In der us-amerikanischen TTB-Datenbank, in denen auch Whiskyproduzenten ihre (auch) für den US-Markt gedachten Abfüllungen eintragen müssen, sind zwei neue Single Malts aus der irischen Waterford Distillery aufgetaucht.
Die erste Abfüllung ist eine Single Farm Origin Abfüllung – der Waterford Blackcastle. Von einer Farm der Familie Ashmore im County Kildare stammend, ist er mit 50% vol. abgefüllt – und so sehen die Etiketten aus:
Neue Abfüllung Nummer 2 ist ein Cuvée – der Waterford Argot. Er ist laut Rückseitenlabel hauchzart getorft und kommt mit 47% vol. in die Flasche. Die Etiketten:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Neben Billy Walker’s erstes offizielle Whisky-Cuvée stellt Kirsch Import in dieser Woche noch einen 14 Jahre alten Highland Park aus dem Hause Duncan Taylor vor, der exklusiv für Kirsch Import abgefüllt wurde. Aus Japan finden sich noch drei Single und Blended Malts aus den Brennereien Mars und Chichibu sowie Yuza.
Hier alle Details, die wir von Kirsch Import erhalten haben:
Presseartikel
Für den Inhalt ist das Unternehmen verantwortlich
Vorteilhafte Verbindung: Billy Walker kreiert das erste offizielle Whisky-Cuvée
Cuvée – das ist Französisch und kommt aus der Winzerwelt. Abgeleitet vom Wort „cuve“ für Fass oder Tank beschreibt es die Vermählung verschiedener Weine, die unter einem Etikett abgefüllt werden. Winzer kombinieren so die Eigenschaften und Aromen bestimmter Weinanbaugebiete oder Rebsorten zu einem köstlichen Gleichgewicht. Das Vorgehen verlangt in der Wein- wie auch der Whiskyherstellung großes Fingerspitzengefühl. Ein Fall für Billy Walker.
Seine in 50 Jahren Erfahrung erlangte Blend-Kunst demonstrierte Billy Walker bereits mehrfach in Form der Whisky-Cuvées für Kirsch Kunden. Jetzt selektierte und kombinierte die lebende Legende Barrels und Barriquefässer zum ersten offiziellen The GlenAllachie Cuvée Cask Finish 2012/2022.
Der Single Malt reifte zunächst in Bourbon Barrels. Für die Veredlung zog Billy Walker verschiedene Barriquefässer aus europäischer Eiche heran, teils aus den berühmten Regionen Languedoc und Valpolicella, teils von Premier Cru Classé-Schlössern in Bordeaux. Kunstvoll verschnitten, bietet das limitierte Release am Gaumen elegante Steinfrüchte, Noten von gerösteten Mandeln und pikante Orangenschalen.
The GlenAllachie Cuvée Wine Cask Finish 2012/2022 Speyside Single Malt Scotch Whisky
9 Jahre Dest. 2012 Abgef. 2022 Herkunft: Schottland, Speyside Fasstyp: American Oak Barrels, European Wine Barriques (Finish) 48% vol. 0,7 Liter Nicht kühlfiltriert Nicht gefärbt
Tasting Notes
Nase: Kräftige Aromen von Orangenblüten, Espresso, Maraschino-Kirschen und Heckenkirschen, mit Noten von kandierten Steinfrüchten, Haselnüssen, Lavendel und Zimt.
Gaumen: Noten von Zartbitterschokolade, roten Johannisbeeren und gebrannten Kaffeebohnen, gefolgt von kristallisierten Mandeln, Brombeeren und Orangenzesten, mit Ingwer und Lakritze im Nachklang.
Exklusives aus dem flüssigen Archiv von Duncan Taylor: Highland Park 14 y.o. aus dem Octave-Cask
Für The Octave gönnen die Experten von Duncan Taylor & Co. ausgewählten Single Malt oder Single Grain Whiskys ein mehrmonatiges Finish mit viel Holzkontakt in den nur ca. 50 Liter fassenden Sherry-Oktav-Fässern. Ganz nach dem Motto „kleine Fässer, größerer Whisky“ erzielt der unabhängige Abfüller so raffinierte, ausgewogene Geschmacksprofile. Den neuesten Beleg liefert das etablierte Familienunternehmen mit einem exklusiv für Kirsch-Kunden abgefüllten Whisky von den Orkney Islands.
Highland Park zählt zu den feinsten Single Malts Schottlands. Duncan Taylor ließ den für fleischige Umaminoten gefeierten Insulaner zunächst 14 Jahre lang in Eichenfässern reifen. Für fünf Monate intensiver Nachreifung füllte man den Highland Park 2007/2022 in ein Oloroso Sherry Octave Cask um. Bei fassstarken 55,3% vol. entfaltet er neben Honig-, Orangen- und Teearomen in der Nase Anklänge von Sherry am Gaumen sowie Noten von Milchschokolade und gepfeffertem Steak.
Highland Park 2007/2022 – The Octave Duncan Taylor Island Single Malt Scotch Whisky Exclusively bottled for Kirsch Import – Germany
14 Jahre Dest. 2007 Abgef. 2022 Herkunft: Schottland, Inseln Fasstyp: Oak Casks, Oloroso Sherry Octave Cask (Finish) Fassnr. 5036505 85 Flaschen 55,3% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Von den Alpen bis zum japanischen Meer: Komplexe Single und Blended Malts aus Japan sichern
Japan hat sich an die globale Whisky-Spitze gearbeitet. Dazu beigetragen haben Brennereien wie Mars Shinshu, die für großes Knowhow und vielfältigen Premium-Whisky aus 100 Prozent eigener Herstellung stehen. Und: Chichibu, benannt nach der Kleinstadt, in der Ichiro Akuto mit Whisky Ventures eines von Japans angesehensten Whisky-Unternehmen gründete. Der Single Malt entsteht nach schottischem Vorbild mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. Was die Abfüllungen der beiden Brennereien besonders spannend macht: Sie reifen in verschiedenen Klimazonen.
Für ein Pionier-Projekt bündelten Mars und Chichibu 2015 die Kräfte und tauschten erstmals Fässer aus. Diese lagerten in den Klimazonen beider Brennereien – von gemäßigt warm bis alpin – und wurden jeweils vor Ort zu den bislang einzigartigen Blended Malt Japanese Whiskys Mars Whisky Malt Duo 2021 und Ichiro’s Malt Double Distilleries 2021 verschnitten.
Die Yuza Distillery nahm erst 2018 den Betrieb auf. Ihren Single Malt produziert die kleine Brennerei nach dem Prinzip „TLAS“ (Tiny, Lovely, Authentic, Supreme). Dafür schafft die Lage in Yamagata, zwischen dem Mount Chokai und dem japanischen Meer, ideale Bedingungen. Mit dem Yuza Single Malt First Edition 2022 präsentiert die Brennerei ihre erste Abfüllung – und zwar in Fassstärke. In Bourbonfässern gereift, zeigt diese sich im Aroma süß und frisch mit Honig, Vanille und Aprikosen sowie sanft und fruchtig am Gaumen.
Mars Whisky Malt Duo 2021 Komagatake x Chichibu Blended Malt Japanese Whisky
Dest. 2015 Abgef. 2021 Herkunft: Japan Fasstyp: Oak Casks 10.918 Flaschen (insgesamt) 54% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Ichiro’s Malt Double Distilleries 2021 Chichibu x Komagatake Blended Malt Japanese Whisky
Dest. 2015 Abgef. 2021 Herkunft: Japan Fasstyp: Oak Casks 10.200 Flaschen (insgesamt) 53,5% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Yuza Single Malt First Edition 2022 Single Malt Japanese Whisky
Abgef. 2021 Herkunft: Japan Fasstyp: Bourbon Casks 8.500 Flaschen (insgesamt) 61% vol. Cask Strength 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Powers, im Besitz der Irish Distillers, die wiederum zu Pernod Ricard gehören, stellen ihren ersten Irish Rye Whiskey vor. Die Kreation von Powers Irish Rye ist im Erbe der Marke verwurzelt, wie Carol Quinn, Archivarin bei Irish Distillers, herausfand. Denn, so lesen wir bei The spirit business, in alten mash bills und Rezepten fand man Belege für frühere Experimente mit Roggen. Von diesen ausgehend entstand nach weiteren aktuellen Experimenten in der Midleton Distillery in Cork, Irland, dieser neue Powers Irish Rye.
Der Rye Whsikey soll den erdigen, pfeffrigen Charakter von Roggen mit der Süße ausgleichen, die er durch die Reifung in Fässern aus amerikanischer Eiche erhielt. Zum Einsatz kamen virgin oaks, first-fills and refills in einem nicht näher definierten Fassmix.
Die unverbindliche Preisempfehlung für den Einzelhandel beträgt 40 €. Powers Irish Rye hat einen Alkoholgehalt von 43,2 % Vol. und ist ab dem 20. Februar 2023 in den USA, Irland, Nordirland, am Flughafen Dublin sowie online unter powerswhiskey.com und über The Whisky Exchange im Vereinigten Königreich erhältlich.
Regelmäßig berichteten wir über die zahlreichen Um-, Aus- und Neubau-Pläne vieler schottischer Whisky-Brennereien. Kapazitäten und Produktionen werden erhöht, um die zukünftige Nachfrage auch abdecken zu können. Etwas zu kurz kommen hierbei Berichte über die zwangsläufig auch notwendigen Erweiterungen der Lagerkapazitäten. Denn bekanntlich muss Scotch Whisky, um ein solcher zu sein, mindestens drei Jahre in einem Eichenfass lagern – mal verkürzt dargestellt.
Erst 2013 eröffnete zum Beispiel Diageo in Kirkcaldy in der Council Area Fife einen Lagerkomplex für Scotch Whisky. Insgesamt 46 Lagerhallen waren geplant, von denen 42 schon erreichtet wurden und weitere vier sich im Bau befinden. Änderungen im Produktions- und Betriebsablauf führen hier jetzt zu Freiflächen, auf denen drei weitere ware houses entstehen sollen. Die Gesamtlagerkapazität des Lagerkomplexes steigt dann von 2,7 Millionen Fässern auf 2,8 Millionen. Diageo hat formellen Bauantrag gestellt, über den jetzt entschieden wird, schreibt Fife Today.
Deutlich größer ist der geplante Umbau eines ehemaligen Lagers der Royal Navy Rum nahe Edinburgh in Whisky ware houses. Doch viel mehr lässt sich dem Artikel beim Herald scotland nicht entnehmen, denn dieser ist nur für Abonnenten verfügbar. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass wir über dieses Projekt zukünftig noch einmal berichten dürfen.
Auch heute finden sich wieder neue Eintragungen in der us-amerikanischen TTB-Datenbank. Da ist zuerst ein Blended Malt Scotch Whisky von Dewar’s, 37 Jahre alt und Double Double aged for ultimate smoothness. Abgefüllt werden soll er mit 48 % Vol. in eine 375-ml-Flasche. Hier die Etiketten:
Mit recht großer Sicherheit ist die Einzelfass-Abfüllung von Benromach , die wir in der Datenbank entdeckten, ausschließlich für den US-amerikanischen Markt gedacht. 10 Jahre reifte Benormach Polish Oak im Fass No. 768, welches aus Polish Oak hergestellt wurde. 262 Flaschen können abgefüllt werden, der Alkoholgehalt ist mit 59,4 % Vol. auf dem Label angegeben.
Zusammen mit master blender Emma Walker und dem berühmten Küchenchef Kei Kobayashi enstand, so steht es auf dem Label, die limitierte Abfüllung Johnnie Walker Blue Label elusive Umami:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Von hell nach dunkel, also in der Farbe quasi aufsteigend, so ordnet Serge Valentin die vier heute zu verkostenden Malts aus der Brennerei Benromach in seinem Tasting. Deshalb finden wir auch den Ältesten (2002 destilliert, 2022 abgefüllt) zu Beginn der Verkostung, gefolgt von drei etwa gleich alten (2011 bzw. 2012 destilliert, 2021 bzw. 2022 abgefüllt). Die verbinden Klammern, neben der Herkunfts-Brennerei, sind einerseits der sehr hohe Alkoholgehalt der Whiskys. Und anderseits ihre sehr hohen Bewertungen. Die vier heutigen Kandidaten und ihre Punkte in der Kurz-Übersicht:
Abfüllung
Punkte
Benromach 2002/2022 (57.3%, OB, for LMDW Antipodes, first fill bourbon barrel, cask #371, 181 bottles)
93
Benromach 10 yo 2011/2021 (59.2%, OB, for Van Wees 100th Anniversary, first fill sherry hogshead, cask #42, 300 bottles)
90
Benromach 2012/2022 (60.5%, OB, for LMDW Antipodes, first fill sherry hogshead, cask #601, 315 bottles)
Seit gestern steht fest, wer sich im Bereich Sport im Super Bowl LVII gegenüberstehen wird. Das Finale der US-amerikanischen National Football League werden die Philadelphia Eagles und die Kansas City Chiefs bestreiten. Wer in der legendären Halbzeitshow dieses Mega-Events auftreten wird, ist auch bereits bekannt gegeben worden. In der Nacht auf den 13. Februar wird Superstar Rihanna die Bühne betreten. Es fehlt also nur noch, wer in diesem Jahr einen Werbespot in der meist gesehenen Fernsehsendung im US-amerikanischen TV gebucht hat (Eine 30 Sekunden Werbung beim übertragenden Sender Fox soll etwa sieben Millionen US-Dollar kosten).
Neben unter anderem Heineken und Budweiser wird die kanadische und zu Diageo gehörende Whiskey-Marke Crown Royal mit einem TV-Spot vertreten sein, der im dritten Viertel ausgestrahlt werden soll. Die Hauptrolle im Clip besetzt Dave Grohl, Frontmann der Foo Fighters, wie zwei Teaser-Clips vermuten lassen. Im einem liest er eine Liste mit scheinbar nicht in einem Zusammenhang stehenden Dingen vor, im anderen spricht er “Thank you” mit unterschiedlichen Akzentuierungen in ein Mikrophon. Dave Grohl sei seit langem ein Fan von Crown Royal, das Getränk sei auch seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Foo Fighters Tourneen, lesen wir auf ultimate classic rock. Und somit sei er die ideale Werbepartner. Die Teaser-Clips ‚Dave Grohl Learns Something New‚ und ‚Dave Grohl Says Thank You‚ sind auf Youtube zu sehen, Sie können diese allerdings auch hier in unser Post eingebunden finden:
Zwei sehr interessante Neuheiten von Islay finden sich neuerdings in der us-amerikanischen TTB-Datenbank: Zunächst einmal setzt Bruichladdich die Black Art-Serie, bei der nur der Master Blender die genaue Fasszusammensetzung kennt, mit dem Bruichladdich Black Art 11.1 fort. Der 2023 Release ist 24 Jahre alt und mit 44,2% vol. abgefüllt. So sieht das Etikett aus:
Die zweite Neuigkeit ist für die meisten Whiskyfreunde unter uns eher eine zum Träumen als zum Trinken: Von Bowmore wird es in Bälde einen Bowmore 51yo geben. Von den Etiketten her lässt sich nicht sehr viel über ihn sagen, aber soviel jedenfalls: Es ist nicht der Bowmore Onyx aus dem Jahr 2021, er stammt aus dem Jahr 1971, es wird 339 Flaschen von ihm geben, das Etikett selbst ist eher ein Platzhalter (für eine Glasoberfläche oder eine Box?), und er scheint keine Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen wie Aston Martin zu sein. Unbekannt ist aber die Stärke, mit der er abgefüllt wird oder das Fass, aus dem er stammt. Hier die Etiketten:
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Weil das „schnelle Wachstum“ seiner amerikanischen Whiskeys die derzeitige Destillationskapazität überschritten habe, plant der Whiskey-Hersteller Traverse City Whiskey Company den Bau einer neuen Brennerei in Traverse City/Michigan. Zum Portfolio des Unternehmens gehören einerseits Wheat, Rye und Bourbon Whiskeys. Andererseits ergänzen mit verschiedenen Flavours angereicherte Whiskeys das Angebot von TCWC sowie RTDs, Gin und ein Kirsch Cocktail. Mit der neuen Produktionsstätte wird das Unternehmen ihre Whiskeys dann selber herstellen können. Momentan bezieht TCWC einen kleinen Teil des Benötigten von einem Zulieferer außerhalb Michigans.
Das aktuelle Stillhouse der Traverse City Whiskey Company
Der neue Produktionskomplex nimmt eine Fläche von knapp 6,500 qm ein und liegt in der Innenstadt von Traverse City, Michigan. Der gesamte Produktionsprozess – Maische, Fermentation und Destillation wird am neue Standort stattfinden können, auch die Lagerhäuser sowie Verarbeitungs- und Verpackungsräume, Verwaltungsbüros, ein Besucherzentrum und einen Verkostungsraum sowie Gaststättenräume wird der neue Standort beherbergen. Die neue Destillerie von TCWC, die 100 Arbeitsplätze schaffen wird, wird jährlich 24.000 Barrels Whiskey produzieren. Sie soll 2024 eröffnen und wäre dann die größte Whiskey-Destillerie im US-Bundesstaat Michigan. Weitere Hintergründe zum gaplanten Neubau finden Sie bei The spirit business und beim Whisky advocate.
Zu Beginn des Jahres berichteten wir über die Expansionspläne der Belfast Distillery Company nach Südkorea. Diese neue und weitere Vertriebsmöglichkeit entstand durch ein Förderprogramm der britischen Regierung, welches diese nach dem Brexit für Nord-Irland bereitstellte. Das Online-Magazin Just-drinks.com veröffentlicht heute ein Interview mit dem CEO der Belfast Distillery Company, John Kelly, in dem er das Zustandekommen dieses Deals und die Bedeutung solch vermeintlich kleineren Märkte für die Belfast Distillery Company erläutert. Interviewerin Jessica Broadbent nutzt dieses Gespräch dann auch, um sich nach dem Stand der Umbauarbeiten in Teilen des alten, denkmalgeschützten Gefängnisses an der Crumlin Road in Belfast zu erkundigen. Hier soll die Belfast Distillery entstehen, geplant ist sie mit einer Kapazität von 0,5 Millionen Litern reinen Alkohols pro Jahr. John Kelly, der über 20 Jahre beim Getränke- und Spirituosen-Konzern Diageo tätig war, erlaubt auch noch einen tiefen Einblick in die momentanen Herausforderungen der jetzigen Zeit. Das äußerst interessantes und sehr langes Interview finden sie hinter diesem Link.
In der letzten Woche fand in Hamburg endlich wieder die Hanse Spirit statt, in diesem Jahr in der Messehalle B1, statt wie vor der Corona-Pause in der Fischauktionshalle (wir berichteten). An drei Tagen, vom 26. bis 28. Januar, präsentierten sich die Aussteller mit ihren Spirituosen und Spezialitäten auf fast 6.500 m², und luden sowohl zum Probieren und als auch Plaudern ein. Unser freier Mitarbeiter Stefan Bügler nahm diese Gelegenheit am ersten Veranstaltungstag wahr und besuchte die Hanse Spirit. Begleiten Sie ihn auf einem Messerundgang, auf dem er uns sieben der Aussteller aus dem Bereich Whisky näher vorstellt.
Alle Bilder Copyright Stefan Bügler
Messeschlaglichter – Die Hanse Spirit 2023 in Hamburg
Am vergangenen Donnerstag (26.1.23) war es wieder soweit: nach fast drei Jahren Zwangspause öffnete die Hanse Spirit für drei Tage ihre Tore. Seit 2011 ist die Messe eine Institution in Deutschlands Whisky-Norden, die in diesem Jahr wieder in die Hamburger Messehallen zurückkehrte. Im Vergleich zu den Vorjahren in der Fischauktionshalle bot der Veranstaltungsraum deutlich mehr Platz, was von vielen Stammgästen begrüßt wurde.
Rund 80 nationale und internationale Aussteller präsentierten ihren Whisk(e)y, aber auch Rum, Gin, Vodka, Liköre und andere Getränke. Sieben sehr unterschiedliche Aussteller stellen wir heute in unseren Messeschlaglichtern vor.
M&H – Milk and Honey Distillery, Israel
Seit 2014 fließt nicht nur als Milch und Honig in Israel, sondern auch der Rohbrand aus den Brennblasen von M&H in Tel Aviv. Kein geringerer als der Whisky-Experte Dr. James Swan begleitete die Brennerei, die mittlerweile ein breites und qualitativ hochwertiges Sortiment mit unterschiedlichsten Fassarten und Lagerorten aufgebaut hat. Davon waren auf der Messe einige Kostproben zu verkosten. Neben der Dead Sea Lagerung standen verschiedenste Abfüllungen (Single Cask bzw. Small Batch) aus der APEX Serie und natürlich der M&H Classic zur Verkostung bereit.
Shilton Almeida, Global Brand Ambassador
Meet: Shilton Almeida, Global Brand Ambassador
Shilton hat rund zwölf Jahre Erfahrung in der Whiskyindustrie und ist seit rund einem Jahr bei M&H. Ihn reizt es sehr die Whiskymarke M&H zu entwickeln, aber am meisten schätzt er das Team bzw. den Team Spirit in einer unabhängigen sehr innovativen Firma. Innovativ bedeutet für Shilton, dass der M&H Whisky in fünf unterschiedlichen Klimazonen in Israel reift und viele spannende und ungewöhnliche Fassarten (z.B. Granatapfelweinfässer) genutzt werden. Sein Lieblingswhisky ist der M&H Classic, weil dieser den Brennerei-Charakter optimal offenbart.
Catawiki – With a „license to sell“
Catawiki ist ein neuer aber stetig bekannter werdender Name in der Whiskywelt. Allerdings handelt es sich weder um eine Brennerei, einen Importeur oder Einzelhändler. Catawiki ist ein Online-Auktionshaus, das seine Whiskyexpertise in den letzten Jahren sehr stark ausgebaut hat.
Die Flaschenauswahl am Messestand war sehr erlesen und wurde mit viel Herz und Wissen vom Catawiki Team präsentiert.
Guido Mascini (2.v.r.) mit seinem Expertenteam Emile, Enrico und Nicolas (v.l.).
Meet Guido Mascini, Director Automotive, Wine and Whisky
Guido hat wahrhaftig die „License to Sell“, denn seine Mitarbeiternummer die er 2012 bei seinem Start bei Catawiki bekam lautet 009. 2011 startete die Firma mit sieben Mitarbeitern, heute sind es über 700, die für etwa eine halbe Milliarde Euro an Kundenumsatz verantwortlich sind. Eine rasante Entwicklung, die das damalige Start-Up derzeit zum Scale-Up macht. Guido sieht sogar Potential, dass sich die Firma zu einem Unicorn entwickelt. Die Whiskysparte entwickelte sich damals per Zufall, als in 2014 der externe Designer, der für den Auktionskatalog verantwortlich war, aufgrund einer Scheidung seine Balblair-Sammlung verkaufen wollte. Seitdem hat Guido ein Team von Whiskyexperten um sich versammelt, die einen umfassenden Service rund um die Whiskyauktion liefern. Guidos Lieblingswhisky ist ein Aberlour 18y.o. aus der eckigen Flasche.
St. Kilian – Whisky made in Germany
Geht es irgendwo um deutschen Whisky, dann ist St. Kilian eigentlich immer dabei. Die Brennerei setzt Standards mit qualitativ hochwertigen und sehr unterschiedlichen Whiskies. Bestes Zeugnis dafür sind über 110 Goldmedaillen, die die Brennerei während ihres kurzen Wirkens schon gewonnen hat. Denn Eigentümer Andi Thümmler hat bei der Gründung von St. Kilian nicht nur in sehr gutes Equipment (u.a. Brennblasen aus Schottland, sehr gute Fässer) investiert, sondern auch in die Menschen, allen voran Master Distiller Mario Rudolf, der nicht nur für die Destillation des Rohbrandes, sondern auch für die Komposition der Whiskies zuständig ist.
St. Kilians Brand Ambassador Olli Fink
Meet Olli Fink
Meet Olli Fink. Er ist St. Kilians Brand Ambassador für die Nordhälfte Deutschlands und vertritt die Marke bei Messen und Tastings. Wenn er nicht für St. Kilian unterwegs ist, bietet der Flensburger private Tastings an und stellt rustikale Holzmöbel her. Olli hat fast zehn Jahre Erfahrung in der Whiskyindustrie und ist seit 2019 bei St. Kilian.
Auf der Hanse Spirit präsentierte Olli – neben den im Fachhandel erhältlichen Abfüllungen – diverse getorfte und ungetorfte Einzelfassabfüllungen, die einen Eindruck der Vielseitigkeit St. Kilians vermitteln, die auf mehr als 280 verschiedene Fasssorten zurückgeht. Das innovative Fassmanagement, die experimentelle Lagerung (Erdreifung, Bunker) und der hohe Qualitätsstandard sind Dinge die Olli an St. Kilian begeistern. Das wichtigste seien ihm jedoch die Menschen, die die Vielfalt des Teams ausmachen. Sein Lieblingswhisky ist derzeit der St. Kilian Signature 13 – für den Mario Rudolf fünf verschiedene Virgin Oak Fassarten vermählt hat – aufgrund der fantastischen Kirschnoten.
Prineus – mit Herzblut für den Whisky
Prineus wurde 2004 auf Initiative von Gerd Schmerschneider gegründet. Die Freundschaft zu John Glaser, der ein paar Jahre zuvor Compass Box gegründet hatte, war nicht nur prägend für ihn selbst, sondern auch für Prineus. Mit einem sehr ausgewählten Sortiment hat sich Prineus nun schon seit Jahren in der Top-Riege Deutscher Whiskyimporteure etabliert. Die Firma hat heute drei Gesellschafter, die Herzblut und Liebe für Whisky verbindet:
Gerd Schmerschneider, Thomas Unger, Marc-Björn Stock (v.l.)
Meet Gerd Schmerschneider, Thomas Unger und Marc-Björn Stock, Eigentümer von Prineus
„Kurze Wege im Mittelfeld“ sieht Gerd als größte Stärke des Teams. „Wir können sehr sehr schnell mit unseren Entscheidungen sein, die kommen von Herzen und deshalb sind wir auch mit Herzblut für unsere Marken dabei.“ Die „Drei“ sind sich auch sofort einig über die wichtigsten Eigenschaften der Firma: Import und Großhandel von kleinen aber feinen Marken (u.a. Whisky, Rum, Cognac, Gin) mit hoher Qualität und sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zu den wichtigsten Whisky-Marken zählen Lindores Abbey, Chichibu, Firkin Whisky, Fable Whisky, Cley und bald Finn Thomson. In 2023 rechnen die drei mit einem großen Coming-out von Indri aus Indien. Neben dem schon erhältlichen sehr süffigen Indri-Standard ist eine sehr interessante Ausweitung des Sortiments geplant.
Der Whisky auf den sich alle „Drei“ freuen ist der „The one I love“ – von Compass Box. Er ist mit der Hilfe von Gerd entstanden und war auf der Messe im Vorverkauf. Nun ist die Flasche nur noch über die Facebookgruppe „I love Compassbox“ beziehbar, die für die restlichen Flaschen ein Vorkaufsrecht hat.
Lindores Abbey – wo alles begann
Hier destillierte 1494 Bruder John Cor für King James IV. einen Brand aus gemälzter Gerste. Es ist die erste Aufzeichnung dieser Art in Schottland. Deshalb gilt Lindores Abbey als die Wiege des Schottischen Whiskys. Im Jahr 2017 lebte diese Brenntradition an alter Stelle wieder auf. Drew und Helen McKenzie-Smith gründeten die Brennerei und sicherten sich in Gary Haggart einen Distillery Manager, der zuvor bei Cragganmore wirkte. Rund 150.000 Liter reinen Alkohol/Jahr stellt die Brennerei her und achtet auf höchste Qualität in Produktion und Lagerung.
Elliot Wynn-Higgins
Meet Elliot Wynn-Higgins, Export Manager und Manager für Fassverkäufe
Seit Juni 2018 ist Elliot bei Lindores und damit fast von Anfang an. Er ist verantwortlich für Fassverkäufe, die Betreuung der Fasseigentümer, baut die internationalen Marketing- und Vertriebsverbindungen auf und vertritt die Marke als Botschafter. An Lindores Abbey begeistert ihn einerseits die Verbindung von Historie und Moderne, die durch die heutige Destillation die DNA von 1494 weiterspinnt. Andererseits ist der menschliche Faktor in einem privat geführten Unternehmen mit einem tollen Team der Faktor, der die DNA auch wirklich mit Leben füllt.
Er mag Lindores am liebsten aus Ex-Old Forester Bourbonfässern und nennt deshalb auch die entsprechend gelagerten Einzelfassabfüllungen und den Cask of Lindores Bourbon.
Stauning – sss nicht sch
In Hamburg stolpert man sprachlich gesehen bekanntlich über den spitzen Stein. Bei Stauning aus Dänemark ist das genauso: Ssstauning, nicht Schtauning. Sehr klein fing die Brennerei damals in 2005 an, als sich neun Freunde in einer alten Schlachterei trafen, um herauszufinden wie Whisky produziert wird. Ab 2009 wurden 6.000, ab 2012 15.000 Liter reiner Alkohol produziert. Seit 2015 hält Diageo 40% der Anteile, die Produktion liegt heute ein Vielfaches über dem damaligen Niveau und Stauning ist zu einer international renommierten Marke geworden. Der erste Whisky wurde 2011 veröffentlicht und heute ist das Sortiment, das vorwiegend aus Rye Whisky und einigen Malt Whiskies besteht, aus keinem Fachgeschäft mehr wegzudenken.
Jonas Jensen (links) und Henning Grubb
Meet Jonas Jensen (links, Storyteller) und Henning Grubb (Brand Ambassador Deutschland, Österreich, Schweiz)
Jonas ist Geschichtenerzähler, arbeitet hauptsächlich in der Brennerei und ist auf der Hanse Spirit zum ersten Mal auf einer Messe dabei. Die Geschichten zu Stauning erzählt er mit einem Wir-Gefühl und einem Augenzwinkern und das seit August 2020. Erst seit einem Jahr dabei ist Henning, der seine Rolle als Botschafter für Stauning ebenfalls mit dem Stauning-Wir-Gefühl ausfüllt. Tatsächlich berichten beide von der tollen Atmosphäre wie in einem kleinen Familienunternehmen, in dem die Mitarbeiter mit starkem Vertrauen sehr eng zusammenarbeiteten und wo jeder immer von „wir“ spricht, wenn es um die Firma geht. Die Produktion ist modern und altmodisch zugleich und nicht auf Effizienz ausgerichtet. So bleibt Raum für kleine Experiente mit verrückten Fässern (z.B. Tabascofass). Die hands-on Mentalität des Anfangs ist immer noch präsent. Learning by doing wird als wichtige Philosophie betrachtet. Im Bereich Mälzen haben sich die Dänen eine so große Expertise erarbeitet, dass Brauereien sogar Spezialmalze von Stauning beziehen.
Jonas hat einen klaren Favoriten: den Stauning Single Malt mit Heidekrautrauch. Henning nennt auch die Single Malt Experimente (z.B. Maple Syrup Cask) aufgrund ihrer Vielfalt und der kleinen Auflage, findet aber auch die Rye Abfüllungen nicht weniger spannend.
Seven Seals – Die sieben Siegel der Reifung
Gegenüber von Stauning liegt der Stand von Seven Seals. Zentrales Know-how der Firma ist ein spezielles Veredlungs- und Reifeverfahren: die Stockhausen-Methode – gleichsam das Buch mit sieben Siegeln – in die nur wenige Personen eingeweiht sind. Irischer Whisky wird in der Schweiz in Fässern veredelt, deren Fassoberfläche durch einen mechanischen Eingriff exponentiell vergrößert wurde. Das ermöglicht eine weitaus schnellere Reifung und kreiert zudem eine intensive Aromenvielfalt, die herkömmlich gelagerte Whiskies erst viele Jahre später erreichen können. So gesehen verhalten sich der Fassraum und die Reifezeit aus der Sicht eines Whiskys in einem mit der Stockhausen-Methode behandelten Fasses komplett anderes, als in einem herkömmlichen. Von einer neuen „Relativitätstheorie- bzw. -praxis“ will er nicht natürlich nicht sprechen, wohl aber, dass Seven Seals die Grenzen einer traditionell geprägten Industrie stark verschiebt:
Thorsten Manus
Meet Thorsten Manus, Vertriebsleiter Deutschland und Brand Ambassador
Thorsten ist ein Urgestein in der Whiskybranche in der er seit 2008 wirkt. Seit 2021 ist er bei Seven Seals und absolut begeistert von der Geschichte des Firmengründers Dr. Dolf Stockhausen, „der komplett anderes denkt. Irische Tradition trifft auf schweizer Innovation und das zusammen ergibt eine der aromenreichsten und edelsten Whiskyranges, die es im Moment auf dem Markt gibt.“ Im Einzelnen sind das die Classic Range mit 46% aus Sherry, Amarone oder Portfässern -peated oder unpeated – sowie die Zodiac-Range mit fast 50% in unterschiedlichen Fassarten gereift. Alle Abfüllungen verfügen über eine sehr tiefe Farbe und ein intensives süffiges Aroma, das keinen Vergleich zu den traditionell gereiften Whiskies zu scheuen braucht. Im Gegenteil berichtet Thorsten von Experten-Blind-Tastings in Schottland in denen die Seven Seals Whiskies als schottisch eingestuft wurden. Es wird spannend sein, welchen Stellenwert diese Methode in der Zukunft erlangen wird. Zwar bedient sie nicht das Credo der Traditionalisten, aber der innovative Ansatz von Dr. Dolf Stockhausen scheint weitaus nachhaltiger (Holzverwertung, Angels Share, Zeiteinsatz) und geschmacklich sehr ansprechend. Thorstens Lieblingswhisky, der getorfte Taurus – der in zwei verschiedenen Portfässern reifte – ist hierfür ein sehr prägnantes Beispiel.
Auch die Speyside-Brennerei Aberlour gehört zu jenen, die von Serge Valentin recht hoch geschätzt werden. Gemessen daran finden ihre Malts allerdings eher selten eine Berücksichtigung bei den täglichen Verkostungen auf Whiskfun. Das heutige Tasting zeigt auf, dass ihre Malts sowohl als Destillerie-eigene sowie als unabhängige Abfüllung viel Freude und Genuss bringen können – und dies auch ohne den hohen Einsatz von Sherry-Fässer, wofür die Brennerei recht bekannt ist.
Abfüllung
Punkte
Aberlour 18 yo (43%, OB, 50cl, +/-2022)
86
Aberlour ‚A’bunadh Alba‘ (62.7%, OB, +/-2022)
86
Aberlour 30 yo 1990/2020 (44.8%, Whisky-Fässle, barrel)
Bereits im Juni 2021 veröffentlichten die Jackson Distillers ihre Pläne einer neuen Grain Distillery in den Scottish Border (wir berichteten). Die Baugenehmigung für die Brennerei erteilte das Scottish Borders Council im Herbst 2021 (wir berichteten). Doch die unterschiedlichen globalen Krisen führten zu einem Stillstand bei diesem Projekt. Jetzt allerdings nehmen die Jackson Distillers einen neuen Anlauf, bereits im April 2023 sollen die Bauarbeiten beginnen.
Angesichts der russischen Invasion in der Ukraine und der daraus folgenden Inflation müssen die Baukosten, so Trevor Jackson gegenüber The Herald of Scotland, neu bewertet werden. Für den geplanten Neubau müssen jetzt £53 Millionen aufgebracht werden, das sind £7 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Den Bedarf einer neuen, zusätzlichen Grain Distillery wird allerdings weiterhin gesehen. Die neue Brennerei wird 20 Millionen Liter reinen Alkohol pro Jahr produzieren können. Die Arbeiten sollen im April beginnen und innerhalb von 18 bis 24 Monaten abgeschlossen sein.
Bei unserem neuesten Gewinnspiel – in Zusammenarbeit mit unserem Partner Kirsch Import – werden Sherry-Fans jubeln, aber nicht nur die: Der Single Cask Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt – übrigens vollständig darin gereift und nicht „nur“ gefinisht – zeigt eindrucksvoll, was die Highland-Destillerie Glencadam zu bieten hat: Hervorragende, klassische Whiskys mit viel Charakter und ohne Firlefanz.
Was unsere deutschen Leser tun müssen, um eine der drei Flaschen dieser Einzelfassabfüllung in Fassstärke gewinnen zu können? Nun, mitmachen, die Gewinnfrage beantworten und die Lösung dann an uns einsenden. Und die Beantwortung der Frage fällt viel leichter, wenn Sie die nachfolgenden Infos lesen.
Jedenfalls wünschen wir Ihnen viel Spaß und viel Glück bei unserem neuen Gewinnspiel!
Glencadam: 180 Jahre bis zum eigenen Whisky
Wir schreiben das Jahr 1825. Die ersten von Pferden gezogenen Omnibusse fahren durch Londons Straßen, die britische Hauptstadt läuft Peking den Rang als größte Metropole der Welt ab – und die schottische Brennereiwelt floriert. Nach dem Erlass des „Excise Act“ kurze Zeit zuvor waren die Whiskysteuern massiv gesunken. Eine der frühen Destillerien, die sich in der Folge lizensieren lässt, ist 1825 Glencadam. Es soll dennoch rund 180 Jahre dauern, bis die kleine Destillerie mit den roten Türen und Fensterrahmen ihren ersten eigenen Single Malt auf den Markt bringt.
Geheimtipp: Traditionelle Single Malts für Entdecker
Vor rund 17 Jahren war es an der Zeit: Glencadam sollte nicht mehr nur namenloser Bestandteil schottischer Blends sein, sondern sich selbst einen Namen machen. Ihr Image als „hidden gem“ hat sich die Highland-Brennerei aber bis heute bewahrt. Ihr fruchtiger, leicht würziger „East Highlands” Single Malt aus ungetorftem Gerstenmalz gilt bis heute als Geheimtipp. Die bis zu 30 Jahre alten, weder gefärbten noch kühlfiltrierten Whiskys entstehen wie zu Glencadams Gründerzeit in zwei Pot Stills. Aufgrund ihrer Bauweise erzeugen diese eine ausgesprochen zarte, weiche Spirituose. Denn: Die Lyne-Arme verlaufen in einem Winkel von 15 Grad nach oben, nicht nach unten.
Festmahl für Sherry-Fans: Pflaumen, Ahornsirup & Haferkekse
Auch für die Reifung der Malt Whiskys setzt Glencadam auf Tradition. In fast 200 Jahre alten Dunnage-Warehouses reifen die Abfüllungen zwischen niedrigen, dafür dicken Wänden sowie auf Lehmboden. Und zwar in verschiedenen Fasstypen – von Bourbon über White Port zu Sherry Casks. Das Single Cask Glencadam 2005/2021 reifte über 16 Jahre lang im Pedro Ximénez Sherry Butt Nr.1. Das Ergebnis? Ein eleganter Highland Single Malt, der bei fassstarken 57,5 Volumenprozenten vollmundige Noten von süßen Rosinen und Milchschokolade, von warmem Pekannusskuchen, Ahornsirup und Haferkeksen sowie komplexen Gewürzen entfaltet.
Wir verlosen drei Mal eine von insgesamt nur 308 Flaschen des Single Casks Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt!
Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt, Highland Single Malt Scotch Whisky (57,5% vol. Cask Strength, 0,7 Liter): destilliert am 15. April 2005, abgefüllt am 10. Juni 2021, vollständig gereift im Pedro Ximénez Sherry Butt; vollmundig, elegant und komplex; weder gefärbt noch kühlfiltriert.
Tasting Notes:
Nase: Elegante Aromen von süßen Rosinen, eingekochten Pflaumen, Milchschokolade und roten Trauben.
Gaumen: Warmer Pekannusskuchen, Ahornsirup, Trockenpflaumen und Haferkekse mit Muskatnuss und Tabakwürze.
Nachklang: Lang und wärmend mit Noten von Frucht-Crumble, Datteln, angekohlter Eiche und Kaffeesatz.
Und so gewinnen Sie 3x je eine von insgesamt nur 308 Flaschen des Single Casks Glencadam 2005/2021 Pedro Ximénez Sherry Butt:
Beantworten Sie einfach folgende Gewinnfrage: In welche Richtung verlaufen die Lyne-Arme der beiden Pot Stills der Brennerei Glancadam, um den Whisky besonders weich zu machen? (Kleiner Tipp: Die obenstehenden Infos lesen macht die Antwort leicht)
a – nach oben b – nach unten
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net– und zwar mit dem Betreff „Glencadam“!
Unter allen Einsendungen aus Deutschland mit der richtigen Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 12. Februar 2023, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 13. Februar 2023 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Kirsch Import versendet.
Achtung: Pro Haushalt ist wie immer nur eine Teilnahmemail möglich!
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Glencadam“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 12. Februar 2023, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 13. Februar 2023 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Kirsch Import sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Kirsch Import versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team