Fremde Federn (107): Verkostungsnotizen deutschsprachiger Blogger

Jede Woche erscheinen viele neue Whisky-Abfüllungen – und gesellen sich zu den Abertausenden dazu, die es bereits gab oder gibt. Wer soll das alles trinken und herausfinden, was wie schmeckt?

Blogger tun es – und in der Summe ergibt sich durch sie ein recht schöner Überblick über das, was man ins Glas bekommen kann.

„Fremde Federn“ stellt Ihnen schon in der 107. Folge Samstag für Samstag Verkostungsnotizen der Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die uns von ihnen zugesendet wurden. Aus der Vielzahl von Neuerscheinungen und Klassikern haben die Blogger nach ihren Vorlieben Abfüllungen herausgesucht und für ihre Leser beschrieben.

Hier sind die Tasting Notes jener Blogger, die uns für die aktuelle Ausgabe ihre Links gesendet haben:

Die Notes geben die persönlichen Eindrücke der Blogger wieder und müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen (die ohnehin meist nicht einheitlich ist 😉 ). Viel Vergnügen beim Lesen und bis zur nächsten Ausgabe in einer Woche!


Haben Sie selbst aktuelle Tasting Notes, die wir hier verlinken sollen? Senden Sie uns unter press @ whiskyexperts.net den Link auf Ihre Verkostungsnotizen – bitte mit dem Betreff „Tasting-Link“. Wir publizieren dann jeden Samstag jene Notes, die bis Freitag 12:00 an uns gesendet werden. Wir publizieren die Links, ohne damit die Beiträge dahinter zu werten. Nicht publizieren werden wir Links auf Verkostungsnotizen von Seiten, die entweder kommerziell geführt sind, in Verbindung mit Shops stehen oder solchen, bei denen Tasting Notes nur ein Bestandteil des Outputs der Seite sind, denn wir wollen gezielt der Verkosterszene eine Bühne bieten und für sie zusätzliche Öffentlichkeit schaffen.

Whiskyfun: Angus verkostet Dalwhinnie, Benrinnes und Glenlivet

Zwei Highland-Brennereien und die in der Speyside gelegenen Destillerie Glenlivet liefern heute den Stoff für Angus MacRaild auf Whiskyfun – jener Verkostungswebseite, die gestern ihren 18. Geburtstag feierte (herzliche Glückwünsche von uns!). Bei jeder Brennerei wird es eine Art Zeitreise, denn es sind natürlich wie fast immer bei Angus, auch sehr alte Sachen dabei.

Hier die Verkostung, beginnend mit Dalwhinne, dann Benrinnes und letztendlich dann Glenlivet:

Dalwhinnie. Bild © Diageo
  • Dalwhinnie 8 yo (40%, OB, UK, early 1980s): 74 Punkte
  • Dalwhinnie 16 yo (43%, Gordon & MacPhail for Sestante, 1980s): 85 Punkte
  • Dalwhinnie 20 yo 1962/1982 (40%, Gordon & MacPhail Connoisseurs Choice): 87 Punkte
Benrinnes – Bild: Potstill Vienna
  • Benrinnes 23 yo 1995/2019 (51.1%, Cadenhead ‘Small Batch’, 3 hogsheads, 708 bottles): 88 Punkte
  • Benrinnes 1974/1988 (56.7%, Scotch Malt Whisky Society, #36.5): 91 Punkte
  • Benrinnes 21 yo 1974/1995 (55%, Signatory Vintage for USA): 90 Punkte
Glenlivet Distillery. Bild © Glenlivet
  • Glenlivet 8 yo (70 proof, Gordon & MacPhail, early 1970s): 91 Punkte
  • Glenlivet 12 yo 2007/2019 (66.3%, Signatory for The Whisky Exchange, cask #900171, 1st fill sherry hogshead, 309 bottles): 84 Punkte
  • Glenlivet 22 yo 1973/1995 (56%, Signatory Vintage for USA, sherry): 88 Punkte
  • Glenlivet 35 yo 1966/2002 (68.6%, Scotch Malt Whisky Society #2.43, sherry): 92 Punkte
  • Glenlivet 1958/1968 (cask sample): 93 Punkte

Nikka veröffentlicht Yoichi und Miyagikyo mit Apfel Brandy Finish

Zwei neue japanische Whiskys sind von Nikka weltweit, allerdings in geringer Stückzahl veröffentlicht worden: Die neuen Yoichi Apple Brandy Finish und Miyagikyo Apple Brandy Finish haben nach der unsprünglichen Reifung, für die wir keine Dauer kennen, jeweils sechs Monate in Fässern verbracht, in denen zuvor Apfel Brandy war. Dadurch sollen die beiden Whiskys sehr fruchtigen Charakter zeigen.

Unterschiedlich schmecken Sie natürlich, denn der Yoichi ist rauchig: Er zeigt an der Nase Äpfel aus dem Bratofen, danach setzt sich die Rauchigkeit durch. Am Gaumen findet man kandiere Äpfel und Birnen und eine leichte Rauchigkeit.

Der Miyagikyo bringt in der Nase Äpfel, Vanille, Honig, Salbe und Eisenkraut, am Gaumen dann Frucht und Akazienhonig.

Beide Bottlings wurden mit 47% vol. abgefüllt und feiern den 100. Jahrestag der Hochzeit zwischen Masataka Takesturu und Jessie Roberta (Rita) Cowan, die – weniger als ein Jahr nach ihrem Kennenlernen – in Glasgow am 8 Januar 2020 heirateten.

In Deutschland sind die limitierten Abfüllungen bei einigen spezialisierten Händlern zu finden.

Flaschenabbildungen mit freundlicher Genehmigung von whiskybase.com

PR: SMWS Online Tasting am 13. August mit 5 Whiskys der Scotch Malt Whisky Society – auch für Nicht-Mitglieder

Online-Tastings erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – und die deutsche Abteilung der Scotch Malt Whisky Society (SMWS) nutzt diesen Trend, um sich und ihre Whiskys mit einerm solchen Tasting auch Nicht-Mitgliedern näher vorzustellen. Das Tasting mit den 5 Abfüllungen der Society ist für alle offen – die Tasting-Sets gibt es jetzt zum Vorbestellen aus UK. In unserem Eventkalender haben wir das Tasting bereits eingetragen – hier jetzt die offizielle Info der SMWS dazu:


SMWS Online Tasting am 13. August – Jetzt 5 Whiskys der Scotch Malt Whisky Society im Online Tasting probieren

Eigentlich sind die Whiskys der Scotch Malt Whisky Society ausschließlich für Club-Mitglieder bestimmt. In diesem Online-Tasting haben Interessierte nun die Möglichkeit, 5 exklusive Single Cask Whiskys des Schottischen Clubs zu probieren. Einfach das Tasting Pack mit 5 Samples a 2,5cl bestellen und am 13. August dabei sein, wenn Roy Arnold live auf Facebook und Youtube moderiert.

  • Facebook: smwsgermany
  • Youtube: SMWSsilverscreen

Das Thema des Tastings lautet Science Fiction: Die SMWS wirft einen Blick in die Zukunft der Whisky-Produktion. Wie verändern neue Technologien das Handwerk des Brennens? Wie werden unsere Kinder einmal Whisky genießen? Das sind einige der Fragen, mit denen sich der Dresdner Brand Ambassador auseinandersetzen wird.

Symbolbild – im Tasting sind die nachfolgenden Abfüllungen.

Das Tasting Pack kostet 35 Britische Pfund und enthält diese 5 Whiskys:

  • 7.242 MAGICAL FAIRY DUST – Speyside, 26 Jahre, Refill Ex-Bourbon Hogshead
  • 135.23 A SHAPE-SHIFTING CHIMERA – Highlands, 10 Jahre, 1st fill Ex-Bourbon Barrel
  • 58.38 IN A SUNNY LEMON GROVE – Speyside, 7 Jahre, 2nd fill Ex-Bourbon Barrel
  • 112.54 UNCLE MONTY GOES BURGLING – Highlands, 18 Jahre, 1st fill Barrique Ex-Redwine
  • 122.31 TARRY TARRY NIGHT – Highlands, 5 Jahre, 2nd fill Ex-Bourbon Barrel, Peated

Ab 99 Pfund entfallen die Versandkosten, deshalb am besten gleich zwei Packs für die Verwandtschaft mitbestellen.

PR: Simple Sample veröffentlicht außergewöhnliches Milk&Honey Sampleset

Die israelische Milk & Honey Distillery hat auf den letzten Whiskymessen nicht nur im deutschsprachigen Raum mit ihren Whiskys zu gefallen gewusst. Wer bislang noch nichts von der Brennerei verkosten konnte, oder wer die Bandbreite der Destillerie kennenlernen will, der findet vielleicht in nachfolgendem Sampleset, über das uns Simple Sample in einer Aussendung informierte, eine Möglichkeit dazu:


Simple Sample veröffentlicht außergewöhnliches Milk&Honey Sampleset

In Kooperation mit der Milk&Honey Destillerie in Israel und dem deutschen Importeur „Kammer-Kirsch“ veröffentlicht Simple Sample ein durchweg außergewöhnliches Sampleset.

Folgende Abfüllungen sind je 5cl im Set enthalten:

Milk&Honey – The Last One

Die letzte Abfüllung von Milk&Honey, die offiziell noch kein Whisky ist sondern ein „Young Malt“.

Er reifte in Ex-Redwine STR und Ex-Boubon Casks.

Abgefüllt wurde er mit 46,0%vol., nicht gefärbt und nicht kühlfiltriert.

Milk&Honey – Classic

Die erste Abfüllung von Milk&Honey, die sich offiziell Whisky nennen darf!

Auch dieser reifte in Ex-Redwine STR und Ex-Boubon Casks.

Hier ist es sehr interessant, den Classic im direkten Vergleich mit dem Young Malt zu verkosten um zu erfahren, welche Auswirkung die längere Reifezeit auf den finalen Whisky hatte.

Abgefüllt wurde er mit 46,0%vol., nicht gefärbt und nicht kühlfiltriert.

Milk&Honey – Elements Sherry

Dieser Single Malt Whisky reifte zunächst in Ex-Bourbonfässern, bevor er zur Veredelung in ehemaligen, spanischen Sherryfässern der Sorten Oloroso und Pedro Ximenez umgefüllt wurde.

Abgefüllt wurde er mit 46,0%vol., nicht gefärbt und nicht kühlfiltriert.

Milk&Honey – Whisky in Bloom – Lightly Peated

Diese Abfüllung ist in Deutschland eine absolute Rarität.

Er wurde speziell für den US-Amerikanischen Markt abgefüllt und war auch nur dort offiziell zu erwerben.

Hier haben Sie nun die einzigartige Möglichkeit, ebenfalls in den Genuss dieses außergewöhnlichen Tropfens zu kommen.

Es handelt sich um einen Young Single Malt der in Ex-Redwine STR, Ex-Boubon- und Ex-Islay Casks reifte!

Wir haben hier also einen rauchigen Milk&Honey, der mit seiner Komplexität und Aromatik überzeugt.

Abgefüllt wurde er mit 46,0%vol., nicht gefärbt und nicht kühlfiltriert.

Milk&Honey – Levantine GIN

Diese Spirituose rundet das Sampleset perfekt ab, denn Milk&Honey produziert nicht nur Whisky, sondern auch Gin.

Somit kann man sich einen vollumfänglichen Überblick über das gesamte Portfolio der Destillerie verschaffen.

Der Gin wurde ebenfalls mit 46,0%vol. abgefüllt.

Alle 5 Samples kommen zu Ihnen in einen schwarzen Karton mit passendem Etikett.

Die 4 Samples der Malts wurden von Simple Sample selbst produziert, das Sample vom Gin von Milk&Honey direkt.

Simple Sample hat speziell für dieses Set auch ein passendes Vorstellungsvideo erstellt mit vielen weiteren Hintergrundinformationen zu den Abfüllungen und zu Milk&Honey selbst.

Das Sampleset mit allen 5 Samples kostet 25,90€ (100 ml = 10,36 €) und ist ausschließlich im Onlineshop von Simple Sample zu erwerben.

https://www.simple-sample.de/p/milk-and-honey-sampleset

TSB: Kurzes Interview mit Anthony Wills, Gründer und Managing Director von Kilchoman

Nach dem erstmaligen Erscheinen nachfolgend besprochenen Artikels in der Printausgabe von The Spirits Business im März dieses Jahres, hat die Redaktion nun das Interview mit dem Gründer und Managing Director der Islay-Destillerie Kilchoman, Anthony Wills, online gestellt. In sechs Fragen widmet man sich Themen wie dem neuen Besucherzentrum, dem Whiskytourismus (man merkt dabei, dass das Interview vor dem britischen Lockdown geführt wurde) und seinen persönlichen Werdegang. Hier die erste Frage und Antwort aus dem Interview:

How did you get into the Scotch whisky industry?

I spent about 15 years in the wine trade in London. Then in 1995, we, as a family, moved to Scotland. I started my own independent bottling business in 1996. It was just as the independent bottlers and single cask people were making a mark for themselves that I saw that the opportunity for building a distillery was just about right. So I drafted our first business plan. We managed to get up and running in 2005.

Die restlichen fünf Fragen und Antworten können Sie hier nachlesen.

PR: 82 Chapters to Newcastle bringt zehnjährigen Ardmore mit besonderer Nachreifung heraus

Der unabhängige deutsche Abfüller 82 Chapters to Newcastle bringt mit dem neuen Ardmore 10yo eine interessante Abfüllung für Whiskyfreunde, die – wie beim Abfüller üblich – im ganzen Fass aus Schottland importiert wurde, um danach hier in Deutschland unter besonderen Bedingungen nachgereift zu werden. Was diesmal die Besonderheit ist, lesen Sie im nachfolgenden Pressetext:


82 Chapters to Newcastle bringt zehnjährigen Ardmore heraus

Die letzten 14 Monate reifte er im Staatlichen Hofkeller Würzburg unter besonderen Bedingungen

Der Whisky wurde 2009 in der schottischen Highland Destillerie Ardmore gebrannt. Dort reifte er seine ersten Jahre im Ex-Bourbon Fass. Am 03.04.2019 wurde er dann im Rotweinkeller des Staatlichen Hofkellers Würzburg eingelagert, wo weitere 14 Monate besondere Lagerbedingungen auf ihn einwirkten. Dieser geschichtsträchtige Ort ist, genau wie die darüberliegende Residenz, UNESCO Weltkulturerbe. Der Lagerort zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus: Zum einen ist die Luft extrem trocken. So trocken, dass dieser Keller von Zeit zu Zeit gewässert werden muss, damit die Holzfässer nicht porös werden. Zum anderen ist es ungewöhnlich warm.

Diese Ausgangslage führte zwar zu einem intensiven Finish, jedoch auch zu einem Verlust durch Verdunstung (Angels‘ Share) von über 20% im letzten Jahr. Gleichzeitig sank der Alkoholgehalt kaum. Am 24.06.2020 wurde der Whisky in seiner Fassstärke von 60,4 %vol. abgefüllt. Übrig blieben 179 Flaschen. Wie immer bei 82 Chapters to Newcastle rettet jede Flasche einen Baum. Über den NFC Chip im Label gelangt man zur Baumspenderurkunde.

Der Whisky ist ab sofort hier erhältlich: https://www.82newcastle.de/product-page/ardmore-chapter4

PR: Die Domina kommt – Hamburg Malt Whisky mit Domina Finish

Die Whiskymanufaktur Lehmitz kommt mit einem interessanten neuen Hamburg Malt Whisky auf den Markt: Namensgeber für sie ist die fränkische Rebsorte Domina, eine Kreuzung aus Blauer Portugieser und Spätburgunder. Dem Namen Domina entsprechend erhält der Whisky auch eine recht außergewöhnliche Ausstattung. Aber lesen und sehen Sie selbst:


Die Domina kommt – Hamburg Malt Whisky mit Domina Finish

Neues aus der Hamburger Whiskymanufaktur Lehmitz, die neue Abfüllung vom Hamburg Malt Whisky ist endlich erhältlich. Dieses Mal hat Marco Lehmitz viel auf Regionalität geachtet, er blieb beim Holzfass bei der heimischen Spessarteiche aus Franken (nicht weit weg ist natürlich auch die Brennerei St. Kilian) und arbeitet mit dem fränkischen Weingut Ernst Popp aus Iphofen zusammen.

In Franken heimisch, die Rebsorte „Domina“ eine Züchtung aus Blauer Portugieser und Spätburgunder. Hier wurde der Whisky für ein Finish für 3 Monate in das Domina Holzfass gelegt. Als Rohstoff kam ein rauchig-torfiges Destillat in Frage, welches aus regionalen Zutaten der eigenen Insel besteht.

Durch die Nähe des Reifelagers in der historischen Hamburger Speicherstadt zur Reeperbahn, in dem das Rotlichtviertel weltweit bekannt ist, hat man sich für eine Ausstattung entschieden, die etwas extravagant ist.

In einer schwarzen Tube, mit entsprechendem High-Heel Etikett sowie einem anmutigen Flaschenetikett und der Beilage einer „Mini-Peitsche“ spielt Marco Lehmitz mit der Rebsorte und dem Berufsbild der „Domina“.

Eines lässt sich schon deutlich sagen, die Abfüllung ist auf 367 Flaschen limitiert! Im November 2020 wird es noch einen „Domina-Rotwein“ geben, der in diesem „Rotwein/Whiskyfass“ gereift ist.

PR: „Acla Selection“ ab sofort im Exklusiv-Vertrieb bei eSpirits Whisky

Die Palette an unabhängig abgefüllten Whiskys in Deutschland wird um einen klangvollen Namen reicher: Ab nächsten Montag importiert eSpirits Whisky die in der Schweiz sehr beliebte „Acla Selection“ für Deutschland – zunächst mit 13 verschiedenen Abfüllungen, zehn aus Schottland und drei Iren.

Mehr dazu in der nachfolgenden Pressemitteilung:


„Acla Selection“ ab sofort im Exklusiv-Vertrieb bei eSpirits Whisky

eSpirits Whisky aus Hahnstätten übernimmt ab sofort den deutschlandweiten Vertrieb der Whisky Abfüllungen von Acla da Fans aus der Schweiz.

Whiskyfreunde hierzulande dürfen sich freuen, denn Acla da Fans kommt mit seiner Abfüllreihe „Acla Selection“ endlich nach Deutschland.

Kult in der Schweiz

Acla da Fans ist originär Betreiber eines großen Duty-Free Einkaufszentrums in der Schweiz, aber schon seit etlichen Jahren sehr aktiv bei der Auswahl eigener WhiskyFässer. Diese werden unter dem eigenen IB-Label „Acla Selection“ auf den schweizerischen Markt gebracht.

In der Schweiz hat sich die „Acla Selection“ einen hervorragenden Ruf unter Whiskyexperten und Genießern erarbeitet, die ACLA-Tastings im Restaurant zum Doktorhaus in Wallisellen bei Zürich genießen mittlerweile Kultstatus.

Guter Ruf eilt voraus

Selbstredend, dass der gute Ruf der „Acla Selection“ auch an Landesgrenzen nicht Halt macht und so fand sich bereits der ein oder andere deutsche Whiskyfreund im Duty-Free Shop im schweizerischen Samnaun wieder, um die ein oder andere Flasche persönlich zu erwerben.

Genau das war auch bisher der einzige Weg, um an Exemplare der „Acla Selection“ zu gelangen. Aufgrund rechtlicher Regelungen ist es nicht möglich Spirituosen aus dem Ausland zu bestellen und direkt von Acla da Fans zu beziehen.

Bedarfslücke wird jetzt geschlossen

„Wir erhalten ständig Anfragen aus Deutschland, aber leider waren uns bis jetzt immer die Hände gebunden, da wir aus dem Zollfrei-Gebiet in Samnaun keine Spirituosen in das Ausland versenden dürfen. Deshalb freuen wir uns, dass wir diese Bedarfslücke nun mit unserem neuen Import-Partner eSpirits Whisky schließen werden“,

sagt Bettina Zannier, Geschäftsführerin von Acla da Fans.

Verkaufsstart mit 13 verschiedenen Abfüllungen

Die erste Acla-Sendung ist bereits in Deutschland eingetroffen. Mit insgesamt 13 verschiedenen Abfüllungen startet der Verkauf, darunter alte Schmankerl wie Glen Moray 1990, Arran 1996 oder Blair Athol 1988. Auch drei Single Malt Whiskey Vertreter aus Irland aus den Jahren 1990,1991 sowie ein „extra old“ sind mit dabei.

Verkaufsstart der „Acla Selection“ ist Montag, 27.07.2020 um 15 Uhr im Onlineshop von eSpirits Whisky. Den Online-Shop finden Sie im Internet unter www.dailydram.de

Maidstone Distillery ist ab dem 28. August für Besucher geöffnet

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Wie fast überall auf der Welt brachte covid-19 auch die Pläne des Ehepaars Darren und Sam Graves durcheinander. Im letzten Sommer beantragten sie den Bau einer Destillerie in Maidstone in der Grafschaft Kent, etwa auf halbem Weg zwischen London und Canterbury. Ihre Maidstone Distillery wird Whisky, Wodka, Gin und Liköre produzieren. Weiterhin gehört zur Brennerei ein kleines Besucherzentrum sowie eine Bar. Und natürlich waren Destillerie-Führungen geplant (wir berichteten). Die für den letzten Herbst 2019 geplante Eröffnung wurde auf das Frühjahr 2020 verschoben. Doch die weltweite Pandemie machte dieses Vorhaben zunichte. Zwar begannen Beide bereits im März mit der Destillation. Die Vorstellung ihrer Brennerei der Öffentlichkeit, gar eine feierliche Eröffnung, war nicht möglich. Stattdessen stellte das Paar Handdesinfektionsmittel für Schulen, Network Rail, Pflegeheime, Krankenwagen und Wohltätigkeitsorganisationen her.

Um so mehr freuen sich Darren und Sam, nun einen Termin nennen zu können, ab dem die Besichtigung ihrer Destillerie möglich sein wird: Ab dem 28. August ist die Brennerei für Besichtigungen geöffnet. Auf der Website der Maidstone Distillery können vorab bereits Tickets für Destillerie-Touren gebucht werden, die dann unter Berücksichtigung der geltenden Maßnahmen gegen die covid-19-Pandemie stattfinden werden.

Tamdhu Edinburgh Airport Single Cask auch online erhältlich

Durch die Pandemie bedingten Reiseeinschränkungen kam der Reise-Handel an den Flughäfen fast vollständig zum erliegen. Dieser Bereich hat sich für die schottischen Brennereien zu einem wichtigen Markt entwickelt. Und manche Destillerie bot ihren Fans auf schottischen Airports besondere Abfüllungen. So zum Beispiel auch die Speyside-Brennerei Tamdhu. Ihr Tamdhu Edinburgh Airport Single Cask destillierte die Brennerei im November 2002. Danach reifte der Whisky in einem Oloroso-Sherryfass. Mitglieder des Dufry und Edinburgh Airport Teams wählten dieses aus acht Fässern als Tamdhu Edinburgh Airport Single Cask aus. Offiziell ist es die älteste jemals von Tamdhu veröffentlichte Einzelfass-Abfüllung.

Im Februar 2019 konnten 597 Flaschen fassstark mit 57,1% Vol. abgefüllt werden. Tamdhu Edinburgh Airport Single Cask ist nun auch einem Preis von £ 279 (etwas mehr als 300 €) auf der Website der Brennerei erhältlich. Tamdhu liefert auch auf das europäische Festland. Die Versandkosten variieren von Land zu Land und addieren sich zum Flaschenpreis.

Pernod Ricard (Jameson, Chivas, Glenlivet, etc.) rechnet nur noch mit 15% Gewinnrückgang durch Pandemie

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Ende März erwartete Pernod Ricard einen deutlichen Rückgang ihres Gewinn, bedingt durch die covid-19-Pandemie (wir berichteten). Der Konzern, im Besitz von Marken wie unter anderem Aberlour, Glenlivet, Jameson und Chivas, rechnete einem Rückgang der operativen Gewinne (also jene, die durch das normale Geschäft erzielt werden) von 20% für das Fiskaljahr 2020. Nun, vier Monate später, kann Pernod Ricard die zu erwartenden Gewinneinbußen reduzieren. Man geht also von einem besseren Jahr 2020 als gedacht aus, erwartet jedoch immer noch ein Rückgang des Gewinns, jetzt allerdings nur noch von 15%.

Wie im März erwartet, verzeichnete Pernod Ricard im Travel Retail Geschäft von Februar bis Ende Juni einen Rückgang um 80%. Dieser Markt verlangsamte sich aufgrund der durch die Pandemie verursachten Reisebeschränkungen drastisch. Im On-Trade-Bereich, der rund 25% des Umsatzes ausmacht, wurde der Umsatz von Mitte März bis Ende Juni insgesamt eingestellt, da Geschäfte schlossen oder nicht nachbestellten.

Auch wenn der Konzern in seiner Prognoge im März mit dem sechswöchigen Lockdown in Indien nicht rechnete, blickt man ein wenig zuversichtlicher auf den Rest des Geschäftsjahres. Der Off-Trade-Bereich, insbesondere in den USA und Westeuropa, zeigte eine größere Widerstandsfähigkeit. Und auch dank einer starken Kostenreduzierung für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Pernod Ricard nun einen kleineren Gewinnrückgang.

Whiskybrennerei neben Midhope Castle geplant

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Auf dem Hopetoun Estate in der Nähe von South Queensferry, in der Nähe von Edinburgh, soll eine neue Destillerie entstehen. Die Pläne hierfür wurden dem zuständigen West Lothian Council vorgelegt. Sie sehen vor, unmittelbar neben dem Midhope Castle eine Brennerei zu erbauen, die Single Malt Scotch Whisky herzustellt. Dieses im 16. Jahrhundert erbaute Tower House ist bekannt aus der Fernsehserie Outlander. Die auf Lallybroch spielenden Szenen der Highland-Saga wurden dort gedreht. Das Projekt sieht auch eine umfassende Renovierung und Wiederinbetriebnahme von Midhope Castle und seines unmittelbaren Geländes vor.

Die Midhope Castle Distillery wird nach ihrer Fertigstellung so klimaneutral wie möglich arbeiten. Die verwendete Gerste soll ausschließlich von Farmern des Hopetoun Estate bezogen werden. Weitere Details zur Brennerei wie Prosuktions-Kapazität, Anzahl des Stills und ähnlichem sind uns noch nicht bekannt. Die Projektarchitekten sind 56three Architects aus Edinburgh. Das gesamte Projektmanagement wird vom Büro von Currie & Brown in Edinburgh übernommen. Erste Entwurszeichnunge der Brennerei finden Sie in einem Artikel auf STV.

Serge verkostet: Glendronach en masse

Die Highland-Brennerei GlenDronach ist bekannt, berühmt und beliebt für ihre Whiskys, die in mit Sherry vorbelegten Fässern reiften. Neben ihrer Standard-Range bietet sie dem Markt zusätzlich jede Menge Einzelfass-Abfüllungen an. Acht solcher Bottlings hat sich Serge Valentin heute zu einer feinen und hochwertigen Session zusammen gestellt. Und auch wenn er diese hohe Zahl von Einzelfass-Abfüllungen dieser Destillerie als ‚einen Wald, in dem man sich verlaufen kann‘ bezeichnet – angesichts seiner sehr hohen Bewertungen für diesen Single Cask Bottlings bietet GlenDronach hier mehr Genuss als Irritationen. Abgerundet wird das heutige Tasting durch eine Destillerie-Abfüllung aus den 70er Jahren für den italienischen Markt. Die Bewertung für diese Rarität bildet den würdigen Abschluss eines hochklassigen Tastings auf Whiskyfun, wie Sie in unser an dieser Stelle gewohnten Kurz-und-Kompakt-Übersicht sehen können:

  • Glendronach 24 yo 1993/2017 (60.6%, OB for Abbey Whisky, sherry butt, cask #652, 544 bottles) 91 Punkte
  • Glendronach 27 yo 1992/2020 (54.5%, OB for Abbey Whisky, PX puncheon, cask #5850, 625 bottles) 89 Punkte
  • Glendronach 26 yo 1992/2018 (52%, OB for The Whisky Barrel, PX puncheon, cask #8314, 706 bottles) 87 Punkte
  • Glendronach 26 yo 1992/2018 (51.8%, OB for The Whisky Barrel, PX puncheon, cask #8314, 720 bottles) 89 Punkte
  • Glendronach 26 yo 1992/2018 (50.8%, OB, for The Whisky Barrel, sherry butt, cask #179, 638 bottles) 90 Punkte
  • Glendronach 26 yo 1992/2018 (50.5%, OB, for The Whisky Barrel, sherry butt, cask #180, 539 bottles) 90 Punkte
  • Glendronach 24 yo 1993/2017 (53.5%, OB for Andy’s Selection, Taiwan, sherry butt, cask #407, 633 bottles) 87 Punkte
  • Glendronach 24 yo 1992/2016 (57.6%, OB, for Tiger’s Finest Selection Taiwan, oloroso sherry butt, cask #95, 589 bottles) 90 Punkte
  • Glendronach 12 yo 1963 (43%, OB, Ruffino, Italy, +/-1975) 94 Punkte
Glendronach. Bild © Gerhard Kreutz, Genuss am Gaumen