiskyfaessla in Nürnberg hat einen neuen GlenAllachie in petto. Den gibt es, weil sich Michael nicht zwischen zwei Fässern entscheiden konnte – und das eine für eine Messe im nächsten Jahr, das andere „für sich“ hat abfüllen lassen. Das „für sich“ ist natürlich nur bildlich zu sehen, denn den GlenAllachie Winter Edition 2020 gibt es natürlich für Whiskyfreunde zu kaufen – entweder direkt vor Ort im Shop oder wie immer auf wunderschön altmodische Weise mit einer Mail an Michael Gradl.
Hier das, was uns zum GlenAllachie Whiskyfaessla´s Winter Edition 2020 zur Verfügung gestellt wurde:
Neu – GlenAllachie Whiskyfaessla´s Winter Edition 2020
Eigentlich war das so gar nicht geplant…
Die Geschichte dazu: Für eine Whiskymesse im Jahre 2021 sollten wir einen Whisky aussuchen. Leider hat uns Corona da einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir durften nicht „vor Ort“ selektieren.
Also gabs viele Samples um im Homeoffice den „Richtigen“ zu finden. Wie wir es auch drehten und wendeten….es blieben immer zwei Fässer übrig. Alle, wirklich auch alle waren dieser Meinung.
Da es bekanntlich nur ein Fass für die Messe geben wird, haben wir aus dem zweiten Fass kurzerhand meins gemacht. Eine salomonische Entscheidung, wie wir finden.
Wir dürfen vorstellen:
Whiskyfaessla´s Winter Edition 2020 (noch vor Brexit!)
Cask No. 4817
Distilled 02.06.2009 Bottled September 2020 Bolgheri Superiore DOC Wine Cask
Was sagen wir dazu: Ein wenig Toffee, Honig, Pfirsiche und Orangenschale, vielleicht noch rote Beeren und Ingwer.Einfach, klar, lecker mit 56,8% Vol. Also eine sehr schöne Winterabfüllung, wie wir meinen.
Wir haben exakt 297 Flaschen, die wir gerne für 89 Euro hergeben wollen.
Wird das mit Corona noch schlimmer, dann können Sie auch unter chef@whiskyfaessla.de sich eine Flasche unter Angabe der Rechnungs- und Versandadresse bestellen. Den Versand übernehmen dann wir, wenn die Abholung nicht möglich sein sollte.
Wie gesagt…der letzte GlenAllachie vor dem Brexit 😊
Die Isle of Arran Distillers freuen sich über den Erfolg des Fassverkaufprogramms der Lagg Distillery im Süden der Insel – man steigerte auf mit dessen Hilfe die Verkaufszahlen der Destillerien um 62 Prozent. Noch etwas weniger als 100 der Fässer sind in dem Programm erhältlich, und wie man zu so einem Fass der (ausschließlich getorften Whisky produzierenden) Brennerei auf Arran kommt, finden Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung:
Isle of Arran Distillers celebrate growth alongside continued sales of new Lagg Distillery casks
The Isle of Arran Distillers is nearing the end of their newest distillery’s cask sales programme, with increasing demand in casks of Lagg Single Malt meaning there is only a small selection remaining to purchase.
Since opening their second site on the Isle of Arran last year, Lagg Distillery, the distillers have been offering whisky fans the opportunity to be part of their uniquely exciting whisky story by purchasing the first casks of the single malt whisky produced there.
The programme has driven exceptional growth in the independently owned distillers, with total sales across the company increasing by 62%, in part due to the fact that over 600 casks of Lagg Single Malt have been sold from the allocation of 700. Alongside this, the island distillers have also seen online mail order sales of whisky double during this turbulent year.
Owning a cask of Lagg whisky, which will mature into Lagg Single Malt and eventually be available to bottle, means the owner will become part of the exclusive Lagg Cask Society.
This comes with some unique additional benefits, including a golf pass which entitles the owner to play all of Arran’s courses and the gift of a bottle of whisky from Cask Number One when it is bottled at 10 years-old, which is being specially held aside for cask owners.
The opening of Lagg Distillery, the company’s second site on the island, last year was a significant milestone in the island’s unique whisky story. Its distinctive shape is now a fixture on the island’s Southern coastline, bringing distillation back to its traditional heartland in that area of the Isle of Arran.
The spirit produced there, and available to purchase in casks, is expected to mature into the rich, earthy, smoky, Lagg Single Malt which will be very different in character to what the distillers currently produce at their original distillery in Lochranza.
Director of Operations & Production for Lagg Distillery, James MacTaggart said:
“Since we opened Lagg Distillery in 2019, we’ve been delighted to see how many whisky fans have already supported our journey by buying a cask and becoming part of our unique Lagg Cask Society.
“It really is a once in a lifetime opportunity to get involved with a distillery right at the very start of its story and to share in a brand-new island adventure with our pioneering whisky company.
“Purchasing a cask goes much deeper than just the financial benefits and represents an emotional investment, buying into the passionate people on the Isle of Arran that make our whisky and forming a lasting connection – it’s hard to put a price tag on that.”
When purchasing any cask of whisky, it is not a finished product but instead a work in progress that will mature over the coming years with plenty of patience required. The very nature of Scotch whisky means that it takes a long-term view, with spirit having to mature for at least three years and often aging much longer than that.
For further information on how to purchase the last remaining casks to be filled at the Lagg Distillery and becoming a member of the Lagg Cask Society, visit www.laggwhisky.com
Wie uns die Organisatoren des Spirit of Speyside Festivals mitteilen, wird das Whiskyfestival im kommenden Jahr wieder stattfinden, wenn es nach dem Willen der Betreiber geht. Man plant, das Fest von 28. April 2021 bis 3. Mai 2021 abzuhalten – alle Covid-19 Maßnahmen, die die zu diesem Zeitpunkt gelten, werden beachtet werden.
Hier die offizielle Presseaussendung:
Spirit of Speyside Whisky Festival Set to Return in 2021
The Spirit of Speyside Whisky Festival has today announced it will bring back the best of the iconic whisky region to the public with its 21st festival in 2021.
The six day festival will return to Speyside, the global epicentre of distilling, from 28th April to 3rd May 2021. It will be adaptive to any covid-19 measures in order for it to go ahead.
Celebrations will provide the ultimate opportunity for travellers, whisky lovers, outdoor activity enthusiasts or the local community to explore, taste and learn about the world-famous Speyside region. Bringing together a huge variety of whisky companies with local communities and nearly 140 business members in the region, it is the biggest festival of its kind in the world.
James Campbell, Festival Chairman, said:
“We are very excited about being back in business for 2021. The positive news about the coronavirus vaccines has given everyone a boost and it’s great to see some light starting to emerge from what has been a long and very dark tunnel for everyone.
“Our Distillers, who have done a great job to keep on working through the pandemic, supporting local communities with much sought after hand sanitiser and in so many other ways are now working on plans for their events along with our other event providers.
“Even if social distancing is still in place in late April I am confident they will come up with solutions to provide numerous brilliant events and we look forward to giving a very warm Speyside welcome to all of our new and returning UK and international guests in 2021.”
The full programme of events will be listed on www.spiritofspeyside.com and will be available for preview on Wednesday 24th February 2021. Tickets will go on sale online on Monday 1st March 2021.
Keine guten Nachrichten für Mitarbeiter in den schottischen Malt-Destillerien des Getränkekonzerns Diageo: Von den 550 dort Angestellten wird Diageo noch vor Weihnachten 22 entlassen, berichtet Herald Scotland.
Welche Destillerien genau es betreffen wird, und ob die Entlassungen eher in der Verwaltung, den Besucherzentren oder in der Produktion stattfinden werden, ist nicht bekannt.
Ein Sprecher von Diageo sagte, dass man ständig die Effizienz der Unternehmen des Konzerns bewerte und sich nun von 22 Mitarbeitern aus den Destillerien trennen werde – Gespräche mit ihnen seien bereits am Laufen.
Diageo betonte, dass an eine Schließung einer oder mehrerer ihrer Brennereien nicht gedacht sei. Man investiere nach wie vor 185 Millionen Pfund in die Besucherzentren und suche 150 neue Angestellte für die Johnnie Walker Visitor Experience i Edinburgh.
12 Brennereien im Besitz von Diageo – aber die Broschüre der SWA bietet natürlich auch Infos zu allen anderen schottischen Brennereien mit offiziellem Besucherzugang…
Die Speyside-Brennerei Braeval war früher unter dem Namen Braes of Glenlivet etwa genau so wenig bekannt wie sie es jetzt unter dem Namen Braeval ist – und das liegt eher nicht an dem recht feinen (aber nicht herausragenden) Whisky, der dort produziert wird, sondern eher an dem Umstand, dass es erst seit 2017 eine jährliche Originalabfüllung gibt und der Whisky sonst in Blends wandert, oder hin und wieder bei unabhängigen Abfüllern zu finden ist.
Eine Originalabfüllung und eine unabhängige Abfüllung sind heute bei Serge in der Verkostung zu finden, und er vergibt gute bis sehr gute Noten für beide:
Braeval 16 yo 2000/2017 (54.7%, OB, The Distillery Reserve Collection, cask #5116, second fill hogshead, 288 bottles)
85
Braeval 30 yo 1989/2019 (53.9%, Riegger’s Selection for Whisky-Hood, Switzerland, cask #28451)
Den 125. Geburtstag des Unternehmens feierte der unabhängige schottische Abfüller Gordon & MacPhail mit einer Serie von speziellen Abfüllungen, die jeweils aus Einzelfassabfüllungen des letzten im Besitz des Bottlers befindlichen Fasses bestanden. Nun ist mit dem Glencraig 1975 die letzte der vier Abfüllungen erschienen.
Glencraig nannten sich die Whiskys, die auf den zeitweise bei Glenburgie installierten Lomond Stills gebrannt wurden. Der 44 Jahre alte Whisky ist auf 110 Flaschen limitiert. Im Geschmack wird er so beschrieben:
In der Nase Honig, Kokos und Eiche. Am Gaumen Noten saftiger Nektarinen, weißer Pfeffer, Limette und Kakaobohnen sowie etwas kräuterige Noten. Ein mittellanges Finish, mit Zitrustönen und darüber floralen Noten.
1500 Pfund wird man für eine Flasche des mit 54,2% vol abgefüllten Whiskys ausgeben müssen – die Händler werden noch im Laufe des Dezembers damit beliefert werden.
Jede Menge vorweihnachtlicher Neuheiten können wir heute bei Kirsch Import entdecken: Es gibt zwei Abfüllungen aus Lost Distilleries und einige neue und-chillfiltered Bottlings von Signatory, Neues vom unabhängigen Abfüller Single Malts of Scotland und einen Single Pot Still Irish Whiskey mit Pinot Noir Finish von Gelston’s – und einiges davon exklusiv für Kirsch Import.
Hier alles im Detail:
Schlüssel zu Closed Distilleries: Caperdonich 2000/2020 & Imperial 1995/2020 von Signatory Vintage für Kirsch Import
Vor gut zehn Jahren rissen Baggerschaufeln die graubraunen Mauern der Caperdonich Distillery nieder. Seit 2002 war die Speyside-Brennerei bereits stillgelegt. Andrew Symington gehört zu den unabhängigen Abfüllern, die sich die Underdog-Drams in weiser Voraussicht sicherten. Aus seinem Schatz an Fässern wählte Kirsch Import ein im Juli 2000 bei Caperdonich befülltes Hogshead aus.
Wie auch das Etikett darstellt, öffnet die kostbare Abfüllung Genießern noch einmal die Türen der „closed distillery“, um deren selten gewordene Aromen zu entschlüsseln. Dazu zählen Crème brûlée und Fruchtexoten, Sandelholz und feine Fenchelnoten sowie die weiche Süße von frisch gebackenem Tortenboden. Nach 20 Jahren im Fass konnte Signatory Vintage gerade einmal 219 Flaschen mit dem fassstarken Speyside-Whisky befüllen.
185 Dekanter hat der Single Malt aus der Imperial Distillery ergeben, deren Tore sich schon 1998 endgültig geschlossen haben. Die Exklusivabfüllung für Kirsch Import öffnet die Tore der Speyside-Brennerei wieder. 25 Jahre lang reifte der Speyside-Whisky in einem Hogshead und lockt mit tropischer Frucht, weißer Schokolade und Pfefferprickeln.
Caperdonich 2000/2020 Signatory Vintage Cask Strength Collection Specially selected and bottled for Kirsch Import
20 Jahre Dest. 06/07/2000 Abgef. 28/08/2020 Fasstyp: Hogshead Fassnr. 29494 Flaschen 219 53,8% vol. 0,7 Liter Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
Tasting Notes:
Nase: Gezuckerte Mandeln, Crème brûlée und zarte Vanille, gefolgt von einem komplexen Gemisch aus gelben Äpfeln, Birnenkompott und einem Potpourri an eingemachten exotischen Früchten.
Gaumen: Sehr süß und gesetzt mit jungen Aprikosen, Walnüssen und Sandelholz. Anschließend sind feine Noten von Kamille, Fenchel und frisch gesägtem Holz wahrzunehmen.
Nachklang: Der Fruchtmix verbleibt lange und süß am Gaumen und verblasst mit weichen Eichentönen und frischem Tortenboden.
Imperial 1995/2020 Signatory Vintage Cask Strength Collection Specially selected and bottled for Kirsch Import
25 Jahre Dest. 18/09/1995 Abgef. 20/10/2020 Fasstyp: Hogshead Fassnr. 50272 Flaschen 185 56,9% vol. 0,7 Liter Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
Tasting Notes:
Nase: Ananas, Blutorange, Mango und Karamell. Anschließend warmer Honig, Walnüsse und Eiswaffel.
Gaumen: Sehr süß mit diversen tropischen Früchten, gefolgt von einem Hauch geraspelter Orangenschale sowie weißem Pfeffer und weißer Schokolade.
Nachklang: Lang und weich. Erneut diverse tropische Früchte. Ausklingend mit einer leichten Mokkanote und etwas Eiche.
Unverfälscht, vielfältig, fair: Neues aus der Un-Chillfiltered-Range von Signatory Vintage
Signatory Vintage steht für die Faszination von Fässern. Neben exklusiven Raritäten-Abfüllungen zeigt sich Andrew Symingtons Talent, das wirklich Gute vom Mittelmaß zu unterscheiden, auch in der Core Range des unabhängigen Abfüllers. In der Un-Chillfiltered-Range etwa präsentiert Signatory Vintage nicht kühlfiltrierte Single Malts, abgefüllt in idealer Trinkstärke mit 46%. So sind die hochqualitativen Scotch Whiskys ein vielfältiges, naturbelassenes Geschmackserlebnis, das die schottischen Bottler Genießern in einem absolut fairen Preis-Leistungs-Verhältnis zugänglich machen.
Dazu zählen etwa die zwei 13 Jahre alten Speyside-Whiskys in dieser Woche. Die Vintage-Abfüllung von Mortlach reifte in zwei Hogsheads, der goldige Single Cask Whisky von Glenlivet in einem First Fill Sherry Butt.
13 Jahre Dest. 30/04/2007 Abgef. 10/06/2020 Fassnr. 304882 & 304894 Fass-Typ: Hogsheads 46% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Glenlivet 2007/2020 Signatory Vintage Un-Chillfiltered 13 Jahre Dest. 30/04/2007 Abgef. 09/11/2020 Fassnr. 900274 Fass-Typ: First Fill Sherry Butt 46% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Liebhaber-Whiskys von The Single Malts of Scotland: Parcel No. 4 und eine Exklusiv-Abfüllung
The Single Malts of Scotland steht Synonym für konstant herausragende Abfüllungen. Nicht weiter verwunderlich, wenn man hinter die Kulissen der Marke schaut. Hier ziehen nämlich zwei der wohl renommiertesten Whiskyhändler weltweit die Fäden: die Brüder Rajbir Singh und Sukhinder Singh. Exklusiv für Kunden von Kirsch Import ist diese Woche ein 23 Jahre alter Single Malt von der Ben Nevis Distillery am Fuße des höchsten Bergs in Schottland dabei. Aus dem 1996 befüllten Hogshead wurde der leuchtende Highland-Whisky fassstark in 214 Flaschen abgefüllt.
An den Start geht zudem das vierte Batch der Reihe Reserve Casks. Hinter den Abfüllungen steht Oliver Chilton – oder besser sein ausgezeichneter Gaumen. Der Head Blender und Business Manager im Unternehmenskomplex der Singh-Brüder wählt vier bis sechs Fässer aus, die dann meisterlich in kleinen Batches vermählt werden. Für Parcel No. 4 hat der Whisky-Gourmet Fässer von Aultmore sowie Linkwood aus der beliebten Whisky-Region Speyside ausgewählt.
In den klassisch schönen Flaschen mit besonders detaillierten Etiketten stecken außerdem zwei mysteriöse Abfüllungen: Ein zehn Jahre alter Single Malt einer Speyside Destillerie und ein 13 Jahre alter Whisky aus einer Brennerei der Orkney Islands. Auch was ihre Farbe angeht, lassen die beiden Reserve Casks Genießer „im Dunklen“.
Ben Nevis 1996/2020 The Single Malts of Scotland Exclusively bottled for Kirsch Import
23 Jahre Dest. 01/11/1996 Abgef. 25/08/2020 Fass-Typ: Hogshead Fassnr. 1750 214 Flaschen 53,8% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Reserve Casks Aultmore 2011/2020 The Single Malts of Scotland
9 Jahre Dest. 2011 Abgef. 2020 Angels‘ Share 24,5% Anzahl der Fässer 6 Ausgewählt von Oliver Chilton 48% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Reserve Casks Linkwood 2009/2020 The Single Malts of Scotland
10 Jahre Dest. 2009 Abgef. 2020 Angels‘ Share 27,2% Anzahl der Fässer 7 Ausgewählt von Oliver Chilton 48% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Reserve Casks A Speyside Distillery 2010/2020 The Single Malts of Scotland
10 Jahre Dest. 2010 Abgef. 2020 Angels‘ Share 3,58% Anzahl der Fässer 3 Ausgewählt von Oliver Chilton 48% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Reserve Casks An Orkney Distillery 2007/2020 The Single Malts of Scotland
13 Jahre Dest. 2007 Abgef. 2020 Angels‘ Share 5,15% Anzahl der Fässer 3 Ausgewählt von Oliver Chilton 48% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Weinselige Kooperation mit Schauspieler Sam Neill: Single Pot Still Irish Whiskey mit Pinot Noir Finish von Samuel Gelston’s
Als Glücksritter ausgezogen, als erfolgreicher Goldgräber heimgekehrt, erwarb ein junger Whisky-Enthusiast 1869 die Marke Gelston’s Old Irish Whiskey. Seitdem ist sie mit der Familie Neill verknüpft, die aktuell in fünfter Generation das Whiskey-Business führt. Dafür arbeitet das Familienunternehmen mit führenden Destillerien der grünen Insel zusammen. Das Ergebnis: eine vielfältige Whiskey-Range.
Diese erweitert ein limitierter Single Pot Still Irish Whiskey – mit Pinot Noir Finish. Der Whisky ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den Cousins Johnny Neill, Besitzer von Samuel Gelston‘s, und dem etwa aus Jurassic Park bekannten Schauspieler und Weingutbesitzer Sam Neill, der in Neuseeland lebt. Die Cousins bringen nun die beiden Spirituosen und Wein produzierenden Teile der Familie zusammen, indem sie die Aromen beider Handwerke und Hemisphären vermählen.
Typisch für Irland wurde der Single Pot Still Whiskey aus einer Mischung von gemälzter wie ungemälzter Gerste dreifach destilliert. Er reifte in ehemaligen Bourbon-Fässern, bevor er für sein 21-monatiges Finish in Sam Neills Fässer aus französischer Eiche umsiedelte, in denen zuvor dessen prestigeträchtiger Central Otago Pinot Noir lagerte.
Single Pot Still Irish Whiskey Pinot Noir Finish Samuel Gelston’s Irish Whiskey
Weihnachten ist die Zeit, in der man sich mit Geschenken Freude macht. Johnnie Walker will das mit einem Geschenk an Schottland, das nicht nur zu Weihnachten Freude bereiten soll, sondern auf Dauer: Der weltweit meistverkaufte schottische Whisky will bis 2025 über ganz Schottland verteilt eine Million Bäume pflanzen, um so den CO2-Fußabdruck zu minimieren.
Hier alles über die Umweltaktion von Diageo:
Johnnie Walker weckt den festlichen Geist durch die Schenkung von einer Million Bäumen
Während sich Leute auf der Welt auf die Zeit des Wohlwollens vorbereiten, verkündet Johnnie Walker ein spezielles Geschenk für die Heimat des schottischen Whiskys
LONDON, 8. Dezember 2020 /PRNewswire/ — Die Hersteller der weltweiten Nr. 1 unter den schottischen Whiskys* gaben heute ihre Absicht bekannt, bis 2025 eine Million Bäume in den vier Ecken Schottlands zu pflanzen. Die Ankündigung ist Teil der fortlaufenden Bemühungen von Johnnie Walker, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und die natürlichen Ressourcen wiederherzustellen, die er bei der Herstellung seiner preisgekrönten Reihe von Scotch Whiskys verwendet.
Julie Bramham, Global Brand Director für Johnnie Walker, sagt:
„Schottland ist unsere Heimat. Hier begann unsere Reise vor 200 Jahren und sie ist das Herzstück von allem, was unsere Whiskys so besonders macht. Während wir die Türen für die nächsten 200 Jahre unserer Reise öffnen, wollen wir positive Fortschritte machen, um die wilden schottischen Landschaften und unberührten natürlichen Ressourcen, die unsere Whiskys seit Generationen geprägt haben, zu nähren und zu schützen.“
Bis heute wurden 389.000 der eine Million Bäume in der Nähe von zwei unserer Brennereien in den schottischen Highlands gepflanzt. Während der Laufzeit dieses Projekts werden diese Bäume voraussichtlich über 69.000 Tonnen C02 aufnehmen – das entspricht 10.500 Flügen um die Welt oder fast eine halbe Million Mal von London nach Edinburgh.
In Ballygowan, in der Nähe der Oban Brennerei, wurde die Anpflanzung einheimischer Birken, Eichen, Wildkirschen, Weiden und Haselnussbäume finanziert und umfasst einen neuen Baum, der in Partnerschaft mit Lupi Moll, Umweltunternehmer und Eigentümer der Inverlonan Estates, jedem der 28.000 Mitarbeiter von Diageo gewidmet ist. In Allt Ruadh, in der Nähe der Glen Ord Brennerei, hat sich Johnnie Walker mit Trees for Life zusammengetan, um alte und einheimische Bäume zu pflanzen, die als lebenswichtiger Wildtierkorridor dienen und die Verfügbarkeit von Lebensraum für Arten wie Birkhühnern, Kreuzschnäbeln und roten Eichhörnchen erhöhen werden.
Steve Micklewright, Geschäftsführer von Trees for Life, sagte:
„Der Wiederaufbau ist eine Investition in eine Zukunft, in der Wildtiere und Gemeinschaften gedeihen können. Johnnie Walkers Beitrag zum Trees for Life Allt Ruadh-Projekt ist ein Beispiel für diesen Ansatz. Ihre Unterstützung erkennt die entscheidende Rolle an, die unsere natürlichen Landschaften bei der Wiederherstellung der Natur, bei der Umkehrung der Klima- und Biodiversitätskrise und schließlich bei der Schaffung einer Landschaft in besserer Gesundheit für künftige Generationen spielen.“
Das heutige Engagement folgt auf die jüngste Ankündigung des Mutterkonzerns Diageo, seine kühnen und ehrgeizigen Ziele bekannt zu geben, die in den nächsten 10 Jahren einen positiven Einfluss auf die Welt ausüben sollen. Johnnie Walker hat sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die gesamte Produktion seines weltberühmten Scotchs kohlenstoffneutral ist und alle Brennereien bis 2030 zu 100 % mit grüner Energie betrieben werden.
Julie Bramham fuhr fort:
„Während Diageo unseren erneuerten 10-Jahres-Aktionsplan ankündigt, bin ich stolz darauf, Johnnie Walker an vorderster Front dabei zu haben. Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die Grenzen von Scotch zu erweitern, und unser Ansatz zu diesen Nachhaltigkeitszielen ist nichts anderes. Wir werden in den kommenden Monaten mehr über die Schritte verkünden, die wir bei Johnnie Walker unternehmen, um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen; unsere Reise in eine bessere Zukunft beginnt gerade erst…“
Weitere Informationen zu den umfassenderen Nachhaltigkeitsverpflichtungen von Diageo 2030 finden Sie unter www.diageo.com
Für weitere Informationen über die Johnnie Walker 200th Anniversary Story und unsere limitierten Editionen besuchen Sie bitte: www.johnniewalker.com
Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon vielbeachtete Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2), über St. Kilian (Teil 1 und 2) und einen über Springbank (Teil 1 und Teil 2) verdanken, hat für seine fünfte Kollaboration mit Whiskyexperts die Destillerie InchDairnie im Kingdom of Fife besucht, um dort tief in die Geheimnisse der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Brennerei einzutauchen.
Kommen Sie mit ihm und uns in die versteckte Brennerei in den Lowlands, die im Dezember 2015 zu produzieren begann, und lesen Sie in drei Teilen, was Inchdairnie so außergewöhnlich macht. Den ersten Teil finden Sie hier, Teil 2 hier:
Treffpunkt: The hidden distillery close to water – eine Trilogie – Die Whiskies
Nun bleiben zwei berechtigte Fragen: welche verschiedenen Rohbrände werden von InchDairnie destilliert und wie schmecken denn die?
Nach dem durchstrukturierten Geschäftsmodell von Gründer und Managing Director Ian Palmer erwarte ich eine durchdachte und geschmackvolle Produktpalette. Ich werde nicht enttäuscht.
75% der Produktion für den externen Blendingbedarf
Rund 75% der Produktion von InchDairnie, also etwa 1,5 Mio. Liter reiner Alkohol (LPA), werden für externe Blending Houses hergestellt. Es gibt den ungetorften Strathenry und den getorften FinGlassie. Sie werden direkt an den strategischen Partner MacDuff International in Glasgow abgegeben, der damit seinen Bedarf für die eigenen Blends (Islay Mist, Grand Macnish , Lauder’s) deckt, durch direkte Verwendung und sicherlich auch durch Tausch in der Industrie. Beide Rohbrände werden mit schottischer Gerste hergestellt und einer Standardhefe, die die Brennerei nur für Starthenry und FinGlassie einsetzt. Diese Rohbrände haben sich in ihrem Rezept seit Aufnahme der Produktion im Dezember 2015 nicht verändert.
Es ist somit nur eine Frage der Zeit wann beide Destillate den Weg in die Flaschen unabhängiger Abfüllern finden. Ian und sein Distillery Manager Scott Sneddon sind überzeugt, dass beide Whiskies sehr gut ankommen werden und das Potential haben, Auszeichnungen zu erhalten.
Da die operative Finanzierung der Brennerei durch den Verkauf von Rohbränden für Blends abgesichert ist, können sich Ian und Scott auf die Entwicklung der eigenen Produktpalette konzentrieren. Sie stehen nicht unter Druck einen Whisky schnell auf den Markt zu bringen. Der erscheint nämlich erst dann, „when it is ready!“, sagt Ian Palmer, „wir setzen 25% unserer Kapazität = 500.000 Liter reinen Alkohols für derzeit vier Produktreihen ein, die es verdienen ausreichend Zeit zur Reifung zu bekommen.
Mit unserem Hefelieferanten Mauri haben wir aus vielen Tausend Heferezepten die optimalen ausgewählt, die einen Rohbrand nach unseren speziellen Vorstellungen möglich machen. Auch mit den lokalen Farmern aus Fife pflegen wir intensive Beziehungen, um genau das Getreide zu bekommen, das wir benötigen. Wir beziehen auch Wintergerste, Roggen und Hafer, die von traditionell ausgestatteten Brennereien gar nicht bis kaum verwendet werden (können). Dieser Prozess nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, aber er lohnt sich geschmacklich sehr. Die daraus entstehenden vier Produktreihen sind: der jahreszeitlich beeinflusste InchDairnie, der torfige KinGlassie, der Roggenwhisky Ryelaw und die PrinlawsCollection, die als ersten Bestandteil der Serie einen Haferwhisky bietet.“
Ryelaw – Single Grain Scotch Whisky
Whisky aus Roggen hört sich erstmal nicht so ungewöhnlich an. Allerdings kommt der bisher hauptsächlich aus den USA. Jedoch wurde in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern vermehrt Rye Whisky produziert. In Schottland – wo ein solcher Whisky als Scotch Grain Whisky klassifiziert wird – war dies vor allem 2015 (Diageo), 2016 (Lone Wolf) und 2017 (InchDairnie und Bruichladdich) der Fall. Allerdings ist das traditionelle Brennerei Equipment nicht auf Roggen ausgerichtet, der schwerer zu schroten ist und für Verstopfungen im Prozess sorgt. „Uuh, Roggen ist teuflisch“, sagt Scott Sneddon, „das Korn ist kleiner als Gerste, die Körner haben keine Spelze und der Zuckeranteil ist sehr hoch. Dadurch saugt sich der Roggen mit Wasser voll und man bekommt ihn dadurch schwer aus einer traditionellen Mashtun. Mit unserer Hammer-Mühle und dem Mashfilter können wir Roggen jedoch relativ leicht verarbeiten. Die weit größere Aufgabe war für uns eine komplett neue Lieferkette aufzubauen: von der Auswahl des richtigen Korns, über die Farmer in Fife, der Mälzerei Muntons in England, den Maische-Experten Meura in Belgien, dem Hefeproduzenten AB Mauri und den technischen Forschern bei Campden BRI. Die erste Destillation des Ryelaw in der Pilotanlage erfolgte im Oktober 2017 und die Produktion startete am 1. Dezember des gleichen Jahres. Wir wollten das beste Resultat ohne Kompromisse und haben es erreicht.“
Ein Vorgehen, das bei InchDairnie scheinbar immer Anwendung findet.
Die Mashbill des Ryelaw enthält mindestens 51% Roggen. Wieviel genau mögen Ian und Scott nicht verraten. Das New Make Sample zeichnet sich vor allem durch tiefe Süße, Fruchtigkeit und einer samtigen Sanftheit aus, die bei 71,1% schon sehr erstaunt. Die rund dreijährige Lagerung in einem Virgin Oak Cask aus den Ozark Mountains hat diese Geschmackskomponenten mit großer Eleganz versehen und etwas Zimt, leichte Holznoten sowie die besten und saftigsten schwarzen Kirschen hinzugefügt, die ich bisher getrunken habe. Ich finde den Stoff ‚ready to bottle’, aber Ian und Scott schütteln den Kopf. Sie wollen noch ein paar Eigenschaften perfektionieren, beobachten aber ihre Fässer, die aus Holz verschiedener Eichenwälder in den USA geküfert sind und dadurch unterschiedlichen Geschmack produzieren, natürlich ganz genau. „Das ist der Whisky, der bei uns am weitesten gereift ist und sicherlich unsere erste Abfüllung darstellen wird“, sagt Scott. Aber wann genau verrät er nicht, doch lange kann es nicht mehr dauern.
Prinlaws Collection – Raum für (einmalige) Grain Experimente
Jedes Jahr hat Scott zwei Wochen Produktionszeit ( = maximal 80.000 LPA) für ein „Experiment“. „Wir wollen Rohbrände mit einem einmaligen Geschmack destillieren auf Basis von unterschiedlichen Getreidesorten, Hefen und Fassarten. Aufgrund der jeweiligen Besonderheiten und einer notwendigen Lernkurve werden wir die maximale Kapazität von 80.000 LPA nicht unbedingt erreichen und mit dieser Kombination an Rohstoffen vielleicht auch nie wieder arbeiten. Das erste Experiment 2019 war ein Rohbrand aus Hafer“, sagt Ian Palmer, und lässt offen ob dies eine „Single Campaign Distillation“ war. Auf jeden Fall ist die Destillation von Hafer eine seltene Begebenheit, die laut der Veröffentlichung „1908-09 Royal Commission Report on Whisky and Other Potable Spirits“ früher viel weiter verbreitet war. „Heute macht der Mashtun Set-up fast aller schottischen Brennereien eine Verarbeitung von Hafer jedoch nur sehr schwer möglich. Das ist auch ein Grund dafür, dass es keinerlei Definition von Haferwhisky gab, weder in Schottland, Irland oder den USA. Wir haben dazu die Rye Mash Bill transponiert und mindestens 51% Haferanteil festgelegt. Auf der Suche nach dem richtigen Hafer haben wir uns für einen Winterhafer entschieden, der von ausgesuchten Farmern in Fife angebaut und in der Mälzerei Thomas Fawcett & Sons of Castleford in England verarbeitet wurde. Mit gemälzter Gerste vermischt, haben wir dann mit vielen verschiedenen Heferezepten experimentiert und die Chargen in der Pilotanlage destilliert. Nachdem wir die perfekte Kombination gefunden hatten, destillierten wir im Juni 2019 den ersten Rohbrand für die Prinlaws Collection aus Hafer, mit den gleichen Produktionsvorgaben wie für den Ryelaw. Zur Lagerung haben wir einen Mix aus ex-Bourbon und ex-Moscatel Fässern aus Portugal ausgewählt. Wir sind sehr gespannt, wie sich dieser spezielle Single Grain Scotch Whisky entwickeln wird“, sagt Ian und kann seine Vorfreude kaum verbergen.
Die Nase des knapp einjährigen Samples aus einem Bourbon Fass lässt mich sofort an das morgendliche Porridge im schottischen B&B denken. Die recht ölige Textur verwandelt sich im Mund in Cremigkeit mit mehr Hafer, Birnen, Ananas, Vanille, Honig und etwas Menthol. Die fast 62% Alkohol spüre ich kaum. Dieser Spirit ist einerseits vertraut, andererseits auch komplett anders. Ian hat nicht zuviel versprochen: hier reift augenscheinlich ein sehr komplexer Whisky mit ungewöhnlichem Geschmacksprofil heran, den ich mir im Moscatel-Fass auch sehr gut vorstellen kann.
KinGlassie – mit 20ppm getorftem Malz
Der nahe der Brennerei gelegene Ort Kinglassie ist Namenspate für den mit 20ppm getorften Rohbrand, der wohl leider erst in 8 bis 10 Jahren in unseren Gläsern landen wird. „Die Entwicklungszeit des Rohbrandes betrug rund zwei Jahre und es dürfte einer der ersten – wenn nicht sogar der erste – getorfte Rohbrand aus dem Kingdom of Fife in der modernen Zeit sein“, sagt Ian. „Der Torf, der aus St. Fergus in Aberdeenshire kommt, hat ein sehr rauchiges Aroma und verschmilzt mit der dezenten Süsse der lokalen Frühjahrsgerste. Wir produzieren KinGlassie für zwei Wochen jeden Dezember (= 80.000LPA) und erhalten damit auch den Einfluss des Winters durch unsere Washbacks im Freien. Destilliert wird der Rohbrand in den beiden traditionellen Brennblasen, um dann in ehemaligen Bourbon und Amontillado Fässern zu reifen.“
Der Rohbrand versetzt mich sofort an die Südküste von Islay: Rauch, Torf, Süsse, gelbe Früchte, Citrus – das hier nur 20ppm Phenole im Gerstenkorn gewesen sein sollen kann ich fast kaum glauben. Mit dem dreijährigen Sample aus einem Islay Barrel beamt mich Scott(y) geschmacklich durch Raum und Zeit in die östlichste Brennerei an der A846 auf Islay. Es ist der Mix aus Rauch, Torf, Jod, Süsse, Gummi und Teer der mich in Anklängen an die legendären Abfüllungen der frühen 1970er Jahre dieser Brennerei erinnert. „Wie habt Ihr das denn gemacht?“ Eine Frage, die Scott nur mit einem freudigen Lächeln beantwortet.
Wenn sich KinGlassie in den nächsten Jahren so gut weiterentwickelt, dann hat er das Potential zu meinem Lieblingswhisky unter den Getorften zu werden.
Was kommt denn jetzt noch, nach Roggen- und Haferwhiskies und einem getorften Lowland Whisky aus dem Kingdom of Fife? Die Antwort ist komplex: der InchDairnie Single Malt, der die jahreszeitlichen Einflüsse seiner Umgebung aufnimmt. Mit einer Produktionsmenge von 4 Jahreszeiten zu je 80.000 LPA = 320.000 LPA ist der InchDairnie das Whisky-Herzstück der Brennerei. Allerdings ist zu befürchten, dass er nicht vor 2029 abgefüllt wird.
„InchDairnie Whisky fängt den Duft und den Geschmack von Frühling, Sommer, Herbst und Winter ein. Dazu wird Frühlings- und Wintergerste eingesetzt und mit unterschiedlichen Heferezepten kombiniert. Die Fermentation in unseren im Freien aufgestellten nicht temperaturkontrollierten Washbacks ist Wind und Wetter der jeweiligen Jahreszeit ausgesetzt. Zudem haben wir mit Tausenden verschiedener Hefen experimentiert, um die perfekte Kombination für jede Jahreszeit zu finden. Wir haben individuelle Cut Points bei der Destillation eines jeden Rohbrands festgelegt und eine individuelle Fassauswahl, um die jahreszeitlichen Geschmacksnoten herauszuarbeiten“, sagt Ian. „Für die InchDairnie-Abfüllung möchte ich die verschiedenen jahreszeitlichen Brände zu einem echten Jahrgang zu vermählen.“
Klingt das komplex oder fantastisch? Tatsächlich nehmen mich die vier Rohbrände auf eine Jahresreise. Zunächst zu einem Frühlingstag mit den ersten Blumen, frischem Gras und der ersten warmen Sonne. Einem Sommertag auf dem Land zwischen Wiesen und Feldern fast reifer Gerste am Waldesrand. Einem frühen Herbsttag im Alten Land zur Obsternte. Die ungetorfte Winterdestillation bringt noch mehr – allerdings getrocknete – Früchte als Wegzehrung für einen Spaziergang an einem kalten Wintertag.
Die vierjährigen Cask Samples unterstreichen dies geschmacklich hervorragend noch durch die verschiedenen Fassarten (z.B. Bourbon, Oloroso, Rioja).
Die flüssigen Jahreszeiten finde ich sehr gelungen und hoffe, dass sie auch einzeln ihren Weg in die Flasche finden.
Die Kunde aus dem Königreich
Der Streifzug durch die Produktpalette war beeindruckend. Das Ziel einen maximalen Geschmack zu erzeugen fand ich in meinem Glas bestätigt, genauso wie die innovative Herangehensweise an Geschäftsmodell und Produktion.
Spätestens mit der Einführung des Ryelaws wird dies der Whisky Community nicht länger verborgen bleiben.
Ian und Scott haben sehr tiefe Einblicke in die sonst (noch) so verborgene Brennerei möglich gemacht. Ich mache mich auf den Weg, stoppe das Auto am Tor und schaue zurück.
Auch andere Brennereien (z.B. Loch Lomond, Springbank, Bruichladdich u.a.) nutzen verschiedene technische Set-Ups, Cut-Points oder Rohstoffe zur Erweiterung ihrer Produktpalette. InchDairnie setzt jedoch auf einem noch höheren Level an, vor allem durch eine weit flexiblere Produktionsanlage mit Hammermühle, Mashfilter und Lomond Still. Zudem ist die aufwendige kontinuierliche Suche und Entwicklung neuer Brände Teil der InchDairnie-DNA.
Nicht hoch genug einzuschätzen ist deshalb die Leistung, mindestens neun qualitativ hochwertige Rohbrände innerhalb von vier Jahren zu entwickeln und zu produzieren.
Statt am Ende der Whisky-Reifung mit einem Finish eine beliebige Geschmacksvariation zu erzeugen, auch auf die Gefahr hin, den Brennereicharakter zu verlieren, setzt Ian Palmer konzeptionell ganz am Anfang an – eine konsequente Umsetzung seiner Denkweise.
Hat Ian Palmer also einen neuen (Destillerie-)Standard gesetzt? Die Zeit wird es zeigen. Ich kann mir aber mindestens vorstellen, dass das Geschäftsmodell und die Produktionsanlage Nachahmer finden wird.
Mein Autoradio spielt “All the Whisky Men” von Robin Laing, ein Song in dem Robin viele „Whisky Men“ der Vergangenheit und Gegenwart in einem Raum versammelt. Wer wird in den nächsten 20 Jahren zu dieser Gruppe stoßen?
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ian Palmer mit großem Hallo in dieser Gruppe begrüßt wird, wenn sich die Kunde über diese geheime Brennerei durch die sieben Kreisverkehre aus dem verborgenen Königreich hinter den Lomond Hills verbreitet.
Die Destillerie Glenfiddich freut sich über eine Anzahl von Auszeichnungen bei der IWSC in diesem November – so wurde man für die Malts, aber auch als Unternehmen, nämlich in Form des Mutterkonzerns William Grant & Sons prämiert. Insgesamt 19 Preise sind es 2020 geworden, und was man dazu bei Glenfiddich zu sagen hat, im Speziellen Master Blender Brian Kinsman, können Sie untenstehend in der deutschsprachigen Pressemitteilung nachlesen:
GLENFIDDICH, DER MEISTAUSGEZEICHNETE SINGLE MALT WHISKY WELTWEIT, GEWINNT ZUM WIEDERHOLTEN MALE SPITZENAWARDS BEI DER DIESJÄHRIGEN INTERNATIONAL WINE & SPIRITS COMPETITION
William Grant & Sons gewinnt Scotch Whisky Producer of the Year Award
Glenfiddich, der meistausgezeichnete Single Malt Whisky weltweit, wurde bei der diesjährigen 2020 International Wine & Spirits Competition (IWSC) durch eine Reihe von Kategorien mit zahlreichen Awards geehrt. Die IWSC, die in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, lenkt international die Aufmerksamkeit auf herausragende Produkte und setzt damit weltweite Qualitätsstandards.
Zu den Auszeichnungen gehören:
Single Malt Scotch Whisky Trophy – 26 Years and Over für den Glenfiddich 40 Year Old
Gold Outstanding für den Glenfiddich Finest Solera
Gold für den Glenfiddich Vino Formosa Cask Finish 1992 und den Glenfiddich 21 YO.
Insgesamt verlieh die Jury 19 Awards an Glenfiddich dieses Jahr – eine Anerkennung des innovativen und breit aufgestellten Whisky-Portfolios.
William Grant & Sons gewann darüber hinaus den Award für den Scotch Producer of the Year 2020, nachdem das Familienunternehmen bereits im letzten Jahr den Award als Outstanding Spirits Producer of the Year erhielt.
Brian Kinsman, Master Blender bei William Grant & Sons, kommentierte die Auszeichnungen:
„Dieses Maß der Anerkennung durch die IWSC ist eine außerordentliche Ehre, aber vor allem ist es eine Anerkennung unserer kontinuierlichen Teamleistung, die uns in dieser beispiellosen Zeit besonders viel bedeutet und uns Kraft gibt.
Dieser Erfolg ist auch eine Auszeichnung für das Engagement und die Innovationskraft unseres gesamten globalen Teams. Wir werden weiterhin alles dafür tun, für Menschen auf der ganzen Welt den besten Whisky Schottlands zu brennen.“
Der Wettbewerb folgt einem strengen Bewertungsprozedere durch über 250 internationale Wein- und Spirituosenexperten, die über sechs Monate die eingereichten Produkte beurteilen.
Die IWSC geht nun in ihr 51. Jahr. Ihre Aufgabe bestand von Anfang an darin, Exzellenz zu würdigen und sowohl Händlern als auch Verbrauchern eine Orientierung zu geben. Bewerber aus über 90 Ländern lassen ihre Produkte in ihren jeweiligen Kategorien beurteilen. Mit mehr als einem halben Jahrhundert Tradition gehören die Auszeichnungen der IWSC Competition zu den höchsten der Industrie.
Glenfiddich wurde 2020 auch im Rahmen der International Spirits Challenge ausgezeichnet und gewann unter anderem Double Gold Awards für Glenfiddich 30 Year Old, Glenfiddich 21 Year Old und Glenfiddich 15 Year Old.