Der sogenannte Sekundärmarkt, also der Handel mit alten und älteren Abfüllungen, ist mittlerweile ein bedeutender und wichtiger Teil des Gesamt-Whisky-Marktes geworden. Und wie bei vielen anderen Bereichen, in denen eine Menge Geld mit und durch Fälschungen verdient werden kann, ist auch der Whisky-Sekundärmarkt hiervon betroffen. Im Dezember 2018 führte das Scottish Universities Environmental Research Centre (SUERC) in East-Kilbride im Auftrag des Medienunternehmens BBC einen Test solcher antiken Whisky durch – mit einem verheerenden Ergebnis. Von den 55 Flaschen alten schottischen Single Malts waren 21 Fälschungen (wir berichteten).
Das Alter der in den Flaschen enthaltenen Flüssigkeiten wurde mit Methoden der Radiokarbondatierung gemessen. „Dabei wird das Verhältnis verschiedener Kohlenstoff-Isotope gemessen“, lesen wir im heutigen Artikel von Der Standard. Dieser verweist auf den Fachbeitrag „Using Carbon Isotopes to Fight the Rise in Fraudulent Whisky“, der auf der Website der Universität von Cambridge im Wissenschaftsjournal „Radiocarbon“ veröffentlicht ist. Eine spannende Lektüre für alle, die ganz genau wissen möchte, wie das Alter eines Whisky bestimmt werden kann. Hilfreich ist hier zu wissen, was Protonen, Neutronen und Nukleonen sind, und was ein Kohlenstoffisotop ausmacht.
Der französische Spirituosengigant Pernod Ricard präsentiert heute seine Umsatzahlen für die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2019/20. Insgesamt lief das Geschäft mit Spirituosen in dieser Zeit besser als erwartet, der Umsatz stieg um 5,6 %, wie der Konzern in seiner Pressemitteilung schreibt.
Auch im Scotch-Portfolio verzeichnet Pernod Ricard Zuwächse, weiß The Scotsman zu berichten:
Bei Chivas gab es einen Rückgang von 2 Prozent, hier glich das starke Wachstum in Osteuropa die Rückgänge in China aus.
The Glenlivet verzeichnete einen Wachstum von 15 Prozent. Starke Leistungen in den USA, China, Russland, Indien, Taiwan und Japan sind hierfür verantwortlich.
Für Ballantine’s notiert der Konzern ein Umsatzplus von 5 %. Ein schwächeres Ergebnis aus Japan gleichen hier ein zweistelliges Wachstum in Osteuropa, Brasilien und Indien aus.
Royal Salute legte um 17 Prozent zu, hierfür ist vor allem der asiatische Markt für verantwortlich.
Apropos Asien: Trotz des Corona-Viruses, bei dem das Ausmaß und die Dauer noch nicht vorher gesagt werden können, ist Pernod Ricard bei seinen Umsätzen der zweiten Jahreshälfte zuversichtlich. Die Erwartungen werden allerdings etwas geringer formuliert, die Prognose für das organische Gewinnwachstum liegt für das Gesamtjahr zwischen 2 und 4 %.
Der Meininger Verlag, in diesem Jahr erstmals Veranstalter der Finest Spirits, blickt auf eine erfolgreiche Premieren-Veranstaltung zurück. Dies teilt das Medienunternehmen in seiner Presseaussendung mit, die wir hier mit Ihnen teilen. Und auch der Termin für die nächste FINEST SPIRITS steht bereits fest, 2021 wird die Spirituosenmesse vom 5. bis 7. Februar stattfinden, erneut im MVG Museum in München.
Besucherplus für das Edelspirituosen-Festival FINEST SPIRITS 2020
Rund 9.600 Besucher kamen zur diesjährigen FINEST SPIRITS und damit mehr als im Vorjahr. Spirituosenliebhaber, Bartender, Gastronomen und Fachhändler entdeckten und verkosteten hochwertige Spirituosen. Nach Rückmeldung der Aussteller war in diesem Jahr auch der Anteil der Fachbesucher deutlich erhöht. Mehr als 120 Aussteller hatten in den drei Tagen ihre Premium-Produkte präsentiert. Damit war die FINEST SPIRITS auch ausgebucht. Die FINEST SPIRITS, die vom 7. bis 9. Februar im MVG Museum stattfand, wurde 2020 erstmals vom Medienunternehmen Meininger Verlag veranstaltet.
Inhaltlich stand in diesem Jahr der Single Malt im Mittelpunkt des größten Festivals für hochwertige Spirituosen in Europa. Er konnte an verschiedenen Ständen und an der FINEST SPIRITS Bar verkostet werden. Wer mehr über das Kultgetränk erfahren wollte, konnte Masterclasses zu diesem und anderen Themen besuchen.
Der Termin für die nächste FINEST SPIRITS steht bereits fest: 5. bis 7. Februar 2021. Veranstaltungsort ist wieder das MVG Museum in München.
Irische Whiskeys, die offen über ihre Herkunft und Zusammensetzung Auskunft geben – das ist jene Transparenz, die die fortschrittlichen Destillerien und Bonder auf ihre Fahnen schreiben. Zu ihnen gehört The Chapel Gate Irish Whiskey Company – im Vertrieb von Irish-whiskeys.de. Mit dem neuen J. J. Corry The Gael Batch 2, der ab sofort in Deutschland erhältlich ist, geht man den eingeschlagenen Weg weiter.
Alle Infos zur neuen Abfüllung können Sie hier nachlesen:
J. J. Corry The Gael Batch 2
J.J. Corry, The Gael Batch 2 ist ein blended Irish Whiskey und besteht aus: 4 % 28 Jahre gereiften Single Malt ex Sherry Hogshead, 30 % 13 Jahre gereiften Single Malt, 26 % 17 Jahre gereiften Single Malt und die letzten 40 % aus 9 Jahre gereiften Single Grain Whiskey.
J.J. Corry The Gael ist abgefüllt mit 46 %, ist nicht kühlgefiltert und kein Farbstoff wurde hinzugefügt. Für die zweite Batch wurden 2600 Flaschen abgefüllt.
The Gael
The Gael ist nach einem Fahrrad benannt, dass der Whiskey Bonder J.J. Corry in den 1890ern erfunden hat. J.J. Corry wurde in der Gemeinde Cooraclare geboren, wo der Firmensitz von The Chapel Gate nun ist. Hier hat er Whiskey gebondet und geblendet in seinem Shop und Pub in der 63 Henry Street, Kilrush von den 1890ern an bis zu seinem Tod 1932.
Whiskey Bonding
The Chapel Gate Irish Whiskey Company ist Irland’s einziger Whiskey Bonder und sie reifen derzeit ihren Whiskey im Rackhouse einem Warehouse auf der McGuane Family Farm in Cooraclare, County Clare, Irland. Irish Whiskey Bonding beschäftigt sich damit Whiskey von anderen Destillerien auszusuchen und dann außerhalb der Destillerie reifen zu lassen und zum Schluss den Whiskey zu finishen oder zu blenden, um einen einzigartigen unverwechselbaren Whiskey zu kreiieren,
Whiskey Bonding war früher ein üblicher Weg, um Whiskey in Irland herzustellen und Bonder waren oft Schankwirte und Einzelhändler in kleinen Städten für die Einheimischen. Diese Vorgehensweise starb im frühen 20. Jahrhundert aus, als die Irish Whiskey Industrie kollabierte. Whisky Bonder wurden nicht mehr beliefert, da die bestehenden Destillerien nun voll und ganz den Markt kontrollieren wollten und Bonder nicht mehr beliefert wurden.
J.J. Corry The Gael TASTING NOTES
J.J. Corry, The Gael ist ein klassischer Irish whiskey mit viel hellen Fruchtnoten, wie Pfirsich, Aprikose und Nektarine, daneben gesellen sich frische Zitrusnoten, florale Noten und rosa Pfefferkörner.
Preis: 59,90 € inkl. 19 % MwSt, zzgl. Versand, 1 l = 119,80 €, erhältlich z.B. im Webshop von irish-whiskeys.de
Vor über zwei Wochen waren es noch Befürchtungen, nun ist der negative Einfluss des Coronavirus (der offizielle Name ist nun COVID-19) auf den Travel Retail deutlich geworden: Wie die Tax Free World Association (TFWA) heute sagte, dass man die Auswirkungen bereits spüre und man mit den Duty Free Händlern und den Produzenten eng zusammenarbeiten werde, um sie zu unterstützen.
Man sehe die Reisebeschränkungen als wichtigen Schritt im Kampf gegen die Ausbreitung der Krankheit und unterstütze sie aus ganzem Herzen, und obwohl sie wirtschaftlich kurzfristig sehr schmerzhaft wären, seien sie dennoch alternativlos, auch in Hinblick auf eine längerfristige Perspektive der Industrie.
Man sei sich sicher, wenn die 450 Millionen reisenden chinesischen Staatsbürger ihre Reisetätigkeit wieder aufnehmen werden, was sie sicher tun würden, es wieder zu dem schon bisher beobachteten Wachstum in der Branche kommen würde.
Man sehe den asiatischen Markt als in der Substanz kräftig an, er habe sich von früheren Rückschlägen wie die SARS-Krise oder den globalen Finanzcrash 2008/2009 immer wieder schnell erholt.
Die für den 10. bis 14. Mai geplante TFWA Asia Pacific Exhibition and Conference werde seitens der Tax Free World Association weiter wie bisher vorbereitet. Sie ist ein wichtiger Treffpunkt zwischen Industrie und Handel.
Für die Whiskyindustrie ist Travel Retail ein wichtiger Absatzkanal, der die Umsatzentwicklung für die Brennereien und Konzerne deutlich mit beeinflusst.
Es ist immer schön zu sehen, wenn auch deutscher Whisky international wahrgenommen wird. Jetzt hat sich sogar ein Artikel in der altehrwürdigen New York Times (gratis Account zum Lesen benötigt)dem Thema deutscher Whisky gewidmet.
Unter dem Titel „5 Stops on Germany’s Whiskey Trail“ (die Schreibweise ist der Herkunft der Zeitung geschuldet) wirdt man einen Blick auf einige der mehr als 250 deutschen Whiskybrennereien – und merkt an, dass es fast doppelt so viele wie in Schottland seien. Weiters anerkennt man im Artikel den Einfluss, den Deutschland auch auf amerikanischen Whiskey hatte (nicht wenige der ersten im Whiskeybusiness tätigen Personen waren aus Deutschland ausgewandert).
Fünf Brennereien widmet man sich im Artikel näher:
Slyrs
Elch Whisky
Hinricus Noyte’s Spirituosen
Spreewood Distillers und
Weinkellerei Steinhauser
und in der Tat, überall dort wird deutscher Whisky gebrannt. Natürlich sind im Beitrag der Zeitung zu jeder Brennerei nähere Informationen zu finden – und insgesamt schickt er damit durch die Auswahl der Brennereien vielleicht auch „Einheimische“ auf eine interessante Entdeckungsreise in whiskybezogenes Neuland…
Wie angekündigt, haben wir nun auch vom deutschen Importeur Schlumberger eine Presseinfo zu den Whiskeys von Heaven Door’s Spirits, die in Zusammenarbeit mit Bob Dylan entstanden und nun auch in Deutschland erhältlich sind, übermittelt bekommen. In ihr geht man auch näher auf die einzelnen Abfüllungen ein und gibt Einblicke in das Projekt der eigenen Brennerei, die in Memphis Tennessee geplant ist.
Weitere Infos können Sie auch aus unserem Videointerview mit Brand Ambassador Ronan Gillespie erhalten, das Sie hier finden.
Bei Schlumberger spielt die Musik
Meckenheimer Vertriebsgesellschaft hat ihr Sortiment um die Whiskey-Linie Heaven’s Door erweitert
Meckenheim, im Februar 2020. Sowohl für alle Bob Dylan Fans als auch für WhiskeyLiebhaber ein echtes Highlight: die Whiskey-Linie Heaven’s Door, die die amerikanische Musiklegende gemeinsam mit Masterblender Ryan Perry von Spirits Investment Partners kreierte und im Mai 2018 auf den Markt brachte. Seit Dezember 2019 wird diese besondere Kollektion, bestehend aus einem Straight Rye, einem Straight Bourbon und einem Double Barrel Whiskey, in Deutschland von der Schlumberger Vertriebsgesellschaft distribuiert.
Ob im Wein- und Schaumweinsegment oder im Spirituosen-Bereich – Schlumberger arbeitet kontinuierlich an einer Weiterentwicklung seines Portfolios, um seinen Kunden ein breites und hochwertiges Sortiment anbieten zu können. Zu seinen letzten großen Neuzugängen gehört Heaven’s Door, die preisgekrönte Kollektion handgefertigter amerikanischer Whiskeys, die in Zusammenarbeit mit Bob Dylan entwickelt wurde. Als perfekte Mischung aus Kunst und Handwerk zieren jede Flasche Dylans unverwechselbare, geschweißte Eisentore, die er in seinem Metallbearbeitungsstudio, dem „Black Buffalo Ironworks“, hergestellt hat.
„Aufgrund der hohen Nachfrage nach amerikanischen Whiskeys freuen wir uns sehr, dass nun ein weiterer Rye Whisky sowie zwei sehr gelungene Qualitäten mit Charakter unserer Spezialitäten-Portfolio ergänzen“, so Rudolf Knickenberg, CEO der Schlumberger Vertriebsgesellschaft. „Die Akzeptanz ist groß und die ersten Erfolge sind mehr als vielversprechend.“
Die Heaven’s Door Linie im Überblick:
Heaven’s Door Straight Rye Whisky, 43 % vol.
Abseits aller Konvention finished Heaven’s Door seinen Straight Rye Whisky in gerösteten Zigarrenfässern aus Eichenholz, welches in der tief gelegenen Bergregion der Vogesen, Frankreich, geschlagen und luftgetrocknet wird. Diese spezielle, einmalige Veredelung führt zu einem geschmeidigeren, zugänglicheren Roggen mit Noten von Orangenschale, Koriander und Gewürzen
Heaven’s Door Tennessee Straight Bourbon, 42 % vol.
Der Heaven’s Door Tennessee Bourbon ist eine einzigartige Maische-Rezeptur aus Tennessee und verwendet 30 % „kleine Körner“, um den Charakter zu ergänzen, den man durch jahrelange Lagerung in neuen amerikanischen Eichenfässern erhalten hat. Das Ergebnis ist geschmeidig und anhaltend mit Noten von Vanille und gebackenem Brot über einem Bett aus geröstetem Eichenholz.
Heaven’s Door Double Barrel, 50 % vol.
Das Heaven’s Door Double Barrel-Finishing besteht aus einer einzigartigen Mischung aus drei verschiedenen Whiskysorten und verwendet handgeröstete, neue amerikanische Eichenfässer für eine sekundäre Reifung, die ein weiteres Jahr Wartezeit verdient. Double Barrels High Proof harmoniert perfekt mit der Komplexität seines Geschmacks und den Noten von Karamell, Eiche, Zitrusfrüchten und Gewürzen.
Eröffnung der Heaven’s Door Distillery mit angeschlossenem Kunstcenter
Nach der Markteinführung im Jahr 2018 und dem 50. Jahrestag der Veröffentlichung des Dylan Albums „Nashville Skyline“ im April 2019, den Heaven’s Door™ Spirits kräftig feierte, folgt in diesem Jahr das nächste Highlight zur Positionierung der Marke. So erwartet Whiskey- und Kunstliebhaber im Herbst 2021 in der Innenstadt von Nashville die Eröffnung der Heaven’s Door Distillery mit angeschlossenem Kunstcenter. Das neue Zentrum wird die Heaven’s DoorBrennerei mit Führungen, einer Whisky-Bibliothek, einem Restaurant und einem 360-PlätzeLive-Performance-Ort umfassen, die alle Teil eines Renovierungsprojekts der 160 Jahre alten Elm Street Church sind, in der auch Stücke von Dylans Gemälden und einzigartigen Metallarbeiten ausgestellt werden sollen.
„Nashville ist das natürliche Zuhause für die Heaven’s Door Destillerie und die Elm Street Church ist ein passendes Zuhause für Dylans visuelle Kunstwerke. Wir verbrachten Jahre mit der Suche nach einer Immobilie, die die Essenz der Marke Heaven’s Door wirklich einfängt, und als wir schließlich die entweihte Kirche in SoBro fanden, wussten wir sofort, dass sie das perfekte physische und spirituelle Zentrum für die Marke und Bobs Kunst sein würde“,
Schon gestern haben wir darüber berichtet, dass Bob Dylan’s Whiskey-Eigenmarke „Heaven’s Door“ von Schlumberger nach Deutschland gebracht wird. Insgesamt drei Whiskeys werden importiert: der Tennessee Straight Bourbon (42% vol., 700ml), der Double Barrel Whiskey (50% vol., 700ml) und der Straight Rye Whiskey, der in Cigar barrels aus Vosges in Frankreich gefinisht wurde (43% vol., 700ml).
Am Stand von Schlumberger auf der diesjährigen Finest Spirits in München war auch Ronan Gillespie, der Brand Ambassador von Heaven’s Door Spirits, anwesend – und wir haben uns die Gelegenheit zu einem Gespräch natürlich nicht entgehen lassen. Wir wollten von ihm wissen, in welcher Art die Zusammenarbeit mit Bob Dylan gestaltet war, was das Design der Flaschen mit Dylan zu tun hat und was die Marke in Deutschland und in Memphis, Tennessee, plant. Das fünfminütige Interview finden Sie obenstehend oder auf Youtube.
34 Jahre liegen zwischen der Destillation der beiden Whiskys aus der Speyside-Brennerei Longmorn, die Serge Valentin heute verkostet.
Kandidat Nummer 1 ist ein Claxton’s, der im Jahr 2008 destilliert wurde und 2019 abgefüllt wurde – der zehn Jahre alte Whisky wird gut bewertet. Der zweite Kandidat stammt von Gordon & MacPhail, wurde 1974 destilliert und 2007 abgefüllt. Hier zeigt sich Serge begeistert.
Die Zusammenfassung der Verkostung (Details hinter unserem Link):
Longmorn 10 yo 2008/2019 (52.8%, Claxton’s, bourbon, cask # 1960-1223, 275 bottles): 82 Punkte
Longmorn 33 yo 1974/2007 (43.7%, Gordon & MacPhail for David Le Cornu, sherry butt, cask #007685): 91 Punkte
Mit 4,91 Milliarden Pfund sind die Exportumsätze von schottischem Whisky auch im Vorjahr deutlich gewachsen, nämlich um 4,4%. Dies hat die SWA, die Scotch Whisky Association, heute in einer Aussendung bekannt gegeben.
Dieses Wachstum entstand trotz der doch etwas ungünstigeren Rahmenbedingungen, die schottischer Whisky im Jahr 2019 vorfand. Die Unsicherheit beim Brexit und der Zollstreit mit den USA sorgten eigentlich für unruhiges Fahrasser. Darum sind die größten Zuwächse auch in den Regionen zu finden, die von diesen beiden Problemen nicht tangiert wurden: Asien (+9,8%) und Afrika (+11,3%).
Wie sieht es nun im Hauptexportmarkt, also den USA aus? Nun, in den USA gab es 2019 ein wertmäßiges Wachstum um 2,7%, allerdings fiel das Volumen der Exporte auf 127 Millionen Flaschen zu je 0,7l, also um deutliche 7%. Besonders deutlich war der Rückgang des Exportvolumens im 4.Quartal – hier betrug er satte 25%.
Die SWA wird nun bei der britischen Regierung um Hilfe ansuchen, um die sich doch abzeichnende schwierige Lage durch ein Unterstützungspaket für die Brennereien, das auch Steuererleichterungen enthalten soll, etwas abzufedern. Man argumentiert, dass mit einem Rückgang der Exporte bei Scotch 20% des Exports von Lebensmitteln und Getränken aus Großbritannien betroffen wäre.
Gute Nachrichten für Freunde von amerikanischen Whiskey und Bob Dylan: Bob Dylan’s Eigenmarke, Heaven’s DoorSpirits, wird auch in Deutschland erhältlich sein. Eine internationale Presseaussendung kündigt an, dass die Marke in Deutschland von Schlumberger GmbH & Co KG vertrieben wird – und tatsächlich konnten wir die Abfüllungen bereits am Stand von Schlumberger bei der Finest Spirits in München erblicken.
Hier stand einmal die englischsprachige Pressemitteilung von Heaven’s Door Spirits, LLC, nun haben wir den Text auch auf Deutsch erhalten, eine offizielle PR vom deutschen Importeur wird wohl noch folgen:
Bob Dylans gefeierte Whiskey-Sammlung, Heaven’s Door Spirits™, kündigte Expansion in Europa an
Die neue amerikanische Super-Premium-Whiskey-Marke Nr. 1* ist jetzt in Großbritannien, Deutschland und darüber hinaus erhältlich.
NASHVILLE, Tennessee, 12. Februar 2020 /PRNewswire/ — Heaven’s Door, eine von Bob Dylan und Spirits Investment Partners kreierte Sammlung amerikanischer Whiskeys, weitet ihre globale Präsenz auf Großbritannien und Deutschland aus. Heaven’s Door wurde 2018 in den USA eingeführt, ist seit seiner Gründung weltweit vielgepriesen und hat bei den wichtigsten Spirituosenwettbewerben höchste Auszeichnungen erhalten, unter anderem beim Londoner Spirituosenwettbewerb 2019, bei dem der Heaven’s Door-Doppelfasswhiskey als „Whisky of The Year“, „Spirit of The Year by Quality“, „Spirit of The Year by Value“ und „Best in Show“ ausgezeichnet wurde.
Angesichts der ständig steigenden Nachfrage von Verbrauchern und Einzelhändlern, insbesondere Dylans etablierter Fangemeinde in Übersee, freut sich Heaven’s Door darauf, nun mit seinem ersten Trio amerikanischer Whiskeys den europäischen Markt zu erschließen.
„Dies ist ein aufregender Meilenstein für uns, wenn wir Heaven’s Door nach Großbritannien und Deutschland bringen, wo Bob Dylan vor mehr als 55 Jahren seine erste Europa-Tournee überhaupt startete“,
so Marc Bushala, CEO von Heaven’s Door Spirits.
Vor zwei Jahren erstmals mit großem Erfolg eingeführt und in dieser kurzen Zeit mit mehr als 35 globalen Auszeichnungen bedacht, steht Heaven’s Door für die perfekte Verschmelzung von Kunst und Handwerk. Das internationale Produktportfolio von Heaven’s Door umfasst einen Tennessee Straight Bourbon (84 Proof, 700 ml), einen Double Barrel Whiskey (100 Proof, 700 ml) und einen Straight Rye Whiskey, der in Zigarrenfässern aus den Vogesen in Frankreich gereift ist (86 Proof, 700 ml). Jede Flasche zeigt Designelemente von Bob Dylans einzigartigen Eisenskulpturen.
Das Heaven’s Door-Produktportfolio ist jetzt auch in Großbritannien, Deutschland und in Kanada erhältlich (750 ml).
Heaven’s Door wird in Großbritannien und Irland von der DRINKSOLOGY Group und in Deutschland von der Schlumberger GmbH & Co KG vertrieben.
Zwei Neuheiten können wir von Kirsch Import vermelden – und beide neuen Whiskys kommen mit torfigem Charakter daher: Ein neuer Ballechin 2009/2019 Sherry Cask Matured ist eine Exklusivabfüllung für Kirsch Import und wurde mit 46% vol. abgefüllt. Neuheit Nummer 2 ist der Amrut Greedy Angels 10 y.o. – Peated Rum Finish, der in einem edlen Dekander verkauft wird. Beide Neuheiten sollten in den nächsten Tagen bei Ihrem Händler verfügbar sein, der Ihnen auch Auskunft über den Preis geben kann.
Hier die Angaben von Kirsch Import zu den beiden Abfüllungen, zum Amrut auch die offiziellen Tasting Notes:
Ballechin 2009/2019 Sherry Cask Matured
Die regelmäßig erscheinenden Edradour Abfüllungen der Signatory Un-Chillfiltered Collection erfreuen sich großer Beliebtheit bei Whiskygenießern hier zu Lande. Das es da noch kein Pendant mit dem rauchigen Bruder Ballechin gibt ist eigentlich verwunderlich…
Das dachten wir uns auch und haben prompt ein Fass ausgesucht, dass uns als würdiger Vertreter des rauchigen Edradours angemessen erscheint. Für die Produktion des Ballechin Whiskys wird ausschließlich getorftes Malz verwendet, das eine Rauchigkeit von mindestens 50 ppm Phenolanteil enthält.
Der Ballechin reifte von Oktober 2009 bis April 2019 in einem Sherryfass mit der Nummer 340. Wie üblich für die Un-Chillfiltered Collection wurde auch dieser Whisky mit 46% Volumen abgefüllt, so dass das Fass einen Outturn von 867 Flaschen ergab.
Ballechin 2009/2019 – Sherry Cask Matured Signatory Un-Chillfiltered for Kirsch
9 Jahre Dest. 16.10.2009 Abgef. 15.04.2019 Gereift im Sherryfass 867 Flaschen Fassnr. 340 46,0 % Vol. Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Amrut Greedy Angels 10 y.o. – Peated Rum Finish
Gegründet im Jahr 1948 von J.N. Radhakrishna, waren die Amrut Distilleries in ihrer Anfangszeit einer der größten Zulieferer für „Indian made Liquor“ an das indische Militär. Nach dem frühzeitigen Tod Radhakrishnas übernahm sein Sohn das Unternehmen – und baute Amrut zu einer weltweit respektierten und nachgefragten Marke auf.
Neben seinen ungetorften Whiskys aus indischer Gerste produziert Amrut auch Single Malt aus getorftem Malz, das aus Schottland kommt. Für ein natürliches Aroma wird das Getreide bei Amrut ausschließlich in kleinen Chargen gemaischt. Die Reifung erfolgt unter tropischen Bedingungen – rund 900 Meter über dem Meeresspiegel in Bangalore. Amrut Single Malt Whiskys werden allesamt weder kühlfiltriert noch gefärbt.
Was für die Schotten und meisten europäischen Destillerien kein Problem darstellt und häufig als Standardabfüllung gilt, ist bei Amrut etwas wirklich Besonderes: Amrut 10 years Old Chairman’s Reserve Peated Rum Finish
Durch die hohe Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit gestaltet sich die Reifung in Indien etwas schwieriger als in unseren Klimazonen. Während in Schottland der Angel Share bei ca. 1-2% liegt, haben die Inder mit Verlusten von 10-12% zu kämpfen. Man kann sich also vorstellen, dass man bei 10-jähriger Reifung in bereits gut geleerte Fässer schaut – und das nicht, weil die Mitarbeiter bei Amrut so durstig sind. Der Name „Greedy Angels“ kommt nicht von ungefähr…
Amrut Greedy Angels 10 y.o. – Peated Rum Finish
10 y.o. Abgefüllt 2019 Edler Dekanter mit Stopfen 57,1 % Vol. Nicht gefärbt Nicht kühlfiltriert
Tasting Notes
Der erste Eindruck in der Nase ist geprägt durch intensive Holzaromen und Noten von geröstetem Brot, die den Torfrauch perfekt auffangen. Eine süßliche Würze und etwas Marmelade öffnen sich, dazu feine Noten von Kirschen, Kakaobohnen und Vanille. Am Gaumen spürt man die Einflüsse des Rumfasses: Butterscotch Karamell und kaniderte Zitrusfrüchte fluten den Mund. Anschließend folgt eine beeindruckende Dichte an Aromen wie Kakao, mazerierte Früchte, Kampfer und eine subtile florale Note. Im Finish prescht der Rauch wieder vorwärts und zeigt sich als aschige Note. Belgeitet wird dieser von einer feinen Süße aus Gebäck, Gewürzen und einem Hauch Vanille.
Die nördlichste Festlanddestillerie Schottlands, Wolfburn, gibt es nun seit sieben Jahren – und seit dem ersten dreijährigen Whisky bringt sie immer wieder neue Abfüllungen auf den Markt, alle im typischen Stil der Brennerei, aber auch alle verschieden genug, um jedes Mal wieder interessant zu sein.
Die neueste Abfüllung ist der Wolfburn 155 Small Batch, ein fünfeinhalb Jahre alter Wolfburn, der für fünf Jahre im first-fill ex-bourbon barrel gelagert wurde und danach für sechs Monate ein Finish in Port Casks erhielt und durch seine Fruchtigkeit besticht. Über diesen Whisky, aber auch über den Spirit bei Wolfburn und die Wichtigkeit der eigenen Quelle dort, haben wir mit Brand Ambassador Mark Westmorland im Rahmen der Finest Spirits 2020 in München am Stand von Alba Import gesprochen. Das knapp fünf Minuten lange Interview können Sie hier obenstehend und auf Youtube sehen. Wir wünsche viel Vergnügen dabei.
Suchen Sie noch eine Anregung für Ihre nächste Schottlandreise? Oder gar überhaupt noch einen Grund dafür? Dann können wir Ihnen einen Artikel auf Scotsman Food & Drink ans Herz legen, in dem Autor Sean Murphy die seiner Meinung nach interessantesten Touren bei neuen Brennereien ans Herz legt. Aufgelistet sind das folgende:
Clydeside Distillery (Glasgow)
Borders Distillery (Hawick)
Holyrood Distillery (Edinburgh)
Kingsbarns Distillery (Fife)
Lindores Abbey Distillery (Fife)
Raasay Distillery (Isle of Raasay)
Isle of Harris Distillery (Isle of Harris)
Lagg Distillery (Isle of Arran)
Ardnahoe Distillery (Islay)
Ballindaloch Distillery (Speyside)
Zu jeder dieser Brennereien gibt es eine kurze Beschreibung, die Adresse und Infos über Touren, sodass man sich mit dem Artikel einen schnellen Überblick über die jeweiligen Möglichkeiten vor Ort verschaffen kann.
Als „Bonus“ ist übrigens auch die neue Macallan Distillery angeführt, die mit ihrer gigantischen Anlage absolut beeindrucken kann.