PR: Kirsch Import mit neuem Bunnahabhain Staoisha und Langatun Old Deer

Eine Neuauflage des Bunnahabhain Staoisha und einen Swiss Single Malt Whisky aus der Brennerei Langatun finden wir heute im Rundschreiben von Kirsch Import
A
lle Details finden Sie hier folgend, die Preise der Abfüllungen können Sie wie üblich bei Ihrem Händler erfahren:


Volles Geschmackspanorama für Rauch-Fans:
Der neue Bunnahabhain Staoisha von Signatory Vintage Very Cloudy

1988 gründete Andrew Symington die Signatory Vintage Scotch Whisky Company Ltd. und füllt seitdem exklusive Fässer ganz unterschiedlicher schottischer Brennereien ab. Die limitierten Single-Cask-Abfüllungen kommen in Reihen auf den Markt, wie etwa die Signatory Un-Chillfiltered Range. Deren Very Cloudy Whiskys sind natürlich-trüb. Der Grund: Trotz nur 40% vol. werden die Single Malts nicht kühlfiltriert. So behalten sie ihr volles Aroma und sind zugleich echte Blickfänger.

Nun legt Signatory mit dem ersten im Jahr 2021 abgefüllten Very Cloudy Whisky nach – einer Neuauflage des Bunnahabhain Staoisha mit seinen kräftigen Noten von Rauch und Torf. Ebenso intensiv rauchig ist der Caol Ila, 2013 an der Ostküste der Whiskyinsel Islay destilliert. Mit dem Ende des letzten Jahres abgefüllten Mortlach wächst die Neuheitenrunde um einen kernigen Speysider. Den Abschluss bildet ein 7-jähriger, leicht rauchiger​​​​​​​ Highlander von Ardmore.

Bunnahabhain 2014/2021 – Heavily Peated
Signatory Vintage Very Cloudy

6 Jahre
Dest. 20/10/2014
Abgef. 08/02/2021
Fassnr. 10611 & 10616
Fasstyp: Dechar/Rechar Hogsheads
930 Flaschen
40% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Caol Ila 2013/2020
Signatory Vintage Very Cloudy

7 Jahre
Dest. 21/06/2013
Abgef. 05/11/2020
Fassnr. 326941 & 326942
Fasstyp: Hogsheads
915 Flaschen
40% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Mortlach 2013/2020
Signatory Vintage Very Cloudy

7 Jahre
Dest. 13/06/2013
Abgef. 06/11/2020
Fassnr. 803513 & 803516
Fasstyp: Hogsheads
905 Flaschen
40% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Ardmore 2013/2020
Signatory Vintage Very Cloudy

7 Jahre
Dest. 08/08/2013
Abgef. 06/11/2020
Fassnr. 1328 & 1329
Fasstyp: Hogsheads
945 Flaschen
40% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert


Single Malt auf Schweizerisch: Langatun Old Deer

Das Kornhaus im schweizerischen Aarwangen ist 400 Jahre alt, denkmalgeschützt – und Zuhause der Whiskydestillerie Langatun. Seit 1857 ist die Brennerei in Familienhand und stellt als Traditionsbetrieb bis heute feinste Destillate nach althergebrachten handwerklichen Methoden her. Die Details des Produktionsprozesses sind ein wohlgehütetes Geheimnis, das nur wenige Personen bewahren, und das den Langatun Whiskys ihren unvergleichlich weichen, komplexen und zarten Charakter verleiht.

Geprägt von ihrer langen Geschichte, spiegelt die schweizerische Brennerei in allem, was sie tut, Ehrlichkeit, Qualität, Engagement und Innovation – Werte, die Whiskys formen, die heutzutage von der Schweiz aus international die Anerkennung von Genießern erfahren.

Einer von ihnen: der Langatun Old Deer aus 100%ig reinem Gerstenmalz. Dank der sorgfältigen Auswahl von sowohl hochwertiger Hefe als auch Gerste bilden sich bereits in den ersten Tagen der Gärung intensive pflanzliche und fruchtige Aromen, die den Langatun-Klassiker prägen. Seinen unvergleichlich weichen, malzigen Charakter verdankt Old Deer der Zweifachdestillation, seine Komplexität und den eleganten Nachgeschmack der Reifung in Sherry- und Chardonnay-Fässern. In idealer Trinkstärke von 46% vol. ist der Single Malt ein leichter, fruchtiger und lieblicher Genuss.

Langatun Old Deer Classic
Swiss Single Malt Whisky

Fasstyp: Sherry- und Chardonnay-Fässer
46% vol.
0,5 Liter
Nicht gefärbt

Serge verkostet: Ein Quartett aus Speyburn – ab 1975

Drei Whiskys der Destillerie Speyburn aus unserem Jahrtausend und einer aus dem Jahr, als der Vietnamkrieg zu Ende ging – das sind die vier Kandidaten der Verkostung heute auf Whiskyfun. Die Glamour-Destillerie ist Speyburn ja nicht gerade, und es ist auch nicht besonders einfach, sie bei unabhängigen Abfüllern zu finden, aber das Quartett, das Serge heute zusammengestellt hat, weiß auf jeden Fall zu gefallen, ob nun von der Destillerie selbst abgefüllt oder unabhängig. Und ganz weit vorne ist der Speyburn von Cadenhead aus der dumpy bottle.

Hier die Whiskys aus der Verkostung:

Speyburn-Glenlivet 10 yo 2008/2018 (46%, Cadenhead, Small Batch, bourbon hogshead)81
Speyburn 18 yo (46%, OB, +/-2020)86
Speyburn 2008/2018 (46%, Scyfion Choice, Muscat finish, 140 bottles)86
Speyburn-Glenlivet 15 yo 1975/1991 (63.1%, Cadenhead, Dumpy, 75cl)92

PR: Kirsch Import mit Waterford Tinnashrule: Edition 1.1 exkl. für Deutschland und Elements of Islay in der Vatertagsedition

Zwei neue Abfüllungen stellt Kirsch Import in seinem heutigen Rundschreiben vor:
Waterford Tinnashrule: Edition 1.1 ist ein Germany Exclusive und mit Papa Pea erscheinen die Elements of Islay in einer Vatertagsedition.

Hier alle Details für Sie. Die Preise der Abfüllungen können Sie wie üblich bei Ihrem Händler erfragen:


Ein Terroir nur für deutsche Genießer:
Waterford Tinnashrule: Edition 1.1 ist ein Germany Exclusive

Ein Ort, eine Farm, ein Whisky: Waterford fängt mit einzigartigen Single-Farm-Whiskys die geschmackliche Quintessenz verschiedener irischer Terroirs ein. Dass Bodenzusammensetzung, Sonneneinstrahlung oder Lage zu eindeutigen Unterschieden führen – in der Gerste selbst und damit dem Aroma von Single Malts – ist nicht mehr nur die Überzeugung von Waterford-Fans sowie CEO Mark Reynier. Den Einfluss von Terroir belegte kürzlich eine wissenschaftliche, unabhängig geprüfte Studie. Sie ist öffentlich über die Website der renommierten Fachzeitschrift Foods zugänglich.

Nun gibt Brand Innovator of the Year 2021 Waterford einzelnen Märkten die spannende Möglichkeit, ihr „eigenes“ Terroir zu erkunden und dessen Entwicklung über einige Jahre hinweg zu verfolgen. Fünf Single Farm Origins wurden in Europa auf exklusiver Basis zugewiesen – an Deutschland: Tinnashrule: Edition 1.1. Seinen Ursprung nimmt der Terroir-Whisky im Regenschatten der Blackstairs Mountains, nördlich von Enniscorthy. Hier liegen die hügeligen Tiefland-Gerstenfelder von John Crowley Farms im Windschatten von Eschen- und Lärchenwäldern und profitieren von dem gut durchlässigen und tonhaltigen Lehm der sehr ertragreichen Clonroche-Serie.

Separat angebaut, geerntet, gelagert und destilliert, kreiert diese Gerste einen Single Malt mit komplexen Noten von Honig über spritzige Früchte und dunkle Schokolade bis Wasabi-Würze. Wie alle Single-Farm-Abfüllungen macht Waterford seinen Tinnashrule: Edition 1.1 über den TÉIREOIR Code  auf dem Rücketikett vollständig transparent und lädt mit Text, Bild und Ton in die Welt des Germany Exclusive ein.

Tinnashrule: Edition 1.1
Waterford Irish Single Malt Whisky

3 Jahre, 8 Monate, 14 Tage
Dest. KW 3/2017
Abgef. 03/2021
Fasstyp: 15% Fässer aus französischer Premium-Eiche (Margaux-Rotwein), 17% Vin Doux Naturel Fässer (Sherry/Sauternes), 22% Neue amerikanische Eichenfässer, 46% First Fill Fässer aus amerikanischer Eiche
50% vol.
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Tasting Notes

Nase: Süße Honigwaben, Pflaumen, Orangenzesten und Rosenwasser, dazu Gerstenflocken, etwas Minz-Frische sowie dunkle Schokolade mit der Würze von Leder und Anis.

Gaumen: Nelken, weißer Pfeffer und dunkle Schokolade gehen über zu frischem Brot und spritziger Grapefruit. Noten von Orangensirup und Wurzelgemüse leiten in den Nachklang über.

Nachklang: Lang, wärmend und würzig.


Papa Peat:
Elements of Islay in der Vatertagsedition

Väter sind Kernelemente im Periodensystem des Lebens. Dieser Tatsache zollt Kirsch Import in Kooperation mit der Reihe Elements of Islay Respekt. Mit Peat Pure Islay in der Vatertagsedition widmen wir das Herz der torfig-maritimen Inselwhiskys allen Papas und Peat-Lovers. Das Apotheken-Design des Islay Blended Malt Scotch Whisky haben wir für die Geschenkidee zum 13. Mai um „liebevolle“ Elemente ergänzt und den Papa ins Zentrum gerückt – ganz wie es sich zum Vatertag gehört. 

Der Absender der „I love Papa“-Botschaft kann am rechten Rand des als Karte fungierenden Etiketts seinen Namen hinterlassen. So überbringt die personalisierte Flasche herzige Vatertagsgrüße und erfreut zugleich bei schöner Trinkstärke von 45% vol. mit einem ausgewogenen Aromen-Mix aus Orange, geräuchertem Schinken und dunkler Schokolade. 

Peat Pure Islay – I love Papa
Elements of Islay

Islay Blended Malt Scotch Whisky
45% vol.
0,5 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Tasting Notes

Nase: Orangenschale und dick geschnittener Speck mit Muscheln und glühenden Kohlen.
 
Gaumen: Hickory-Rauch und ein Hauch von Lapsang-Souchong-Tee mit gesalzenem Karamell und dunkler Schokolade.
 
Nachklang: Meeresgischt und Bratapfel verblassen und hinterlassen starken Rauch, Trüffelsalz und süße Gewürze.

Verstärkung für das Exportgeschäft von Borco-Marken-Import: Mai-Thy Ton startet am 01. Mai 2021 als Global Business Development Managerin

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Wie uns Borco-Marken-Import in ihrer Presseaussendung mitteilt, wird Frau Mai-Thy Ton, die als Global Business Development Managerin ab dem 01. Mai 2021 das Global Business Development Team verstärken. Mehr dazu in der nachfolgenden Presseaussendung.

Wir wünschen Mai-Thy Ton viel Freude und Erfolg bei ihren neuen Aufgaben!


Verstärkung für das Exportgeschäft: Mai-Thy Ton startet am 01. Mai 2021 als Global Business Development Managerin

Hamburg, April 2021. Das hanseatische Familienunternehmen BORCO-MARKEN-IMPORT gewinnt mit Frau Mai-Thy Ton (30) eine erfahrene FMCG- und Spirituosenexpertin aus den eigenen Reihen als Verstärkung für das Exportgeschäft. Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin startet am 01. Mai 2021 als Global Business Development Managerin. Zuletzt arbeitete Frau Ton, die im August 2017 in das Unternehmen eintrat, als Brand Managerin für das Premium-Whisky-Portfolio der Hamburger.

In ihrer neuen Funktion wird Frau Ton das Gebiet Südost-Asien und Ozeanien (Australien und Neuseeland) betreuen. Die Intensivierung sowie der Ausbau der Partnerschaften in diesem bedeutenden Wirtschaftsraum gehören dabei zu ihren Arbeitsschwerpunkten. Sie wird direkt an den Head of Global Business Development Danny Gandert berichten, der in Frau Ton die ideale Besetzung für die Stärkung der BORCO-Eigenmarken im Ausland sieht:

„Dass wir Frau Ton für unser Exportteam gewinnen konnten, bereitet mir sehr viel Freude und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Für die neue Herausforderung bringt Frau Ton umfassende Kenntnisse und ein tiefgründiges Verständnis für Marken, Menschen und die Vertriebsarbeit mit, welches sie bereits im Brand Management erfolgreich unter Beweis stellen konnte“

„Frau Ton wird das BORCO-Exportteam mit ihrem Know-how und ihrer kommunikationsstarken sowie offenen Persönlichkeit ungemein bereichern. Ich freue mich über die erfolgreiche Besetzung und wünsche ihr viel Freude in ihrer neuen Position“

ergänzt Markus Kohrs-Lichte, BORCO CEO.

Ton startete ihre berufliche Laufbahn 2008 bei der isi GmbH, einem der weltweit führenden Agenturen für sensorisches Marketing. Es folgten Stationen bei Bahlsen, der Otto Group sowie bei der Tom Tailor Group in den Bereichen Brand Management, internationales Marketing, Marktforschung und Business-Planung.

BORCO-MARKEN-IMPORT Matthiesen GmbH & Co. KG, Hamburg

BORCO, mit Sitz in Hamburg, ist einer der größten deutschen und europäischen Produzenten und Vermarkter internationaler Top Spirituosen Marken. Das Portfolio des unabhängigen Familienunternehmens, darunter u. a. SIERRA Tequila, FINSBURY London Dry Gin, HELBING Kümmel, RUSSIAN STANDARD Vodka, YENI Rakı und DISARONNO deckt fast alle wichtigen internationalen Segmente ab und ist in seiner Stärke und Geschlossenheit sicher einmalig. BORCO unterstützt den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, über den Sie sich auf https://www.massvoll-geniessen.de/ informieren können. Weitere Informationen zum Unternehmen und Portfolio finden Sie auf www.borco.com.

Neu: Cask Speyside 12yo Sherry Finish von A.D. Rattray

Der unabhängige Abfüller A.D. Rattray hat in seiner sehr erfolgreichen und preiswerten Casks of Scotland Serie den neuen Cask Speyside 12yo Sherry Finish veröffentlicht. Dieser zwölfjährige Single Malt, der seine Herkunftsbrennerei nicht verrät, reifte zunächst in ehemaligen Bourbon-Fässern. Abschließend genoss er noch einige Zeit in Sherryfässern. Diese verliehen ihm volle und würzige Aromen von Beeren und Obstgärten.

Cask Speyside 12yo Sherry Finish kam mit 46 % Vol., ungefärbt und ohne Kühlfiltrierung in die Flasche. Erhältlich ist diese neue Abfüllung für £42 (knapp 50 €) im Webshop von A.D. Rattray. Kunden aus der EU bittet der unabhängige Abfüller allerdings, vor einer Bestellung mit ihnen die Liefermöglichkeiten zu erörtern.

Serge verkostet: Fünf offizielle Glenturret und ein Unabhängiger

Seit Glenturret vor ein paar Jahren von der Edrington Group an die Lalique Group verkauft wurde, hat sich bei Schottlands älteste, noch aktive Destillerie einiges verändert (wir berichteten). Aufgrund dieser Veränderungen hörte Serge Valentin einige gute Dinge über diese Brennerei, wie er schreibt. Mehr als Grund genug für ihn, sich der neuen Standard Range der Highland-Brennerei anzunehmen. Als kleine Zugabe zum Ende seines heutigen Tasting findet sich noch ein peated Indie. Dieser und der folgende Glenturret 10 yo ‚Peat Smoked‘ zeigen, so Serge, dass der unpeated style der Brennerei die bessere Wahl sei. Wie sich dies in den Benotungen des Glenturret-Tastings auf Whiskyfun ausdrückt, können Sie in unserer Übersicht sehen.

Glenturret ‚Triple Wood‘ (43%, OB, Maiden Release, 2020)82
Glenturret 12 yo (46%, OB, Maiden Release, 2020)85
Glenturret 15 yo (55%, OB, Maiden Release, 2020)85
Glenturret 30 yo (45.7%, OB, Maiden Release, 750 bottles, 2020)90
Ruadh Maor 8 yo 2011/2020 (47.5%, Carn Mor, hogsheads, 837 bottles)79
Glenturret 10 yo ‚Peat Smoked‘ (50%, OB, Maiden Release, 2020)81
Photo credit: fhwrdh on Foter.com / CC BY

Video: Ralfy verkostet Chivas Regal 18yo (Review #871)

Nur selten finden wir in Ralfy Mitchells Videos einen Blended Scotch. Für seine Verkostungen wählt er lieber einen Blended Malt oder Single Malt aus. Er weiß auch, dass dies ein klein wenig snobistisch ist. Und dies ist für ihn, wie für viele andere auch, relativ bedeutungslos.

In seinem aktuellen Tasting-Video gibt es also mit dem Chivas Regal 18yo eine große Ausnahme. Dieser sehr bekannte und weit verbreitete Blended Scotch verweilte vor der Verkostung (und vor der Aufnahme des Videos) eine Stunde im Glas, um erst einmal richtig durchatmen zu können. Der gefällige Whisky weiß Ralfy zu gefallen, mit einer dezenten Zugabe von Wasser sogar noch etwas mehr. Neben dem Label ‚Blended‘ vergibt Ralfy noch 82 Punkte für den Chivas Regal 18yo. Auch zum Thema „Blended Scotch“ kann er natürlich sehr viele interessante Fakten und Ansichten mitteilen. Wer hier an mehr Wissen und Ansichten interessiert ist, findet sein Video im oberen Bereich unseres Posts sowie auch auf Youtube. Noch mehr Wissen und Ansichten können wir in seinem angekündigten Extra-Video zum Thema ‚Blends‘ erwarten. Wir sind gespannt.

Serge verkostet: Ein halbes Dutzend Blended Malts

Mehrere Single Malts in einer Flasche – das ist wohl die kürzeste Erklärung für das, was ein Blended Malt ist. Früher auch Vatted Malt genannt, unterscheidet er sich vom Blend durch die Absenz von Grain Whisky.

Eine Verkostung von sechs dieser Blended Malts hat Serge heute, am Ostermontag, online gestellt, und die Bandbreite der Punktewertungen heute reicht von müden 72 zu satten 90 Punkten, wobei die niedrigste Wertung eher ein Ausreißer ist. Auch ein Rauchiger ist dabei

Hier alle Blended Malts der Verkostung in unserer tabellarischen Übersicht, die wir mangels angegebener Destillerien heute mit einem schönen Bild des Eilean Donan Castle garnieren:

Blend On The Run 29 yo (45.6%, WhiskySponge, blended malt, 314 bottles, 2020)89
Blended Malt 19 yo (45%, Elixir Distillers, Whisky Trail, blended malt, 2021)72
Scarabus ‚Batch Strength‘ (57%, Hunter Laing, Islay, 2020)89
Peat Cubed (57.9%, Elements of Islay, for La Maison du Whisky, 2020)89
The Nameless Four 12 yo 2007/2020 (47.8%, The Whisky Mercenary, Highlands) 85
The Whisky Trail 38 yo 1980/2019 (44.2%, Elixir Distillers, for HNWS Taiwan, blend, cask #28, 273 bottles)90

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (226)

Willkommen zur  226. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

Die Liste der teilnehmenden Vlogs ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 226 finden Sie einen Podcast und vierzehn neue Videos:

Podcast – We talk Malts Folge 38Kilchoman Vertical Tasting

Whisky in Drag – Laphroaig 10 Sherry Oak Finish

Malts & Metal – Laphroaig 10 Jahre Sherry Oak vs. Lore

Friendly Mr. Z – Queen Margot 8

BarrelBeast – Glenglassaugh Octaves Classic Batch 2

The Malthead – Der neue Longrow Red

Whisky Plausch – Yellow Spot 12

World Wide Whisky – Mortlach 15 Jahre (G&M)

Malte talks Malts – Tamdhu – Batch Strength 004

The Bourbon Diaries – Der neue Knob Creek 9yo

Whisky Buzz – Ardmore 10yo The War of The Peat VIII

Whisky Enjoy – Blanton’s Gold Kentucky Straight Bourbon

WhiskyJason – Bud Spencer The Legend – Rauchig

Pat Hock – Redbreast 12 Cask Strength

https://youtu.be/AItXYTNp3Wg

The Whisky Waiter – Laphroaig Sherry Oak 10 vs. T-Wood


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 18)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist momentan in der ersten Auflage vergriffen – über Neuigkeiten zu Bestellmöglichkeiten werden wir Sie natürlich rechtzeitig informieren.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

hier geht es zur Folge 17

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 18)

Punkt 10 Uhr machte Cadenhead’s auf. Punkt 10 Uhr trat ich durch die Tür und wurde von einer Duftwolke begrüsst, von der ein Barbetrieb nur träumen konnte. Peinlich nur, dass meine Sneakers nasse Tapser auf dem gefegten Dielenboden hinterließen.

Der altertümliche Whiskyladen bestand aus zwei nüchternen Räumen. Im vorderen bauten sich tannengrüne Holzregale entlang der Wände auf, hier befand sich die Heimat Hunderter lokaler Whiskys der Marke Cadenhead’s. Aromen von Vanille und Karamell bestimmten die Raumluft und sofort war der Miesepeter in mir verschwunden, das unwirtliche Draußen vergessen. Hier kannst du einen guten Tropfen in aller Ruhe verkosten, signalisierte der Bartisch mit den grünen, locker verkorkten Flaschen getorfter und ungetorfter Provenienz.

In Edinburgh hatte ich gleich am Tag nach meiner Ankunft Cadenhead’s urigen Kioskladen am unteren Ende der Royale Mile aufgesucht, um auf schottischem Boden meinen ersten Single Malt zu verkosten und ein putzig kleines, tulpenförmiges Glencairn Glas für die Reise zu kaufen. Zehn Tage waren mittlerweile vergangen, Edinburgh lag hinter dem Horizont, gefühlte 500 Meilen entfernt, als ich nun wieder in einem Cadenhead’s Laden stand und mich erneut fragte: schauen die Profis, die hier Whisky verkaufen, auch gerne ins Glas? In Edinburgh hatten sie bereits zur Mittagszeit eine schwere Zunge und hier, das stellte ich mit einer gewissen Heiterkeit fest, bereits um 10.30 Uhr. Schmunzelnd schlenderte ich erst einmal von Regal zu Regal und studierte die Etiketten – stocknüchtern tat ich dies, aber zunehmend irritiert. Ja, Verwirrung machte sich breit, weil alle Etiketten auf den ersten Blick gleich aussahen. Erst als ich die Lesebrille aufsetzte und die Aufschriften unter dem einheitlichen Cadenhead’s Logo studieren konnte, wurde mir klar, warum alle Flaschen so uniform auf den Regalböden standen.

Cadenhead’s, im Jahr 1842 in Aberdeen gegründet, gehört seit 1969 zu Springbank und vermarktet nicht nur Springbank Marken, sondern auch die Whiskys anderer Destillerien, die namenlos bleiben. Außerdem ist Cadenhead’s als selbstständiger Abfüller authorisiert, eigene Blends zu vermählen und diese Blends sind sehr zu empfehlen; alle in Fassstärke von 58 bis 46 % vol. auf die Flasche gezogen, was mir persönlich besser gefällt als das gesetzlich vorgeschriebenen Minimum von 40 %. Je nach Tageszeit und Stimmung kann ich so selbst entscheiden, ob ich mein Dram mit Wasser verdünnen oder pur genießen will, um das Bouquet gefälliger und meiner Stimmung angepasst zu formen.

Wohlgemerkt, Cadenhead’s vertreibt nicht nur Whiskys, sondern auch Gin, Rum, Grappa, Absinth, Cognac, Sherry und Portwein aus eigener Abfüllung. Nun weiß der Insider, dass man bei Cadenhead’s auch Sammlerstücke von geschlossenen Brennereien wie einen einundvierzigjährigen Carsebridge zu vertretbaren Preisen findet. Allein schon wegen der nostalgischen Etiketten sind Cadenhead’s Collections unter Sammlern äußerst beliebt.

Versonnen verließ ich die Heimat der lokalen Malts und schlenderte über einen knarzenden Holzboden in den offenen Nebenraum. Dort entdeckte ich zwei hüfthohe Eichenfässer, die aufrecht in einer Nische standen. Handelte es sich hierbei um eine urige Dekoration oder waren sie befüllt? Die beiden 250-Liter-Fässer, Hogsheads werden sie von den Küfern genannt, waren tatsächlich befüllt und mit niedlich kleinen Zapfhähnen versehen. Nach den leeren, etikettlosen Flaschen auf dem seitlichen Regal zu urteilen, konnte jeder Kunde seinen eigenen Whisky hand filled zapfen und zwar zu einem verdammt günstigen Preis.

Vor einer Glasvitrine mit silbernen Springbank-Manschettenknöpfen und versilberten, zweihenkligen Trinkschalen machte ich kurz Halt, weil diese Artikel ausgefallener als das bisherige Gros ewig gleicher Werbeprodukte waren. Schnell hatte ich mir einen Überblick über die käuflichen Gegenstände verschafft – das reichte wieder einmal, ich brauchte nichts aus der Auslage. Vielmehr zog es mich mit Macht an den Verkostungstisch, wo mehrere entkorkte Flaschen bereits auf mich warteten. Noch hatten wir Vormittag, doch ein Dram war dem Fußgänger erlaubt. Auch der Blick durch das Schaufenster nach draußen kam einer Trinkerlaubnis gleich – es regnete in Strömen. Warum also nicht im Trockenen ausharren und sich mit dem Coupon der gestrigen Tour das fröstelnde Herz erwärmen?

Der Hafen von Campbeltown. Photo credit: whiper via Visualhunt.com / CC BY-SA

Mittlerweile war ich nicht mehr der einzige Besucher. Der Laden füllte sich stoßweise mit Gruppen, die hier Tickets für die Springbank-Tour kauften oder ihre Coupons für einen Drink einlösten. Drängeln war inzwischen ein Muss, wahrlich unangenehm!Zwischen Leuten in tropfnassen Anoraks und Mänteln hindurch musste ich mich drängen, um zum Verkostungstisch, auf dem auch die Kasse stand, zu gelangen.

Der Reihe nach studierte ich die Flaschen mit dem uniformen Cadenhead’s Label, die sich nur im Kleingedruckten, im Jahrgang und der Fasslagerung unterschieden. Nach einigem Zögern entschied ich mich für den 15jährigen Springbank, einfach deshalb, weil mich die blockische Schrift auf dem smaragdgrünen Etikett ansprach. Aus optischen Gründen und ganz ohne Vorwissen traf ich meine Auswahl des kostenlosen Dram. Nun ja, vielleicht auch, weil mir die Brennerei mit ihren liebenswerten Arbeitern und Angestellten inzwischen ans Herz gewachsen war. Wie diese Schotten in Handarbeit Whisky produzierten, das beeindruckte mich doch sehr, zumal ich diese Kunstfertigkeit in keiner der bisher besuchten Destillerien so engagiert erlebt hatte. Als mir diese Gedanken durch den Kopf gingen, musste mir wie von selbst ein Lächeln übers Gesicht gehuscht sein. Prompt wertete der Verkäufer das unbewusste Lippenspiel als Aufforderung, mir tüchtig einzuschenken. Ich dankte ihm und zog mich in eine ruhige Ecke im Nebenraum zurück. Da mich niemand und nichts drängte und es draußen immer noch wie aus Kübeln goss, widmete ich mich dem Springbank, aged 15 years, Campbeltown Single Malt Scotch Whisky, 46 % vol.

Als Tribut an das Augenlicht schwenkte ich das halbvolle Glas in der Hand und ließ das hellbraune, mich an meinen Nougat-Riegel erinnernde Dram im Glas kreiseln. Gegen das Licht rannen ölige Schlieren in Bahnen die Glaswand hinab, Schlieren, die auch Tränen hätten sein können. Tränen der Freude, die Gaumenfreuden versprachen. Die Nase konnte es kaum erwarten, sie schnüffelte bereits und forderte ebenfalls Beachtung. Beide Nasenmuscheln kamen ins Spiel, kaum, dass ich die Mundatmung auf Nasenatmung umstellte. Die ätherischen Düfte aus der verengten Öffnung es handlichen Glases sog ich erst durch das rechte, dann durch das linke Nasenloch ein. Wieder einmal erwies sich der linke Nasenflügel als der bessere olfaktorische Detektiv. Karamell und Mandeln waren vorrangig zu riechen. Nein, kein Torf! Dafür begegnete mir trockenes Eichenholz und zwar mit Ellenbogengewalt. Erst jetzt kam der Gaumen, der sich lange hatte gedulden müssen, zum Zug. Aber nur im vorderen Zungenbereich benetzte ich die Mundhöhle. Viel Vanille zum Auftakt, umspielt von Zitrus, Feige und Marzipan – eine prächtige Komplettierung der fruchtigen Aromen. Als ich den Springbank einlud, den Gaumen weiter öffnete und auch die Backtaschen, setzte der Speichelfluss schnell und heftig ein und dämpfte das Brennen der dichten 46 %. Beim Kauen registrierte ich eine versöhnliche Milde und nicht lange dauerte es, bis das unvermeidliche Brennen in wärmendes Wohlgefühl umschlug. Mehrmals kaute ich diesen und einen zweiten Schluck, bevor ich mich dem Nachklang widmete. Dieser erfolgte lang anhaltend, von Eiche und Feige, auch von dunkler Schokolade geprägt. Plötzlich schmeckte ich Torf, aber schon überlagerte eine cremige Milde das alkoholische Brennen und ich war mir ganz sicher, einem Malt der Extraklasse begegnet zu sein. Ohne lange zu zögern, bewertete ich den fünfzehnjährigen Springbank mit vier Stützrädern und – frohlockte, hatte ich doch soeben meinen zweiten perfekten Schluck aufgespürt.

Apropos Stützräder! Diese unsinnige Hilfskonstruktion gegen das Umfallen, in der Regel an Kinderrädern montiert, hätte ich jetzt tatsächlich gebrauchen können, denn das vortrefflich gefüllte Glas erfüllte langsam aber sicher seine Wirkung. Das deftige Frühstück war längst verdaut und beschwipst signalisierte der Magen: Mittagszeit. Leicht schwankend kämpfte ich mich durch eine Gruppe von Neuankömmlingen, die im Pulk die Ladentür versperrten, ihre nassen Schirme abklopften und diese aus Platzmangel vor meinen Füßen zusammenfalteten. Bevor mich Ärger über ihr gieriges Drängen zur Theke übermannen konnte, suchte ich das Weite – zum Glück zu Fuß.

Der asphaltierte Gehsteig fühlte sich unter meinen wattigen Schritten wie eine rutschige Gummimatte an, als ich sachte schlingernd Richtung Hafen lief. Keine fünfzig Meter war ich gelaufen, da kam es mir vor, als wirkte die herbe naße Luft wie ein Striptease, der die Hüllen des kleinen Rauschs fallen ließ. Zweifellos hatte ich einen in der Krone, das war inzwischen offenkundig. An der Beinarbeit merkte ich es, weil ich mehrmals über Risse im Asphalt stolperte. Das halbe Glas Springbank war für einen nüchternen Magen zwar kein Problem, doch zweifelsohne eine Herausforderung. Zum Glück bewegte ich mich auf zwei Beinen und nicht auf zwei Rädern. Mit dem Fahrrad hätte ich vier Stützräder für die Strecke zum Hafen gebraucht.

Dank eiserner, wenn auch verwurschtelter Beinarbeit schaffte ich es zur Promenade, wo ich mir im Café Bluebell eine schnelle Tomatensuppe und ein Salat-Sandwich bestellte. Für ein gemütliches Mahl, vorzugsweise fish & chips, fehlte die Zeit, denn ich wollte den Nachmittag sinnvoll nutzen. Das Ausnüchterungsmahl schlang ich hungrig in mich hinein und spülte mit viel Kaffee nach. Nicht weil es feuchtkalt zwischen den Resopal-Tischchen zog, beeilte ich mich mit dem Essen, sondern weil ich mir für den Nachmittag noch einen Besuch bei Glen Scotia vorgenommen hatte. 

Glen Scotia. By Lirazelf – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62323489

In den guten Jahren, als in Campbeltown noch in 37 Brennereien die Blasen befeuert wurden und Whisky nur so floss, hinüber ins nahe Irland und nach Schottland und England sowieso, war Glen Scotia ein großer Name. Als aber im Jahr 1929 die Weltwirtschaftskrise hereinbrach und die örtlichen Kohleminen schlossen, musste auch die ehrwürdige Destillerie dicht machen. In den späteren Jahrzehnten erlebte Glen Scotia ein trauriges Weitergereichtwerden von Eigentümer zu Eigentümer aus reiner Geldmacherei – ein großer Namen war zum Futter für Heuschrecken geworden. Schließlich begann eine halbherzige Zeit. Mit Leiharbeitern von Springbank wurde destilliert und produziert, aber diese Notlösung regelte nur das Allergröbste, um eine Insolvenz abzuwenden. Aktuell profitiert Glen Scotia von der Zentralisierung in der schottischen Whiskyindustrie und so fand das Waisenkind eine neue Familie. Die Brennerei gehört heute zur Loch Lomond Gruppe, die auch die Brennereien Loch Lomond und Littlemill besitzt. Allerdings blieb nach einem verheerenden Brand von Littlemill nur noch der Name und ein geringer Fassbestand übrig.

Das Tropfenkonzert in den Straßen und auf der Uferpromenade von Campbeltown war verstummt, eine unwirkliche Stille war nach dem Regen eingetreten. Selbst der Meerwind riss nicht mehr an den Falten und Laschen meines Anoraks und das Flattern hatte ein Ende. Es schien, als hielte der Himmel über der Stadt den Atem an. Mit leichtem Befremden lief ich an der Bucht entlang und bog am hinteren Ende in die Dalaruan Street ein, wo ich nach einigen hundert Metern die grauweiße Fassade eines Fabrikgebäudes erblickte. Das musste Glen Scotia sein! Allerdings vermisste ich den typischen Mostgeruch im Dunstkreis einer Destillerie. Befremdend!

Aus keinem der zahlreichen Fenster drangen Arbeitsgeräusche und auf der regennaßen Straße rauschte es nur ab und zu, wenn mich ein Auto überholte. Auch hier lag eine lähmende Stille in der Luft zwischen den Häusern. Am Ende des Blocks öffnete sich der Blick auf einen Hof, den mehrere hohe Gebäude umstanden – und augenblicklich verschlug es mir den Atem: hinter einem rostigen Maschendrahtzaun streckten mir mächtige Kirschbäume ihre Äste entgegen und diese Äste waren von Millionen und Abermillionen von rosaroten Flocken bestäubt. Kirschblüte in Schottland! Die Blütenpracht im Hof von Glen Scotia hätte jeden Japaner entzückt, so überwältigend schön blühten die beiden Bäume zwischen den tristen Fassaden. Und das im Mai! Auch noch an diesem Wind- und Regenort! Die Quelle der Pracht musste die Wärmepumpe des atlantischen Golfstroms sein, sagte ich mir und zückte mein Handy, um das Gemälde auf den Chip zu bannen.

(weiter zu Folge 19)

TTB Neuheit: Talisker 30yo 2021

Es ist mittlerweile an die vier Jahre her, dass zum letzen Mal ein Talisker 30yo direkt aus der Destillerie auf den Markt kam (sieht man einmal von der Einzelfassabfüllung in der „Casks of Distinction“-Serie ab). Aber nun ist es, folgt man dem neuesten Eintrag in der us-amerikanischen TTB-Datenbank, wieder soweit: Der Talisker 30yo 2021 wird abgefüllt, und es wird 3216 Flaschen geben, mit einer Alkoholstärke von 49,7%. Er soll laut Etikett „süßen Rauch mit pointierter Pfeffrigkeit“ verbinden.

Zu den Fassdaten geben die Label keine weiteren Infos preis, aber spätestens dann, wenn diese Abfüllung auch offiziell angekündigt wird, werden wir Ihnen auch dazu mehr erzählen können. Hier jedenfalls einmal die Label des Talisker 30yo, so wie sie vorliegen:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Fremde Federn (143): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 143. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Wir wünschen allen Whiskybloggern Frohe Ostern und schöne Feiertage!

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Glengoyne ab 5. April wieder geöffnet, Tastings ab 17. Mai (mit Galerie)

Brechen für Schottlandfreunde und Whiskygenießer bald wieder bessere Zeiten an? Die südlichste Highland-Brennerei Schottlands, Glengoyne, teilt jedenfalls mit, dass die Destillerie ab Montag, den 5. April 2021, nach den aktuellen Vorgaben der schottischen Regierung wieder für Besucher geöffnet werden kann:

We are thrilled to announce the Glengoyne Distillery Shop will re-open from Monday 5th April following the latest Scottish Government announcement.

Etwas länger, nämlich bis zum 17. Mai, wird es dauern, bis wieder Tastings und Master Classes abgehalten werden können:

The distillery’s fantastic Tasting Experiences and Malt Master will resume from 17th May.

Es werden sicherlich auch andere, wenn auch nicht alle, Destillerien diese Öffnungsschritte nachvollziehen – und wer weiß, vielleicht kommt es im späten Frühjahr oder Sommer wieder zu so etwas wie einer gewissen Normalität? Dann müssen die Fallzahlen in der Pandemie nur noch soweit sinken, dass auch die Reisebeschränkungen wieder zurückgenommen werden können…

Und damit die Vorfreude noch etwas unterfüttert wird, hier eine Galerie mit einigen Bildern um und aus Glengoyne…

TTB-Neuheit: Macallan Classic Cut 2021 Limited Edition

An einem Tag, der in weiten Teilen Deutschlands als Feiertag im Kalender steht, sind die Nachrichten natürlich eher langsam unterwegs. Aber in der us-amerikanischen TTB-Datenbank sind wir dennoch fündig geworden. Dort gibt es die Etiketten einer neuen Abfüllung der Destillerie Macallan zu sehen, dem Macallan Classic Cut 2021 Limited Edition.

Er stammt aus ex-bourbon casks und sherry seasoned oak casks und wird mit 51% vol. abgefüllt werden. Wann er genau erscheint, können wir momentan noch nicht sagen, und ebenso wissen wir noch nichts über den Preis – aber sobald der Macallan Classic Cut 2021 Limited Edition offiziell angekündigt wird, lesen Sie natürlich bei uns darüber.

Und so sehen die Etiketten aus:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.