Gastbeitrag: Treffpunkt Bunker City – ein Besuch bei St. Kilian im Juli 2020 (Teil 2)

Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.

Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2) und einen über Springbank (Teil 1 und Teil 2) verdanken, nimmt sich in seinem vierten Beitrag den Menschen hinter der Brennerei St. Kilian in Unterfranken an. Deutschlands größte Whiskybrennerei konnte schon mit mehreren Abfüllungen Whiskyfreunde überzeugen – und der Blick auf die Menschen, die diese Destillerie mit viel Freude und Einsatz am Laufen halten, zeigt sie als einen wichtigen Faktor dabei.

Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der erste Teil ist am Freitag erschienen, Sie können ihn hier nachlesen) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:


Treffpunkt Bunker City – ein Besuch bei St. Kilian im Juli 2020 (Teil 2)

St. Kilian am Ortseingang von Rüdenau © Stefan Bügler

Jetzt wird die Vision von St. Kilian auch für mich real. Zurück am Ortseingang von Rüdenau deuten auf die größte deutsche Whisky-Brennerei (Jahresproduktion ca. 200.000 LPA) von außen eine kleine Fasspyramide, der „Whisky“-Schornstein und Malzsilos hin. Letztere wurden kürzlich um ein drittes erweitert zur sortenreinen Zwischenlagerung von getorftem Malz, welches mangels deutscher Alternativen von den Glenesk Maltings aus Schottland bezogen wird.

Der erste Blick in das Erdgeschoss der Produktion lässt Erwartungen aufkommen, die auch auf den zweiten Blick nicht enttäuscht werden. Hier wurde nicht gespart, was die Produktionsmittel betrifft und bestätigt die Einstellung von Andi Thümmler: „Qualität durch Qualität.“

Während in neuen Brennereien in Schottland nun häufig CTS Process Mühlen stehen, die natürlich keinesfalls die Robustheit von Porteus oder Boby Mills aufweisen, steht hier Qualitätskraftarbeit aus der Schweiz von Bühler, die sich im Braugewerbe bewährt hat.

Schweizer Kraft: die Malzmühle von Bühler © Stefan Bügler

Mario Rudolf kennt sich dort bestens aus, ist Diplom-Braumeister, hat Brauen und Mälzen bei der Brauerei Schmucker im Odenwald gelernt und zuvor eine Schreinerlehre absolviert. So ist es nicht verwunderlich, dass seine breite Erfahrung bei St. Kilian komplett verbaut ist.

Schon die Tatsache, dass wir uns im Bereich des Lower Tun Rooms aufhalten können, der in Schottland bei Holzwashbacks wegen der CO2-Abgase nicht begehbar ist, zeigt den Vorsprung durch Technik: das CO2 wird komplett durch Rohre nach draußen abgeleitet.

St. Kilian Distillery – Lower Tun Room – copyright Stefan Bügler

Es ist die Spitze des Eisbergs. Hier trifft deutsches Brauerei- und Brennerei High-Tech (Rohrleitungsbau, Messinstrumente, Sicherheitstechnik) auf eine schottische Anlage (Mashtun, Washbacks, Pot Stills). Eine Kombination, die sich sehen lassen kann und mit der Mario Rudolf höchst zufrieden ist:

„Es war für mich schon eine einmalige Chance, hier seit dem Planungsstadium dabei zu sein und die Anlage, sämtliche Gebäudeteile sowie die Besucherräume mit zu gestalten und aufzubauen. Hier steckt sehr viel Herzblut drin – von uns allen – gepaart mit dem Mut von Andi, das Geld für eine bisher einzigartige Brennerei in Deutschland in die Hand zu nehmen.“

In der Tat merkt man das in jedem Winkel von St. Kilian. Vergleiche zu Deanston, halten nur in Bezug auf eine Textilfabrik als vorheriger Nutzer stand und die Anpassung des Equipments an die gegebenen Räumlichkeiten. Letzteres hat sich vor allem auf die Form und Features der Brennblasen ausgewirkt, die einen trotz ihre kleinen gedrungenen Form einen weichen Rohbrand-Charakter erzielen sollen. Der Grundaufbau erinnert eher an die Glengyle Distillery in Campbeltown.

St. Kilian Distillery – Ein Blick in die Produktion – copyright Stefan Bügler

Gleich hinter der Mashtun (Läuterbottich) treffe ich Olli Fink, Brand Ambassor für Deutschlands Norden. Olli selbst ist „Nordisch by Nature“, sehr unaufgeregt aber voll des St. Kilian-Feuers, nebst des gleichnamigen Tatoos auf dem Unterarm.

St. Kilian Distillery – Olli Fink – copyright Stefan Bügler

Meet Olli Fink, Brand Ambassador

Bei St. Kilian seit: Februar 2019

Lieblingsplatz: Die Washbacks aus Oregon Pine, denn ich mag Holz sehr und stelle selbst Möbelstücke aus Paletten und Fassdauben her.

Lieblingsabfüllung:   St. Kilian Ex-Faust Eisbock – 4 Gründe: 1. French Oak, 2. Vorbelegung mit Rémy Martin Cognac, 3. genialer Eisbock, 4. leicht torfiger St. Kilian

Ihm haben es die Washbacks aus Oregon Pine besonders angetan: „Ich mag Holz. Einerseits als wichtige Geschmackskomponente für das „Bier“, welches wir als Ausgangsprodukt für die Destillation brauen. Andererseits stelle ich auch Holzmöbel her. Hinzu kommt der in der Whiskyindustrie ungewöhnliche Ansatz, mit Kühlplatten die Gärtemperatur zu kontrollieren. Ein Produktionsdetail das zeigt, dass bei St. Kilian alles konsequent durchdacht ist. Ich bin schon einige Jahre in der Whiskyindustrie und finde die umfassende Qualitätsphilosophie bei St. Kilian sehr überzeugend und die Ergebnisse spannend.“

St. Kilian Distillery – Washback mit Kühlplatten – copyright Stefan Bügler

Das von Olli angesprochene „Bier“ ist für Mario der qualitative Startpunkt für ein gutes Destillat. „Es hilft nicht, wenn man versucht nur die Maische zu destillieren. Bekommst Du die Gärung (und damit das „Bier“) nicht hin, kannst Du destillieren wie Du willst, es kommt kein guter Malzbrand raus“, sagt er und wendet sich den Brennblasen zu, die wie die zwei Königskinder zwar nebeneinander stehen, aber doch Galaxien entfernt.

St. Kilian Distillery Mario am Safe und Pot Stills copyright Stefan Bügler

Die Spirit Still ist in einem Glaskäfig gefangen, denn St. Kilian ist eine Verschlussbrennerei. Hier wacht der Zoll über jedes Tröpfchen hochprozentigen Alkohols, das produziert wird. Damit der Brand auch möglichst weich wird, ist im Hals der Spirit Still ein seltener Reflux Condenser eingebaut – eine Rohrwendel, die gezielt mit Kühlwasser beschickt wird, um den Rückfluss in die Brennblase zur nochmaligen Destillation exakt zu steuern. Dank Messtechnik geschieht dies via Computer, während Mario den Spirit Safe hinter Glas nur mit manueller „Fernbedienung“ betreibt. Für die Geschmacksprobe kann er jedoch New Make zapfen, der natürlich über einen Zähler geht. Der Zoll grüßt herzlich.

St. Kilian Distillery Reflux-Condenser im Lyne Arm Spirit Pot Still – Copyright St. Kilian Distillers

Der New Make Spirit kommt etwa mit 69% aus der Destillation und wird mit dem Industriestandard 63,5% vol. Alc. nur in die besten Fässer gefüllt, allerdings nicht mehr unter der Aufsicht des Zolls.

Den gereiften Whisky zukünftig zu verkaufen, darauf freut sich Vertriebsleiter Thorsten Manus. Geprägt von der Liebe zu Schottland, Erfahrungen bei einem deutschen unabhängigen Abfüller, einem eigenen Whiskyladen und eigenen Dudelsack Künsten, scheint er die Mizunara-Fässer im Lagerhaus sowie die Vertriebsaufgabe mit Leichtigkeit zu schultern.

St. Kilian Distillery – Thorsten Manus – copyright Stefan Bügler

Meet Thorsten Manus, Head Of Sales

Bei St. Kilian seit: August 2019

Lieblingsplatz: Die Lagerhäuser – dort reift, was ich unseren Fans                                             zukünftig anbiete

Lieblingsabfüllung: St. Kilian Signature Edition FIVE – der ungetorfte Batch aus Virgin Oak Casks versetzt mich durch die Holzaromen sofort ins Lagerhaus.

„Die Vielfalt ist einzigartig bei St. Kilian. So richtig können wir noch von keiner Standardabfüllung reden, sind in der Identitätsfindung wie ein Kind, das sich ausprobiert. Manche Sachen klappen besser als andere, aber wir stehen immer voll hinter den Abfüllungen die wir rausbringen. Den Fehler, sie mit einem 12yo Scotch Single Malt zu vergleichen, darf man jedoch nicht machen. Aber vor der Reihe neuer schottischer Brennereien brauchen wir uns in puncto Geschmack und Qualität keinesfalls verstecken. Ganz im Gegenteil. Davon haben sich viele Leute schon sehr früh überzeugt und sind zu Eignern von 30l-Fässern mit unterschiedlicher Vorbelegung geworden, wahlweise mit un- oder getorftem New Make. Die Besitzer besuchen uns sehr regelmäßig“, sagt Thorsten.

St. Kilian Distillery – Privates Fasslager nebst Preistafel – copyright Stefan Bügler

Im Lagerhaus gibt es umgehend den Beweis: einen Schluck ungetorften Spirit frisch aus dem Mizunara-Fass. Nach etwa 10 Monaten weist dieser schon eine erstaunliche Reife auf. Der New Make-Charakter ist gelben Früchten mit einer leichten Holznote gewichen – eine Aussicht auf ein spannendes Ergebnis in kommenden Jahren.

St. Kilian Distillery – Probenahme in der Brennerei- copyright Stefan Bügler

Nach weiteren Fassproben finden wir uns zum großen Finale: einem tieferen Screening einiger Cask Samples – im Besucher- und Shopbereich wieder. „Horizonterweiterung“, bemerkt Olli trocken – wer aus Schleswig-Holstein kommt, der kennt sich mit Horizonten aus. Natürlich behält er recht.

Die Aufzeichnungen von Mario sind umfassend in Bezug auf die Destillation und die Herkunft der Fässer. Sehr früh hat er sich in die Materie eingearbeitet und verfügt mittlerweile durch direkte Besuche über sehr viele eigene Kontakte für den Fassbezug. Das zahlt sich für das reifende Produkt mehr als aus.

St. Kilian Distillery – Probenahme in der Brennerei- copyright Stefan Bügler

Heute schmecken natürlich manche Samples reifer als andere, aber alle haben sie eine weiß-gelb fruchtige Kraft und eine Qualität, dass sich für mich kaum die Frage des „ob“, sondern vor allem des „wann“ hinsichtlich der Abfüllung stellt.

Die Qualitätsvision „Whisky made in Germany“ von Andi Thümmler ist schon sehr real greifbar.

Das Licht der Abendsonne berührt nur noch wenige Baumwipfel des Tals. Klare Anzeichen für das Ende eines sehr ereignisreichen Tages. Mit St. Kilian habe ich eine deutsche Whisky-Brennerei kennengelernt, die durch Andi’s Investment technisch das Beste vereinigt, was Schottland und Deutschland zu bieten haben.

Mario’s Team produziert daraus einen qualitativ hochwertigen Rohbrand, der nur in die besten Fässer gefüllt wird. Die „Mainside“ bietet mikroklimatisch sehr gute Bedingungen für die Reifung des Whiskys. Die Abfüllungen des gelagerten Rohbrands „Spirit of St. Kilian“ und die derzeitige „Signature“-Reihe mit unterschiedlichen Fassarten sowie in der Brennerei erhältliche Single Casks zeigen klar das Potenzial von St. Kilian. Für Thorsten ist es sicher der „Job of a lifetime“, diesen Stoff zu verkaufen.

St. Kilian – der Schutzpatron der Franken – und seine Gefährten Kolonat und Totnan zogen einst im 7. Jahrhundert aus, um das Frankenland zu missionieren. Andi, Mario und Thorsten sind quasi in ähnlichem Auftrag unterwegs. Vorbehalte gegen jungen und deutschen Whisky wird es zunächst in einer Community geben, die stark schottisch und von 10+ Jahre alten Whiskies geprägt ist. Doch die neuen Brennereien – vor allem in Schottland, England und Japan – machen international jüngere Whiskies derzeit salonfähig. Davon profitiert auch St. Kilian Distillers mit einem zunächst nationalen Ansatz und sehr guten Argumenten im Glas, die auch im Vergleich zu den neuen internationalen Brennereien überzeugen.

Der Wind weht den Duft reifender Fässer zum Abschied herüber. Das zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht und die Vorstellung in meinen Kopf, dass sich St. Kilian, Kolonat und Totnan als Engel über dieser Brennerei sehr wohlfühlen. Die Reise nach Franken hat sich für sie nach über 1300 Jahren durch das Angels’ Share der St. Kilian Brennerei endlich gelohnt. Hier verfolgen sie nun die spannende Story von Anfang an.

St. Kilian Distillery – Abendsonne bei St. Kilian – copyright Stefan Bügler

Nur bis Sonntag: Mit Beam Suntory Deutschland 3x den Laphroaig 10yo Cask Strength Edition 2020 gewinnen!

Nur noch heute und morgen, Sonntag können Sie um diese tollen Preise mitspielen: Gemeinsam mit unserem Partner Beam Suntory Deutschland verlosen wir 3x den wunderschönen Laphroaig 10yo Cask Strength Edition 2020 – mit jeder Menge Torf und Wumms für einen Whiskygenuss, wie ihn nur die berühmte Islay-Brennerei bieten kann.

Übrigens: Unsere drei Gewinner – aber nicht nur die – können ihren Laphroaig im August gemeinsam mit Master Distiller John Campbell und US Brand Ambassador Simon Brooking genießen – denn die beiden hosten Mitte August ein großes virtuelles #laphroaiglive Tasting rund um das Thema Fassstärke, zu dem unsere Leser herzlich eingeladen sind. Mehr dazu könnt ihr in Kürze auf der #laphroaiglive Website, im Friends of Laphroaig Newsletter und auf Whiskyexperts erfahren.

Jetzt aber stellen wir Ihnen unsere „rauchigen“ Preise vor und sagen Ihnen, wie sie diese ganz einfach gewinnen können:

Laphroaig 10 Years Cask Strength Edition 2020

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Seit Juni ist der 10 Years Cask Strength mit der streng limitierten Abfüllung 2020 zurück in Deutschland – und heiß begehrt bei allen, die torfige Whiskys lieben. Kein Wunder, steht doch die Rauchigkeit und der medizinisch jodige Touch des Whiskys ziemlich alleine in der Whiskywelt.

Cask Strength – zu deutsch Fassstärke – steht für puren und unverfälschten Geschmack. Nach seiner Reife in den Kellern der Laphroaig Destillerie auf der schottischen Insel Islay wird er direkt aus dem Fass in Flaschen abgefüllt: Unverdünnt und ungefiltert entsteht so Islay Single Malt Genuss in seiner natürlichsten Form.

Durch diese Abfüllung in Fassstärke erhält er seine Geschmacksdichte und Stärke: 60,1 % Alkoholgehalt bergen in sich ein besonders breites Spektrum an Aromen, die über mindestens zehn Jahre in ehemaligen Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche gereift sind.

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John Campbell, der Master Distiller von Laphroaig. Bild © Beam Suntory

Bereits die Farbe zeigt seine Intensität: Ein kräftiges, tiefes Gold leitet zu einem vollen Körper, dessen Geschmacksnuancen bei aller Diversität fein abgestimmt harmonieren und einen starken Charakter in bester Tradition der Laphroaig Destillerie aufzeigen:

Er vereint die einzigartigen Torfaromen Laphroaigs mit Nuancen von Seetang. Ein intensives Rauch-Bukett paart sich mit gewisser Süße und medizinischer Note zu einem runden, vollen und intensiven Geschmack. Im Nachklang zeigt er seine ganze Stärke, lang anhaltend und pikant.

Fügt man einige Tropfen Wasser hinzu, so wird sein Geschmack weiter aufgebrochen – und es entsteht eine Veränderung der Aromen hin zu Torfrauch, Meerwind und noch süßeren Nuancen.

„DER BATCH 12 IST GEMACHT FÜR LIEBHABER UNSERER WHISKYS UND ALLE, DIE DEN GANZ BESONDEREN GESCHMACK ENTDECKEN WOLLEN. ER IST AUCH EIN KLEINES DANKESCHÖN AN DIE VIELEN FANS VON LAPHROAIG, DIE UNS TREU UND VOLLER WHISKY-LEIDENSCHAFT BEGLEITEN“,

so Lydia Michel, Marketing Managerin bei Beam Suntory.

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Und so gewinnen Sie einen der drei Laphroaig 10yo Cask Strength Editions 2020:

1. Schreiben Sie uns in einem Satz, was Sie beim ersten Schluck Laphroaig empfinden

2. Die Antwort schicken Sie gemeinsam mit Ihrem vollen Namen und Ihrer Postanschrift ab sofort an folgende email: contest@whiskyexperts.net – und zwar mit dem Betreff „Laphroaig“!

Unter allen Einsendungen mit einer Antwort und dem richtigen Betreff, die uns bis 2. August 2020, 23:59 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreichen, ziehen wir die Gewinnerin oder den Gewinner der Preise und geben sie am 3. August 2020 bekannt. Die Gewinne werden durch unseren Partner Beam Suntory Deutschland versendet.

Pro Haushalt ist nur eine Teilnahmemail möglich!

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Teilnahmebedingungen:

Beim Wettbewerb kann jeder mitmachen, der in Deutschland, Österreich oder der Schweiz wohnt, die Gewinnfrage richtig beantwortet und seine Antwort mit dem Betreff „Laphroaig“ einsendet sowie das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis 2. August 2020, 23:59 Uhr. Die Gewinner*innen werden am 3. August 2020 auf unserer Webseite bekanntgegeben und per Mail benachrichtigt. Der Wettbewerb findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt – es kann dazu kein Schriftverkehr geführt werden. Mitarbeiter von Whiskyexperts und Beam Suntory Deutschland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Der Gewinn wird von Beam Suntory Deutschland versendet, wir übermitteln dafür die Gewinneradressen an das Unternehmen. Diese Daten werden dort wie alle Adressdaten bei uns nach Abschluss des Gewinnspiels sofort und unwiederbringlich gelöscht.

Hinweis zum Datenschutz: Wir erheben nur jene Daten von Teilnehmern, die für die Abwicklung des Gewinnspiels nötig sind (Name, email-Adresse und Postanschrift). Alle in diesem Zusammenhang erhobenen Daten werden nach Abschluss des Gewinnspiels und der erfolgreichen Versendung des Preises ausnahmslos gelöscht und weder für unsere Zwecke weiterverwendet noch an Dritte weitergegeben. Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit diesen Teilnahmebedingungen einverstanden – und geben uns auch die Erlaubnis, Ihren Namen und Wohnort im Falle des Gewinns auf unserer Seite veröffentlichen zu dürfen. 

Wir wünschen Ihnen viel Glück und drücken Ihnen die Daumen!

Herzlichst,

Ihr Whiskyexperts-Team

Fremde Federn (108): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen schon in der 108. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Highland Park x10

Zehn Abfüllungen aus der Destillerie Highland Park hat Angus MacRaild bei seiner Verkostung auf Whiskyfun heute im Glas, und ohne Ausnahme scheinen diese zehn Whiskys in der Verkostung recht vergnüglich gewesen zu sein:

  • Highland Park 18 yo (43%, OB, 1990s): 92 Punkte
  • Highland Park 19 yo 1985/2005 (54%, Signatory Vintage ‘Cask Strength Collection, cask #2911, hogshead, 296 bottles): 87 Punkte
  • Highland Park 15 yo 2002/2017 (56.9%, OB for NOR’EASTER, cask #3249, refill sherry butt, 546 bottles): 90 Punkte
  • Highland Park 15 yo 2002/2018 (58.3%, OB for HKexcl, cask #2123, 1st fill American oak sherry butt, 523 bottles): 89 Punkte
  • Highland Park 14 yo 2003/2018 (59%, OB for Sweden ‘Ltd Edition 2018: 1’, cask #6147, 1st fill European oak sherry butt, 575 bottles): 88 Punkte
  • Highland Park 15 yo 2003/2018 (59.9%, OB for Sweden ‘Ltd Edition 2018: 2’, cask #4462, 1st fill American oak sherry puncheon, 600 bottles): 89 Punkte
  • Highland Park 12 yo 2004/2017 (65.3%, OB for BevMo!, cask #6737, 1st fill European oak sherry butt, 360 bottles): 87 Punkte
  • Highland Park 13 yo 2004/2018 (63.5%, OB for Glasgow Airport Duty Free, cask #6569, refill butt, 660 bottles); 87 Punkte
  • Highland Park 13 yo 2004/2018 (64.9%, OB for Duty Zero Hong Kong, cask #5424, refill butt, 644 bottles) : 90 Punkte
  • Highland Park 13 yo 2004/2018 (65.4%, OB for Vinothek Massen – Luxembourg, cask #5975, refill butt, 619 bottles): 85 Punkte

Whisky des Monats August 2020: Dingle Single Malt 5th Small Batch Release

Limitiert! Dieser kleine Zusatz hat sich zum Zauberwort im Whisk(e)y-Handel entwickelt. Die Aussicht auf eine vermeintliche Exklusivität lässt Augen und Preise größer werden. Bei unserer regelmäßigen Suche nach der monatlichen Genuss-Empfehlung aus der Redaktion ist eine eingeschränkte Verfügbarkeit allerdings ein Ausschlusskriterium. Und eine uns nicht überzeugende Qualität und ein ambitionierter Preis sind es ebenso. Im August finden wir unseren Kandidaten, der den Kriterien unseres Dreiklangs Qualität-Verfügbarkeit-Preis entspricht, auf der Grünen Insel. Doch drücken wir beim Kriterium der Verfügbarkeit in diesem Monat ein Auge zu und wählen eine limitierte Abfüllung. Denn unser Whisky des Monats im August ist das Dingle Single Malt 5th Small Batch Release.

Limitiert: Begrenzte Verfügbarkeit oder hohe Exklusivität?

Was ließe es sich trefflich über das kleine Wörtchen ‚Limitiert‘ philosophieren! Abseits von Zeit und Raum unterliegt möglicherweise alles einer Limitierung. Doch sicher sein können wir uns hier nicht. Auch in unserer kleinen, beschaulichen Whisk(e)y-Welt sind wir nicht in der Lage, mit Sicherheit zu behaupten, welche Abfüllung ein Label ‚Limitiert‘ tragen darf. Oder sogar tragen muss. Oder sich auf keinen Fall damit schmücken sollte.

Bei manchen Bottlings ist die begrenzte Verfügbarkeit explizit und auffällig ausgewiesen. Manches mal nur mit einem leichten Hinweis auf eine beschränkte Flaschenanzahl. In einigen Fällen ist diese exakte Zahl der abgefüllten Flaschen auch im Kleingedruckten zu lesen. Und bei wenigen Abfüllungen dokumentiert eine (möglicherweise auch noch per Hand geschriebene) Flaschennummer auch noch den eigenen Platz im Ranking der Exklusivität.

Welchen Exklusivität hat eine nummerierte Flasche aus einem Batch, welches 30.000 Bottles umfasst? Können wir hier noch von ‚Limitiert‘ sprechen? In diesem Monat küren wir die fünfte Ausgabe der Dingle Single Malt Small Batch Releases zu unserem Whiskey des Monats und verneinen somit diese Frage. Möglicherweise wählen wir zu einem anderen Zeitpunkt einmal die andere Option der Beantwortung. Denn im August 2020 berücksichtigen wir zusätzlich, dass eine Brennerei, die am 19. Dezember 2012 ihr erstes Fass abfüllen konnte, nur ‚Limitiert‘ abfüllen und veröffentlichen kann. ‚Limitiert‘ ist hier also keine künstliche Verknappung zum jetzigen Zeitpunkt, sondern in der bisherigen Geschichte der Destillerie verankert.

Dreifach gebrannt im County Kerry

Anders als manche der neuen irischen Brennereien, füllt The Dingle Whiskey Distillery im Süd-Westen Irlands, im County Kerry, nur ihren eigenen Spirit in ihre eigenen Flaschen. Sie stellen (neben Vodka und Gin) sowohl Single Malt Whiskey als auch Single Pot Still Whiskey her. Beide Varianten sind klassisch-irisch dreifach destilliert. Und es dauerte dann natürlich auch diese berühmten drei Jahre und einen Tag, die in Irland nötig sind, bis die Brennerei aus Dingle zum ersten Mal eine Flasche Whiskey in und mit ihrem Namen abfüllen durfte. Ihr Fass Nr. 2 ergab 252, mit 60,8 % Vol. in Fassstärke abgefüllte Flaschen.

The Dingle Small Batch Releases

Schon im Folgejahr erschien die erste Ausgabe ihrer Small Batch Releases. Das Konzept hinter den Releases bleibt bis heute unverändert: In natürlicher Farbe und ohne Kühlfiltrierung bilden zwei in unterschiedlicher Alkoholstärke abgefüllte Bottlings ein Small Batch Release. Der in Fassstärke abgefüllte Teil ist auf 500 Flaschen limitiert, der mit 46,5 % Vol. befüllte Teil kommt in einer deutlich höheren Auflage daher. Mittlerweile sind es bekanntlich 30.000 Flaschen, wir erwähnten dies ja bereits.

Bourbon, Pedro Ximénez und Madeira Fässer miteinander vermählt

Für die aktuelle Nummer 5 ihrer Small Batch Releases wählte die Dingle Distillery aus ihrem gut gefüllten Fasslager Bourbon, Pedro Ximénez und Madeira Fässer aus und vermählte diese miteinander. Auf die Bourbonfässer entfallen 45 % stellen, den gleichen Anteil nimmt der Pedro Ximénez ein. Die verbleibenden 10% stehen den Madeira-Fässern zur Verfügung. Dingle Single Malt 5th Small Batch Release finden wir im stationären wie digitalen Fachhandel zu einem Preis von etwas mehr als 60 €.

Das mag preislich ein wenig höher als sonst an dieser Stelle gewohnt sein. Doch wer Interesse an der dynamische Szene der neuen irischen Destillerien hat, erhält hier einen fein komponierten und ausgewogenen Irish Whiskey. Neben ihren dreifach destillierten Single Malts kommen aus der Dingle Whiskey Distillery auch noch der typisch-irische Single Pot Still Whiskeys. Dieser wird ebenfalls in Batches veröffentlicht. Allerdings ist Batchgröße hier deutlich kleiner. Vom aktuellen Dingle Third Single Pot Still Release sind 3.400 Flaschen verfügbar. Allerdings bewegen wir uns preislich dagegen mit knapp 100 € auch in einer höheren Region.

Wer möchte über die Destillerie am Rande des beschaulichen Ortes Dingle erfahren möchte: Vor knapp einem Jahr bot sich uns die Gelegenheit, die Dingle Whiskey Distillery zu besuchen. Den Bericht zu unserem Besuch finden Sie hier, eine fotografische Führung durch die Brennerei hier.

PR: Mit Kingsbarns „Family Reserve“ ist der Single Malt der jungen Brennerei aus Fife nun auch in Fassstärke verfügbar

Die Kingsbarns Distillery in den schottischen Lowlands bringt eine neue Abfüllung auf den Markt, die limitierte Edition Kingsbarns „Family Reserve“ in Fassstärke – und sie wird über den deutschen Importeur Alba Import natürlich auch in Deutschland erhältlich sein, und zwar ab Anfang August. Alle Infos zu der neuen Abfüllung, und zur Auszeichnung des Kingsbarns Single Malts, der bei den World Whisky Awards als bester Lowland Single Malt ausgezeichnet wurde, in der nachfolgenden Presseaussendung, die auch ein Video enthält:


Mit Kingsbarns „Family Reserve“ ist der Single Malt der jungen Brennerei aus Fife nun auch in Fassstärke verfügbar

Nachdem die familiengeführte Brennerei in Fife im Februar letzten Jahres ihren ersten Whisky vorgestellt hat, gab es ein knappes Jahr später eine beeindruckende Auszeichnung für den jungen Single Malt. Kingsbarns „Dream to Dram“ wurde bei den World Whisky Awards im März 2020 zum „Best Lowland Single Malt“ gekürt. Ein beachtliches Resultat, insbesondere wenn man bedenkt, dass Kingsbarns sich mit wesentlich älteren Whiskys messen musste.

Es zeigt, dass die Familie Wemyss, die die Brennerei im schottischen Kingdom of Fife betreibt, bei der Herstellung ihres Single Malts wie auch beim Fass-Management das größtmögliche Augenmerk auf die Qualität richtet und dass die Rezeptur von „Dream to Dram“ eine große Aromenvielfalt bietet.

Nun hat die Familie nachgelegt: Kingsbarns „Family Reserve“ wird zukünftig jährlich als limitierte Edition erscheinen, um so einen Eindruck zu vermitteln, wie sich der Whisky der Lowland Distillery stetig weiter entwickelt. Für die erste Abfüllung in dieser Reihe wurde die gleiche Fass-Rezeptur wie für den „Dream to Dram“ verwendet: 90% frische Bourbon Barrel und 10% portugiesische Rotweinfässer, die mit einem speziellen Verfahren behandelt wurden (sogenannte STR-Casks).

Für Kingsbarns „Family Reserve“ wurden die im Schnitt 5-jährigen Destillate noch einmal für mehrere Monate in Eiche vermählt, um ein möglichst ausbalanciertes und intensives Aromenprofil zu erzeugen. Die Abfüllung erfolgte in voller natürlicher Stärke von 59,2% Vol., selbstverständlich ohne Zusatz von Farbstoff. Stark limitiert auf insgesamt weniger als 3.000 Flaschen wird Kingsbarns „Family Reserve“ Anfang August im deutschen Fachhandel erhältlich sein.

Tasting Notes für Kingsbarns „Family Reserve” Edition 2020:

Geruch: Floral in der Nase mit Jasmin und Heckenkirsche. Honig und Mango, Banane, Vanille-Saffran-Creme, Weingummi und Erdbeersoße.

Geschmack: Shortbread mit Zucker, exotische Frucht wie Mango und Papaya, Kokosraspel. Entwickelt dunklere Aromen und komplexe Würze.

Nachklang: Intensiv, jedoch frisch mit üppiger Frucht und würziger Eiche.

William Wemyss, Gründer und Kopf von Wemyss Malts und Kingsbarns Distillery kommentiert:

„Wir sind stolz auf das positive Feedback, das wir mit unserem jungen Single Malt bereits jetzt bekommen. Die Fässer, die wir nun in unserer „Family-Reserve“-Serie abgefüllt haben, wurden eigens von meiner Schwester Isabella ausgewählt und zeigen, wie gut unser Single Malt in bestmöglichem Holz heranreift. Wir hoffen, dass Whiskyliebhaber/-innen in der ganzen Welt so das Ergebnis unserer steten Arbeit mit uns teilen können. Wir freuen uns außerdem, dass die Abfüllung zu einem Zeitpunkt erscheint, wo wir glücklich verkünden können, dass unsere Brennerei und unser Visitor-Center nach Monaten der Schießung aufgrund der Corona-Pandemie wieder für Besucher geöffnet ist.“

Die Brennerei bei St. Andrews ist seit dem 15. Juli – selbstverständlich unter Einhaltung strenger Hygiene- auflagen – wieder für Besucher zu besichtigen.

Gastbeitrag: Treffpunkt Bunker City – ein Besuch bei St. Kilian im Juli 2020 (Teil 1)

St. Kilian Distillery in der Mainside copyright Stefan Bügler

Whisky ist immer sehr stark mit den Menschen verbunden, die ihn erzeugen. Ihre Ideen, ihre Erfahrungen prägen seinen Stil ebenso wie es die Brennblasen tun.

Es sind aber nicht nur die im Rampenlicht stehenden Menschen, wie zum Beispiel die Master Blender oder die Distillery Manager – jeder der Mitarbeiter, vom Mash Man bis zum Verantwortlichen für die Lagerhäuser, trägt seinen Teil dazu bei, dass der Whisky einer Brennerei im Idealfall etwas Unverwechselbares wird – oder, wenn es sich um Mitarbeiter des Visitor Centers handelt, der Besuch dort.

Unser Gastautor Stefan Bügler, dem wir schon einen einfühlsamen Artikel über ein Fest bei der Lindores Abbey Distillery, über Glen Scotia (Teil 1 und Teil 2) und einen über Springbank (Teil 1 und Teil 2) verdanken, nimmt sich in seinem vierten Beitrag den Menschen hinter der Brennerei St. Kilian in Unterfranken an. Deutschlands größte Whiskybrennerei konnte schon mit mehreren Abfüllungen Whiskyfreunde überzeugen – und der Blick auf die Menschen, die diese Destillerie mit viel Freude und Einsatz am Laufen halten, zeigt sie als einen wichtigen Faktor dabei.

Den Artikel bringen wir für Sie in zwei Teilen (der zweite Teil erscheint am Sonntag) – und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre:


Treffpunkt Bunker City – ein Besuch bei St. Kilian im Juli 2020 (Teil 1)

Bunker City ist ein eher ungewöhnlicher Treffpunkt für einen Destilleriebesuch. Ebenso das Verkehrsmittel du jour: eine Regionalbahn von Frankfurt über Aschaffenburg nach Kleinheubach am Main. 

Von der Zugführerin beim Aussteigen persönlich verabschiedet, nehme ich die rund drei Kilometer Fußweg in Angriff. Vorbei an Häusern und Vorgärten, die natürlich alle so deutsch und so wenig schottisch aussehen. Das ändert sich auf dem Waldweg: die Hügel und Wälder verbreiten einen Hauch von Speyside zusammen mit der Brennerei, die zwischen den Bäumen auftaucht: Welcome to St. Kilian in der „Mainside“.

An der Tür begrüßt mich Mario Rudolf, der Master Distiller von St. Kilian, mit den Worten: „Wir fangen heute am Schluss an.“ So springen wir gleich ins Auto und fahren zum ehemaligen Munitionslager Hainhaus mit 120 Bunkern und bestem Blick auf den Odenwald. Da die Lagerkapazitäten in der Brennerei erschöpft sind, hat St. Kilian hier einige Bunker für die Fasslagerung angemietet. „Diese Location ist echt abgefahren. Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal Whisky reifen lasse. Wir haben uns bewusst für bewaldete Bunker entschieden, denn Natur und Gebäude ergänzen sich bestens und schaffen ein Mikroklima für perfekte Lagerbedingungen“, sagt Mario. 

Meet Mario Rudolf, Master Distiller

Bei St. Kilian seit: März 2015 

Lieblingsplatz: Die St. Kilian Produktion, aber Bunker City ist einfach abgefahren

Lieblingsabfüllung: St. Kilian Signature Edition FOUR – Sherry und Peat sind eine geile Kombination und in Deutschland so produziert bisher einmalig – zwischenzeitlich gab es für den FOUR einige Goldmedaillien. 

Bunker City ist mysteriös und gleichzeitig mystisch. Der Eindruck verstärkt sich als wir in den Wald hinein fahren und plötzlich anhalten. Eine Distel wächst vor diesem Bunker, ein subtiler Hinweis, dass hier das flüssige Gold von St. Kilian lagert? 

Eine Art „Fort Knox-Gefühl“ keimt in mir auf und verstärkt sich als sich die Tür öffnet und Licht ins Innere flutet. In diesem Umfeld wirken die Fässer wie ein Geschenk aus einer längst vergangenen Zeit. Letzendlich sind sie Zeitgeschichte, die in  flüssiger Form in Eiche lagert. 

St. Kilian Distillery – Lagernde Zeitgeschichte in der Bunker City – copyright Stefan Bügler

Im Fall von St. Kilian wird diese Geschichte seit der Produktionsaufnahme am St. Patrick’s Day 2016 geschrieben.

Diese ist bei rund 206 lagernden Fassarten – z. B. Bourbonfässer mit unterschiedlicher Destillerieherkunft und Erst- oder Zweitbelegung werden jeweils als eine Fassart gezählt – mannigfaltig. Um zwei besondere Fässer zu verkosten, hat Mario neben Inhaber Andi Thümmler auch sein Vertriebsteam geladen, welches sofort mit der Taschenlampe nach den ausgewählten Fässern sucht. 

St. Kilian Distillery – Probenahme im Bunker – copyright Stefan Bügler

Zunächst testen wir ein 190 Liter American Oak Ex(-Melasse)-Rumfass aus Puerto Rico, das mit der milden (ungetorften) Rezeptur belegt ist. Nach rund zwei Jahren im Bunker hat das Fass den Rohbrand schon fast vollständig umgewandelt und besticht mit einer samtig, fruchtigen und dezent eingebundenen Rumnote. Andi und Mario steht die Freude darüber im Gesicht und das völlig zu Recht. Wenn der erstmal älter ist …!

Die zweite Probe kommt aus einem schon recht stark ausgekohlten und damit aktivierten Virgin Oak American Standard Barrel (190l) mit Char Level 3. Es wurde zunächst für ein halbes Jahr mit Bachus/Scheurebe Süßwein aus Deutschland belegt und danach vor rund zwei Jahren mit St. Kilian’s ungetorftem Rohbrand. Kracherpotenzial! Spontan fühle ich mich an Rivessaltes Abfüllungen von Bruichladdich erinnert. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich die verkosteten Fässer entwickeln werden.

Mit dem Spirit der erfolgreichen Verkostung bläst St. Kilian-Gründer, Inhaber und Whiskyenthusiast Andi Thümmler zum Aufbruch und Mittagessen in der Fachwerkstadt Miltenberg. Schnell wird seine tiefe Verwurzelung mit diesem Teil Unterfrankens deutlich – es ist seine Heimat. Er fühlt eine große Symbiose zwischen Brennerei und Umland und tut sehr viel für lokale Geschäfts- und Nachbarschaftsbeziehungen. In Schottland heisst es: stirbt die Destillerie, dann stirbt das Dorf. In Rüdenau, einem Dorf mit 760 Einwohnern, starb die Textilfabrik. Durch  Zufälle und Geschichten, die nur der Whisky schreibt, trat St. Kilian an diese Stelle. 

Die finale Entscheidung zum Kauf der leerstehenden Gebäude und dem Bau der Brennerei fiel im Jahr 2011 innerhalb von Stunden bei Sonnenaufgang eines Novembertages am Lagerfeuer in Rüdenau – nach einem Whiskytasting. Beteiligt waren Andi (zu dieser Zeit hauptberuflich Investmentbanker) und sein Whiskyfreund David Hynes, dem langjährigen Master Distiller und Geschäftsführer von Cooley’s in Irland. Die Entscheidung war durchaus kostspielig: rund 15 Millionen Euro beträgt das Investment bisher für über vier Jahre Planungs- und Bauzeit sowie vier Jahre Whiskyproduktion.

St. Kilian Distillery – Andi Thümmler in der World Whisky Lounge – copyright Stefan Bügler

Meet Andi Thümmler, Gründer und Inhaber

Hatte die St. Kilian Idee: November 2011 zur Morgenröte am Lagerfeuer mit David Hynes 

Lieblingsplatz: St. Kilian World Whisky Lounge – alle Wege führen hier nach Rüdenau

Lieblingsabfüllung: St. Kilian Signature Edition ONE – was soll ich da noch sagen? Unser Erstgeborener Small Batch Whisky mit großem Aromenspektrum.

Würde er heute einen Businessplan finanzieren, der die Eckpunkte von St. Kilian enthält? Das „Ja“ kommt ehrlich und ohne Zögern. „Wobei St. Kilian für mich mit allen Facetten eine „once in a lifetime opportunity“ ist und bleibt. Es ist ein hartes Stück Arbeit und natürlich haben wir einen Geschäftsplan, klare Ziele und einen Qualitätsanspruch, denen sich jeder im Unternehmen verpflichtet fühlt. Alle sind mit Herzblut dabei. 

Aber das ist ohnehin die Voraussetzung um erfolgreich zu sein. Wir konnten 2019 rund 10 000 Besucher begrüßen und wollen diese Zahl in den nächsten Jahren vervielfachen. Wir haben einerseits viel Geld in die Produktionstechnik und die Fässer investiert, andererseits zieht dies die Notwendigkeit von umfangreicher Unternehmenskommunikation nach sich. 

In Deutschland ist eine solche Whisky-Brennerei nach schottischem Vorbild einzigartig. Wir liegen zwar idyllisch im Odenwald, aber trotzdem nah an der Frankfurter Metropolregion, die ein großes Besucherpotenzial bietet. Unseren Gästen möchten wir bei St. Kilian ein unvergessliches und möglichst tiefes Whiskyerlebnis bieten. Also war es mir wichtig, dass wir einen Rahmen schaffen, in dem sich jeder Besucher bei uns maximal wohlfühlt, egal ob es sich um zufällige Gäste, Whiskynovizen, Enthusiasten und/ oder Fassbesitzer, Eventgäste oder Tagungsbesucher handelt. An alles ist gedacht und unter einem Dach sehr großzügig und angenehm gestaltet. Von bequemen Sitzmöbeln, einem Kicker und nicht zuletzt einer sehr gut bestückten Whiskylounge und einem Shop, der keinen Wunsch offen lässt“, fasst Andi seine Vision von St. Kilian zusammen, „die am Ortseingang von Rüdenau real existiert und gelebt wird.“

ery – Über den Dächern von St. Kilian – copyright Stefan Bügler

Frei nach „Local Hero“ erscheint mir Andi als die lebendige Kombination der beiden wichtigsten Protagonisten dieses Kultfilms: zum einen vom geschäftstüchtigen Einkäufer MacIntyre – der in Schottland seine Wurzeln und sein Herz entdeckt – und zum anderen von seinem Boss Mr. Happer, der seinem Herzen folgt und seine Vision konsequent umsetzt.

Wird am Sonntag fortgesetzt mit Teil 2

Whiskystats: Die 5 Whiskys mit den höchsten Wertsteigerungen in den letzten 10 Jahren

Whiskysammlungen entstehen entweder dadurch, dass die Augen größer sind als es der vernünftige Konsum von Alkohol zulässt, dass man per se eine Sammlernatur ist, oder auch durch den Gedanken, dass Whisky als Anlage abseits von Geld seine Berechtigung hat – vor allem, wenn man sich die Preisentwicklung von Whisky in den letzten Jahren ansieht.

Welches waren aber konkret jene Flaschen, mit denen man prozentuell die größte Wertsteigerung erzielen konnte? Whiskystats.net hat in der eigenen Datenbank, in der man die Auktionsergebnisse der letzten zehn Jahre nachvollziehen kann, gewühlt und dort die Top Five der Flaschen mit der größten Wertsteigerung gefunden (die Plätze zehn bis sechs können Sie hier lesen).

Dass man den Namen Macallan dabei finden wird, das sollte keine große Überraschung sein, aber auch die Destillerie Glenlivet findet sich in den Top Five – und eine Abfüllung von Compass Box, die man unter 50 Euro erstehen konnte und momentan Preise zwischen 800 und 850 Euro einbringt (sie liegt auf Platz).

Die fünf Abfüllungen, deren Wert am höchsten gestiegen ist, sind:

  • Compass Box Eleuthera Mariage Cask
  • Macallan Seasonal Selection
  • Macallan Easter Elchie 2009
  • Glenlivet 31yo (1969) Cask 1392 (Signatory)
  • Macallan 10yo Cask Strength

Für die Details der Preisentwicklung und den Geschichten hinter den Flaschen folgen Sie bitte unserem Link – spannende Lektüre!

Danke an unseren Leser Jedi für den Hinweis

Video: Ralfy verkostet Glenfarclas 25yo (Review #836)

Nachreichen müssen wir Ihnen noch das Verkostungsvideo von Ralfy aus dieser Woche, das uns am Erscheinungstag irgendwie durch die Lappen gegangen ist – sorry dafür. Es geht um einen schönen, reifen Standard, den viele zumindest in einer der jüngeren Ausführungen kennen werden: den Glenfarclas 25yo.

Seine Wertung für den Whisky: 89 Punkte – und Ralfy sagt dazu, dass er ihm 91 Punkte gegeben hätte, hätte man ihn mit 46% und ohne Kühlfiltration abgefüllt. Natürlich gibt es bei Ralfy wie immer nicht nur die Tasting Notes, sondern auch um die Themen, die zu diesem Whisky passen, so wie zum Beispiel in diesem Fall Sherryfässer oder natürlich die Destillerie selbst.

15 Minuten lang, interessant und wie immer von uns ans Herz gelegt – auf Youtube oder obenstehend.

Serge verkostet: Linkwood

Linkwood ist kein „großer“ Name im Reigen der schottischen Destillerien, zumindest dann nicht, wenn man nur die Originalabfüllungen von Destillerien betrachtet, denn die Diageo-Brennerei ist da nur bei den Flora & Fauna-Abfüllungen vertreten. Verwendung findet der Malt aus der Speyside-Destillerie bei Blends – und bei unabhängigen Abfüllern, wo er dann zeigen kann, was er kann. Und das ist, besonders wenn der Malt lange reifen konnte (aber nicht nur dann) mitunter sehr erfreulich.

Neun Abfüllungen aus der 1821 gegründeten. 1971 erweiterten, 2011 modernisierten und zur Zeit um die 5,5 Millionen Liter produzierenden Brennerei hat Serge heute auf seiner Verkostungsliste, und die Tasting Notes dazu sind zum Teil positiv, zum Teil durchwachsen, und in einem Fall unbewertbar, da durch eine Plastikkappe auf dem Sample verdorben:

  • Linkwood 12 yo 2007/2020 ‘Reserve Cask Parcel No.2’ (48%, Elixir Distillers, hogsheads): 88 Punkte
  • Linkwood 12 yo 2007/2020 (54.9%, Single Malts of Scotland, hogshead, cask #804457, 276 bottles): 88 Punkte
  • Linkwood 12 yo 2007/2020 (56%, Golden Cask, bourbon, 276 bottles): 86 Punkte
  • Linkwood 10 yo 2008/2018 (57.4%, James Eadie, oloroso finish, 615 bottles): 87 Punkte
  • Linkwood 27 yo 1990/2018 (50.3%, Signatory Vintage 30th Anniversary, cask #9735, hogshead, 233 bottles): ohne Punkte
  • Linkwood 21 yo 1997/2018 (56.9%, Signatory Vintage, The Whisky Embassy Bonn, refill sherry hogshead, cask #4239): 75 Punkte
  • Linkwood 21 yo 1997/2018 (51.5%, Douglas Laing, Old Particular, cask # 12574, 314 bottles): 73 Punkte
  • Linkwood 27 yo (54.6%, Scotch Malt Whisky Society for Whisky L.,, ‘A truly engaging experience’, #39.166, 152 bottles, +/-2018): 77 Punkte
  • Linkwood-Glenlivet 21 yo 1956/1977 (45.7 G.L., Cadenhead, black dumpy): 76 Punkte
Linkwood. Bilder © Potstill Wien.

PR: Dunville’s veröffentlicht die zweite Ausgabe ihres PX Cask Strength

Anlässlich der momentan stattfindenden Belfast Whiskey Week präsentiert The Echlinville Distillery die zweite Ausgabe ihres Dunville’s PX 12 Year Old Single Malt. Dieser Irish Malt Whiskey reifte in Pedro Ximenez Sherry-Fässern und wurde in Fassstärke mit 57 % Vol. abgefüllt. Er ist auf nur 310 Flaschen limitiert. Ab Samstag, 1. August, 9.00 Uhr (dies müsste (GMT sein) ist er im Online-Shop der Echlinville Distillery unter https://shop.echlinville.com/ zu einem Preis von £ 112 erhältich.

Alle weiteren Infos zu diesem Irish Malt Whiskey finden Sie in der folgenden englischsprachigen Pressemitteilung:


Dunville’s celebrates Belfast Whiskey Week with second PX Cask Strength release

The Echlinville Distillery is celebrating Belfast Whiskey Week with the launch of the second Cask Strength release of its iconic Dunville’s PX 12 Year Old Single Malt.

Dunville’s PX 12 Year Old Cask Strength Single Malt Irish Whiskey is finished in Pedro Ximenez sherry casks. Cask 1326 is bottled at 57% abv and limited to just 310 bottles. It will be available from The Echlinville Distillery online shop at online at https://shop.echlinville.com/ from 9am on Saturday 1st August, priced at £112.

News of the release comes as Dunville’s, ‘The Spirit of Belfast’, introduced its latest addition, alongside some as yet unreleased whiskeys, during a series of tastings for Belfast Whiskey Week.

Dunville’s brand ambassador Jarlath Watson said: “This is the second Cask Strength expression of our award winning 12 Year Old PX whiskey, the first cask strength bottling sold out within a few hours of its release in February 2020.

„This second release is right up there with our first one, perhaps even better. The intensity of those candied citrus sweets, apple strudel, crème brulée, dark stone fruits and Christmas spices is immense, yet this whiskey is magnificently poised, with those PX oak cask influences perfectly balanced against the higher cask strength alcohol content.

“Dunville’s is the ‘Spirit of Belfast’ and we are delighted to introduce this release during Belfast Whiskey Week, which has seen the Irish whiskey family come together like never before for an online celebration of the best of Irish and world whiskeys.

“Belfast was once at the heart of Ireland’s whiskey industry, so it’s fitting that Belfast Whiskey Week should bring the focus of the Irish whiskey community back to a city whose association with the spirit has been somewhat forgotten over the years.

“By the end of the 19th century, Ireland was producing around 14 million gallons of whiskey per year. A disproportionate amount of that was distilled in Belfast, and much of that by Dunville’s.

“Founded in Belfast in 1808, Dunville’s quickly became one of the world’s most famous whiskeys. Dunville’s employed hundreds of people, constructed housing for their workers on the aptly named Excise Street, Distillery Street and Dunville Street, built Belfast’s first public park – Dunville Park on the Falls Road – and even founded a football club, Distillery FC, which we are proud to still have links with today.

“Dunville’s legacy can be found throughout Belfast. This is our whiskey and our city, so we are proud to celebrate Belfast Whiskey Week by unveiling the latest release from our Single Cask Series, which showcases the very best whiskeys from the Dunville’s warehouses.

“When we revived the Dunville’s Whiskey brand in 2012 we did so with the promise not to compromise in our desire to produce the finest whiskeys conceivable. The Single Cask Series is the embodiment of that ethos and has been very well received within the Irish Whiskey community. We hope PX Cask 1326 will be met with the same enthusiasm.

“We firmly believe this release, and those to follow in the coming months, will further enhance Dunville’s reputation and help us put this city and The Spirit of Belfast firmly back on the world whiskey map.”

For more information visit www.dunvilleswhiskey.com

PR: Teeling Whiskey veröffentlicht äußerst seltenen 37 Year Old Single Malt

In der Vintage Reserve Collection der in Dublin beheimateten Teeling Whiskey Company erscheint eine der ältesten Abfüllungen von Irish Single Malt, die jemals auf den Markt gebracht wurden. Der Teeling Whiskey 37 Year Old Single Malt wurde 1983 destilliert und reifte ausschließlich in einem Ex-Bourbon-Fass. Er wurde danach mit 41,3 % Vol. direkt aus dem Fass von Hand abgefüllt. Der Dekanter wurde per Hand mit einer Goldfüllung dekoriert und kommt einer handgefertigten Geschenkbox. Teeling Whiskey 37 Year-Old Single Malt ist 175 Flaschen limitiert und zunächst in der Teeling Whisky Distillery zu einem Preis von 7.000 € pro 70 cl erhältlich. Danach wird er an einige wenige ausgewählte Partner im In- und Ausland ausgeliefert. Jede Flasche ist einzeln nummeriert und verfügt über ein eigenes Echtheitszertifikat und eine Einladung, für eine ganz besondere Verkostung die Teeling Whiskey Distillery zu besuchen.

Die Teeling Vintage Reserve Collection besteht aus sehr limitierten Veröffentlichungen seltener und alter irischer Single Malt Whiskys. Die Vintage Reserve Collection enthält einige der ältesten irischen Single Malt Whiskeys, die jemals in Flaschen abgefüllt wurden. Frühere Releases in dieser Kollektion waren die 30-jährige und 33-jährigen Abfüllung. Die aktuelle Version ist die älteste und seltenste Abfüllung, die es bisher gab. Alles Weitere zu zum Teeling 37 Year Old Single Malt finden Sie in der folgenden englischsprachigen Presseaussendung:


Teeling Whiskey Release Extremely Rare 37 Year Old Single Malt

The Oldest Limited Release in the Award Winning Vintage Reserve Collection to Date

Teeling Whiskey has released the oldest in its award winning limited release Vintage Reserve Collection – the Teeling 37-Year-Old Irish Single Malt. The 37-Year-Old release, which is limited to just 175 bottles, is one of the oldest bottlings of Irish Single Malt ever released, making it one of the world’s most exclusive Irish whiskeys.

The Teeling Vintage Reserve Collection consists of very limited releases of rare and old Irish Single Malt whiskeys. Containing some of the oldest Single Malt Irish whiskey ever bottled, the Vintage Reserve Collection allows you to savour and appreciate vintage Irish whiskey at its finest. Previous releases have included the 30-Year-Old and 33-Year-Old bottlings with the current release being the oldest and rarest bottling to date.

The latest release in this collection, the Teeling 37-Year-Old Single Malt was distilled in 1983 and matured exclusively in an ex-Bourbon cask for over 37 years before being hand bottled in a new style decanter at 41.3% straight out of the cask. Each decanter has been hand decorated with gold infill along with a handcrafted super premium gift box. This historic bottling of Irish Whiskey produces a truly unique taste experience, from its complex floral nose to its deep layered flavours as a result of its 37-Year journey and a long luxurious finish without being over oaked.

Each bottle is individually numbered and comes with its own unique certificate of authenticity and invitation to come to the Teeling Whiskey Distillery for a very special tasting. The Teeling 37-Year-Old Single Malt is truly a unique Irish whiskey whose rarity is matched by its distinctive character and flavour creating a piece of Irish whiskey history that is a joy to savour.

Jack Teeling, founder of the Teeling Whiskey Company, commented,

“We are extremely proud and lucky to be able to release some of the oldest ever bottlings of Irish Single Malt with our Vintage Reserve Collection. This very limited release of 37-Year-Old Irish Single Malt is truly a piece of Irish Whiskey history and amazingly for a whiskey of this age it is not over oaked but has a beautiful balanced taste profile. There is nothing else like these Irish Single Malts on the market and each one represents a rare piece of Irish whiskey history in each bottle.”

The Teeling 37-Year-Old Single Malt will be available initially in the Teeling Whiskey Distillery retailing at €7,000 per 70cl before being rolled out to a very select few partners domestically and internationally.

SWA aktualisiert ihren Marketing-Verhaltenskodex

The Scotch Whiskey Association (SWA), die Interessenvertretung der schottischen Whiskyindustrie, hat die 4. Ausgabe ihres Verhaltenskodex für verantwortungsbewusstes Marketing und Werbung für Scotch Whisky veröffentlicht. Ihren Kodex aktualisiert die SWA in regelmäßigen Abständen, um mit den Veränderungen in Marketing und Gesellschaft Schritt zu halten, wie sie auf ihrer Website schreibt.

Zu den wichtigsten Änderungen an den Code-Regeln gehören:

  • Marketingmitteilungen können nicht behaupten oder vorschlagen, dass das Trinken von Alkohol die Stimmung oder das Verhalten einer Person verändert
  • Marketing- oder Werbemaßnahmen sollten nicht darauf hinweisen, dass der Erfolg einer Veranstaltung oder eines Anlasses vom Alkoholkonsum abhängt
  • Marketingkommunikation sollte keine schweren oder weit verbreiteten Straftaten (serious or widespread offence) herbeiführen

Karen Betts, Geschäftsführerin der SWA, sagt anlässlich der Überarbeitund dieses Kodexes:

„Unsere Branche nimmt ihr Engagement für eine verantwortungsvolle Vermarktung ihrer Produkte sehr ernst und unsere Mitgliedsunternehmen sind sich ihrer Verpflichtungen gemäß dem SWA-Kodex voll bewusst, da sie Scotch Whisky auf unseren nationalen und internationalen Märkten bewerben.“

Den neuen, 32 Seiten umfassenden Kodex finden Sie auf der Website der Scotch Whiskey Association.

Angel’s Envy veröffentlicht Bourbon mit Mizunara-Fass Finish

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Das sogenannten Finishen, also das Nachreifen des Whiskeys in weiteren Fässern, war in den USA lange nicht gängige Praxis. Viele der neu entstandenen und jungen Destillerie sind bei diesem Thema deutlich unkonventioneller und experimentierfreudiger. Angel’s Envy, 2010 gegründet von Lincoln Henderson und seinem Sohn Wes als handwerkliche Produzenten von Bourbon, stellten bisher bereits verschiedene ihrer Finishs vor. Neben Bourbon mit einem Port, Rum, Sherry und Tawney Port Finish veröffentlicht Angel’s Envy nun auch ihren Bourbon mit Mizunara-Fass Finish.

Dieser neue Whiskey ist ein Blend aus einem vierjährigen und einem neunjährigen Angel’s Envy Bourbon. Er durfte danach noch zwei Jahre zusammen in handverlesenen und neu ausgekohlten japanischen Mizunara-Eichenfässern nachreifen. Angel’s Envy Kentucky Straight Bourbon Whiskey Finished In Japanese Mizunara Oak Casks wird am 19. August veröffentlicht. Mitglieder des 500 Main Fanclubs der Brennerei haben ein Vorkaufsrecht. Ab September wird diese Abfüllung dann auch in der Brennerei so wie bei einigen Händler in Kentucky erhältlich sein. Es ist geplant, insgesamt 1.200 Flaschen mit einem Alkoholgehalt von 97,8 Proof (48,9 % Vol.) abzufüllen. Der Preis einer 750 ml Flasche wird bei 350 $ (knapp 300 €) liegen.

Am 19. August 2010 füllten Lincoln Henderson und seinem Sohn Wes ihr erstes Port-Fass mit Bourbon, aus dem dann Angel’s Envy wurde. Lincoln Henderson verstarb leider drei Jahre später. Mit dieser neuen Abfüllung wollte Angel’s Envy sich etwas Besonders veröffentlichen und damit, so sein Sohn Wes, „das unglaubliche Erbe meines Vaters ehren, wie weit Angels Envy gekommen ist und unsere aufregende Zukunft, die vor uns liegt.“

Lincoln Henderson