Ein Gemälde, ein Getränkekonzern, eine besorgte Öffentlichkeit und eine weltweite Welle der Hilfsbereitschaft – das sind die Zutaten zu einer Geschichte, über die wir schon mehrmals berichtet haben und die nun ein Happy End fand. Aber alles der Reihe nach:

Das Gemälde „The Monarch of the Glen“ ist so etwas wie ein Stück nationale Kunstidentität für Schottland. Im November verlautbarte Diageo, dass es das Bild von Sir Edwin Landseer aus dem Jahre 1851, das über 17 Jahre als Leihgabe im Museum in Edinburgh zu sehen war, nicht mehr benötige und über eine Auktion an Kunstsammler abgeben wolle (siehe unseren Bericht hier).

Sofort gab es die (wohl nicht unbegründeten) Befürchtungen, dass das Gemälde auf diesem Weg außer Landes kommen würde. Und in der Tat schien vor allem das Interesse aus China besonders hoch.

Man nahm nun also seitens der National Galleries of Scotland mit Diageo Kontakt auf und einigte sich schließlich darauf, das Bild – das in der Auktion wohl an die 10 Millionen Pfund gebracht hätte – um vier Millionen Pfund den Museen zu überlassen, falls diese die Summe bis zu einem bestimmten Zeitpunkt aufbringen könnten (den genaueren Bericht dazu finden Sie hier). Ein deutliches Entgegenkommen des Besitzers also, der die Hälfte des Marktwertes von der aufzubringenden Summe strich.

Schnell war aber klar, dass die öffentliche Hand hier nicht alleine helfen würde, und so musste man den stattlichen Betrag auch durch private Spenden aufbringen. Und was zunächst sehr schwierig aussah, gelang: Wie The Guardian gestern schrieb, sind die benötigten vier Millionen Pfund nun gesammelt und das Gemälde wird im Land bleiben und weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Auktion ist abgeblasen, nicht zuletzt auch der zahlreichen privaten Spenden wegen, die für den Verbleib des Bildes in Schottland aus aller Herren Länder eingingen.

Ein schönes und glückliches Ende einer spannenden Geschichte, finden wir.