Jetzt, wo in UK vieles rund um Corona wieder gelockert worden ist, kommen die Bauvorhaben mancher Destillerien und Unternehmen aus der Whiskybranche wieder auf Kurs. Glenmorangie hat unlängst einen Bauantrag für Lagerhäuser eingereicht, und neuestes Beispiel dafür ist ein Bauantrag des Unternehmens Whyte & Mackay, die um eine Baugenehmigung auf ihrem Gelände in Grangemouth ansuchen – wenn auch nicht, um Whiskyfässer zu lagern.
Konkret gesagt gesagt: Man will dort zwei Lagerhallen für trockene Güter wie Flaschen oder Verpackungsmaterial, (also keine Warehouses) zu je 2350qm bauen und jenen Parkplatz, auf dessen Gelände sie errichtet werden sollen, an eine andere Stelle verlegen, kann man einem Artikel im Falkirk Herald entnehmen.
Die Besitzer von Destillerien wie Dalmore oder Fettercairn erwarten sich eigentlich keine Hindernisse bis zur Erteilung der Baugenehmigung, denn das Land auf ihrem Grundstück sei bereits entsprechend gewidmet. Auch erwarte man kein erhöhtes Verkehrsaufkommen, über die 45 Laster, die bereits jetzt täglich das Gelände befahren.
Es scheint, als käme also die Whiskywirtschaft wieder besser in Schwung, und man kann hoffen, dass sich dieser Aufschwung weiter fortsetzt.
Zwei neue Editionen aus der Speyside-Brennerei Benromach sind heute über den Importeur Schlumberger präsentiert worden: Der Benromach Peat Smoke Sherry Cask Matured in der zweiten Ausgabe und der Benromach 40yo, von dem es in Deutschland über 100 Flaschen geben wird und den wir schon im Mai erstmals in der us-amerikanischen TTB-Datenbank fanden. Interessant auch: Der Whisky wird wohl jährlich erscheinen.
Worauf wir uns da (je nach Budget) freuen dürfen, hat Benromach in einer deutschsprachigen Pressemitteilung zusammengefasst:
Fürs kleine und große Budget – zwei neue limitierte Abfüllungen von Benromach
Schlumberger präsentiert die zweite Edition des Benromach Peat Smoke Sherry Cask Matured und den luxuriösen Benromach 40 Years Old
Meckenheim, 16. August 2021 – Die lang ersehnte zweite Edition des Benromach Peat Smoke Sherry Cask Matured Single Malt ist endlich verfügbar. Die Auflage ist auf 6.000 Flaschen limitiert, für den deutschen Markt sind 1.200 Flaschen vorgesehen, die von der Schlumberger Vertriebsgesellschaft distribuiert werden. Auch die erste jährliche Abfüllung des 40 Jahre alten Single Malt Whisky von Benromach ist ab sofort über die Schlumberger Vertriebsgesellschaft erhältlich: Der exklusive und luxuriöse Benromach 40 Years Old ist weltweit auf 1.047 Flaschen limitiert. Für den deutschen Markt sind 132 Flaschen vorgesehen.
Wie bei allen Benromach-Abfüllungen bleibt die Speyside-Destillerie auch dieses Mal ihrem traditionellen Ansatz treu. Das kleine Team von Destillateuren verlässt sich ganz auf seine Erfahrung und seine Sinne, um feinsten handgemachten Whisky herzustellen, eben: „Made by hand for genuine character.“
Für den Benromach Peat Smoke Cherry Cask Matured Single Malt wird feinste schottische Gerste verwendet, die mit einem hohen Torfrauchgehalt von 55 ppm gemälzt wird. Der Whisky wurde 2012 hergestellt und ausschließlich in First-Fill-Sherry-Hogshead Fässern gereift. Er hat eine natürliche Farbe und ist nicht kühlfiltriert. 2021 wurde er mit einem Alkoholgehalt von 46 % vol. abgefüllt. Dazu Keith Cruickshank, Destillery Manager von Benromach:
„Diese Small Batch Vintage Edition wurde in einem Stil kreiert, der sich absichtlich von der subtilen Rauchigkeit unterscheidet, für die Benromach bekannt ist. Es ist erst das zweite Mal, dass wir diese stark getorften Sherry Cask Abfüllung auf den Markt bringen, und wir sind sehr stolz auf das einzigartige Geschmacksprofil. Obwohl er sich von dem ersten Peat Smoke Sherry Cask unterscheidet, den wir im März 2019 herausgebracht haben, erwarten wir angesichts der Begeisterung, die wir von Whisky-Fans erhalten haben, dass diese Abfüllung sehr beliebt sein wird.“
Verkostungsnotizen:
Farbe: Leicht mahagonifarben
Nase: Angenehme Zimt- und Ingweraromen mit reichhaltiger dunkler Schokolade, die in weichen Demerara-Zucker übergeht. Sevilla-Orangenschalen mit süßem Rauch.
Gaumen: Kakaopulver und süße, cremige Honigwaben begleiten geschmorte rote Beeren. Subtile Vanille und zerstoßener schwarzer Pfeffer führen zu gerösteten Mandeln.
Finish: Ein voller Abgang mit Sauerkirsche, Torfrauch und Süße.
UVP: 59 €
Benromach 40 Years Old ist ein exquisiter, seltener Single Malt und der Auftakt der neuen Benromach-Linie, bei der jedes Jahr ein anderer ausgewählter 40 Jahre alter Single Malt abgefüllt wird. Benromach 40 Years Old wurde mit einer Fassstärke von 57,1 % vol abgefüllt. 1981 produziert, reifte er vier Jahrzehnte in feinsten First-Fill-Oloroso-Sherry-Fässern. „Dies ist das erste Mal, dass wir einen lange gereiften Ausdruck als jährliche Batch-Release in unser Portfolio aufgenommen haben. Jede Charge wird in Fassstärke abgefüllt und spiegelt die Nuancen und den Charakter der Fässer wider, die jedes Jahr für die Abfüllung ausgewählt werden. Unser erster Benromach 40 Years Old zeigt reiche Aromen von Ingwer und Kompott, Aromen von Sevilla-Orange, rotem Apfel und Demerara-Zucker, bevor er mit Zitrusschalen und einem subtilen Hauch von verkohlter Eiche endet. Er ist wirklich etwas Besonderes“, so Keith Cruickshank, Destillery Manager von Benromach.
Auch äußerlich zeigt sich die besondere Exklusivität des Benromach 40 Years Old: Der tiefbernsteinfarbene Single Malt wird in einer maßgeschneiderten Benromach-Flasche präsentiert, die mit einem stark geprägten und mit Goldfolie versehenen Etikett versehen ist, um das Qualitätsgefühl zu vervollständigen. Die Flasche liegt in einer auffälligen, schwarz gebeizten Holzkiste aus massiver Eiche mit kupferfarbenen Details und gedruckten Metallschildern.
Verkostungsnotizen:
Nase: Reichhaltige Aromen von Ingwer und Kompott, gefolgt von Zitrusfrüchten, Zimt, Toffee und Bienenwachs.
Gaumen: Am Gaumen zeigen sich intensive Aromen von Sevilla-Orangen mit rotem Apfel und Demerara-Zucker.
Finish: Abgang mit Zitrusschalen und einem Hauch von verkohlter Eiche.
UVP: 1.839,00 €
Über die Benromach-Destillerie:
Die ursprünglich 1898 erbaute Benromach Destillerie wurde wieder zum Leben erweckt, als die Familie Urquhart sich einen Lebenstraum erfüllte und 1993 eine Destillerie kaufte. Die Brennerei wurde über einen Zeitraum von fünf Jahren umfassend renoviert, bevor sie 1998 offiziell von HRH The Duke of Rothesay eröffnet wurde. Bei der Wiedereröffnung der Benromach Destillerie wollte die Familie Urquhart einen Single Malt Whisky mit klassischem Speyside-Charakter schaffen: schön ausgewogen mit einem leichten Hauch von Torf. Die Benromach Destillerie befindet sich am Rande der alten Marktstadt Forres. Ein Fünf-Sterne-Besucherzentrum steht der Öffentlichkeit das ganze Jahr über für Führungen und Verkostungen zur Verfügung. Die Benromach Destillerie ist Mitglied des weltberühmten Malt Whisky Trail.
Die Schlumberger Vertriebsgesellschaft mbH & Co KG mit Hauptsitz in Meckenheim gehört zu den führenden Vertriebsgesellschaften für Wein, Schaumwein, Spirituosen & Spezialitäten der gehobenen Kategorie in Deutschland. Seit 1970 ist Schlumberger kompetenter Partner der Gastronomie, des gehobenen Fachhandels und exklusiver Warenhäuser. Dabei wird ein Sortiment von über 1.200 ausgewählten Produkten angeboten: viele hochwertige Weine aus den weltweit wichtigsten Anbaugebieten sowie eine exklusive Kollektion erstklassiger internationaler Spirituosen. Ein Team aus rund 80 Mitarbeitern – in der Holding und in deren Tochtergesellschaften, der Schlumberger Vertriebsgesellschaft GmbH & Co KG, A. Segnitz & Co. GmbH und Bremer Weinkolleg – und eine Vertriebsorganisation aus erfahrenen Kundenberatern und bundesweit vertretenen Agenturen unterstützt und berät dabei stets professionell und individuell.
Rund um den Globus scheint sich der Markt für Spiritousen kollektiv zu erholen – und die Getränkegiganten profitieren davon.
So meldet Beam Suntory in laut einem Artikel in The Spirits Business einen Anstieg der Verkäufe um 12 Prozent im ersten Halbjahr 2021 – und auch mit dem ersten Halbjahr 2019, also vor der Pandemie, verglichen, ist das eine Steigerung von 8%.
Der Anstieg, so Beam Suntory, betreffe vor allem die USA, Kanada, Europa, den Mittleren Osten und Afrika sowie Indien, Ozeanien, die aufstrebenden asiatischen Länder und den Global Travel Retail – dort überall waren die Zuwächse zweistellig. 12% kamen aus Nordamerika, 32% aus Europa (auch Deutschland ist zweistellig), 6% aus Gesamtasien. In Japan stagnierten die Verkäufe allerdings.
Und um noch etwas mehr ins Detail zu gehen, sind hier die Whiskymarken von Beam Suntory, die ebenfalls im zweistelligen Bereich wuchsen:
Maker’s Mark
Basil Hayden
Hibiki
Laphroaig
Bowmore
Und unser Titelbild widmen wir daher auch einer der beiden schottischen Destillerien in dieser Liste, nämlich Laphroaig…
Wer sich die Veränderung der Special Releases von Diageo in den letzten Jahren ansieht, dem fällt wahrscheinlich auf, dass die wirklich ultra-raren Abfüllungen aus der Serie verschwunden sind. In diesem Jahr zum Beispiel ist das Ausgefallenste der Releases ein ein Vierteljahrhundert alter Lagavulin.
Diese raren Abfüllungen findet man jetzt in der (hochpreisigen und nur als Set verkäuflichen) Prima & Ultima Serie, acht an der Zahl, und Serge Valentin wird diese in den nächsten Tagen immer mit einer anderen Abfüllung der gleichen Destillerie gemeinsam als Duo verkosten. Heute beginnt diese Serie mit eine Paar aus der Destillerie Convalmore – der Convalmore Prima & Ultima tritt an gegen eine Abfüllung von Cadenhead aus dem Jahr 1994. Wie zu erwarten, gibt es in dieser Verkostung zwei Sieger:
Abfüllung
Punkte
Convalmore-Glenlivet 31 yo 1962/1994 (48.9%, Cadenhead, Authentic Collection)
90
Convalmore 36 yo 1984/2021 (48.6%, OB, Prima & Ultima, hogsheads, 647 bottles)
91
Convalmore 36 yo 1984/2021 (48.6%, OB, Prima & Ultima, hogsheads, 647 bottles)
Destillerie Convalmore. Bildrechte bei Lars Pechmann.
Das war ganz besonders: In unserem gerade beendeten Gewinnspiel verlosten wir gemeinsam mit unserem Partner, der Islay-Brennerei Bruichladdich, insgesamt 13 Sets mit Bruichladdich für Traditionalisten und Entdecker.
Und natürlich wollten viele, viele Whiskyfreundinnen und -freunde die Chance nutzen – danke für die zahlreichen Einsendungen!
Bevor wir Ihnen die beiden Sets vorstellen und Ihnen sagen, wer von Ihnen gewonnen hat, hier noch schnell mehr über das, was Bruichladdich besonders macht:
Heutzutage achtet man auf seine Ernährung und kennt sich im Bereich der Lebensmittel sehr gut aus, was die einzelnen Zutaten, deren Herkunft und ihre Verarbeitung anbelangt.
Bruichladdich findet, dass das auch beim Whisky nicht anders sein sollte. Und darum können Sie diese auch für die Qualität des Whiskys wichtigen Informationen auch mit Hilfe eines QR-Codes auf jeder Flasche Bruichladdich Classic Laddie finden.
Mit dem Handy gescannt oder auf der Website www.bruichladdich.com eingegeben, verrät er alles von der Getreidesorte über die Herkunft der Rohstoffe bis hin zu Details wie zum Beispiel den verwendeten Fassarten und im Fall des Bruichladdich Classic Laddie auch dem Alter der Vattings, die für die jeweilige Abfüllung zum Einsatz kamen. So ist der The Laddie Classic zwar offiziell ein Whisky ohne ALtersangabe, aber Sie als Genießer können das Alter aller verwendeten Fässer lückenlos sehen.
Dieses Transparenzkonzept verfolgt Bruichladdich seit der Neugründung im Jahr 2001 rigoros. Anstatt ein Geheimnis aus dem zu machen, was sie tun, ist es ihr Anliegen, ihr Wissen um den Einfluss von Terroir auf den Geschmack und die Qualität von authentischem Islay Single Malt Whisky mit anderen zu teilen und auf die Wichtigkeit von Herkunft und Nachverfolgbarkeit aller Rohstoffe hinzuweisen.
Traditionalist oder Entdecker? Sie bestimmen, was Sie gewinnen können
Bruichladdich hat für Sie zwei spannende Pakete zusammengestellt – und Sie können sich entscheiden, welches Sie gewinnen wollen – ganz nach Ihrem Typ.
Und das sind die Pakete, die zur Auswahl stehen:
Für Traditionalisten: 10x das Bruichladdich Classic Paket
Das Bruichladdich Classic Paket kommt mit einer großen und einer kleinen Flasche The Classic Laddie und einer Flasche Bruichladdich Islay Barley 2011, dessen Whisky ausschließlich aus auf Islay angebautem Getreide destilliert wurde – also genau das Richtige für alle, die Whisky traditionell genießen wollen. Und damit das mit dem Genießen auch so richtig klappt, gibt es noch zwei The Laddie Tasting Glasses dazu.
Für Entdecker: 3x das Laddie Cosmo Pack
Wer im Sommer einmal eine neue Seite von Whisky erleben will, der ist mit unserem Laddie Cosmo Pack am Beginn einer aufregenden Reise. Im Paket finden Sie alles, was Sie für den Laddie Cosmo Cocktail und eigene erfrischende Ideen brauchen: Eine Flasche Bruichladdich Classic Laddie, 8 Flaschen Balis Cosmo Cranberry Rosmarin, Gläser und hochwertiges Mixology Zubehör.
Damit macht Bruichladdich Whisky Sommer-Party tauglich! Egal ob als erfrischender Aperitif der als fruchtiger Cocktail zum Lunch oder Dinner: Der „Laddie Cosmo“ ist die perfekte Wahl für alle, die noch auf der Suche nach einem sommerlichen Drink sind. Die vollmundigen Noten des Classic Laddie, gepaart mit Noten von Grapefruit, Cranberry, Rosmarin und Minze ergeben ein überraschendes Geschmackserlebnis und überzeugt vor allem Drink-Lover, die es fruchtig, aber nicht zu süß mögen. Das perfekte easy-to-mix Getränk für Whisky-Neulinge und -Liebhaber – und eine gelungene Abkühlung an heißen Tagen – und hier ist das Rezept:
Rezept:
Zutaten Cocktail
5 cl Classic Laddie
Dash frischer Grapefruitsaft (ca. 0,5 cl)
Balis Cranberry Rosmarin
Minze
Zubereitung Cocktail: Alle Zutaten ins Glas auf Eis geben und mit Balis auffüllen. Mit einem Rosmarinzweig, einem Minzzweig und einer Grapefruitzeste garnieren.
Und das sind die Gewinner der insgesamt 13 Packs von Bruichladdich:
10x Tradition – das Bruichladdich Classic Paket
Jörg Vogt aus 24558 Henstedt-Ulzburg Jürgen Thies aus 86757 Wallerstein Stephen Lee aus 88131 Lindau Nadine Hentig aus 20357 Hamburg Stefan Schroebler aus 42283 Wuppertal Ewald Coerver aus 74226 Nordheim Holger Braunweiler aus 68199 Mannheim Ralph Schmälter aus 44809 Bochum Günter Reichert aus 97903 Collenberg Moritz Gatz aus 48147 Münster
3x Entdecker*in – das Laddie Cosmo Pack
Ralf Janssen aus 39455 Hannover Allan Halle aus 88074 Meckenbeuren Noe Ortega Tsuji aus A-8010 Graz
Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich. Die Pakete werden Ihnen in den nächsten Tagen durch Bruichladdich Deutschland zugesendet. Viel Spaß damit!
Und falls sie diesmal nicht gewonnen haben, dann gibt es noch diese Woche eine neue Gewinnchance – weil wir eine Deutschlandpremiere abwarten wollen, bevor wir unsere nächsten Preise verraten, startet das neue Gewinnspiel ausnahmsweise erst Donnerstag!
Bis dahin: Passen Sie gut auf sich auf, und bis bald!
Willkommen zur 244. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
In der Ausgabe 245 finden Sie neun neue Videos:
Pat Hock – Glenlivet Caribbean Reserve
The Whisky Waiter – Glenlossie von Signatory Vintage ‚Tradition is the Future Vision‘
Whisky Evening – Ledaig vs. Ledaig
Whisky Helden – Tomatin Virgin Oak Distillery Exclusive 2014/2020
The Malthead – Ballechin 2007/2020 Signatory Vintage ‚Tradition is the Future Vision‘
WhiskyJason – Tomatin Decades II
Friendly Mr. Z. – Lindores Abbey – erste Abfüllung & Members Release
Malts and Metal – Ardmore 12J. Port Wood vs. Talisker Port Ruighe
World Wide Whisky – Fettercairn 16 Jahre
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 37)
Natürlich war ich zu BenRiach nicht nur gekommen, weil die Brennerei direkt an der Speyside Route lag, sondern weil sie für beträchtlichen Wirbel in der Fachwelt gesorgt hatte. So fragte ich wenig später die Löwenmähne: „Stimmt es, dass BenRiach für 300 Millionen Pfund den Besitzer gewechselt hat?“
„Genauer gesagt, 285 Millionen Pfund waren den Amerikanern diese denkmalgeschützten Gemäuer wert“, antwortete Calm frank und frei und zeigte dabei auf die Garagenwand, an der uralte Schaufeln und allerlei Werkzeuge lehnten.
Plötzlich sah ich wie sich in Phillip ein Gedanke regte. Er hob den Arm und deutete auf das Fass vor ihm auf den Gabeln des Hubstaplers. „Calm, du vergisst unsere Schätze, die auch denkmalgeschützt sein könnten.“
„Ja“, Calm nickte zustimmend und ergänzte, „unsere Lager sind randvoll, das sind Schätze, auf die es die Bourbonmacher abgesehen hatten. Deshalb bezahlten sie auch dieses nette Sümmchen für BenRiach und zwei kleinere Destillen.“
„Darf ich mal einen Blick auf eure Schätze werfen?“
„Klar, aufgesessen! Ich hoffe Sie sind nüchtern!“, sagte Phillip mit einem Augenzwinkern.
Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und stieg auf den erhöhten Beifahrersitz. Leise schnurrend drehte sich das elektrische Gefährt wie ein Pirouettentänzer um die eigene Achse, dann schnurrte es aus dem Garagenraum ins Freie, wo der Gliederwurm noch immer wie tot in der Sonne lag. Vorsichtig schaukelnd näherte sich unser Gefährt mit dem Hogshead der Rampe zum Lagerhaus Nummer 13. Am grauen Eisentor stoppte Phillip und zog die Handbremse fest. Geübt ließ er sich vom zerschlissenen Sitzpolster gleiten und fingerte den Schlüsselbund aus der Hosentasche. „Immer gut abschließen, hat uns die neue Chefin eingebläut.“
„Ihr habt eine Frau als Destillery Master?“
„Ja, seit Billy Walker weg ist, hat sich viel getan. Vor allem sind wir keine schottische Destillerie mehr, sondern gehören jetzt zu einem amerikanischen Unternehmen…“
„Ach, deshalb die amerikanische Flagge über der Einfahrt…“
„Genau, wir wurden an Brown Foreman verkauft. Seit neuestem gehören wir zur Familie von Jack Daniels“, sagte er mit einem Seufzer, „aber was willst du machen, wer will schon seinen Arbeitsplatz verlieren? Calm und ich sorgen hier noch so gut wir können für den Fortbestand der Walker-Ära. Kollege Lindsay ist mit unserem alten Chef mitgegangen, er wurde quasi abgeworben. Sie müssen wissen, Billy Walker hat mit dem vielen Geld eine neue Brennerei gekauft. Mal sehen, wie es hier weitergeht, ob unser neuer Lady-Chef klarkommt. Immerhin bringt sie viel Erfahrung mit, sie war früher Master Blender bei Bowmore.“
„Kann ich sie eventuell sprechen? Das gibt’s ja selten, eine Frau als Master Blender.“
„Ja, sie ist wohl die einzige Frau in dieser Position in Schottland soweit ich das beurteilen kann. Aber Rachel Barrie, so heißt die Dame übrigens, zu treffen wird sicher schwierig, sie kommt selten hierher, die meiste Zeit arbeitet sie in Edinburgh in der Zentrale. So, jetzt wollen wir aber mal voran machen.“ Phillip steckte den Schlüssel in das klobige Vorhängeschloss und schob das Rolltor auf.
Benriach
Kaum, dass sich die Eisentür einen Spalt geöffnet hatte, verschlug es mir den Atem. Ein Schwall süßer Luft sprang mir ins Gesicht, umhüllte mich wie schweres Parfüm und fuhr mir prickelnd in die Nase. Was für ein Empfang! Ja, als wir in das Dunkel der Halle hineinfuhren, kam es mir vor, als würden wir in die Tiefe eines alchimistischen Labors vordringen. Der Hubstapler rollte die Fassstraße entlang und schon entfaltete sich über uns ein Baldachin aus mostig-süßen Aromen, die sich mir trotz ihrer Flüchtigkeit auf die Bronchien legten. Wohlgemerkt, auf die Atemwege eines Fernradfahrers, der sich den ganzen Tag an der frischen Luft bewegt. Selbst die süßesten alkoholischen Ausdünstungen kamen mir inzwischen stickig vor und ich fühlte mich in diesem Augenblick in einen muffigen Keller versetzt.
Anders als Wasser ist hochprozentiger Alkohol so ätherisch, dass in einem Jahr aus einem 250-Liter-Fass fünf Liter entweichen. Hochgerechnet verdunsten in einer Reifezeit von 20 Jahren aus einem solchen Hogshead ganze 100 Liter Alkohol. Außerdem verliert der Alkohol in dieser langen Zeitspanne 15 % seiner Dichte – also ein ziemlicher Verlust, der sich zurecht im hohen Preis eines alten Whiskys niederschlägt.
Nun redet die ganze Welt von angel’s share und selbst eine britische Kinokomödie hat die Engelsgabe mit Witz sozialkritisch thematisiert. Im Gegensatz zur Engelsgabe ist der Teufelsschnitt kaum bekannt. Hierbei handelt es sich um nichts Bösartiges, hierbei verliert sich auch kein Tröpfchen Alkohol in irgendwelchen höllischen Sphären, nein, beim devil’s cut wird der reifende Whisky von außen geschmacklich geimpft. Durch die Eichenporen dringen Sauerstoff und Luftteilchen ins Fassinnere ein und sorgen dafür, dass sich die äußeren Umstände im Inneren niederschlagen – so schmeckt ein direkt am Ufer der Nordsee gelagerter Pulteney[1] leicht salzig nach Meeresluft und in der Nase offenbart sich eine maritime Note.
Soweit das Auge reichte, lagerten am Boden der feuchtkalten BenRiach-Halle Fässer neben Fässern, gewiss dreitausend an der Zahl. Im hinteren Bereich waren sie sogar übereinander gestapelt. Die staubgrauen Fassleiber mit ihren rostbraunen Bandagen lagen nicht wie Holzgefäße nebeneinander, sondern eher wie Gefäße aus Stein, die allesamt über Jahre und Jahrzehnte mit einer gleichmachenden Patina überzogen worden waren. Wie sie so steingrau und in der Masse dalagen, sahen die vorbelegten Fässer unappetitlich aus, rostig ihre Eisenreifen, abgewetzt und fleckig die graubraunen Dauben. Je länger ich auf sie schaute, desto unheimlicher kam mir das so tot daliegende Fasslager vor.
Benriach Warehouse
Und plötzlich war sie da, die Erinnerung an den Thunfischmarkt von Tokio. Vor 35 Jahren streifte ich mit gemischten Gefühlen durch eine eiskalte Auktionshalle, wo zu Füßen bietender Japaner die tiefgefrorenen Rümpfe der Thunfische, denen Köpfe und Schwanzflossen fehlten, zu Hunderten und Aberhunderten auf dem Boden lagen. Staunend lief ich durch die Reihen der geköpften Großfische und schaute mir mit einem gewissen Schaudern das laute Spektakel an. Jetzt schauderte mir wieder, als mich in der Lagerhalle von BenRiach die Vergangenheit einholte, und völlig überraschend ein vergessen geglaubtes Erlebnis aus der Tiefe des Bewusstseins hochkam. Durch diese Erweckung begriff ich, dass zwar Erlebtes abtauchen kann, aber niemals stirbt, genauso wenig wie die Vergangenheit niemals sterben kann. Alles, was wir erleben, begegnet uns wieder, sobald wir in den Spiegel des Lebens schauen.
Auf dem Gabelstapler fuhren Phillip und ich die betonierte Fassstraße entlang und stoppten kurz vor dem Ende der fensterlosen Halle, ganz dicht an der mit einem samtigen Belag rußschwarz überzogenen Wand. Vom Boden bis zur Decke war die Wand von Kulturen des Whiskypilzes Baudoinia überwuchert.
Im Jahr 1872 hatte der französische Apotheker Antonin Baudoin den rußigen Film an den Wänden der Häuser von Cognac entdeckt und examiniert. Unter dem vergrößernden Auge eines Mikroskops fand er heraus, dass sich der später nach ihm benannte Pilz von den alkoholischen Dämpfen ernährte. Auch wenn man bei Baudoinia vom Whiskypilz spricht, muss man wissen, dass er sich allzu gerne auch in den Räumen von Bäckereien und Weinkeltereien als lebende Kultur ansiedelt.
Vorsichtig wurde unser frisch befülltes Fass abgeladen und auf zwei Holzbalken am Kiesboden platziert. Anschließend rollte es Phillip mit meiner Hilfe neben ein zweites Fass, wobei er darauf achtete, dass das Fass mit dem Spundloch obenauf zu liegen kam. „Die nächsten zehn Jahre wird es nicht mehr bewegt, allerdings ziehen wir jedes Jahr eine Probe, um seine Reifung zu kontrollieren.“
„Gibt es auch Fässer, die lecken?“
„Oh ja, deshalb müssen wir immer nach naßen Flecken im Holz Ausschau halten.“
„Ehrlich gesagt, so richtig appetitlich sehen die Fässer ja nicht aus“, warf ich ein.
„Das ist nur der äußere Schein. Vor der Befüllung wird jedes Fass gereinigt, repariert und über einem Gasfeuer kurz getoastet, so dass alle Bakterien aus früheren Belegungen abgetötet sind und sich im Inneren eine feine Aktivkohleschicht an den Wänden bildet.“
„Verzeih’ Phillip, aber auf mich wirkt das ganze Lager ein bißchen wie ein aufgelassener Friedhof.“
„Wirklich?! Das ist ja nicht gerade schmeichelhaft für unsere Schätze. Nun ja, die eingestaubten Fassrücken wirken schon irgendwie eintönig wie sie so daliegen. Aber schau dir mal die Köpfe an, die bieten doch Abwechslung für das Auge, da gibt es weiße, grüne und blaue mit Zahlen und Buchstabenkürzeln und manchmal auch Signaturen, das ist doch was anderes als die Inschriften auf Grabsteinen.“
Da mochte Phillip recht haben! Die Beschriftung der Fassdeckel ist eine Philosophie für sich. Vom Gesetzgeber wird vorgeschrieben, dass jedes frisch befüllte Fass eine eigene Nummer erhält, die zu einer Abfüllserie gehört. Ebenfalls vorgeschrieben ist der dokumentierte Nachweis von Brennerei, Ursprung und Fülldatum. Spezielle Abfüllungen werden gerne vom Master Blender signiert, um ihre Orginalität zu dokumentieren und ihren Wert zu erhöhen. Zusätzlich, um das Rätsel perfekt zu machen, steht auf dem Fasskopf auch noch der Name des Erstbefüllers und der Name des Fasseigentümers, denn oft kommt es vor, dass unabhängige Abfüller ihre namentlich gekennzeichneten Fässer, obwohl ihr Eigentum, in einer Vertragsbrennerei für die Reifezeit einlagern.
Auch am urigsten Fasslager ist die Digitalisierung nicht spurlos vorbeigegangen, und aus diesem Grund werden die Fässer mit einem nüchternen Barcode-Etikett zur Laserkennung ausgezeichnet, das nicht mehr aufgepinselt, sondern nur noch aufgeklebt wird. Allerdings wird damit die Vita einer Abfüllung auch nicht transparenter und für den Laien verständlicher. So kommt es seit neuestem wieder vor, dass Kleinbrennereien aus Werbegründen zur altbewährten Methode zurückkehren. Um dem Gesetz zu genügen, kleben sie den Barcode unscheinbar klein neben die traditionelle Schablonenschrift.
Als ich die graubraunen Fassrücken genauer betrachtete, fiel mir auf, dass sie unterschiedlich gewölbt waren. Klar, wie bei jedem Bierbauch hängt die Ausprägung der Rundung von seiner Größe ab. Beim Whiskyfass gibt allerdings die Auswölbung nicht nur Aufschluss über das Volumen, sondern auch über die geschmackliche Ausprägung des Inhalts. So kennt das Holzmanagement folgende Faustregel: kleines Fass starke Holznote, großes Fass schwache Holznote.
Entsprechend seines Fassungsvermögens hat ein Whiskyfass eine eingeführte und traditionell feststehende Namensgebung: Ein Quarter Cask fasst 125 Liter, ein Barrel 180 Liter, ein Ex-Sherryfass Butt 500 Liter und ein Ex-Portweinfass 650 Liter. Das Hogshead von Amerikanischem Standard (A.S.B) ist mit 250 Litern die gängigste Form aller Fassgrößen. Ein frisches Hogshead darf nur einmal mit Bourbon befüllt und dann in den USA nicht wieder verwendet werden, so will es das amerikanische Gesetz. Ein Bourbonfass ist immer aus Weißeiche. Diese weiche, wenig Gerbsäure enthaltende Eiche, deren Holz große Poren aufweist und deshalb den Whisky gut atmen lässt, und für Vanille und Karamell Aromen sorgt, wächst vor allem auf dem Ozark-Plateau im US-Bundesstaat Missouri.
Wie gesagt, Bourbonfässer dürfen nur einmal benutzt werden, deshalb verschifft man sie nach der Nutzung nach Schottland oder Irland, wo sie als refilled casks eine erneute Verwendung finden. Früher wurden die Eisenbänder abgenommen und das Daubenbündel aus Platzgründen für den Seetransport geöffnet, um dann in örtlichen Küfereien wieder zusammengesetzt zu werden. Doch in Zeiten des Containertransports erspart man sich immer häufiger diesen Aufwand.
Gebrauchte oder neue Weißeichefässer dienen als Fundament der ersten Reifung eines Malts, die mindestens drei Jahre dauert. Erst danach kommt die Stieleiche aus Nordspanien, Frankreich, Deutschland und dem Baltikum ins Spiel. Europas quercus robur ist feinporiger und tanninlastiger und braucht 100 bis 150 Jahre um auszuwachsen, während Nordamerikas quercus alba nur die halbe Zeit braucht, um Baumhöhe zu erreichen.
„Phillip, kannst du mir sagen, wieviel ein gebrauchtes Bourbonfass kostet?“
„Ohne die Transportkosten kommt ein Ex-Bourbonfass auf 70 Pfund. Ein ausgedientes, aber noch nicht müdes Sherryfass, das noch fünf bis zehn Liter Sherry in den Poren versteckt hält, kostet weitaus mehr, so um die 300 Pfund. Klar, es ist ja auch größer, aber man muss nochmals dieselbe Summe für den Transport aus Spanien hierher einkalkulieren“, antwortete er fachkundig.
Vor meinen Augen verschwammen allmählich die dicht gedrängten Fässer zu einem Fässermeer, in dem ich zu versinken drohte. Zu lange hatte ich den Blick von diesem zu jenem und weiter über die vielen, vielen Rücken schweifen lassen. Bevor mir vom Sehen schwindelig werden konnte, brauchte ich eine Pause. Wie ein Kunde, der hungrig vor einer appetitlich angerichteten Feinkost-Theke steht, verlangte es mich nun nach einem flüssigen Happen.
Phillip schien meine Gedanken zu erraten und sagte zu mir gewandt: „Ich würde dir ja gerne eine Probe ziehen, aber dazu ist inzwischen nur noch unsere neue Chefin berechtigt.“
„Nun ja, dann schau ich mal rüber ins Büro, dort ist jetzt sicher jemand, der meinen Durst löschen kann. Vielen Dank für die Mitfahrgelegenheit Phillip, vor allem aber danke für die vielen Informationen und deine Offenheit.“ Bevor ich mich über eine Trittstufe vom Sozius des Gabelstaplers schwang, schüttelte ich noch seine schwielige Hand und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.
Ganz bunt und ganz querdurch – so könnte man die heutige Verkostung auf Whiskyfun beschreiben. Angus hat ein halbes Dutzend Abfüllungen unter die Lupe genommen, und sie stammen aus den Destillerien Bruichladdich, Arran und Tomatin – jeweils zwei davon.
Stürzen wir uns also gleich ohne viel Vorrede auf die Ergebnisse der Verkostung:
Abfüllung
Punkte
Tomatin 11 yo ‚Batch 4‘ (51%, That Boutique-y Whisky Company, 1174 bottles)
83
Tomatin 12 yo 2008/2021 (59.8%, Lady Of The Glen, cask #700747, hogshead, 216 bottles)
81
Arran 24 yo 1996/2021 (49.5%, OB for The Whisky Exchange, cask #721, sherry, 274 bottles)
88
Arran 24 yo 1996/2021 (53.4%, OB for The Whisky Exchange, cask #757, „we think it’s a wine cask of some kind“, 273 bottles)
Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der nun 162. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – eine Sammlung von Meinungen zu verschiedenen Whiskys, die Ihnen ein wenig ein Leitfaden für eigene Entdeckungen sein können. Und wenn Sie sich auf eine eigene Entdeckungsreise begeben wollen, dann finden Sie in unserem Artikel über das richtige Verkosten (vor allem in dem enthaltenen weiterführenden Link) eine hilfreiche Unterstützung.
Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Hier die sommerliche Sammlung der Verkostungsnotizen dieser Woche:
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
13 ist ab sofort Ihre Glückszahl – denn in unserem neuesten Gewinnspiel verlosen wir gemeinsam mit unserem Partner, der Islay-Brennerei Bruichladdich, insgesamt 13 Sets mit Bruichladdich für Traditionalisten und Entdecker. Und das Besondere: Sie können im Gewinnspiel auswählen, welches Paket sie gewinnen wollen.
Aber Achtung: Das Gewinnspiel läuft nur noch bis diesen Sonntag – machen Sie JETZT mit!
Bevor wir Ihnen die beiden Sets vorstellen und Ihnen sagen, wie Sie gewinnen können, hier mehr über das, was Bruichladdich besonders macht:
Heutzutage achtet man auf seine Ernährung und kennt sich im Bereich der Lebensmittel sehr gut aus, was die einzelnen Zutaten, deren Herkunft und ihre Verarbeitung anbelangt.
Bruichladdich findet, dass das auch beim Whisky nicht anders sein sollte. Und darum können Sie diese auch für die Qualität des Whiskys wichtigen Informationen auch mit Hilfe eines QR-Codes auf jeder Flasche Bruichladdich Classic Laddie finden.
Mit dem Handy gescannt oder auf der Website www.bruichladdich.com eingegeben, verrät er alles von der Getreidesorte über die Herkunft der Rohstoffe bis hin zu Details wie zum Beispiel den verwendeten Fassarten und im Fall des Bruichladdich Classic Laddie auch dem Alter der Vattings, die für die jeweilige Abfüllung zum Einsatz kamen. So ist der The Laddie Classic zwar offiziell ein Whisky ohne ALtersangabe, aber Sie als Genießer können das Alter aller verwendeten Fässer lückenlos sehen.
Dieses Transparenzkonzept verfolgt Bruichladdich seit der Neugründung im Jahr 2001 rigoros. Anstatt ein Geheimnis aus dem zu machen, was sie tun, ist es ihr Anliegen, ihr Wissen um den Einfluss von Terroir auf den Geschmack und die Qualität von authentischem Islay Single Malt Whisky mit anderen zu teilen und auf die Wichtigkeit von Herkunft und Nachverfolgbarkeit aller Rohstoffe hinzuweisen.
Traditionalist oder Entdecker? Sie bestimmen, was Sie gewinnen können
Bruichladdich hat für Sie zwei spannende Pakete zusammengestellt – und Sie können sich entscheiden, welches Sie gewinnen wollen – ganz nach Ihrem Typ.
Und das sind die Pakete, die zur Auswahl stehen:
Für Traditionalisten: 10x das Bruichladdich Classic Paket
Das Bruichladdich Classic Paket kommt mit einer großen und einer kleinen Flasche The Classic Laddie und einer Flasche Bruichladdich Islay Barley 2011, dessen Whisky ausschließlich aus auf Islay angebautem Getreide destilliert wurde – also genau das Richtige für alle, die Whisky traditionell genießen wollen. Und damit das mit dem Genießen auch so richtig klappt, gibt es noch zwei The Laddie Tasting Glasses dazu.
Für Entdecker: 3x das Laddie Cosmo Pack
Wer im Sommer einmal eine neue Seite von Whisky erleben will, der ist mit unserem Laddie Cosmo Pack am Beginn einer aufregenden Reise. Im Paket finden Sie alles, was Sie für den Laddie Cosmo Cocktail und eigene erfrischende Ideen brauchen: Eine Flasche Bruichladdich Classic Laddie, 8 Flaschen Balis Cosmo Cranberry Rosmarin, Gläser und hochwertiges Mixology Zubehör.
Damit macht Bruichladdich Whisky Sommer-Party tauglich! Egal ob als erfrischender Aperitif der als fruchtiger Cocktail zum Lunch oder Dinner: Der „Laddie Cosmo“ ist die perfekte Wahl für alle, die noch auf der Suche nach einem sommerlichen Drink sind. Die vollmundigen Noten des Classic Laddie, gepaart mit Noten von Grapefruit, Cranberry, Rosmarin und Minze ergeben ein überraschendes Geschmackserlebnis und überzeugt vor allem Drink-Lover, die es fruchtig, aber nicht zu süß mögen. Das perfekte easy-to-mix Getränk für Whisky-Neulinge und -Liebhaber – und eine gelungene Abkühlung an heißen Tagen – und hier ist das Rezept:
Rezept:
Zutaten Cocktail
5 cl Classic Laddie
Dash frischer Grapefruitsaft (ca. 0,5 cl)
Balis Cranberry Rosmarin
Minze
Zubereitung Cocktail: Alle Zutaten ins Glas auf Eis geben und mit Balis auffüllen. Mit einem Rosmarinzweig, einem Minzzweig und einer Grapefruitzeste garnieren.
Und so gewinnen Sie eines der 13 Packs von Bruichladdich:
Sagen Sie uns einfach, welcher Whisky-Typ sie sind:
a. Traditionalist*in – für das Bruichladdich Classic Paket b. Entdecker*in – für das Laddie Cosmo Pack
Ihre Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Laddie“!
Unter allen Einsendungen mit der Antwort auf die Gewinnfrage und dem richtigen Betreff, die uns bis 15. August 2021, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinner der Preise und geben sie am 16. August 2021 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Bruichladdich Deutschland versendet.
Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!
Die Destillerie Bruichladdich
Teilnahmebedingungen:
Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Laddie“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 1. August 2021, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 16. August 2021 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Bruichladdich sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Bruichladdich Deutschland versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.
Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.
Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen! Herzlichst, Ihr Whiskyexperts-Team
Die Speyside Destillerie Tamdhu, im Besitz von Ian Macleod Distillers, hat diese Woche ein Set mit drei Miniaturen veröffentlicht, das einerseits ein schönes Geschenkset darstellt, andererseits aber auch den ersten Kontakt mit den Whiskys der auf Sherryfässer spezialisierten Brennerei ermöglichen kann.
Im Set, das im Distillery Shop und in Fachgeschäften in UK um 27,99 Pfund verkauft wird (leider sind Bestellungen aus Europa nach wie vor nicht möglich), aber wohl auch den Weg in unsere Fachgeschäfte finden wird, sind der Tamdhu’ 12 Year Old (43% vol.), Tamdhu 15 Year Old (46% vol.) und der Batch Strength No. 005 (59,8% vol.) , jeweils in 5cl-Flaschen, enthalten.
Mit im Pack findet sich eine Karte mit Tasting Notes, so dass man seine Eindrücke mit denen der Verkoster in der Destillerie vergleichen kann.
Ein neuer SLYRS Whisky ist ab heute im Onlineshop der bayerischen Destillerie zu erhalten – und das bis Anfang 2022 ausschließlich, da er durch die Umstellung des Vertriebs erst im Februar des nächsten Jahres in den Handel und die Gastronomie kommt: Der SLYRS Malt Whisky. Er ist mit 40% vol. abgefüllt, stammt aus Virgin Oak Fässern und kostet € 34,90.
Hier die Infos, die wir dazu erhalten haben:
Neu und momentan nur onlineVorerst Distillery only Edition – der SLYRS Malt Whisky kommt
Weltoffenheit, Innovation und bayrischer Charme!
Genau das haben unsere Destillateure mit unserem neuen Premium MALT Whisky erneut bewiesen. Durch die Verwendung bester Zutaten und der Liebe zum Handwerk eröffnen wir mit dem SLYRS MALT Whisky eine neue Ära.
Unser junges, dynamisches Destillateur Team hat viel Zeit damit verbracht, diesen ganz besonderen Whisky bis zur Perfektion zu vollenden.
Durch die Leidenschaft zum Handwerk und die Reifung in Fässern aus neuer amerikanischer Weißeiche kommt die SLYRS-DNA in Form von Vanille-, Malz- und Karamell-Aromen bestens zur Geltung.
Ab dem 13.08.2021 ist unser SLYRS MALT Whisky exklusiv in unserem Online-Shop und vor Ort in unserem Laden zu erwerben. Verkaufsstart für den nationalen Handel und die Gastronomie ist aufgrund unserer Vertriebsumstellung leider erst ab Februar 2022 möglich.
TASTING NOTE
Farbe: Glänzend Goldfarben Geruch: Frisch fruchtig nach reifer Birne und Apfel. Geschmack: Weiche, milde Trinkstruktur, fruchtige Honigsüße, angenehme Malznote mit dezenter Vanille. Nachklang: Langer, würziger, gut ausbalancierter Nachklang, mineralisch leicht trocken.
Degustation & Empfehlungen
Den SLYRS MALT genießen Sie am besten pur bei Zimmertemperatur.
Die Sommerduette auf Whiskyfun werden heute mit zwei Abfüllungen aus der Destillerie Jura von der gleichnamigen Insel, gleich bei Islay gelegen, fortgesetzt. Es sind Bottlings von unabhängigen Abfüllern, und sowohl der 12 Jahre alte als auch der 29 Jahre alte Whisky können dabei sehr gute Bewertungen erringen.
Beide sind übrigens in diesem Jahr erschienen, sollten bei Interesse also eventuell noch auffindbar sein. Hier jedenfalls die Wertungen der Verkostung:
Abfüllung
Punkte
Isle of Jura 12 yo 2009/2021 (52.9%, Liquid Treasures, hogshead, 134 bottles)
86
Isle of Jura 29 yo 1992/2021 (47.3%, Maltbarn, bourbon)
Eines der erfolgreichsten Online-Festivals des Vorjahrs kehrt auch 2021 zurück: Das Irish Whiskey Wochenende wird in diesem Jahr am 9. und 10. Oktober stattfinden, wieder mit zahlreicher Beteiligung irischer Brennereien und Bonder. Die Tasting Sets dafür – dieses Jahr gibt es ein Dutzend verschiedene – sind ab sofort hier online bestellbar.
Mehr das Irish Whiskey Wochenende lesen Sie hier im nachfolgenden Pressetext von irish-whiskeys-de:
Irish Whiskey Wochenende Tastingsets ab sofort verfügbar
Im November 2020 fand das Irish Whiskey Wochenende erstmals statt. Unter dem Motto „Der Geschmack Irlands kommt zu dir nach Hause“ haben 11 irische Destillerien und Whiskeybonder ihre Produkte vorgestellt.
Das Wochenende war ein voller Erfolg und die Teilnehmer waren begeistert von der Bandbreite und Qualität des irischen Whiskeys. Nach so viel positiver Rückmeldung gibt es natürlich eine Fortsetzung im Jahr 2021.
Am 09. & 10. Oktober 2021 wird das Irish Whiskey Wochenende 2021 stattfinden. Wieder werden Destillerien und Whiskey Bonder aus Irland in Live Master Classes ihre Produkte vorstellen. Auch in diesem Jahr halten die Tastingsets wieder besondere Abfüllungen bereit und auch das ein oder andere Sample, das man so nicht zu kaufen bekommt.
Ein Wochenende rund im irischen Whiskey mit abwechslungsreichen Rahmenprogramm wird es wieder werden.
Nun ist es endlich soweit und die Tastingsets für dieses Jahr können bestellt werden. Wieder wird es insgesamt 11 Live-Tasting Sessions geben. Kauft euch ein Tastingset für Samstag oder Sonntag und ihr könnt das ganze Wochenende den Stream anschauen und sehr viel über irischen Whiskey erfahren.
Dieses Jahr gibt es einige Neuerungen: ihr könnt euch Tagessets für Samstag und Sonntag kaufen, wenn ihr so einen ganzen Tag dabei sein wollt, ist solch ein Paket genau das Richtige für euch. Außerdem gibt es für alle Besteller eines Tagessets einen Zugang zur After-Show-Party am Samstagabend.
Außerdem gibt es zur Einstimmung auf das Wochenende bereits am Freitag einen Live Stream unter dem Motto: Pub Session – guter Whiskey und bester Irish Folk. Auch dazu gibt es natürlich ein Tastingset, mit vier verschiedenen Whiskeys. Der Live Stream wird auf Facebook und YouTube ausgestrahlt.
Auf der eigens eingerichteten Webseite www.irish-whiskey-wochenende.de werden nach und nach die teilnehmenden Destillerien und Whiskeybonder vorgestellt. Hier ist auch der Übersichtsplan der Masterclasses zu finden, so dass die Tastingplanung für das Wochenende übersichtlich ist.
Wer keine Informationen rund um das Irish Whiskey Wochenende verpassen möchte, kann sich dort auch für den Newsletter registrieren. Daneben erscheinen regelmäßige News und Updates über die Social Media-Kanäle Facebook und Instagram.