Alte Ardbegs – es gibt wenig, bei dem Freunde des getorften Whiskys so ins Schwärmen kommen wie bei diesen schon schwer zu findenden (und noch schwerer zu bezahlenden) Abfüllungen.
Aber ist das tatsächlich immer so, dass das Alte, Seltene so gut ist wie wir denken – oder glauben, uns zu erinnern? War früher wirklich alles immer besser? Oder zumindest Ardbeg? Eine mögliche, wenn auch subjektive, Antwort geben die Bewertungen der Abfüllungen von damals und jetzt und deren Vergleich, wenn man genug Vertrauen in die Objektivität und Kompetenz des Verkosters hat. Daran sollte es bei Angus MacRaild, der am Samstag Serge Valentin auf Whiskyfun vertritt, eigentlich nicht mangeln. Und deshalb als Resümee der Verkostung von heute: Schlecht waren sie damals auch nicht, die Ardbegs.
Hier die drei Abfüllungen und ihre Wertungen:
Ardbeg 17 yo (40%, OB, -/+ 2000): 87 Punkte
Ardbeg 1990/2004 (55%, OB for Japan & UK): 90 Punkte
Ardbeg 13 yo 1974 (40%, Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice): 92 Punkte
Vor gut einem Monat haben wir darüber berichtet, dass die Whiskeyexporte aus den USA wegen des Handelkrieges zwischen den Vereinigten Staaten und der europäischen Union stark eingebrochen sind: -8.7% nach Europa vermeldeten wir damals – mit dem Hinweis auf noch nicht komplette Daten für das zweite Halbjahr 2018.
Diese liegen nun vor – und sie sind, vorsichtig gesagt, ziemlich niederschmetternd für die Bourbonindustrie. Der Rückgang bei Bourbon, Tennessee Whiskey und Rye Whiskey weltweit für das zweite Halbjahr 2018 liegt bei 11%, jener in die EU ist noch dramatischer, berichtet Arkansas Online. Hier ist der Rückgang mit 13.4% eklatant ausgefallen. Teilweise lässt er sich zwar daraus erklären, dass man vorher noch, um den Strafzöllen zu entgehen, die europäischen Lager befüllt habe, aber eben nur teilweise.
Das macht den Amerikanern besonders deshalb so stark zu schaffen, weil die EU mit 60% Anteil der weltweit größte Exportmarkt für amerikanischen Whiskey darstellt. Damit geht auch der Gewinn der Industrie deutlich zurück, vor allem aus Europa, und zwar für kleine und große Unternehmen. Ein Bespiel für den Gewinnrückgang ist die Catoctin Creek Distillery in Virginia: 11% des Gewinns kam 2017 für sie aus Europa, 2018 ist es, weil man natürlich versucht hat, den Umsatz durch kleinere Margen zu stabilisieren, nur mehr 1 Prozent.
Man sieht die Absatzprobleme in Europa aber nicht nur von der kurzfristigen monetären Seite, sondern auch als die Beschädigung für das Investment, das man für den Aufbau der europäischen Märkte betrieben habe.
Die Absatzrückgänge weltweit entstehen übrigens auch durch Strafzölle von anderen Nationen wie Canada, Mexiko, China und der Türkei, die man dort als Reaktion auf jene Zölle setzte, die die USA gegen die oben genannten Länder einführte.
Zu unseren erfolgreichsten Gewinnspielen im letzten Jahr zählt jenes um einen original Whisky-Fassdeckel aus den Beständen von whiskyfässer.com – dem Fachgeschäft für alles, was sich mit und rund um Whiskyfässer kreativ gestalten lässt. Deshalb wollten wir auch 2019 wieder einen Fassdeckel als Wandschmuck oder Tischplatte verlosen – und bis Sonntag können Sie noch mitmachen!
Besitzer Nils Greese besorgt die Fässer der verschiedenen Destillerien vor Ort – bei seinen zahlreichen Reisen nach Schottland. Die meisten Fässer sind Ex-Bourbon Fässer, aber Whiskyfässer.com hat auch einige Ex-Sherry Fässer im Angebot. Dabei kommen diese naturbelassenen Fässer sogar aus allen Regionen Schottlands. Von den Lowlands bis zu den Highlands, über die Speyside bis zu den Inseln und natürlich Islay.
Die Verarbeitung von gebrauchten Whiskyfässern ist nicht trivial, sondern es müssen dabei verschiedene Kriterien berücksichtigt werden, wie uns Nils in unserem Interview, das wir mit ihm auf der Whiskymesse „The Village“ in Nürnberg führten, selbst erklärte:
Aber was gibt es diesmal zu gewinnen? Sehen Sie selbst, und lesen Sie, was Nils Greese über den speziellen Deckel zu sagen hat, den er auf der Insel Jura (ihre prominenten Bergspitzen, die Paps of Jura, kann man von Islay aus sehen) bei der Brennerei ausgesucht hat:
Isle of Jura 2006
Der Deckel stammt von einen Ex-Bourbon Barrel mit 200 Liter. Bei Jura ist das so, dass die Deckel bei jeder Befüllung neu und dunkler lackiert werden. Das heißt, dass je dunkler der Deckel lackiert wurde desto öfter wurde das dazu passenden Fass befüllt und somit sollte es auch älter sein als z.B. ein Fass mit einem weiß lackierten Deckel.
Zudem weisen die Farben auch auf bestimmte Eigenschaften des Whisky hin. So könnte es also sein, dass unlackierte oder weiß lackierte Deckel zu Fässern gehören die ein First Fill Fass sind. Auf diese Weise kann der Lagerarbeiter schon von weiten sehen ob es First Fill Fässer oder Second Fill Fässer oder eventuell Third Fill Fässer sind.
Als ich im letzten Jahr im Warehouse von Jura war, lagen in einem der Hochregale Fässer mit grauen Deckeln. Im anderen Regal mit dunkelroten Deckeln usw. – wir haben uns für dieses Gewinnspiel einen grauen Deckel ausgesucht
Und hier ist der Deckel, um den es geht, und der vielleicht schon bald Ihre Wand zieren darf:
Und so gewinnen Sie den Fassdeckel 0201368 aus der Isle of Jura Distillery:
1. Beantworten Sie bitte folgende Gewinnfrage: Wie nennen sich die Bergspitzen, die die Insel Jura überragen und von Islay aus gut sichtbar sind?
a) Needles of Jura
b) Rocks of Jura
c) Paps of Jura
Kleine Hilfe: Einfach diesen Text hier aufmerksam lesen 😉
2. Die richtige Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Fassdeckel“!
3. BITTE teilen Sie dieses Gewinnspiel auf Ihren sozialen Netzwerken. Ein wenig gute Nachrede kann auch uns nicht schaden ;-). Das Teilen ist nicht verpflichtend, aber es würde uns freuen.
Unter allen richtigen Antworten, die uns bis 24. März 2019, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner des Preises und geben sie oder ihn am 25. März bekannt. Der Gewinn wird durch Whiskyfässer.com versendet.
Pro Person ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Lösung mit dem Betreff „Fassdeckel“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 24. März 2019, 23:59 Uhr. Die Gewinner/innen werden am 25. März 2019 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von whiskyfässer.com und Whiskyexperts sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Versand der Poster erfolgt durch whiskyfässer.com. Alle Adressdaten werden nach Abschluss des Gewinnspiels gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!
Einmal groß und einmal klein – die unterschiedliche Schreibweise in unserer Headline ist ausnahmsweise mal kein Schreibfehler 🙂 – sondern auch von Serge Valentin ganz bewusst so gesetzt: Glenallachie ist die Brennerei, und unter diesem Namen findet man die alten Abfüllungen, GlenAllachie ist die neue Marke der Destillerie unter Billy Walker – und ziert daher die Original-Abfüllungen, die nach der Übernahme auf den Markt kamen.
2 vs. 2 ist das Setting der heutigen Verkostung, und es geht um zwei neuere unabhängige Abfüllungen sowie zwei Distillery Bottlings, die zweite Ausgabe des fassstarken 10yo und den 25yo. Hier die Wertungen:
Glenallachie 7 yo 2009/2016 (46%, Douglas Laing, Provenance, cask #11187): 82 Punkte
GlenAllachie 10 yo ‘Cask Strength Batch 2’ (54.8%, OB, 2018): 83 Punkte
GlenAllachie 25 yo (48%, OB, 6000 bottles, 2018): 85 Punkte
Glenallachie-Glenlivet 26 yo 1992/2019 (54.8%, Cadenhead, hogshead, 240 bottles): 90 Punkte
Es hat etwas länger gedauert als geplant, aber ab Montag, den 25. März, ist die neue Islay-Brennerei Ardnahoefür Besucher geöffnet.
Drei verschiedene Touren werden ab sofort angeboten:
„The Spirit of Ardnahoe“ ist die Basic-Tour um 10 Pfund, sie startet jeweils um 10, 14 und 15.30 Uhr und dauert 45 Minuten. Eine Kostprobe und ein Glas sind im Preis inkludiert.
„A Journey through the Regions“ um 30 Pfund startet um 11.30 Uhr und dauert 1 Stunde. Hier kann man fünf verschiedene Single Cask Bottlings aus dem Programm des Destilleriebesitzers Hunter Laing verkosten.
„Experience our Heritage“ beginnt um 3 Uhr, kostet 70 Pfund und dauert ebenfalls eine Stunde. Auch hier gibt es fünf Drams, die allerdings aus der oberen Kategorie stammen und im Kinship Room verkostet werden.
Weitere Details und Kontaktmöglichkeiten können Sie dem untenstehenden Flugblatt entnehmen. Danke an Sabine Münch für die Infos direkt von Islay.
Ungefärbt und ohne Kühlfilterung, mit einer Altersangabe und abgefüllt mit ein klein wenig höherer Alkoholstärke– der achtjährige Caol Ila des unabhängigen Abfüllers Carn Mor bietet alles, um von Ralfy Mitchel das Prädikat „integrity malt“ in seinem aktuellen Video verliehen zu bekommen. Und bei dieser Gelegenheit merkt Ralfy an, dass immer mehr jüngere Abfüllungen auf dem Markt erscheinen, bei denen dieses junge Alter auch auf der Flasche ausgewiesen ist. Der Geschmack dieser Whiskys unterliegt meist nicht einem großen Einfluss der Fässer. Sondern der Spirit, das Destillat bestimmt die Aromen.
So auch bei diesem Caol Ila von Carn Mor. Der Whisky dieses Bottlings reifte in zwei Hogsheads, diese ergaben insgesamt 870 Flaschen. Viele Kräuter und Früchte findet Ralfy in diesem Whisky, und beschreibt die Noten dann auch als für Caol Ila typisch. Hinzu kommen natürlich auch noch Torf und Rauch. Und Ralfy vergibt an diesen schönen, fehlerfreien und ehrlichen Whisky satte 88 Punkte.
Das Video der Review #768 finden Sie wie immer oberhalb unseres Posts und natürlich auch auf Youtube.
Whisky mit Bierfass-Finish ist in – und das nicht nur seit der Experimental Series von Glenfiddich. Jetzt, so legt es eine Neuerscheinung in der us-amerikanischen TTB-Datenbank nahe, springt auch die Highland-Brennerei Deanston auf diesen Zug auf und veröffentlicht einen Drachenmilch-Whisky.
Drachenmilch? „Dragon’s Milk“ ist der Name des Biers, in dessen Fässern der Deanston Stout Cask Finish nachreifen durfte, und zwar ganze sechs Monate lang. Und diese Bierfässer, die von der New Holland Brewing Company aus den USA stammen (am Westufer des Lake Michigan gelegen) sind wiederum zuvor Bourbon Casks gewesen. Abgefüllt wird der Deanston Stout Cask Finish mit 50.5% Alkoholstärke. Geschmacklich soll er Frucht- und Karamellnoten bieten.
Klingt recht interessant, finden wir. Hier jedenfalls die Etiketten der zu erwartenden Abfüllung:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Diese neue Abfüllung der nördlichsten Destillerie auf dem schottischen Meinland kündigte sich schon Ende letzten Jahres an. In der der us-amerikanischen TTB-Datenbank fanden wir das Label dieser neuen Small Batch Bottlings. Und heute präsentiert Wolfburn auf ihrer Website, nach der No. 128 und der No. 270, den dritten Teil der Small Batch Reihe: Wolfburn Small Batch 375.
Für diese Abfüllung verwendet Wolfburn ungetorften Spirit. Dieser lagerte in sogenannten Half-Size First-Fill Bourbon Barrels, mit einem Fassungsvermögen von 100 Litern, und zweit-befüllten Oloroso-Sherry-Hogsheads. Rund vier Jahre lang durfte der Whisky reifen, bevor dieser dann mit 46 % Vol. abgefüllt wurde. Die offiziellen Tasting Notes versprechen einen wirklich schönen Dram mit Sherrysüße und Aromen von Heidehonig und Apfelblüten in der Nase. Am Gaumen zeigt er sich zuerst süß und cremig, danach sei ein Hauch von Eiche und Vanillin zu finden.
Foto: Wolfburn Distillery
Dieser dritte Teil der Small Batch Reihe ist auf 5.500 Flaschen limitiert. Und auch Nummer 4 ist schon in Sicht. Weil Wolfburn, wie sie schreiben, „in jedem Produktionsjahr eine kleine Anzahl außergewöhnlich guter Fässer erwerben konnte“, kündigen sie für Anfang 2020 schon das nächste Small Batch Release an.
Von der Destillerie Kammer-Kirsch sind wir über das Erscheinen des Black Forest Rothaus Single Malt Whisky Edition 11 informiert worden. Hier die Presseaussendung dazu, die wir gerne mit Ihnen teilen:
Black Forest Rothaus Single Malt Whisky Edition 11
Lang ersehnt – nun ist sie da: die neue Edition des beliebten Black Forest Rothaus Single Malt Whiskys. Wie jedes Jahr ist der 16. März, das Geburtsdatum des Braumeisters Max Sachs, der traditionelle Startschuss der neuen Ausgabe. Whisky-Liebhaber können sich auf die neue Abfüllung des Black Forest Rothaus Whisky freuen, die nun in den Handel kommt.
Genau 10 Jahre nach der Vorstellung des ersten Black Forest Rothaus Whiskys spiegelt die neue Edition auch die langen Jahre der Entwicklung des Whiskys wider. Erstmalig wird daher auf die Angabe des Produktionsdatums verzichtet, da viele Fässer aus dieser Zeit in die neue Edition eingeflossen sind.
Auch im Geschmacksprofil ist dies deutlich erkennbar. Die diesjährige Abfüllung bringt an der Nase würzige und süße Vanillenoten hervor, die in Aromen von Honig und Wein übergehen. Am Gaumen entfaltet der Single Malt Whisky würzige Noten mit Anklängen von schwarzen Früchten und Rotwein. Wie bei den vorangegangenen Editionen ist auch diese mit 43,0 Volumenprozent abgefüllt und sowohl in 0,7L als auch in 0,2L erhältlich.
Foto: mer / Kammer-Kirsch GmbH
Die außergewöhnliche Qualität des Black Forest Rothaus Whiskys ist auf die langjährigen Erfahrungswerte, die hochwertigen Ausgangsprodukte und das schonende Herstellungsverfahren zurückzuführen.
In der Badischen Staatsbrauerei Rothaus im Hochschwarzwald wurde der Whisky aus speziellem Malz und dem besonders weichen Rothauser Brauwasser gemaischt und vergoren. Anschließend wurde er in der Destillerie Kammer-Kirsch in Karlsruhe in kleinen Kupferbrennblasen aromaerhaltend zweifach destilliert. Danach reifte der Whisky in Ex-Bourbon Fässern aus weißer Eiche bis zu seiner Vollendung. Auf seine Alkoholstärke wurde er mit Brauwasser aus Rothaus eingestellt und im März 2019 abgefüllt. Internationalen Auszeichnungen haben bereits mehrfach die hohe Qualität des Black Forest Rothaus Whisky bestätigt.
Obwohl die aktuelle Version des Springbank Local Barley bereits im letzten Jahr erschien, fand diese Abfüllung bis jetzt noch nicht ihren Weg in eine Whiskyfun-Tasting-Session. Zeit dies zu ändern, bemerkt Serge Valentin. Und paart rund um den Local Barley noch einige Bottlings unabhängiger Abfüller. So finden wir heute ein hervorragendes Tasting inklusive sehr hohen Bewertungen. Den Einstieg bildet ein vierjähriger Blended Malt von North Star Spirits mit einer respektablen Bewertung, ihm folgen drei Abfüllungen, welche die 90 Punkte Marke überspringen können. Insgesamt ein sehr feines Tasting auf Whiskyfun!
Die heutigen Springbank in der Kurzübersicht:
Campbeltown 4 yo 2014/2018 (57%, North Star Spirits, blended malt, bourbon hogshead, 726 bottles) 83 Punkte
Springbank 9 yo 2009/2018 ‘Local Barley’ (57.7%, OB, 9700 bottles) 91 Punkte
Springbank 22 yo 1996/2018 (55%, Claxton’s, bourbon hogshead, cask #1850-54, 249 bottles) 93 Punkte
Springbank 1965/1987 (60.1%, Scotch Malt Whisky Society #27.9) 92 Punkte
„Visitor Experience“ betitelt sich ein im Mai öffnender Highland Park Store, den die Destillerie gerade gemeinsam mit dem Architektenbüro Graven und dem Ausstatter Fletts in Kirkwall auf den Orkneys einrichtet – ganz nach dem Motto, dass der Einkauf dort ein Erlebnis sein sollte. Das Geschäft wird auf der ehemaligen Verkaufsfläche des Herrenausstatters Gorns, der dort ca. 100 Jahre ansässig war, installiert.
Sieben Angestellte werden dort den Shop und die von der Brennerei genutzten Trainingsräume für das Personal betreuen – während der Sommersaison kommen vier weitere Kräfte dazu.
Für Besucher, die mit der Fähre in Kirkwall ankommen, soll der Shop ein erster Berührungspunkt mit der Brennerei sein – und man wird in ihm auch einige Abfüllungen kaufen können, die es nur auf den Orkneys geben wird. Auch Merchandise wird dort angeboten werden. Zusätzlich soll der Shop auch für Verkaufsausstellungen lokaler Künstler genutzt werden.
Aus Louisville, Kentucky, sind wir über eine neue Abfüllung der Michter’s Brennerei informiert worden: Im April gibt es einen fassstarken Kentucky Straight Rye Whiskey mit 55.4% Alkoholstärke und einem US-Preis von 75 Dollar. Nachdem uns die Pressemitteilung in deutscher Sprache erreicht hat, dürfte es den Michter’s US*1 Barrel Strength Rye auch hierzulande geben, eine definitive Bestätigung dafür haben wir allerdings nicht.
Hier der Pressetext zum neuen Rye:
Michter’s bringt Whiskey US*1 Barrel Strength Rye auf den Markt
LOUISVILLE, Kentucky, 20. März 2019 /PRNewswire/ — Die Brennerei aus Louisville wird in diesem April 2019 ihren Michter’s US*1 Barrel Strength Kentucky Straight Rye Whiskey herausbringen.
Michter’s Brennmeisterin Pamela Heilmann ist darüber höchst erfreut. Sie sagte dazu:
Seit ich bei Michter’s tätig bin, habe ich für die Qualität von American Rye Whiskey eine ganz neue Hochachtung entwickelt. Ich bin der Überzeugung, dass dieser US*1 Barrel Strength Rye wirklich herausragend ist.“
Andrea Wilson, Kellermeisterin bei Michter’s, teilt die Begeisterung von Pamela Heilmann für diese Charge und merkt an:
„In diesem Rezept kommen mehr Mais und Gerstenmalz zur Anwendung. Damit reift das Produkt im Fass zu einem extrem sanften, reichen und komplexen Rye-Whiskey mit Eleganz im Gaumen heran.“
Michter’s US*1 Barrel Strength Rye ist ein Single-Barrel-Produkt und der durchschnittliche Alkoholgehalt der Charge vom April 2019 beträgt 55,4 Volumenprozent (110,8 Proof). In den USA beträgt der empfohlene Einzelhandelspreis für eine Flasche (750 ml) 75 USD. Joseph J. Magliocco, Präsident von Michter’s, sagt, dass die Idee für einen Rye-Whiskey in Fassstärke bei Verkostungen in der Brennerei entstand:
„Wir haben Michter’s US*1 Single Barrel Rye vom Fass verkostet, bevor wir ihn auf den Alkoholgehalt für Flaschen verdünnt haben, und die Reaktion war ‚Wow! Das ist wirklich gut.'“
Michter’s kann auf eine lange und reiche Geschichte der Herstellung traditioneller amerikanischer Whiskeys zurückblicken, die bei der Qualität keine Kompromisse eingehen. Jede der begrenzten Abfüllungen von Michter’s ist zur Perfektion gereift. Zum gepriesenen Portfolio von Michter’s gehören Bourbon, Roggenwhiskey, Sour-Mash-Whiskey und American Whiskey. Im November 2018 erzielte eine einzelne Flasche Michter’s Bourbon auf einer Auktion für wohltätige Zwecke 17.000 USD. Im Januar 2019 wurde Michter’s im jährlichen Markenbericht von Drinks International zur Nr. 1 der Kategorie „Top Trending American Whiskey“ ernannt. The Whisky Exchange ernannte Michter’s US*1 Sour Mash zu seinem „Whisky of the Year“ des Jahres 2019. Es ist der erste Whiskey aus den USA, dem diese Ehre zuteil wurde.
Neben der Brennerei von Michter’s in Fort Nelson, die kürzlich eröffnet wurde, verfügt Michter’s über die Shively Distillery in Louisville und eine Farm mit Betrieb auf 59 Hektar in Springfield (Kentucky). Weitere Informationen erhalten Sie unter www.michters.com
Die erste und einzige Insel-Brennerei Irlands, die Cape Clear Distillery, steht kurz vor der Fertigstellung und hat bereits ihre Gin- und Whiskeymarken schützen lassen – nun sucht man, nach dem Rückzug eines Investors, neue Shareholder, die die Brennerei zu Erfolg werden lassen.
Der Prozess von der Erteilung der Baugenehmigung im Jahr 2016 (wir berichteten damals hier) bis zum jetzigen Stadium war mühsam, wie Séamus Ó Drisceoil, der Sprecher des Projekts berichtet. Die Gemeinschaft der Inselbewohner (130 Seelen) hat beim Bau zum Teil selbst Hand angelegt, nun hat man die Stills bestellt und der Master Distiller Roy Court, der 40 Jahre in der Getränkeindustrie gearbeitet hat, wird gemeinsam mit seiner Tochter Ruth für die Produktion verantwortlich zeichnen. Der Ausstieg des Hauptinvestors und die vergebliche Suche nach einem Ersatz machte es notwendig, viele Dinge in Eigenregie zu erledigen.
Nun will man mit einer Crowdfunding-Kampagne und größeren Investoren die letzten Hürden zur eigenen Inseldestillerie auf Cape Clear im Süden Irlands nehmen, berichtet der Irish Examiner. Wenn die Kampagne online ist, werden wir natürlich wieder darüber berichten.
Addendum 10:29 – Laut unserem Leser Holger Hase ist die Kampagne bereits hier online und läuft noch bis zum 14. April. Vielen Dank für den Hinweis!
Von Kondephy – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42500749
In der letzten Zeit sind einige Abfüllungen aus Fässern nach einem Design des leider schon verstorbenen Dr. Jim Swan veröffentlicht worden – sogenannte STR-Fässer (shaved, toasted und re-charred). Die Cotswolds Distillery hat mit diesen Fässern bei uns den Whisky des Monats abgeräumt, die (sehr gelungene) Erstausgabe der Kingsbarns Distillery nutzte sie, und nun kommt auch Kilchoman mit einem Kilchoman STR Cask Matured auf den Markt – allerdings dauert das noch bis Mai.
30 portugiesische Rotweinfässer sind auf diese Weise behandelt worden und wurden 2012 mit Kilchoman-Spirit gefüllt. 14.500 Flaschen werden veröffentlicht werden, und sobald wir vom deutschen Distributor nähere Angaben bekommen, werden wir auch den Preis und die tatsächliche Alkoholstärke dieser (fasstarken) Abfüllung nennen können.
Und: Es wird wahrscheinlich eine von mehreren Editionen werden, denn auf der Verpackung kann man „2019 Edition“ lesen…