Ab sofort ist der Octomore 9.3 Dialogos von Bruichladdich erhältlich. Er ist aus 52 Tonnen Gerste gemälzt, die auf Irenes Feld auf der Octomore Farm im Jahr 2011 angebaut und dann 2012 destilliert wurde. Somit besteht er aus 100% Concerto Gerste, die auf Islay angebaut und geerntet wurde. Das Gerstenmalz wurde mit 133ppm gemessen.
Gereift ist der neue Octomore ebenfalls zu 100% auf Islay, und zwar in einer Kombination aus ex American Whiskeyfässern und französischen Weinfässern. Die genaue Fasszusammensetzung dere ist wie folgt:
1st Fill amerikanischer Eiche (25%),
3rd Fill Virgin Oak (25%),
2nd Fill Rivesaltes (20%),
2nd Fill Syrah (20%),
2nd Fill Bourbon (10%)
Abgefüllt wurde er in der Destillerie, in unverfälschter Fassstärke von 62.9% Alkoholgehalt.
Er ist direkt in der Destillerie und im Bruichladdich Webshop erhältlich (175 Pfund plus Porto), wird aber natürlich auch bei den Fachhändlern erwartet.
Ein 58 Jahre alter Single Grain aus der North British Distillery in den Lowlands ist heute gemeinsam von der Destillerie und dem unabhängigen Abfüller Douglas Laing Ltd. angekündigt worden. Die auf 222 Flaschen limitierte Einzelfassabfüllung kommt mit 51,6% Alkoholstärke in die Flasche und wird im Vereinigten Königreich 1700 Britische Pfund kosten. Umgerechnet zum Tageskurs sind das in etwa 1925 Pfund.
Alles weitere über den ab November erhältlichen Single Grain können Sie der untenstehenden Pressemitteilung entnehmen:
North British Distillery unveils 58-year-old limited Edition Scotch Whisky
Limited Edition Grain Whisky First Ever Commercial Bottling for North British
The North British Distillery, which was incorporated on this very day (October 24th) 1885, has joined forces with Scotch Whisky specialist Douglas Laing & Co to release a remarkable one-off 58-year-old limited edition of only 222 bottles, distilled in July 1960.
This is the first ever commercial North British release and they have ensured that the cask selected is nothing short of exceptional. The 58-year-old single cask single grain Scotch Whisky was bottled at its natural cask strength of 51.6% vol, without colouring or chill-filtration.
After nearly six decades resting in its hogshead, the resulting spirit shows butterscotch, caramelised pineapple and coconut on the nose, with a palate full of toasted oak, cinnamon and cloves; leading to a spiced toffee and molasses finish.
The packaging of the “Incorporation Edition”, including its weighty hand-made oak casket, has been carefully crafted to reflect the quality, rarity and age of the whisky. Each bottle is accompanied by a stitched booklet which has been hand signed and individually numbered by Alan Kilpatrick, the distillery’s Managing Director.
He comments:
“As the eleventh Managing Director, it is my great honour and privilege to release this single cask, our first ever commercial bottling. It was distilled in 1960 on the same Edinburgh site as the company commenced production in 1885 and still does to this day.”
Fred Laing, Chairman at Douglas Laing, adds:
“We are excited to be working with North British on such a special release. As a family, we have long been single grain enthusiasts and as a business, we have equally been long term proponents of the single grain category – the fit is ideal. Handling the sales and marketing for such an exceptional spirit is both an honour and a great personal pleasure, such is its quality.”
The North British 58-Year-Old (70cl) will be available at specialist retailers from November with an RRP of £1,700.00.
Gemeinsam mit dem Keeper of The Quaich und Master of Whisky bei Diageo Germany, Thomas Plaue, und anderen geladenen Gästen durfte Whiskyexperts gestern am Abend in der Bar „Krypt“ in Wien alle zehn Abfüllungen der Diageo Special Releases 2018 verkosten. Viel Ausgefallenes war diesmal dabei: Der erste Carsebridge, die älteste Originalabfüllung von Caol Ila, der erste Inchgower, der erste Talisker 8yo seit 30 Jahren, der älteste Pittyvaich der Serie, der erste Blended Malt aus sechs Küstenwhiskys und der erste Singleton of Glen Ord für Europa. Für Spannung und Abwechslung war also gesorgt.
In unseren beiden geplanten Artikeln stellen wir Ihnen die Abfüllungen kurz vor, und zwar mit ihren Daten und den offiziellen Tasting Notes – und unseren eigenen Eindrücken, die über eine reine Geschmacksbeschreibung hinausgehen. Die offiziellen Tasting Notes sind nämlich in der Regel sehr treffend, die Gäste der Verkostung fanden vielleicht das eine oder andere mehr als aufgeschrieben, aber ansonsten waren sie stimmig und die Whiskys gut beschreibend.
ABV 57.6% Region: Highlands Cask: Refill American Oak Hogsheads and Ex-Bodega European Oak butts followed by a unique maturation and marrying process Limited quantities available worldwide
offizielle Tasting Notes:
Unser Eindruck:
Ein gestandener, unkomplizierter Single Malt mit schöner Speyside-Charakteristik. Verträgt Wasser, braucht es aber nicht. Unspektakulär, aber handwerklich hervorragend. Und preislich ebenfalls mit unter 100 Euro UVP im Rahmen.
INCHGOWER 27 year old
Daten:
ABV 55.3% Region: Speyside Cask: Refill American Oak Hogsheads No of bottles: 8,544
Offizielle Tasting Notes:
Unser Eindruck:
Backbones von Blends sind immer sehr charakterstark, und da macht dieser gut gereifte Inchgower keine Ausnahme. Ein excellenter, vielschichtiger und gut ausbalancierter Malt der Extraklasse, eines der Highlights des Abends für alle, die reine Bourbonfass-Abfüllungen lieben.
PITTYVAICH 28 year old
Daten:
ABV 52.1% Region: Speyside Cask: Refill American Oak Hogsheads No of bottles: 4,680
Offizielle Tasting Notes:
Unser Eindruck:
Von den drei bisher erschienenen Pittyvaichs der eleganteste und komplexeste. Vom Stil her old school, seine Komplexität entfaltet sich mit der Zeit, die er im Glas verbringen darf, immer mehr. Wasser verträgt er nur in Maßen, aber er braucht es nicht. Ein Whisky, der nicht nur von historischem Interesse ist, sondern mit Vielschichtigkeit und altem Stil zu begeistern weiß.
OBAN 21 year old
Daten:
ABV 57.9% Region: Highlands Cask: Refill European Oak Butts Limited availability worldwide
Offizielle Tasting Notes:
Unser Eindruck:
Serge gab dem Oban 21yo nur 78 Punkte. Bei den meisten Teilnehmern der Verkostung löste der Oban 21yo vom Geschmack her allerdings helle Begeisterung aus. Das Zusammenspiel aus maritimen Noten, die ganz typisch Oban sind, und einer süßen Cremigkeit, die man den european oak butts schuldet, ist verblüffend. Er ist Oban, in seiner Gesamtheit kein typischer Oban zwar, und er ist gewaltig ausdrucksstark. Die Mehrheit der Teilnehmer der Verkostung machte ihn zum Whisky der Wahl in diesem Tasting. Leider mit fast 500 Euro nicht gerade ein Schnäppchen.
CAOL ILA UNPEATED 15 year old
Daten:
ABV 59.1% Region: Islay Cask: Refill & Rejuvenated American Oak Hogsheads and Ex-Bodega European Oak Butts Limited quantities worldwide
Offizielle Tasting Notes:
Unser Eindruck:
Der unpeated Caol Ila ist nun schon seit längerer Zeit Stammgast in der Serie der Special Releases. Wer die früheren Abfüllungen mochte, der wird auch diese mögen. Diesmal mit etwas stärkerer Frucht und – so wie die offiziellen Notes sagen – weniger Schärfe am Gaumen. Mit Wasser kann man ihm dann doch noch etwas mehr von dem Rauch entlocken, den er in der Nase ganz subtil angedeutet hat.
Soweit der erste Teil der Zusammenfassung unseres Tastings mit Thomas Plaue in der Krypt-Bar im 9. Bezirk in Wien. Freuen Sie sich auf die Fortsetzung, da ist noch Spannendes in petto!
Als die Region Campbeltown ihren Status als Whiskyregion zu verlieren drohte (dazu braucht es laut Reglement der SWA zumindest drei aktive Brennereien), entschloss man sich bei Springbank, die Brennerei Glenglye wieder aufzubauen und zu eröffnen. Und seit ihrer Gründung vor mehr als 12 Jahren ist sie bei Liebhabern des Whiskys aus der nun gesicherten Region beliebt – und ihre Abfüllungen unter dem Namen Kilkerran sind sehr begehrt.
Auch selten sind sie, denn man produziert dort nur wenige Wochen im Jahr (gerade ist man aktiv dort und destilliert noch bis Weihnachten) – und vielfach hoch gelobt, da sie ein recht eigenständiges Geschmacksprofil zeigen.
Wie es zur Brennerei kam, was ihre Eigenarten sind und was wir in Zukunft von ihr erwarten dürfen, das haben wir in einem Videointerview von Ronan Currie, Sales & Marketing Executive bei Springbank, erfahren. Er enthüllt auch eine neue Abfüllungsserie, die im nächsten Jahr starten wird und die vor allem Liebhaber stark getorften Whiskys ein Glänzen in die Augen zaubern wird. Eines sei jetzt schon verraten: Ihre ppm-Werte werden die ohnehin schon sehr rauchigen Longrow-Abfüllungen gehörig in den Schatten stellen.
Viel Vergnügen mit unserem vierminütigen exklusiven Videobeitrag, hier oder auf unserem Youtube-Kanal.
Die dritte Zusammenarbeit zwischen Glengoyne, der südlichsten Highland-Destillerie Schottland und The Glasgow School of Art ist von der Destillerie mit einer Presseaussendung angekündigt worden. Wieder hat John Lowrie Morrison OBE (Jolomo) ein Jahreszeiten-Motiv für die Verpackung des Glengoyne 10yo gestaltet, nach dem Winter- und Herbstmotiv der letzten Ausgaben ist es nun der Frühling rund um die Brennerei, der im Gemälde, das für das Artwork verwendet wird, zu sehen ist.
„Spring Blossoms at Glengoyne“ nennt sich das Motiv, ab sofort die Verpackung zieren wird, und ein Teil des Verkaufserlöses der limitierten Edition (die auch bei uns im deutschen Sprachraum erhältlich sein wird und nur unwesentlich mehr kostet als die Standardausgabe) geht dann an die Glasgow School of Art.
Heute widmet sich Serge Valentin mit seiner Verkostung auf Whiskyfun der Heimat – und schenkt sich vier französische Whiskys ein. Zwei davon stammen von Armorik, die beiden anderen von Domaine des Hautes Glaces, jener kleinen Brennerei, die unlängst von Rémy Cointreau, den Besitzern von Bruichladdich, gekauft wurde.
Französische Whiskys fristen bei uns ja eher ein Nischendasein, was vielleicht auch daran liegen mag, dass sie kaum über das Marketingbudget schottischer Whiskys verfügen, aber wer etwas mehr über sie weiß und offen für Neues ist, der kann darunter richtige Perlen entdecken. So wie Serge in der heutigen Verkostung:
Armorik 10 yo ‘Edition 2018’ (46%, OB, France, 2000 bottles): 87 Punkte
Armorik ‘Triagoz’ (46%, OB, France, 2018): 78 Punkte
Domaine des Hautes Glaces ‘Flavis’ (56%, OB, France, 273 bottles, 2018): 85 Punkte
Domaine des Hautes Glaces ‘Ceros’ (54%, OB, France, rye, 764 bottles, 2018): 90 Punkte
Sollten Sie sich in der nächsten Zeit nach Las Vegas bewegen, haben wir einen interessanten, whisk(e)ybezogenen Tipp für Sie: Es gibt dort, neben Casinos, auch noch anderes Sehenswertes – so zum Beispiel das MOB Museum, das National Museum of Organized Crime and Law Enforcement.
Warum das für Whiskyfreunde interessant sein kann? Weil man dort sehr viel über die Prohibition und das illegale Brennen von Alkohol in dieser Zeit erfahren kann – und ab sofort neben dem klassischen Speakeasy, einer Bar aus dieser Zeit, auch eine Untergrund-Destillerie besuchen kann (sollten Sie das tun, wären wir über einen Erfahrungsbericht sehr dankbar)
Alle Details dazu gibt die Pressemitteilung, die wir von der Agentur des Museums erhalten haben, auch die Kontaktdaten:
THE MOB MUSEUM TO OFFER DAILY TOURS IN THE UNDERGROUND DISTILLERY, BEGINNING OCT. 24
LAS VEGAS (October 2018) – Starting Wednesday, Oct. 24, The Mob Museum, The National Museum of Organized Crime and Law Enforcement, will offer daily tours in The Underground Distillery at 5 p.m.
During the $12, 30-minute tour which involves sampling a variety of distilled spirits, participants receive an in-depth explanation of the distillery equipment and distillation process and learn about Prohibition and its impact on distilled spirits. In addition to learning about the historical origin of Prohibition and the drinking culture that existed before the 1920s, guests have the chance to take part in a spirit-tasting experience including in-house distilled moonshine, vodka and the Jamaica ginger infusion. The Distillery Tours are designed to encourage visitors to develop an appreciation for the flavor of moonshine especially since The Underground’s moonshine is as authentic as it can safely get. It is made in-house with 100% corn and bottled at 50% ABV. Tour participants have the option of purchasing souvenir bottles afterwards to commemorate their experience.
In The Underground exhibition space, guests learn about Prohibition-era bootlegging and rum running. Prohibition shut down thousands of breweries and distilleries across America, but it could not eliminate the public’s desire for alcohol. It simply forced the brewing and distilling of booze into the shadows, which contributed significantly to the rise and proliferation of the Mob in America.
Numerous artifacts found in the Speakeasy and Distillery add depth and context to the Prohibition experience. Items to be on display include a beaded chiffon dress, ca. 1926, which is an example of the new and bolder fashions that became popular during the Prohibition era due to the rise of flapper culture, as well as a 5-gallon whiskey still, one of the smaller home stills used to make alcohol during Prohibition.
Visitors to The Underground at The Mob Museum can also visit its Speakeasy, which serves house-distilled moonshine, house-brewed craft beer, distilled vodka, Prohibition era-inspired cocktails, draft beer, wines by the glass and non-alcoholic drinks.
Visitors of the Museum may add-on a Distillery Tour to their admission at the box office.
Admission to the speakeasy is included with general Museum admission and free any time for patrons using the daily passwords found on Instagram Stories @MobMuseum_Underground. For more information, please call (702) 229-2734 or visit themobmuseum.org.
ABOUT THE MOB MUSEUM
The Mob Museum, the National Museum of Organized Crime and Law Enforcement, a 501(c)(3) non-profit organization, provides a world-class, interactive journey through true stories—from the birth of the Mob to today’s headlines. The Mob Museum offers a provocative, contemporary look at these topics through hundreds of artifacts and immersive storylines. Whether you like it or not, this is American history. It debuted a major renovation in 2018, including a Crime Lab, Use of Force Training Experience, and Organized Crime Today exhibit as well as The Underground, a basement-level Prohibition history exhibition featuring a speakeasy and distillery and sponsored by Zappos. Since opening in 2012, The Mob Museum has accumulated numerous accolades, including being named one of TripAdvisor’s “Top 25 U.S. Museums,” one of Las Vegas Weekly’s “Twenty Greatest Attractions in Las Vegas History,” one of Hotel.com’s Top 7 “Travel Brag Landmarks,” one of USA Today’s “12 Can’t Miss U.S. Museum Exhibits,” “A Must for Travelers” by The New York Times, one of “20 Places Every American Should See” by Fox News and Budget Travel magazine, “Best Museum” by Nevada Magazine and is a multi-year winner of the Las Vegas Review-Journal’s “Best of Las Vegas” rankings. The Mob Museum has been awarded accreditation by the American Alliance of Museums, the highest national recognition afforded U.S. museums. General admission is $26.95 for adults ages 18 and over with special pricing for online purchase, children, seniors, military, law enforcement, Nevada residents, and teachers. The Museum is open daily; visit the website for up-to-date operating hours. For more information, call (702) 229-2734 or visit TheMobMuseum.org. Connect on Facebook at Facebook.com/TheMobMuseum or Twitter @themobmuseum.
Ein altbekanntes Gesicht kehrt als unabhängiger Abfüller in die Whiskywelt zurück: Anthony McCallum, ehemals Sales Manager bei Unternehmen wie Hart Brothers und Ian Macleod Distillers, bringt nach zwei Jahren Intermezzo im Rumgeschäft nun seine eigenen Whiskys unter der Marke „House of McCallum“ auf den Markt. McCallum, der auf 24 Jahre Erfahrung im Whiskygeschäft zurückblicken kann, startet mit der Serie „The Art of Whisky“ zunächst mit drei Premium Blended Whiskys und Blended Malt Whiskys, die auch in der Barszene Einzug finden sollen, und deren Auftritt von zeitgenössischen schottischen Künstlern gestaltet wurde. und etwas später dann mit Single Malts, die, so wie die in den schonnächsten Tagen erhältlichen Blended Malts in den eigenen Lagerhäusern in der Nähe von Glasgow reifen durften.
Im Videointerview, das wir am Rande der Fallstaff-Gala in Wien mit Anthony McCallum führen konnten, erzählt er über die Abfüllungslinien und die Idee dahinter.
In Österreich wird „House of McCallum“ vom Potstill in Wien importiert, in Deutschland vom Whiskymax.
Nachdem wir gestern mit Juri Stiehl im Süden der Whiskyinsel Islay waren (sein Bildbericht aus der Brennerei Laphroaig ist hier zu finden), gehen wir heute in den Nordosten der Insel und zur Destillerie Bunnahabhain, von wo aus uns Alexandra Kreutz von Genuss am Gaumen in Vorarlberg neue Bilder gesendet hat.
Bunnahabhain, im Besitz der südafrikanischen Distell-Gruppe, der auch die Brennereien Deanston und Tobermory gehören, durchläuft gerade eine Phase der Generalsanierung, denn dort wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten kaum etwas zur Instandhaltung der Gebäude gemacht. Damit hat Bunnahabhain einen etwas heruntergekommenen Charme (die Anlagen selbst sind aber natürlich absolut funktionstüchtig) und besonders bei nicht so idealem Wetter atmen die Mauern dort eine pittoreske Tristesse aus, die man in dieser Art vielleicht nur noch bei Ben Nevis findet.
Schöne Fotomotive bieten sich dort aber auf jeden Fall, wie die nachfolgende Galerie mit 16 Bildern zeigt. Wie immer können Sie ein Bild durch Anklicken vergrößern. Viel Spaß bei Erkunden!
Clynelish zu 59%, Caol Ila zu 41% und ein Output von 2650 Flaschen – das sind die Eckdaten einer neuen Abfüllung von Compass Box, die im November 2018 abgefüllt wird, wenn man den Daten auf dem Etikett, das für die us-amerikanische TTB-Datenbank eingereicht wurde, Glauben schenken darf.
Der mit 48% Alkoholgehalt abgefüllte Blended Malt „Tobias & The Angel“ zeigt ein religiöses Motiv aus der Werkstatt des Malers Andrea del Verrochio, das in der Nationalgalerie in London hängt. Der Whisky ist nicht gefärbt und durch einen 5 Mikron Filter von Schwebstoffen befreit, aber natürlich ohne Kühlfiltrierung.
John Glaser, Gründer des unabhängigen Blenders und Abfüllers Compass Box, beschreibt auf dem Label das Gemälde, und stellt eine gedankliche Verbindung zwischen den Figuren des Tobias und des Engels Raphael sowie den beiden Destillerien her.
All das, sowie die Tasting Notes, können Sie auf den Etiketten nachlesen:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Bislang gab es ihn nur direkt bei der Destillerie in Loretto, nun wurde er von Beam Suntory für den globalen Travel Retail präsentiert: Der Maker’s Mark 101 ist eine limitierte Abfüllung, die laut Angaben der Destillerie mit seinen 50.5% Alkohol die „starken Geschmacksnoten“ von Fassstärkeabfüllungen mit der Sanftheit von Whiskeys in Trinkstärke verbinden soll.
Mit Noten von würzigen Früchten und Karamell soll der Maker’s Mark 101 auch eine cremige und ausdruckstarke Textur am Gaumen bieten. Im Grunde dürfte es sich um den gängigen Maker’s Mark in einer höheren Stärke handeln, der, so die Destillerie, auf die Tradition verweist, dass Gäste der Brennerei den Whiskey in höherer Stärke verkosten durften. Auch versuche man mit der ABfüllung, dem Wunsch der Konsumenten nach super-premium American whiskey nachzukommen.
Die neue Abfüllung ist ab sofort im weltweiten Travel Retail zu finden und kostet in den USA knapp 50 Dollar.
Ein wenig geht es uns doch allen so: Wenn wir auf Whisky schauen, denken wir an eine traditionelle Spirtituose, die auch mit dem Duft der „guten alten Zeit“ behaftet ist und uns fast unveränderlich vorkommt (abgesehen vom allzu menschlichen aber auch allzu falschen „früher war alles besser“).
Ein interessanter Artikel bei Whiskyadvocate kann unser Bild des ewigen Klassikers mit sehr schön recherchierten und aufgelisteten Fakten erschüttern. Er listet, natürlich auch etwas subjektiv, die zehn größten Whiskyerfindungen aller Zeiten auf – und wer sich die Liste samt den Erklärungen durchliest, der wird feststellen, dass auch der Whisky und seine Erzeugung ständig in Bewegung sind – was natürlich dann auch Auswirkungen auf den Geschmack hat.
In der Liste der Innovationen, die übrigens auch eine Timeline der Entwicklung unserer Lieblingsspirituose ist, finden sich Innovationen aus Irland, Schottland und den USA – und bei allen davon auch ein Beispiel, wie man diese auch heute noch in verschiedenen Whiskys schmecken und nacherleben kann.
Ganz am Ende der Liste, mit dem Jahr 2001, steht übrigens nicht eine Art, Whisky zu produzieren, sondern Whisky zu genießen: Das Glencairn-Glas, dessen Umrisse ein Symbol für unsere Seite geworden sind, hat es in die Top Ten der Innovationen geschafft. Und das, so denken wir, nicht zu unrecht…
Unser Titelbild zeigt übrigens die erste der Innovationen, die ihren Weg in die Liste gefunden haben: Die Potstill vor dem Jameson Experience Visitor Centre in Midleton.
Die Schwesterbrennerei der alten Brora-Destillerie in den Highlands ist für ihren sehr wachsigen Stil der Whiskys bekannt. Clynelish hat viele Fans, und als solcher ist man immer wieder gespannt, ob diese Charakteristik der Brennerei auch in der neuesten Abfüllung zu finden ist und was sich sonst noch so an Geschmacksnuancen dazu gesellen kann.
Für alle Clynelish-Fans, aber natürlich nicht nur für diese, hat Serge Valentin heute bildlich gesprochen, drei Pfeile im Köcher – und diese, soweit kann man das jetzt schon verraten, treffen ziemlich ins Schwarze. Die drei unabhängigen Bottlings stammen aus diesem Jahr und können recht hohe Wertungen einheimsen. Noch dazu haben sie auch ein recht gutes Alter erreicht (aus Kreisen unabhängiger Abfüller, aber das nur so nebenbei, hört man übrigens unison , dass die eklatante Knappheit gealterter Whiskys, die sich in den letzten beiden Jahren in sehr jungen, manchmal zu jungen Whiskys niederschlug, langsam dem Ende zugeht).
Hier aber einmal die Flaschen in der Verkostung und deren Bewertung durch Serge Valentin:
Clynelish 20 yo (55.9%, Artful Dodger Whisky Collective, bourbon hogshead, cask #6526): 90 Punkte
Clynelish 20 yo 1997/2018 (52.4%, ALOS, bourbon, 253 bottles): 87 Punkte
Clynelish 22 yo 1995/2018 (55.7%, The Nectar of the Daily Drams) :88 Punkte
Aus der Schweiz hat uns die dort ansässige Rugen Distillery über einen Erfolg ihrer Whiskys bei der International Wine & Spirit Competition (IWSC) 2018 informiert – und zwar in der Kategorie Design. Diese Auszeichnung kommt zusätzlich zu Prämierungen der Destillate selbst.
Hier die Info zu den Preisen, Bilder der ausgezeichneten Flaschen und ein Statement des Master Distillers der Rugen Distillery:
Rugen Distillery an der International Wine & Spirit Competition für Design ausgezeichnet
Drei Whiskys der Rugen Distillery wurden von der International Wine & Spirit Competition (IWSC) 2018 mit dem «Spirits Artwork and Bottle Design 2018»-Award ausgezeichnet.
Nachdem bereits im Juli dieses Jahres vier Destillate an der International Wine & Spirit Competition ausgezeichnet wurden, liegt jetzt das Ranking des besten Designs vor: «Die Freude ist riesig, dass es vier unserer Produkte erneut in die Ränge geschafft haben», bestätigt Remo Kobluk, Geschäftsführer der Rugenbräu AG.Die beiden Swiss Mountain Single Malt Whiskys ‚Classic‘ und ‚Ice Label‘ erhielten Silber, der Swiss Mountain Whisky Liqueur wurde mit Bronze ausgezeichnet.
Kurt Althaus, Master Distiller bei der Rugenbräu, meint dazu:
«Solche Auszeichnungen sind für uns nicht selbstverständlich und wir sind dankbar und stolz. Das nehmen wir als Motivation, weiterhin unsere Produkte zu pflegen und wenn es für unsere Kundinnen und Kunden passt, auch neue Destillate zu kreieren.»
International Wine & Spirit Competition (IWSC)
Die International Wine & Spirit Competition fand dieses Jahr zum 49. Mal statt. Sie wurde 1969 vom Weinchemiker Anton Massel ins Leben gerufen, als er den «Club Oenologique» gründete. Das ursprüngliche Ziel des Wettbewerbs war, hervorragende Weine und Spirituosen aus aller Welt auszuzeichnen. Dieses Ziel gilt auch heute noch und soll die Anerkennung von hochwertigen Produkten fördern. Produkte aus rund 90 Ländern werden für den Wettbewerb angemeldet und jede Probe wird entsprechend seiner Klasse beurteilt. Der Wettbewerb setzt einen internationalen Qualitätsstandard und ist in dieser Form einzigartig. Es stehen für ihn spezielle Räumlichkeiten, ein hauseigener Keller und über 400 globale Experten, die 7 Monate im Jahr Produkte bewerten, zur Verfügung.