Macduff und Longmorn von den unabhängigen Abfüllern That Boutique-y Whisky Co, Elixir Distillers und Cadenhead sowie Destillerie-Abfüllungen der Brennerei Edradour, eine mit dem Brennerei-Namen und eine unter dem Namen Ballechin: Das heutige Tasting auf Whiskyfun bietet ein großes Misch-Masch. Doch, wie Angus MacRaild der am heutigen Samstga das Ruder übernimmt, in seiner Einleitung schreibt, sind es doch genau das, was wir an Whiskyfun schätzen. Alle sechs Kandidaten der heutigen Verkostung in der tabellarischen Übersicht:
Macduff 11 yo ‚Batch 6‘ (48%, That Boutique-y Whisky Co, 1237 bottles)
78
Macduff 10 yo ‚Batch 10‘ (52%, That Boutique-y Whisky Co, 1160 bottles)
77
Longmorn 22 yo 1997/2020 (58.7%, Elixir Distillers ‚Single Malts Of Scotland‘, cask #163301, hogshead, 240 bottles)
86
Longmorn-Glenlivet 15 yo (46%, Cadenhead, Dumpy, -/+ 1980)
92
Edradour 11 yo 2008/2020 (58.3%, OB for The Whisky Exchange, cask #372, 1st fill oloroso sherry butt, 709 bottles)
88
Ballechin 14 yo 2005/2020 (58.8%, OB for The Whisky Exchange, cask #158, 2nd fill sherry hogshead, 296 bottles)
Am Donnerstag einigten sich Großbritannien und die USA auf die Aussetzung der Strafzölle für vier Monate, um in dieser Zeit dann eine langfristige Beilegung des Streits beizulegen (wir berichteten). Und gestern reichte anscheinend ein Telefonat von US-Präsident Joe Biden und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus, um auch die gegenseitigen Strafzölle der EU und USA auszusetzen. Auch hier gibt es jetzt für »[…] beiden Seiten Zeit und Raum gibt, diesen langwierigen Konflikt zu lösen«, wie EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis sich auf Twitter äußerte.
Im Handelsstreit zwischen den USA und der EU belegte die EU im Sommer 2018 bestimmte US-amerikanische Erzeugnisse mit einem Strafzoll von 25 % (wir berichteten), unter anderem auch amerikanischer Bourbon und Tennessee-Whiskey. Die amerikanischen Whiskeyexporte in die EU – dem größten Exportmarkt der US-Spirituosenindustrie – gingen zwischen August 2019 und Juli 2020 von 757 Mio. USD auf 449 Mio. USD zurück. Das entspricht einem Minus von etwa 40 % (auch hier berichteten wir).
Ein hochmodernes Wasserstoffzentrum soll im Cromarty Firth an der Ostküste der Highlands entstehen. Dieses Offshore-Wind-to-Whisky-Projekt planen Glenmorangie, Whyte & Mackay und Diageo zusammen mit dem Energieversorger ScottishPower und dem Hafen von Cromarty Firth. Eine Machbarkeitsstudie, die nach drei Monaten abgeschlossen sein wird, soll aufzeigen, ob und wie dieses Projekt realisiert werden kann. Die Studie wird vom Energiespezialisten Pale Blue Dot durchgeführt.
Ein Teil der dort erzeugten Energie würde dann für die Stromversorgung von Whiskybrennereien in den Highlands verwendet werden. Neben neuen Arbeitsplätze, die entstünden, würde dieses Projekt auch das Herzstück im Bestreben des Landes bilden, den Netto-CO2-Ausstoß bis 2045 von Null zu senken, wie Pale Blue Dot in einem Statement schreibt.
Sam Gomersall, Wasserstoffführer von Pale Blue Dot, sagte:
„Die Region könnte weltweit führend in dieser Technologie sein und der Wirtschaft enorme Vorteile bringen. Mit den geplanten neuen Offshore-Windanlagen, die in den kommenden Jahren vor der Haustür des Cromarty Firth entwickelt werden sollen, gibt es kaum einen besseren Ort, um die Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln.“
Bis zu 15 neue Offshore-Windanlagen sollen in den kommenden Jahren entwickelt werden. Eine erhebliche Anzahl der Projekte vor der Haustür des Cromarty Firth liegen, so der Hafen von Cromarty Firth gegenüber der Website offshorewind. In ihrem Artikel „Offshore Wind-to-Whisky Project Launches in Scotland“ finden Sie auch eine Grafik der geplanten Anlage inklusive der daran angeschlossen Energieabnehmer.
Nachdem Beam Suntory gestern anlässlich des Weltfrauentag am 8. März Margie Samuels undBessie Williamson für ihre Verdienste in der Whisk(e)y-Welt in der Vergangenheit dankte, zeigt uns heute die Destillerie Haider, wie sich aktuell ihre CEO Jasmin Haider-Stadler in der Männerdomäne „Whisky“ behauptet:
Weltfrauentag | Frauen-Power bei der Destillerie Haider
Am 8. März wird jährlich der Weltfrauentag gefeiert. An diesem Tag geht es vor allem um Debatten zum immer noch bestehenden Gender Gap, Rechte der Frauen, Emanzipation und auch um Frauen, die sich in Männerdomänen durchsetzen. Jasmin Haider-Stadler konnte sich in einer solchen behaupten.
Jasmin Haider-Stadler hat den Betrieb 2016 ihrer Eltern Monika und Johann Haider übernommen und wurde mit 33 Jahren CEO der ersten Whiskydestillerie Österreichs. „Am Beginn meiner Laufbahn wurde ich oft von den männlichen Kollegen unterschätzt. Das habe ich Gott sei Dank nicht allzu ernst genommen, sondern eher zu meinem Vorteil genutzt und den Überraschungsmoment genutzt. Wenn man dann erst mal den Fuß in der Tür hat, heißt es hartnäckig bleiben.“, so Haider-Stadler. Nach ihrem Studium der Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien, machte sie eine Ausbildung als Destillateurin und bildet sich ständig im Bereich der Sensorik weiter. Im Jahr 2012 steigt sie ins Unternehmen ein, bis sie es 2016 übernimmt. Mittlerweile hat Jasmin Haider-Stadler eine kleine Tochter und führt den Familienbetrieb in zweiter Generation fort.
Jasmin Haider-Stadler kann sich in der Männerdomäne „Whisky“ behaupten und ist mittlerweile Obfrau der Austrian Whisky Association. Im 25-jährigen Jubiläumsjahr 2020 führt Jasmin Haider-Stadler das Unternehmen sicher durch die Coronakrise und setzt immer wieder neue Impulse und neue Projekte um.
Das Holz der Mizunara-Eiche aus Japan scheint das schlechteste Material für die Herstellung von Fässern zu sein. Es dauert mindestens 200 Jahre, bis die Eiche so weit gewachsen ist, dass sie auch gefällt und verarbeitet werden kann. Des weiteren ist die Holzstruktur porös, und es fehlen wasserfeste Ölenzyme. Die Dauben müssen entlang der Maserung geschnitten werden, um Leckagen zu minimieren. Die Mizunara-Eiche hat außerdem, wie es Vinepair freundlich formuliert, eine „hartnäckigen Zurückhaltung“ beim Grade-Wachsen. Und hier haben wir noch nicht alle Nachteile des Holzes der Mizunara-Eiche beim Fassbau aufgeführt. So ist es kein Wunder, dass die Mizunara-Eiche bis Mitte des 20. Jahrhunderts fast ausschließlich in der japanischen Luxusmöbelindustrie Verwendung fand.
Und trotzdem sind Fässer aus dem Holz der Mizunara-Eiche äußerst beliebt. Sie sind jedoch auch, aus den oben aufgeführten gründen, auch äußerst selten und so dann natürlich auch äußerst teuer. Vinepair stellt im Artikel „Bigger Than Whiskey: How Mizunara Oak Barrels Became a Brand“ den Baum, das Holz und die Fässer daraus näher vor. Äußerst lesenswertes und voll mit Hintergrundwissen.
Bild: St. Kilian Distillers, mit freundlicher Genehmigung Die St. Kilian Distillers befüllten im August 2019 vier Fässer aus Mizunara-Eiche (wir berichteten)
Im nächsten Teil seiner Weltreise hält Serge Valentin in Japan, Frankreich, Schweden und Spanien. Welche Abfüllungen im siebzehnten Teil der Whisky-Verkostungs-Weltreise auf Whiskyfun verkostet wurden, dies finden Sie in unserer tabellarischen Übersicht, ebenso wie die jeweils dazu gehörenden Bewertungen.
Die Glencadam Distillery in Brechin erhält ein Besucherzentrum. Es wird einen Bereich zur Verkostung von Whisky beinhalten sowie einen Shop und ein Restaurant. Eine weitere Neuerung wird die Möglichkeit von Destillerie-Touren sein. dies war bisher nur mit einer vorherigen Vereinbarung möglich – und momentan aus bekannten Gründen gar nicht. Die Glencadam Distillery erwartet, dass sie ihr neues Besucherzentrum in den nächsten Jahren in Betrieb nehmen können. Die derzeitige Investition in diesen Standort beträgt „einen erheblichen siebenstelligen Betrag“, ohne die Brennerei diesen konkretisiert.
Die 1825 gegründete Brennerei in den Highlands wurde Anfang des 21. Jahrhunderts vom damaligen Besitzer Allied Domecq eingemottet. Sie wechselte dann im Mai 2003 den Besitzer und ging an die Angus Dundee Distillers. Diese fuhren die Brennerei wieder hoch und frischten in den folgenden Jahren das Portfolio der Marke auf. Glencadam produziert jährlich rund 1,4 Millionen Liter Spiritus.. Der Glencadam Single Malt wird mit 45 % Vol. ohne Kühlfiltrierung und ungefärbt abgefüllt.
Zwei Neuerscheinungen gibt es wieder einmal aus der us-amerikanischen TTB-Datenbank zu vermelden, und beide sind 30 Jahre alt und älter.
Zunächst ist die nächste Ausgabe der Ian Hunter Story von Laphroaig zu finden, die dritte in der Serie. Dabei geht es um einen 33 Jahre alten Laphroaig – den Laphroaig 33yo Ian Hunter Story Book 3: Source Protector. Abgefüllt wird er mit 49,9% vol. aus refill ex-Bourbon Fässern, und wenn er in der Tradition der beiden ersten Abfüllungen bleibt, dann kann man sagen, dass er nicht gerade billig, aber sehr gut werden wird.
Als zweite potentielle Neuerscheinung gibt es einen 30 Jahre alten Tomintoul mit einem Finish in ex-Pedro Ximenez Fässern, als zweite Jubiläumsausgabe zum 30. Jahrestag von Robert Fleming bei der Brennerei. Dieser Whisky ist mit 51,1% vol. abgefüllt und auf 700 Flaschen limitiert. Im Geschmack soll der Tomintoul Robert Fleming 30yo Second Edition Vanillesüße, Eichenwürze, getrocknete Früchte und süße Gewürze bieten.
Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.
Die USA setzen die Strafzölle auf britische Waren, einschließlich Single Malt Whisky, auszu. Diese wurden als Vergeltung für Subventionen für den Flugzeughersteller Airbus verhängt (wir berichteten). Die Aussetzung gilt erst einmal für einen Zeitraum von vier Monaten.
Es liegt quasi in der Natur der Sache, dass die Scotch Whiskey Association die Aussetzung „fabelhafte Neuigkeiten“ nannte. Karen Betts, CEO der SWA, wird von der BBC wie folgt zitiert:
„Der Zoll für Single Malt Scotch Whisky-Exporte in die USA hat dem Scotch Whisky in den 16 Monaten, in denen er eingeführt wurde, echten Schaden zugefügt. Die Exporte in die USA gingen um 35% zurück und kosteten Unternehmen mehr als eine Halbe Milliarden Pfund.“
„Heute atmen alle in unserer Branche – von kleinen bis zu großen Unternehmen – erleichtert auf.“
Sie sagte jedoch auch, dass Großbritannien und die USA noch eine langfristige Beilegung des Luft- und Raumfahrtstreits aushandeln müssten. In einer gemeinsamen Erklärung sagten Großbritannien und die USA unter anderem, dass diese Aussetzung „Zeit geben würde, sich auf die Aushandlung einer ausgewogenen Beilegung der Streitigkeiten zu konzentrieren […]“.
Großbritannien hatte bereits am 1. Januar seine eigenen Zölle für einige US-Waren gesenkt, die wegen des Streits über US-Subventionen für Boeing eingeführt wurden.
Von der irischen Destillerie Waterfordsind zwei neue Single Farm Origin Whiskys jetzt in Deutschland erhältlich: Hook Head: Edition 1.1 und Lakefield: Edition 1.1. Alle weiteren Informationen dazu finden sie in der Info-Mail von Kirsch Import:
Die Quintessenzen irischer Terroirs: Neue Single Farm Origin Whiskys von Waterford
„Today I bought a distillery – it’s good to be back“, verkündete Mark Reynier 2014 in einem Tweet. Rund sechs Jahre später bereichert seine Waterford-Destillerie die Whiskywelt mit Destillaten, die das Ergebnis der radikalen Umsetzung von Terroir sind. Ganz dem aus der Winzerwelt bekannten Prinzip entsprechend, wird die irische Gerste für Waterford separat angebaut, gelagert, gemälzt und destilliert. Denn: Terroir, das ist die Erkenntnis, dass Bodenzusammensetzung, Sonneneinstrahlung oder Lage zu eindeutigen Unterschieden führen – nicht nur in der Gerste selbst, sondern auch im Aroma von Single Malts.
Was Mark Reyniers feste Überzeugung war und Genießer seiner Single-Farm-Whiskys schmecken konnten, hat die Whiskybranche jahrzehntelang polarisiert. Nun ist klar: Terroir ist auch in Gerste und vor allem im daraus destillierten Single Malt Whisky zu finden. Das belegte eine von Waterford in Auftrag gegebene Studie, die zwei Gerstensorten verschiedener irischer Terroirs untersucht.
Das Ergebnis spricht für sich: Von über 42 Aromastoffen, wird die Hälfte durch das Terroir der Gerste beeinflusst. Nach der sogenannten „Peer-Review“ durch unabhängige Gutachter ist die vollständige Studie seit Kurzem öffentlich über die Website der renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Foodszugänglich.
Teil von Waterfords „Whisky Terroir Project“ ist ein internationales Team von Wissenschaftlern aus den USA, Schottland, Griechenland, Belgien und Irland. Wer hinter die Kulissen schauen will, kann dies in einem YouTube-Video über die wegweisende Studie und ihre Protagonisten tun. Die Ergebnisse der Studie eröffnen für die Whisky-Industrie neue Perspektiven. Der Nachweis von Terroir macht es möglich, regionalspezifische Whiskys in der gleichen Weise wie Weine zu produzieren, möglicherweise ein Appellation-Controlée-System der Herkunft.
Bereits jetzt erkundet jede Abfüllung von Waterford einen Ort der irischen Schwerpunktregion für den Anbau von Gerste, in der die Brennerei liegt. Terroir für Terroir bilden die exklusiven, limitierten Single Farm Origins ihren Herkunftsort geschmacklich ab. Dafür arbeiten Reynier und Co. mit über 70 Farmen zusammen. Eine davon: Hook Head. Im Schatten eines Leuchtturms an der Südküste Irlands baut Martin Foley Gerste auf Ton-/Lehmböden an. Das extrem maritime Terroir ist der ganzen Palette salzhaltiger Stürme und Meeresbrisen ausgesetzt – und prägt Hook Head: Edition 1.1 mit einer intensiven Würze, mit gesalzenem Karamell, Lakritze und Zitronenschale.
Geschützter, im Windschatten von Bishopswood, steht die Lakefield Farm auf welligem Tiefland-Terroir mit gut durchlässigen, tiefen Lehmböden. Bewirtschaftet wird das Land von Seamus Duggan, Gewinner der Waterford-Trophäe für den Gerstenzüchter des Jahres 2019. Die Gerste von außergewöhnlicher Qualität ist Destillationsbasis für Lakefield: Edition 1.1, einem weichen Single Malt mit Noten von Rhabarber und frisch gebackenem Apfelkuchen.
Beide Whiskys wurden mit 50 % vol. sowie in natürlicher Form ohne Farbstoffe, Kühlfiltration oder Zusatzstoffe abgefüllt.
Hook Head: Edition 1.1 Waterford Single Farm Origins
3 Jahre, 8 Monate, 25 Tage Dest. KW06/2017 Abgef. 02/2021 Fass-Typ: 46% First Fill American Oak, 22% Virgin American Oak, 15% Fässer aus frz. Premium-Eiche, 17% mit Vin Doux Naturel vorbelegte Fässer 50% vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Nase: Erdige Malzigkeit und Noten frischer Erde verbinden sich mit Zitrusschalen, Brotkruste, der Würze von Nelke und weißem Pfeffer. Karamell, Milchschokolade und gesalzenes Popcorn gehen über zu Heunoten und grünem Eichenlaub.
Gaumen: Intensiv würzig mit Nelken und weißem Pfeffer, dazu Salzkaramell, Lakritz und Ingwerkekse sowie Zitronenschale und Chili-Schokolade.
Nachklang: Trocken, aber mit anhaltender Öligkeit, die die Schärfe für eine lange Zeit festhält.
Lakefield: Edition 1.1 Waterford Single Farm Origins
3 Jahre, 7 Monate, 28 Tage Dest. KW09/2017 Abgef. 02/2021 Fass-Typ: 46% First Fill American Oak, 23% Virgin American Oak, 15% Fässer aus frz. Premium-Eiche, 16% mit Vin Doux Naturel vorbelegte Fässer 50 % vol. 0,7 Liter Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes:
Nase: Warmer Pudding und frisch gebackenes Brot verbinden sich mit rotem Apfel, Milchschokolade, und getrockneten Blumen. Dazu: Buttercreme und Tannennadeln.
Gaumen: Sanfte Noten von Nelke gehen gemeinsam mit einer schönen Pfeffernote zu Brot und Malzkeksen über, dann zu Honigmelone und Birnen.
Nachklang: „It doesn’t, it meanders along like a tributary to the start of a great river.“ (Den Genuss dieses Satzes hätte jede Übersetzung nur schmälern können)
Das ist doch sehr überraschend: Wie auf master of malt blog zu lesen – und sie beziehen sich auf die Instagram Präzenz von Brendan McCarron – verlässt Brendan McCarron, Head of Maturing Whisky Stocks bei The Glenmorangie seinen aktuellen Arbeitgeber und wird bei der Distell Group neuer Master Distiller.
Eigentlich hatte The Glenmorangie Brendan McCarron als Nachfolger für Dr. Bill Lumsden vorgesehen und auf diese Aufgaben schon vorbereitet und ausgebildet, und dies schon spätestens seit Dezember 2015 (wir berichteten). Und auch noch im November 2020 deutete sich sein Ausscheiden bei The Glenmorangie nicht an. In einem Interview mit Forbes stellte er seine aktuelle Tätigkeit bei The Glenmorangie dar. Doch gestern kommentierte er ein von ihm hochgeladenes Bild einiger Distell-Flaschen:
„Ich habe also ein paar Neuigkeiten. Ich habe gerade ein Angebot angenommen, der Master Distiller bei Distell zu sein. Ich werde mit dem Team zusammenarbeiten, das für die Brennereien Bunnahabhain, Tobermory und Deanston sowie für Blends wie Black Bottle verantwortlich ist, und ich arbeite zum ersten Mal auch an Gin.“
Der master of malt blog hat, wie wir lesen, um einen Kommentar gebeten und werden gegenfalls ihren Eintrag aktualisieren, sobald sie etwas hören. Und wir vermuten, dass wir auch von möglicherweise zwei offiziellen Seiten hierzu auch etwas hören werden.
Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März dankt Beam Suntory Österreich den beiden Frauen, die maßgeblich zum Erfolg zweier Marken im Portfolio von Beam Suntory beigetragen haben: Margie Samuels: Mitgründerin von Maker´s Mark Bessie Williamson: ehemalige Besitzerin und „First Lady of Laphroaig“ In ihrer dazu gehörenden Pressemitteilung stelllt Beam Suntory Österreich uns und Ihnen Margie Samuels und Bessie Williamson genauer vor. Und wünscht ALLES GUTE ZUM WELTFRAUENTAG! Dem schließen wir uns natürlich an.
8.März: Weltfrauentag. Beam Suntory sagt Danke!
Margie Samuels: Mitgründerin von Maker´s Mark
Bessie Williamson: ehemalige Besitzerin und „First Lady of Laphroaig“
Aus Anlass des internationalen Frauentages am 8.März 2021 möchte Beam Suntory an zwei herausragende Frauen erinnern, die maßgeblich zum Erfolg von Maker´s Mark und Laphroaig beigetragen haben. Margie Samuels, die gemeinsam mit ihrem Mann, Bill Samuels Sr., den vielgerühmten Bourbon Maker´s Mark kreiert hat, sowie Bessie Williamson, die als erste Frau im 20. Jahrhundert eine Scotch-Whisky Destillerie, die Laphroaig Destillerie auf der Insel Islay, leitete.
Bessie and Margie proved Whisky was not just a man’s world
Auf dem Weg zu seinem Rezept für Maker´s Mark experimentierte Bill Samuels Senior in den 1950er Jahren mit verschiedenen Getreidegeschmäckern auf der Suche nach seiner eigenen Maische. Um jahrelange Reifeprozesse zu überspringen, buk Bill Brotlaibe mit verschiedenen Getreidemischungen, statt aufwendige Destillationsprozesse zu durchlaufen. Er ersetzte Roggen, der üblicherweise für Bourbon verwendet wird, durch roten Winterweizen. Damit wich die Schärfe von Roggen der zarten Süße, für die Maker’s Mark heute bekannt ist. Der Geschmack von Maker’s Mark hob sich von der Masse ab, doch erst Mitbegründerin Margie Samuels machte ihn bekannt und zum Verkaufsschlager. Denn sie hatte ein Auge darauf, dass sich auch die Flasche in den Verkaufsregalen von der Masse absetzte. Es heißt, Margie sei es zuzuschreiben, dass die meisten Leute ihre erste Flasche Maker’s Mark kaufen – und Bill sorge dafür, dass sie auch eine zweite kaufen. Die Form der Flasche, das Design des Etiketts, das charakteristische rote Wachssiegel und sogar der Name selbst sind Margie zu verdanken.
„Ich will guten Geschmack an Menschen mit gutem Geschmack bringen.“ (Margie Samuels)
Margie, heute in der Kentucky Bourbon Hall of Fame (übrigens als erste Frau, die in einer Destillerie arbeitete), tauchte die ersten Flaschen in ihrer Küche eigenhändig in das in einer Fritteuse geschmolzene Wachs. Margies Brathähnchen war danach nicht mehr dasselbe, ebenso wenig wie das Whiskygeschäft. Auch wenn jeder Schluck Maker’s Mark genauso wie der vorige schmeckt, gibt es keine zwei Flaschen, die identisch sind. Diese roten Wachstropfen verleihen jeder Flasche ihre eigene, einzigartige Verzierung. Margie Samuels gilt als eine der wichtigsten Frauen in der Geschichte des Bourbon.
Über Maker’s Mark
Maker’s Mark, einer der mildesten Super Premium Bourbons weltweit, wird in Kentucky nach altem Familienrezept destilliert. Die Familie Samuels destillierte bereits seit 1780 Whisky. Im Jahre 1840 eröffnete T.W. Samuels dann die erste kommerzielle Familiendestillerie. Doch erst im Jahr 1954 kam die Revolution: Bill Samuels Senior verbrannte demonstrativ das alte Familienrezept und entwickelte einen hochwertigeren und weicheren Bourbon. Den kleinen, aber feinen geschmacklichen Unterschied zu anderen Bourbons bringt die Verwendung von rotem Winterweizen in Ergänzung zum Mais anstatt Roggen. Die sorgfältige Auswahl bester Zutaten ist für die hervorragende Qualität des Whiskys verantwortlich. Frisches Wasser aus eigenen Quellen und gelber Mais von kleinen, ausgewählten Farmen aus der Umgebung werden für die Herstellung verwendet. Jede einzelne Flasche wird von Hand in rotes Wachs getaucht und versiegelt. Dieses Siegel macht jede Flasche zu einem Unikat.
Bessie Williamson: Die erste Frau an der Spitze einer Scotch-Whisky Brennerei
Elizabeth Leitch „Bessie Williamson“ war die erste Frau, die im 20. Jahrhundert eine Scotch-Whisky-Brennerei, die Laphroaig Destillerie auf der Insel Islay, leitete. Sie schloss 1932 ein Studium an der Universität Glasgow mit einem Masterabschluss ab. Da Arbeitsstellen nach dem Konjunkturrückgang, der Städte wie Glasgow Anfang der 1930er Jahre traf, dünn gesät waren, freute sie sich über einen Bürojob für die Sommermonate bei Ian Hunter in der von ihm geleiteten Laphroaig-Destillerie auf Islay. Sie hatte keine Ahnung, dass daraus letztendlich 40 Sommer werden sollten und sie die Liebe ihres Lebens finden würde. Ian Hunter war das letzte lebende Mitglied seines Familienstammbaums. Die Geheimnisse von Laphroaig wurden von seinen Vorfahren über die Jahre hinweg sorgfältig gehütet und auch Ian war sehr viel daran gelegen, die Destilleriegeheimnisse wie den Brennereiprozess und das Rezept des Whiskys zu wahren. In Bessie fand er eine Frau mit Leidenschaft, Integrität und dem Willen, die großen Traditionen seines Whiskys zu erhalten. Im Lauf der Jahre gab er sein gesamtes Wissen über die Destillerie an sie weiter. 1954 übernahm mit Bessie erstmals eine Frau die Zügel als Leiterin eines Brennereibetriebes. John McDougal, Bessies Nachfolger als Manager der Destillerie, fand über Bessie stets nur lobende Worte: „Es war eine Ehre, mit Bessie Williamson zusammenarbeiten zu dürfen und ich werde ihre weisen Worte niemals vergessen. Sie haben mir in den 44 Jahren, seit Bessie das Büro neben mir verlassen hat, stets den Weg geleitet. Ich empfand es als absolutes Privileg, als letzter Manager direkt mit ihr und für sie gearbeitet zu haben.“ Laphroaig hat Bessie Williamson einiges zu verdanken.
Der aktuelle Laphroaig Destillerie Manager John Campbell über Bessie Williamson: „Laphroaig ist heute eine weltweit bekannte und geschätzte Whiskymarke – auch dank Bessie. Wir erinnern uns an sie als eine wahre Ikone für Laphroaig.”
Über Laphroaig
Laphroaig (gälisch für „schöne Senke an der weiten Bucht“) wurde im Jahr 1815 gegründet und zählt zu den traditionsverbundensten Whisky-Marken: In der Destillerie auf der schottischen Insel Islay wird das Gerstenmalz über Torffeuer getrocknet, welches Laphroaig sein außergewöhnlich reiches Aroma verleiht und ihn zu einem der torfigsten Single Malts macht. Das besondere Torfmoor der Insel mit einem reichen Anteil an Torfmoos, das milde Klima, erstklassige Gerste und das weiche Wasser Islays tragen zusammen mit dem Wissen der Distiller zum einmaligen Geschmack Laphroaigs bei. Von den Gründern der Destillerie, über Ian Hunter und Bessie Williams, bis hin zu den Größen im späten 20. Jahrhundert, John MacDougal, Denis Nicol und Iain Henderson, sowie dem derzeitigen Verantwortlichen John Campbell wurde dieser Prozess gehegt und gepflegt, weiterentwickelt und durch jeden Leiter der Brennerei neu geprägt. Heute ist es genau diese über 200 Jahre alte Tradition, die in die Herstellung jedes einzelnen Tropfens unseres Whiskys fließt.
Laphroaig wurde im Jahre 1994 zum walisischen Hoflieferanten erkoren – seither schmückt jedes Etikett die majestätisch walisische Helmzier. Die Marke Laphroaig gehört zum Portfolio der Beam Suntory Inc.
Mackmyra führt die stolze Tradition des Hauses fort, die Normen der Whiskywelt herauszufordern. Die Frühjahrs-Edition Björksav ist jedoch gleichermaßen auch dem Wunsch entsprungen, schwedische Aromen, schwedische Natur und schwedisches Handwerk über die Grenzen des Landes hinaus bekannt zu machen. Der Whisky Björksav markiert den Beginn des Frühlings genauso deutlich wie die ersten Birkenknospen. Er erscheint in limitierter Ausgabe und wird ab dem 10. März 2021 im Handel erhältlich sein.
Mackmyra stellt jedes Jahr aufs Neue zwei limitierte Saison-Editionen vor, und nach nunmehr 16 Jahren lässt sich von einer erfolgreichen Tradition sprechen. Mit diesen Saison-Editionen hat sich die Destillerie zudem auf dem internationalen Whisky-Markt einen Namen für eine abschließende Reifung in Fässern gemacht, die mit typischen Aromen aus der schwedischen Natur gesättigt waren. Diese innovative Serie von Abfüllungen trägt stark dazu bei, dass Mackmyra in der Kategorie “New World Whisky“ führend ist.
Für diese Frühlings-Edition nun arbeitet Mackmyra erneut mit der kleinen Weinmacherei Grythyttan zusammen. Unter Verwendung von deren Birkenwein hat Mackmyra wieder in klassischer Handwerkstradition ein schwedisches WhiskyAroma geschaffen, das die Fachwelt und Liebhaber faszinieren wird.
Die hervorragenden Fruchtweine von Grythyttan zollen der Natur und den ihnen zugrunde liegenden Rohstoffen in hohem Maße Respekt. Denn genau wie Mackmyra verwendet Grythyttan ohne Zusatzstoffe, ausschließlich Zutaten aus der Natur. Schließlich sind Ingunn Sagabråten und Per Fritzell, die engagierten Weinmacher, der Überzeugung, dass die natürlichen Ingredienzien ganz für sich sprechen. „Im Björksav findet sich alles, was zum schwedischen Whisky-Frühling gehört; er ist fruchtig und sanft, die Säure schmiegt sich an die Textur des Birkensaftes an und findet zu einer feinen Ausgeglichenheit“, schwärmt Angela D’Orazio, MasterBlenderin bei Mackmyra.
Der Mackmyra-Saison-Whisky Björksav wird ab dem 10. März 2021 im Handel erhältlich sein.
• Ex-Bourbonfass, 200 l • Gesättigtes Olorosofass aus amerikanischer Eiche, 128–200 l • Gesättigtes Birkenweinfass aus schwedischer und amerikanischer Eiche, 100–200 l.
Ein großer Anteil des Saison-Whiskys Mackmyra Björksav erfuhr seine abschließende Reifung in Fässern, die mit schwedischem Birkenwein des Weinproduzenten Grythyttan Vin gesättigt wurden. Das Ergebnis ist ein blumiger Whisky mit frischer Würze und einer gewissen Süße von Vanillekaramell.
Whisky aus Ex-Bourbonfässern hat an der Gesamtrezeptur einen Anteil von etwa 30 %.
Whisky aus Ex-Olorosofässern hat an der Gesamtrezeptur einen Anteil von etwa 24 %.
Der Anteil, der seine abschließende ein- bis vierjährige Reifung in Birkenweinfässern erfuhr, beträgt etwa 20 %.
Etwa 8 % des Whiskys reifte in Fässern aus schwedischer Eiche.
Schließlich enthält die Gesamtrezeptur einen Anteil von rund 18 % an Whisky, der in anderen Arten von Fässern reifte.
Nase
Blumig, fruchtig und mit leichter Würze, mit Vanillekaramell, Sandelholz, Zeder und einem Hauch von geröstetem Brot. Blumige und leicht wachsige Töne von Birkenwein. Sanfte Spuren von Kirschen und Rosinen, von Äpfeln, Birne und Zitrone.
Geschmack
Frisch-fruchtige Würze mit leicht mineralischem Aroma und Anklängen von Vanillekaramell, Rosinen, Äpfeln, reifen Birnen und Zitrusfrüchten. Ein feiner Hauch Vanille, geröstetes Eichenfass, Blütenhonig, Sandel- und Zedernholz, Anis, weißer Pfeffer und Ingwer. Sanft eichige Vanillewürze, und die Textur weist eine leicht Öligkeit auf.
Finish
Leichte, würzige Töne in Kombination mit gerösteter Eiche und Trockenfrüchten.
Bitte anschnallen und die Rückenlehne aufrichten. Serge Valentin nimmt uns mit auf seine Weltreise Nummer 16. Wir starten in Frankreich und kommen über Indien, den Niederlanden und Irland bis nach Taiwan.
Die Genaueres zu den Stopps im Einzelnen finden Sie in unserer tabellarischen Übersicht, weitere Details dieser Verkostungsreise wie gewohnt auf Whiskyfun.
Distillerie de Paris ‚Rice‘ (43%, OB, France, 2021)
87
Paul John 2015/2020 (59.5%, TCWA, India, 1st fill bourbon, cask #8560, 234 bottles)
85
Millstone 5 yo (43%, OB, Holland, American oak, +/-2020)