Andere bauen um dieses Geld ganze Destilleriekomplexe: Laut einem Bericht von Nikkei Asian Review wird der japanisch-amerikanische Konzern Beam Suntory die Summe von 50 Millionen Euro in den Ausbau der Lagerkapazitäten für den japanischen Whisky investieren.

Diese große Investition betrifft die Erweiterung eines Lagerkellers in der Shiga Präfektur, der zusätzliche 40.000 Fässer speichern können soll (die hohen Kosten entstehen wohl vor allem durch die Kellerbauweise). Im November will man mit dem Bau beginnen, im Mai 2021 soll mit der Einlagerung begonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt will man dann insgesamt 1.58 Millionen Fässer in insgesamt drei Lagerstätten reifen lassen können.

Yamazaki. Bild © Roman Hurth
Ein Lager bei Yamazaki – die Brennerei gehört zu Beam Suntory. Bild © Roman Hurth

Die Schaffung von Reifungsmöglichkeiten ist ein vordringliches Problem für die japanische Whiskyindustrie, die von ihrem eigenen Erfolg völlig überrollt wurde. Die Exporte sind rasant gestiegen, aber auch der Inlandskonsum ist so stark, dass man mit der Produktion nicht mehr nachkommt. So musste man vor einiger Zeit als Reaktion auf die Knappheit an verfügbarem Whisky bei vielen Marken auf die gewohnten Altersstatements verzichten und versuchte, mit jüngerem Material die gewohnte Qualität zu komponieren.