Chivas-Arbeiter in Paisley beschließen Kampfmaßnahmen

Schon seit einiger Zeit plant Chivas, seinen Standort in Paisley, sowie die dort stationierte Abfüllanlage, zu schließen und nach Kilmalid/Dumbarton zu übersiedeln. Von dem Umzug sind auch 450 Arbeitsplätze betroffen, die aber erhalten bleiben sollen.

Diese Arbeiter haben sich nun in einer Urabstimmung für gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen (81.9%) und – falls nötig – für einen Streik (76.4%) entschieden. Grund dafür, berichtet der Daily Record, sind festgefahrene Lohnverhandlungen, nachdem der Konzern 1.5% Lohnerhöhung im ersten und inflationsgebundene weitere Erhöhungen in den nächsten drei darauffolgenden Jahren angeboten hat. Die Belegschaft betrachtet dieses Angebot als nicht ausreichend und argumentiert, dass man stärker am Wachstum teilhaben will.

Chivas zeigt sich enttäuscht über den Ausgang der Abstimmung. Die Tür für Gespräche wollen aber beide Seiten offen lassen.

Der Chivas-Standort in Kilmalid. Bild: Chivas

TSB: Die zehn meistverkauften Scotch Whisky Marken 2016

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Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass Glenfiddich seinen wieder gewonnenen Vorsprung auf Glenlivet in den Verkaufszahlen 2016 weiter ausbauen konnte. Damit wären die beiden größten Marken bei Scotch Single Malt Whisky bereits einmal definiert.

Aber wie sieht das bei Scotch im Generellen, also mit den Blends, aus? 2015 waren die Zahlen wie folgt (und es sollte nicht verwundern, dass da kein Single Malt darunter ist):

10. Bell’s
9. Label 5
8. Dewar’s
7. William Peel
6. Wiliam Lawson’s
5. J&B
4. Grant’s
3. Chivas Regal
2. Ballantine’s
1. Johnnie Walker

Für 2016 hat The Spirits Business nun die neuesten Zahlen kompiliert, und abgesehen davon, dass es zwei Platztäusche gibt, sind auch die dahinterliegenden Verkaufszahlen sehr interessant, denn nicht überall ging es bergauf, trotz gleichbleibender Platzierungen. Schauen Sie sich das mal an!

Whisky im Bild: Johnnie Walker Blue Label Vienna Edition – der Launch in Wien

Die offizielle Pressemitteilung wird nächste Woche folgen, wir haben aber jetzt schon die Bilder vom Launch-Event der Johnnie Walker Blue Label Vienna Edition, die gestern im The Vault im sechsten Wiener Gemeindebezirk stattfand, für Sie zusammengestellt.

Die Johnnie Walker Blue Label Vienna Edition ist die neueste Sammlerausgabe des Top-Blends des Unternehmens – nach Editionen für andere berühmte Städte wie London oder München. 2000 Flaschen mit dem die Wahrzeichen Wiens zeigenden Design werden abgefüllt, und sie sind tatsächlich nur in Wien und umliegenden österreichischen Gebieten erhältlich – was sie für Sammler aus der ganzen Welt schwer zu bekommen und damit noch begehrter macht.

Der Star des Abends: Johnnie Walker Blue Label Vienna Edition © Whiskyexperts

Der Blend aus hochwertigen Malts und Grains aus einer Lost Grain Distillery enthält auch einen hohen Anteil sehr alter Fässer, und es ist auch, angesichts der schwindenden Bestände davon, kein Leichtes für Master Blender Jim Beveridge, ihn immer wieder zu reproduzieren. Wie schwer richtiges Blenden sein kann, durften die Gäste des Abends unter Anleitung von Thomas Plaue, Master of Whisky bei Diageo Deutschland, selbst ausprobieren. Aus vier verschiedenen Grundzutaten (drei Single Malts und einem Single Grain) konnten sie ihren eigenen Blend mischen. Spannend zu sehen war, dass sich dabei die Geschmackskomponenten nicht einfach additiv mischten, sondern auch immer wieder gegenseitig aufhoben oder veränderten.

Die vier Zutaten für den eigenen Blend © Whiskyexperts

Eine andere Art von Mischung demonstrierte Barkeeper Marcus Philipp (World Class Austria Sieger 2017) aus der Albertina Passage: Er zauberte verschiedene Cocktails mit Johnnie Walker Blue Label, die er an der Bar über den Dächern Wiens und später als ausgesuchte Begleitung zum Vier-Gänge-Diner servierte. 

Marcus Philipp, World Class Austria Sieger 2017, am Werk © Whiskyexperts

Durch den Abend führten neben Thomas Plaue auch der Moderator Roman Rafreider und Opernsänger Daniel Serafin – der übrigens auch die passende Variation des Slogans von Johnnie Walker für die Johnnie Walker Blue Label Vienna Edition erfand: „Keep walzing“.

Roman Rafreider, Thomas Plaue und Daniel Serafin © Whiskyexperts

Hier weitere fotografische Eindrücke von der Veranstaltung, die wir auf Einladung des Gastgebers besuchen durften:

Modern Times: Die Hashtags des Abends © Whiskyexperts
Auch Kaiserinnen scheinen Whisky zu mögen © Whiskyexperts
Gediegenes Ambiente für einen wunderschönen Abend © Whiskyexperts
Marcus Philipp, österreichischer World Class Sieger 2017 © Whiskyexperts
Der Tisch für die Blending-Session © Whiskyexperts
Farbenspiel © Whiskyexperts
Roman Rafreider, Thomas Plaue und Daniel Serafin © Whiskyexperts
Über den Dächern Wiens © Whiskyexperts
Barkeeper Marcus Philipp über den Dächern Wiens © Whiskyexperts

Serge verkostet: Aberlour A’bunadh vs. Sauternes

Ein Klassiker unter den Sherrybomben ist der Aberlour A’bunadh. Heftig, kräftig und mit der Sherrynote nicht geizend ist er mittlerweile in -zig Batches erschienen. Und auch wenn die Qualität naturgegeben immer etwas unterschiedlich ist, gibt es darunter kaum wirkliche Ausreißer nach unten.

Serge Valentin verkostet heute Batch #57 des Sherrywhiskys aus der Speyside-Destillerie – und dazu einen unabhängigen Aberlour von Cadenhead, der im Sauternes-Fass gefinisht wurde. Wer Serges doch eher ambivalentes Verhältnis zu Weinfinishes kennt, der wird sich keine hohe Note erwarten, aber ein Cadenhead unter 70 ist dann doch eher eine Überraschung…

  • Aberlour ‚A’bunadh‘ batch #57 (60.7%, OB, 2016): 88 Punkte
  • Aberlour-Glenlivet 19 yo 1995/2014 (52.6%, Cadenhead, Wine Cask, Sauternes finish, 264 bottles): 65 Punkte
Aberlour. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen.

Wir verkosten: Bladnoch Samsara

Bladnoch Samsara
46.7%
Originalabfüllung
Californian red wine and bourbon casks
Abgefüllt: 25.04.2017
nicht kühlfiltriert, nicht gefärbt
Verkoster: Klaus Doblmann
Sample: Eigenbestand


Die Lowlands-Destillerie Bladnoch im Örtchen Wigtown hat eine bewegte Geschichte mit einigen Schließungen, Besitzerwechseln und Umbauten hinter sich. Vor einigen Jahren wurde sie nach einer produktionslosen Zeit vom Australier David Prior gekauft und wird derzeit entkernt und neu eingerichtet, um später im Jahr mit der eigenen Produktion wieder starten zu können. Bis man also eigenen Whisky verkaufen kann, werden noch ein paar Jahre ins Land gehen. So verkauft man aktuell drei Whiskys aus der Produktion der früheren Besitzer. Wir verkosten den Jüngsten, Samsara, offiziell ohne Altersangabe, aber wegen der Jahre ohne Produktion mindestens ca. 8 Jahre alt. Der Whisky wurde in kalifornischen Rotweinfässern sowie ehemaligen Bourbonfässern ausgebaut.

Nase: Gleich zuvorderst bekommt man typische, frische Bladnocharomen in die Nase: Zitrus, rote und grüne Äpfel sowie Banane. Gleich dahinter verbirgt sich jedoch mehr – der Einfluss der Rotweinfässer beginnt sich zu zeigen. Da sind Noten von leicht bitteren ausgepressten Traubenschalen, von säuerlichem, trockenem Wein, eine leichte Süße von Weingummi, aber auch alte Banane, grünes Gras, ein Tropfen Schweiß und Gewürze – Zimt und Nelken kommen in den Sinn. Ein Whisky mit zwei Seelen, die etwas gegeneinander ankämpfen – Wein gegen Spirituose.

Gaumen: Mal sehen, ob sich der erste Eindruck am Gaumen bestätigt!

Sehr voll im Antritt, mit einer unerwarteten Fruchtsüße, die sich mit den initialen Aromen von roten Äpfeln, Birnen und Zitrus mischt.

Gleich dahinter kommt das Weinfass in voller Stärke und mit einer Trockenheit daher: Trockene, ausgepresste Trauben, Apfelschale, süßer Weinmost, der gerade zu fermentieren beginnt, dazu Weingummi und vom Fass her rührende Gewürze im Hintergrund – Sternanis und Nelken. Der Weinfasseinfluss ist wirklich stark – und wie in der Nase reibt er sich etwas mit dem eher leichten, feinen, zurückhaltenden Destilleriecharakter.

Finish: Im Antritt ist das Finish sowohl fruchtig als auch trocken – der Einfluss des Weinfasses ist gewaltig. Die Aromen lassen schnell nach und hinterlassen den Geschmack von ausgepressten Trauben.

Alles in Allem: Unterm Strich kein schlechter Whisky, aber auch kein Überflieger. In den Grundzügen leicht, trocken und leicht fruchtig, sodass er perfekt zur aktuellen Hitze passt und gut trinkbar ist. Für meinen Geschmack sind die Weinfässer etwas zu viel und zu dominant, Spirit und Fasscharakter finden keine gemeinsame Harmonie. Sicherlich kein Whisky für jeden – aber das muss er ja auch nicht sein.

Klaus Doblmann
Maltklaus‘ Daily Drams

Seit 2016 verzichten wir in unseren Tasting Notes auf numerische Bewertungen und geben unseren Eindruck nur mehr über die Beschreibung wieder. Wir tragen damit unserem Gefühl Rechnung, dass man mit einem starren Punkteschema Vergleiche forciert, die den Whiskys nicht gerecht werden. PS: Wir haben Geschmack. Unseren. Nicht Ihren. Unsere Verkostungsnotizen sind also kein richterliches Urteil, sondern unser persönlicher Eindruck.

Old Pulteney stellt 17yo und 21yo ein

Gerüchte darüber gab es schon seit einigen Tagen, es fehlte aber noch eine unabhängige Bestätigung, um es zweifelsfrei als Nachricht bringen zu können: Die Destillerie Old Pulteney in Wick in den nördlichen Highlands wird die 17 und 21 Jahre alten Whiskys einstellen.

Der 21jährige wird in diesen Tagen zum letzten Mal ausgeliefert, vom 17jährigen sollen die Kapazitäten bis in den Sommer 2018 reichen, hört man aus der Destillerie.

Es gibt zwar noch kein offizielles Statement der Destillerie zum möglichen Ersatz der beiden Abfüllungen, aber es sollen dem Vernehmen nach Abfüllungen mit Altersangaben werden und keine No Age Statement Whiskys.

Beam Suntory präsentiert Ron Welsh als neuen Master Blender

Nach dem Abgang von Rachel Barrie zur BenRiach-Gruppe von Brown-Forman (wir berichteten hier), war die Position des Master Blenders bei Beam Suntory vakant. Nun hat der Konzern gestern am Abend die Nachfolgeregelung offiziell bekannt gegeben: Neuer Master Blender wird Ron Welsh.

Welsh arbeitet seit 25 Jahren in der Whiskyindustrie und war zuletzt Senior Inventory Manager im Unternehmen. In seiner neuen Position wird er für die Qualitätssicherung bei bestehenden und für die Entwicklung neuer Produkte verantwortlich sein.

Interimsmäßig erstreckt sich diese Verantwortung nicht nur auf schottische Whiskys. Auch die Produktentwicklung bei den irischen Marken des Unternehmens wie Tyrconell, Greenore, Kilbeggan oder Connemara wird unter der Ägide von Welsh stattfinden.

Welsh war vor der Fusion von Beam und Suntory bereits alleiniger Blender für Beam Inc UK, und damit verantwortlich für die Kreation von Abfüllungen wie Laphroaig PX, Laphroaig 18yo und 25yo, Ardmore Legacy und Ardmore Triple Wood.

Wir gratulieren recht herzlich zur neuen Aufgabe!

Serge verkostet: Lowlands von Ladyburn bis Auchentoshan

Die Lowlands leben auf – nach längerer Zeit, in der es nur mehr wenige Destillerien dort gab, entstehen ja wieder neue, interessante Brennereien in dieser südlichen Whiskyregion. Berühmt ist sie nach wie vor für ihre Lost Distilleries wie Ladyburn, Rosebank oder Lilithgow aka St. Magdalene.

Serge Valentin verkostet heute vier Whiskys aus den Lowlands, zwei davon aus eben angesprochenen Lost Distilleries, zwei aus aktuell produzierenden Brennereien. Besonders der erste verkostete Whisky ist eine echte Rarität:

  • Ladyburn 12 yo 1966/1979 (45.7GL, Cadenhead, black dumpy): 85 Punkte
  • Rosebank 12 yo (43%, OB, Flora and Fauna, +/-1995): 85 Punkte
  • Glenkinchie 2004/2016 ‘Distillers Edition’ (43%, OB, G/289-7-D): 82 Punkte
  • Auchentoshan 24 yo 1990/2014 (51.5%, The Duchess, Shieldmaiden Ylva, bourbon): 87 Punkte
Destillerie Auchentoshan. Bildrechte bei Lars Pechmann.

Neu: Arran Smugglers‘ Series No. 3 – The Exciseman

Das ging überraschend schnell: Die offizielle Website der Destillerie Arran hat nun die dritte und letzte Abfüllung der Smugglers‘ Series offiziell angekündigt und das Erscheinungsdatum mit Juli festgelegt (sollte es im gleichen Schema wie bei Nummer 2 laufen, kann es in manchen deutschsprachigen Ländern auch etwas länger dauern). Im Webshop bei Arran bedeutet das konkret: 12. Juli, 12 Uhr unserer Zeit – 1 Flasche pro Person. Preis dort: £92.99.

Interessant, dass es diesmal kein Jahr bis zur Veröffentlichung dauerte – „The High Seas“, die Nummer 2 in der Serie, erschien ja im Oktober 2016. 

Zusätzlich zu den schon bekannten Infos (8.700 Flaschen, 56.8%) gibt es nun auch Details über die verwendeten Fässer: Es sind Madeira Casks und Quarter Casks. Beide Fässer sollen im Schmuggel von und nach Arran eine bedeutende Rolle gespielt haben. Sie bestimmen auch den Geschmack der neuen Abfüllung.

Das hier ist die Tasting Note von der offiziellen Website:

NOSE: The rich honeyed character is immediate on the nose, luxuriously decadent. The fresh coastal character is also evident. Apples, vanilla and a touch of spice are also subtly present with a hint of toasted oak.

PALATE: It coats the tongue and the notes of apple and vanilla are in abundance. No hint of dryness on the palate, it grows in sweet intensity and provides a rounded mouthfeel. The addition of water opens up the complexity beautifully and reveals a lighter sweetness of candied lemon.

FINISH: Long, luxurious and yet delightfully fresh. The notes of apple and citrus give a lightness of character whilst the body remains solidly complex and robust. A typical Arran with an added layer of sweetness.

Scotchwhisky: Streit um Landstreifen verhindert Bau der Islay-Destillerie Gartbreck

Einige Jahre ist es bereits her, als unter großem PR-Feuerwerk die geplante Geburt einer neuen Destillerie auf Islay verkündet wurde: Jean Donnay aus Frankreich (er besitzt dort die Glann Ar Mor Distillery) wollte mit Gartbreck auf dem Gelände nahe Bowmore und gegenüber von Lochindaal seine Islay-Destillerie errichten. Als Finanzpartner wurde bald der unabhängige Abfüller Hunter Laing genannt.

Nach einiger Zeit sah man auf dem Gelände Abbrucharbeiten – und dann lange nichts mehr. Kryptische Statements von Jean Donnay ließen wenig Hoffnung aufkeimen, dass es auf der Baustelle weitergehen würde, und Gerüchte von einem Zerwürfnis mit dem Partnerunternehmen Hunter Laing machten die Runde. Und als Hunter Laing mit dem Projekt Ardnahoe an die Öffentlichkeit trat (mittlerweile wird dort heftigst gebaut), war es ziemlich klar, dass es Gartbreck in der ursprünglich geplanten Form nicht geben würde.

Gartbreck im April 2015 Bild: SMILE Whisky Club

Über das genaue Warum war allerdings nichts offiziell zu erfahren. Nun aber hat scotchwhisky.com aus England Einblicke in die Hintergründe erhalten (sehr lesenswerter Artikel!) – und es scheint, als wäre das Problem ein Streifen Land, der als Parkplatz und für Lagerhäuser vorgesehen war, und den Hunter Laing im Zuge der Partnerschaft auf eigene Rechnung erworben hat. Hunter Laing hätte 2015 als Käufer das Projekt übernehmen sollen, ein Deal, der letztendlich aber platzte. Es scheint so, als wäre das Grundstück damals als Vorbereitung auf den Kauf von Gartbreck also von Hunter Laing und nicht von Jean Donnay erworben worden.

Martine Rochard Donnay und Jean Donnay, die Initiatoren von Gartbreck. Copyright Ernst J. Scheiner 2013

Jean Donnay müsste, um sein Projekt jetzt weiter (und wohl mit neuem Partner) voranzutreiben, diesen Streifen Land von Hunter Laing kaufen – nur scheint man beim Kaufpreis Welten auseinander zu liegen, folgt man dem Artikel. Jean Donnay möchte sich gerne mit Hunter Laing einigen, die Firma sieht aber keinen Bedarf an Gesprächen, solange kein aus ihrer Sicht vernünftiges Angebot „von wem auch immer“ vorläge.

Wer aktuelle Bilder des Geländes sehen will, kann das in einem heute auf meinwhisky.com erschienenen Artikel tun.

Es sieht also so aus, als würde Gartbreck eine „lost before built“ Distillery werden…

Gartbreck

Arran Smugglers‘ Series No. 3: The Exciseman – erstes Bild aufgetaucht

Es ist soweit: Die Smugglers‘ Series von Arran erfährt ihren Abschluss mit dem dritten Teil: The Exciseman. Von der Verpackung ist nun in einem holländischen Webshop ein erstes Bild aufgetaucht. Die Verpackung des Whiskys, der mit 56.8% abgefüllt wurde, ist wieder eine Buchhülle, diesmal in Blau gehalten. 8700 Flaschen wird es weltweit geben.

Über den genauen Inhalt und den Preis ist noch nichts wirklich bekannt, die 140 Euro, die im Shop angegeben sind, dürften eher der obere Richtwert sein, vergleicht man ihn mit den Verkaufspreisen der beiden anderen Ausgaben. Auch ein Veröffentlichungsdatum ist nicht offiziell verlautbart worden. 

Wenn mehr Infos zur Verfügung stehen, dann melden wir uns mit einem weiteren Bericht.

Ihre neue Traum-Heimat? Kleines Dorf auf Skye zu verkaufen

In Schottland leben – welcher Whiskyfreund hätte nicht schon einmal daran gedacht? Jetzt kann man, laut The Scotsman, zu diesem Zweck nicht nur ein Haus erwerben, sondern gleich ein ganzes Dorf. Und das in einer kaum zu überbietenden Lage.

Vier Cottages und ein Master House mit 5 Schlafzimmern stehen unter dem Namen „Mary’s Cottages“ zum Verkauf an – auf der Insel Skye, bei Elgol im Süden der Insel. Alle Häuser sind aufwendig renoviert oder nach alten Vorbildern neu aufgebaut, haben Fußbodenheizung, Ölöfen und gute Ausstattung. Das Herrenhaus ist gut aufgeteilt, und wenn auch zeitgenössisch, so doch mit einer Fassade, die es stilsicher in die Umgebung einpasst.

Das Ganze wäre nicht nur eine schöne Bleibe für einen selbst, sondern auch gut für ein kleines Business mit Ferienwohnungen geeignet.

Sie müssten dafür 1.25 Millionen Pfund auf den Tisch legen. Die Beschreibung der Immobilie sowie 23 Bilder davon können Sie hier bei Strutt & Parker finden, mit dem Unternehmen redet man auch, wenn man sowohl die Lust auf das Objekt als auch das nötige Kleingeld hat.

Bild: Strutt & Parker
Bild: Strutt & Parker

Und hier noch ein Bild des Strandes bei Elgol Village:

 

Neu: Hyde #6 President’s Special Reserve

Von Hibernia Distillers gibt es eine neue Abfüllung der irischen Marke Hyde. Der in Cork produzierte Hyde #6 President’s Special Reserve ist ein Blend von 18jährigem irischen Single Malt und 8jährigem irischen Single Grain. Die beiden Whiskys reiften zunächst in Bourbon Fässern, und wurden danach für neun Monate in Oloroso Sherry Casks gemeinsam gefinisht.

Abgefüllt ist der Hyde #6 President’s Special Reserve mit 46%, er soll in der Nase Noten von Vanille, Honig, Karamell, Schokolade, Früchten und Gewürzen zeigen, am Gaumen dann cremig und fruchtig erscheinen, mit dem Geschmack von Karamell, Honig, Aprikose und Apfel.

5000 Flaschen gibt es von ihm ab Ende des Monats in ausgesuchten Geschäften. Da die Menge wohl ausreichend ist, auch über Irland hinaus Händler zu versorgen, sollte man ihn auch in Deutschland bekommen können – eine offizielle Mitteilung dazu haben wir allerdings noch nicht.

Der Whisky hat seinen Namen von Douglas Hyde, dem ersten Präsidenten Irlands, der im Juni 1938 ins Amt eingeführt wurde.

Serge verkostet: AnCnoc aka Knockdhu

Knockdhu, das klingt ziemlich ähnlich wie Knockando. Das dachten sich die Köpfe rund um die Speyside-Destillerie – und benannten ihren Whisky zwecks besserer Unterscheidung in AnCnoc um. Und veröffentlichten besonders in letzter Zeit eine Menge Abfüllungen ohne Altersangaben, aber zum Teil getorft.

Und durch diese Vielzahl hat sich Serge Valentin heute durchgekostet, mit notwendigem Mut zur Lücke. Und damit die Session nicht nur aus Originalabfüllungen besteht, endet sie mit einem Bottling von Cadenhead, das untypisch niedrig bewertet wird:

  • AnCnoc ‘Black Hill Reserve’ (46%, OB, +/-2016): 78 Punkte
  • AnCnoc ‘Blas’ (54%, OB, +/-2015): 81 Punkte
  • AnCnoc ‘Peatlands’ (46%, OB, +/-2016): 80 Punkte
  • AnCnoc ‘Peter Arkle Luggage Edition’ (46%, OB, +/-2016): 79 Punkte
  • AnCnoc ‘Stack’ (46%, OB, +/-2016): 81 Punkte
  • AnCnoc 24 yo (46%, OB, +/-2016): 89 Punkte
  • Knockdhu 10 yo (56.2%, Cadenhead, Small Batch, for the USA, 2017): 72 Punkte

Und falls Sie die Destillerie mal näher in Augenschein nehmen wollen: Hier haben wir eine Reihe Fotos aus ihr veröffentlicht.

Knockdhu © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen