Duncan Taylor könnte im Namensstreit um „Loch Ness“ Berufung einlegen

Vor Weihnachten haben wir darüber berichtet, dass der unabhängige Abfüller Duncan Taylor vor Gericht einen Streit um die Namensrechte für einen „Loch Ness“-Whisky verloren hat. Kurz zusammengefasst: Duncan Taylor berief sich darauf, seit 2008 die Rechte darauf über eine Tochtergesellschaft, The Original Loch Ness Whisky Company Limited, zu besitzen und verklagte die Loch Ness Spirits Limited, auf Unterlassung.

Loch Ness

Das Gericht konnte der Argumentation des unabhängigen Abfüllers nicht folgen und wies die Klage nach zwei Jahren Rechtsstreit zurück. Die kleine Firma in Dores an den Ufern des Loch Ness darf also auch weiterhin ihre Produkte (Gin, Wodka und zukünftig auch Whisky) mit dem Begriff Loch Ness bewerben – zumindest vorläufig, denn Duncan Taylor hat angekündigt, in der Angelegenheit in Berufung zu gehen.

Loch Ness

Das geht aus einem Artikel in The Inverness Courier hervor, der sich mit dem Fall beschäftigt und die Inhaber der kleinen Firma zu Wort kommen lässt. Dort befürchtet man, dass die Angelegenheit noch nicht ausgestanden ist und weiter vor Gericht ausgefochten werden muss. Höchstwahrscheinlich sind die Befürchtungen nicht unberechtigt, denn Duncan Taylor verweigerte „auf Anraten unserer Berater und wegen einer möglichen Berufung“ jeden Kommentar zu der Angelegenheit.

Es kann also sein, dass der „Weihnachtsfriede“ nur von kurzer Dauer ist…

Bild mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

TTB-Neuheit: Longrow Red 13yo Chilean Cabernet Sauvignon Matured

Springbank setzt, wenn man dem Eintrag in der us-amerikanischen TTB-Datenbank Glauben schenken darf, die Serie der Longrow Red mit einer neuen Abfüllung fort. Die letzte Abfüllung (2019) war dort erst im Februar zu finden, 2020 scheint also die Veröffentlichung etwas früher im Jahr stattzufinden als in diesem Jahr.

Diesmal ist es ein Longrow Red 13yo Chilean Cabernet Sauvignon Matured, der uns in absehbarer Zeit im Handel begegnen sollte. Abgefüllt ist er mit 51.6% vol., 9000 Flaschen wird es von ihm geben.

10 Jahre lang durfte der Whisky zunächst in Bourbon Barrels und Refill Sherry Hogsheads reifen, bevor er für drei Jahre in  chilenische Cabernet Sauvignon Fässer des Mont Gras‘ Intriga Estate in Alto Maipo am Fuße der Anden nachreifte. Interessant, dass man am Label das Wort „matured“ verwendet und nicht „finished“, das uns hier eher angebracht scheint…

Über den Geschmack gibt das Etikett keine Auskunft, aber wir dürfen wohl wieder eine interessante Abfüllung erwarten.

Hier die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf. 

Springbank. Bild (c) ALexandra Kreutz, Genuss am Gaumen

Serge verkostet: Glenfarclas en masse

Elf Abfüllungen aus der Destillerie Glenfarclas bringt uns Serge Valentin heute auf Whiskyfun – Originalabfüllungen ebenso wie unabhängige Bottlings – viele davon für Taiwan abgefüllt. Und auch hier gilt das, was schon am 24. Dezember zu sagen war: Nichts dabei, was man eher schief anschauen sollte.

Hier die Abfüllungen der heutigen Feiertagsverkostung:

  • Glenfarclas 25 yo ‘London Edition’ (50.5%, OB, for The Whisky Exchange’s 20th Anniversary, oloroso, 2019): 90 Punkte
  • Glenfarclas 25 yo 1993/2019 (55.1%, Scotch Malt Whisky Society, #1.212, Beeswax on Barrels, 1st Fill Ex-Pedro Ximenez Hogshead Finish, 194 bottles): 89 Punkte
  • Glenfarclas 30 yo 1988/2018  (50.9%, Cadenhead, Authentic Collection, bourbon hogshead, 222 bottles): 90 Punkte
  • Glenfarclas-Glenlivet 21 yo (43%, OB, Pinerolo for Edward Giaccone, +/-1975): 85 Punkte
  • Glenfarclas 25 yo 1989/2015 (55.1%, OB, for Asia Palate Association Taiwan, batch 2, sherry, cask #13029, 647 bottles): 87 Punkte
  • Glenfarclas 1990/2016 (57.7%, OB, for Asia Palate Association Taiwan, sherry, cask #9467, 546 bottles): 88 Punkte
  • Glenfarclas 25 yo 1990/2016 (56.8%, OB, sherry, cask #9470, 598 bottles): 88 Punkte
  • Glenfarclas 1994/2016 (58.4%, OB, sherry, Taiwan, cask #3981, 276 bottles): 88 Punkte
  • Glenfarclas 27 yo 1989/2016 (53.1%, OB, The Flaming Tiger, Taiwan, cask #13051, 636 bottles): 89 Punkte
  • Glenfarclas 15 yo 2001/2016 (59.3%, OB, Taiwan, cask #3933, 579 bottles): 85 Punkte
  • Glenfarclas 12 yo 2005/2016 (60.8%, OB, sherry butt, 1st fill sherry butt, cask #2427, 640 bottles): 84 Punkte
Glenfarclas Visitor Center. Bild © Jochen Wied, Joe’s TastingsFast ein Dutzend – viele davon für Taiwan abgefüllt, und alle feine Tropfen…

The Telegraph: Heimischer Whiskytourismus boomt bei englischen Destillerien

Nicht nur in Schottland, auch in England ist Whiskytourismus mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle für Whiskybrennereien geworden – gerade für junge Destillerien, die noch nicht wirklich Whisky anbieten können, aber auch bei jenen, die sich schon länger etabliert haben.

Der Telegraph hat in einem Artikel einen Blick auf diesen Trend geworfen. 75% der Erwachsenen in England haben zum Beispiel bei einer Untersuchung von Visit England angegeben, dass sie daran interessiert wären, während eines Urlaubs oder eines Wochenendtrips eine Brennerei oder Brauerei zu besuchen.

Die Destillerien bemerken diesen Trend deutlich. So haben sich die Besucherzahlen bei der St. George’s Distillery (im Besitz der The English Whisky Co.) innerhalb von 3 Jahren von 15.000 auf 45.000 gesteigert. Und heuer werden es 85.000 sein.

Mehr dazu und auch einige Einblicke in die Whiskyszene in England im Artikel.

Englische Brennereien wie die Cotswolds Distillery erleben einen Boom bei den Besucherzahlen. Bild © Whiskyexperts 2019

Video: Ralfy über Whisky und Bier (#806 Extras)

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Zu den meisten seiner regulären Verkostungsvideos stellt Ralfy Mitchell auch noch ein sogenanntes „Extra“ online, das sich etwas näher mit einem Aspekt beschäftigt, den er im Verkostungsvideo angesprochen hat. 

In dieser Woche geht es um Bier, das zu Whisky passt – wobei Ralfy Wert darauf legt, dass es sich bei dieser Kombination nicht um ein „Pairing“ handelt, sondern einfach eine schöne und passende Verbindung.

Im Video erklärt Ralfy, nach welchen Kriterien er sein Bier zum Whisky aussucht – und dass er daraus keine Wissenschaft macht, macht sein Video in unseren Augen umso sehenswerter – und auch wenn es die Biere, die er konkret vorstellt, bei uns wohl eher nicht zu kaufen gibt, sind seine grundsätzlichen Überlegungen sehens- und hörenwert. Wenn Sie also Zeit für 11 kurzweilige Minuten haben, dann finden Sie das Video obenstehend oder auf Youtube.

Whisky im Bild: Die Lost Distillery Glendullan (6 Bilder)

Nachdem Sie die Überschrift gelesen haben, wird Ihnen unter Umständen eine berechtigte Frage in den Sinn kommen: Glendullan ist doch keine Lost Distillery, sondern produziert munter vor sich hin, vor allem den Singleton of Glendullan und für die Blends von Diageo?

Ja, das stimmt. Aber das ist nicht die Destillerie Glendullan, die hier gemeint ist, sondern jener Neubau, der 1971 zur alten Destillerie dazugebaut wurde, die wiederum im Jahr 1985 endgültig ihren Betrieb einstellte.

Und genau jene alte Destillerie Glendullan hat Jochen Wied auf seiner Schottlandreise in diesem Juni für uns fotografiert, sodass wir Ihnen hier sechs Bilder dieser seit fast 35 Jahren stillgelegten Brennerei zeigen können – eine Anlage, die man auch nicht oft sieht, weil die neue Glendullan-Brennerei auch nur während des Speyside Festivals zugänglich ist und ansonsten keine Besucher empfängt…

Die alte Glendullan Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Glendullan Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Glendullan Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Glendullan Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Glendullan Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Glendullan Distillery. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Video: Ralfy verkostet Laphroaig 16yo (Review #806)

Diesmal ist es auch in der kleinen Whiskyhütte auf der Isle of Man, der Heimat von Ralfy, weihnachtlich – zumindest von der Deko her: Mit Weihnachtsgirlande im Vordergrund verkostet Ralfy einen schönen Islay-Whisky – aus der westlichsten der drei aktiven südlichen Destillerien der Insel, der sich im Besitz von Beam Suntory befindlichen Brennerei Laphroaig.

Der Laphroaig 16yo ist erst in diesem Jahr erschienen (Anfang September, um genauer zu sein), bei uns war er ausschließlich über Amazon erhältlich (ist dort aber schon lange ausverkauft).

Ralfy hat der Laphroaig 16yo recht gut gefallen, er gibt ihm in der knapp über 16 Minuten langen Besprechung gute 87 Punkte. Das Warum und Wieso der Wertung ist wie immer recht interessant zu sehen und zu hören, und Sie können dies entweder auf Youtube oder wie immer auch obenstehend bei uns.

Viel Vergnügen mit dem Video!

Whiskyexperts wünscht Frohe Weihnachten!

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Allen Lesern und Freunden,
Kunden und Partnern
ein Frohes Fest und einen
glücklichen, liebevollen
Weihnachtsabend!

Whisky im Bild: Die alte Destillerie bei Macallan und das Easter Elchie Haus (17 Bilder)

Von Jochen Wied stammen die nachfolgenden Aufnahmen einer Destillerie, die Whiskygeschichte geschrieben hat: Die alte, nicht besonders hübsche Macallan-Brennerei in der Speyside wurde ja vor kurzem durch einen modernen und sehr imposanten Neubau abgelöst. Die Neue muss erst zeigen, welche Whiskys aus ihr kommen werden, aus der alten Macallan Brennerei hingegen stammen excellente Whiskys, die heute nicht nur in edlen Decantern Höchstpreise erzielen.

Auch auf den Bildern findet sich das ikonische Easter Elchie Huas, das Macallan selbst als einen der sechs Eckpfeiler der Marke bezeichnet. Gebaut im Jahr 1700 aus Sandstein, steht es heute für Macallan und ist auf jeder Flasche als Logo zu finden.

Kommen Sie mit uns mit auf diese bebilderte Reise in die Vergangenheit von Macallan:

Die alte Macallan-Destillerie. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Easter Elchie. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Easter Elchie. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alten Warehouses bei Macallan. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Easter Elchie. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Lagerhäuser der alten Macallan Destillerie. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Macallan-Brennerei. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Macallan-Brennerei. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Macallan-Brennerei. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Das alte Macallan-Stillhouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Macallan-Brennerei. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Das alte Macallan-Stillhouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alten Warehouses bei Macallan. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alten Warehouses bei Macallan. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Das alte Macallan-Stillhouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Das alte Macallan-Stillhouse. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings
Die alte Macallan-Brennerei. Bild © Jochen Wied, Joe’s Tastings

Serge verkostet: Etliche Abfüllungen aus der Destillerie Clynelish

Man könnte fast sagen, dass Serge seine Weihnachtsgeschenke schon etwas früher ausgepackt hat als üblich. Denn neun Abfüllungen aus der Brennerei Clynelish zu verkosten, das könnte für ihn, der als ausgewiesener Fan der Highland-Brennerei gilt, tatsächlich so etwas wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk sein.

Und da ist ja auch nichts Mittelmäßiges dabei unter den Abfüllungen, die heute auf seiner Liste stehen. 86 Punkte sind das Minimum an Wertung, was Serge bei dieser Verkostung vergibt:

  • Clynelish 9 yo 2010/2019 (58%, Thompson Bros., bourbon, 240 bottles): 88 Punkte
  • Clynelish 8 yo 2010/2019 (57.8%, Scotch Malt Whisky Society, #26.129 , 1st fill bourbon barrel, ‘pineapple ramen’, 231 bottles): 88 Punkte
  • Clynelish 14 yo 2005/2019 (51.8%, Gordon & MacPhail, Connoisseurs Choice for The Whisky Exchange, cask #19/090, refill sherry hogshead, 224 bottles): 90 Punkte
  • Clynelish 1997/2018 (47.1%, Malts of Scotland, for MoS Warehouse Shop, cask #MoS18026, sherry hogshead, 127 bottles): 88 Punkte
  • Clynelish 23 yo 1995/2019 (54.8%, The Nectar of the Daily Drams): 90 Punkte
  • Clynelish 20 yo 1995/2019 (58%, 20 rue d’Anjou, Signatory Vintage for la Maison du Whisky, refill sherry butt, cask #2158, 574 bottles): 90 Punkte
  • Clynelish 23 yo 1995/2019 (56.2%, Elixir Distillers, The Single Malts of Scotland, hogshead, cask #10201, 231 bottles): 86 Punkte
  • Clynelish 21 yo 1997/2018 (54.7%, Douglas Laing, Xtra Old Particular, hogshead, cask #12781, 309 bottles): 87 Punkte
  • Clynelish 21 yo 1996/2017 (57.9%, S Spirit Shop Selection, bourbon hogshead, cask #11421, 278 bottles): 89 Punkte
Clynelish. Bild © Diageo

In eigener Sache: Whiskyexperts und die Festtage

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Rund um den Jahreswechsel kommt die Whiskywelt, was Neuigkeiten und Neuheiten betrifft, fast zur Gänze zur Ruhe. Viele Unternehmen schließen zumindest bis Jahreswechsel, die Flut an PR-Mitteilungen ebbt nahezu komplett ab und wenn man etwas mit Whisky zu tun hat, dann dreht es sich meist um das Genießen.

Langjährige Leser werden wissen, dass wir es ein klein wenig anders halten: Seit unseren Anfängen im Jahr 2013 haben wir auch zu Weihnachten und über den Jahreswechsel jeden Tag etwas Lesens- oder Sehenswertes für parat gehabt. Schließlich hat man gegenüber jenen 500.000 Lesern, die uns im abgelaufenen Jahr besucht haben, auch eine gewisse Verpflichtung.

So wird es auch heuer keinen Ruhetag bei Whiskyexperts geben. Wir sind täglich für Sie mit Wissenswertem für Sie da, wenn auch – naturgegeben – mit etwas geringerer Schlagzahl. Wir freuen uns auf Ihren Besuch – und genießen Sie am Weihnachtsabend dann Ihren Lieblingswhisky mit ein paar freundlichen Gedanken für uns.

Und bei uns geht es wie gehabt weiter…

Eden Mill in St. Andrews beendet Jahr mit 48% Umsatzsteigerung

Die Eden Mill Distillery (man produziert im Rahmen des Unternehmens auch Gin und Bier) kann sich im abgelaufenen Finanzjahr über ein deutliches Plus beim Gewinn und beim Umsatz freuen: 8 Millionen Pfund hat das Unternehmen von Mitte 2018 bis Mitte 2019 umgesetzt, und dabei einen Verlust von 250.000 Pfund in der Vorjahresperiode in einen operativen Gewinn von 495.000 Pfund verwandelt.

Eden Mill Distillery. Bild © Petra Milde, meinwhisky.com

Die Verkäufe sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Finanzjahres um 17% gestiegen, damit sei man auf dem Weg, den für 2020 vorhergesagten Umsatz zu erreichen, so das Unternehmen.

Für die Zukunft plant man vor allem einen massiven Ausbau der Whiskyproduktion – dazu gehört auch, dass man die Destillerie bis Ende des Jahres 2020 in ein neues Gebäude übersiedeln will (wir haben im Sommer hier darüber berichtet).

Um die ehrgeizigen Expansionspläne umsetzen zu können, sei man im Moment in Verhandlungen mit Investoren für langfristigere Zusammenarbeit, um die erste CO2-neutrale Brennerei samt Besucherzentrum zu errichten.

Bild: Eden Mill Distillery

Serge verkostet: Zwei von Springbank

Hoch im Kurs bei Whiskygenießern steht die Destillerie Springbank in der Whiskyregion Campbeltown. Dort wird alles noch mit der Hand gemacht – also ohne die Hilfe von Computersteuerung.

Zwei aus Springbank stehen heute bei Serge auf der Verkostungsliste – und einer davon hat ein für Springbank-Abfüllungen ein schon fast biblisches Alter: 35 Jahre alt ist der im Jahr 1967 destillierte und 2002 von Duncan Taylor abgefüllte Whisky, der sich aber dennoch knapp einem 18 Jahre alten Springbank von Sansibar aus dem heurigen Jahr geschlagen geben muss. Obwohl: auf diesem Niveau gibt es eigentlich nur Sieger.

Hier die Wertungen der Verkostung:

  • Springbank 18 yo 2000/2019 (47.9%, Sansibar, The Clans, sherry, 310 bottles): 90 Punkte
  • Springbank 35 yo 1967/2002 (40.5%, Duncan Taylor, Peerless, cask #1943, 214 bottles): 89 Punkte

Neu laut TTB-Datenbank: Der Laphroaig Càirdeas 2020 Port & Wine Casks

Eine kleine Vorweihnachtsentdeckung haben wir für Sie parat: Beim Stöbern in der us-amerikanischen TTB-Datenbank sind uns die Etiketten einer neuen Abfüllung von Laphroaig aufgefallen, die zum nächstjährigen Release für die Friends of Laphroaig gehören.

Der Laphroaig Càirdeas Port & Wine Casks nennt sich um Untertitel „A Marriage of Sweetness & Smoky Peat Flavour“ und dürfte mit 52% Alkoholstärke abgefüllt werden, sollte die Prozentangabe am Label nicht einfach nur ein Platzhalter sein.

Die Second Fill Ruby Portwein-Fässer dienten zur Vollreifung des Whiskys, zudem wurden ex-Bourbonfässer verwendet, die ebenfalls der Vollreifung dienten. Dann kam der Whisky zum Finishen in ehemalige Rotweinfässer.

Geschmacklich ergibt das laut Destillerie in der Nase

„dunkle Schokolade und Menthol mit rosa Pfeffer, getoastete Pfirsiche, am Lagerfeuer angekohlte Marshmallows und ein Hauch Pflaumenmus, dazu der jodige Torfrauch von Laphroaig“.

Das Ganze ergibt dann, so schreibt man weiter, am Gaumen einen honigsüßen Geschmack, der sich mit der typischen Torfigkeit von Laphroaig vermengt.

Zur Steigerung der Vorfreude hier noch die Etiketten:

Wie üblich der Hinweis zu den TTB-Einträgen: Dass ein Label in der TTB-Datenbank eingetragen wurde, bedeutet nicht automatisch, dass die Abfüllung dann auch erscheinen wird. Es ist allerdings ein sehr starker Hinweis darauf.