Sonntag, 29. Mai 2022, 08:14:33

Whiskystats: Nach Höhenflug stürzt Springbank am Sekundärmarkt ab

Die Rally bei den Local Barleys scheint vorbei zu sein - sie werden nun um unter 50% des Höchstpreises gehandelt...

Auch für den April hat sich Whiskystats.net die Entwicklung der Sekundärmarktpreise für Whisky angesehen – und dabei die Gültigkeit eines Gesetzes aus der Physik und der Börsenwelt zugleich bestätigt: Was hoch fliegt, muss auch tief wieder runter.

Die Rede ist vom Überflieger des März: Springbank. Der gesamt Index für Springbank stieg von November 2021 bis März 2022 um 45%, und dabei tat sich vor allem eine Abfüllungslinie hervor: Die Local Barley Serie ist damals bei Auktionen aus nicht wirklich völlig nachvollziehbaren Gründen abgegangen wie eine Rakete – der Springbank Local Barley 10yo (2007) konnte dabei Preise über 1000 Euro erzielen. Im April scheint dann wieder zumindest der Anflug von Vernunft in den Markt eingekehrt zu sein, denn diese Abfüllung wurde dann um „nur mehr“ 605 Euro verkauft, ein Rückgang um 50% im wenigen Wochen. Das gilt auch für andere Local Barleys: Der Local Barley 11yo (2006) kostete im März 1449 Euro, jetzt 661 Euro. Der besonders begehrte Local Barley 16yo (1999) fiel von 3000 Euro auf weniger als 1600 Euro. Auch der gesamte Springbank-Index sank um 7%.

Und wie sieht es im Gesamten aus? Der Index der 500 meistgehandelten Flaschen erhöhte sich um 0,5%, wobei Islay mit 3% Steigerung herausragte und Campbeltown, auch dank Springbank, -8.3% verlor. Auch die Speyside musste in den Auktionen 3% Wertverlust hinnehmen.

Ansonsten gab es einige herausragende Performer bei Auktionen: Der Yamazaki Sherry Cask 2011 kostete mehr als 8000 Euro, der Ardbeg 25yo (1959) von Cadenhead konnte seinen Preis von ca. 2500 Euro von vor 10 Jahren auf nun 25.000 Euro in diesem Jahr fast verzehnfachen.

Vielen Dank wiederum an unseren Leser Jedi für den Hinweis auf die neuen Daten.

1 Kommentar

  1. na endlich. Es war überhaupt nicht zu verstehen, warum ausgerechnet fast jede Abfüllung von Springbank so gehypt und überkauft wurde. Der Stoff ist nicht schlecht, aber das grenzte teilweise ins Absurde, wenn sich „Whiskyfreunde“ eine oder mehrere Flaschen sicherten und sofort für das Drei- bis Fünffache weiterverkauften. Händler in meinem Umfeld haben deswegen diese gar nicht erst irgendwo in einen Newsletter oder in den Laden gestellt, sondern haben die nur an Interessierte abgegeben, denen sie auch vertrauen konnten – finde ich richtig

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