Serge verkostet: Longmorn – 1966 vs. 1955

Das ist jetzt ein wenig gemein, denn die Wenigsten von uns werden jemals die Möglichkeit haben, einen der beiden alten Longmorns zu verkosten, die Serge heute im Glas hatte. Beim ersten, dem Longmorn 1966/2019, wird man am Preis scheitern, bei der Nummer 2, dem Longmorn 1965/1986, an der Verfügbarkeit.

Der neue Longmorn 196672019 von Gordon & MacPhail…

Was in beiden Fällen schade ist, denn die zwei Abfüllungen scheinen Serge große Freude bereitet zu haben, wenn man den Tasting Notes von ihm Glauben schenkt. Beste Wertungen für alle zwei.

Und hier wie üblich die Zusammenfasung der reinen Daten der Verkostung – für die Details einfach unserem Link folgen:

  • Longmorn 53 yo 1966/2019 (46%, Gordon & MacPhail, Private Collection, first fill sherry butt, cask #610, 398 bottles): 90 Punkte
  • Longmorn 21 yo 1965/1986 (55%, Intertrade): 91 Punkte
Longmorn. Bild: Lars Pechmann

PR: PDF-Broschüre „Alles über die Barley Provenance Serie von Bruichladdich“

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Gestern konnten wir Ihnen ja bereits drei neue Abfüllungen aus der Bruichladdich-Brennerei vorstellen (unseren Artikel dazu finden Sie hier), heute haben wir noch eine Feature dazu vorbereitet: Hier auf Whiskyexperts können Sie die Broschüre über die Hintergründe zu dem High Provenance Single Vintage Islay Single Malt Bruichladdich Islay Barley 2011, dem Single Estate Single Vintage Organic Single Malt Bruichladdich The Organic 2010 und dem Single Estate Single Vintage Bere Single Malt Bruichladdich Bere Barley 2010 einsehen und downloaden.

In dieser deutschsprachigen Broschüre beschreibt die Destillerie Bruichladdich nicht nur die Whiskys, sondern nimmt sich auch den wichtigsten Fragen zu ihnen an, wie zum Beispiel die Frage,

  • warum Bere Barley nur mehr auf den Ornkeys produziert wird und nicht mehr auf der Dunlossit Farm auf Islay,
  • oder was der Unterschied zwischen einem biodynamischen und einem biologischen Anbau ist.
  • Zudem gibt es in der Broschüre alle Tasting Notes,
  • Karten der Anbaugebiete für die Gerste
  • und Informationen zu den Farmen, die die Gerste für Bruichladdich produzieren.

Viel Vergnügen bei der Lektüre der von Bruichladdich zur Verfügung gestellten Broschüre. Mit einem Klick auf das Symbol rechts oben im Dokumentenviewer können Sie es bildschirmfüllend machen!

[embeddoc url=“https://whiskyexperts.net/wp-content/uploads/2019/08/Broschüre_Provenance-Series.pdf“ download=“all“ viewer=“google“ text=“ Hier herunterladen“]

PR: Neu von Kirsch Whisky – Edradour 2009/2019, Glen Allachie 10yo Batch 3, Stauning Heather 5yo

Drei interessante Neuheiten gibt es beim Importeur und Distributor Kirsch Whisky heute zu vermelden: Eine Neuauflage des „dunkelblütigen“ Edradour 2009/2019, das dritte (und ebenfalls sehr dunke) Batch des GlenAllachie CS 10yo – und den neuen Stauning Heather 5yo, der mit Heidekraut rauchig gemacht wurde.

Hier alle Infos dazu:


Wieder da: Edradour 2009/2019 Signatory Un-Chillfiltered Collection

So schnell das letzte Fass vergriffen war, so schnell haben wir uns auch um Nachschub bemüht! Wir konnten uns wieder ein schön dunkles Fass des 10-jährigen Edradours aus der Signatory Un-Chillfiltered Collection sichern. Wie immer: nicht gefärbt & nicht kühlfiltriert.

Edradour 2009/2019
Signatory Un-Chillfiltered Collection

10 Jahre
Dest. 04.03.2009
Abgef. 26.07.2019
Gereift im Sherry Fass
Fassnr. 49
46,0 % Vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Dunkler, stärker, aromatischer: GlenAllachie 10 y.o. Cask Strength – Batch 3

Das dritte Batch der jüngsten Qualität aus der GlenAllachie Core Range kommt deutlich dunkler als seine Vorgänger daher. Auch ist es die stärkste Abfüllung mit 58,2 % Vol bisher. Der 10-jährige GlenAllachie reift zunächst in 1st Fill Bourbon Fässern und bekommt anschließend Finishes in PX- & Oloroso Sherry Fässern und in Virgin Oak Fässern. Abgefüllt wird der GlenAllachie 10 immer in Fassstärke und ohne Kühlfiltration.

GlenAllachie 10 y.o. – Batch 3

10 Jahre
Gereift in:

  • 1st Fill Bourbon Casks
  • PX Sherry Casks
  • Oloroso Sherry Casks
  • Virgin Oak Casks

Batch 3
58,2 % Vol. Fassstärke
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Heather smoked Danish Whisky: Stauning Heather 5 y.o.

„Wenn ihr so weitermacht, könnte das einer der besten rauchigen Whiskys der Welt werden“

– Whiskylegende Jim Murray, als er den New Spirit der dänischen Destillerie Stauning 2006 erstmals probierte.

Für den Stauning „Heather“ wird statt des klassichen Torf Heidekraut zum räuchern der Gerste verwendet. Die Gerste, als auch das Heidekraut kommen aus der direkten Umgebung der Brennerei. Gelagert wird der Whisky in 1st Fill ex Maker’s Mark Bourbon-, 1st Fill Oloroso- & American White Oak Fässern. Das Heidekraut sorgt für einen starken, ausgeprägten Rauchgeschmack im Whisky und versetzt einen direkt in die Heide des West Jutland an einem verregneten Sommertag.

Stauning Heather 5 y.o.

5 Jahre
Dest. 2013-2014
Abgef. 05/2019
Heather peated Barley
Gereift in

  • 1st Fill Maker’s Mark Bourbon Casks
  • 1st Fill Oloroso Casks
  • American White Oak Casks

48,7 % Vol.
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

PR: Neue Jahrgänge – Bruichladdich Bere Barley 2010, The Organic 2010, Islay Barley 2012

Gleich drei neue Jahrgänge können wir aus der Islay-Destillerie Bruichladdich ankündigen: Sowohl der Bruichladdich Bere Barley 2010 als auch The Organic 2010 und der Port Charlotte Islay Barley 2012 haben ihre jährlichen Neuauflagen erlebt. Nachfolgend alle wichtigen Informationen zu den drei neuen Abfüllungen, die in Deutschland erhältlich sind:


Bruichladdich Bere Barley 2010 & The Organic 2010

„Wir verfolgen unser Terroir-Prinzip in enger Zusammenarbeit mit unseren Farmern: Herkunft, die man schmecken kann – maximale Entwicklung der Aromen und der Erhalt ursprünglicher Getreidesorten. Diese Partnerschaft ermöglicht nicht nur den Fortbestand unserer Whiskytradition, sondern auch die Herstellung von Single Malts, in denen man unser Land, das Klima wie auch die ursprünglichen, fast schon in Vergessenheit geratenen Aromen einzelner Gerstensorten erkenn kann.“ (Adam Hannett, Head Distiller)

Die drei Pfeiler des Barley Provenance Konzepts

Gerste ist zwar die Hauptzutat für die Herstellung eines Scotch Single Malt Whisky, doch es gibt keinerlei gesetzliche Vorgaben, dass die dazu verwendete Gerste zwingend aus Schottland stammen muss. Aus dieser Tatsache resultiert das Ziel vieler Hersteller, Gerste, egal welchen Ursprungs, zu einem möglichst günstigen Preis einzukaufen.

Vom Beginn des Wiederaufbaus der Bruichladdich Brennerei im Jahr 2001 bis heute gilt für uns jedoch: Wir verwenden für unsere Scotch Whiskys ausschließlich schottische Gerste. Aber nicht nur die Herkunft selbst spielt für uns eine enorm wichtige Rolle, nein, wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sprechen von Terroir! Damit waren wir die Ersten, die das ursprüngliche Weinkonzept auf die Whisky-Herstellung übertragen haben. Denn nicht nur für Wein gilt, dass man die unterschiedlichen Einflüsse von Rebsorte, Boden, Klima und regionalem Hand werk deutlich im Endprodukt schmecken kann, sondern auch für Whisky.

Unser Provenance Konzept basiert deshalb auf den drei folgenden Pfeilern:

1. Wo wird die Gerste angebaut? Wir verwenden 100 % schottische Gerste. Das meiste Getreide stammt aus einem Umkreis von ca. 50 Meilen rund um den Ort Inverness, Nordschottland. Der Rest wird für uns auf Islay angebaut, da man im Inselgetreide den Einfluss des Atlantiks und der wilden Landschaft deutlich spüren kann. Im letzten Jahr stammten 42 % unserer Gerste von der Insel Islay, jedoch Stürme, Kälte und hungrige Wildtiere lassen eine typische Ernte hier auch schon mal um 1/3 schrumpfen.

2. Welche Gerstensorten werden angebaut? Zwei- sowie sechsreihige Sorten. Früher machte daraus jeder den beliebten „uisge beatha“, den Vorgänger des modernen Single Malt Scotch – heute spielt diese Sorte mit ihren süßen, fetten Aromen leider aufgrund ihres geringen Ertrags kaum mehr eine Rolle. In Kooperation mit dem Landwirtschaftsinstitut verhelfen wir der historischen Gerstensorte „Bere“, die zu den ältesten bekannten Getreidesorten der Welt gehört, zu neuem Glanz und bringen das historische Getreide zurück ins WhiskyBusiness.

3. Wie wird die Gerste angebaut? Wir verwenden konventionelle sowie Biogerste. Seit ein paar Jahren werden Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und bewusster Genuss immer wichtiger – nicht nur aufgrund der zunehmenden Umweltverschmutzung, sondern auch, weil man festgestellt hat, dass biologisch und ohne Pestizide oder künstliche Hilfsmittel angebaute bzw. hergestellte Produkte einfach besser schmecken.

AUF EINEN BLICK

Bruichladdich Bere Barley 2010

  • Ungetorfter Islay Single Malt Scotch Whisky
  • 100% Islay Barley (Publican & Oxbridge)
  • Destilliert 2010 / 8 Jahre alt
  • Weltweit limitiert auf 18.000 Flaschen
  • Fasstypen: American Oak (Ex-Bourbon)
  • Auf Islay destilliert, gereift und abgefüllt
  • Verzicht auf Kältefiltration und ohne Zusatz von Farbstoffen
  • UVP € 75,00 / 50% vol.

Bruichladdich The Organic 2010

  • Ungetorfter Islay Single Malt Scotch Whisky
  • 100% schottische Bio-Gerste
  • Destilliert 2010 / 8 Jahre alt
  • Weltweit limitiert auf 18.000 Flaschen
  • Fasstypen: American Oak (Ex-Bourbon)
  • Auf Islay destilliert, gereift und abgefüllt
  • Verzicht auf Kältefiltration und ohne Zusatz von Farbstoffen
  • UVP € 75,00 / 50% vol.

Port Charlotte Islay Barley 2012

Die Gerste steht im Zentrum unserer Philosophie – wie auch der Glaube an den Einfluss des einzigartigen Terroirs der Insel Islay auf den Geschmack unserer Single Malts. Tag für Tag beschäftigen wir uns mit der Herkunft und dem sortenspezifischen Charakter einzelner Gerstensorten. Die Gerste bildet nicht nur die Essenz unserer Whiskys, sondern sie ist auch der lebendige Ausdruck der Erde, aus der sie stammt.

DIESER WHISKY ERZÄHLT DIE GESCHICHTE UNSERER INSEL UND DER MENSCHEN, DIE HIER LEBEN UND ARBEITEN.

Unsere Suche nach der perfekten Gerste für den „ultimativen Islay Malt“ begann im Jahr 2004 mit Raymond Stewart, der eine Meile von der Brennerei entfernt für Bruichladdich Islay Gerste auf seiner Farm in Kentraw anbaute. Die Ernte wurde gemälzt und getrennt von unserer schottischen Gerste destilliert. Möglicherweise war dies sogar der allererste Islay Single Malt, der jemals aus 100 % Inselgerste hergestellt wurde.

Der neue Port Charlotte Vintage wurde im Jahr 2012 destilliert und die Gerste stammt von acht Islay-Farmen: Ian Torrance (Starchmill), Hunter Jackson (Cruach), Ian McKerrell (Island Farm), Raymond Fletcher (Dunlossit Estate), Donald und Andrew Jones (Coull), Mark French (Rockside), Alastair Torrance (Mulindry) sowie Raymond Stewart (Sunderland). Insgesamt arbeiten heute bereits 19 Islay-Partner für Bruichladdich.

Diese Inselgerste bedeutet alles für uns und unsere Farmer – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

AUF EINEN BLICK

Port Charlotte Islay Barley 2012

  • Heavily Peated Islay Single Malt Scotch Whisky
  • 40PPM / 100% Islay Gerste. (8 Farmen, 8 Terroirs)
  • Destilliert 2012
  • Fasstypen: 75% First-Fill-American Whisky Casks & 25% franz. 2nd-Fill-Weinfässer
  • Auf Islay destilliert, gereift und abgefüllt
  • Verzicht auf Kältefiltration und ohne Zusatz von Farbstoffen
  • UVP € 54,99 / 50% vol. (Ab sofort verfügbar)

Milk & Honey Distillery in Österreich im Vertrieb von Spirits Land

Gute Neuigkeiten für Whiskyfreunde in Österreich: Ab sofort ist der Whisky der israelischen Milk & Honey Distillery  auch in Österreich erhältlich. Den Import und Vertrieb übernommen hat Spirits Land, das Unternehmen des Whiskykenners Hans Ganser.

Die Milk and Honey Distillery (M&H Distillery) wurde im Jahr 2012 als erste Whiskybrennerei Israels eröffnet. Neben Whisky stellt man dort auch Gin und andere Spirituosen her.

Wegen des heißen und feuchten Klimas in Tel Aviv reift der Whisky dort in den Fässern wesentlich schneller, so wie zum Beispiel in Kentucky oder in Indien. Damit ist der momentane Young Single Malt „The Last One“ vom Geschmacksprofil her ausgereifter, als es die Jugend des Destillats erwarten lassen würde.

„The Last One“ Young Single Malt reifte 12 Monate lang in zwei verschiedenen Fasstypen, Ex-Rotwein (STR) und Ex-Bourbon, und zeigt intensive Noten von Schwarzkirsche und roten Beeren, gemeinsam mit Anflügen von Vanille, Zuckerwatte und sanfte Rauchigkeit.

PR: Rugen Distillery an der IWSC mehrfach für Whisky ausgezeichnet

Stolz darf die Schweizer Rugen Distillery auf ihre Erfolge bei der International Wine & Spirit Competition sein: Neben anderen Spirituosen von dort wurden auch ihre Whiskys mehrfach prämiert. Die relevanten Passagen dazu haben wir aus der Pressemitteilung der Brennerei entnommen und für Sie zusammengestellt:


Rugen Distillery an der International Wine & Spirit Competition 8-fach ausgezeichnet

Interlaken, 6. August 2019: Die Destillate der Rugen Distillery wurden von der International Wine & Spirit Competition (IWSC) 2019 mit mehreren Silber- und Bronzemedaillen für hre Whiskys ausgezeichnet. Dabei haben es drei neue Kreationen auf Anhieb in die Ränge geschafft.

«Dass es gleich acht Destillate – und dabei drei neue Abfüllungen und Kreationen – in die Ränge der International Wine & Spirit Competition geschafft haben, bedeutet für das Team eine besondere Anerkennung»,

beschreibt Remo Kobluk, Geschäftsführer der Rugenbräu AG. Die ausgezeichneten Destillate figurieren damit an der Spitze des international anerkannten Rankings. Auch im Juli 2018 hatten vier Destillate der Traditionsbrauerei die Silbermedaille erreicht. Und im Herbst hatte die Rugen Distillery von der IWSC Gold und Silber beim «Spirits Artwork and Bottle Design 2018»-Award erlangt.

Silber und Bronze für heimische Whiskys

Mit Silber prämiert wurden die beiden Swiss Mountain Single Malt Whisky ‘Classic’ und ‘Double Barrel’. Mit Bronze ausgezeichnet wurden der Swiss Mountain Single Malt Whisky Master Distiller Edition II und die neue Whisky-Abfüllung Ice Label 2019. Damit wurde die neuen Kreation nicht nur anerkannt, sondern gleich in die Ränge gehievt. Kurt Althaus, Master Distiller bei der Rugenbräu AG, dazu:

«Die Konkurrenz und Kreativität weltweit ist riesig. Wir wissen daher die Silber- und Bronzeauszeichnungen mit den entsprechenden Bewertungen sehr zu schätzen und nehmen diese als Ansporn, unsere Produkte noch weiter im Sinne unserer Kundinnen und Kunden zu entwickeln.»

International Wine & Spirit Competition (IWSC)

Die International Wine & Spirit Competition fand dieses Jahr zum 50. Mal statt. Sie wurde 1969 vom Weinchemiker Anton Massel ins Leben gerufen, als er den «Club Oenologique» gründete. Das ursprüngliche Ziel des Wettbewerbs war, hervorragende Weine und Spirituosen aus aller Welt auszuzeichnen. Dieses Ziel gilt auch heute noch und soll die Anerkennung von hochwertigen Produkten fördern. Produkte aus rund 90 Ländern werden für den Wettbewerb angemeldet und jede Probe wird entsprechend seiner Klasse beurteilt. Der Wettbewerb setzt einen internationalen Qualitätsstandard und ist in dieser Form einzigartig. Es stehen für ihn spezielle Räumlichkeiten, ein hauseigener Keller und über 400 globale Experten, die 7 Monate im Jahr Produkte bewerten, zur Verfügung.

Felsenkeller Rugenbräu AG / Quelle: Rugenbräu AG

Suntory investiert 50 Millionen Euro in erweiterten Lagerkeller

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Andere bauen um dieses Geld ganze Destilleriekomplexe: Laut einem Bericht von Nikkei Asian Review wird der japanisch-amerikanische Konzern Beam Suntory die Summe von 50 Millionen Euro in den Ausbau der Lagerkapazitäten für den japanischen Whisky investieren.

Diese große Investition betrifft die Erweiterung eines Lagerkellers in der Shiga Präfektur, der zusätzliche 40.000 Fässer speichern können soll (die hohen Kosten entstehen wohl vor allem durch die Kellerbauweise). Im November will man mit dem Bau beginnen, im Mai 2021 soll mit der Einlagerung begonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt will man dann insgesamt 1.58 Millionen Fässer in insgesamt drei Lagerstätten reifen lassen können.

Yamazaki. Bild © Roman Hurth
Ein Lager bei Yamazaki – die Brennerei gehört zu Beam Suntory. Bild © Roman Hurth

Die Schaffung von Reifungsmöglichkeiten ist ein vordringliches Problem für die japanische Whiskyindustrie, die von ihrem eigenen Erfolg völlig überrollt wurde. Die Exporte sind rasant gestiegen, aber auch der Inlandskonsum ist so stark, dass man mit der Produktion nicht mehr nachkommt. So musste man vor einiger Zeit als Reaktion auf die Knappheit an verfügbarem Whisky bei vielen Marken auf die gewohnten Altersstatements verzichten und versuchte, mit jüngerem Material die gewohnte Qualität zu komponieren.

PR: Letzte Chance, die Ikone des Scotch Whiskys zu probieren

Eine ganz besondere Abfüllung von Johnnie Walker wurde von Diageo mittels einer Presseaussendung angekündigt: Die letzte Ausgabe des The John Walker wird als The John Walker, Last Cask in einer Limitierung von nur 330 Flaschen auf den auf den Markt kommen – allerdings nur in China. Sollten Sie also Reisepläne nach China haben und zusätzlich Interesse am Whisky, müssten Sie ca. 2800 Euro für den Erwerb einplanen. Alles Wissenswerte dazu im nachfolgenden Pressetext:


Letzte Chance, die Ikone des Scotch Whiskys zu probieren

Von der letzten Edition des The John Walker, Last Cask werden nur 330 Flaschen abgefüllt

LONDON, 6. August 2019 /PRNewswire/ — Alles hat ein Ende – Selbst die edelsten handgefertigten Produkte. Johnnie Walker kündigte an, dass die neueste Abfüllung von The John Walker die allerletzte dieses Meisterwerks der Whiskyproduktion sein wird. Weltweit wurden nur 330 Flaschen als limitierte Edition ausgeliefert – The John Walker, Last Cask.

Dieser exquisite Whisky wird in einem mundgeblasenen Dekanter aus Baccarat-Kristallglas verkauft, der von Philip Lawson Johnston, Hand Engraver of Glass to Her Majesty the Queen, individuell gestaltet wurde. Jedes dieser wunderschönen handgezeichneten Bilder auf den Flaschen ist ein Unikat – keine zwei Gravuren sind gleich. Die Flaschen sind daher ein wirklich einzigartiges Angebot.

Über zehn Jahre lang wurde The John Walker mit den besten und wertvollsten Whiskyfässern aus den einmaligen Reserven von Johnnie Walker hergestellt. Diese handverlesenen Whiskys stammen aus nur neun Destillerien, die bereits zu Lebzeiten des Johnnie-Walker-Gründers John Walker (1805–1857) existierten. Die Whiskys reifen dann in einem speziellen dreifachen Reifungsverfahren, das auch eine finale Vermählung in einem maßgefertigten Fass aus 100 Jahre alten Eichendauben beinhaltet.

Gemäß der Experteneinschätzung des Johnnie Walker Master Blenders, Jim Beveridge, wird dieses spezielle Fass, das so essenziell für die Ausgewogenheit der Aromen des The John Walker ist, diese Ausgewogenheit und Tiefe des Charakters, die so wichtig für diesen eleganten Whisky sind, bald nicht mehr hervorbringen können. Daher wurde entschieden, es nicht weiter zu verwenden, was bedeutet, dass nur ein letztes Fass von The John Walker produziert wird.

Dr. Jim Beveridge wurde dieses Jahr von Ihrer Majestät der Königin für seine Verdienste für die Scotch-Whisky-Industrie mit einem Order of the British Empire ausgezeichnet.

„Es war mir eine Ehre, mit so seltenen und wertvollen Whiskys zu arbeiten und die Balance und die Tiefe des The John Walker zu kreieren. Diese neue Präsentation ist ein passender und eleganter Abgesang für einen grandiosen Scotch.“

The John Walker unterliegt einem komplexen Herstellungsverfahren mit sechs außergewöhnlichen Single-Malt-Whiskys und drei extrem seltenen Grain-Whiskys, die fachmännisch gemischt werden, um die außergewöhnliche Tiefe des Aromas zu gewährleisten.

Der Prozess beginnt mit einer langen, ersten Reifung in Einzelfässern, damit sich die jeder Destillerie eigenen spezifischen Aromen entwickeln können. In einem zweiten Reifungsschritt werden die Single Malts und Grains in zwei getrennten Vatting-Verfahren zusammengeführt, ehe der finale Schritt, die sogenannte „Vermählung“ vollzogen wird.
Jim und sein kleines Team von erfahrenen Whiskymachern stellen zum ersten Mal die besonderen Whiskys vor, die für die Herstellung dieses eleganten Scotchs verwendet werden:

„Wir kombinieren extrem seltene Getreidexpressionen aus Cambus, Port Dundas und Cameronbridge. Dadurch entstehen die zarten Aromen mit Noten von Honigsüße, dezenter Würze und weichem fruchtigem Charakter.

„Das Vatting außergewöhnlicher Single-Malt-Whiskys führt zu tieferen und stabileren Aromen getrockneter Früchte mit einem Hauch von Zitrusfrüchten, die sich aus den Destillerien von Glen Albyn, Cardhu, Mortlach, Clynelish und Dailuaine entfalten, ehe sie den Höhepunkt der unverkennbaren warmen und pfeffrigen Rauchigkeit von Talisker erreichen.

Die neun Whiskys werden dann in dem maßgefertigtem The John Walker Fass vermählt, wo die Aromen milder werden und zusammenfinden und dem Whisky noch tieferen und vielschichtigeren Charakter verleihen. Das Ergebnis ist ein wunderbar eleganter Scotch mit Aromen, die sich langsam entfalten.

The John Walker Last Cask wird mit einem Alkoholgehalt von 40 % Vol. abgefüllt und ist ab August in ausgewählten Märkten zum empfohlenen Verkaufspreis von 21.835 ¥ Renminbi in China erhältlich.

Serge verkostete: Blendende und nicht so blendende Blends

Wir entschuldigen uns für die Headline – und nachdem wir das einmal aus der Welt geschaffen haben: Serge Valentin greift heute wieder in die Kiste mit den Samples von Blends und kostet sich durch. Für Whiskyneulinge kurz eine Begriffsabklärung:

  • Single Malt: Malt Whisky (Gerste) aus einer Destillerie
  • Blended Malt: Malt Whiskys aus mehreren Destillerien
  • Blend: Malt Whisky(s) mit Grain Whisky (meistens Mais)

Den Ruf, nicht mit der Qualität von Single Malts mitzukönnen, haben Blends in dieser Pauschalität zu Unrecht: Erstens gibt es auch grottenschlechte Single Malts, und zweitens zählt ein kunstfertig komponierter Blend zum Schönsten, was die Whiskygattung bieten kann. 

Das sieht auch Serge so, und in seiner Verkostung finden sich auch ein, zwei wirklich außergewöhnliche Tropfen:

  • Spirit of Freedom ‘45’ (45%, OB, blend, +/-2015): 83 Punkte
  • McPink (43.5%, House of McCallum, blend, 2018): 81 Punkte
  • Spica 29 yo 1989/2019 (45.5%, North Star Spirits, blend, 1000 bottles): 85 Punkte
  • Whisky Trail Vol.4 38 yo 1980/2019 (46.7%, Elixir Distillers, Jazz Series, blend, sherry butt, cask #0035, 445 bottles): 89 Punkte
  • Excalibur 45 yo 1972/2017 (42.2%, Meadowside, blend, 1200 bottles): 91 Punkte
  • Sandy Macnab 5 yo (43%, OB, blend, +/-1970): 77 Punkte

War wohl nix – Brew Dog kübelt Design für neuen Whisky

Aufstehen, Krone richten, weitergehen – unter diesem Motto könnte man die Aktionen von Brew Dog rund um seinen geplanten ersten Whisky namens Young Blood zusammenfassen. Man erinnere sich: Am Wochenende hat James Watt, Mitbegründer des Unternehmens, der Öffentlichkeit via Twitter das geplante Design des neuen Whiskys vorgestellt (siehe unseren Bericht dazu hier). Der sollte, nach drei Kooperationen, die erste eigene Whiskymarke des Brauers werden – und wie es der Firmenphilosophie entspricht, wollte man mit einigen Konventionen brechen:

Aber nicht immer geht so ein Bruch auch gut. Die Reaktionen waren im freundlichen Fall zurückhaltend, in der Regel aber kritisch bis zynisch. „Bartöl“, „Seifenspender“ – so lautete das Urteil mancher Twitterianer. 

Es dauerte keinen Tag, bis James Watt wieder online war und sich für das offene Feedback bedankte. Er kündigte an, dass das Design verworfen würde und man nochmals bei Null anfangen wolle, schreibt The Scottisch Sun. Zudem wurde der ursprüngliche Tweet gelöscht.

Aus Fehlern zu lernen ist die schlechteste Eigenschaft nicht, denken wir…

Pernod Ricard kauft texanische Firestone & Robertson Distilling Co.

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Das Engagement des französischen Luxuskonzerns Pernot Ricard (Besitzer von Marken wie Chivas Regal, The Glenlivet und Jameson) in den USA verstärkt sich zunehmend. Nun hat man sich nochmals aus dem Fundus der amerikanischen Destillerien bedient, nachdem man zuvor bereits 2016 Smooth Ambler und vor kurzem zum Beispiel auch Rabbit Hole gekauft hat.

Durch den Ableger Pernod Ricard USA hat man die texanische Firestone & Robertson Distilling Co. erworben. Die Brennerei ist durch ihre Marke „TX“ in den USA bekannt. Man stellt straight Bourbon und auch Blended Whiskey her. Aber nicht nur die Marke wurde gekauft, zum Deal gehört auch die Whiskey Ranch Destillerie im Umfeld von Fort Worth, die als Besucher- und Veranstaltungszentrum fungiert.

Bei Firestone & Robertson Distilling Co. zeigt man sich über den Deal höchst erfreut, und man hofft darauf, dass man damit das Wachstum beschleunigen könne, ohne die eigenen Wurzeln zu vernachlässigen. Pernod Ricard sieht den Kauf als Teil seines dreijährigen  ‘Transform & Accelerate‘-Strategieplans und betont, dass man die Brand Ambassadors, die viel zum Erfolg der Marke beigetragen haben, weiter unterstützen werde und auch die Brennerei in Fort Worth weiter für die Öffentlichkeit geöffnet halten will. Ein Kaufpreis wurde nicht bekanntgegeben.

 

PR: Neu – Black Corbie Bunnahabhain 2013 Amarone Finish

Die Rolf Kaspar GmbH ist für ihre Black Corbie Abfüllungsreihe schon seit Jahren bekannt. Nun hat man uns mit einer kleinen Pressenotiz über das Erscheinen eines neuen Bottlings in der Serie informiert. Der getorfte Bunnahabhain 2013 wurde zur Abrundung in Amarone Cask Radoux gefinisht. Nachfolgend alle näheren Informationen:


Neu: Black Corbie Bunnahabhain 2013 Amarone Finísh

Jung und kräftig rauchig im Staoisha-Stil – so präsentiert sich unser neuer Black Corbie Single Malt Scotch Whisky. Zur Vollendung durfte er dann noch acht Monate im Amarone Cask Radoux seine Nachreifung erhalten.

Hier die detaillierten Daten zur Abfülllung:

Black Corbie Single Malt Scotch Whisky

Bunnahabhain – Staoisha peated
Islay/Schottland, 5 Jahre alt

Cask #10507
Distilled 16.10.2013
Bottled 25.04.2019
Only 311 bottles
Distilled, matured and bottled in Scotland
59,7%vol., Ex-Bourbon Cask
finished in Amarone Cask Radoux

Der neue Black Corbie Bunnahabhain 2013 Amarone Finish ist ab sofort im Onlineshop von Rolf Kaspar  und bei ausgesuchten Händlern in Deutschland erhältlich.

Serge verkostet: St. Magdalene und Bladnoch- eine alte und eine neue Abfüllung von G&M

Wenn Sie zehn alte Whiskyhasen fragen, welches wohl der beste aller Lowland-Malts sei, dann werden Sie mit Sicherheit nicht selten den Namen St. Magdalene oder Linlithgow hören. Die Whiskys dieser Lost Distillery aus den Lowlands, irgendwo zwischen Edinburgh und Glasgow, haben sehr viele Fans. Leider sind die Bottlings schon sehr teuer geworden, sodass man – sollte man die Destillerie noch nicht kennen – eher bei einem Sample oder bei einem Dram auf einer Messe zuschlagen wird.

Eine Abfüllung aus St. Magdalene hat Serge Valentin heute verkostet, und zuwar die neue aus der Private Collection von Gordon & MacPhail. Dazu, weil selbst bei Serge kein anderer St. Magdalene im Regal mehr steht, gibt es ein altes Bottling von Bladnoch vom selben Abfüller, jedoch aus der Connoisseurs Choice-Serie). Letzteres kann bei Serge nur mittelmäßig punkten – im Gegensatz zum St. Magdalene.

Hier die Wertungen aus der Verkostung:

  • Bladnoch 12 yo 1988/2000 (40%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice): 80 unkte
  • St. Magdalene 36 yo 1982/2019 (53%, Gordon & MacPhail, Private Collection, refill American hogshead, cask #2092, 161 bottles): 90 Punkte

Hier ein Bild von dem, was von St. Magdalene noch übrig ist – am Titel haben wir uns für Bladnoch entschieden.

Die alten Gebäude von St. Magdalene – Foto von Tom Sargent, CC-Lizenz

PR: Neu – GlenAllachie Port Pipe 2008 in der Local Dealer Selection

In der Local Dealer Selection gibt es immer wieder spezielle Einzelfassabfüllungen, die die Händler gemeinsam aussuchen und ausschließlich in den eigenen Geschäften und deren Onlineshops verkaufen.

Eine neue Abfüllung ist uns heute angekündigt worden, der GlenAllachie Port Pipe 2008. 767 Flaschen, mit 54.5% alc./vol. sind abgefüllt worden – natürlich ohne Farbstoff und ohne Kältefiltration. Hier alle Infos dazu aus der Presseaussendung – und die Bezugsquellen:


Neu – GlenAllachie Port Pipe 2008 Local Dealer Abfüllung

Die Local Dealer Selection ist um einen neue Abfüllung bereichert worden: In Kürze sollte es bei den zur Local Dealer Selection zusammengeschlossenen Händlern einen neuen, zehn Jahre alten GlenAllachie geben. Er stammt aus dem Port Pipe mit der Fassnummer 575 und wurde im Mai diesen Jahres abgefüllt. Insgesamt wurden 767 Flaschen in Fassstärke mit 54,5% vol. abgefüllt.

Dieser GlenAllachie präsentiert sich mit einem bronzenen Kupferton und riecht nach Honig, Apfel, Orangenschale mit einem Hauch von Eukalyptus. Am Gaumen ist der Honig wieder präsent, dazu Zwetschgensirup, Orangenzeste, dunkle Schokolade und etwas Zimt.

Alle Abfüllungen dieser Serie sind von den Local Dealern persönlich vor Ort ausgesucht worden und wurden ohne Farbstoff und ohne Kältefiltration in Fassstärke abgefüllt. Wie auch im Vorjahr wird es diese Abfüllungen nur bei ausgewählten Händlern zu kaufen geben: