Teeling Compensation
 

Hohe Verfügbarkeit, attraktiver Preis und in unseren Augen überzeugende Qualität – das sind die Anforderungen, die wir seit unserem Start im Jahr 2013 an den Whisky des Monats stellen. Meist sind es gut eingeführte, lange erhältliche Whiskys, die diese Lorbeeren erringen können. Manchmal schaffen es aber auch Newcomer. Wenn sie uns überzeugen können. Wie zum Beispiel der Cotswolds Founder’s Choice im Februar. Oder der St. Kilian One in diesem Monat.

Der „One“ von St. Kilian bei der Erstvorstellung. Bild © Whiskyexperts

Die Brennerei St. Kilian in Rüdenau ist nicht angetreten, eine unter vielen Brennereien in Deutschland zu werden – sondern DIE Brennerei. Dazu hat man sich vom Equipment her das Beste aus Schottland organisiert und eine nach deutschen Maßstäben wirklich große Destillerie in ein ehemaliges Industriegebäude in Rüdenau gebaut. Mit Mario Rudolf hat man sich einen vom Brennen Besessenen geholt und dem Ganzen seitens des Besitzer genug Freiraum gegeben, um Kreativität und daraus Qualität wachsen zu lassen.

Mario Rudolf, Master Distiller St. Kilian. Bild © Whiskyexperts

Und wer den Werdegang der Brennerei anhand der mehr als ein halbes Dutzend Vorabfüllungen mitverfolgt hat, der konnte schon ahnen, dass auch der erste Whisky aus der Brennerei St. Kilian nicht enttäuschen würde.

Im Mai kam er auf den Markt, zu einem für eine Erstabfüllung passenden Preis und in ausreichender Auflage, sodass er für viele Genießer erschwinglich war (die Sammler bediente man mit einer stark limitierten Sonderedition).

Insofern erfüllt der St. Kilian One alle „technischen“ Ansprüche, die wir an unseren Whisky des Monats richten. Von seiner geschmacklichen Eignung konnten wir uns bei der offiziellen Vorstellung in der Destillerie überzeugen. Und der One hält, was seine Vorläufer versprechen: Anfangs mag man den St. Kilian One aus Neugier trinken, danach genießt man ihn, weil er schmeckt. Er ist ein mit viel Sachverstand aus verschiedenen Fässern komponierter Whisky, der durch die Balance seiner Komponenten sein junges Alter vergessen macht. 37% stammen aus Ex Martinique Rhum Fässern, 37% aus Ex Bourbon Casks. 18% der Fässer waren Ex PX-Sherryfässer, 3% kamen aus Ex Bourbon Quarter Casks. Die restlichen 5% sind Fässer aus deutschem Kastanienholz, das ergibt eine etwas nussige, leicht holzige Note. Abgefüllt ist er mit 45% vol – und die 0.5l-Flasche in der den Brennblasen nachempfundenen Form kostet unter 40 Euro.

Der One wird übrigens nicht ein Bestandteil der Core Range, denn diese gibt es in dieser Art noch nicht. Er wird verkauft, solange es ihn gibt, und schon bald wird sich auch ein getorfter St. Kilian zu ihm gesellen – und zwar im Rahmen der Signature-Serie, von der der One, wie der Name schon sagt, der erste Vertreter ist.

Der St. Kilian One ist, so finden wir, eine echte Bereicherung der deutschen Whiskylandschaft. Wenn er indikativ für die weitere Entwicklung der Whiskys aus der Brennerei ist, dann darf man sich auf die nächsten Signature-Ausgaben sehr freuen.

St. Kilian Distillers – Der Signature One