Fremde Federn (133): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger


Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist tastings.jpg.

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen in der jetzt bereits 133. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, kommerzielle Links enthalten. in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Allt-A-Bhaine und Ben Nevis

Sehr unterschiedliche Brennereien finden sich heute in der Verkostung von Angus MacRaild auf Whiskyfun: Einerseits die recht unbekannte Destillerie Allt-A-Bhaine in der Speyside, die niemals dazu gedacht war, Single Malt auf den Markt zu bringen und die man bis auf eine Ausnahme auch nur bei Unabhängigen findet – und Ben Nevis in den Highlands, eine sehr bekannte Brennerei, die bei Unabhängigen und als Originalabfüllung zu finden ist.

Je zwei Abfüllungen pro Destillerie hat Angus verkostet, und alle Abfüllungen kommen zwischen 85 und 90 Punkten zu liegen, mit einem – erwartbaren – Vorteil auf Seiten von Ben Nevis:

Allt-A-Bhainne 23 yo 1997/2020 (51.3%, Watt Whisky, bourbon hogshead, 241 bottles)87
Allt-A-Bhainne 23 yo 1997/2020 (52.4%, Whisky Nerds, cask #102589, barrel, 114 bottles)87
Ben Nevis 24 yo 1996/2020 (52.1%, Berry Brothers for Royal Mile Whiskies, cask #1196, refill sherry butt / 1st fill oloroso butt)89
Ben Nevis 23 yo 1996/2020 (52.1%, The Whisky Exchange Single Casks, cask #1709, hogshead, 205 bottles)90
Ben Nevis. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Glen Grant nach 72 Jahren noch mit 56,2% vol. Alkohol? Stuart Urquhart, Gordon & MacPhail, löst das Rätsel

Als wir vor einigen Tagen über eine neue Abfüllung von Gordon MacPhail berichteten, einen Glen Grant 72yo, also einen Methusalem unter den Whiskys, war das Staunen groß. Nicht nur, dass ihn Whiskyikone Charles MacLean als einen der besten Whiskys, die er je getrunken hatte, bezeichnete – vor allem versetzte die Stärke der Abfüllung viele in Erstaunen: Wie kann es sein, dass ein Whisky nach 72 Jahren Fasslagerung immer noch 56,2% Alkoholstärke hat? Wo bleibt da der Angels‘ Share?

Diese Frage konnten wir nicht unbeantwortet lassen – denn das erscheint auf den ersten Blick eigentlich tatsächlich absolut unmöglich. Wir kontaktierten Gordon & MacPhail, den alteingesessenen unabhängigen Abfüller aus Elgin, und baten um eine Erklärung. Und diese bekamen wir postwendend von jemandem, der es wissen muss: Stuart Urquart, den Operations Director des Unternehmens, aus jener Familie, die bereits seit 1895 mit den Geschicken von Gordon & MacPhail verwoben ist.

Stuart Urquhart, Operations Director Gordon & MacPhail

Hier die Antwort in englischer Originalsprache – eine deutsche Übersetzung finden Sie im Anschluss:

“At Gordon & MacPhail,we do not focus on a cask releasing a certain age or certain abv, it is about releasing it when the whisky is at its absolute optimum quality. 

The Glen Grant 72YO, like many of our releases has been bottled at cask strength. The abv it is within a similar range to casks of similar age we have previously released, several factors affect this. Firstly, the environmental factor and this cask will have been kept at a cool temperature in our warehouse in Elgin, Morayshire, in the Scottish Highlands. Even in summer, temperatures inside the warehouse would rarely rise above 10 degrees Celsius so our native climate certainly helps to restrict The Angel’s Share. A second factor is the nature of the cask that has been cradling the spirit. This impacts the speed of maturation and, in turn, the favours imparted to the whisky over the decades. The thickness of the staves used to make the cask will have a direct effect on the rate of evaporation; thicker staves helping to slow the process. In general, an American oak bourbon barrel is used for maturation of lighter styles and due to its size matures spirit faster, whilst a larger Sherry Butt matures spirit more slowly , where G&M has successfully matured spirit for seventy plus years. The bigger the cask, the less spirit, comparatively, is in direct contact with the wood so maturation is slower. Finally In terms of evaporation losses from a cask, a key aspect is that the water and alcohol with the whisky can evaporate at different rates, if the water and alcohol are lost a similar rates then the strength of the cask is preserved, with increased losses experienced over the first years of maturation. Our internal standard (based on experience) is that 2% of alcohol is lost on average, in the specific case of this cask an alcohol evaporation was within expected tolerances, of spirit matured in a thick staved transport Sherry Butt, which is down to the factors mentioned.

With so many moving parts, maturation is quite rightly considered to be an art as much as a science.  My family been involved in Gordon & MacPhail since the first year of trading in 1895, and as a member of the fourth generation to work within the business, I can learn from decades of experience of experimentation with spirit from over 100 distilleries that has been matured in our bespoke casks for any time from 10 years up to 72 years. We are very careful to monitor maturing stocks carefully to make sure none fall below the minimum ABV of 40%, but the real skill comes in matching spirit to the right cask and then bottling it when it’s at its peak in terms of quality.”

Stuart Urquart, Operations Director Gordon & MacPhail

Des Rätsels Lösung besteht also aus mehreren Komponenten:

  • Eine sehr kühle und vor allem temperaturbeständige Lagerung (im Fall des Fasses kaum über 10 Grad)
  • Dicke Fassdauben, die den Angels‘ Share sehr niedrig halten und ein großes Fass, in dem der Oberflächenkontakt des Spirits minimiert ist
  • und vor allem das Verdunsten von Wasser und Alkohol in einem bestimmten Verhältnis zueinander, wodurch zwar das Fass leerer wird, aber die Alkoholstärke nahezu unverändert bleibt.

Nicht nur Stuart Urquhart merkt an, dass man bei Gordon & MacPhail einige solche Fässer besitzt, die die Reifung nahezu ohne Alkoholstärkenverlust überstanden haben, manche Whiskyfreunde werde alte Fässer mit hohen Alkoholstärken auch von der Destillerie Glenfarclas kennen.

Stuart Urquhart

Hier noch die Antwort von Stuart Urquhart in der deutschen Übersetzung:

„Bei Gordon & MacPhail konzentrieren wir uns nicht darauf, dass ein Fass ein bestimmtes Alter oder einen bestimmte Alkoholstärke hat, wenn wir es abfüllen. Es geht uns darum, es genau dann abzufüllen, wenn der Whisky seine absolut optimale Qualität aufweist.

 Der Glen Grant 72YO wurde, wie viele unserer Releases, in Fassstärke abgefüllt. Der Alkoholgehalt liegt dabei in einem ähnlichen Bereich wie bei Fässer ähnlichen Alters, die wir zuvor abgefüllt haben – und darauf wirken sich mehrere Faktoren aus. Erstens ist es der Umweltfaktor und dass dieses Fass in unserem Lager in Elgin, Morayshire, im schottischen Hochland, bei einer kühlen Temperatur gelagert wurde. Selbst im Sommer würden die Temperaturen im Lagerhaus selten über 10 Grad Celsius steigen, so dass unser heimisches Klima sicherlich dazu beiträgt, den Anteil der Engel einzuschränken.

Ein zweiter Faktor ist die Art des Fasses, das den Spirit aufnahm. Dies wirkt sich auf die Reifungsgeschwindigkeit und damit auf die Vorzüge aus, die dem Whisky dadurch im Laufe der Jahrzehnte gewährt wurden. Die Dicke der zur Herstellung des Fasses verwendeten Dauben wirkt sich direkt auf die Verdunstungsrate aus. Dickere Dauben helfen, den Prozess zu verlangsamen. Im Allgemeinen wird ein Bourbonfass aus amerikanischer Eiche zur Reifung leichterer Stile verwendet und reift aufgrund seiner Größe schneller, während ein größerer Sherry Butt den Spirit langsamer reift, wobei G & M Spirit seit über siebzig Jahren erfolgreich selbst zur Reifung bringt.

Je größer das Fass ist, desto weniger Spirit steht vergleichsweise in direktem Kontakt mit dem Holz, sodass die Reifung langsamer ist. In Bezug auf die Verdunstungsverluste aus einem Fass ist ein Schlüsselaspekt, dass das Wasser und der Alkohol aus dem Whisky mit unterschiedlichen Raten verdampfen können. Wenn das Wasser und der Alkohol in nahezu gleichen Anteilen verloren gehen, bleibt die Stärke des Whiskys, mit erhöhten Verlusten in den ersten Jahren der Reifung. Unser interner Standard (basierend auf Erfahrung) ist, dass durchschnittlich 2% des Alkohols verloren gehen. Im speziellen Fall dieses Fasses lag die Alkoholverdunstung innerhalb der erwarteten Toleranzen für Spirit, der in einem für den Transport vorgesehenen Butt mit dicken Dauben gereift ist.

 Bei so vielen Variablen wird die Reifung zu Recht sowohl als Kunst als auch als Wissenschaft betrachtet. Meine Familie ist seit dem ersten Handelsjahr 1895 bei Gordon & MacPhail tätig. Als Mitglied der vierten Generation, die innerhalb des Unternehmens arbeitet, kann ich aus jahrzehntelanger Erfahrung des Experimentierens mit Spirituosen aus über 100 Brennereien lernen in unseren maßgeschneiderten Fässern für einen Zeitraum von 10 bis 72 Jahren. Wir sind sehr darauf bedacht, die reifenden Bestände sorgfältig zu überwachen, um sicherzustellen, dass keine den Mindest-ABV von 40% unterschreitet. Aber die größte Kunstfertigkeit besteht natürlich darin, den Spirit in das richtige Fass zu geben und es dann abzufüllen, wenn es in Bezug auf die Qualität seinen Höhepunkt erreicht hat.“

PR: Ausnahme-Whisky aus der Kult-Brennerei mit 91 Punkten – Signatory Vintage Ardbeg 1979 für Kirsch Import

Einen ganz besonderen Whisky aus der Brennerei Ardbeg können wir Ihnen heute ankündigen – ein 40 Jahre alter Ardbeg aus dem Jahr 1979, der exklusiv für Kirsch Import abgefüllt wurde und wohl nicht nur Sammlerherzen höher schlagen lässt. Bei Serge Valentin auf Whiskyfun wurde er mit 91 Punkten bewertet (wir berichteten gestern).

Lesen Sie alles Wissenswerte zu dieser Exklusivabfüllung, die schon bald im Handel erhältlich sein wird (der unverbindlich empfohlene Verkaufspreis einer der 24 erhältlichen Flaschen beträgt 11.900,00 €):


Ausnahme-Whisky aus der Kult-Brennerei mit 91 Punkten – Signatory Vintage Ardbeg 1979 für Kirsch Import

Ardbeg hat Kultstatus. Davon zeugt v.a. eine lebendige Fangemeinde, aus der im Jahr 2000 das Ardbeg Committee hervorging – passionierte Genießer, die den Fortbestand ihrer Lieblings-Brennerei sichern wollen. Denn: Angesichts der heutigen Beliebtheit der rauchigsten Islay Single Malt Scotch Whiskys kaum vorstellbar, musste die Insel-Destillerie doch Ende des letzten Jahrhunderts um ihr Überleben fürchten. Kurz vor Schließung bzw. Minimalbetrieb von 1981 bis 1997 erblickte der New Make das Licht der Welt, aus dem sich in über 40 Jahren die außergewöhnliche Abfüllung von Signatory Vintage entwickelte.

Der Ardbeg 1979 ist eine Exklusivabfüllung für Kirsch Import. Vier Jahrzehnte nach Destillation floss der kostbare Islay Single Malt in insgesamt 24 Flaschen. Eine besondere Rarität für Liebhaber – auch, da unabhängig abgefüllte Ardbeg-Whiskys äußerst selten sind. Das Destillat stammt zudem aus einer Zeit, in der die Brennerei von der Südküste der Hebriden-Insel noch auf dem eigenen Malzboden mälzte und das Gerstenmalz anschließend über Torf aus dem Moor oberhalb der Brennerei darrte.

Die Ausnahme-Abfüllung reifte bei Signatory Vintage im Bourbon Barrel. Das Fass unterstreicht genüsslich die Brennerei-typischen Aromen: Prominent zählt dazu auch nach 40 Jahren noch eine intensive, rauchige Torfnote, gemeinsam mit wärmender Würze, malzigen Anklängen und der überraschenden Süße von Vanille und Schokolade, die keinen Raum lassen für eine bittere Eichennote, wie sie bei Whiskys diesen Alters vielleicht zu erwarten wäre. Mit noch immer 51,5% vol. in Cask Strength abgefüllt, ungefärbt und nicht kühlfiltriert, ermöglicht der Ardbeg 1979 den vollmundigen, unverfälschten Genuss aller Aromen.

Ardbeg 1979/2020 for Kirsch Import punktet bei whiskyfun.com
„Possibly the oldest Ardbeg ever bottled“? Nicht die einzige Eigenschaft unserer Abfüllung, über die Serge Valentin in Verkoster-Verzückung gerät.

Wieso der Whisky-Influencer den 40-jährigen Ardbeg mit stolzen 91 Punkten kürt, können Sie auf seinem Blog Whisky Fun nachlesen.

Ardbeg 1979/2020 – Heavily Peated
Signatory Vintage Rare Reserve
Specially selected and bottled for Kirsch Import

40 Jahre
Dest. 13/09/1979
Abgef. 17/06/2020
Fasstyp: Bourbon Barrel
Fassnr. 9859
24 Flaschen
51,5% vol. Cask Strength
0,7 Liter
Nicht gefärbt
Nicht kühlfiltriert

UVP: 11.900,00 €

Serge verkostet: Knockdhu im Doppelpack

Für Serge Valentin gibt es heutet zwei Whiskys aus der Destillerie Knockdhu in der Verkostung – jene Brennerei, die ihren eigenen Whisky unter dem Namen AnCnoc verkauft. Damit wissen wir schon, dass die beiden Abfüllungen aus dem Tasting von unabhängigen Abfüllern stammen – fehlen uns nur noch die Punkte dazu – aber dafür gibt es ja wie immer unsere Tabelle:

Knockdhu 2013/2020 (60%, Whisky Is The Limit, first fill Pomerol barrique, cask #51)85
Knockdhu 10 yo 2006/2017 (56.5%, Cadenhead, Small Batch)87
Knockdhu © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen

PR: Der erste offizielle Whisky für das Wacken Open Air kommt aus Sersheim in Baden-Württemberg

Gestern konnten wir erstmals über den offiziellen Whisky zum Wacken Open Air berichten, heute haben wir eine Presseaussendung der Fessler Mühle, wo der mettermalt Whisy Wacken Edition destilliert wurde, mit einigen weiteren Infos, Hintergründen und Bildern.

Lesen Sie die Hintergrundinfos hier:


Der erste offizielle Whisky für das Wacken Open Air kommt aus Sersheim in Baden-Württemberg

Müllermeister und Seniorchef Gerhard Fessler ließ es sich nicht nehmen mit seinen 98 Jahren die ersten Flaschen für die Wackengründer Thomas Jensen und Holger Hübner selbst von Hand abzufüllen und zu signieren.

Die Fessler Mühle in Sersheim im Landkreis Ludwigsburg feiert in diesem Jahr ihren 625. Geburtstag und zählt mit zu den ältesten Unternehmen im Land. Leider gibt es für die familiäre kleine Mühle in Sersheim an der Metter zumindest im ersten Halbjahr keine Planungssicherheit für irgendwelche Jubiläumsfeiern. Auch von der derzeitigen Pandemie ist die Sersheimer Mühle stark betroffen, viele Geschäftszweige der Mühle wie die Kleinkunstbühne, Events oder der Fitnessbereich sind schon länger behördlich geschlossen.

Aber die drei Müllermeister Gerhard, Wolfgang und Tobias Fessler sind bekannt für Spontanität und Innovationsreichtum, das hat die Mühle bis heute am Leben erhalten.

Wacken in Schleswig-Holstein mit seinen 1840 Einwohnern ist ist bekannt durch das Wacken Open Air, zu dem alljährlich bis zu fünfundsiebzigtausend Heavy Metal Fans aus der ganzen Welt anreisen. Auch dieses Festival musste 2020 ausfallen und wie es in diesem Jahr letztendlich aussieht steht noch in den Sternen. Tobias Fessler ist schon viele Jahre auf dem Wacken Open Air zuhause und nimmt immer mal wieder seinen Vater Wolfgang mit, was sonst unter Vater und Sohn nicht unbedingt üblich ist. Auch Großvater Gerhard verfolgt Wacken im Fernsehen, wenn seine Sprösslinge vor Ort sind. Wolfgang Fessler ist ein Musikfan und hat eine große Musiksammlung in Schellack, sowie Vinyl und hört alles gern, von Zarah Leander über Pur bis Rammstein.

So kam es, dass die beiden den Wackengründer Thomas Jensen kennengelernt haben. Zur Fessler Mühle gehört mit der fesslermill 1396 Destillerie auch eine kleine Whisky-Brennerei, die sich überwiegend auf Whisky und Gin spezialisiert hat und zwischenzeitlich einen hervorragenden Ruf weit über die Landesgrenzen genießt. Wenn man schon nicht feiern kann, dachten sich die drei Müllermeister und Masterdestiller, dann machen wir alle viertel Jahr im Jubiläumsjahr einen besonderen Whisky oder Gin für besondere Anlässe oder Bands.

Für die beiden Wackengründer Thomas Jensen und Holger Hübner war es somit keine Frage der Sersheimer Mühle mit seiner Destillerie die Lizenz für 666 Flaschen und weiteren 600 Flaschen im Jubiläumsjahr zu geben, eine besondere Plattform für das historische Jubiläum der Sersheimer Mühle.

Wolfgang und Tobias Fessler haben natürlich einen besonderen Whisky aus dem Keller geholt. Gelagert in gebrauchten schottischen Whiskyfässern, Weinfässern von Weinbauern der Region und noch in einem gebrauchten Fass von der weltbekannten Destille Laphroaig auf der Islay, Argyll and Bute, Schottland, in dem über 400 Jahre alten Keller der Fessler Mühle. Für das Etikett durften die Sersheimer Whisky-Brenner das aktuelle Wackenlogo für 2021 verwenden.

Die ersten 30 Flaschen werden vom 98 jährigen Gerhard Fessler und Wolfgang sowie Tobias Fessler im Keller von Hand abgefüllt und signiert, Nummer eins und zwei gehen an die Wackengründer, die restlichen signierten Flaschen bekommen besondere Gäste im Jubiläumsjahr. Ab Ende Januar gibt es die Wackenedition offiziell zu kaufen und die Fessler’s hoffen natürlich, dass in diesem Jahr das Wacken Open Air vom 29. Juli bis 31. Juli stattfinden kann, ganz nach dem Motto: See you in Wacken – rain or shine!

Man darf gespannt sein, welche Paten für die anderen Jubiläumswhiskys aus Sersheim das Jahr über zur Verfügung stehen. Eines haben die Sersheimer Whisky- und Ginbrenner schon verraten, eine ganz besondere Serie eines milden Single Malt Whisky für Ladys kommt auch gerade in die Flasche. Infos gibt es unter www.fesslermill.de oder natürlich vor Ort direkt im Mühlenladen der Fessler Mühle in Sersheim. Die Wacken-Abfüllung gibt es im Onlineshop der Fessler Mühle.

PR: Whisky Auctioneer peilt mit Auktion neue Rekorde an

Ab 12. Februar 2021 geht nun der zweite Teil der Gooding-Collection (über die erste Teilversteigerung berichteten wir hier), bestehend aus 1900 Flaschen, bei Whisky Auctioneer in die Versteigerung – und das Auktionshaus erwartet sich einen neuen Rekord – insgesamt und für einige der zur Versteigerung kommenden Flaschen.

Was alles in der Versteigerung zu finden ist und wie Sie sich bei Interesse dafür anmelden können, finden Sie im nachfolgenden Artikel:


WORLD’S MOST EXPENSIVE WHISKY SET TO BREAK RECORDS IN UPCOMING SALE

The second half of one devoted whisky lover’s ‘Perfect Collection’ will go under the hammer next month in a sale that is set to go down in whisky history.

From 12-22 February 2021, over 1,900 bottles of the rarest, most coveted and expensive single malts in existence, including many from Scotland’s long lost distilleries, will feature in the sale hosted by online whisky auction specialists, Whisky Auctioneer.

Leading the auction is the world’s most expensive bottle of whisky – The Macallan 1926 Fine and Rare 60 Year Old. Drawn from hallowed Cask #263, containing liquid distilled nearly a century ago in the height of America’s Prohibition, this is one of no more than 14 in the world adorned with the iconic Fine and Rare label. Considered the most coveted bottle of whisky in existence and the pinnacle in rare whisky collecting, the headline bottling is expected to fetch a hammer price of over £1m.

This is not the only collector’s item available in the auction, with whiskies such as The Balvenie 1937 50 Year Old also featured and icons of the whisky world hailing from

Bowmore’s legendary 1964 vintage. Elusive whiskies from a bygone era in Scotland’s distilling landscape also appear, including a 1921 private cask bottling of Dallas Dhu which has not been seen on the secondary market for over 25 years.

The Perfect Collection Part Two, which initially launched last April, was postponed following a major cyber attack. Part one of the auction took place in February 2020, fetching a total hammer price of £3.2million and Whisky Auctioneer became the first online auction house to sell a million-dollar bottle.

Iain McClune, Founder of Whisky Auctioneer said:

“Mr Gooding’s Collection is nothing short of extraordinary and we are honoured and delighted to bring it to auction. Collectors, investors and whisky lovers alike will have their interest sparked by the truly astonishing array of whiskies on offer.

“Undoubtedly the entire collection is crowned by the incomparable The Macallan 1926 Fine and Rare, a whisky that has in recent years become the pinnacle of whisky collecting and for good reason. With no more than 14 bottles in existence the rarity of this opportunity cannot be overstated and we anticipate that the battle for this icon of whisky will be a mighty one.”

Old and rare whisky expert, Angus MacRaild, commented:

„The Macallan 1926 Fine & Rare is one of those handful of iconic whisky releases which has accrued such a lofty status that it exists more in relation to fine art these days than other whisky bottlings. Its performance at auction will no doubt be a powerful, bellwether statement about just how iconic and culturally relevant Scotch Whisky remains in the 21st century. Irrespective of where you sit in the whisky world, the chance to see such a bottling come to auction and potentially break price records is undeniably fascinating and exciting.

„The most notable aspects about The Perfect Collection, for me, are that it offers enthusiasts and drinkers of old style whiskies a treasure trove of opportunities to obtain obscure and very rarely seen independently bottled single malts done solely for the USA market – bottlings which are now all but impossible to otherwise obtain. But overall, the collection represents who Mr. Gooding was as a person, his preferences as a drinker, his quirks and historical fascinations. It’s clearly a collection put together by someone who genuinely loved whisky and who loved to open, enjoy and share it with friends, as all great collections should be.“

Those who used to look to the markets for investment may, at this time, be looking for alternative investments in assets. Not only is whisky seeing a rise in demand with value tied to liquid rarity, recent reports have shown that over the last decade rare whisky has seen a huge increase in value, overtaking more traditional alternative investment assets such as cars and fine art.

The Collection was amassed by late American businessman and philanthropist, Mr. Richard Gooding, who dedicated over two decades to collecting whiskies from almost every Scottish distillery. Guided by his passion for Scotch, its provenance, and the iconic distilleries that craft it, Mr. Gooding travelled regularly to Scotland to search for special bottles in pursuit of creating the ‚perfect collection‘ – a representation of every Scottish distillery, open or closed.

His collection would grow to become an eclectic library of 3,900 bottles of primarily single malt whisky – one of the largest and most significant whisky collections ever to go to public auction.

Additional auction highlights include:

  • A host of highly sought-after bottles from some of Scotland’s lost distilleries including Dallas Dhu, Port Ellen, Glenugie and Killyloch with some bottles dating back as far as 1921.
  • Other historic artefacts in the sale include a 1924 Royal Brackla 60 Year Old, of which only 62 were ever bottled, 1922 vintage Highland Malt from Berry Brothers and Rudd and a 1930s example of Old Vatted Glenlivet from Andrew Usher & Co. the industry fathers of whisky blending.
  • Incredibly special and rare Bowmore finds such as the 1967 Largiemeanoch, the heralded 1964 vintage Oddbins exclusive and a 25 Year Old expression limited to just 75 bottles which were gifted exclusively to guests at the Auld Alliance reception at Chateau Lagrange in 1995.
  • Near impossible to acquire, The Perfect Collection features some of America’s most enigmatic and sought-after Black Maple Hill whiskeys.
  • A singular, 1 of 1 bottling of The Balvenie Vintage Cask 1961. A truly unique bottling, hand-filled and labelled at the distillery two years prior to the official 1961 Vintage Cask release in 1999.

Last year was a record year for Whisky Auctioneer as it experienced huge growth in its online customer base and announced its expansion into Europe with a new base in Germany, reflecting the global rise in demand for whisky. The business currently sees over 100,000 bids per month and has conducted deliveries to 74 countries across the globe.

To sign up for Part Two of The Perfect Collection by Mr. Richard Gooding and for more information, visit: www.whiskyauctioneer.com

Hakushu 12 Year erscheint wieder

Vor einigen Jahren wurde der japanische Whisky das Opfer seines eigenen Erfolges. Die gestiegene Nachfrage und große Popularität führte dazu, dass die Lagerbestände ausdünnten und manche Abfüllung nicht mehr produziert werden konnte. Vor allem bei den Bottlings mit Altersangabe mussten wir manche Einstellung vermelden. Hakushu 12 Year musste zum Beispiel 2018 eingestellt werden. Die japanischen Brennereien kompensierten dies einerseits, indem sie Whisky ohne Altersangabe veröffentlichten. Und anderseits erweiterten sie deutlich die Kapazitäten ihren Destillerien.

The Hakshu 12 Year in der Version von 2018.
Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

So ist die japanische Whisky-Industrie nun in der Lage, manche der vor kurzem eingestellten Bottlings wieder zu reaktivieren. Hakushu 12 Year erscheint wieder, zumindest in Japan. Ab dem 30. März wird diese Abfüllung dort wieder in Regalen erhältlich sein. Der Verkaufspreis ist mit ¥8.500, ungefähr 68 €, angegeben.

Neu: mettermalt Wacken Edition 2021 Whisky

Alljährlich treffen sich in Schleswig-Holstein mehrere 10.000 Fans des Heavy Metal in Wacken zum gleichnamigen Wacken-Open-Air. Wie vieles andere auch fiel im letzten Jahr dieses Festival aus. Und ob es 2021 stattfinden wird, steht noch in den Sternen. Doch die Planungen laufen wohl auf Hochtouren.

Was es in diesem Jahr auf jeden Fall gibt, ist der erste offizielle Wacken Whisky. Für Tobias Fessler, über viele Jahre Besucher des Wacken-Open-Airs, ergab sich die Gelegenheit, gemeinsam mit seinem Vater den Wackengründer Thomas Jensen kennen zu lernen. Den Fesslers gehört im schwäbischen Sersheim die Fessler Mühle mit dazu gehörender Fesslermill 1396 Destillerie (wir stellten Ihnen dieses Familienunternehmen im letzten September vor). Die Mühle feiert in diesem Jahr sein 625. Jubiläumsjahr. Und dieses soll mit vierteljährlich erscheinenden Sonderabfüllungen begangen werden. Von den beiden Wackengründer Thomas Jensen und Holger Hübner erhielten die Fesslermill 1396 Destillerie die Lizenz für einen Wacken Whisky. So kommt es, dass eine dieser Sonderabfüllungen – mettermalt Wacken Edition 2021 Whisky – der erste offizielle Wacken Whisky ist. Inklusive offiziellem Logo.

Der mettermalt Wacken Edition 2021 Whisky wird es zwei Auflagen (Batches) geben. Batch 1 ist auf 666 Flaschen limitiert. Die Lagerung erfolgte in alten schottischen Whiskyfässern, einem Württemberger Lembergerfass, sowie einem Ex-Laphroaigfass. Abgefüllt in eine 0,5-Liter-Flasche mit einem Alkoholgehalt vom 42,6 % Vol. sowie unfiltriert mit natürlicher Fassfarbe, ist der mettermalt Wacken Edition 2021 Whisky für 39 € im Online-Shop der Fessler Mühle erhältlich.

PR: ARDBEG ARRRRRRRDBEG! ZU EHREN VON MICKEY HEADS

Ganze 13 Jahre lang leite Mickey Heads als Destillerie Manager die Islay-Brennerei Ardbeg. Und in diesem Jahr wird er sich in den beruflichen Ruhestand begeben (wir berichteten). Und wie es sich gehört, ehrt Ardbeg seinen langjährigen Destillerie Manager mit einer besonderen Abfüllung. Darüber informierte uns die Moët Hennessy Deutschland GmbH in ihrer heutigen Presseaussendung. Alle weiteren Informationen zum Ardbeg Arrrrrrrdbeg! zu Ehren von Mickey Heads finden Sie in der folgenden Pressemitteilung.

ACHTUNG: Diese Abfüllung wird auch für Committee-Mitglieder in Österreich erhältlich sein – allerdings nicht in Geschäften oder den Embassies, sondern ausschließlich unter www.ardbegday.at


Ardbeg Arrrrrrrdbeg zu Ehren von Mickey Heads

Eine limitierte Abschiedsedition mit rollendem „R“ für den langjährigen Ardbeg-Kapitän

Islay / München, 21.01.2021. Seit dem Jahr 2007 führte Mickey Heads als Destillerie Manager das „Ardbeg-Schiff“. Zum Abschied in den Ruhestand ehrt die Islay Destillerie Mickey mit einer besonderen Edition. Arrrrrrrdbeg! ist der erste Whisky der Destillerie, der vollständig in ehemaligen Rye-Whiskeyfässern reifte. Eine besonders würzige Edition, mit einer Donnerbüchse an fruchtigen Aromen, gefolgt von sanftem Rauch im Nachhall, der lange auf dem Gaumen verweilt. Das für Ardbeg sehr außergewöhnliche Flaschenetikett zeigt eine Illustration von Mickey als furchtlosen Captain. Ein Werk von Butcher Billy, einem renommierten brasilianischen Künstler und Grafikdesigner. Die neue Abfüllung wird exklusiv für das Ardbeg-Committee am 9. Februar 2021 über Ardbeg.com verfügbar sein.

Für 13 Whisky-gefüllte Jahre führte Mickey Heads die ultimative Islay Destillerie und verantwortete zahllose Abfüllungen aus feinstem Rauch. Daneben stand er im Mittelpunkt der Ardbeg Days von Islay bis Illinois, holte dreimal hintereinander den IWC-Titel „Destillerie des Jahres“ und wurde im Jahr 2014 zum Destillerie Manager des Jahres ernannt. Dr. Bill Lumsden, Director of Whisky Creation bei Ardbeg sagt: „Die Arbeit mit Mickey war von höchster Freude geprägt. Er ist ein Mensch mit echter Leidenschaft für Ardbeg und wir hoffen, dass diese Abfüllung in seiner Sammlung einen besonderen Platz einnimmt. Er hat im Laufe der Jahre viele bedeutsame Ardbegs begleitet, aber dieser Release zum Ende seiner Ära ist etwas ganz Besonderes: Ehemalige Rye-Whiskeyfässer reiften ausschließlich Arrrrrrrdbeg!, ein Novum bei Ardbeg. Mit Noten geräucherter Banane und Birnen, süßem Toffee und diesem unverwechselbaren Ardbeg-Rauch ist es das perfekt torfige Abschiedsgeschenk für Mickey.“ Mickey Heads, Distillery Manager sagt: „Was für ein ultimatives Vergnügen, in den letzten 13 Jahren die großartigste Destillerie der Welt geleitet zu haben. Ich hatte das beste Team, das man sich nur wünschen kann und bin stolz darauf, so viele wundervolle Ardbeg-Abfüllungen gemeinsam erschaffen zu haben. Welch besondere Ehre und wunderschöne Weise, eine eigene Abfüllung mit eigenen Bild auf der Flasche zum Abschied zu bekommen. Ein Traum wird wahr! Ich werde künftig viel fischen und weiterhin als Chairman des Ardbeg Committees häufig bei der Destillerie vorbeischauen.“ Zum Release von Arrrrrrrdbeg! ist Mickey in einem Abschiedsfilm zu sehen und es gibt passende Piraten-Motive zum Download auf Ardbeg.com. Ardbeg Arrrrrrrdbeg! ist mit 51,8 Vol.% Alkohol abgefüllt und am 9. Februar 2021 exklusiv für Ardbeg Committee Mitglieder für 150€ (UVP) verfügbar, solange der Vorrat reicht.

ACHTUNG: Diese Abfüllung wird auch für Committee-Mitglieder in Österreich erhältlich sein – allerdings nicht in Geschäften oder den Embassies, sondern ausschließlich unter www.ardbegday.at

VERKOSTUNGSNOTIZ ARDBEG ARRRRRRRDBEG! (51,8 Vol.% Alk.)

Farbe: Strohfarben

An der Nase: Aromen geräucherter Banane und Birnen driften zu etwas Roggenbrot, süßem VanilleToffee und einer sanften Anis-Briese. Mit einem Spritzer Wasser öffnen sich Noten von Zitrone und Limette, während ein frischer Anklang von Sorbet und süßem Gebäck in den Vordergrund tritt.

Am Gaumen: Viel Würze. Eine Donnerbüchse zündet fruchtige Aromen wie von Melonen und Kiwis. Eine Armada Anis erscheint, begleitet von geräuchertem Toffee und einem Hauch süßer Sauerteigbrötchen.

Nachhall: Ein langer Nachhall hinterlässt eine salzige Gischt mit Paranüssen und sanften Raucharomen, die lange am Gaumen verweilen.

Video: Die Geschichte des Scotch Whisky mit ‘We Didn’t Start The Fire’

Die Älteren unter uns mögen sich vielleicht erinnern: Im September 1989 erschien Billy Joel’s ‘We Didn’t Start The Fire’ als Single. Damals noch ausschließlich als Vinyl-Schallplatte mit einem Durchmesser von 7 Zoll. Diese wurde auf einem Schallplattenspieler mit einer Geschwindigkeit von 45 Umdrehungen pro Minute abgespielt. Der Text des Liedes besteht aus Aneinanderreihungen von Schlagworten, die darstellen, was seit den 1950ern historisch Bedeutendes passierte. Der Song war weltweit ein Hit und verkaufte sich 1.520.000 mal.

Der Text des Songs mit seinen kurzen Zeilen sowie der prägnante und ebenso kurze Refrain lud fast selbstverständlich ein, dieses Lied mit veränderten Text-Versionen zu veröffentlichen. Eine Neue veröffentlichte Whisky and Wisdom auf Youtube. Die Beschreibung des Songs auf YouTube lautet einfach: „Ein unterhaltsames Lied und Video, welches die Geschichte des Scotch Whisky in nur vier Minuten erzählt.“ Besser können wir dieses Video auch nicht beschreiben. So bleibt uns nicht viel mehr, als Ihnen viel Vergnügen zu wünschen.

Serge verkostet: Ardbeg

Die großen Zeiten der meisten schottischen Brennereien scheinen ausschließlich in der Vergangenheit zu liegen. Die der Islay-Destillerie Ardbeg sollen in den 1970ern liegen. Dies entnimmt Serge Valentin den sozialen Medien. Doch auch später destillierte Whisky von Ardbeg erreichen in seiner heutigen Session herausragende Bewertungen. Wobei es sich bei den vier Kandidaten im heutigen Tasting auf Whiskyfun um sehr rare und somit wohl auch kostenintensive Abfüllungen handelt. Welche dies sind und welche Bewertungen dies erzielen, können Sie unser tabellarischen Kurzübersicht entnehmen.

Ardbeg 10 yo (46%, OB, rotation 2003, for duty free, 1 litre)90
Ardbeg 26 yo 1993 (49%, Quaich Bar Singapore, The Islay Giants, 257 bottles, +/-2020)92
Ardbeg 22 yo 1998/2020 (56.5%, OB, Rare Cask for Benjamin Tan, second fill oloroso butt, cask #50, 500 bottles)92
Ardbeg 40 yo 1979/2020 (51.5%, Signatory Vintage for Kirsch Import, bourbon barrel, cask #9859, 24 bottles)91

Fèis Ìle 2021 findet nicht statt

Wie die Leitung des Fèis Ìle in einem Posting auf Facebook heute bekanntgab, wird das Festival in diesem Jahr nach Rücksprache mit den Brennereien – so wie in 2020 – leider ausfallen und „nur“ virtuell stattfinden. Im Jahr 2022 soll es vom 27. Mai bis 4. Juni wieder stattfinden. Über die Gründe schreibt man das Folgende:

With deep regret we announce that this year’s festival is cancelled.We have discussed this with our distillery partners, and we have come to this decision together. We know you love the Fèis, and know many of you have questions, so we’d like to explain why we’ve made this decision now.

1. Large events

People make the Fèis, and people make Islay what it is – keeping everyone safe is our top priority. Even if travel to Islay is allowed, the ceilidhs, tastings and large events that make the Fèis what it is, will not be able to take place.

2. Why not postpone?

Our distillery partners are keen to keep to our May dates. Also, with the uncertainty of this pandemic, large events may still not be possible later in the year.

3. Planning

By now the Fèis Committee would usually have arranged and sold out all of our events, and the distilleries would have everything in place. With the current situation, we can’t plan ahead as we don’t know what Government guidelines might be. We also need to allow for the fact that people need to be able to make their plans to travel and stay.

4. Can we still come to Islay during Fèis week?

Our best advice is to follow what is happening with Government Guidelines and travel restrictions. Islay and its businesses would love to welcome you back when restrictions allow.5. Can we come and get our festival bottles?

Bottle sales will likely be online only again this year. We know this worked brilliantly for some of you, and not so well for others, but we simply can’t risk the large queues and gatherings of people. Distilleries will confirm details closer to the time.

5. Will you be holding a virtual festival?

Yes. And we are already planning for it to be bigger, better and more interactive than ever. We know it won’t replace the real thing, but we hope that you’ll be able to join us.

6. What about 2022?

The dates for the 2022 festival are from Friday the 27th of May to Saturday the 4th of June.

7. What about tickets I had saved over from last year?

Please be patient, we will be in touch soon about refunds, or transferring to 2022.

Finally, we know you won’t like hearing this news. We don’t like saying it. But please just keep Islay in your hearts for a little longer: hold on to the love of the island, the music, the whisky and the company, and the embraces when we see you again will be all the sweeter.

Slàinte mhath

Was Douglas Laing & Co Whisky und die Covid-19 Schutzimpfung gemeinsam haben

In ganz Europa laufen momentan die Covid-19 Schutzimpfungen an. Im Vereinigten Königreich und in Schottland hat man da bereits einen gewissen Vorsprung, was die Zahl der Geimpften betrifft, aber eine gesamte Bevölkerung durchzuimpfen ist eine gewaltige Aufgabe, auch was die Logistik betrifft. Massenimpfungen bedürfen Impfzentren – und genau an diesem Punkt beginnen sich die Covid-19 Schutzimpfung und die Whiskywelt zu berühren.

Der unabhängige Abfüller Douglas Laing & Co (in Deutschland vertreten durch das Bremer Spirituosen Contor) baut nämlich in Glasgow zur Zeit an der eigenen Clutha-Brennerei – und an der gesamten Infrastruktur rundherum. In diesem Zusammenhang ist auch ein Whisky Warehouse in Hillington (am südwestlichen Stadtrand von Glasgow) errichtet worden. Es ist eine riesige Halle, völlig fertiggestellt – und vollkommen leer.

Douglas Laing & Co ist an die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon herangetreten, berichtet Glasgow Live, und hat angeboten, dass das Lagerhaus ab sofort als Impfzentrum zur Verfügung zu stellen. In der fast 2000qm großen Halle können, nach kurzer Vorbereitung, 350 Personen gleichzeitig geimpft werden – und das rund um die Uhr. Es gibt genügend Parkplätze und die notwendige Infrastruktur.

Originalzitat Chris Leggat, CEO von Douglas Laing:

„Covid and Brexit have had a massive impact on the Scotch Whisky industry but now we look to better, brighter days. If we can be of assistance to the Scottish Government, we are delighted to make this warehouse available.“

Gemeinsam – auch in dieser Phase der Pandemie ein wichtiges Wort…

Blick auf Glasgow