Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
Unsere Rubrik „Fremde Federn“ stellt Ihnen seit nun 78 Folgen Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe Nummer 78 und zum Auftakt des Jahres (deshalb und durch Weihnachtsurlaube wohl etwas weniger als sonst) ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel haben wir ein Gewinnspiel für Sie am Laufen, das nicht nur Game of Thrones Fans ein Leuchten in die Augen zaubern wird: Gemeinsam mit unserem Partner Diageo Deutschland verlosen wir ein komplettes Set der drei Whiskys von Johnnie Walker zur Game of Thrones Serie!
Bis zum 6. Januar, also nur noch bis Montag, dem Dreikönigstag, können Sie bei uns den White Walker by Johnnie Walker gemeinsam mit den beiden Johnnie Walker A Song of Ice und Johnnie Walker A Song of Fire gewinnen – indem Sie uns einfach sagen, mit wem Sie die Blends dann genießen wollen. Dann braucht es nur noch ein wenig Glück, und die Flaschen kommen im Dreierpack zu Ihnen.
Und damit die Vorfreude noch etwas steigt, hier noch Infos zu den drei Whiskys:
White Walker by Johnnie Walker
Der einzigartige, limitierte Whisky wurde von den rätselhaftesten und gefürchtetsten Charakteren der gefeierten Serie inspiriert – den White Walkern (zu deutsch: Weiße Wanderer). Aus dem eisigen Norden treibt der Nachtkönig seine Armee der Untoten voran: mit ihren eisblauen Augen bringen die White Walker die Kälte des Winters mit sich. Genau so bringt nun auch White Walker by Johnnie Walker die ersten Anzeichen der kalten Jahreszeit mit sich.
George Harper kreierte zusammen mit dem Blending-Team von Johnnie Walker diesen innovativen Whisky, in dessen Herzen sich zwei Single Malts aus den nördlichsten Destillerien Schottlands finden: Cardhu und Clynelish. Diese limitierte Edition wird am Besten eiskalt serviert. Direkt aus dem Gefrierschrank, überrascht die gekühlte Flasche mit einer ganz besonderen Verpackungstechnologie, die den Winter mit sich bringt.
Bei niedriger Temperatur zeigen sich auf der Flasche Eisrisse in leuchtend blauer Farbe – gleich den Augen der White Walker. Der White Walker by Johnnie Walker enthält Noten von karamellisiertem Zucker, Vanille und frischen roten Beeren. George Harper, Blender bei Johnnie Walker, nutzte den kalten Norden Schottlands als Ausgangspunkt für White Walker by Johnnie Walker. „Whiskys aus Clynelish haben lange, schottische Winter überstanden, ebenso wie die Nachtwache, die sich in die langen Winter nördlich der großen Mauer gewagt hat. Clynelish ist also die perfekte Grundlage, um diesen einzigartigen Whisky zu kreieren,“ so George Harper.
Johnnie Walker A Song of Ice und Johnnie Walker A Song of Fire
Die beiden limitierten Abfüllungen von Johnnie Walker sind zwei unterschiedlichen Häusern von Westeros gewidmet: „A Song of Ice“ steht für das Haus Stark, in der Serie und den Büchern mit dem hohen Norden und eisigem Winter verbunden und als Erbauer der Mauer bekannt. Auf der Flasche sehen wir einen weißen Schattenwolf. „A Song of Fire“ repräsentiert das Haus Targaryen – die Flasche zieren ein Drache und feurige Elemente.
Im „A Song of Ice“ findet sich unter anderem Single Malt aus der Brennerei Clynelish – er ist mit 40.2% vol. abgefüllt. Das rauchige Element im „A Song of Fire“ stammt aus der Brennerei Caol Ila auf Islay. Dieser Blend kam mit 40.8% vol. in die Flasche.
Gemeinsam mit dem White Walker bilden sie eine einzigartige Trilogie rund um Game of Thrones-Serie. Ihre unterschliedlichen Charaktäre machen sie so spannend und abwechslungsreich wie die erfolgreiche Fantasy-Saga – und zu einem tollen Gewinn, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
Und so gewinnen Sie Game of Thrones-Whiskys von Johnnie Walker:
Sagen Sie uns einfach, mit wem Sie die Whiskys genießen wollen und warum.
Die Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Game of Thrones“!
Unter allen Einsendungen mit einer Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 6. Januar 2020, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 7. Januar 2020 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Diageo Deutschland versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Game of Thrones“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 6. Januar 2020, 23:59 Uhr. Die Gewinnerin/der Gewinner wird am 7. Januar 2020 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Diageo sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Diageo Deutschland versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradresse an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Vor knapp einem Monat, am 6. Dezember, haben wir über den Start einer Crowdfunding-Kampagne für die von Annabel Thomas gegründete Nc’nean Distilleryberichtet – man wollte 1 Million Pfund (das entsprach einem Anteil von 5.68% an dem Unternehmen) aufstellen, um in den weiteren Ausbau der Brennerei in den Highlands östlich von der Insel Mull und von Tobermory voranzubringen und den Start des ersten Whiskys in diesem Jahr zu unterstützen.
Wie nun scottishgrocer.co.uk heute berichtet, ist die Kampagne auf seedrs.com erfolgreich für das Haupziel abgeschlossen worden – bleibt aber dennoch für Stretch Goals offen (danke an unseren Leser Joskef K., der uns darauf hingewiesen hat). £1,040,128 hat man eingenommen und wird das Geld nun vor allem in die nachhaltige Produktion investieren.
Annabel Thomas, Mitgründerin und CEO der Brennerei, formuliert die Strategie für die Destillerie so (ein Zitat aus der Presseaussendung vom Dezember):
We’ve seen a real consumer demand for authentic and sustainable brands and we believe the Scotch category has yet to tap into a new audience base by attracting them with innovative products, which is where we’re looking to build further on our success to date.
Nach einigen sehr umfangreichen Bildergalerien möchten wir Ihnen heute eine etwas kleinere Sammlung von Bildern präsentieren – zu einer Brennerei, für die es seltsamerweise sehr wenig gute Aufnahmen gibt: Ben Nevis. Die in japanischen Besitz stehende Highland-Destillerie ist kein klassischer Destillerie-Bau, sondern hat eher industriellen Charme. Und sie liegt am Fuß des namensgebenden Bergs (der höchste in Schottland) fast auf Seehöhe.
Jochen Wied hat während seines Sommerurlaubs 2019 die nachfolgenden fünf Bilder aufgenommen – und uns so sehr schöne Aufnahmen der etwas schmucklosen Brennerei zur Verfügung gestellt. Durch einen Klick können Sie diese vergrößern:
Harvey Nichols in Edinburgh wird ab sofort einen neuen Whisky von The English Whisky Company führen – den Harvey Nichols Peated Burgundy Cask Single Barrel English Whisky.
Auch wenn auf der Flasche keine Altersangabe steht, so kann man sich das Alter selbst leicht ausrechnen: Destilliert 2007, abgefüllt 2019, ist es wahrscheinlich der älteste bislang auf den Markt gekommene englische Whiskey.
Neben seinem Alter hat die auf 280 Flaschen limitierte Abfüllung noch zwei weitere Besonderheiten: Sie ist mit 38ppm so torfig wie manche Abfüllungen aus Caol Ila, und sie wurde über die gesamte Reifezeit in einem 250 Liter fassenden Burgunderfass gereift (Pinot Noir). Abgefüllt wurde der Whisky mit 51% vol.
Zum Geschmack zitueren wir die Originalbeschreibung auf der Webseite von Harvey Nichols, wo man die Abfüllung auch online bestellen kann (allerdings nicht nach Deutschland, Sie bräuchten dann eine englische Lieferadresse):
Those lucky enough to have travelled to the foodie mecca that is Mexico’s Oaxaca will be familiar with the local mole, made using toasted nuts and sesame seeds, dried fruit, Christmassy spices, dark chocolate and earthy smoked chillies. Those who haven’t, can experience these wonderful aromas and flavours in this whisky, not to mention cherry chocolate liqueurs, summer pudding, lapsang souchong, leather bound books, smoked paprika, freshly brewed coffee, and something that evokes sipping malty Horlicks around a bonfire on a winter night. There’s nothing else quite like it.
Wenn Sie Interesse an einer der Flaschen haben und eine UK-Lieferadresse angeben können, so können Sie diese hier im Webshop von Harvey Nichols um 110 Pfund plus Versand erwerben.
Dass amerikanischer Whiskey nicht nur aus Kentucky oder Tennessee stammt, ist mittlerweile Allgemeinwissen. Auf der Landkarte des US-Whiskeys ist zum Beispiel auch Texas eine interessante und gut mit Destillerien bestückte Region.
Wer sich ein wenig näher mit der Whiskeyproduktion in Texas und vor allem der dort ansässigen Treaty Oak Distillery beschäftigen will, der findet im Artikel „Whiskey Industry Flourishing in Texas“ in Spectrum News vor allem ein Video über die oben erwähnte Treaty Oak Distillery (die ersten Aufrufe sind frei zugänglich, danach verschwindet die Seite hinter einer Paywall).
Im Video (und auch im Artikel, der eigentlich nicht viel mehr als ein Transkript des Audios im Clip ist) erfährt man zum Beispiel über die typischen klimatischen Bedingungen in Texas und auch, dass man bei der Brennerei viel Wert auf lokale Zutaten legt:
Texas-style bourbon, like the one crafted at Treaty Oak, means using Texas products from start to finish.
“We buy all of our grain from Texas farmers. These are heirloom seed, non-GMO of course, organically farmed corn and wheat,” said Powell.
Am Sekundärmarkt für Whisky haben sich in der letzten Zeit Anzeichen gemehrt, dass es zu einer gewissen Abkühlung bei der Preisentwicklung kommen könnte. Andererseits zeigt er sich auch wieder mehr als robust, wenn man andere Indikatoren ansieht.
So zum Beispiel hat das Auktionshaus Bonhams vermeldet, dass man im abgelaufenen Jahr über 15 Millionen Pfund (umgerechnet 17,6 Millionen Euro) mit Auktionen im Bereich Wein und Whisky umgesetzt hat. Dieser Umsatz wurde vor allem von Rekordauktionen bei alten Macallan-Abfüllungen getragen.
Im Mai 2019 hat Bonhams in Hong Kong zwei 60 Jahre alte Macallans für £751,703 und £814,081 verkauft, eine dritte Flasche aus der Serie wurde dann in Edinburgh um £848,750 an den Mann gebracht. Ein Fass von Macallan 22yo brachte £342,271.
Unser Bild zeigt den Macallan Valerio Adami 1926, der um £848,750 versteigert wurde
Die Rekorde bei Macallan sind laut Angaben von Martin Green, dem Leiter der Whiskyabteilung in Edinburgh, nur das Tüpfchen auf dem I. Insgesamt sei die Nachfrage für Abfüllungen von Bowmore, Glenfiddich, andere Macallans und Whiskys von geschlossenen japanischen Brennereien sehr hoch, vor allem im asiatischen Raum.
Schon am 25. Dezember ist der ehemalige Distillery Manager und Senior Brand Ambassador von Four Roses, Al Young, im Kreise seiner Familie verstorben.
Young begann seine Karriere in der Whiskeyindustrie im Jahr 1967 bei Joseph E Seagram und Sons und arbeitete in mehreren der Destillerien des Unternehmens in Kentucky und Indiana, bevor er bei Four Roses in Lawrenceburg 1990 Distillery Manager wurde.
2007 wurde er zum Senior Brand Ambassador ernannt. Young war auch Mitglied der Kentucky Distillers’ Association (KDA) und wurde in deren Hall of Fame aufgenommen. Er war auch für sein phänomenales Wissen über die Geschichte des Bourbon bekannt.
Young hinterlässt seine Frau Gretchen und drei Kinder.
Im Peak District planen Lindsay und Karl Bond die höchst gelegene Whisky-Brennerei im Vereinigten Königreich, Schottland ausgenommen (wir berichteten). Die Beiden übernahmen im Oktober letzten Jahres den Pachtvertrag für den 206 Jahre alten Pub ‚Cat & Fiddle Inn‘. Das ‚Cat & Fiddle Inn‘ liegt 515 m über dem Meeresspiegel. Eigentlich wollte sie die Keller des Gebäudes nur zur Lagerung ihres Whiskys verwenden, den sie neben Gin und in ihrer The Forest Distillery produzieren. Doch die Beiden erweiterten ihre Planungen und Vorhaben. So soll hier nun auch eine neue Whisky-Brennerei entstehen. Und auch der Pub, der seit 2015 geschlossen ist, wieder eröffnet werden. Bei crowdfunder.co.uk starten sie eine Kampagne, um für diese Projekt erweiterte finanzielle Möglichkeiten zu erhalten. Diese endete Anfang Dezember, das Ziel von £ 50.000 wurde mehr als erreicht. Insgesamt können sich Lindsay und Karl über £ 54.548 freuen. Die Kosten einer Renovierung des alten Gebäudes belaufen sich allerdings auf £ 250.000. Doch schon im April soll der Pub wieder eröffnet werden. Über einen Zeitplan für die geplante Destillerie konnten wir jedoch noch keine Einzelheiten finden. Wir wünschen den Beiden viel Erfolg bei ihrem ehrgeizigen Projekt.
Das Cat & Fiddle Inn soll eine Destillerie werden. By Dave Dunford – Own work, CC BY-SA 2.5, Link
Ein interessantes Tasting-Paket hat Serge Valentin zum Start in das neue Jahrzehnt zusammen geschnürrt. In der Verkostung finden wir Whiskies und Spirits junger Brennereien aus Schottland, England und Irland. Der Einstieg ist der Lowland-Brennerei Daftmill mit einem 11-jährigen Whisky mit einer hohen Bewertung vorbehalten. Aus der englischen The Lakes Distillery finden wir die beiden Whiskymaker’s Reserve No.1 und No 2, welche mittelprächtige erhalten. Und den Abschluss bilden zwei Samples aus der Waterford Distillery. Von der Brennerei des ehemaligen Bruichladdich-Mitbesitzers Mark Reynier ist noch keine Abfüllung erhältlich. Aus diesem Grund finden sich in der heutigen Verkostung ’nur‘ zwei Samples aus dieser irischen Brennerei. Auch wenn diese Proben keine Bewertung erhalten, so lassen ihre Verkostungsnotizen die Vorfreude auf die erste Abfüllung dieser Brennerei größer werden.
Die heutige Session auf Whiskyfun in der gewohnten Kurzübersicht:
Daftmill 11 yo 2008/2019 (55.5%, OB, for The Whisky Bars of Scotland, bourbon, cask # 068/2008) 89 Punkte
The Lakes ‘Whiskymaker’s Reserve No.1’ (60.6%, OB, England, 2019) 80 Punkte
The Lakes ‘Whiskymaker’s Reserve No.2’ (60.9%, OB, England, 2019) 84 Punkte
Waterford 3 yo 2016/2019 ‘Ratheadon’ (50%, OB, Irish, sample bottle) keine Wertung
Waterford 2 yo 2016/2019 ‘Rathclough’ (50%, OB, Irish, sample bottle) keine Wertung
Zwei Dutzend Whiskyfässer werden ab 22. Januar 12 Tage lang versteigert, in der wahrscheinlich ersten Online-Auktion, die ausschließlich Whiskyfässern (natürlich solchen mit Inhalt) gewidmet ist.
Es wird die erste von vier geplanten Auktionen der Firma Cask Trade sein, so ein Bericht der BBC, und sie ist mit Fässern aus Privatbesitz bestückt. Alle Fässer sind vom Auktionshaus auf Echtheit und rechtmäßigen Besitz überprüft worden.
Mit dabei bei der Auktion sind zum Beispiel ein Springbank sherry hogshead aus dem Jahr 1995 (Schätzwert £40,000-£50,000) und ein Fass aus Glen Ord, das 2015 befüllt wurde und auf £2,000-£3,000 geschätzt wird.
Die Auktion wird auf der Webseite auctionyourcask.com online gehen. Dort kann man sich jetzt bereits über die Modalitäten für das Einreichen von Fässern und das Bieten informieren.
Am ersten Tag des Jahres wollen wir Sie zu einer traditionsreichen Familiendestillerie in der Speyside mitnehmen – die großen Wert darauf legt, als Highland Brennerei bezeichnet zu werden. Glenfarclas zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Brennereien unter Whiskyfreunden, und wenn man etwas über die Destillerie sagt, dann fällt einem wohl zuerst ein, dass sie ein ausgezeichnetes Fassmanagement betreiben und daher nach wie vor eine Reihe von Abfüllungen in der Core Range anbieten können. Aber auch ihre „Familiy Casks“, die Vintage-Bottlings, sind beliebt und begehrt (und leider auch nicht mehr ganz billig).
Jochen Wied war im Sommer 2019 bei Glenfarclas und hat seinen Besuch mit der Kamera dokumentiert. Wir dürfen seine Bilder hier veröffentlichen und sagen herzlichen Dank dafür. Kommen Sie also mit und sehen Sie sich bei Glenfarclas um (Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern):
Glenfarclas – ein fotografischer Rundgang von Jochen Wied
Mag das neue Jahr auch manch Neuerung, Änderung oder Modifikation bringen. Unsere Whiskys des Monats müssen auch 2020 die bekannten und bewährten Kriterien erfüllen. An erster Stelle steht, fast selbstverständlich, eine uns überzeugende Qualität. Hinzu kommt eine hohe Verfügbarkeit. Dieses Kriterium schließt Einzelfass-Abfüllungen und stark limitierte Bottlings aus. Und natürlich müssen auch zukünftig unsere Whiskys des Monats zu einem recht attraktivem Preis erhältlich sein. Unser Whisky des Monats Januar ist The Glenlivet 18yo.
Glenlivet – die Brennerei mit Konfliktpotential
Auch wenn eine Brennerei schon seit mehr als 100 Jahren existiert, ihren Charakter und der ihres Whiskys ändert sich meist nur punktuell und in Nuancen. Die Destillerie Glenlivet (gälisch für ‚Tal des Flusses Livet‘) war schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt und berühmt für ihren Whisky von herausragender Qualität. Zudem zeigte sie auch zu Beginn des 19. Jahrhunderts, dass die Menschen hinter dieser Brennerei in der Speyside auch Konflikten nicht unbedingt aus dem Weg gehen. Als ab 1823 der „Act of Excise“ das illegale Brennen von Whisky in Schottland erschwerte und zugleich die legale Produktion unterstützte, war es George Smith, der als erster in der Region Speyside eine offizielle Lizenz zur Whiskyherstellung erwarb und 1824 die Destillerie Glenlivet errichtete. Damit zog er sich, vorsichtig formuliert, den Unmut seiner illegal brennenden Kollegen zu. Fortan sicherte sich George Smith mit zwei geladenen Steinschloss-Pistolen neben seinem Bett eine ruhige Nacht und einen erholsamen Schlaf sowie sein Überleben und den Fortbestand seiner Brennerei. Mit einem gewissen Stolz präsentiert Glenlivet in seinem Besucherzentrum diese beiden Pistolen – oder zumindest zwei ähnlich aussehende.
Fotograf / Quelle: Pernod Ricard Deutschland
The Glenlivet – unmissverständlich
Die Zahl der illegalen Brennereien in der Speyside reduzierte sich durch den „Act of Excise“ deutlich. Innerhalb von zehn Jahren verschwanden sie fast vollständig. Die legale Brennerei Glenlivet konnte mit ihren Whiskys erfolgreich die Bedürfnisse des Marktes decken. Neben der rechtlich unbedenklichen Produktion war dafür vor allem die hohe Qualität ihres Produkts verantwortlich. Glenlivet war das Synonym für herausragender Whisky, der Name Glenlivet bürgte für einen feinen Genuss. Was lag also für die anderen Brennerei im Tal des Flusses Livet näher, sich diesen Namen auszuleihen?
Glenlivet. Picture von Y. Kono. Published under GNU License
Die Destillerien stellten dem Namen ihrer Whiskys ein ‚Glenlivet‘ voran, die Möglichkeit einer Verwechselung war so gegeben. Der studierte Jurist John Gordon Smith, jüngster Sohn des Gründers George Smith, übernahm nach dem Tod seines Vaters 1871 die Leitung der Brennerei und bereitete der Vielzahl der Glenlivet-Whisky ein juristisches Ende. Zwar konnte die Verwendung der Bezeichnung ‚Glenlivet‘ durch die anderen Brennereien aus dem Tal des Flusses Livet nicht unterbunden werden. Doch die Familie Smith sicherte sich die exklusive Verwendung von drei weiteren Buchstaben in Verbindung mit dieser Ortsangabe. Seit 1880 heißen die Whiskys aus der Brennerei unmissverständlich: The Glenlivet.
The Glenlivet 18yo – ein komplexer Speysider par exellence
Die Whiskys der Brennerei The Glenlivet sind mit ihren fruchtigen Aromen typisch für die Whisky-Region Speyside. Bei unserem Whisky des Monats The Glenlivet 18yo kommen zu diesen Frucht-Aromen heller Früchten und Rosinen noch Nuss-Noten hinzu. Eichennoten und ein zarter Anflug von Rauch ergänzen das komplexe Aromen-Spektrum und komplettieren einen wunderbar Gaumen schmeichelnden Whisky.
Fotograf / Quelle: Pernod Ricard Deutschland
The Glenlivet 18yo findet sich sowohl im Getränke-Einzelhandel als natürlich auch im Whisky-Fachhandel. Preislich liegen wir hier im Bereich zwischen 60 und 70 €. Mancher Einzelhändler bietet diesen Whisky temporär zu einem attraktiveren Aktions-Preis an als andere Mitbewerber.
Der Jahreswechsel ist eine beliebte Zeit für Rück- und Ausblicke, gute Vorsätze, „xxx des Jahres“ und so weiter. Für uns ist es vor allem ein Anlass, Ihnen allen zu danken. Zu danken für das Interesse an dem, was wir Tag für Tag für Sie tun – und dass dieses Interesse von Tag zu Tag, von Monat zu Monat größer wird, und zwar in einem Ausmaß, das wir – in unseren Anfängen im Jahr 2013 – nicht für möglich gehalten haben.
Hier ein paar Zahlen dazu: 2019 sind wir im Vergleich zum Vorjahr und unter den unbestechlichen Augen von Google Analytics nochmals gewachsen, und zwar um 26% bei den Besuchern, 31% bei den Sitzungen und 23% bei den Artikelaufrufen. Fast eine halbe Million Besucher waren es 2019, die sich für unsere Inhalte interessierten – und sie haben unsere Artikel über 2,4 Millionen Mal aufgerufen.
Solche Zahlen verpflichten, zumal sie in unserem Fall nicht durch Foren oder einen Shop „aufgefettet“ werden, sondern tatsächlich das Interesse an Informationen über Whisky in all seinen Spielarten repräsentieren. Dementsprechend haben wir uns auch angestrengt, Ihnen neben der aktuellen Berichterstattung Whisky auch aus erster Hand erlebbar zu machen.
2019 haben wir Destillerien in Südafrika, Indien, Deutschland, den USA, Schweden, Dänemark, England, Taiwan, Irland und natürlich auch Schottland besucht und Berichte von dort mitgebracht, zum Teil mit exklusiven Einblicken, die Sie in dieser Art sonst nirgendwo gefunden haben (einige Bilder davon unten stehend). Wir haben Messen besucht, Interviews geführt, Whiskys verkostet, recherchiert und informiert. Und es hat bei aller Arbeit viel Spaß gemacht. Das muss auch einmal gesagt werden.
In diesem Sinne wird es Sie sicher nicht verwundern, dass wir auch nach fast sieben vollen Jahren Whiskyexperts (in denen wir Sie keinen einzigen Tag ohne einen Beitrag ließen) nach wie vor große Lust haben. Lust auf Whisky, Lust auf die Leute, die mit Whisky zu tun haben – sei es als Genießer oder in Destillerien, im Handel oder im Vertrieb, Lust auf Whiskyexperts und das Arbeiten für Sie.
Was können wir also jetzt schon über Whiskyexperts 2020 sagen? Dass vieles, was Sie gewohnt sind, gleich bleiben soll. Und dass sich einiges dennoch ändern wird. Hinter den Kulissen haben wir im Dezember zum Beispiel an einem sanften Redesign der Seite gearbeitet. Wir wollen damit unseren Auftritt auf den verschiedensten Endgeräten harmonisieren und optimieren – PC, Tablet quer und hoch, Handy. Und wir wollen die über 11.000 Artikel, die sich mittlerweile in unserem Archiv befinden und einen Wissensschatz zu Whisky aus den letzten sieben Jahren darstellen, besser und übersichtlicher präsentieren, denn wir können aus unseren Analysedaten sehen, dass viele der Artikel auch nach Jahren noch recht gefragt sind.
Gleichzeitig haben wir den Code etwas optimiert und unserem Server aufgerüstet, sodass das Redesign auch etwas mehr Geschwindigkeit bringen sollte.
Das sanfte Redesign wird pünktlich mit 1. Januar online gehen, und wir hoffen, dass es so sanft ausgefallen ist, dass es erst auf den zweiten Blick auffällt. Gewohntes sollte eben nicht zu schroff geändert werden.
Auch viele gewohnte Rubriken werden wir im nächsten Jahr wie gehabt fortsetzen: Die Whiskyvideos der Woche von deutschen Vloggern ebenso wie die „Fremden Federn“, in denen wir auf Verkostungsnotizen aus der deutschen Whiskyszene hinweisen. Beide Formate sind sehr beliebt, und wir freuen uns, dass wir so die Szene ein wenig unterstützen können. Ersetzen werden wir allerdings in absehbarer Zeit unsere Sonntagsvideos – es wird leider immer schwerer, gutes und vor allem unter CC-Lizenz erhältliches Material zu finden.
Ansonsten bleibt uns nur noch, Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen – und ein glückliches, friedvolles und erfolgreiches 2020. Wenn wir uns sorgsam umschauen, dann leben wir als Mitteleuropäer in einer guten Region in einer guten Zeit und unter guten Umständen. Zu ändern und zu verbessern gibt es immer was – und wenn wir unsere Energie darauf verwenden, es vor allem und zuerst bei uns selbst zu tun, dann kann das Gute nur besser werden.
In diesem Sinne wünschen wir: Frohes Feiern! Und ausnahmsweise ist heute auch anderes als Whisky erlaubt 😉