Neu: Compass Box Menagerie

Knapp zwei Monate, nachdem das Etikett der neuen Abfüllung in der us-amerikanischen TTB-Datenbank zu finden war (wir berichteten darüber), ist nun der neue Compass Box Menagerie erschienen. Er ist ein Blended Malt aus Whiskys von MortlachDeanstonGlen Elgin und Laphroaig mit einem Anteil von Compass Box’s Highland Blend. Abgefüllt wurde er mit 46% vol. Alkoholstärke.

Lead Whiskymaker James Saxon sagt über ihn:

“Scotch whisky has a huge variety of flavour profiles – when whiskymaking, we pay attention to those parcels that deviate slightly from fruity, floral and spicy – ones that taste that little bit wilder than others. And it is these strange and beautiful creatures that we have brought together to create our Menagerie.”

Insgesamt 7741 Flaschen wurden vom Compass Box Menagerie abgefüllt, sie werden noch im Februar zumindest im britischen Handel zu finden sein. Preis dort: 90 Pfund pro Flasche.

PR: Die Bowmore® Timeless-Serie – eine neue limitierte Edition feiert das Vermächtnis der Zeit

Gestern konnten wir ja schon einige Informationen über die neuen Whiskys von Bowmore in der Timeless-Serie mit Ihnen teilen – nun hat uns auch die offizielle Pressemitteilung zum Bowmore 27yo erreicht, der – im Gegensatz zum nur im Travel Retail erhältlichen Bowmore 31yo – im Handel erhältlich ist.

Hier also die ausführliche Information und das Pressematerial, sowie eine Verlinkung zu einem Kurzfilm des französischen Regisseurs und Filmkünstlers Thomas Vanz, der zum Erscheinen des Bowmore 27yo entstanden ist. Von uns gibt es in Kürze dann auch unsere eigenen Verkostungsnotizen zu beiden Abfüllungen:


DIE BOWMORE® TIMELESS- SERIE

EINE NEUE LIMITIERTE EDITION FEIERT DAS VERMÄCHTNIS DER ZEIT

Gewürdigt in einer faszinierenden Zusammenarbeit mit dem Filmkünstler Thomas Vanz

Frankfurt, im Februar 2021 – Bowmore® Islay Single Malt Scotch Whisky stellt im Rahmen der neu lancierten Bowmore Timeless Serie von Whiskys mit außergewöhnlicher Reifezeit ein weiteres Highlight vor: Bowmore Timeless 27 Jahre. Ein wunderbares Meisterwerk, charaktervoll gereift und von der Zeit vollendet.

Inmitten der herben Schönheit von Islay fängt die Bowmore Destillerie seit mehr als 240 Jahren die Essenz dieser abgelegenen Insel ein. In jedem Tropfen Bowmore Single Malt Whisky steckt die Kraft einer in Jahrhunderten gereiften Tradition und einer über Generationen weitergetragenen Expertise. Ein unvergleichliches Erbe – geprägt von der Vergangenheit, ein einzigartiger Genuss in der Gegenwart.

Die neu lancierte Bowmore Timeless-Serie spiegelt dieses Vermächtnis wider und feiert zugleich die zeitlose Faszination von Bowmore. Hingabe, Geduld, Enthusiasmus und eine unerschütterliche Liebe zum Detail lassen einen der anspruchsvollsten und begehrtesten Single Malt Whiskys entstehen – mit einem ausgewogenen Aroma von Rauch, exotischen Früchten und Meersalz.

Bowmore Timeless 27 Jahre reifte 15 Jahre lang sorgsam in ehemaligen Sherry- und Bourbonfässern. Anschließend wurde er für weitere 12 Jahre in First-Fill Oloroso Sherry Butts gelagert, bis er zu dem einzigartigen Single Malt wurde, der er heute ist. Er wurde in Fassstärke abgefüllt, jede Flasche wurde einzeln nummeriert. Dieser außergewöhnliche Single Malt Whisky bietet neben dem unverwechselbaren Bowmore Charakter ein fruchtiges Aroma, kombiniert mit starkem Oloroso-Einfluss sowie Noten von frischem Leder, Tabak und Bienenwachs. Weltweit sind nur 3.000 Flaschen des Bowmore Timeless 27 Jahre erhältlich.

„Der Schlüssel zum exquisiten Charakter der Bowmore Timeless-Serie liegt in der sorgfältigen Auswahl der richtigen Fässer zur richtigen Zeit“, erklärt Master-Blender Ron Welsh. „Auf diese Weise können wir den perfekten Reifegrad des Whiskys bestimmen und entscheiden, ob er bereits auf seinem Höhepunkt ist oder er seinen Charakter noch ein bisschen weiterentwickeln sollte. Diese Balance ist entscheidend für die Exzellenz unserer Whiskys. Nur durch diese Sorgfalt können wir jenes Optimum sicherstellen, das ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis verspricht.“

Unverwechselbar präsentiert sich auch die Verpackung der Bowmore Timeless-Serie. Das Design der schwarzen Box ist einer klassischen Sanduhr nachempfunden. Im Inneren befindet sich nicht nur die Flasche, sondern auch eine Sanduhr. Die Sandkörner benötigen drei Minuten, um in den unteren Teil zu rieseln. Ebenso viel Zeit sollte dem Meisterwerk zur vollen Entfaltung seiner Aromen gegeben werden, bevor man diesen außergewöhnlichen Whisky genießt. Schließlich brauchte er Jahrzehnte, um vollkommen zu werden.

Um die Premiere der Bowmore Timeless-Serie gebührend zu feiern, entstand in Zusammenarbeit mit dem französischen Regisseur und Filmkünstler Thomas Vanz eine außergewöhnliche Hommage an die Herstellung des legendären Bowmore Whisky. In seinen künstlerischen Arbeiten visualisiert der von Astrophysik und Kosmos faszinierte Künstler in atemberaubenden makroskopischen Bildern die explosive Geburt und den Tod von Sternen und Galaxien. In dem beeindruckenden Kurzfilm über die Bowmore Timeless-Serie geht es um die Magie der Zeit und die Verbindung von Kunst und Expertise. In Momenten von atemberauben- der Schönheit illustriert der Film die Entstehung des Bowmore Timeless Single Malt Whisky, abstrakt und fesselnd zugleich. Bei seinem eigenen Besuch auf Islay erkundete Thomas Vanz die Torfmoore, die keimende Gerste, das Wasser aus Loch Indaal und den Destillationsprozess. Für die Darstellung im Film arbeitete der Künstler mit Spezialeffekten, die er rein physisch mithilfe von Tinten, Pigmenten und vielen anderen chemischen Produkten kreierte. Jedes Element im Bowmore Herstellungsprozess wurde neu interpretiert, mit Musik unterlegt und – wie der Whisky selbst – zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk komponiert.

„Die Kunst der Whisky-Herstellung ist faszinierend. Der ganze Prozess lieferte mir ein üppiges Füllhorn lebendiger Inspirationen, um meine eigene einzigartige Interpretation zu kreieren“, kommentiert Filmemacher Thomas Vanz die Zusammenarbeit. „Ich konzentrierte mich dabei darauf, eine leuchtende Galaxie wunderschöner den Herstellungsprozess repräsentierender Bilder einzufangen – eine atemberaubende Vielfalt komplexer Farbspiele und vielschichtiger Bewegungsabläufe. Das ist meine ganz eigene Interpretation des Bowmore Universums. Der Anfang, aus dem sich der unverwechselbare Charakter entwickelt. Die Arbeit für einen Single Malt Whisky mit dieser bemerkenswerten Herkunft und einem derart außergewöhnlichen Vermächtnis stellte auch für mich eine Premiere dar. Ich habe es sehr genossen, die Einzigartigkeit von Bowmore auf meine persönliche Art und Weise zu erkunden.“

TASTING NOTES:

Bowmore Timeless 27 Jahre

Limitierte Edition – nur 3.000 Flaschen weltweit

Farbe: Aroma:

Geschmack:

Nachklang: Alkoholgehalt:

Dunkelgold

Fruchtige, gekochte Pflaumen und Zwetschgenmarmelade. Noten von Korinthen, Rosinen und Sultaninen mit starkem Oloroso-Einfluss. Sahnekaramell, Ahornsirup und Lakritz mit gegrillter Orangenschale und geräuchertem Seegras.

Süß mit Kastanienhonig und intensivem Bienenwachs. Frisches Leder und Tabak von Montecristo-Zigarren, geröstete Kaffeebohnen, dunkle Schokolade mit Anklängen von Eichenholznoten.

Langer Nachklang mit duftenden Noten von angebranntem Holz, Trockenfrüchten und einem Hauch von Weihrauch. 52,7% Cask Strength

Entdecken Sie die Welt von Bowmore, lassen Sie sich von der Timeless-Serie faszinieren, und treten Sie mit dem Künstler Thomas Vanz in Kontakt. Direkt auf http://bowmore.com/Timeless

PR: Neu von Kirsch Import – Vier neue Duncan Taylor und der Starward Dolce

Auch in dieser Woche bringt Kirsch Import wieder neue Abfüllungen nach Deutschland – diesmal sind es vier Whiskys des unabhängigen Abfüllers Duncan Taylor und eine neue Abfüllung der australischen Starward Distillery. Die Details dazu finden Sie wie immer untenstehend, die Abfüllungen in Kürze bei Ihrem Händler, der auch über die Preise Auskunft geben kann:


Premium-Whiskys aus einer der größten Fass-Sammlungen: The Octave, Dimensions & Rare Auld Grain von Duncan Taylor

Von Blended Scotch, Premium Single Malts und Single Grains bis zu legendären Single Cask Bottlings: das Sortiment von Duncan Taylor & Co. zeichnet sich vor allem durch edle Whiskys aus. Whisky-Fachleute und -Liebhaber auf der ganzen Welt schwärmen von den komplexen, authentischen Premium-Abfüllungen. Diese basieren auf einer Whisky-Sammlung, die zu einer der größten ihrer Art zählt. Zu Genießern kommen sie in verschiedenen Serien, u. a. The Octave, Dimensions sowie Rare Auld Grain, zu denen die Neuheiten in dieser Woche gehören. 

Für The Octave gönnt Duncan Taylor & Co. ausgewählten Single Malts oder Single Grains in den nur 50 Liter fassenden Oktav-Fässern ein mehrmonatiges Sherry-Finish. Ganz nach dem Motto „kleine Fässer, größerer Whisky“ erzielt der unabhängige Abfüller so besonders raffinierte, ausgewogene Geschmacksprofile. Die Reihe mit schwarzem Label ist heute mit einem auf 123 Flaschen limitierten fassstarken Islay Single Malt vonLaphroaig vertreten, der 2004 auf der Whisky-Insel destilliert wurde.

Laphroaig Peated 2004/2020
Duncan Taylor: The Octave

15 Jahre
Dest. 2004
Abgef. 2020
Fass-Typ: Eichenfässer, Oktav-Fässer
Fassnr. 5621039
123 Flaschen
56% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Auch die neue Dimensions-Abfüllung stammt von der Hebrideninsel, destilliert 2008 bei der für ihre meist ungetorften, maritimen Whiskys geschätzten Brennerei Bunnahabhain. Für seine Rare Auld Grain Serie bediente sich Duncan Taylor bei den großen Grain-Destillerien Girvan sowie Invergordon, für eine von eher wenigen unabhängigen Abfüllungen der Highland-Brennerei. Beide Single Grains reiften elf Jahre lang – wobei Duncan Taylor seinen Invergordon im Sherry Cask perfektionierte.

Bunnhabhain 2008/2020
Duncan Taylor: Dimensions

12 Jahre
Dest. 11/2008
Abgef. 11/2020
Fass-Typ: Eichenfass
Fassnr. 385511271
222 Flaschen
54% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Girvan 2009/2020
Duncan Taylor: Rare Auld Grain

11 Jahre
Dest. 04/2009
Abgef. 11/2020
Fass-Typ: Eichenfass
Fassnr. 59700008
300 Flaschen
54,1% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Invergordon 2009/2020 Sherry Cask
Duncan Taylor: Rare Auld Grain

11 Jahre
Dest. 03/2009
Abgef. 11/2020
Fass-Typ: Sherry Cask
Fassnr. 520005
282 Flaschen
54,3% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

Saftig-süße Verführung aus Australien: Starward Dolce reifte in Dessertweinfässern

Zur Käseplatte, nach dem Abendessen, als Dessert: Mit Dolce (ital. für „süß“) setzt die australische Brennerei Starward ihre Mission für eine kulinarische, entspannte Whisky-Kultur fort. Der Single Malt macht seinem Namen alle Ehre: verlockend dunkel, kombiniert er saftige Weinnoten, Eichenwürze, karamellisierte Marshmallows und Cola mit einer sizilianisch inspirierten Süße. Inspiriert? Nachdem der Whisky made in Melbourne wie für Starward typisch in Rotweinfässern aus der Region reifte, bauten die Brenner ihn in Fässern aus, die die australische Version des italienischen Dessertweins Marsala enthielten.

Dolce entstand im Kontext der Starward Projects. Im „Labor- Programm“ der Destillerie haben die innovativen Australier Raum für experimentelle Ideen und leben diese aus, um aromenstarke, einzigartige Ausdrucksformen für ihren Single Malt zu finden. Aus diesem Grund ist das saftig-süße Release auf weltweit einmalig 4.800 Flaschen limitiert.

Dolce
Starward Australian Single Malt Whisky

4 Jahre
Dest. 2016
Abgef. 2020
Fasstyp: Dessertweinfässer
4.800 Flaschen (weltweit)
48% vol.
0,5 Liter
Nicht kühlfiltriert
Nicht gefärbt

Tasting Notes:

Nase: Trockenfrüchte, geröstete Marshmallows und Marzipan.

Gaumen: Anfängliche Süße, dann intensive getrocknete Früchte, brauner Zucker, Cola und wieder geröstete Marshmallows.

Nachklang: Zähflüssig, karamellisiert, aber mit genug Tanninen, um einen ausgewogenen Nachklang zu hinterlassen.

Baugenehmigung für die Glen Luss Distillery im Loch Lomond and The Trossachs National Park erteilt

Eine weitere Destillerie in Schottland steht in den Startlöchern, um Whiskyfreunde mit dem Wasser des Lebens zu versorgen. The Spirits Business berichtet, dass die Glen Luss Distillery nun die Baugenehmigung erhalten hat. Dazu gab es auf Facebook von den Gründern folgendes Statement:

Planning Approved

Last week we received the great news that our planning application had been approved. To say we are excited would be an understatement!

This is a major milestone in our journey to bring our vision for the First Experimental Brewery and Distillery, on the shores of Loch Lomond, creating craft drinks and experiences to life!

As we reflect on the last year, 2020 played hard ball, and 2021 looks like it will bring its own challenges, but that will not stop us. Although COVID has dented our plans we are on course to open to the public and start laying spirit down in the latter part of 2021.

2021 is shaping up to be a great year, we are literally fizzing (again) with excitement and simply cannot wait to welcome you to Glen Luss later this year.

Wishing everyone all the best, and saying cheers in the biggest and only way we know how: Slainte!!!

Wie wir bereits im April des Vorjahres schrieben, planen die Gründer Trystan Powell, Patrick Colquhoun und Daniel Lewis, neben der Mikro-Brennerei zusätzlich eine noch eine Brauerei, in der verschiedene Craft Biere gebraut werden sollen. In den Brennanlagen soll neben Single Malt Whisky auch ein Gin, Vodka sowie Rum entstehen. Natürlich wird es auch ein Besucherzentrum geben.

Auch wenn man natürlich durch die Pandemie noch etwas am Durchstarten gehindert wird, möchte man dennoch bereits Ende dieses Jahres mit dem Bau der Brennerei und des Besucherzentrums fertig sein und die Glen Luss Distillery im Loch Lomond and The Trossachs National Park eröffnen.

26 Arbeitsplätze soll die Brennerei einmal schaffen, und in den ersten 10 Jahren werden von der Destillerie jährlich fünf Prozent des Gewinns für Projekte in der Gemeinde bereitgestellt.

Sonnenuntergang im Loch Lomond and The Trossachs National Park.By Michal Klajban – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75283817

PR: Glenrothes 50yo um £39.000 versteigert

Es war die letzte Flasche des 50 Jahre alten Glenrothes, die in einer Auktion bei Bonhams unter den Hammer kam und letztendlich um 39.000 Pfund einen Käufer fand. Sie ist nicht nur des Alters wegen bemerkenswert, auch ihre Fertigung und der Umstand, dass sie mit 22 Karat Gold aus der einzigen Goldmine Schottlands verziert ist, macht sie besonders. Und die Auktion selbst zeichnet aus, dass die gesamten Einnahmen an eine wohltätige Oranisation nach Wahl des Käufers (der anonym blieb) gehen,

Wir haben dazu von der Destillerie eine englischsprachige Pressemitteilung mit Bilder erhalten – und Infos zu bevorstehenden Neuerscheinungen aus der Speyside-Brennerei: Es wird drei neue Single Casks Abfüllungen geben, eine Serie von 40 Jahre alten Whiskys und einige Limited Bottlings, die allerdings nicht näher definiert wurden.

Alles Weitere in dem untenstehenden Text:


“ONCE IN A GENERATION” BOTTLE OF THE GLENROTHES 50-YEAR-OLD SOLD FOR £39,000 IN EXCLUSIVE AUCTION

The last of Speyside distillery The Glenrothes’ 50-year-old Single Malt Scotch Whisky has gone under the hammer at an exclusive auction.

The rare and unique bottling sold for £39,000 during the virtual event delivered by auction house Bonhams on Friday (19 February) which was streamed live from the home of Royal Warrant holders Hamilton & Inches in Edinburgh.

Decanter #50 – the very last of a release of 50 – was handcrafted in collaboration with Royal Warrant holders Hamilton & Inches and is decorated with 22carat Scottish Gold from Scotland’s only gold mine.

An engraved Scottish Gold collar with “The 50TH of 50” encircles the neck with the stopper featuring hand-cut letters and numerals proudly declaring “Bottle No. 50”. The extraordinary decanter, truly befitting of the liquid within, also features a stunning gold frame plaque bearing the legend “50 years old”.

The decanter was bought by an anonymous individual with The Glenrothes set to donate proceeds to a charity of the winning bidder’s choice.

Delivered by Charles Graham-Campbell of Bonhams and hosted by Invictus Games medallist JJ Chalmers, the auction featured an interview with Laura Rampling, The Glenrothes’ Master Whisky Maker, who discussed the unique taste profile of The Glenrothes 50-year-old.

Laura Rampling, Master Whisky Maker at The Glenrothes, said:

“Today really is an historic day for The Glenrothes and marks the culmination of 50 years of passion and skilled craftsmanship.

“We’re incredibly proud to have worked with Hamilton & Inches to create this stunning decanter and celebrate this milestone in our history.

“While this is the last of our 50-year-old, we have more exciting releases coming later this year and during 2022. These include exclusive Single Casks, a new 40-year-old collection and some very special limited bottlings.”

Jonathan Payne, Managing Director at Hamilton & Inches, said:

“We are thrilled to have partnered with The Glenrothes for this project which is a true testament of craftsmanship.

Scottish Gold is a rare and extremely special material and has been a fitting way to honour The Glenrothes 50-Year-Old.“

In addition to taking home the treasured Decanter #50, the successful bidder will receive an exclusive invite to The Glenrothes Highland Estate to meet the distillery team.

Auction price does not include waived buyer fee of 22%/£8,580

About The Glenrothes 50YO

Distilled in 1968, The Glenrothes 50-year-old was released in October 2020. It has matured in sherry and bourbon oak casks before being decanted into individually numbered handmade crystal decanters which are housed in an exquisite lacquered black presentation case. Each has an RRP of £25,000.

Buyers of The Glenrothes 50-year-old will receive an exclusive invite to the private The Glenrothes Highland Estate and Distillery on Speyside for a very special whisky experience.

50YO Tasting Notes

Aroma

A cascade of fragrant woody spices, lilting between cedar wood and cloves, with grounding notes of linseed oil and rich muscovite sugar. A hint of fragrant jasmine.

Taste

A drama of complexity. Intensely sweet and spicy, with flares of cardamom, fennel seeds and vanilla pods, while notes of cedar play throughout.

Finish

Delicate and refined. A gentle lingering of woody spices.

Serge verkostet: Rosebank, alt und neu

Whiskyfreunde, die erst unlängst auf den Geschmack des Wassers des Lebens gekommen sind, leben in einer Zwischenzeit, was die Destillerie Rosebank anbelangt: Aus der alten Brennerei einen Rosebank zu erhalten ist nur mehr schwer und mit hohen Kosten verbunden möglich. Und die neue Brennerei, die dort unter der Führung des unabhängigen Abfüllers Ian Macleod Distillers errichtet wird, ist noch Jahre davon entfernt, neuen Whisky zu produzieren.

Wer jedenfalls die Möglichkeit hat, einen Rosebank zu verkosten, der sollte es tun – dass Whiskygenießer von ihm so schwärmen, hat nicht nur mit der sicherlich auch vorhandenen Nostalgie und Verklärung des Alten zu tun, sondern vor allem damit, dass er meist ein „damn fine dram“ ist, also ein wirklich guter Tropfen.

Serge Valentin hat heute zwei Rosebank verkostet, natürlich beide aus der alten Brennerei, und daher schmücken wir diesen Beitrag auch mit einem Bild derselben. Hier aber jedenfalls die tabellarische Zusammenfassung der Verkostung:

Rosebank  30 yo 1989/2019 (55.2%, Hunter Laing, The First Editions, Author’s Series, refill hogshead, cask #HL17438, 192 bottles)91
Rosebank 12 yo 1980/1992 (60.1%, Kingsbury, sherry butt, cask #2467)88
Rosebank Destillerie, Foto von Caper13, GNU-Lizenz

Video: Ralfy verkostet Deanston 12yo Madeira Finish 55,6% vol. (Review #865)

In die Highlands geht es heute mit Ralfy in seiner Verkostungshütte auf der Isle of Man, und zwar zur Destillerie Deanston. Dort hat man vor nicht allzu langer Zeit einen 12 Jahre alten Deanston mit einem Madeira Finish abgefüllt. Mit seinen 55,6% vol. sollte er ordentlich Druck bieten – und zum Experimentieren mit ein paar Tropfen Wasser einladen. Ralfy schlägt in seinem knapp 17 Minuten langen Video genau das vor, und er sagt von sich selbst, dass er es immer wieder tut, um den für sich richtigen Level zu finden, an dem ihm ein Whisky den meisten Geschmack bietet. Und es variiere immer wieder von Tag zu Tag: Manchmal will er den selben Whisky stärker, manchmal findet er mit Wasser mehr Zugang zu ihm.

Und natürlich gibt es neben vielen Infos von Ralfy auch wieder eine Wertung, diesmal sind es 90 Punkte, weil er findet, dass der Deanston sehr schön gemacht sei. Mehr wie immer obenstehend im Video oder auf Youtube.

Serge verkostet: Grain Whiskys

Spät, aber doch kommen sie heute, die Verkostungsnotizen von Serge Valentin auf Whiskyfun. Diesmal geht es um eine Kategorie von Whiskys, die normalerweise mit Blends in Verbindung gebracht wird, als kostengünstiger, weil in großen Mengen erzeugbarer Bestandteil. Aber gibt man Grain Whisky ausreichend Zeit und vor allem ein gutes Fass, kann Hervorragendes dabei herauskommen.

Hier sind die Grain Whiskys, die Serge heute verkostet hat:

Fine Single Grain 43 yo 1976/2020 (45.7%, Whisky-Fässle, hogshead)85
North British 30 yo 1989 (Dramfool, bourbon hogshead, 182 bottles)82
Cambus 27 yo 1991/2019 (58%, Hotmalt Taiwan, Richard’s Choice, sherry, cask #61970, 205 bottles)82
Port Dundas 31 yo 1988/2020 (51.3%, Cadenhead, bourbon hogshead)83
Invergordon 45 yo 1974/2019 (46.9%, Single Cask Nation, bourbon barrel, cask # 7844000025, 194 bottles)86
Girvan 30 yo 1989/2020 (51.8% The Whisky Exchange Whisky Show, Artificial Intelligence)84
Invergordon 32 yo 1987/2020 (52.7%, Elixir Distillers, Whisky Trail, cask #88799)85

Neu von Bowmore: Bowmore Timeless 31yo (GTR) und Bowmore Timeless 27yo

Zweri neue Whiskys wurden von der Islay-Destillerie Bowmore angekündigt, einer davon, der Bowmore Timeless 31yo, exklusiv für den Global Travel Retail, der zweite, der Bowmore Timeless 27yo, für den Fachhandel. Bevor beide in den nächsten Tagen mit einer offiziellen deutschsprachigen Pressemitteilung vorgestellt werden, haben wir hier schon die ersten Fakten für Sie zusammengetragen:

Der Bowmore Timeless 31yo ist das neueste Mitglied der Timeless-Range. 29 Jahre lang durfte er zunöchst in ex-Bourbonfässern reifen, bevor er dann für die restlichen zwei Jahre seiner Reifezeit in mit Matusalem Sherry präparierte Fässer kam. Er soll die für Bowmore typische Balance zwischen Rauch, exotischen Früchten und der maritimen Note in sich tragen. Dazu kommen florale Noten, Honig und Vanille sowie ein Hauch Pfefferminze.

Präsentiert werden die Flaschen (Auflage: 3000 Stück, 45,5% vol.) in einer in Form eines Stundenglases gestalteten Box, in der neben der schlicht, aber sehr schön gestalteten Flasche auch ein solches Stundenglas zu finden ist. Es soll für den Genießer jene drei Minuten, die man sich für die Nase Zeit nehmen soll, visualisieren. Erst danach sollte man den ersten Schluck probieren.

Der zweite im Bunde ist der für den ausgewählten Fachhandel vorgestellte Bowmore Timeless 27yo. Auch er kommt jetzt auf den Markt, in vergleichbarer Ausstattung. Er reifte zunächst 15 Jahre in Sherry- und ex-Bourbonfässern, bevor er für 12 Jahre in first fill Oloroso Sherryfässer gelegt wurde. Danach wurde er mit Fassstärke (52,7% vol.) abgefüllt und zeigt, zu den typischen Bowmore-Noten, auch frisches Leder, Tabak und Bienenwachs sowie fruchtige Anklänge und Sherrynoten. Für ihn können wir den Verkaufspreis in UK nennen: 1500 Pfund wird man für ihn auf den Tisch legen müssen. Auch er ist auf 3000 Flaschen limitiert.

Mehr zu den beiden Abfüllungen in Kürze durch die offizielle deutschsprachige Pressemitteilung.

Ad Gefrin Distillery: Nach Investment von £4,6 Millionen erfolgt jetzt der Baubeginn

Wenn Sie auf Whiskyexperts nach der geplanten Ad Gefrin Distillery in Northumberland suchen, werden Sie auf eine recht lang dauernde Geschichte stoßen. Die englische Brennerei sollte zunächst bereits im Vorjahr eröffnen, erhielt dann 2019 die Baugenehmigung unter der Auflage, bis 2020 mit dem Bau zu starten, konnte kurz darauf laut eigenen Angaben ein Investment von 10 Millionen Pfund lukrieren, um Anfang 2020 zumindest mit den Abrissarbeiten am Baugelände zu beginnen.

Dann kam Corona und hat auch dort vieles verändert. Aber laut des Berichts in The Spirit Business, auf den wir uns hier beziehen, ist nun, nach einem erneuten (oder ersatzweisen?) Investment von 4,6 Millionen Pfund tatsächlich mit dem Bau begonnen worden.

Die Brennerei, die insgesamt 50 Arbeitsplätze schaffen will, wird laut den neuen Plänen im Herbst 2022 ihren Betrieb aufnehmen. Geplant ist neben der Brennerei selbst auch ein Besucherzentrum. Mit der Ad Gefrin Distillery wird man nach 200 Jahren die Whiskyproduktion in das County zurückholen.

PR: Whisky und Terroir? Das gehört zusammen!

Wir haben letzte Woche ja bereits anlässlich einer englischsprachigen Pressemitteilung darüber berichtet, dass eine Studie, die die Waterford Distilllery gemeinsam mit der Oregon State University erstellt hat, den Einfluss von Terroir, also von Bodenbeschaffenheit, Topografie und Klima, wissenschaftlich belegt.

Vom Importeur der Whiskys aus Waterford, Kirsch Import, haben wir nun eine deutschspachige Zusammenfassung der Studie erhalten, die wir natürlich sehr gerne mit Ihnen teilen:


Whisky und Terroir? Das gehört zusammen!

Wie eine Studie der irischen Waterford Distillery eine jahrzehntelange Debatte beilegt

22. Februar 2021 – Stuhr. Mark Reynier hat es schon lange gewusst, Genießer seiner Waterford-Whiskys konnten es schmecken, nun dürfen es auch alle Zweifler glauben: Bodenbeschaffenheit, Mikroklima und Topografie, das Terroir, hat großen Einfluss auf das Geschmacksprofil von Whisky. Eine Tatsache, die nun eine von Waterford in Auftrag gegebene wissenschaftliche Studie zweifelsfrei belegt.

Das Prinzip des Terroirs ist in Kategorien wie Wein oder Cognac längst etabliert, hat aber Whisky- Experten jahrelang polarisiert. Damit dürfte es nun vorbei sein, denn eine von der irischen Waterford Distillery in Auftrag gegebene Studie belegt, dass Terroir auch in Gerste und vor allem im daraus destillierten Single Malt Whisky zu finden ist. Nach der sogenannten „Peer-Review“ durch unabhängige Gutachter ist die vollständige Studie seit Kurzem öffentlich über die Website der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Foods zugänglich.

Waterfords „Whisky Terroir Project“ untersuchte zwei Gerstensorten, die in den Jahren 2017 und 2018 auf zwei Farmen in verschiedenen Gegenden angebaut wurden: in Athy, im County Kildare und in Bunclody, im County Wexford im Südosten Irlands. Jede Gerstenprobe wurde unter Laborbedingungen mikrogemälzt und mikrodestilliert, um 32 verschiedene Whisky-Destillatproben herzustellen. Diese wurden dann von weltweit führenden Laboranalytikern und unter Verwendung der neuesten Analysemethoden der Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Olfaktometrie (GC/MS-O) sowie von hochqualifizierten sensorischen Experten getestet.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

Von über 42 Aromastoffen, wird die Hälfte durch das Terroir der Gerste beeinflusst. In Athy, das geschützt im Landesinneren liegt, fand man höhere pH-Werte mit erhöhten Mengen an Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und Molybdän (Mo) im kalkhaltigen Boden der Gegend, die konstanten, höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen ausgesetzt war. Der aus dieser Gerste hergestellte Whisky-Rohbrand besaß Noten gerösteter Mandeln und einen malzigen, öligen Nachklang mit Gebäcknoten aus.

Der exponiertere Standort Bunclody zeigte niedrigere pH-Werte mit erhöhten Mengen an Eisen (Fe), Kupfer (Cu) und Mangan (Mn) im Boden, der auf Schiefergestein basiert. Das Farmland liegt näher an der Küste und war typischerweise unbeständigerem Wetter ausgesetzt. Rohbrand, der aus dieser Gerste hergestellt wurde, war heller und blumiger, mit einem Geschmack von frischer Fruchtigkeit.

Whisky mit dem Geschmack seiner Herkunft

Die Ergebnisse der Studie eröffnen für die Whisky-Industrie neue Perspektiven. Der Nachweis von Terroir macht es möglich, regionalspezifische Whiskys in der gleichen Weise wie Weine zu produzieren, möglicherweise ein Appellation-Controlée-System der Herkunft. Eine Brennerei, die dies bereits tut, ist Waterford. CEO Mark Reynier sieht seine Mission nun bestätigt: „Kritiker behaupteten, dass jeglicher Terroir-Effekt durch den Whisky-Herstellungsprozess zerstört würde, und sagten, es gäbe keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Terroir überhaupt existiert. Nun, jetzt gibt es einen.“

Die Destillerie baut auf den Grundsatz, dass Gerste die Quelle der aromatischen Vielfalt von Malt Whisky ist. Ihr Terroir birgt das Geheimnis einzigartiger Whiskys, die die Quintessenz ihrer Region transportieren. Jede Abfüllung von Waterford erkundet einen Ort in Irlands fruchtbarem Südosten. Terroir für Terroir bilden die exklusiven „Single Farm Origins“ ihre jeweiligen Herkunftsorte geschmacklich ab. Die Terroir-Whiskys sind in Deutschland über Kirsch Import zu beziehen.

Blick hinter die Kulissen und in die Zukunft

Teil des „Whisky Terroir Project“ ist ein internationales Team von Wissenschaftlern aus den USA, Schottland, Griechenland, Belgien und Irland, darunter: Prof. Kieran Kilcawley und Maria Kyraleou vom Teagasc Food Research Centre, Teil des irischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Meeresschutz; Dr. Dustin Herb, leitender Forscher und Post-Doktorand an der Oregon State University; Enterprise Ireland; Minch Malt; das führende Whisky-Labor Schottlands. Wer hinter die Kulissen schauen will: Dieses YouTube-Video berichtet über die wegweisende Studie und ihre Protagonisten.

In einem zweiten Schritt wird das Projekt den Einfluss von Terroir in Waterfords Single Malt Whiskys zeigen. Ergebnisse werden für 2022 erwartet.

Lark Distillery veröffentlicht 1000-Dollar-Whisky „Rare Cask PARA 100“

Für australischen Whisky ist der Preis der neuen Abfüllung aus der Lark Distillery nicht von schlechten Eltern – aber die Besonderheiten rund um ihn machen ihn auch zu einer ganz speziellen Abfüllung:

Der „Rare Cask PARA 100“ aus Tasmanien ist zwar vom Whisky her „nur“ fünf bis sechs Jahre lang in einer Kombination aus ex-Port, ex-Sherry und ex-Bourbonfässern gereift (das „nur“ ist mit etwas Vorsicht zu betrachten, da die Reifungsprozesse in Tasmanien schneller ablaufen als zum Beispiel in Schottland und Irland), durfte aber danach in einem Fass aus dem südastralischen Seppeltsfield Weingut nachreifen, das für die Reifephase ihres 100 Jahre alten Para Vintage Tawny verwendet wurde, also eines der ganz selten gewordenen echten alten und nicht schnell mit Port oder Sherry präparierten Fässer. Noch dazu ist es der einzige australische fortifizierte Wein (Port darf er sich ja der Herkunft wegen nicht nennen), der seit der Vintage 1907 eine perfekte 100/100 Bewertung von James Halliday erhalten hat.

Dass zwei bis drei Monate Finish genügten, liegt dann auch an der Intensität des Holzes des Fasses (das nicht 100 Jahre alt ist, auch das sei gesagt, sondern in der letzten Reifephase verwendet wurde), das diesen bereits lange gereiften fortifizierten Wein halten konnte. Die Tasting Notes im Original lesen sich so:

Nose

A rich and impossibly sticky embrace of treacle pudding with brandied custard, wood-fired raisin bread, mulberry syrup, and blackberry blossoms.

Palate

Preserved cherry sweetness with deep, dark undertones of saddle leather, fresh tobacco, and beloved antique furniture. Polished tannins and the unmistakable age of the oak create chapters of mouthwatering complexity that speak of elegance and intrigue.

Finish

Impossibly long and luxurious. Cocoa nibs, coffee, blackberry jam, dark fruit cake, and fireside chats that extend into the early hours of the morning.

Für die umgerechnet rund 650 Euro bekommt man dann eine 0,7l Flasche (limititert auf 429 Abfüllungen) und dazu eine Flasche mit 100 ml des Whiskys, um ihn probieren zu können, ohne gleich die große Flasche anbrechen zu müssen.

Natürlich ist es nicht gerade einfach, günstig und rasch, diesen Whisky aus Australien zu importieren, für unsere Leser mit einem mutigen Herzen und einem dominanten Verlangen, ihn in ihre Sammlung einzuverleiben, haben wir hier natürlich dennoch die Verlinkung zum Shop parat: Den Lark Distillery „Rare Cask PARA 100“ können Sie hier kaufen. Und falls Sie uns in Australien lesen: Ab heute kommt er dort auch in ausgewählte Shops.

In Fässern gereift, die zuvor 100 Jahre alten fortifizierten australischen Wein hielten...

Neue Deutsche Whiskyvideos der Woche (220)

Willkommen zur  220. Folge der Whiskyvideos und Podcasts der Woche. Wie immer bringen wir in ihr Beiträge aus dem deutschen Sprachraum zum „Wasser des Lebens“, die uns von den Vloggern und Podcastern zugesendet wurden. In den Videos werden sowohl neue als auch ältere Abfüllungen verkostet – alles nach dem eigenen Ermessen der Verkoster und ohne kommerziellen Hintergrund.

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Die Liste der teilnehmenden Vlogs und Podcasts ist nicht fix: Wenn Sie meinen, dass Ihr Video ebenfalls dazu gehören sollte, dann können Sie unten herausfinden, wie das möglich wäre.

In der Ausgabe 220 finden Sie acht neue Videos:

Pat Hock – Ledaig Rioja Cask Finish

https://www.youtube.com/watch?v=cqvfIWV3qcc&feature=youtu.be

Malts and Metal – Longrow 18 Jahre, 46% (2020)

WhiskyJason – Lichtburg #1 15y SC Irish Whiskey

Whisky & Vinyl – Bushmills 28 Jahre

Whisky Evening – Royal Brackla von LMDW

Friendly Mr. Z – Arrrrrrrdbeg Committee Release 2021

World Wide Whisky – Royal Lochnagar 12 Jahre

Whisky Enjoy – Knob Creek patiently aged


Wie wir die Beiträge aussuchen: Die Videos und Podcasts werden uns zugeschickt. Wir treffen dabei keine Auswahl außer jener, dass die von uns gezeigten Blogger/Vlogs schon länger aktiv sein sollten, eine gewisse Anzahl Follower/Hörer/Leser haben. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Videos ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen, hält aber gleichzeitig fest, dass ein Nichterscheinen nicht automatisch ein (sowieso immer subjektives) Statement über mangelnde Qualität ist, sondern viele verschiedene Gründe haben kann.

Wollen Sie mit Ihrem Beitrag dabei sein? Wenn Sie selbst Videos zum Thema Whisky machen, dann schicken Sie uns doch eine kurze Mail mit einem Link auf das wochenaktuelle Video und einer Inhaltsangabe dazu jeweils bis Freitag, 12 Uhr an press @ whiskyexperts.net. Vorgaben unsererseits gibt es natürlich keine, hilfreich ist aber, wenn Ihr Videokanal in aller Regel etabliert, regelmäßig publizierend und mit einer gewissen Anzahl Abonnenten ausgestattet ist, sowie mit hohem Qualitätsanspruch gemacht wird. Bitte halten Sie die eingereichten Videos auch werbefrei, sprich keine Links und Kaufaufforderungen im Video. Wir freuen uns auf Ihre Videos für unsere Leser!

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 12)

Wir freuen uns, Ihnen jeden Sonntag ein Stück einer wunderbaren Geschichte über Schottland, Whisky und das Reisen vorstellen zu dürfen: Exklusiv auf Whiskyexerts präsentieren wir Ihnen Whisky Cycle, das neueste Buch von Uli Franz, als Fortsetzungsgeschichte.

Uli Franz lebt als Schriftsteller im Chiemgau und auf der dalmatinischen Insel Brac’. Von 1977-80 arbeitete er als Zeitungskorrespondent in Peking. Über China und Tibet veröffentlichte er zahlreiche Bücher. Zuletzt erschienen Radgeschichten und „Die Asche meines Vaters“ (Rowohlt Verlag).

Das Buch Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland (ca. 320 Seiten)  ist am 01.02.2021 im Alba Collection Verlag GbR erschienen. Es kann zum Preis von 19,- Euro hier vorbestellt werden.

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Die Radtour zu 17 schottischen Destillerien. Karte von Alba Collection

-hier geht es zur Folge 11-

Whisky Cycle – Eine Radreise durch Schottland von Uli Franz (Folge 12)

Aus dem Nieselregen war ein Starkregen geworden, aus dem blitzende Regenpfeile auf mich niedergingen und mir vom aufpeitschenden Wind ins Gesicht abgeschossen wurden. Wie sie auf Wangen, Stirn und Nasenrücken aufschlugen, schmerzte es, als würde jede Hautpore akupunktiert. Verdammt, ich musste schneller werden, um ins Trockene zu kommen, womöglich gab es weiter vorne eine Unterstellmöglichkeit, redete ich mir ein, um meinen Kopf abzulenken. Aber voraus erstreckte sich nur Weideland mit stoischen Schafen, da gab es nirgendwo einen Baum mit schützender Krone, unter die ich hätte flüchten können. Gerade als ich mich noch strammer in die Pedale stemmte und dabei den Lenker ein wenig verriss, schoss von hinten ein Tanklaster an meiner rechten Seite vorbei und die Gischt, die seine mächtigen Reifen aufwirbelten, ließ mich für Momente erblinden. Als der stählerne Tank auf acht Rädern in der einsetzenden Dämmerung an mir vorbeizischte und mächtig Sprühwasser aufwirbelte, fuhr mir ein gewaltiger Schrecken in die Glieder. Wie ein Kämpfer im Lendenschurz kam ich mir vor, der sich gegen einen Gladiator im Harnisch behaupten musste. Der Fahrer, der derart verantwortungslos an mir vorbeigebrettert war und mich von oben bis unten mit Schmutzwasser bespritzt hatte, war keine Sekunde auf die Idee gekommen, dass er mit seinem Verhalten einem anderen schadete. Oh, wie ich diese Rücksichtslosigkeit, diese Unfähigkeit, sich in die Lage eines Schwächeren zu versetzen, hasste. Nicht der Regen, sondern der gepanzerte Verkehr war hier und später auch der Hauptfeind auf meiner Reise.

Nun hatte der heftige Regen auch einen Vorteil: er tränkte die Natur, dämpfte den Lärm des Verkehrs und wusch die Luft und den Asphalt unter den Reifen. Das Überholmanöver war glimpflich ausgegangen, zumindest für dieses Mal. Einige energische Pedaltritte und ich war wieder ausbalanciert und hatte mein physisches Gleichgewicht wiedergefunden. Während die roten, böse glotzenden Augen des Tanklasters kleiner und kleiner wurden, ertappte ich mich bei dem Gedanken, ihm aus der Distanz einen Hinterreifen zu zerschießen und mich an ihm zu rächen. Zum Glück trug ich keine Waffe bei mir und der Wunsch, einen Schuss auf den Truck abzufeuern, war auch schnell wieder verflogen. Es blieb bei einem herausgebrüllten Fluch, der die nahe bei der Straße weidenden Schafe aufschreckte und wegrennen ließ. Die Sprünge der bauschenden Wollknäuel auf den staksigen Stelzbeinen sahen lustig aus und ließen meine Wut augenblicklich verpuffen.

Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt und war zum Orkan angewachsen. Böe um Böe galoppierte von der Seite auf mich zu, dass das Vorderrad zur Seite gedrückt wurde. Mit Kraft musste ich die Lenkergriffe packen und selbst in der Pause einer Flaute musste ich auf die nächste Böe gefasst sein. Zum Glück hatte ich auf Klickpedal-Schuhe verzichtet und mich für meine ausgelatschten Turnschuhe entschieden. Bei Straßen- und Wetterbedingungen wie diesen war die Sturzgefahr zu groß, denn wenn es einen schmeißt und man mit den fixierten Schuhen nicht schnell genug von den Pedalen kommt, kann man böse fallen, schnell ist die Hüfte lädiert oder ein Knie verdreht. 

Als sich kurz darauf eine Steigung wie ein Bollwerk aufbaute, nahm der Regenschlag noch zu, jetzt schüttete es wie aus Kübeln. Ich bremste, ich stoppte, ich schwang das rechte Bein über das Oberrohr und gab auf. Es half nichts, ich musste das Rad schieben, zu schlapp stapfte ich durch den triefenden Regen. Wumm, zisch, zäng, brumm – schon wieder jagte ein riesiger Laster, der im Container auf seinem Aufleger vermutlich Maische-Abfälle zur Verklappung transportierte, erschreckend dicht an mir vorbei, weil er wegen des Gegenverkehrs nicht auf die andere Fahrbahn ausweichen konnte. Auf Schulterbreite schoss er an mir vorbei, nur, weil er sein ungezügeltes Tempo nicht drosseln wollte. In solchen brenzligen Situationen verteufelte ich das Radfahren auf einer Autostraße, aber das Handtuch warf ich nicht, ich kämpfte mich vorwärts, denn ich hatte ein Ziel.

Wohlgemerkt, es war nicht die physische Kraft, die mich antrieb, sondern die Erkenntnis und Erfahrung in ähnlichen Situationen, auf Klettertouren in den Alpen, auf Tibetreisen oder früheren Fernradfahrten nach Albanien und weiter. Damals wie jetzt lag der Schlüssel zum Durchhalten in der mentalen Kraft. Gewiss hatte ich nach dieser Radwoche Kondition aufgebaut, aber die Wadenkraft war unter diesen widrigen Umständen nicht von Belang, es war viel eher die geistige Stärke, die mich antrieb, weiterzumachen. In solchen brisanten Situationen flüchte ich ins Selbstgespräch, um den aufgewühlten Geist zu beruhigen. Laut sprach ich zu mir: „Los, weiter, auf jede Steigung folgt eine Abfahrt.“

In der hereinbrechenden Dämmerung veränderte sich die Landschaft kaum merklich. Die Weiden, auf denen Scharen pummeliger Knäuel im strömenden Regen ästen, wurden spärlicher und entlang der A 846 bauten sich rechts und links uralte Eichen und Eschen auf, deren gewaltiges Laubdach wie ein Baldachin die gesamte Straßenbreite überspannte. Das Asphaltband begann sich abwärts zu neigen, das spürte ich am angefachten Tempo, das ganz von alleine kam und mit jedem gerollten Meter zunahm. Nur durch sein Eigengewicht nahm das Rad Fahrt auf und wurde schneller und schneller. Sofort machte das Radeln wieder Spaß und ich vergaß das Stechen der Regenpeitsche auf der Haut. Wie das Vorderrad zischend durch das angesammelte Regenwasser pflügte und rechts und links kleine weiße Fontänen empor spritzten, kam schnell wieder Freude auf. Zwanzig Minuten später überholte ich triumphierend die Laster, die mich so rücksichtslos eingenässt hatten. An engen Serpentinen stauten sie sich einen steilen Abhang bis zum Hafenbecken hinab, wo die angelandete Fähre im Sund zwischen Islay und Jura gerade entladen wurde. Schließlich ging die Talfahrt in ein echtes Gefälle von 14 Prozent über und erforderte ein Bedienen der Lenkerbremsen bis zum Krampf in den gekrümmten Fingern. Zu guter Letzt ließ ich das Rad am Cottage-Hotel Port Askaig vorbei bis auf die Mole rollen.

Fähre in Port Askaig – By Bjarne Henning Kvaal…, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59646341

Wieder einmal erwies sich das Fahrrad im Verkehrschaos als überlegenes Gefährt. Durch die kreuz und quer stehenden Autos und Laster im Stop-and-Go-Verkehr hindurch, nutze ich jede Lücke und drang rasch bis zur Hafenmeisterei vor, wo ich am Schalter für 6,80 Pfund ein Ticket für die Überfahrt nach Kennacraig löste. Radfahren wird in Schottland honoriert, so kostete der Radtransport auf allen Fähren so gut wie nichts.

Obwohl tropfnass, fühlte ich mich gut, ich hatte mein Ziel erreicht und würde von der letzten Fähre an diesem Tag ans Festland mitgenommen. Kaum war der Laderaum geräumt, durfte ich privilegiert mein Rad als Erster die eiserne Rampe hinauf in den Schiffsbauch schieben. Ganz vorne am Bug war ein leerer Stauraum für Fahrräder reserviert. Noch war er bis auf einige Kartons leer, noch befand sich kein anderer Radler an Bord. Als erstes schnallte ich die Gepäcktasche mit der Wechselkleidung ab und beeilte mich über eine Gitterrosttreppe nach oben in die beheizte Lounge zu kommen.

Noch bevor die Bar aufmachte, suchte ich die Herrentoilette auf und pellte mich mühsam aus den triefnaßen Kleidern. Gleich neben der Tür hing ein großer Spiegel, in dem ich ein bleiches Gesicht mit Stoppelbart erblickte. Ich erschrak, doch nicht über die Erschöpfung auf der Haut, sondern über den Zustand meines linken Auges. Eine Ader war geplatzt und hatte die Iris flammend rot mit Schlieren durchzogen. Die Hetze zur Fähre im strömenden Regen war doch zu groß gewesen. Als ich das Malheur entdeckte, schrillten auch schon die Sirenen: Hetz dich nicht so, pass besser auf deine Gesundheit auf!

Natürlich ist ein Hyposphagma nichts Lebensbedrohliches und nach zehn Tagen in der Regel verschwunden, aber die geplatzten Äderchen unter der Bindehaut waren doch ein Hinweis auf eine zu große Anspannung, ein zu hoher Druck auf die Blutgefäße. Das blutunterlaufene Auge wurde zum Fingerzeig, den ehrgeizigen Wunsch zu ändern und nicht mehr bis Campbeltown durchzufahren. So gab ich diesen Plan schnell auf und entschied mich für ein Nachtquartier gleich hinter dem Hafen.

Kennacraig war nichts weiter als ein Ort des Kommens und Gehens. Am Kai stand lediglich ein einsamer Container mit Toilette, Stühlen und Thermoskannen für Wartende und einem Ticketschalter. Kein Hotel, kein B&B, kein Örtchen, um sein müdes Haupt auf ein Kissen zu betten. Kennacraig war ein Terminal auf einer aufgeschütteten Landspitze, die über eine kurze Nabelschnur am Festland hing und das Überleben von Islay garantierte.

Kaum hatte die Caledonia Ferry festgemacht, schob ich mein Rad noch vor den Automobilen über den platten, aufgeklappten Bug ins Freie. Ich beeilte mich, um warm zu werden, ich fror erbärmlich und wäre am liebsten unter eine Daunendecke gekrochen. Zudem hätte ich mich jetzt riesig über einen Whisky gefreut, einen Single Malt aus Campbeltown, wohin ich eigentlich hätte fahren wollen. Aber daraus sollte aus Gründen der Vernunft ja nichts mehr werden.

Fähre in Kennacraig – By MSeses – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48618436

Nach einem kurzen Fußmarsch schwang ich mich ächzend in den Sattel und bog mit bleischweren Gliedern auf die A 83 gen Süden ein. Bereits an der ersten Kreuzung verließ ich die Hauptstraße wieder und folgte dem Ortsschild Whitehouse. Nur einen Steinwurf von Kennacraig entfernt, fand ich ein Zimmerchen für eine Nachtpassage, die ich traumlos durchquerte.

Eine freudige Überraschung erwartete mich am nächsten Morgen, als ich ausgeruht, magenfroh und wieder in trockener Funktionswäsche auf mein Fahrrad stieg. Der Wind hatte aufgefrischt und wehte nun aus Norden. Seine Richtung stimmte, meine auch, denn ich wollte nach Süden und da kam mir seine Hilfe gerade recht. Als ich wieder auf die A 83 einbog, griff er mir versöhnlich unter die Arme und ich glaubte schon an eine ausgleichende Gerechtigkeit des Himmels. Keine halbe Stunde später fing er an, mit mir zu spielen und entfaltete von Meile zu Meile seine ganze Kraft. Der Nordwind wurde zum Sturm und jagte mich derart bestimmend vor sich her, dass ich auf der Ebene im höchsten Gang eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreichte. Solch ein Rennradtempo, das man mit geringem Tretaufwand erreicht, gaukelt einem vor, man hätte ein entriegeltes E-Bike unter dem Hintern. Während ich wie arbeitslos im Sattel saß und nur noch locker strampeln brauchte, genoss ich in voll Zügen das Bewegtwerden durch den Rückenwind. Aufmerksam richtete ich den Blick auf den Flug der Möwen über dem weißen Strand, lachte über ihr Kreischen und Balgen um einen Krebs oder einen angespülten toten Fisch zwischen den Felsen, die basaltschwarz und dick bemoost das Ufer säumten. Schon bald führte die Küstenstraße so nahe am Ufer entlang, dass ich mit dem Atlantik auf du und du Zwiesprache halten konnte. Er begleitete mich aus nächster Nähe, so nahe schob er seinen Körper an mich dahinflitzenden Radler heran, dass ich seinen sauer-fischigen Atem riechen konnte. Auf der A 83 bekam ich mein erstes großes Geschenk der schottischen Reise: In weniger als drei Stunden hatte das bepackte Trekkingrad mit mir Faulenzer im Sattel 57 Kilometer abgespult. So erreichte ich lange vor Lunchtime den Fischerhafen Campbeltown, den die alten Kelten noch Kinlochkilkerran nannten.

(Fortsetzung folgt)