Von Pernod Ricard, der Muttergesellschaft von Whiskymarken wie The Glenlivet, Aberlour oder Dalmunach in Schottland und Jameson in Irland sowie Blends wie Chivas Regal, kommen gemischte Signale, was den Geschäftsgang betrifft: Im Finanzjahr 2026 fielen die Verkaufszahlen um 3,9% (bei Diageo waren es im Vergleich 2%) -der Nettoumsatz gesamt betrug 9,4 Milliarden Euro, aber für das kommende Finanzjahr erwartet man sich stabile Zahlen.
Grund für die schlechte Entwicklung im Konzern (es ist das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang) sind vor allem die Märkte in China und den USA, die zusammen 24% des Geschäfts von Pernod Ricard ausmachen. Gemeinsam hat man dort über die letzten 12 Monate einen Rückgang der Verkäufe um satte 19% erlitten – würde man diese beiden Märkte aus dem Gesamtergebnis herausrechnen, gäbe es sogar ein Plus von 0,5% über das Jahr.
Gut ging es hingegen in Regionen wie der Türkei (+26%), Nigeria (+18%) und Indien, wo man ein Wachstum von +7% erreichte.
Von den Whiskeys wurde vor allem Jameson mit einem Mengenminus von 3% erwähnt, was vor allem an den USA lag. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille: Nimmt man die Region aus, dann gab es sogar ein Wachstum von +9%. Und auch in China wächst Jameson momentan zweistellig.
Chivas Regal stagnierte, Ballantines wächst léicht, die Single Malts stagnieren (Aberlour schwächelt allerdings). Die indischen Whiskys aber entwickelten sich durchaus stark (Royal Stag ist volumensmäßig mittlerweile der größte Whisky der Welt.
Längerfristig sieht man allerdings die Entwicklung durchaus positiv und will bis 2029 wieder zu +3 bis +6% Prozent Wachstum zurückkehren.
Summa summarum kann man sagen, dass das Whiskygeschäft bei Pernod Ricard recht stabil laufen würde, wenn es nicht die großen Probleme in den USA und in China gäbe.
















