Wie uns Kirsch Whisky, Importeur der Whiskys von Signatory Vintage heute mitteilte, werden in den nächsten Tagen zwei exklusive Deutschland-Abfüllungen von Signatory bei ausgewählten Händern erhältlich sein. Es hanbdelt sich dabei um einen fassstarken 29 Jahre alten Blair Athol 1989 und einen Glenburgie 2007, ebenfalls in Fassstärke. Details untenstehend.
Zudem wird es eine Menge neuer Abfüllungen von Single Malts of Scotland und Elements of Islay geben, die wir im Anschluss tabellarisch für Sie auflisten. Bei ihnen gilt wie bei den beiden Signatorys: Preise und Verfügbarkeit bitte bei Ihrem Händler abfragen.
Ein fruchtig-süßer Blair Athol mit viel Zitrusaromen, exotischen Früchten und einer Spur Eichenwürze.
Specially selected and bottled for Kirsch Whisky
29 Jahre
Dest. 07.06.1989
Abgef. 29.01.2019
Gereift in einem Hogshead
Fassnr. 3427
207 Flaschen
50,6 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Glenburgie 2007/2019
Signatory Vintage Cask Strength by Kirsch
Specially selected and bottled for Kirsch Whisky
12 Jahre
Dest. 06.06.2007
Abgef. 23.09.2019
Gereift in einem Sherry Butt
Fassnr. 900076
609 Flaschen
64,0 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Nun zu den Whiskys von Single Malts of Scotland – alles Einzelfässer in Fassstärke. Wir haben Sie nachstehend aufgelistet:
Bunnahabhain 31yo (Directors Special)
Bunnahabhain 43 yo (Directors Special)
Ben Nevis 1996
Bunnahabhain 1990
Bruichladdich 1992
Clynelish 1995
Glen Elgin 1995
Imperial 1994
Ledaig 2005
Miltonduff 1999
Hier Batches aus mehreren Fässern, jeweils 48% Alkoholstärke:
Caol Ila 2008
Glen Elgin 2006
Orkney 2006
Von Elements of Islay (Hier werden Destilleriennamen durch Kürzel repräsentiert) kommen in den bekannten Apothekerflaschen (500ml in Fassstärke):
Ar11
19 Jahre
Dest. 2000
Abgef. 2019
Gereift in
12 Jahre American Oak
7 Jahre 1st Fill PX Butt
840 Flaschen weltweit
56,8 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Lg10
ca. 12 Jahre
Dest. 2007
Abgef. 2019
Gereift in:
3 ex-Bourbon Barrels
986 Flaschen weltweit
57,4 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Oc6
ca. 8 Jahre
Dest. 2011
Abgef. 2019
Gereift in ex-Bourbon Barrels
870 Flaschen weltweit
58,1 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Un zu guter Letzt haben wir noch die Ankündigung für einen neuen ElsBurn erhalten, den ElsBurn Cosy Winter V. Das schreibt Kirsch Whisky darüber:
Die bereits fünfte Abfüllung der Cosy Winter Reihe steht nun auch erstmals unter dem neuen Namen ElsBurn. Auch dieser Cosy Winter ist „gently woodsmoked“ und passt somit wieder Ideal in die kalte Winterzeit. Gelagert wurde der Whisky aus dem Harz in 1st Fill Malaga, – Sherry und Ruby Portwein Fässern. Wie üblich: weder gefärbt, noch kühlfiltriert und natürlich in Fassstärke abgefüllt.
ElsBurn – Cosy Winter V
Hercynian Distilling Co. / Hammerschmiede
Exclusively bottled for Kirsch Whisky
Gently Woodsmoked
Gereift in
1st Fill Malaga Casks
1st Fill Sherry Casks
1st Fill Ruby Port Casks
672 Flaschen
52,2 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert
Stark auf Expansion setzt anscheinend die neue Lagg Distillery im Süden Arrans, die seit April dieses Jahres den torfigen Whisky für Arran Distillers produziert (Lochranza im Norden der Insel produziert weiter den ungetorften Arran-Whisky). Man hat bei der britischen Barclays-Bank einen Kredit über 25 Millionen Pfund aufgenommen, um dieses geplante Wachstum auch finanzieren zu können.
Wofür braucht man das Geld? Im Artikel auf The Spirits Business ist der Bau von weiteren Lagerhäusern vor Ort angeführt, allerdings wird das wohl nicht die einzige Investition sein, die man damit machen will.
Haig Club, der Single Grain von Diageo, hat auf David Beckham als Testimonial für seine Werbung gesetzt und versucht so, den jungen Single Grain in der Bar- und Cocktailszene zu etablieren.
Nun sind, nach einiger Zeit Pause, drei neue Filme aus der Feder der Kreative bei adam&eveDDB aus London, gemeinsam mit der Filmproduktion LS Productions fertiggestellt, in denen Beckham in der Cambus Cooperage, in der Glasgower Barszene und – im neuesten, obenstehenden Spot – am Strand bei einer Strandparty zu sehen ist. Regisseur ist Hopi Allard, Director of Photography Cedric Schanze.
Die Filme über die Cooperage und die Barszene sind unterhalb zu finden.
Von John Dewar & Sons haben wir eine Presseinfo über drei neue Abfüllungen von Aberfeldy erhalten. Teilweise haben wir schon im Zuge unserer Auslandsberichterstattung darüber geschrieben, aber besonders interessant ist in der Pressemitteilung ein deutschlandexklusiver ABERFELDY Double Cask 20 years old, von dem es 624 Flaschen geben wird.
Alle Infos zu ihm und den anderen neuen Whiskys der Highland-Brennerei hier:
Genuss mal Drei: drei exklusive Aberfeldy Limited Editions
Malt Master Stephanie MacLeod hat mit der „Exceptional Cask Collection“ einzigartige Whiskys geschaffen: raffiniert, außergewöhnlich und mit feiner Honignote.
Hamilton, Bermuda, 07. November 2019. Wenn Stephanie MacLeod kreiert, ist ein einzigartiger Whisky mit weichem, rundem Aroma garantiert. Die renommierte Expertin wurde 2018 vom Whisky Magazine zum Master Blender des Jahres gekürt – und hat jetzt exklusiv für Aberfeldy eine „Single Malt Exceptional Cask Collection“ entworfen. Ihr Anspruch: das Besondere Honigaroma des charakteristischen Golden Drams betonen und ihm trotzdem eine individuelle Note verleihen. Drei Aberfeldy-Abfüllungen sind ab sofort in limitierter Auflage im Handel. Whisky Liebhaber sollten daher schnell sein.
624 Flaschen sind vom „ABERFELDY Double Cask 20 years old“ exklusiv in Deutschland erhältlich – und werden das Herz von Connaisseuren höher schlagen lassen. Der Whisky ist als „Double Cask“ sowohl im aromatischen Eichenfass als auch in einem alten Sherry-Fass gereift. Das Ergebnis: eine würzige Fruchtnote, dezenter Gewürzcharakter und Bienenwachs-Polish. Besonders charakteristisch ist der zarte Abgang mit Noten cremiger Vanille.
Eine Edition von 1.000 Flaschen in Deutschland sind vom „ABERFELDY Small Batch 20 years old“ verfügbar. Dieser Small Batch ist aus einer kleinen Anzahl von ausgewählten Fässern entstanden. Ebenfalls im Eichen- und Sherry-Fass gereift, überzeugt die Kreation mit einer vielfältigen Struktur: ein würziges, honigartiges Aroma vereint sich mit einer Note von saftigen Weintrauben und blumigem Heidekraut – abgerundet mit einem Hauch gerösteter Kokosnuss.
Der dritte im Bunde ist der „ABERFELDY French Wine Cask 15 years old“. Das Besondere: Der Whisky ist zunächst in Bourbon- sowie re-fill und re-char Fässern gereift, um dann noch vier bis fünf Monate in einem Rotweinfass aus Pomerol zum endgültigen Aroma zu gelangen – intensiv und fruchtig mit Noten roter Beeren und Steinfrüchten. Dieser Whisky wird nur für eine begrenzte Zeit verfügbar sein.
„Ich freue mich sehr, dass wir drei exklusive Aberfeldy Whiskies anbieten, die eindrücklich die Kompetenz unserer Master Blender Stephanie Macleod demonstrieren“, so Tjalling Simoons, Marketing Director Bacardi Germany & Alps. „Mit ihrem ausdrucksstarken Aroma werden unsere außergewöhnlichen Fässer Whiskyliebhaber überraschen.
Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.
Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.
Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery und über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2) verdanken, nimmt sich in seinem dritten Beitrag den Menschen hinter der Brennerei Springbank in der Whiskyregion Campbeltown an. Dieses handwerkliche Kleinod der Destillierkunst in Schottland lebt wie nur wenige Brennereien von Handarbeit und dem Spirit der an der Whiskyerzeugung Beteiligten.
Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der zweite Teil erscheint morgen) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:
Treffpunkt an der Ecke Longrow und Well (Teil 1)
Longrow. Mit der Erwähnung dieser Straße ist unser heutiger Treffpunkt kein echtes Geheimnis mehr: die Springbank Distillery in Campbeltown. Von der Gerste bis zur Flasche, hier wird der gesamte Prozess der Whiskyherstellung unter einem Dach durchgeführt. Dabei werden geradezu historische Gerätschaften in ebensolchen Gebäuden verwendet.
So überrascht es nicht, dass es in der Brennerei einige versteckte Orte gibt, die kaum ein Besucher zu sehen bekommt. Wer könnte besser geeignet sein, uns an diese Orte zu führen, als die charismatischen Mitarbeiter von Springbank?
Springbank an der Ecke Longrow & Well- Copyright by Stefan Bügler
Maltbarns – Face to Face mit Kerry Hastie
Geradezu konspirativ begrüßt mich Kerry Hastie, eine langjährige Mitarbeiterin der Brennerei, die sich in auf den Malzböden (Maltbarns) absolut zuhause fühlt.
Der Boden im Erdgeschoß ist mit keimender Gerste bedeckt. Die unweltfreundliche Klimaanlage ist niedrig eingestellt, was bedeutet, dass nur wenige Fenster geöffnet sind, um die optimale Temperatur zu halten, die der Gerste beste Bedingungen während des Keimens bietet.
Im sonst nicht zugänglichen ersten Stock der Maltbarns zeigt mir Kerry den Steep. Das sind Wasserbecken, in denen die Gerste immer wieder in Wasser getränkt wird, damit sie glaubt es sei Frühling und höchste Zeit zu keimen. Ich kann nicht umhin, ein Lächeln in Kerry’s Gesicht zu bemerken.
„Tja“, sagt sie, „wenn du hier nachts alleine die Malzböden bearbeitest und die Uhr drei oder vier Uhr morgens schlägt, da fängst du an Dinge zu hören, die nicht da sind. Eine gewisse innerliche Unruhe kommt da schon auf. Eines nachts habe ich die Gerste gewendet und mich immer weiter in Richtung Steep vorgearbeitet, als dort plötzlich ein weißer Geist heraussprang und mich zur Salzsäule erstarren ließ. Es war ein Kollege von mir, der sich einen weißen Sack übergezogen hatte und stundenlang im Steep ausharrte, um mir diesen Streich zu spielen.“
Wie Kerry ihm diesen Streich vergolten hat, dazu möchte sie sich leider nicht äußern. Ihrem Gesichtsausdruck kann ich jedoch ablesen, dass die Rache sehr süß war. „Es gab viele richtig gute Streiche seitdem ich hier arbeite, aber die bleiben innerhalb dieser Wände“, sagt sie und belässt es dabei.
Local Barley im Loft – Copyright by Stefan Bügler
Im Barley Loft im zweiten Stock lagern aus der Umgebung von Campbeltown kürzlich angelieferte 26 Tonnen Gerste. Das ist etwas mehr als die wöchentliche Kapazität beider Malzböden. Die Gerste wird sich in etwa 10.000 Liter reinen Alkohol (LPA) verwandeln, der als Single Malt Whisky frühestens in 10 Jahren die Springbank Fans in der „Local Barley“ Serie weltweit begeistern wird. Kerry ist sehr stolz auf diese Serie, da sie ihre Fertigkeiten im Zusammenspiel mit lokalen Rohstoffen und einem besonderen Geschmack abbildet. Ein Stück Heimat.
Wir gehen ein Stück weiter und kommen zu ihrem verborgenen Lieblingsplatz in der Brennerei: das geradezu antike Porteus Förderband, das die keimende Gerste in die Malztenne (Kiln) transportiert. „Es repräsentiert ein Stück zeitlose Industriegeschichte und ist ein besonderer Teil des Porteus Equipments, das wir noch unverändert im Einsatz haben“, findet Kerry.
Kerry Hastie im Barley Loft – Copyright by Stefan Bügler
Lieblingsplatz in der Brennerei: das atmosphärische Barley Loft mit seinem Porteus Equipment
Springbank Lieblingswhisky: Local Barley 16 years old, 09/1999-01/2016, 54,3% Alc. Vol. – weil es für mich ein Stück Heimat im besten Sinne ist sowie aufgrund seines relativ hohen Alters und großen Anteils an Bourbonfässern
Als Malzspezialistin erklärt Kerry noch schnell die drei verschiedenen Malzsorten, die sie für die Single Malt Whiskys von Springbank herstellt:
ungetorftes Malz für Hazelburn (0 ppm), das mit 30 Stunden heißer Luft getrocknet wird,
leicht getorftes Malz für Springbank (8-10 ppm), getrocknet mit 6 Stunden Torfrauch und 30 Stunden heißer Luft und
stark getorftes Malz für Longrow (50ppm) mit bis zu 48 Stunden Torfrauch getrocknet.
Darüber hinaus wird für die Schwesterbrennerei Glengyle eine leicht getorfte (8-10 ppm) und eine stark getorfte (50 ppm) Variante für den Kilkerran Single Malt hergestellt.
Leider ist es an der Zeit, die fantastische Atmosphäre des Barley-Lofts zu verlassen. Während wir die Treppe hinuntergehen, spielen uns jedoch ein paar Spatzen ihren eigenen Alfred Hitchcock „Birds“-Streich. Sie scheinen uns zu anzugreifen, fliegen fast durch uns durch, allerdings nur um auf den Malzboden zu gelangen, wo die große Tafel für sie angerichtet ist. Zum Glück ist es nicht 4 Uhr morgens und ich habe Kerry an meiner Seite. Ehrlich gesagt: wir hatten beide einen Lachanfall. Wir gehen am Kiln und den Malzsilos entlang zur Malzmühle, wo Kerry sich von mir verabschiedet und mich an ihre Kollegin weitergibt.
Der Porteus-Dresser – Face to Face mit Lea Watson
Lea Watson arbeitet seit mehr als acht Jahren für Springbank. Sie hat einen Abschluss in „Brewing & Distilling“ und hatte einst das Angebot, für Diageo zu arbeiten, entschied sich jedoch dafür, bei Springbank als Tour Guide anzufangen. Wenn das keine Hingabe ist. „Springbank hat etwas sehr persönliches, geradezu familiäres und das finde ich sehr gut“, erklärt Lea ihren damaligen Entschluss. Als Tour Guide kennt Lea die Brennereigebäude in- und auswendig und nimmt mich mit, die schmale Holztreppe hinauf zum Porteus-Dresser, zwei Stockwerke über der alten Mühle aus den 1940er Jahren desselben Herstellers.
Der Dresser ist ein wahrhaft altehrwürdiges Gerät mit viel Ausstrahlung, das in seiner eigentlichen Funktion alle unerwünschten Gegenstände – z. B. kleine Steine oder Metall – von der gemälzten Gerste trennt. Als Lea eines Tages auf dem Dachboden war, landete eine Maus im Behälter für Aussortiertes, nachdem sie den Hindernislauf durch den Dresser bewältigt hatte. „Sie war total fertig und zitterte wie Espenlaub. Aber für mich ist sie ein wahrer Überlebenskünstler. Ich habe mich ein paar Tage um sie gekümmert und sie hat sich wieder erholt“, erinnert sich Lea. Zum Glück für die Survivor Mouse gibt es bei Springbank scheinbar keine Katze.
Lea Watson und der Porteus Dresser – Copyright by Stefan Bügler
Meet: Lea Watson, Sales Assistant & Tour Guide
Bei Springbank seit: Mai 2011
Lieblingsplatz in der Brennerei: der alte Porteus Dresser in geisterhaftem Ambiente
Springbank Lieblingswhisky: Springbank 15 y.o. – ich mag seine geschmackliche Balance und den hohen Anteil an Sherryfässern
Das gesamte Loft bietet ein wahrhaft stimmungsvolles Ambiente. Ein fantastischer Ort. Dann bemerke ich einen Spiegel, der aussieht, als stamme er direkt aus „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. „Wofür ist der?“, frage ich. „Für Halloween“, lächelt Lea wissend. Ich kann spüren, dass hier ein weiterer Streich in Vorbereitung ist, ein guter, da bin ich mir sicher.
Genau wie Kerry ist Lea sehr angetan vom charismatischen Porteus Equipment: „Aber es ist ein Wahnsinn, dass das Unternehmen pleite gegangen ist. Die Maschinen, die Porteus gebaut hat, liefen so gut, dass sie oder Teile davon nie kaputt gingen. Ohne Ersatzteilgeschäft oder Reparaturen wird es dann schwer.“ Eine Lektion, die Telefon- oder IT-Hersteller heutzutage geradezu in ihre DNA aufgenommen haben.
The Coup – Copyright by Stefan Bügler
Aber zurück zum Prozess: nachdem die gemälzte Gerste durch den Dresser geleitet wurde, fällt sie eine Etage tiefer. Dort wiegt der sogenannte Coup das Malz in 40-kg-Portionen ab und bringt sie kontinuierlich in die Porteus-Mühle im Erdgeschoss ein. Heute steht er jedoch still. Lea zeigt auf ein graues Rohr, dass am Coup vorbeiführt: „Wir verarbeiten derzeit Kilkerran Malt. Das Malz läuft vom Silo durch den Dresser, aber vorbei am Coup direkt in den Anhänger draußen im Hof. Von dort wird die Gerste zur Verarbeitung in die Glengyle Distillery nebenan gefahren.“
Der Maltman – Face to Face mit John Doherty
John Doherty schaufelt Gerstenmalz vor schottischen Pyramiden – Copyright by Stefan Bügler
Meet: John Doherty, Production Worker (Maltings)
Bei Springbank seit: August 2017
Lieblingsplatz in der Brennerei: Im Anhänger Gerstenmalz schaufeln
Springbank Lieblingswhisky: Longrow 18 y.o. – weil ich die torfige Eleganz liebe
Ich folge dem grauen Rohr bis zum Ende und treffe John Doherty: „Ich bin heute der Mann mit der Maske“, lächelt er etwas erschöpft, „es ist staubig, fühlt sich an, als würde ich im Treibsand arbeiten, aber ich genieße diese körperliche Arbeit. Ich bin 41 Jahre alt, arbeite seit zwei Jahren hier und wünschte, ich hätte viel früher von Springbank erfahren. Aber zumindest bin ich jetzt hier. Ich liebe die verschiedenen Tätigkeiten und die familiäre Atmosphäre.“ Dann muss John schnell zurück in den Trailer und weiter schaufeln. Zeit für einen Blick auf die „schottischen Pyramiden“ im Hof hat er nicht. Klar zu sehen ist jedoch: wer mit Gerste arbeitet, muss fit sein.
Lea geleitet mich vorbei an den zugänglichen Plätzen, wie z.B. der Porteus-Mühle und dem offenen Maischebottich. Auch den Tunroom mit seinen sechs Gärbottichen aus Lärchenholz, in denen eine relativ lange Gärung von 72 bis 100 Stunden einen „Wash“ mit 4,5% bis 5% Alkohol hervorbringt, besuchen wir heute nicht.
Vor 2 Jahren haben wir bereits einmal von der Shed Distillery im County Leitrim berichtet, die erste Destillerie in Connacht für über 101 Jahren. Damals konnte sie stolz auf den ersten in der Destillerie produzierten dreijährigen Whiskey blicken. Das Fass wurde geöffnet, ein paar geladene Gäste durften den Whisky verkosten und danach wurde das Fass wieder zur Ruhe gebettet.
Heute, am Dienstag, wird nun erstmals auch ein Whiskey aus der Shed Distillery veröffentlicht – knapp fünf Jahre alt ist er und wird auf irischen Flughäfen und bei ausgesuchten Händlern in einer Auflage von 5000 Flaschen erhältlich sein. 80 Euro pro Flassche soll der Drumshanbo Single Pot Still Irish Whiskey kosten. Nach Weihnachten werden dann nochmals 7000 Flaschen veröffentlicht.
Die Shed Distillery beschäftigt momentan 36 Personen und produziert vor allem den Drumshanbo Gunpowder Gin, von dem sich in diesem Jahr mehr als eine Million Flaschen verkauften. Die Whiskeyvberkäufe sollen sich im nächsten Jahr laut den Angaben des Besitzers PJ Rigney auf 75.000 bis 100.000 Flaschen summieren – und man habe noch reichlich Platz, um die Produktion auszuweiten. Zwar sei der Markt für irischen Whiskey momentan sehr umkämpft, so Rigney, aber man sei sich sicher, dass der Whiskey mit seinem bemerkenswert cremigen Geschmack etwas Besonderes sei.
Schon gestern waren die beiden von Serge Valentine verkosteten Abfüllungen aus Glenturret im unteren Mittelmaß seiner Punktewertungen angesiedelt – aber heute geht es zunächst in einen Abgrund – und zwar mit einem Glenturret aus dem Jahr 1978. „Fast ein Albtraum“, konstatiert Serge bei ihm, und: „urgh!“
Der zweite, er stammt aus dem Vorjahr, kann da satte 50 Punkte mehr bekommen, bleibt aber dennoch deutlich unter 80 Punkten.
Hier die Bewertungen der – sicher nicht einfachen – Verkostung:
Glenturret ‘Tayside’ (43%, OB, rotation 1978): 25 Punkte
Glenturret 23 yo 1994/2018 (50.7%, Artful Dodger Collective, PX octave, cask #618): 75 Punkte
Ralfy hat sich in der neuesten Ausgabe seiner Verkostungsvideos der Lowland-Destillerie Bladnoch angenommen, die ja vor einigen Jahren mit dem Australier David Prior einen neuen Besitzer bekommen hat (ein Video-Interview mit ihm, das wir Anfang des Jahres geführt haben, können Sie hier sehen) – und seit einem halben Jahr mit Nick Savage, ehemals Master Distiller bei Macallan (in dieser Funktion haben wir mit ihm vor gut eineinhalb Jahren ebenfalls ein Gespräch auf Video aufgezeichnet), einen neuen „künstlerischen Leiter“.
In seinem heutigen Video verkostet Ralfy den Bladnoch 10yo, die aktuelle Standardabfüllung der traditionsreichen Brennerei mit bewegter Geschichte – und gibt diesem mit 90 Punkten eine ausgezeichnete Wertung. Den Grund dafür und viele interessante Infos dazu können Sie in dem obenstehenenden und auf Youtube erschienenen Video sehen – es dauert etwas über 13 Minuten.
Auch in diesem Jahr ist Brown-Forman wieder für die Bartender-Community tätig – mit dem mittlerweile etablierten Bartender-Education-Programms „Master of American Whiskey“.
Wie es in diesem Jahr ablaufen wird und wie man mitmachen kann, erfahren Interessierte aus dem untenstehenden PR-Text:
Wer hat das Zeug zum „Master of American Whiskey“?
Brown-Forman Deutschland startet eine neue Runde des gefragten Bartender-Education-Programms #MOAW
Hamburg, 25.11.2019 – Im Januar 2020 bietet Brown -Forman Deutschland Bartendern eine neue Chance, an dem vor drei Jahren ins Leben gerufenen und mittlerweile etablierten Education-Programm „Master of American Whiskey“, kurz #MOAW, teilzunehmen. Bis zum 11. Dezember 2019 können sich in Deutschland tätige Bartender unter www.moaw.de bewerben.
Bis zu 50 Teilnehmer werden ausgewählt bei der ersten #MOAW-Station vom 20. bis 22. Januar 2020 in Berlin dabei zu sein. Geboten wird ein abwechslungsreiches Programm mit spannenden Workshops und Seminaren. Experten liefern Hintergrundwissen weit über die Kategorie American Whiskey hinaus und geben wertvolle Tipps zum Rüstzeug für Bartender in der Praxis. Das #MOAW-EducationProgramm bietet Bartendern gleichzeitig eine hervorragende Plattform für Wissensaustausch und die Möglichkeit, nach Absolvieren des Programms Teil der in diesem Jahr ins Leben gerufenen #MOAWfamily zu werden.
Bei der ersten Station erhalten die Teilnehmer neben der Chance zur Weiterbildung und dem intensiven Wissensaustausch die Möglichkeit, sich unter den Augen einer fachkundigen Jury für das mehrtägige Finale im April in den USA zu qualifizieren. Dieses verspricht den fünf Finalisten eine einzigartige Reise zu den Wurzeln von JACK DANIEL’S und Woodford Reserve und die Begegnung mit Menschen, die mit ihrem Know-How und ihrer Leidenschaft die American Whiskey Kultur mit prägten und prägen. Und hier wird am Ende aus der Gruppe der fünf Finalisten der neue „Master of American Whiskey 2020“ als Gewinner gekürt.
Bewerben können sich interessierte Bartender ausschließlich im Zeitraum vom 25.11. bis 11.12.2019 über www.moaw.de. Hier finden sich auch alle weiteren Details zur neuen Runde des #MOAW-Education-Programms.
Jetzt bewerben und mit ein bisschen Glück zu den Bartendern zählen, die im Januar an den Start gehen!
Wahrscheinlich nicht allzu lange Zeit sollte man sich mit der Bestellung des brandneuen und vierfach destillierten Octomore Edition X4+10 / Concept_0.2 / 162 PPM im Shop von Bruichladdich lassen: Der mit 70(!)% Alkoholstärke abgefüllte neue zehnjährige Octomore ist dort um £150.00 für 500ml zu haben.
Soeben hat Kilchoman die diesjährige Abfüllung für Clubmitglieder angekündigt: Der Kilchoman 2019 Club Release ist ein Vatting aus vier Fässern und zwei Jahrgängen (der jüngste Whisky in dem Single Malt ist 11 Jahre alt, der älteste 13 Jahre).
2 Fässer sind Bourbon-Fässer, zwei stammen aus Sherryfässern. Abgefüllt werden 1242 Flaschen in Fassstärke: 54.3% Alk. Vol. – der Preis beträgt (inkl. britischer Steuern) £119.40, das wären umgerechnet 140 Euro.
Anthony Wills, Gründer und Master Distiller von Kilchoman, sagt dazu:
After quite a bit of deliberation I settled on a 50/50 vatting of bourbon and sherry maturation, the casks I chose range from 11 to 13 years old. From the first time I began blending Kilchoman casks I’ve felt that the best results were achieved by combining bourbon and sherry maturation. On larger releases where I’m combining 20-40 casks I tend to use high proportions of bourbon maturation as most of our sherry casks are generally more rich than fruity. However with this year’s Club bottling I sought out a particularly fruity sherry cask, this totally changes to dynamic of the vatting, removing the dominant dry sherry note and creating a more complex combination of stewed fruits which are offset beautifully by the caramel, citrus and more prominent peat smoke of the bourbon barrels.
Hier noch die originalen Tasting Notes in englischer Sprache:
Tasting Notes
Nose: coastal freshness with minerality, cool blasts of peat smoke, seaweed and roasted pinecones. Time brings out crisp citrus sweetness, heather and soft leather.
Palate: menthol sweetness and intense peat smoke then stewed plums, glazed/salted BBQ ribs, cooked plums, apples and currents with black pepper, sweet caramel and tobacco.
Finish: rich, slightly dry sherry notes then citrus sweetness returns with peat fire embers, fig and quince fruitiness. A warm embrace on a cool winter evening!
Los geht es am Donnerstag um 13 Uhr unserer Zeit – dann können Klubmitglieder den Whisky im Shop von Kilchoman ordern (nicht vergessen, zum Preis kommt noch das Porto dazu).
1000 Stück wird es von einem limitierten schwarzen Glencairn-Glas geben, und zwar nur am kommenden Freitag (29. November), auch als Black Friday bekannt – eine Gepfloghenheit aus Amerika, um dort mit Sonderangeboten die Umsätze anzuheizen. Und nur auf der Webseite von Glencairn. Der Preis wird umgerechnet bei acht oder neun Euro liegen.
Warum wir darüber berichten? Nicht so sehr des „Cool-Faktors“ wegen, der sicherlich auch gegeben ist. Sondern weil dieses geschwärzte und damit undurchsichtige Glas für (Blind)verkostungen eines Whiskys Vorteile hat, weil es den geschmacklich eigentlich irrelevanten, vom Gehirn aber stets zur Bewertung des Geschmacks mitverwendeten Aspekt der Farbe des Whiskys ausblendet. Zu diesem Zweck gibt es ja schon tiefblaue Tulpengläser und andere Whiskygläser, aber ein Glencairnglas in schwarz ist eine Neuheit, die unserer Ansicht nach auch von der „Nerd“-Seite her interessant ist.
Und ja, cool ist das Black Glencairn irgendwie auch :-).
Ein Pärchen aus der Highland-Destillerie Glenturret ist der Wochenauftakt für die Verkostungen bei Serge Valentin – und ein No Age Statement Whisky als Originalabfüllung tritt hier gegen eine 30 Jahre alten Glenturret aus der Geburtstagsserie von Signatory Vintage an.
Der „Sieger“ in diesem „Duell“ (eigentlich interessant, wie schnell man in eine martialische Sprache verfällt)… Nein, gehen wir das anders an: Über beide hat Serge Valentin trotz eigentlich niedriger Punktewertung Gutes zu sagen – und das aus unterschiedlichen Gründen.
Unser Gewinnspiel, das wir gemeinsam mit unserem Partner Bruichladdich veranstalteten, ist entschieden – und eine neue und besondere Abfüllung aus der handwerklich arbeitenden Islay-Destillerie ist schon bald unterwegs zu einem neuen Besitzer: Der Octomore 10.3 aus der aktuellsten Octomore-Serie, die in diesem Jahr eine perfekte Balance zwischen Rauchigkeit und intensiven Geschmackseindrücken bewerkstelligt. Vielen Dank für die überaus zahlreichen Einsendungen!
Bevor wir Ihnen aber sagen, wer diesen tollen Preis gewonnen hat, hier noch einige Infos zum Octomore 10.3, um die Spannung noch etwas zu steigern 😉 :
Die Destillerie Bruichladdich
NEU: OCTOMORE 10ER-SERIE
Die zehnte Edition steht für Geschmack, Facettenreichtum und menschliche Intuition. Zahlenspielereien geraten in den Hintergrund. Schluss mit five-year age statements, blinder Phenol-Besessenheit und der Erwartung, mit jeder Edition die nächsthöhere PPM-Schallmauer zu durchbrechen. In der 10-er Edition bestimmen Herkunft und Handwerk den Ton und überlassen so dem Whisky in seiner puren Ausdrucksform die große Bühne.
Gewiss wird die neue Edition viele eingefleischte Phenol-Aficionados erst einmal schockieren und wohlmöglich ihre Sicht auf Octomore grundlegend in Frage stellen. Aber das ist nunmal typisch Octomore!
Ihr Gewinn: Der Octomore 10.3 διάλογος ISLAY BARLEY
Die im Jahr 2012 geerntete und ein Jahr später destillierte Gerste stammt von James Brown, der die Octomore Farm betreibt. Er stell sich jedes Jahr aufs Neue der großen Herausforderung, auf der wilden Insel Islay seine Gerste für uns anzubauen. Nirgendwo sonst wird die Terroir-Philosophie so deutlich wie auf der Hebriden-Insel Islay mit ihren Niederschläge, der stürmischen Küste und einer allgegenwärtigen, maritimen Rauchnote.
Zum ersten Mal wurde der dritte Vertreter einer Octomore-Serie für sechs Jahre und zu 100% in Ex-American-Oak-Fässern gereift. Diese Eichenart, Quercus alba, ist nicht nur enorm hochwertig, sondern vor allem auch voller Aromen, die dem Octomore Leben einhauchen und in unserem Warehouse 16, in direkter Nachbarschaft zum 10.1 bis zur absoluten Perfektion reifen lassen. Die beiden haben viele Parallelen: Concerto-Gerste aus Schottland bzw. von der Insel Islay, einen für Octomore sehr moderaten Phenolgehalt und die Reifung zu 100% in Fässern aus amerikanischer Eiche. Und dennoch sind sie bezüglich Geschmack und Charakter enorm unterschiedlich. Das ist, was wir unter dem Einfluss von Terroir verstehen – Herkunft, die man schmecken kann.
CHARAKTER So erfrischend wie die Meeresluft auf der Insel Islay mit der typisch eleganten Fruchtnote, die aus der besonders langsamen Destillationsmethode resultiert.
DUFT Erdiger Torfrauch, trocken und mit einer leicht medizinischen Note von Zitronenbonbon und Thymian. Die mari timen Aromen erinnern an Muscheln und die vom Eichenholz stammende Süße an Fudge und Vanille.
GESCHMACK Salz auf den Lippen, süßer Honig und erfrischende Zitrusaromen am Gaumen. Darauf folgen die rauchige Kraft und Wärme von Torf und Alkohol sowie deutliche Fruchtaromen, die an Birnen und Stachelbeeren erinnern.
NACHKLANG Süß wie Buttergebäck mit Schokolade, gefolgt von leicht bitteren Noten, die an verschmorten Gummi und kräftige Gewürze erinnern.
FARBE Helles Strohgelb.
Und das ist der Gewinner des Octomore 10.3 διάλογος ISLAY BARLEY:
Jörg Fischer aus D-84562 Mettenheim
Wir gratulieren recht herzlich! Die Flasche wird schon bald von Bruichladdich an Sie versendet werden.
Und allen, die diesmal nicht gewonnen haben können wir heute schon verraten, dass es nächste Woche bereits das nächste tolle Gewinnspiel geben wird!