North Uist Distillery erwirbt historisches Gebäude für neue Whisky-Brennerei

Bereits im April 2018 durften wir über die North Uist Distillery berichten. Damals beantragte das Unternehmen den Bau einer Destillerie, eines Besucherzentrum und Shops auf der Insel North Uist. Dieses Islan liegt westlich von Skye sowie südlich von Harris und gehört zur Gruppe der Äußeren Hebriden. Diesem Antrag wurde von den zuständigen Behörden auch stattgegeben. Doch dann wurde es lange still um dieses Projekt. Bis heute.

Denn wie wir heute lesen können, haben Kate MacDonald und Jonny Ingledew, die Eigentümer der North Uist Distillery, nun auch das passende Gelände mit bereits bestehenden Gebäuden für ihre neue Brennerei gefunden und erworben. Nunton Steadings liegt auf der Isle of Benbecula und gehört wohl zu North Uist. Hier war früher einen Nonnenkloster, welches im Jahr 1300 erbaut wurde. An dieser Stelle entstand dann Anfang des 18. Jahrhunderts der Gebäudekomplex in seiner jetzigen Form. Und auch ein Hauch schottischer Geschichte weht weht durch und über Nunton Steadings. Charles Edward Louis Philip Casimir Stuart, besser bekannt als Bonnie Prince Charlie, soll nach der Niederlage der Jakobiten in Culloden am 16. April 1746 Zuflucht gesucht haben.

Modell der Destillerie, Quelle www.northuistdistillery.com

Die Gerste für den Whisky, der hier destilliert werden soll, soll Bere Barley sein, die von örtlichen Farmern angebaut wird. Ab 2022 soll in North Uist Distillery dann destilliert und Whisky hergestellt werden. Es ist geplant, mit der technischen Einrichtung der Brennerei im März nächsten Jahres zu beginnen. Doch fehlen für die Beschaffung des Equipments noch die finanziellen Mittel. Hier soll mit einer Crowdfunding-Kampagne das nötige Geld gesammelt werden. Diese soll noch in diesem Jahr starten.

Glenfarclas „Stillmen’s Dram“ ab heute online erhältlich

Jedes Jahr wählen verschiedene Mitglieder der Glenfarclas Distillery einen Whisky aus, der beim Spirit of Speyside Festival in limitierter Auflage verkauft wird. In diesem Jahr waren die Stillmen John, Jimmy und Graham an der Reihe. Sie wählten das Fass # 1446 aus, ein First-Fill Oloroso Sherry Butt, welches 2009 befüllt wurde und 658 Flaschen in Fassstärke mit 60,1% Vol ergab. Zwischen dem 29. April und dem 4. Mai sollte Glenfarclas „Stillmen’s Dram“ auf dem Festival verkauft werden. Doch dazu kam es dann nicht. Das diesjährige Spirit of Speyside Festival fiel bekanntlich den covid-19-Maßnahmem zum Opfer und fand nicht statt.

BI Wine and Spirits

Gemeinsam mit BI Wine and Spirits bietet Glenfarclas ab heute diese Abfüllung online an. Glenfarclas „Stillmen’s Dram“ ist zu einem Preis von 100 GBP erhältlich. Von jeder verkauften Flasche spendet Glenfarclas 10% des Gewinns an Moray Food Plus. Die Organsiation setzt sich für die Bekämpfung von Mängeln bei der Lebensmittelversorgung in der Speyside-Gemeinde einsetzt.

Foto: BI Wine and Spirits

Whiskystats: Der Sekundärmarkt normalisiert sich

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Nach seinem Allzeithoch im Februar 2020 beruhigt sich der Sekundärmarkt für Whisky wieder. In ihrer Analyse für den Juni 2020 – mehr als 13.000 Flaschen Whisky wechselten ihren Besitzer – bezeichnet Whiskystats die erzielten Preise als sich seitwärts bewegend. Im Whiskystats Whisky Index (WWI) verloren die historisch am meisten gehandelten Whiskys ganz leicht um 0,41% an Wert. Und auch die Fab50 collection, eine Auswahl von 50 beliebten und repräsentativen Abfüllungen, gab ganz leicht nach. Ihr Wert war im Juni um 1,36 % niedriger und betrug 122.000 Euro. Das ist das gleiche Preisniveau wie im August 2018. Auf längere Sicht gesehen hat sich also hier nicht viel bewegt.

Gefragt auf dem Sekundärmarkt im letzten Monat war, man mag hier fast selbstverständlich hinzufügen, Ardbeg Blaaack. Diese Abfüllung tauchte im Juni in den unterschiedlichen Auktionen auf und wurde mit 67 Trades zum meist gehandelten Whisky des Monats. Die Preise schwankten zwischen 150 und 196 Euro und lagen im Durchschnitt bei 166 Euro pro Flasche.

Ungefähr drei Viertel der auf Auktionen gehandelten Flaschen sind Originalabfüllungen. Unter den am meisten gehandelten unabhängigen Abfüllern im Juni 2020 finden sich die Scotch Malt Whisky Society, Gordon & MacPhail, Signatory Vintage und Cadenhead. Und auch für diese Vier errechnet Whiskystats einen Index. Hierbei sind die am meisten gehandelten Veröffentlichungen von Signatory Vintage den Original Bottlings fast ebenbürtig. Beide Indizes liegen derzeit weit über der 200-Punkte-Schwelle. Mit rund 180 Indexpunkten sind Gordon & MacPhail und die Scotch Malt Whisky Society auf dem gleichen Niveau. Nur Cadenhead liegt weit dahinter. Ihr Index weist in den letzten vier Jahren keine Zuwächse auf. Whisky-Sammler scheinen diese Abfüllungen nicht im Fokus zu haben, Whisky-Trinker da sicherlich eher.

Dass die erzielten Preise nicht immer so einfach zu erklären sind, zeigt Whiskystats anhand zweier Abfüllungen der Scotch Malt Whisky Society. Ihre Abfüllung 53.11 aus der Islay-Brenneri Caol Ila war im Juni 2012 auf einer Auktion noch für 100 Euro zu haben. Im letzten Monat mussten dann für dieses Bottling schon 800 Euro bezahlt werden. Bei einer Wertsteigerung von fast 700% in den letzten acht Jahren könnte mancher Whisky-Investor diesem verpasstem Gewinn sicherlich eine Träne hinterher weinen. Doch anderseits musste für die Abfüllung 53.284 (Feis Ile 2019) aus der gleichen Destillerie im Februar noch 420 Euro bezahlt werden. Im letzten Monat reichten dann bereits 116 Euro aus, um dieses Bottling zu seiner Sammlung hinzufügen zu dürfen.

Genauere Infos können Sie dem Artikel auf Whiskystats entnehmen – und unser Dank für den Hinweis auf die neuesten Statistiken geht auch in diesem Monat an unseren Leser Jedi.

Serge verkostet: Clynelish, Dornoch Castle Whisky Bar 20th Anniversary und Prima & Ultima

Clynelish day at Château Whiskyfun! In seiner Verkostungsreihe der Prima & Ultima Serie von Diageo mit einem jeweiligen Partner ist heute Clynelish an der Reihe. Da sie zu Serge Valentin Lieblings-Brennereien zählt, bezweifle er sehr, dass bei diesem Tasting etwas Schlimmes passieren wird – und wir erwarten dies auch nicht.

Dem 26-jährigen Clynelish der Prima & Ultima Serie stellt Serge einen 19-jährigen Unbekannten gegenüber. Die Abfüllung zum 20sten Jubiläum der Dornoch Castle Whisky Bar weist als Herkunft Sutherland aus. Wir gehen hier mal davon aus, dass es sich nicht um Neuseeland handelt, sondern um die traditionelle Grafschaft in den Highlands von Schottland. Und da es in dieser Region nicht so viele Brennereien gibt, und manche hier ausscheiden, stellt dieser Whisky den passenden Sparringspartner für den Clynelish Prima & Ultima dar und bildet mit ihm zusammen eine formidable Whiskyfun-Session, wie Sie in unserer Kurzübersicht sehen können:

  • Distilled in Sutherland 19 yo 2000/2020 (53.2%, Thompson Bros., Dornoch Castle Whisky Bar 20th Anniversary, refill hogshead, 462 bottles) 87 Punkte
  • Clynelish 26 yo 1995/2019 (49.8%, OB, Prima & Ultima, refill American oak hogshead, 941 bottles) 91 Punkte
Clynelish. By Alan Jamieson, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54197183

Wolfburn Distillery wieder für Touren geöffnet

Auch wenn es noch nicht einfach ist, nach Schottland zu kommen, und es auch gut überlegt sein will: Im Norden ist die Destillerie Wolfburn seit heute wieder für Besucher zugänglich:

After four long lonely months we are delighted to reopen the distillery for visitors!  Tours will take place each weekday (Monday-Friday) at 10am, 12pm and 2pm. Tours need to be booked in advance via email to info@wolfburn.com stating the requested date, time and number of people. Tours cost £10 per head, which includes a tasting at the end.  While the distillery has introduced some sensible measures to help stop the spread of coronavirus, our aim is to maintain the warm and welcoming atmosphere that has become Wolfburn’s hallmark, and of course to allow visitors to enjoy our range of award-winning whiskies.

Umfangreiche Vorkehrungen für die Sicherheit der Besucher wurden getroffen, man setzt aber natürlich auch auf deren Mithilfe: Voranmeldung für die drei täglichen Touren ist verpflichtend (unter info@wolfburn.com), ein Mund-Nasen-Schutz muss während der Tour getragen werden (beim Tasting kann er natürlich abgenommen werden). Bei Ankunft ist Handdesinfektion vorzuehmen, der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Besuchern und dem Tourguide muss eingehalten werden.

Seitens Wolfburn hofft man auf zahlreiche Besucher im restlichen Sommer und im Herbst und freut sich auf Gäste.

Wolfburn. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: Neues Album von Robin Laing – Holding Gold

Whisky und schottische Musik gehören zusammen – das sieht man auch in der Person von Robin Laing, dem schottischen Whiskybarden, der nicht nur – nach eigenen Angaben – mehr Songs über Whisky geschrieben hat als jeder andere auf der Welt, sondern auf dem Gebiet des Whiskys ein unbestrittener Fachmann ist, fünf Bücher geschrieben hat und unter anderem Tasting Notes für die Scotch Malt Whisky Society schreibt.

Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen – sondern um die Musik von Robin Laing, die bedingt durch Covid-19 momentan leider nicht live zu hören ist, was dem Künstler natürlich auch einen massiven Einnahmeentgang beschert. Dafür können Sie jetzt sein neues sechstes Album „Holding Gold“ direkt bei Robin Laing erstehen und so ihn und seine Musik zu sich nach Hause einladen. Robin Laing signiert die gekauften CDs auch persönlich.

Alles zum neuen Album und der Musik darauf in der nachfolgenden Pressemitteilung – der wir ein Hörbeispiel aus Robin Laings vorletztem Album „Whisky for Breakfast“ anschließen: Talisker Bay.


ROBIN LAING – NEW ALBUM – HOLDING GOLD

Robin Laing is Scotland’s Whisky Bard. He has written more songs about whisky than anyone on the planet. So far he has released 5 albums of whisky songs – ‘The Angels Share’, ‘The Water of Life’, ‘One for the Road’, ‘Whisky for Breakfast’ and ‘Whisky and Death’. He has also made a number of recordings of non whisky material. This new album is a blend of songs  on a variety of subjects, including whisky – a kind of pot-pourri of self-penned songs, reflecting life events, love, history and of course Scotland’s national drink.

Included in this collection is the song Whisky Pilgrims, which was written to show how much the Scots appreciate all those who love Scotch whisky, especially those who are inspired to visit Scotland and discover what else the country has to offer – culture, landscape, history, cuisine, fishing, golf and much more. Scotland is a very welcoming country and this song is an expression of that.

Robin says,

‘We make the best whisky in the world, and for a small country of 5 million people, that is immensely important to us. Whisky is part of our identity, our reputation and our heritage – and it seeps into all aspects of our culture – indeed, with all the millions of maturing casks around the place – it’s in the very atmosphere.

Robin also writes tasting notes for the Scotch Malt Whisky Society and has written 5 books on various aspects of whisky. Information can be found at www.robinlaing.com

He tours and performs regularly in Germany, Switzerland, Denmark and Norway, at whisky events, tastings, festivals, clubs, dinners and concerts and has built up a large and faithful following. As a result of the coronavirus pandemic, these opportunities for performing (and selling CDs) has stopped, at least for the time being.

Examples of Robin’s songs and performances can be found on Spotify and on YouTube

The new album, Holding Gold, is available from Robin for £10 plus p&p. He will gladly sign copies and post them. Contact him on Facebook or by e-mail robin@robinlaing.com

Universität von Strathclyde entwickelt digitales Fassbefüllungs-System, das Destillerien Millionen Pfund sparen kann

Überfüllung, Unterfüllung, Aufschäumen des Spirits beim Einfüllen – all diese Dinge sind in der normalen Befüllung der Fässer übliche Erscheinungen. Und diese können durch die inkonsistenten Fülllevel, die dadurch entstehen, den Brennerein viel Geld kosten.

Aber wo ein Problem ist, dort sind zumeist auch findige Köpfe, die diesem entgegenarbeiten. In diesem Fall sitzen sie in der Universität in Strathclyde in Schottland, genauer gesagt im Advanced Forming Research Centre (AFRC) derselben. In Zusammenarbeit mit Diageo entwickelt man dort ein digitales Fassbefüllungssystem, das eine absolut gleichmäßige Fassbefüllung garantieren soll, berichtet Insider.co.uk.

Mit an Bord ist, neben dem Prozesstechniker Kigtek und aus Deutschland der Technologieriese Siemens. Mit dem digitalen Befüllungssystem will man es ermöglichen, das jedes Fass bis zur Maximalhöhe befüllt wird – und wenn man sich ansieht, dass allein Diageo zu jedem Zeitpunkt 11 Millionen Fässer in den Lagern hält und die Fassproduktion allein 10% bis 20% der Gestehungskosten von Whisky ausmacht, kann man sich vorstellen, wie wichtig den Beteiligten dieses Projekt ist.

Aber nicht nur Geld will man mit dem digitalen System sparen, es wird auch schneller arbeiten als die traditionelle Befüllungsmethode, und summa summarum soll es auch Energie einsparen.

Wann das System marktreif ist, ist dem Artikel allerdings nicht zu entnehmen. Ob dann wohl die händische Befüllung von Fässern der Vergangenheit angehört? Die Zeit wird es weisen…

Shane Fraser und Iain Kerr füllen Fässer in der Wolfburn Distillery

PR: The War of The Peat V von Whic ist da!

Sehr aktiv ist whic.de als unabhängiger Abfüller – nun ist schon die 5. Ausgabe der Serie The War of The Peat erschienen – und ein 6 Jahre alter Caol Ila steigt mit seinem Rauchnoten und einer Weinfassreifung in den Ring. Hier alle Infos zu der neuesten Abfüllung, inklusive der Bezugsquelle:


THE WAR OF THE PEAT V VON WHIC IST DA:

INTERGALAKTISCHE ASCHEWOLKE ÜBER ISLAY

Bremen, Deutschland, 15.07.2020

The War of the Peat geht in die nächste Runde. Die Truppen sind zurückgekehrt an den Sund von Islay! Der Caol Ila 2013/2020 6 Jahre verspricht Islay in Reinform mit schwerer Asche, Salzkaramell und gegrillter Ananas. Die Reifung im Weinfass liefert eine spannende Erweiterung der Islay-Rauchnoten. Auch hier wurden wieder alle Geschütze des guten Geschmacks aufgefahren: Keine Kühlfilterung, natürliche Farbe und Fassstärke.

„Milde Aprikose, gegrillte Ananas und grüne Trauben versuchten mich erst in Sicherheit zu wiegen. Doch eine Aschewolke waberte immer dicker und undurchdringlicher aus dem Glas. Hin und wieder blitzten süße Gewürze wie Piment und Zimt mit dunkler Schokolade durch. Treibholz, salzige Karamellnoten und Kaffee spülten mir über die Zunge. Da wusste ich, dass der Coal Ila mit seinen schweren Rauchnoten und vielschichtigen Weinfassaromen perfekt zu The War of the Peat passt.“

– Arne Wesche

Geschäftsführer whic GmbH

Die Serie The War of the Peat

Dieser Caol Ila wurde von Signatory für whics The War of the Peat Serie abgefüllt. Er ist der fünfte Teil einer 13-teiligen Saga von Torf und Rauch. Dafür kommen die Whiskys nummeriert in schwarzen Tuben und sind von außen genauso kunstvoll wie die Handwerkskunst, die für die Herstellung des Inhalts nötig war. Auf Kältefiltration und Farbstoffe wird natürlich verzichtet. Für die Labels wählte whic Darstellungen von den Invasoren aus dem H.G. Wells Roman „Der Krieg der Welten“. So wird aus The War of the Worlds nun The War of the Peat. Ein markantes Design für markante Tropfen.

Die Flaschen sind exklusiv bei whic.de erhältlich und können unter folgender URL gefunden werden: https://whic.de/war-of-the-peat

Serge verkostet: Mortlach 27yo, unabhängig abgefüllt, und Motlach 25yo Prima & Ultima

Auch heute verkostet Serge Valentin auf Whiskyfun eine Abfüllung aus der Prima & Ultima Serie von Diageo – und das Fass, aus dem der Mortlach stammt, ist so wie alle anderen von Jim Beveridge höchstpersönlich ausgesucht.

Gemeinsam mit dem Mortlach 25yo Prima & Ultima verkostet Serge auch einen unabhängig abgefüllten Mortlach, der zwei Jahre älter ist und leider nur für Taiwan gedacht war – sehr unwahrscheinlich also, dass jemand in Deutschland die Tasting Notes mit seinen eigenen, persönlichen Eindrücken vergleichen kann. Was schade ist, denn beide Abfüllungen scheinen Serge ausgezeichnet zu gefallen.

Hier jedenfalls die Punktewertungen aus der Verkostung:

  • Mortlach 27 yo 1989/2017 (55.7%, Kingsbury, hogshead, selected by Julie Lee, 245 bottles); 88 Punkte
  • Mortlach 25 yo 1994/2019 (55.1%, OB, Prima & Ultima, first-fill PX /oloroso seasoned European oak butt, cask #2652, 389 bottles): 90 Punkte
Bild: Potstill Vienna

PR: Michter’s Bourbon-Fass erzielt über 209.000 US-Dollar bei Charityauktion und setzt damit neuen Rekord

Viel Geld für einen guten Zweck konnte ein Bourbon-Fass von Michter’s aus Kentucky bei einer Auktion in London erzielen: 209.000 US-Dollar kann Michter’s dadurch der durch Covid-19 in Not geratenen Gastronomie zur Verfügung stellen. Hier die Presseinfo dazu, die wir aus der Destillerie erhalten haben:


Michter’s Bourbon-Fass erzielt über 209.000 US-Dollar bei Londoner Wohltätigkeitsauktion und setzt damit neuen Rekord

LOUISVILLE, Kentucky, 14. Juli 2020 /PRNewswire/ — Eine private Flaschenabfüllung aus einem ausgewählten Fass mit 10 Jahre altem Kentucky Straight Bourbon von Michter’s konnte bei einer Wohltätigkeitsauktion in London am Sonntag, dem 12. Juli für 166.000 £ (209.462 US-Dollar) verkauft werden.

„Das ist der höchste Preis, der jemals bei einer Versteigerung irgendwo auf der Welt für ein einzelnes Bourbon-Fass erzielt wurde und übertrifft bei Weitem alle vorherigen Rekorde“,

sagte Justin Sloan, Mitgründer von Justins‘ House of Bourbon und der weltweit führende Experte für seltene und exklusive Kentucky Bourbon-Whiskeys.

Insgesamt konnten bei der „50 Best for Recovery“-Auktion mit Objekten und besonderen Geschmackserlebnissen von Michter’s 215.450 £ (271.859 US-Dollar) eingesammelt werden. Bei der Auktion handelt es sich um eine Versteigerung zu Gunsten der weltweiten Gastronomiebranche, die im Zuge der COVID-19-Pandemie besonders gelitten hat. Neben dem Privat-Fass spendete die Whiskey-Brennerei aus Louisville eine Reihe von einzigartigen Geschmackserlebnissen und außergewöhnlichen Einzelabfüllungen, um Geld für die wohltätige Sache zu sammeln. Organisiert wurde das Ganze von William Reed, der Muttergesellschaft von The World’s 50 Best Restaurants und The World’s 50 Best Bars.

„Wir bei William Reed sind sehr dankbar, dass wir in einer historisch derart aufreibenden Zeit mit so unglaublichen Spendern wie Michter’s zusammenarbeiten dürfen und gemeinsam Gelder zum Wohle von Restaurants und Bars sammeln können. Höhepunkt der Versteigerung waren sicherlich die Privat-Fassabfüllungen von Michter’s“, so Charles Reed, CEO von William Reed.

„Michter’s tut alles dafür, dass die in Bars und Restaurants tätigen Fachkräfte in diesen unvorstellbar schwierigen Zeiten unterstützt werden“, sagte Matt Magliocco, der Executive Vice President von Michter’s. Und er fügte hinzu: „Eigentlich ist es nicht unsere Politik, Abfüllungen aus ausgewählten Privat-Fässern anzubieten, aber für diese unheimlich wichtige Initiative habe wir eine Ausnahme gemacht. Die Ergebnisse verdeutlichen auch den Beitrag der globalen Michter’s-Sammler-Community, die ihre Unterstützung für die Gastronomie in einer Zeit, in der sie diese besonders benötigt, massiv verstärkt hat. Ein besonderes Lob gilt den Organisatoren der ‚50 Best for Recovery‘-Auktion, die diese Versteigerung dank ihrer außergewöhnlichen Bemühungen zu einem derart durchschlagenden Erfolg gemacht haben.“

Unter den besonderen Objekten und Geschmackserlebnissen, die von Michter’s direkt für die Auktion gespendet wurden, gehören seltene und niemals zuvor gezeigte Angebote der Marke, die allesamt erhebliche Beträge erzielen könnten:

Teil der „50 Best for Recovery“-Auktion waren auch Einzelstück-Spenden der weltweit besten Gastronomiebetriebe und führenden Lieferanten der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Für die Ausschüttung der Versteigerungserlöse soll es zwei Möglichkeiten geben: als direkten Zuschuss von bis zu 5.000 US-Dollar an unabhängige Restaurants und Bars und als Spende an gemeinnützige Organisationen, die sich speziell um das Gastgewerbe kümmern. Eine komplette Liste der begünstigten gemeinnützige Organisationen findet sich unter diesem Link.

Informationen zu Michter’s:

Michter’s produziert weithin anerkannte Whiskeys in einer limitierten Auflage. Bekannt ist Michter’s für seinen Small-Batch Bourbon, seinen Single Barrel Bourbon, seinen Single Barrel Rye und den Small-Batch American Whiskey. Neben seiner Haupt-Destillerie in Shively, einem Vorort von Louisville, erweitert Michter’s seinen Betrieb an zwei weiteren Standorten in Kentucky. In Springfield baut Michter’s auf seinem 60 ha großen Landwirtschaftsbetrieb selbst Getreide an und betreibt daneben mitten in Louisville im historischen Fort Nelson seine zweite Michter’s-Destillerie. Die Michter’s-Destillerie im Fort Nelson liegt erstklassig an der West Main Street gegenüber vom Louisville Slugger und im selben Block wie das Frazier Museum und verfügt über das legendäre Pot-Still-System aus der Michter’s-Brennerei in Pennsylvania. Sobald der Standort endgültig seine Türen öffnet wird es Lehr-Führungen mit Whiskey-Verkostungen geben. Zudem wird The Bar at Fort Nelson klassische Cocktails anbieten, die vom Spirituosen- und Cocktail-Experten, dem Historiker David Wondrich, zusammengestellt wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.michters.com und folgen Sie uns auf InstagramFacebook und Twitter.

PR: Infos von Kirsch Import – St. Kilian Livestream, neue Fassstärken von Signatory

Wieder einmal hat uns Kirsch Import über neue Abfüllungen informiert, diesmal von Signatory – aber man hat bei dem rührigen Importeur und Distributor auch noch andere Dinge zu verkünden: André und Mail von Kirsch Import verkosten in einem Lifestream auf Youtube und Facebook gemeinsam den St. Kilian Five – wer heute abend um 20:15 dabei sein will, findet in der Presseaussendung die Links dazu. Alles dazu nach der Vorstellung der sechs neuen Fassstärken von Signatory Vintage:


Von den Lowlands über die Isle of Mull bis in die Highlands: Schottland-Rundreise mit neuen Abfüllungen von Signatory Vintage

Seit 1988 ist Signatory Vintage Abfüller von außergewöhnlichen Whisky-Schätzen und hat sich in dieser für die Whisky-Welt recht kurzen Zeit international in der Branche etabliert. Mit seinen Abfüllungen macht Andrew Symington Genießern Tropfen zugänglich, die ihnen für gewöhnlich verborgen bleiben. Dazu zählen spezielle Jahrgangswhiskys aus einer geschlossenen Brennerei ebenso wie Single Malts aus seltenen Einzelfässern oder Destillerien, die schwerpunktmäßig Whisky für Blends produzieren.

Whiskys der Signatory-Reihe „Cask Strength Collection“ werden in Fassstärke abgefüllt. Die sieben neuen Abfüllungen in der charakteristischen Dekanter-Flasche haben bis zu 24 Jahre auf dem Kerbholz und kommunizieren wie gewohnt alle Details zur Abfüllung auf dem handnummerierten Etikett.

Den Anfang macht der Senior, ein herrlich dunkler Single Malt aus der Clynelish Distillery, einer der wenigen Brennereien im Norden der Highlands. Ein Tropfen für Fortgeschrittene ist der 2007 destillierte Whisky von Deanston mit einer ordentlichen Fassstärke von 64,5 % vol. Die beiden 22-Jährigen aus der Dailuaine sowie der Inchgower Distillery gehören zu den seltenen, meist nur unabhängig abgefüllt erhältlichen Single Malts der Brennereien. Der Großteil ihrer Destillate fließt in die Blend-Industrie.

Mit dabei ist außerdem ein kräftiger Whisky mit 59,8 % vol. von Ledaig – bekannt für seine getorften, sehr rauchigen Single Malts. Für einen leichten Abschluss sorgt der dreifach destillierte Scotch von Auchentoshan.

Clynelish 1995/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection

24 Jahre
Dest. 21/11/1995
Abgef. 04/03/2020
Fass-Typ: Refill Sherry Butt
Fassnr. 11229
573 Flaschen
54,5 % vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Deanston 2007/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection

12 Jahre
Dest. 14/06/2007
Abgef. 12/02/2020
Fass-Typ: First Fill Sherry Butt
Fassnr. 900142
630 Flaschen
64,5 % vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Dailuaine 1997/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection

22 Jahre
Dest. 20/05/1997
Abgef. 12/02/2020
Fass-Typ: Hogsheads
Fassnr. 7162 & 7163
405 Flaschen
46,1 % vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Inchgower 1997/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection

22 Jahre
Dest. 24/04/1997
Abgef. 11/02/2020
Fass-Typ: Bourbon Hosheads, Finish im frischen Sherry Butt
Fassnr. 2
703 Flaschen
59,7 % vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Ledaig 2007/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection

12 Jahre
Dest. 07/06/2007
Abgef. 11/02/2020
Fass-Typ: Refill Sherry Butt
Fassnr. 700555
604 Flaschen
59,8 % vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Auchentoshan 2000/2020
Signatory Vintage Cask Strength Collection

19 Jahre
Dest. 09/05/2000
Abgef. 12/02/2020
Fass-Typ: Hogshead
Fassnr. 800160
251 Flaschen
56,1 % vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Einschalten: Kirsch Live-Stream mit St. Kilian!

Ganz im Sinne aktueller Maßnahmen unternehmen wir auch in unserem heutigen Live-Stream keine geschmackliche Auslandsreise. André und Maik lassen Whisky made in Germany ins Nosingglas fließen und verkosten die fünfte Abfüllung der St. Kilian Distillers. Für ihren Signature Five haben die Unterfranken Whisky aus fünf verschiedenen Eichenfässern vermählt – mehr dazu weiter unten in diesem Newsletter.

Neugierig, wie der St. Kilian Neuling schmeckt und was die von Master Distiller Mario Rudolf ausgewählten Fassinhalte zu bieten haben? Dann schalten Sie heute Abend um 20:15 Uhr ein. Kommen Sie dazu einfach auf unsere Facebook-Seite bzw. unseren YouTube-Kanal oder klicken Sie auf den folgenden Link. (Wer es heute nicht schafft: Die Videos werden aufgezeichnet und sind danach auf beiden Kanälen verfügbar.)

Edrington kürzt Jobs in Besucherzentren von Macallan und Highland Park

Die Covid-19 Pandemie bedeutet nicht nur eine globale Gesundheitskrise, sie hat natürlich auch schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das sieht man natürlich besonders im Tourismus, und der Whiskytourismus ist da keine Ausnahme.

Daher kommt die Meldung, dass die Edrington Group mit der Belegschaft der beiden Besucherzentren bei Macallan und Highland Park Gespräche über die Kürzung der Jobs dort führt, nicht unerwartet (auch Jobs im Besucherzentrum ihrer Brugal Rum Experience in der Dominikanischen Republik sind betroffen).

Die genaue Anzahl der Jobs, die zur Disposition stehen, hat die Edrington Group nicht bekannt gegeben, aber man bemühe sich, diese Arbeitsplätze auf andere Bereiche umzuverteilen. In der Produktion allerdings wolle man keine Stellen streichen.

Derzeit sind die beiden Besucherzentren ja noch geschlossen, und man hofft, dass man sie eventuell im September wiedereröffnen kann.

Macallan Destillerie und Besucherzentrum. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Im Besucherzentrum bei The Macallan. Bild © Whiskyexperts 2018

PR: Neu – Hardemer Single Malt Whisky 2015 Chardonnay Cask

The-whisky-shop.de kündigt in einer Aussendung eine neue Abfüllung eines deutschen Whiskys an: Der Hardemer Single Malt Whisky 2015 Chardonnay Cask wurde mit 55,2% vol. abgefüllt und zeigt eine Illustration der Künstlerin Cordula Kitiratschky, die es in Postkartengröße zu jeder gekauften Flasche dazu gibt.

Hier die Infos, inklusive den Tasting Notes und der Bezugsquelle:


Neu – Hardemer Single Malt Whisky 2015 Chardonnay Cask 55,2%

Der schon lange angekündigte „NEUE“ Hardemer Single Malt ist fertig und ist ab dem 15. Juli 2020 verfügbar.

Das Cartoon „Whiskyliebe“ wurde von Cordula Kitiratschky gestaltet. Beim Kauf einer Flasche gibt es eine

Postkarte in der Größe A5 mit dem Original Cartoon dazu. Gedruckt

auf Chromolux 700, 300g/qm. Da die Künstlerin am Erscheinungstag verhindert ist, findet keine Signierstunde

statt. Dafür hat sie mir einige Flaschen vorab signiert, die als Fassprobe vom 30.06.20 gekennzeichnet wurden. Das eigentliche Abfülldatum ist der 15. Juli 2020.

Hardemer  Single Malt Whisky Chardonnay Cask 55,2% 5,5 Jahre alt, Chardonnay Cask
Gereift im first fill Chardonnay Cask, 225L Inhalt
Dest. Januar 2015, Bottl. 15. Juli 2020 nicht gefärbt und nicht kältefiltrier

Flasche 0,35L   Euro  48,00
Literpreis  Euro 137,14

Erhältlich bei www.the-whisky-shop.de

Es gibt auf Wunsch auch eine Großflasche. Zum Verschenken, zum Behalten, oder einfach nur für den „ganz“ großen Durst.

Flasche 4,5L   Euro  520,00
Literpreis  Euro 115,55

Tasting Notes

Farbe: Heller Weißwein

Duft: Sehr kräftige fruchtige Aromen. Frische grüne Äpfel, Aromen von Birnensaft, Weißwein, Zitrusfrüchte. Pfeffrige Frische, sehr würzig. Zurückhaltende Malznoten und ein Bouquet von frischen Früchten.

Körper: Sanfter, feiner Körper

Geschmack: Cremig und fruchtig im Mund, Aromen von Weißwein mit leicht trockenem Mundgefühl. Spritzig auf der Zunge mit verhaltener Süße zum Abgang.

Abgang: Ein trockenes Mundgefühl, das langsam süßer und runder wird, bleibt eine ganze Weile. Übrig bleibt eine schöne Süße von halbtrockenem, würzigem Weißwein.

Serge verkostet: Zwei aus Dufftown (inkl. Prima & Ultima)

The Singleton of Dufftown aus der neu aufgelegten Prima & Ultima Serie von Diageo matcht sich heute mit einem Dufftown aus der Connoisseurs Choice Serie von Gordon & MacPhail – ein Match auf schiefem Boden, denn der G&M-Dufftown ist neun Jahre alt und mit 46% vol. abgefüllt, während der Prima & Ultima 31 Jahre reifen durfte. Die Alkoholstärke ist so unterschiedlich nicht: 48,8% vol. bringt er in den Ring.

Aber: Bei Whisky ist nix fix, und keine Maßzahl lässt sich automatisch in den Grad des Genusses umsetzen. Allerdings in der Verkostung von heute hat der Proma & Ultima die Nase schon ziemlich weit vorne:

  • Dufftown 2008/2017 (46%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice, refill sherry hogshead): 77 Punkte
  • The Singleton of Dufftown 30 yo 1988/2019 (48.8%, OB, Prima & Ultima, refill American oak, 469 bottles): 89 Punkte
Destillerie Dufftown. Bildrechte bei Lars Pechmann.