Dritter Tag der kleinen Verkjostungsreihe bei Serge Valentin auf Whiskyfun, in der er sich jeweils zwei Abfüllungen aus der Destillerie Laphroaig einschenkt, beschreibt und bewertet. Und heute hat er da wohl in die Vollen gegriffen, denn beide Abfüllungen können sich mit dem Prädikat „fantastisch“ schmücken.
20 und 21 Jahre sind die beiden Whiskys in der Verkostung alt, und bei beiden ist Sherry im Spiel:
Laphroaig 20 yo 1998/2018 (58.3%, Signatory Vintage 30th Anniversary, cask #700392, refill sherry butt, 573 bottles): 92 Punkte
Laphroaig 21 yo 1998/2019 (54.4%, The Whisky Exchange, The Perfect Measure, oloroso, cask #117, 322 bottles): 93 Punkte
Auch heute servieren wir dann als Dessert zwei Bilder aus der Brennerei, die unsere Leser aufgenommen haben:
Über Facebook wurde vor knapp 30 Minuten mitgeteilt, dass sowohl Cadenhead’s als auch die Brennereien Springbank und Glengyleab sofort unbefristet ihren Betrieb einstellen. Man mache dies, um die Gesundheit der Angestellten zu schützen. Man hoffe darauf, dass die Stilllegung nur eine überschaubare Zeitspanne lang dauere und wird den Betrieb dann wieder aufnehmen, wenn es ohne Gefahr für die Mitarbeiter möglich ist.
Der Shop von Cadenhead’s ist ab sofort geschlossen, man werde aber heute noch Bestellungen abarbeiten und diese baldmöglichst versenden:
In light of advice issued by the UK and Scottish Governments last night (March 23rd), we have brought forward an already-planned indefinite shut down of our operations at Cadenhead’s, Springbank and Glengyle.
The health and wellbeing of our staff is of primary importance to us and during this time of uncertainty we feel it is best for everyone to be able to stay at home and follow the advice given on how to stay as safe as possible.
Like everyone else, we hope this will be a temporary situation and we will be back in action before too long but we will do whatever it takes to protect our people and community to the best of our abilities.
Cadenhead’s Whisky Shop Campbeltown is closed with immediate effect, as is our online shop, though we are working today to dispatch any already-placed and paid for orders and will endeavour to get those out ASAP.
We will be keeping the lines of communication open so please feel free to drop us a line or get in touch through social media – we’re going to try and use the time out of the office to be creative and have lots of ideas on that front so keep an eye out for those.
Above all, be safe and well, follow the advice and hopefully we’ll be back up and running before too long.
Wir wünschen der Belegschaft dort alles Gute und beste Gesundheit!
Addendum: Nun hat auch Glenfarclas mitgeteilt, dass die Brennerei ab sofort geschlossen bleibt:
Springbank an der Ecke Longrow & Well- Copyright by Stefan Bügler
Vor einigen Wochen hieß es noch bei vielen Unternehmen aus dem Whiskysektor, dass der wirtschaftliche Schaden durch die Covid-19 Pandemie noch nicht abschätzbar wäre. Nun aber hat sich Pernod Ricard, im Besitz von Marken wie Aberlour, Glenlivet, Jameson und Chivas, erstmals mit einer Prognose an die Öffentlichkeit und damit an die Investoren gewagt.
Man rechnet bei dem Unternehmen mit einem Rückgang der operativen Gewinne (also jene, die durch das normale Geschäft erzielt werden) von 20% für das Fiskaljahr 2020. Im Travel Retail erwarte man einen Rückgang von 80% im Zeitraum von Februar bis Juni.
Im Handel würde es sehr wenig Verkäufe im gleichen Zeitraum geben, und das gelte auch für die Gastronomie – damit summieren sich die prognostizierten Einbrüche laut dem Unternehmen auf -20%.
Man hält aber das Grundgeschäft des Unternehmens für sehr krisenresistent. Alexandre Ricard, Chairman des Unternehmens:
With the revised assumptions linked to covid-19, we are providing guidance of an organic decline in profit from recurring operations for full-year FY20 of app. -20%. We are staying the strategic course while implementing a comprehensive action plan to mitigate costs. Thanks to our solid fundamentals, rooted in employee engagement and the quality of our portfolio, I am confident in Pernod Ricard’s ability to bounce back and its growth potential.
Über eine interessante Neuerscheinung sind wir vom deutschen Importeur des unabhängigen Abfüllers Adelphi, der Rolf Kaspar GmbH aus Düsseldorf, informiert worden. Die Abfüllung, ein Teaninich 2007 aus dem First Fill Sherry Fass, exklusiv für Deutschland aufgelegt, sollte bereits bei den Händlern eingetroffen sein.
Hier alle Infos dazu:
Rolf Kaspar GmbH bringt neuen Teaninch von Adelphi exklusiv für Deutschland
Es gibt einen nagelneuen, „sherry-dunklen“ Adelphi-Teaninich exklusiv für Deutschland. Der 2007 destillierte Whisky aus der Brennerei in den nördlichen Highlands bei Alness durfte seitdem 12 Jahre in einem First Fill Sherry Butt reifen (cask #301263) und unter anderem kräftig Farbe aufnehmen.
Vom mit 54,6% vol. abgefüllten Whisky, der exklusiv für den deutschen Markt abgefüllt wurde, gibt es insgesamt 411 Flaschen. Natürlich ist dieser Whisky wie jeder bei Adelphi ohne Kühlfitration und ohne Farbstoffe abgefüllt worden.
TEANINICH 2007, Adelphi
12 Year Old Highland 54,6 Vol. , 2007, first fill sherry, (exklusiv für Deutschland)
Brown-Forman Deutschland wird in der Zeit um Ostern seine Marken Jack Daniel’s und Gentleman Jack mit einer Werbekampagne in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Dazu wird es auch einen kleinen, stimmungsvollen Film geben, den wir Ihnen hier gemeinsam mit der Presseaussendung vorstellen:
Brown-Forman Deutschland investiert in JACK DANIEL’S: Kampagne zu Ostern für die Flaggschiffmarke und für Gentleman Jack sowie Frühlingskampagne für JACK HONEY
Hamburg, 24.03.2020 – Die digitalen Spots erzielen im abverkaufsstarken Ostergeschäft und verlängert bis Mitte Mai 2020 zusätzliche Aufmerksamkeit für die weltbekannte JACK DANIEL’S Markenfamilie. Die Ausstrahlung der Spots für die Muttermarke JACK DANIEL’S Tennessee Whiskey, Gentleman Jack und JACK HONEY erfolgt ab Mitte März auf Facebook, YouTube, Instagram sowie relevanten Online -Plattformen und erreicht insgesamt fast 180 Millionen Kontakte.
Ein zentrales Element der Spots: Herkunft und die seit über 150 Jahren unveränderte handwerkliche Tradition bei der Herstellung des JACK DANIEL’S Tennessee Whiskeys, mit dem alles im Jahr 1866 begann und der im Laufe der Zeit zur Markenikone avancierte. Erst 1988 und somit über 120 Jahre später erweiterte die JACK DANIEL Distillery mit Gentleman Jack ihr Produktsortiment. Sein Markenzeichen: Er durchläuft die für JACK DANIEL’S Tennessee Whiskey charakteristische Holzkohlefilterung zweimal. Einmal vor und einmal nach der Reifung, die seit jeher in neuen, getoasteten und ausgeflammten Fässern aus amerikanischer Weißeiche erfolgt.
Die digitale Kampagne löst zusätzliche Impulse für die starken Marken aus, die sich mit einem Umsatzwachstum von 9 Prozent für die Muttermarke JACK DANIEL’S Tennessee Whiskey sowie 39 Prozent für Gentleman Jack zum Vorjahr positiv entwickelt haben (Quelle: IRI, LEH < 200qm + GAM + Tankstellen, 2019 vs. 2018).
Als eine der größten Messen in Deutschland steht die Whisky Fair Limburg vom 25. bis 26. April 2020 bevor – und natürlich schwebt über dieser Messe so wie über allen anderen ein großes Fragezeichen. Während andere Veranstalter ihre Messen bereits abgesagt oder verschoben haben, hat man aus Limburg dazu bis gestern am Abend nichts gehört.
Nun aber gibt es eine Mail der Veranstalter, die auf die momentane Situation eingeht – aber letztendlich die Fragezeichen nicht gänzlich auflöst. Zwar gehen die Messeveranstalter davon aus, dass die Messe aller Voraussicht nach nicht stattfinden wird, zu einer Absage oder Verschiebung kann man sich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht durchringen. So werden wir wohl noch einige Zeit auf eine definitive Entscheidung warten müssen.
Hier die Mail der Veranstalter:
Liebe Freundinnen und Freunde des Whisky-Festivals in Limburg,
aufgrund der Corona-Krise wenden wir uns an Sie, um Ihnen den aktuellen Sachstand zum diesjährigen Festival mitzuteilen.
Auch uns Veranstaltern geht es aktuell so wie allen Bürgern in Deutschland und auch allen betroffenen Nationen dieser Welt. Keiner weiß, was uns in den nächsten Tagen/Wochen erwartet und welche Maßnahmen noch erforderlich werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt hat das Land Hessen durch Verordnungen Maßnahmen ergriffen, die in ihrer Ausprägung bis zum 19.04.2020 Bestand haben. Für die Zeit nach dem 19.04.2020 gibt es bisher keinerlei Verordnung. Das Whiskyfair-Team ist der Auffassung, dass wir zum Schutz der Allgemeinheit auch nach dem 19.04.2020 nicht zu der uns gewohnten Realität zurückkehren können. Wir gehen daher stark davon aus, dass das diesjährige Whisky-Festival in Limburg nicht stattfinden kann. Regelungen, die eine Absage des diesjährigen Whisky-Festivals zur Folge hätten, sind jedoch nicht existent. Aufgrund bereits rechtsverbindlich eingegangener Verträge ist es uns aktuell aus haftungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht möglich, die Veranstaltung zum jetzigem Zeitpunkt abzusagen. Keiner weiß, welche weiteren Maßnahmen für die Zeit nach dem 19.04.2020 ergriffen werden. Unter Umständen können die Verordnungen des Landes Hessen uns zur Erfüllung der eingegangenen Verträge verpflichten.
Wir bitten daher jeden Besucher eigenverantwortlich abzuwägen, ob er seine reservierten Hotels oder seine organisierte Anreise jetzt stornieren möchte. Hinsichtlich der bereits bezahlten Vorverkaufstickets haben wir beschlossen, dass die Tickets im gebuchten Umfang Geltung haben für die eventuell stattfindende Veranstaltung 2020 oder alternativ für die Veranstaltung am 24./25.04.2021.
Dies bedeutet, dass Sie entscheiden können, ob Sie das Festival 2020 besuchen oder das Ticket für die Veranstaltung im nächsten Jahr nutzen möchten. Diese Entscheidung ist unabhängig davon, ob das Festival in diesem Jahr stattfindet oder nicht. Selbstverständlich werden bereits bezahlte Tickets im Falle einer Stornierung erstattet.
Die aktuelle Situation stellt auch für uns eine organisatorische Herausforderung dar, die zu einer gewissen zeitlich verzögerten Bearbeitung von E-Mails führt und zukünftig auch noch führen wird. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass es uns als Veranstalter aufgrund der aktuellen Situation und der sich täglich, ja sogar stündlich verändernden Gegebenheiten und Regelungen bisher nur schwer möglich war und ist, das Festival abzusagen oder mitzuteilen, dass es stattfinden wird.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.hessen.de
Wenn auch momentan die Whiskymessen abgesagt werden oder in der Luft hängen (Limburg zum Beispiel, mehr dazu in einer kommenden Meldung), gibt es doch auch Veranstalter, die noch genügend Zeit haben, um auf eine Durchführung ihrer Messen zu setzen.
So eine Messe ist die Hall of Angels‘ Share in Villingen. Der Veranstalter hat uns darüber informiert, dass man sich an die Planung der Messe für den November macht, trotz aller Unsicherheiten und Fragezeichen, die momentan über allem schweben. Hier die Nachricht, die wir bekommen haben:
„Die Hall of Angels‘ Share 2020 findet vom 07.- 08. November in der Tonhalle in Villingen-Schwenningen statt.
Inmitten vieler schockierender Nachrichten waren wir uns zunächst unsicher, ob es angemessen erscheint, genau jetzt das Datum für die Villinger Whiskymesse 2020 bekannt zu geben. Schließlich haben wir uns dafür entschieden und hoffen, dem ein oder anderen damit einen Lichtblick und besonders, die Motivation zum Durchhalten zu geben. Im Moment muss der klare Fokus bei uns allen sein, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Und das schaffen wir nur gemeinsam.
Experten geben unterschiedliche Schätzungen ab, wann sich die Lage entspannen wird. Somit ist das Datum auch nur vorläufig, da zum jetzigen Zeitpunkt niemand genau weiß, was auf uns in der Zukunft zu kommt.
! Somit können wir auch mit dem Ticketverkauf noch nicht starten !
Unsere Vorbereitungen haben aber bereits begonnen und wir sind guter Dinge, dass auch im Jahr 2020 eine Hall of Angels‘ Share Whiskymesse stattfinden wird.
Die Laphroaig-Serie bei Serge Valentin auf Whiskyfun geht weiter – und in Teil zwei treten wieder zwei Abfüllungen gegeneinander an, die wahrscheinlich für den durchschnittlichen Whiskyfreund nicht so einfach zu bekommen sind.
Diesmal gibt es eine Laphroaig aus einem Keramikdecanter, der so ca. ins Jahr 1975 zu datieren ist – und eine Einzelfassabfüllung auis dem Vorjahr aus den Refill Sherry Butt.
Und hier die (schönen) Wertungen aus der Verkostung:
Laphroaig 12 yo (43%, OB, Bonfanti Milano, stone flagon, 75cl, +/-1975): 90 Punkte
Laphroaig 12 yo 2006/2019 (57.2%, Distiller’s Art for HNWS, refill sherry butt, cask #HL15653, 546 bottles): 89 Punkte
Und natürlich gibt es auch wieder zwei schöne Bilder aus der Brennerei, die uns von unseren Lesern geschickt wurden:
In bewegten Zeiten sind Dinge, auf die Verlass ist, schöne Ankerplätze im Alltag. Zu denen gehören die Videoverkostungen von Ralfy Mitchell, über die wir jeden Dienstag am Morgen berichten können.
Diesmal geht es im Video von Ralfy um den Glenfiddich 18yo, einen „gehobenen Standardwhisky“, wie man sagen könnte. 18 Jahre, das ist ein Altersbereich, in dem man sich vom Whisky bereits einiges an Komplexität und Tiefgang erwarten kann. Ob Ralfy das auch bei diesem Tropfen, der übrigens mit 40%, also der Mindestalkoholstärke abgefüllt ist, ebenso findet?
Nun, der Punktewertung nach ist er nur halb überzeugt – es gibt für ihn gute, aber nicht überragende 85 Punkte. Das Wie und Warum finden Sie dazu in dem knapp über 20 Minuten langen Video, in dem Ralfy wie üblich auch viele zusätzliche Infos einbaut. Zu sehen hier und auf Youtube.
Und wieder gibt es neues vom deutschen Importeur Kirsch Import zu vermelden – neun neue Abfüllungen des unabhängigen Abfüllers Berry Bros & Rudd, eine neue Single Cask Abfüllung für Deutschland aus der Cotswolds Distillery und einen neuen Whisky aus Tasmanien, den Hellyers Road 15yo.
Hier alle Details, die wir dazu erhalten haben:
Neues aus dem Hause Berry Bro’s & Rudd
Schmuggler während der Prohibition mit Spirituosen versorgen, Napoleon III. im Keller verstecken, den Dichter Lord Byron auf der großen Kaffeewaage wiegen – Berry Bros. & Rudd kann auf eine bunte Firmengeschichte zurückblicken. Und: Auf eine über drei Jahrhunderte gereifte Expertise auf dem Gebiet der Premium-Spirituosen. Die Ursprünge des Zulieferers der britischen Königsfamilie liegen im Handel mit Kaffee. Heute jedoch erstreckt sich die Produktpalette des unabhängigen Abfüllers von Likör und Cognac über Whisky und Rum, Gin und Wermut bis hin zu Wein.
Neu von Berry Bro’s haben wir fünf Abfüllungen der „Ronnie’s Reserve“ Serie. Namensgeber und Schirmherr dieser Serie ist Keeper und Master of the Quaich Ronnie Cox. Die Fässer dieser Serie kommen alle aus einer namentlich nicht genannten Speyside Brennerei. Ronnie hat höchstpersönlich ein achtsames Auge auf die Fässer geworfen. Um sich mit dem Besten vertraut zu machen, was diese Speyside-Brennerei produzieren kann, hatte Ronnie über 30 Jahre lang die beneidenswerte Aufgabe, an mehreren hundert Fässern schnüffeln zu dürfen. Um in die Auswahl von Ronnie’s Reserve zu fallen, wurden nur Fässer ausgewählt die wirklich hervorragend und schön ausbalanciert sind. Alle Fässer müssen die Erwartungen aus der Nase auch am Gaumen bestätigen können – und dabei sowohl die eleganten Aromen wie auch die cremige Textur bieten können, für die diese Brennerei so bekannt ist.
Neben der Ronnie’s Reserve haben wir noch vier neue Abfüllungen der Exceptional Cask Serie für euch, darunter auch einen wundervollen Caroni Rum. Für Freunde Rum-gelagerter Whiskys gibt es noch ein tropisches Glen Moray Single Cask mit einem Barbados Rum Cask Finish.
Glen Moray 2007/2019 – Barbados Rum Cask Finish Berry Bro’s & Rudd for Germany
12 Jahre Dest. 2007 Abgef. 2019 Gereift in:
Bourbon Casks (11 Jahre)
Barbados Rum Cask Finish
Fassnr. 5130 46,3 % Vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
55 Jahre Dest. 1964 Abgef. 2019 Fassnr. 3 84 Flaschen weltweit 45,6 % Vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ronnie’s Reserve 1995/2019 Berry Bro’s & Rudd
ca 24 Jahre Dest. 1995 Abgef. 2019 Fassnr. 12040 210 Flaschen weltweit 53,2 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ronnie’s Reserve 1989/2019 Berry Bro’s & Rudd
ca. 30 Jahre Dest. 1989 Abgef. 2019 Fassnr. 10415 114 Flaschen weltweit 54,0 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ronnie’s Reserve 1979/2019 Berry Bro’s & Rudd
ca. 40 Jahre Dest. 1979 Abgef. 2019 Fassnr. 5454 196 Flaschen weltweit 49,9 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ronnie’s Reserve 1975/2019 Berry Bro’s & Rudd
ca. 44 Jahre Dest. 1975 Abgef. 2019 Fassnr. 10619 166 Flaschen weltweit 45,5 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ronnie’s Reserve 1995/2019 – Curiculum Vitae Berry Bro’s & Rudd
ca. 50 Jahre Dest. 1969 Abgef. 2019 Fassnr. 16202 122 Flaschen weltweit 46,3 % Vol. Fassstärke 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Cotswolds Single Cask for Germany #2: Oloroso Sherry Butt
Während zahlreicher Wochenendtrips mit der Familie hatte sich Daniel Szor in die Cotswolds verliebt – und gründete 2014 die erste Destillerie dieser Region, in dem kleinen Dorf Shipston-on-Stour. Die Brennerei ist mittlerweile fester Bestandteil des Dorflebens: Ihre Zutaten kauft sie von lokalen Farmen, die Gerste und das Wasser stammen ausschließlich aus der Region. Die Nachbarn unterstützen die Destillerie gelegentlich beim Abfüllen der Flaschen und nutzen im Gegenzug Abfallprodukte des Brennprozesses zur Fütterung ihrer Tiere.
Der Standard-Whisky der Brennerei lagert in Bourbon- & STR-Rotweinfässern, die erste Single Cask Abfüllung lagerte in einem PX Fass und bei Single Cask Abfüllung #2 haben wir uns für ein Oloroso Sherry Butt entschieden. Das Oloroso-Fass bildet eine wundervolle Symbiose mit dem fruchtigen und reichhaltigem New Make der Destillerie. Head Distiller Nickolas Franchino achtet bei der Destillation des Whiskys darauf, Vor- und Nachlauf besonders präzise vom „Herzstück“ zu trennen – für ein frisches und leichtes Destillat. Eine lange Fermentationszeit von vier Tagen trägt ebenfalls dazu bei, dass der Cotswolds Whisky seine fruchtigen Noten erhält.
Die ca. 4,5 Jahre Reifung in einem Oloroso Sherry Butt machen sich in der Nase sofort bemerkbar: Nussige Zartbitterschokolade trifft auf viel Trockenobst – hier zeigt der fruchtige Cotswolds Spirit wieder warum wir den Whisky aus der englischen Brennerei so lieben. Im Mund ein kräftiger Antritt, die 61,5 % Volumen bringen zunächst würzige Noten von Schokolade und Mokka mit, die aber schnell von einer intensiven Fruchtigkeit abgelöst werden. Im Abgang folgt dann eine schöne Süße, aber auch hier immer wieder leicht würzige Anklänge. Im direkten Vergleich zum PX Cask kommt das Oloroso Fass etwas weniger süß, dafür aber mit mehr trockenen, dunklen Früchten und einer spannenden Würze daher.
Cotswolds 2015/2019 Oloroso Single Cask Germany Exclusive
4,5 Jahre Dest. 12.04.2015 Abgef. 01/2020 Gereift im Oloroso Sherry Butt 630 Flaschen 61,5 % Vol. Fassstärke Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Neuheit aus Tasmanien: Hellyers Road 15 Jahre
Henry Hellyer – Landvermesser der Van Diemen’s Land Company – war einer der ersten europäischen Entdecker, die sich 1825 in die raue Wildnis nord-west Tasmaniens aufgemacht haben. Knapp 200 Jahre später führt die Straße die nach ihm benannt wurde zur Hellyers Road Distillery.
Hergestellt aus Premium Qualitätsgetreide, vermählt mit einem der klarsten Trinkwasser der Welt, 2 1/2 fach destilliert und gereift in individuell ausgewählten „Char-Fired“ American Oak Casks – bei der Herstellung des Hellyers Road Whiskys werden keine Kompromisse in Sachen Qualität gemacht!
Frisch eingetroffen aus Tasmanien ist eine 15-jährige Abfüllung. Frisch duftend nach Vanille und Zitrusfrüchten, angenehm weich auf der Zunge – eine Spiegelung der Reifezeit in den ausgezeichneten American Oak Fässern. Auf Färbung und Kühlfiltration wird bei Hellyers Road verzichtet, um einen unverfälschten Genuss des Tasmanischen Whiskys zu garantieren.
Hellyers Road 15 Jahre
15 Jahre Gereift in American Oak Barrels 46,2 % Vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Solidarität in schweren Zeiten – das ist etwas, was diese Zeiten vielleicht etwas leichter machen kann. Wie zum Beispiel die im letzten Artikel erwähnte Aktion von Diageo, mit der der Getränkekonzern dem Gesundheitswesen einiger Länder Handdesinfektionsmittel zur Verfügung stellt.
Auch der unabhängige Abfüller Douglas Laing versucht jetzt, anderen Hilfe zu sein – und spendet ab sofort von jeder verkauften Flasche seines Blended Malts aus den Lowlands „The Epicurean“ ein Pfund an The Benevolent Society of the Licensed Trade of Scotland: Gleichzeitig heuert man nach eigener Auskunft – gegen Bezahlung – einige der ja nun in UK arbeitslosen Bartender an, um im Rahmen der Aktion “The Epicurean’s Cocktail Quarantine” neue Rezepte für The Epicurean zu kreieren.
So beschreibt der unabhängige Abfüller seine Aktivitäten in einer englischsprachigen Presseaussendung:
DOUGLAS LAING’S THE EPICUREAN LOWLAND MALT SEEKS TO SUPPORT THE ON-TRADE COMMUNITY
As the spirits trade faces mounting challenges from the impact of the COVID-19 crisis, leading Whisky specialist, Douglas Laing & Co., has today announced The Epicurean Lowland Malt Scotch Whisky will support the on-trade workforce on two fronts.
The plans confirm that with immediate effect, The Epicurean Lowland Malt is committed to donating £1 for every litre of The Epicurean sold globally – to The Benevolent Society of the Licensed Trade of Scotland on a long-term basis. The BEN Society delivers financial, social and emotional support to those who have committed three years+ to working in Scotland’s licensed trade – and thousands of bartenders are expected to benefit from the charitable partnership.
Douglas Laing & Co also announce, in a bid to reduce the immediate financial pressure on bartenders faced with reduced hours, they will recruit talented mixologists with a passion for Whisky to develop innovative, new perfect serves for the award-winning Epicurean brand at home. Dubbed “The Epicurean’s Cocktail Quarantine”, the activity is intended to economically support members of the on-trade whilst bringing some of the best bars – and indeed bartenders – to everyone’s home via Social Media.
Chris Leggat – CEO of Douglas Laing & Co. said:
“The spirits category is in the thick of an exceptionally challenging period and we want to do what we can to support and give back. We’re acutely aware of the harsh reality that jobs will be affected, which is why our Epicurean Lowland Malt is looking to the future whilst also striving to alleviate some of the immediate financial pressure on some of the great people within our great spirits industry.”
Commenting on the long-term partnership, President of The BEN, Stephen J McGowan, said:
“What a fabulous gesture from the good people at Douglas Laing. This is a period of extreme difficulty for staff working in the hospitality industry and the monies raised will go straight to our lifeline fund for staff affected by this pandemic”
Cara Laing, Director of Whisky at her family firm, comments:
“The Epicurean, if he were a “real” person, stands for community spirit, humanity and social good. Whilst we are under no illusions about the scale of the impact of COVID-19 on the on-trade – both now and for a long time to come – we are committed to making our contribution, however slight, towards looking after our passionate,
Eine internationale Hilfeleistung will der Getränkekonzern Diageo, zu dem viele schottische Whiskybrennereien gehören, mit einer besonderen Spendenaktion bieten: Über 8 Millionen Flaschen Handdesinfektionsmittel für das Gesundheitspersonal in UK und Irland, Italien, USA, Brasilien, Kenia, Indien und Australien geschickt werden. Dazu wird das Unternehmen aus Getreide gebrannten Alkohol mit 96% Alkoholstärke zur Verfügung stellen.
Mehr dazu in der nachfolgenden englischsprachigen Pressemitteilung:
DIAGEO PLEDGES MORE THAN EIGHT MILLION BOTTLES OF SANITISER FOR FRONTLINE HEALTHCARE WORKERS
World’s largest distiller in unprecedented global response in the UK, Ireland, Italy, the USA, Brazil, Kenya, India and Australia
Pledge aimed at overcoming shortages to protect frontline healthcare workers
Donation of alcohol is enough to produce more than eight million bottles of hand sanitiser
23 March 2020: Diageo, maker of Johnnie Walker and Smirnoff, has today pledged to enable the creation of more than eight million bottles of hand sanitiser, by donating up to two million litres of alcohol to manufacturing partners, to help protect frontline healthcare workers in the fight against COVID-19.
The world’s leading distiller will provide Grain Neutral Spirit (GNS) – a 96% strength ethyl alcohol used primarily in production of vodka and gin – and make it available at no cost to hand sanitiser producers in multiple countries, to help overcome shortages in healthcare systems. This donation will enable the production of more than eight million 250ml bottles of hand sanitiser.
Diageo continues to engage with national and local governments across the many countries where the company has major distilling operations. The spirit will be made available in supply chains according to local circumstances, working with the relevant authorities and hand sanitiser manufacturers. This will ensure the donation is used for maximum impact in protecting health workers and patients and that sanitiser reaches the frontline as quickly as possible.
The plan includes:
The UK and the Republic of Ireland: 500,000 litres of GNS to be made available for national healthcare systems and workers across the UK and Ireland.
Italy: 100,000 litres of GNS to support the healthcare system and other national needs
USA: 500,000 litres of GNS to be supplied to meet local community needs
Brazil: Diageo’s Ypioca plant will produce 50,000 litres of spirit for the local healthcare system, in conjunction with the Ceara State Government.
Kenya: Diageo’s East Africa Breweries Ltd will enable production of 135,000 litres of sanitiser, prioritising vulnerable and at risk groups.
India: 500,000 litres of alcohol to supply to the sanitizer industry across 25 States, for use in national healthcare systems and for consumers.
Australia: Diageo’s Bundaberg Distilling Co. to produce 100,000 litres of ethanol for the Queensland Government, to be forwarded to hand sanitiser manufacturers.
“Healthcare workers are at the forefront of fighting this pandemic and we are determined to do what we can to help protect them,”
said Ivan Menezes, Chief Executive of Diageo.
“This is the quickest and most effective way for us to meet the surging demand for hand sanitiser around the world.”
Für viele Brennereien und den Whiskyhandel ist dies momentan durch die Corona-Krise eine auch in finanzieller Hinsicht sehr schwierige Zeit. Ausgaben sind nach wie vor zu bestreiten, aber die Umsätze brechen in vielen Bereichen weg.
Der Staat lässt die Unternehmen allerdings mit diesen Problemen nicht im Regen stehen – es gibt viele Förderungen und Hilfsprogramme, die man als Unternehmer in Anspruch nehmen kann. Allerdings sind diese, durch die föderalistische Struktur Deutschlands, von Land zu Land unterschiedlich und damit wird es nicht unbedingt einfacher, sich diese Unterstützungen zu sichern.
Kleinbrennerei.de hat hier dankenswerterweise eine Übersichtsseite für Unternehmen zusammengestellt, auf der man die verschiedensten Hilfsprogramme und zusätzliche Informationen schön strukturiert finden kann. Auch wird man über Kurzarbeitergeld, Stundung der BGN-Beiträge und Darlehen zur Liquiditätssicherung informiert und erhält alle nötigen Kontaktdaten, um sich mit den entsprechenden Stellen in Verbindung zu setzen.
Wer also auf der Suche nach Hilfe ist, wird dort eine Möglichkeit finden, die ersten Schritte auf dem Weg dorthin zu vereinfachen.
Zwei interessante Neuerscheinungen haben wir zu Wochenbeginn in der us-amerikanischen TTB-Datenbank gefunden, in der ja bekanntlich alle für den US-Mark vorgesehenen Neuerscheinungen eingetragen werden müssen (mit einer meist sehr vernünftigen Chance, dass die Neuheit dann auch in Europa zu finden sein wird).
Neuheit Nummer eins ist ein Highland Park Cask Strength Release No. 1, der mit 63,2% vol. abgefüllt ist. Fasszusammenstellung oder Tasting Notes sucht man auf den Etiketten vergeblich, aber wir sind uns sicher, dass vor dem offiziellen Release mehr Infos verfügbar sein werden:
Als zweite Neuigkeit können wir eine Neuausgabe vorstellen: Der Ardbeg Traigh Bhan Batch #2 ist der Nachfolger des ersten Releases aus dem Vorjahr – wiederum 19 Jahre alt, wiederum mit 46,2% abgefüllt. Er unterscheidet sich nur durch die neue Batchnummer, natürlich wird er geschmacklich keine 1:1 Kopie der Erstausgabe sein können. Hier die Etiketten:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.