Wenn Sie auf Whiskyexperts nach der geplanten Ad Gefrin Distillery in Northumberland suchen, werden Sie auf eine recht lang dauernde Geschichte stoßen. Die englische Brennerei sollte zunächst bereits im Vorjahr eröffnen, erhielt dann 2019 die Baugenehmigung unter der Auflage, bis 2020 mit dem Bau zu starten, konnte kurz darauf laut eigenen Angaben ein Investment von 10 Millionen Pfund lukrieren, um Anfang 2020 zumindest mit den Abrissarbeiten am Baugelände zu beginnen.
Dann kam Corona und hat auch dort vieles verändert. Aber laut des Berichts in The Spirit Business, auf den wir uns hier beziehen, ist nun, nach einem erneuten (oder ersatzweisen?) Investment von 4,6 Millionen Pfund tatsächlich mit dem Bau begonnen worden.
Die Brennerei, die insgesamt 50 Arbeitsplätze schaffen will, wird laut den neuen Plänen im Herbst 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Geplant ist neben der Brennerei selbst auch ein Besucherzentrum. Mit der Ad Gefrin Distillery wird man nach 200 Jahren die Whiskyproduktion in das County zurückholen.
Wir haben letzte Woche ja bereits anlässlich einer englischsprachigen Pressemitteilung darüber berichtet, dass eine Studie, die die Waterford Distilllery gemeinsam mit der Oregon State University erstellt hat, den Einfluss von Terroir, also von Bodenbeschaffenheit, Topografie und Klima, wissenschaftlich belegt.
Vom Importeur der Whiskys aus Waterford, Kirsch Import, haben wir nun eine deutschspachige Zusammenfassung der Studie erhalten, die wir natürlich sehr gerne mit Ihnen teilen:
Whisky und Terroir? Das gehört zusammen!
Wie eine Studie der irischen Waterford Distillery eine jahrzehntelange Debatte beilegt
22. Februar 2021 – Stuhr. Mark Reynier hat es schon lange gewusst, Genießer seiner Waterford-Whiskys konnten es schmecken, nun dürfen es auch alle Zweifler glauben: Bodenbeschaffenheit, Mikroklima und Topografie, das Terroir, hat großen Einfluss auf das Geschmacksprofil von Whisky. Eine Tatsache, die nun eine von Waterford in Auftrag gegebene wissenschaftliche Studie zweifelsfrei belegt.
Das Prinzip des Terroirs ist in Kategorien wie Wein oder Cognac längst etabliert, hat aber Whisky- Experten jahrelang polarisiert. Damit dürfte es nun vorbei sein, denn eine von der irischen Waterford Distillery in Auftrag gegebene Studie belegt, dass Terroir auch in Gerste und vor allem im daraus destillierten Single Malt Whisky zu finden ist. Nach der sogenannten „Peer-Review“ durch unabhängige Gutachter ist die vollständige Studie seit Kurzem öffentlich über die Website der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Foods zugänglich.
Waterfords „Whisky Terroir Project“ untersuchte zwei Gerstensorten, die in den Jahren 2017 und 2018 auf zwei Farmen in verschiedenen Gegenden angebaut wurden: in Athy, im County Kildare und in Bunclody, im County Wexford im Südosten Irlands. Jede Gerstenprobe wurde unter Laborbedingungen mikrogemälzt und mikrodestilliert, um 32 verschiedene Whisky-Destillatproben herzustellen. Diese wurden dann von weltweit führenden Laboranalytikern und unter Verwendung der neuesten Analysemethoden der Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Olfaktometrie (GC/MS-O) sowie von hochqualifizierten sensorischen Experten getestet.
Auf einen Blick: Die wichtigsten Ergebnisse der Studie
Von über 42 Aromastoffen, wird die Hälfte durch das Terroir der Gerste beeinflusst. In Athy, das geschützt im Landesinneren liegt, fand man höhere pH-Werte mit erhöhten Mengen an Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Molybdän (Mo) im kalkhaltigen Boden der Gegend, die konstanten, höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen ausgesetzt war. Der aus dieser Gerste hergestellte Whisky-Rohbrand besaß Noten gerösteter Mandeln und einen malzigen, öligen Nachklang mit Gebäcknoten aus.
Der exponiertere Standort Bunclody zeigte niedrigere pH-Werte mit erhöhten Mengen an Eisen (Fe), Kupfer (Cu) und Mangan (Mn) im Boden, der auf Schiefergestein basiert. Das Farmland liegt näher an der Küste und war typischerweise unbeständigerem Wetter ausgesetzt. Rohbrand, der aus dieser Gerste hergestellt wurde, war heller und blumiger, mit einem Geschmack von frischer Fruchtigkeit.
Whisky mit dem Geschmack seiner Herkunft
Die Ergebnisse der Studie eröffnen für die Whisky-Industrie neue Perspektiven. Der Nachweis von Terroir macht es möglich, regionalspezifische Whiskys in der gleichen Weise wie Weine zu produzieren, möglicherweise ein Appellation-Controlée-System der Herkunft. Eine Brennerei, die dies bereits tut, ist Waterford. CEO Mark Reynier sieht seine Mission nun bestätigt: „Kritiker behaupteten, dass jeglicher Terroir-Effekt durch den Whisky-Herstellungsprozess zerstört würde, und sagten, es gäbe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Terroir überhaupt existiert. Nun, jetzt gibt es einen.“
Die Destillerie baut auf den Grundsatz, dass Gerste die Quelle der aromatischen Vielfalt von Malt Whisky ist. Ihr Terroir birgt das Geheimnis einzigartiger Whiskys, die die Quintessenz ihrer Region transportieren. Jede Abfüllung von Waterford erkundet einen Ort in Irlands fruchtbarem Südosten. Terroir für Terroir bilden die exklusiven „Single Farm Origins“ ihre jeweiligen Herkunftsorte geschmacklich ab. Die Terroir-Whiskys sind in Deutschland über Kirsch Import zu beziehen.
Blick hinter die Kulissen und in die Zukunft
Teil des „Whisky Terroir Project“ ist ein internationales Team von Wissenschaftlern aus den USA, Schottland, Griechenland, Belgien und Irland, darunter: Prof. Kieran Kilcawley und Maria Kyraleou vom Teagasc Food Research Centre, Teil des irischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Meeresschutz; Dr. Dustin Herb, leitender Forscher und Post-Doktorand an der Oregon State University; Enterprise Ireland; Minch Malt; das führende Whisky-Labor Schottlands. Wer hinter die Kulissen schauen will: Dieses YouTube-Video berichtet über die wegweisende Studie und ihre Protagonisten.
In einem zweiten Schritt wird das Projekt den Einfluss von Terroir in Waterfords Single Malt Whiskys zeigen. Ergebnisse werden für 2022 erwartet.
Für australischen Whisky ist der Preis der neuen Abfüllung aus der Lark Distillery nicht von schlechten Eltern – aber die Besonderheiten rund um ihn machen ihn auch zu einer ganz speziellen Abfüllung:
Der „Rare Cask PARA 100“ aus Tasmanien ist zwar vom Whisky her „nur“ fünf bis sechs Jahre lang in einer Kombination aus ex-Port, ex-Sherry und ex-Bourbonfässern gereift (das „nur“ ist mit etwas Vorsicht zu betrachten, da die Reifungsprozesse in Tasmanien schneller ablaufen als zum Beispiel in Schottland und Irland), durfte aber danach in einem Fass aus dem südastralischen Seppeltsfield Weingut nachreifen, das für die Reifephase ihres 100 Jahre alten Para Vintage Tawny verwendet wurde, also eines der ganz selten gewordenen echten alten und nicht schnell mit Port oder Sherry präparierten Fässer. Noch dazu ist es der einzige australische fortifizierte Wein (Port darf er sich ja der Herkunft wegen nicht nennen), der seit der Vintage 1907 eine perfekte 100/100 Bewertung von James Halliday erhalten hat.
Dass zwei bis drei Monate Finish genügten, liegt dann auch an der Intensität des Holzes des Fasses (das nicht 100 Jahre alt ist, auch das sei gesagt, sondern in der letzten Reifephase verwendet wurde), das diesen bereits lange gereiften fortifizierten Wein halten konnte. Die Tasting Notes im Original lesen sich so:
Nose
A rich and impossibly sticky embrace of treacle pudding with brandied custard, wood-fired raisin bread, mulberry syrup, and blackberry blossoms.
Palate
Preserved cherry sweetness with deep, dark undertones of saddle leather, fresh tobacco, and beloved antique furniture. Polished tannins and the unmistakable age of the oak create chapters of mouthwatering complexity that speak of elegance and intrigue.
Finish
Impossibly long and luxurious. Cocoa nibs, coffee, blackberry jam, dark fruit cake, and fireside chats that extend into the early hours of the morning.
Für die umgerechnet rund 650 Euro bekommt man dann eine 0,7l Flasche (limititert auf 429 Abfüllungen) und dazu eine Flasche mit 100 ml des Whiskys, um ihn probieren zu können, ohne gleich die große Flasche anbrechen zu müssen.
Natürlich ist es nicht gerade einfach, günstig und rasch, diesen Whisky aus Australien zu importieren, für unsere Leser mit einem mutigen Herzen und einem dominanten Verlangen, ihn in ihre Sammlung einzuverleiben, haben wir hier natürlich dennoch die Verlinkung zum Shop parat: Den Lark Distillery „Rare Cask PARA 100“ können Sie hier kaufen. Und falls Sie uns in Australien lesen: Ab heute kommt er dort auch in ausgewählte Shops.
Willkommen zur 220. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.
Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.
Friendly Mr. Z – Arrrrrrrdbeg Committee Release 2021
World Wide Whisky – Royal Lochnagar 12 Jahre
Whisky Enjoy – Knob Creek patiently aged
Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.
Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!
Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.
Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).
Das BuchWhisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten) ist am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR erschienen. Es kann zum Preis von 19,- Euro hier vorbestellt werden.
Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection
Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 12)
Aus dem Nieselregen war ein Starkregen geworden, aus dem blitzende Regenpfeile auf mich niedergingen und mir vom aufpeitschenden Wind ins Gesicht abgeschossen wurden. Wie sie auf Wangen, Stirn und Nasenrücken aufschlugen, schmerzte es, als würde jede Hautpore akupunktiert. Verdammt, ich musste schneller werden, um ins Trockene zu kommen, womöglich gab es weiter vorne eine Unterstellmöglichkeit, redete ich mir ein, um meinen Kopf abzulenken. Aber voraus erstreckte sich nur Weideland mit stoischen Schafen, da gab es nirgendwo einen Baum mit schützender Krone, unter die ich hätte flüchten können. Gerade als ich mich noch strammer in die Pedale stemmte und dabei den Lenker ein wenig verriss, schoss von hinten ein Tanklaster an meiner rechten Seite vorbei und die Gischt, die seine mächtigen Reifen aufwirbelten, ließ mich für Momente erblinden. Als der stählerne Tank auf acht Rädern in der einsetzenden Dämmerung an mir vorbeizischte und mächtig Sprühwasser aufwirbelte, fuhr mir ein gewaltiger Schrecken in die Glieder. Wie ein Kämpfer im Lendenschurz kam ich mir vor, der sich gegen einen Gladiator im Harnisch behaupten musste. Der Fahrer, der derart verantwortungslos an mir vorbeigebrettert war und mich von oben bis unten mit Schmutzwasser bespritzt hatte, war keine Sekunde auf die Idee gekommen, dass er mit seinem Verhalten einem anderen schadete. Oh, wie ich diese Rücksichtslosigkeit, diese Unfähigkeit, sich in die Lage eines Schwächeren zu versetzen, hasste. Nicht der Regen, sondern der gepanzerte Verkehr war hier und später auch der Hauptfeind auf meiner Reise.
Nun hatte der heftige Regen auch einen Vorteil: er tränkte die Natur, dämpfte den Lärm des Verkehrs und wusch die Luft und den Asphalt unter den Reifen. Das Überholmanöver war glimpflich ausgegangen, zumindest für dieses Mal. Einige energische Pedaltritte und ich war wieder ausbalanciert und hatte mein physisches Gleichgewicht wiedergefunden. Während die roten, böse glotzenden Augen des Tanklasters kleiner und kleiner wurden, ertappte ich mich bei dem Gedanken, ihm aus der Distanz einen Hinterreifen zu zerschießen und mich an ihm zu rächen. Zum Glück trug ich keine Waffe bei mir und der Wunsch, einen Schuss auf den Truck abzufeuern, war auch schnell wieder verflogen. Es blieb bei einem herausgebrüllten Fluch, der die nahe bei der Straße weidenden Schafe aufschreckte und wegrennen ließ. Die Sprünge der bauschenden Wollknäuel auf den staksigen Stelzbeinen sahen lustig aus und ließen meine Wut augenblicklich verpuffen.
Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt und war zum Orkan angewachsen. Böe um Böe galoppierte von der Seite auf mich zu, dass das Vorderrad zur Seite gedrückt wurde. Mit Kraft musste ich die Lenkergriffe packen und selbst in der Pause einer Flaute musste ich auf die nächste Böe gefasst sein. Zum Glück hatte ich auf Klickpedal-Schuhe verzichtet und mich für meine ausgelatschten Turnschuhe entschieden. Bei Straßen- und Wetterbedingungen wie diesen war die Sturzgefahr zu groß, denn wenn es einen schmeißt und man mit den fixierten Schuhen nicht schnell genug von den Pedalen kommt, kann man böse fallen, schnell ist die Hüfte lädiert oder ein Knie verdreht.
Als sich kurz darauf eine Steigung wie ein Bollwerk aufbaute, nahm der Regenschlag noch zu, jetzt schüttete es wie aus Kübeln. Ich bremste, ich stoppte, ich schwang das rechte Bein über das Oberrohr und gab auf. Es half nichts, ich musste das Rad schieben, zu schlapp stapfte ich durch den triefenden Regen. Wumm, zisch, zäng, brumm – schon wieder jagte ein riesiger Laster, der im Container auf seinem Aufleger vermutlich Maische-Abfälle zur Verklappung transportierte, erschreckend dicht an mir vorbei, weil er wegen des Gegenverkehrs nicht auf die andere Fahrbahn ausweichen konnte. Auf Schulterbreite schoss er an mir vorbei, nur, weil er sein ungezügeltes Tempo nicht drosseln wollte. In solchen brenzligen Situationen verteufelte ich das Radfahren auf einer Autostraße, aber das Handtuch warf ich nicht, ich kämpfte mich vorwärts, denn ich hatte ein Ziel.
Wohlgemerkt, es war nicht die physische Kraft, die mich antrieb, sondern die Erkenntnis und Erfahrung in ähnlichen Situationen, auf Klettertouren in den Alpen, auf Tibetreisen oder früheren Fernradfahrten nach Albanien und weiter. Damals wie jetzt lag der Schlüssel zum Durchhalten in der mentalen Kraft. Gewiss hatte ich nach dieser Radwoche Kondition aufgebaut, aber die Wadenkraft war unter diesen widrigen Umständen nicht von Belang, es war viel eher die geistige Stärke, die mich antrieb, weiterzumachen. In solchen brisanten Situationen flüchte ich ins Selbstgespräch, um den aufgewühlten Geist zu beruhigen. Laut sprach ich zu mir: „Los, weiter, auf jede Steigung folgt eine Abfahrt.“
In der hereinbrechenden Dämmerung veränderte sich die Landschaft kaum merklich. Die Weiden, auf denen Scharen pummeliger Knäuel im strömenden Regen ästen, wurden spärlicher und entlang der A 846 bauten sich rechts und links uralte Eichen und Eschen auf, deren gewaltiges Laubdach wie ein Baldachin die gesamte Straßenbreite überspannte. Das Asphaltband begann sich abwärts zu neigen, das spürte ich am angefachten Tempo, das ganz von alleine kam und mit jedem gerollten Meter zunahm. Nur durch sein Eigengewicht nahm das Rad Fahrt auf und wurde schneller und schneller. Sofort machte das Radeln wieder Spaß und ich vergaß das Stechen der Regenpeitsche auf der Haut. Wie das Vorderrad zischend durch das angesammelte Regenwasser pflügte und rechts und links kleine weiße Fontänen empor spritzten, kam schnell wieder Freude auf. Zwanzig Minuten später überholte ich triumphierend die Laster, die mich so rücksichtslos eingenässt hatten. An engen Serpentinen stauten sie sich einen steilen Abhang bis zum Hafenbecken hinab, wo die angelandete Fähre im Sund zwischen Islay und Jura gerade entladen wurde. Schließlich ging die Talfahrt in ein echtes Gefälle von 14 Prozent über und erforderte ein Bedienen der Lenkerbremsen bis zum Krampf in den gekrümmten Fingern. Zu guter Letzt ließ ich das Rad am Cottage-Hotel Port Askaig vorbei bis auf die Mole rollen.
Fähre in Port Askaig – By Bjarne Henning Kvaal…, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59646341
Wieder einmal erwies sich das Fahrrad im Verkehrschaos als überlegenes Gefährt. Durch die kreuz und quer stehenden Autos und Laster im Stop-and-Go-Verkehr hindurch, nutze ich jede Lücke und drang rasch bis zur Hafenmeisterei vor, wo ich am Schalter für 6,80 Pfund ein Ticket für die Überfahrt nach Kennacraig löste. Radfahren wird in Schottland honoriert, so kostete der Radtransport auf allen Fähren so gut wie nichts.
Obwohl tropfnass, fühlte ich mich gut, ich hatte mein Ziel erreicht und würde von der letzten Fähre an diesem Tag ans Festland mitgenommen. Kaum war der Laderaum geräumt, durfte ich privilegiert mein Rad als Erster die eiserne Rampe hinauf in den Schiffsbauch schieben. Ganz vorne am Bug war ein leerer Stauraum für Fahrräder reserviert. Noch war er bis auf einige Kartons leer, noch befand sich kein anderer Radler an Bord. Als erstes schnallte ich die Gepäcktasche mit der Wechselkleidung ab und beeilte mich über eine Gitterrosttreppe nach oben in die beheizte Lounge zu kommen.
Noch bevor die Bar aufmachte, suchte ich die Herrentoilette auf und pellte mich mühsam aus den triefnaßen Kleidern. Gleich neben der Tür hing ein großer Spiegel, in dem ich ein bleiches Gesicht mit Stoppelbart erblickte. Ich erschrak, doch nicht über die Erschöpfung auf der Haut, sondern über den Zustand meines linken Auges. Eine Ader war geplatzt und hatte die Iris flammend rot mit Schlieren durchzogen. Die Hetze zur Fähre im strömenden Regen war doch zu groß gewesen. Als ich das Malheur entdeckte, schrillten auch schon die Sirenen: Hetz dich nicht so, pass besser auf deine Gesundheit auf!
Natürlich ist ein Hyposphagma nichts Lebensbedrohliches und nach zehn Tagen in der Regel verschwunden, aber die geplatzten Äderchen unter der Bindehaut waren doch ein Hinweis auf eine zu große Anspannung, ein zu hoher Druck auf die Blutgefäße. Das blutunterlaufene Auge wurde zum Fingerzeig, den ehrgeizigen Wunsch zu ändern und nicht mehr bis Campbeltown durchzufahren. So gab ich diesen Plan schnell auf und entschied mich für ein Nachtquartier gleich hinter dem Hafen.
Kennacraig war nichts weiter als ein Ort des Kommens und Gehens. Am Kai stand lediglich ein einsamer Container mit Toilette, Stühlen und Thermoskannen für Wartende und einem Ticketschalter. Kein Hotel, kein B&B, kein Örtchen, um sein müdes Haupt auf ein Kissen zu betten. Kennacraig war ein Terminal auf einer aufgeschütteten Landspitze, die über eine kurze Nabelschnur am Festland hing und das Überleben von Islay garantierte.
Kaum hatte die Caledonia Ferry festgemacht, schob ich mein Rad noch vor den Automobilen über den platten, aufgeklappten Bug ins Freie. Ich beeilte mich, um warm zu werden, ich fror erbärmlich und wäre am liebsten unter eine Daunendecke gekrochen. Zudem hätte ich mich jetzt riesig über einen Whisky gefreut, einen Single Malt aus Campbeltown, wohin ich eigentlich hätte fahren wollen. Aber daraus sollte aus Gründen der Vernunft ja nichts mehr werden.
Fähre in Kennacraig – By MSeses – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48618436
Nach einem kurzen Fußmarsch schwang ich mich ächzend in den Sattel und bog mit bleischweren Gliedern auf die A 83 gen Süden ein. Bereits an der ersten Kreuzung verließ ich die Hauptstraße wieder und folgte dem Ortsschild Whitehouse. Nur einen Steinwurf von Kennacraig entfernt, fand ich ein Zimmerchen für eine Nachtpassage, die ich traumlos durchquerte.
Eine freudige Überraschung erwartete mich am nächsten Morgen, als ich ausgeruht, magenfroh und wieder in trockener Funktionswäsche auf mein Fahrrad stieg. Der Wind hatte aufgefrischt und wehte nun aus Norden. Seine Richtung stimmte, meine auch, denn ich wollte nach Süden und da kam mir seine Hilfe gerade recht. Als ich wieder auf die A 83 einbog, griff er mir versöhnlich unter die Arme und ich glaubte schon an eine ausgleichende Gerechtigkeit des Himmels. Keine halbe Stunde später fing er an, mit mir zu spielen und entfaltete von Meile zu Meile seine ganze Kraft. Der Nordwind wurde zum Sturm und jagte mich derart bestimmend vor sich her, dass ich auf der Ebene im höchsten Gang eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreichte. Solch ein Rennradtempo, das man mit geringem Tretaufwand erreicht, gaukelt einem vor, man hätte ein entriegeltes E-Bike unter dem Hintern. Während ich wie arbeitslos im Sattel saß und nur noch locker strampeln brauchte, genoss ich in voll Zügen das Bewegtwerden durch den Rückenwind. Aufmerksam richtete ich den Blick auf den Flug der Möwen über dem weißen Strand, lachte über ihr Kreischen und Balgen um einen Krebs oder einen angespülten toten Fisch zwischen den Felsen, die basaltschwarz und dick bemoost das Ufer säumten. Schon bald führte die Küstenstraße so nahe am Ufer entlang, dass ich mit dem Atlantik auf du und du Zwiesprache halten konnte. Er begleitete mich aus nächster Nähe, so nahe schob er seinen Körper an mich dahinflitzenden Radler heran, dass ich seinen sauer-fischigen Atem riechen konnte. Auf der A 83 bekam ich mein erstes großes Geschenk der schottischen Reise: In weniger als drei Stunden hatte das bepackte Trekkingrad mit mir Faulenzer im Sattel 57 Kilometer abgespult. So erreichte ich lange vor Lunchtime den Fischerhafen Campbeltown, den die alten Kelten noch Kinlochkilkerran nannten.
Woche für Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?
Whiskyblogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann, was gefällt und was weniger.
„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 136. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.
Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:
Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!
Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.
Eine Kombi ohne besonderen Hintergrund – Strathmill, so sagt Angus MacRaild, hatte er schon länger nicht mehr im Glas, und Jura stand einfach so rum; mehr Zusammenhang bestünde nicht in der Auswahl der Destillerien für seine Verkostung heute.
Herausgekommen sind Tasting Notes über – laut Angus – zwei gute und zwei sehr gute Whiskys, mit der Isle of Jura Distillery als – Achtung, erfundenes Wort – Nasenvornträger.
Hier die Übersicht über die (länger gereiften) Whiskys in der Verkostung:
Strathmill 21 yo ‚Batch 6‘ (47.7%, That Boutique-y Whisky Company, 401 bottles)
83
Strathmill 27 yo 1991/2019 (46.1%, Cadenhead Single Cask, bourbon hogshead, 204 bottles)
82
Isle Of Jura 28 yo 1992/2020 (41.2%, Lady Of The Glen, cask #1857, bourbon barrel, 187 bottles)
88
Isle Of Jura 30 yo 1990/2020 (46.4%, Thompson Brothers for The Whisky Find, refill hogshead, 163 bottles)
90
Strathmill im Winter. By Ulysses.Hood – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37546947
Nachschub für alle Bud Spencer Fans und solche der Whiskys aus der Destillerie St. Kilian: Der neue Bud Spencer – The Legend – Rauchig wird ab 28. Februar 2021 in den Fachgeschäften und online bei der Destillerie zu finden sein.
Worauf Sie sich bis dahin schon einmal bei der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte von Bud Spencer Whisky freuen können, erfahren Sie hier aus der Presseaussendung der St. Kilian Distillers:
AB 28. FEBRUAR RAUCHEN DIE FÄUSTE
ST. KILIAN DISTILLERS BAUT DIE LIZENZ FÜR DEN SINGLE MALT „BUD SPENCER – THE LEGEND“ MIT EINER RAUCHIGEN EDITION WEITER AUS!
Mit der neuesten Single Malt-Kreation „BUD SPENCER – The Legend – RAUCHIG“ kommt St. Kilian Distillers ab dem 28. Februar dem Wunsch vieler Whisky-Fans nach, welche Bud Spencer nicht nur mild, sondern auch rauchig genießen wollen.
Dass Deutschlands größte Whisky-Destille aus dem beschaulichen Rüdenau in Unterfranken gerade auch bei den rauchigen Whiskys inzwischen zur Weltspitze gehört, wurde bei verschiedenen internationalen Wettbewerben eindrücklich unter Beweis gestellt. So haben die Unterfranken u.a. bei den London Spirits Competitions im vergangenen Jahr mit der rauchigen „Signature Edition Four“ alle Preise abgeräumt. Mit 97 von 100 möglichen Punkten erreichte der Four mehr Punkte als alle anderen Teilnehmer und wurde nicht nur zum Whisky des Jahres, sondern auch zur Spirituose des Jahres 2020 gekürt. St. Kilian wurde als Destille des Jahres ausgezeichnet. Daher war es für Master-Distiller Mario Rudolf und sein Team kein Problem, aus dem inzwischen schon stattlichen Fasslager ein wahres rauchiges Genusserlebnis in die Flasche zu bringen und so auch beiden Extremen des Charakters von Filmheld Bud Spencer gerecht zu werden.
Laut Andreas Thümmler, Inhaber und Geschäftsführer der St. Kilian Distillers GmbH, gibt es auch schon verschiedene Ideen, die Bandbreite zwischen mild und rauchig mit weiteren leckeren Tropfen, unter der Marke Bud Spencer, zu besetzen. Entsprechende Gespräche mit der Agentur, der BAVARIA SONOR LICENSING, sind laut Thümmler bereits am Laufen.
GELUNGENE LIZENZKOOPERATION MIT BSL
Bavaria Sonor Licensing (BSL), ein Geschäftsbereich der Bavaria Media GmbH, wurde von dem Rechteinhaber Plattfuss Vertriebs GmbH beauftragt, die Produktwelt um Bud Spencer und Terence Hill mit Licensing-Kooperationen und entsprechenden Lizenzprodukten europaweit auszubauen. BSL hat diese Lizenzkooperation zur Marke „Bud Spencer“ an St. Kilian Distillers GmbH vermittelt.
Ivica Maracic, Licensing & Sales Director Bavaria Sonor Licensing:
„Bud Spencer und Whisky, das ist einfach der perfekte Brand- und Productfit. Ein Western ohne Whisky im Saloon wäre wie Bud Spencer ohne markige und Zwerchfell-strapazierende Sprüche. Wir freuen uns sehr, dass wir mit St. Kilian Distillers eine mehrfach preisgekrönte, bayerische Destillerie für Bud Spencer gewinnen konnten!“
VERKAUFSSTART VON „BUD SPENCER RAUCHIG“ AM 28. FEBRUAR 2021
St. Kilian Distillers kreiert absolute Premium Whiskys für ein globales Publikum. Für „Bud Spencer – The Legend – rauchig“ wurden wieder edle Bourbon Fässer aus den USA mit italienischen Amarone Rotwein Fassnoten kombiniert. Selbstverständlich in bewährter St. Kilian „Made in Germany“-Spitzenqualität.
Das Gerstenmalz kommt dieses Mal unter anderem aus den Schottischen Highlands und ist, ganz im Sinne von Bud Spencer, angenehm rauchig.
Cheers!! Wir stoßen mit Ihnen auf Bud Spencer – die Legende an!
PRODUKTINFORMATION ZUM WHISKY
Hergestellt mit schottischem Gerstenmalz reifte der rauchige Bud Spencer Whisky über 3 Jahre in italienischen ex-Amarone- und ex-Bourbon-Fässern aus den USA. Er wurde zweifach destilliert in original schottischen Pot-Still-Brennblasen.
In dieser Ausstattung geht der Bud Spencer Whisky an den Start
TASTING NOTES
Farbe
Helles Kupfer
Nase
Würzige und rauchige Aromen gefolgt von fruchtigen Weinaromen
Geschmack
Im Antritt eine deutliche Süße, die einhergeht mit den dominanten Raucharomen, leichte Karamellnote gefolgt von Würze und einer angenehmen Trockenheit
Nachklang
Vollmundig, würzig rauchig, langanhaltend
Der Bud Spencer Whisky wird in einer 0,7-Liter-Flasche in hochwertiger, bulliger Optik und mit echtem Holzkorken-Verschluss abgefüllt. Seine Alkoholstärke beträgt 49 % vol. Der Verkaufspreis für Endverbraucher liegt bei 49,90 € liegen. Ab dem 28.02.2021 bei ausgewählten Händlern und online verfügbar.
Aus der The Lakes Distillery im englischen Lakes District gibt es eine neue Abfüllung in der „The One“-Serie der Whiskys der Brennerei zu vermelden: Der The One Moscatel ist ein von Whisky Maker Dhavall Gandhi kreierter Blended Whisky aus Grain und Malt aus den Highlands, der Speyside und von Islay. Er wurde in Moscatel-Fässern aus Chipiona in der Provinz Andalusien gefinisht.
Das Rezept für den Blend ist bei allen Abfüllungen der Serie „The One“ gleich, man kann dadurch, so der Whisky Maker, die Auswirkungen der speziellen Finishes sehr schön im Vergleich demonstrieren. Die beiden anderen Whiskys der Serie, die im Vorjahr veröffentlicht wurden, erhielten im ersten Fall ein Finish in Orangenweinfässern und im zweiten eines in Sherryfässern.
Die Tasting Notes des The One Moscatel beschreiben in der Nase Jasmin und in Honig eingelegte Früchte, am Gaumen Zitrus, Vanille und Manukahonig.
The One Moscatel wird ab 25. Februar im Onlineshop der Lakes Distillery zum Preis von 46 Pfund erhältlich sein, er soll auch sehr gut für Cocktails oder einen Highball geeignet sein, natürlich aber auch pur.
Auszeichnungen freuen Destillerien, sind sie doch nicht nur Anerkennung für erbrachte Leistungen oder Besonderheiten, sondern mindestens ebenso ein brauchbares Marketinginstrument, um auf die Vorzüge der eigenen Produkte hinzuweisen.
Auch bei Teeling Whiskey in Dublin hat man jetzt wieder einige Auszeichnungen als „weltbester irischer Whiskey“ erhalten – und zwar bei den renommieren 2021 World Whiskies Awards.
Um welche Abfüllungen es dabei geht, und was Mitgründer Jack Teeling dazu zu sagen hat, lesen Sie in der untenstehenden Presseaussendung:
Teeling Whiskey Reaffirmed asWorld’s Best Irish Whiskey
Teeling Whiskey comes away with “World’s Best Irish Whiskey” across 4 categories at the 2021 World Whiskies Awards
We are extremely proud to announce that we have claimed the honour of “World’s Best Irish Whiskey” across 4 categories at the 2021 World Whiskies Awards (WWA). These awards were given to the Teeling 28-Year-Old Single Malt, in the 21 years and older Single Malt category, along with the prize for World’s Best Irish Single Malt, no age statement, for our recently released Dublin distilled Teeling Blackpitts Peated Single Malt. Not to be outdone, Teeling also claimed the top award as the World’s Best Irish Single Grain for our multi-award winning Single Grain, as well as the World’s Best Blended Irish Whiskey Limited Release title for our Small Batch Pineapple Rum Collaboration at these prestigious awards announced yesterday.
The World Whiskies Awardsis an annual celebration of the very best in whiskies from across the globe. Presented by TheDrinksReport.com and Whisky Magazine, the World Whiskies Awards are one of the highlights of the year for the whiskey industry selecting, rewarding and promoting the world’s best whiskies to consumers and trade across the globe. Hundreds of Irish whiskeys were considered for the ultimate title of ‘World’s Best’, with Teeling Whiskey continuing to reaffirm our reputation as a world class producer of Irish whiskey by walking away with top awards in both the highly competitive Irish Single Malt and emerging Irish Single Grain categories. Teeling Single Grain, Teeling Blackpitts Peated Single Malt, Teeling Small Batch Pineapple Rum Collaboration and Teeling 28-year-old Single Malt were each singled out by the judging panel for their signature tastes and ultimately recognised among the finest whiskies in the world.
Speaking on the award wins, Jack Teeling, founder of Teeling Whiskey said;
“We are thrilled that our Teeling Whiskeys continue to be recognised as the Best Irish whiskeys in the world. To date, we have won over 300 international awards for our whiskeys, reflecting all the hard work and dedication that goes into the production of every single bottle of Teeling Whiskey.
It is very rewarding to be recognised by both our domestic and international counterparts, which allows us to continue to lead the charge for the new generation of Irish whiskey producers. Despite the ongoing challenges posed for our industry, 2021 is set to be another landmark year for us as we continue to release new expressions of Teeling Whiskey to cater for the growing interest in unique Irish whiskeys”.
Seit heute gibt es offiziell Whisky aus zwei Destillerien auf der Insel Skye: Torabhaig, die Brennerei von Mossburn Distillers, hat seine erste Abfüllung, den Torabhaig Legacy Series 2017, auf den Markt gebracht, und wir haben dazu eine Presseaussendung vom österreichischen Importeur Top Spirit erhalten, die wir gerne mit Ihnen teilen. Für Österreich sind von der ersten Ausgabe 1200 Flaschen vorgesehen, zu einem UVP von € 59,90 pro Flasche. Die Bezugsquellen für Österreich finden Sie im Artikel.
Torabhaig veröffentlicht ersten Whisky
TORABHAIG – nach 190 Jahren präsentiert die zweite Destillerie der Isle of Skye die Torabhaig Legacy Series 2017, einen torfigen Single Malt, der charakteristisch für den unverwechselbaren Stil und Geschmack der neuen Generation der Brennmeister der Torabhaig Destillerie ist.
(Isle of Skye /Wien, Februar 2021) Torabhaig, die zweite legale Destillerie, die in der Geschichte der Isle of Skye in Betrieb genommen wurde, bringt im Februar 2021 unter dem Namen Torabhaig Legacy Series 2017 einen in Österreich auf 1.200 Flaschen limitierten, getorften Single Malt auf den Markt. Die mit 46% vol. abgefüllte Erstauflage wird nur einen Destillationsjahrgang umfassen.
„Mit der Eröffnung der zweiten lizenzierten Single Malt Scotch Whisky-Destillerie auf der Isle of Skye waren wir uns von Anfang an des Erbes bewusst, welches wir hinterlassen. Es kam für uns nicht in Frage „nur“ einen weiteren Whisky herzustellen“, so Neil Mathieson, CEO der Mossburn Distillers, dem Unternehmen hinter Torabhaig. „Wir haben einen charaktervollen Whisky mit echter Tiefe und Komplexität sowie einer Eleganz und Raffinesse geschaffen, die den extrem hohen Phenolgehalt der Gerste in den Hintergrund treten lässt. Torabhaig Legacy Series 2017 zeichnet sich durch seine unverwechselbare Torfnote aus und bringt den charakteristischen Stil der Destillerie zum Ausdruck. Ein Geschmacksprofil, das wir „Well-Tempered-Peat“ nennen und von dem wir hoffen, dass es die Zukunft von Torabhaig mitbestimmen wird.“
Die Destillerie Torabhaig ist ein authentisches Abbild ihrer Umgebung, geprägt von der wilden Landschaft und dem Klima der Isle of Skye. „Alles begann mit einer verlassenen, aber gut erhaltenen Farm, die der ideale Standort für eine Destillerie ist“, erklärt Mathieson. Das ursprüngliche Gemäuer wurde aus Steinen der nahegelegenen Burgruine Camus errichtet. „Wir sahen es als unsere Pflicht an, diese Geschichte zu bewahren, das Gebäude wieder zum Leben zu erwecken, und mehr als nur eine Destillerie zu schaffen. Über vier Jahre hinweg wurden die verfallenen Gebäude sorgfältig restauriert und dabei immer wieder ein Stück Geschichte freigelegt. Darunter auch die Reste eines alten Mühlrades, welches wir nachgerüstet haben und das nun mit dem Kühlwasser der Destillationsanlagen betrieben wird.“
Die neue Generation von Brennmeistern
Die Produktion begann im Januar 2017 mit einem lokalen Team aus neun Destillateuren. Einige von ihnen waren zu diesem Zeitpunkt sogar noch branchenfremd, brannten jedoch im wahrsten Sinne für die Herstellung eines Premium-Whiskys. „Natürlich hätten wir die Leitung der Produktion einem Brennmeister übertragen können. Doch wir wollten die Tradition und das Wissen des Scotch Whisky-Blending und Destillierens weitergeben und zu einer neuen Generation von Whisky-Herstellern beitragen. Das junge, leidenschaftliche Team wurde von erfahrenen Destillateuren ausgebildet und betreut“, so Mathieson.
„Wir möchten mit Torabhaig den Kurs der Whisky-Herstellung auf der Insel ändern, in dem wir unseren eigenen unverwechselbaren Charakter einbringen und sehen eine aufregende Zukunft für Whiskys der Isle of Skye.“
Der Stellenwert, dieser neuen Destillerie auf der Isle of Skye und der Hype auf die Torabhaig Whiskys, wurde kürzlich bei einer Charity Auktion unter Beweis gestellt: sagenhafte € 4.791 wurden bei einer Online-Auktion für zwei Flaschen Torabhaig Whisky erzielt, die für caritative Zwecke gespendet wurden.
Torabhaig Legacy 2017 wird ab 19. Februar 2021 weltweit über den ausgesuchten Whisky-Fachhandel erhältlich sein. In Österreich unter anderem über den Onlineshop www.spiritsandco.at und ab Ende Februar bei Wein &Co zu einer UVP von € 59,90 pro Flasche.
Es ist noch gar nicht so lange her, da berichteten wir über die Neueröffnung der Old Forester Distillery in Lousiville, Kentucky. Genau am National Bourbon Day 2016, am 24. Juni, wurde sie nach einer Investition von 45 Millionen Dollar eröffnet, mit Besucherzentrum und Shop – aber einer eher kleinen Produktionsmenge von gerade einmal 100.000 Gallonen pro Jahr – eher eine Show-Distillery auf historischem Grund. Der Whiskey selbst wurde und wird nach wie vor in der Destillerie in Shively produziert.
Und genau diese Brennerei dort wird jetzt massiv ausgebaut. Besitzer Brown-Forman möchte 95 Millionen Dollar in ihre Erweiterung investieren, um damit auf „die stetig wachsende Nachfrage nach amerikanischen Whiskey“ eine konzerneigene Antwort zu haben. Erweiterung bedeutet in diesem Fall, dass man die Produktionskapazität in Shively verdoppeln will – bei ungestörtem laufenden Betrieb.
Auch für die Umwelt will man im Zug des Ausbaus etwas tun, im Zuge des Projekts für Nachhaltigkeit bei der Nutzung der Rohstoffe für die Whiskyproduktion: Es soll vor Ort eine Baumschule für Eichen errichtet werden, und zwar gemeinsam mit der University of Kentucky und deren Fakultät für Forstbau und natürliche Ressourcen.
Wie lange der Ausbau dauern wird, ist dem Artikel in The Spirits Business nicht zu entnehmen.
Der Kärntner Thomas Domenig hat mit seinem Buch „Bourbon. Ein Bekenntnis zum Amerikanischen Whiskey“ ein umfangreiches Werk über Geschichte und Produktion von Whiskey in den USA verfasst. Nun legt er mit einigen kompakten Erklärvideos nach, die auf Youtube auch Neulingen den Einstieg in diese Spielform des Wassers des Lebens leicht machen sollen. Beispielhaft haben wir Ihnen hier zwei Videos eingebettet: Die Einleitung und das Kapitel über die Reifung:
Amerikanischer Whiskey in Kurz-Videos erklärt
Buchautor Thomas Domenig („Bestes Whisky-Buch 2020“ bei den Gourmand World Cookbook Awards) ist in der Corona-Zeit nicht untätig geblieben und hat einen YouTube-Channel erstellt.
Dort hat er essenzielle Dinge, die den Amerikanischen Whiskey ausmachen, kompakt zusammengefasst. Für die Aufnahmen wurde professionelles Video-Equipment unter der Anleitung eines Kameramanns eingesetzt.
Die kurzweiligen Videos wurden durch Originalbilder aus den USA ergänzt. Der Dank gilt hierbei allen Firmen, die Videomaterial zur Verfügung gestellt haben: Brown-Forman, Buffalo Trace, Four Roses, Heaven Hill, Koval.
Neben den lehrreichen Whiskey-Videos findet man auf dem Kanal auch Eindrücke von der Finest Spirits 2020.
Das Buch „Bourbon. Ein Bekenntnis zum Amerikanischen Whiskey“ gilt als das neue deutschsprachige Standardwerk zum Thema. Es behandelt auf 434 Seiten nahezu alles, was den Amerikanischen Whiskey auszeichnet.
Es wurde für all jene Whisk(e)y-Liebhaber geschrieben, die über den Tellerrand blicken und sich eine wahre Fülle an Wissen aneignen möchten.
Das Buch kann direkt über den Autor sowie im Buchhandel unter der ISBN 978–3–200–06302–0 bestellt werden.
Wieder einmal gibt es ein kleines Duett bei Serge Valentin auf Whiskyfun – zwei unabhängige Abfüllungen mit Whisky aus der Brennerei Miltonduff in der Speyside, dem Backbone-Whisky des Blends Ballantine’s. Beide liegen fast gleichauf, was die Punktewertung betrifft, sind aber komplett unterschiedliche Charaktere, wenn man den Tasting Notes von Serge folgt:
Miltonduff-Glenlivet 10 yo 2008/2018 (55.7%, Cadenhead, bourbon hogshead, 168 bottles)